Wann werden Ohrstöpsel gebraucht?

Einfach mal bei der Welt um einen herum den Ausschalter drücken und endlich ein Mal ganz für sich alleine sein. In manchen Momenten ist es die Stille, die mehr alles andere gewünscht wird. Da sind es die lieben Kollegen im Büro, die einfach nicht aufhören wollen zu reden und dass, obwohl der Abgabetermin erbarmungslos näher rückt und die Uhr gnadenlos immer lauter zu ticken scheint. Oder im Zug, wenn das Buch so spannend ist, aber eine Horde Fußballfans lautstark den Sieg ihrer Mannschaft feiern will. Ach, was wäre es da schön, den Ausschalter zu drücken.

Geht nicht? Aber selbstverständlich geht das. Mit Ohrstöpselwerden lästige Umweltgeräusche ganz einfach ausgesperrt und es bleibt nichts ALS angenehme Stille übrig. Wissenschaftliche Tests beweisen es: eine der gesundheitsschädlichsten Umweltfaktoren um uns herum ist nämlich in der Tat der Lärm.

Eine große Geräuschkulisse verhindert das Durchatmen der Seele. Konzentrationsstörungen sowie Innere Unruhe sind dabei dann unweigerlich die Folge. Der Griff zu den bunten Stöpseln kann deshalb sogar gesundheitsfördernd sein. Geräusche, die mehr als 85 Dezibel (dB) auf das Messgerät bringen, werden offiziell als Lärm bezeichnet. Bei allen Geräuschen, die diese magische Marke überschreiten, ist es besonders wichtig, das Gehör zu schützen.

Nicht nur Baustellen verursachen Lärm, auch Musik kann gefährlich werden. Für Konzerte, egal ob Rock, House oder auch Klassik, wird das Tragen von Ohrstöpseln schon seit geraumer Zeit empfohlen. Schließlich ist das hochempfindsame menschliche Gehör dort extremen Lautstärken ausgesetzt. Bis zu 100 Dezibel werden dort gemessen. Die Gefahr hierbei liegt vor allem in der Kontinuität der Lautstärke. Während ein startender Düsenjet zwar mit bis zu 130 Dezibel zu Buche schlägt, so ist dieser Pegel nur für einen kurzen Moment erreicht, während Konzerte die 100 dB über mehrere Stunden hinweg halten können.

Musiker tragen aus diesem Grunde auf Bühne immer einen Ohrenschutz. Interessanterweise gilt es jedoch gerade unter vielen Besuchern eines Musikevents immer noch nicht als besonders chic, einen Gehörschutz zu verwenden. Doch spätestens, wenn der erste Tinnitus länger als drei Tage anhält, besinnen sich die meisten Musikfreunde darauf, das Gehör beim nächsten Konzert mit Ohrstöpsel zu schützen. Schließlich ist die Lieblingsmusik nur dann ein Genuss, wenn sie auch ohne störendes Klingeln und Rasseln im Ohr vernommen werden kann.

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