Seele

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Der Begriff Seele kann im Allgemeinen schwer definiert werden und ist kontextabhängig. Er ist unter anderem in der Psychologie vertreten und betrifft die Psyche eines Menschen. Allerdings wird er zum Beispiel auch im religiösen und esoterischem Kontext verwendet.

Auf Krank.de wird der Begriff Seele vorgestellt. So werden z. B. die Aufgaben und Funktionen sowie Krankheiten und Beschwerden vorgestellt.

Außerdem gehen wir nachfolgend auf die verschiedenen Erklärungsversuche ein und erläutern unter anderem die psychologischen Aspekte.

Was ist die Seele?

Der Begriff Seele wird in der Psychologie oft als Synonym zu dem Ausdruck Psyche verwendet. Dieser Begriff stammt aus dem altgriechischen und hat die Bedeutung Atem oder Hauch. Auch im religiösen Kontext wird der Begriff Seele verwendet.

In den verschiedenen Weltreligionen ist die Seele jenes was nach dem Ableben des körperlichen Seins übrig bleibt und einen Menschen unverwechselbar macht. Durch den Atem wird verdeutlicht, dass sie noch den Körper bewohnt und aktiv ist. Nachdem der Mensch stirbt und dementsprechend aufhört zu atmen, entweicht die Seele dieser religiösen Theorie dem Körper.

Auch im Alltäglichen wird oft der Begriff mit einer positiven oder negativen Verbindung verwendet. Eine eindeutige wissenschaftliche Definition des Begriffes zu finden ist jedoch sehr schwierig und wurde demnach auch noch nicht vorgenommen.

Die Seele ist ein Begriff, der Psychologen, Wissenschaftler und Philosophen rätseln lässt, da sie nicht greifbar ist. In diesem Zusammenhang entstehen auch Debatten zu dem Thema künstliche Intelligenz und Mensch-Maschinen Interaktionen. Kann eine Maschine eine Seele entwickeln?

Der Begriff wird oft mit den Begriffen Denkvermögen, Intelligenz, Geist und Gedanken verbunden. Die Seele wird auch mit der Wahrnehmung von Intentionen und externen Vorgängen verbunden. Verhaltensweisen, Ideen, Emotionen, Gefühle, Träume und Bewusstseinsvorgänge werden ihr zugeschrieben. Die Seele kann als ganzheitlichen System dargestellt werden, welches alle diese Funktionen reguliert und steuert.


Gesundheitspsychologie

Oder: wie die Seele den Körper beeinflussen kann

Die Gesundheitspsychologie ist eine Kategorie der angewandten psychologischen Strömungen und beschreibt und untersucht die Wechselwirkung von Körper und Psyche.

Verbindung von Körper und SeeleBehandlung Psychologie Hochsensibilität

Die Verbindung zwischen Körper und Seele ist stärker als lange angenommen. In einer englischen Langzeitstudie haben Wissenschaftler ältere Menschen über mehrere Jahre beobachtet.

Die Menschen, die eine stabile psychische Verfassung, ein intaktes soziales Netzwerk und eine eher positive Grundeinstellung gegenüber dem Altern hatten haben deutlich länger und gesünder gelebt. Die psychologisch gesunden Menschen in der Studie waren auch körperlich deutlich gesünder.

Auf der anderen Seite haben die Teilnehmer der Studie welche depressive Verstimmungen, Antriebslosigkeit und eine eher negativen Einstellung gegenüber dem Altern zeigten, eine deutliche schlechtere körperliche Verfassung aufgezeigt. Die Teilnehmer, die eine seelische Erkrankung aufgewiesen haben, sind auch körperlich in einer schlechteren Verfassung gewesen und deutlich eher verstorben.

Die Ergebnisse der Studie sind eindeutig und zeigen, dass Körper und Seele eng miteinander verbunden sind. Umso wichtiger ist es daher, sie genau so zu pflegen und intakt zu halten wie den Körper.


Faktoren & Einflüsse

Viele Faktoren für eine gesunde Seele

Die seelische Gesundheit, kann genau wie die körperliche Gesundheit von unterschiedlichen Faktoren beeinflusst werden. Studien haben gezeigt, dass unter anderem folgen Faktoren starken Einfluss auf die seelische Gesundheit haben können:

  • Alter
  • Qualität der Partnerschaft
  • soziale Beziehungen
  • Ernährung
  • körperliche Aktivität
  • Umwelt
  • Drogenkonsum

Die Seele stärken und gesünder leben

Eine gesunde Seele bedeutet ein gesundes Leben, mehr Freude, eine positive Grundeinstellung und intakte soziale Kontakte. Um ihre Gesundheit zu erhalten ist es wichtig bei Stresserscheinungen zu handeln und Entspannungspausen einzulegen.

