Warum so viele Lebensmittel auf den Müll?

Immer wieder kann man lesen oder hören, dass zu viele Lebensmittel auf dem Müll landen. Da kommt einem der Gedanke, dass unsere Gesellschaft doch genug Geld besitzt, dass sie so verschwenderisch mit den Nahrungsmitteln umgeht. Wir denken gar nicht daran, wieviel Nahrungsmittel auf dieser Welt fehlen und Menschen hungern.

Es beginnt schon bei der Ernte und beim Verpacken, die Frischware, wie Obst, Gemüse, Salat und Kartoffeln wird aussortiert, welche nicht makellos und farblich nicht ganz in Ordnung ist und diese landet auf dem Müll. Nur das Obst und Gemüse, das nach Meinung der Händler verkaufbar und geeignet für guten Umsatz ist, kommt in den Verkauf.

Durch die in den Müll entsorgte Ware verteuert sich natürlich das Obst und Gemüse, das zum Verkauf angeboten wird.Dabei gibt es auch in Deutschland genug Menschen, die in Armut leben, die durch diese Ware unterstützt werden könnten!

Unsere Verschwendung geht noch weiter, denn durch das Verfalldatum bzw. durch Angabe der Mindesthaltbarkeit wird uns eindeutig gesagt, ab welchem Zeitpunkt die Ware schlecht sein soll. Mit dieser Angabe sichert sich der Hersteller und Verkäufer ab, dass die Ware bis dahin frisch ist und anscheinend kein Risiko besteht. Danach trägt der Verbraucher selbst die Verantwortung. Eigentlich erkennen wir doch, wenn ein Lebensmittel nicht mehr zu genießen ist. Wir sehen, wenn es schimmelig ist, wir erkennen ob es schmeckt und wenn es sauer ist.

Auch bei Produkten wie Ketchup und Senf, die geöffnet sind, aber nicht ganz aufgebracht werden, kann man feststellen, ob sie noch gut sind. Diese halten mehrere Monate, werden aber auch von vielen Verbrauchern zu früh weggeworfen. Die Medien und Politik betreiben eine Polemik, die teilweise völlig unrealistisch ist und den Verbraucher nur noch mehr verunsichert. Ebenso ist die Meinung der selbsternannten Experten in mancher Beziehung doch eher fraglich. Was soll eine Untersuchung vom Institut XY, das der gewöhnliche Bürger im täglichen Leben nicht umsetzen kann.

Auch beim Brot oder Backwaren wird ein großer Teil entsorgt, da wir Verbraucher bis spät in den Abend frische Backwaren erwarten. Die ganze Warenpalette muss in den Supermärkten verfügbar sein und der Verbraucher zahlt die Zeche dafür, da der Ausschuss in den Preis eingerechnet wird.

Manches könnte regional im Direktverkauf in Bauernläden abgefangen werden, denn dort sieht man oft den Preisunterschied, wenn kleinere oder nicht ganz exakt gewachsene Ware preisgünstiger abgegeben wird. So könnte der Verbraucher selbst auswählen und entscheiden, was er kaufen und sich leisten möchte.
Es gäbe auch die Möglichkeit, dass die Verbraucher auf die Supermärkte Druck ausüben könnten, die Waren, kurz vor Ablauf oder kurz vor Ladenschluß billiger zu verkaufen.

Der Regulierungswut der Politik muss auch Einhalt geboten werden. Aus welchem Grund muss die Krümmung einer Gurke per Gesetz verordnet werden. Es sollte auch dem mündigen Bürger mehr Vertrauen entgegengebracht werden. Es ist doch schlimm, dass rund die Hälfte unserer Lebensmittel allein in Deutschland bis zu 20 Millionen Tonnen – weggeworfen werden. Wenn weniger weggeworfen würde, fielen die Weltmarktpreise und es gäbe genug für die Hungernden in der Welt zu essen.

Daran sollten die Bürger bei einer Wahl denken und auf regionale Abgeordnete einwirken.

Ein weiterer Gesichtspunkt darf nicht außer Acht gelassen werden, dass eine gesunde Küche sich auch auf die Verarbeitung von Resten versteht. Unsere Großeltern können uns sicherlich über das Thema Resteverwertung sowie natürlich und gesund kochen Vorbild sein. Denn nur Verdorbenes wurde weggeworfen und es wurden nur regionale und saisonale Produkte in der Küche verwendet ohne Geschmacksverstärker und auch keine Fertigprodukte.

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