Wenn Stressfaktoren oder depressive Verstimmungen zu stark werden sollte professionelle Hilfe in Anspruch genommen werden, da keine Zeit bei der Behandlung von psychischen Krankheiten vergeudet werden sollte. Menschen können mit Yoga, Sport und anderen Entspannungstechniken die Balance in der Seele wieder herstellen und dadurch die Lebensqualität verbessern.

Funktionen & Aufgaben

Die Seele ist durch Ihre nicht eindeutige Definierbarkeit schwer mit bestimmen Aufgaben zu beschreiben. In allgemeinen Sinn hat sie die Aufgabe, den Menschen einen bestimmten Charakter oder auch Persönlichkeit zu geben. Im religiösen Kontext wir sie als der Teil einen Menschen verstanden, der nach dem Tod weiterlebt und damit für die Unsterblichkeit verantwortlich ist.

In der Psychologie – insbesondere durch Sigmund Freud beeinflusst -ist die Seele ein wichtiger Handlungsträger der Menschen. Jede Handlung ist nur möglich, da die Psyche dies durch Handeln und Verstehen vereinfacht.

Die Motive einer Handlung werden durch die Seele manifestiert und gefiltert, sodass sie im Endeffekt darüber entscheidet was ein Mensch macht und welche Handlungen ausgeführt werden.


Krankheiten & Beschwerden

Seelische Erkrankungen, Störungen und Beschwerden

Die Psychologie beschäftigt sich mit den Folgen und Auswirkungen bei Beschwerden der Seele. Da in der Psychologie der Begriff mit Psyche gleichgesetzt wird, kann man Psychologie auch als die Wissenschaft der Seele bezeichnen.

Psychologe, Übelkeit

Seele und Körper beeinflussen sich gegenseitig

Durch Studien und wissenschaftliche Forschung in dem Bereich Psyche und Körper wurde gezeigt, dass die Seele und der Körper in Wechselwirkung zueinander stehen. Ein kranker Körper kann dementsprechend die Seele bzw. Psyche negative beeinflussen.

Im gleichen Sinne kann eine angeschlagene Psyche sich auf die körperliche Verfassung eines Menschen ausweiten. Insbesondere in der Gesundheitspsychologie werden diese Vorgänge untersucht und behandelt.

Sigmund Freud, einer der wichtigsten Psychologen des 20. Jahrhunderts hat die Psyche untersucht und sie in seinen Theorien als das Manifest aller Motive und Beweggründe genannt.

Jede Handlung entstammt einem Wunsch in der Psyche des Menschen und wird entweder durch hormonelle, emotionale oder körperliche Gründe angestrebt.


Über-Ich, Ich & Es

In dem Strukturmodell von Freud wird die Seele in drei unterschiedliche Strukturen aufgeteilt: Das Ich, das Über-Ich und das Es.

  • Das Über- Ich
    Weltbilder, Ideale und moralische Vorstellungen werden von dem Über-Ich moderiert.
  • Das Ich
    Diese Instanz kann als Verbindung zwischen dem Über-Ich und dem Es verstanden werden. Rationalität und kritischen Denken werden als Hilfsmittel verwendet um die beiden Instanzen miteinander zu verbinden. Ein Mensch braucht das Ich um Triebe und Moral regulieren und ausbalancieren zu können.
  • Das Es
    Hier werden Triebe und Affekte ausgelöst. Das Es ist unabhängig von Kultur oder gesellschaftlichen Normen.

Wenn einer dieser Instanzen nicht in der Richtigen Balance zu anderen Instanzen steht, kann es zu psychischen Störungen der Psyche kommen. Die Psyche kann sich nur dann wieder regulieren, wenn die Balance zwischen den drei Strukturen wieder hergestellt wird.

In der modernen Psychologie sind die Faktoren, welche eine Störung oder ein Krankheitsbild der Seele hervorrufen können weitaus komplexer. Die Arbeit von Freud wird als nicht belegbar, jedoch immer noch als sehr einflussreich bewertet.

In der angewandten Psychologie werden seelische Störungen nach einem klinischen Raster, dem DSM (diagnostischer und statistischer Leitfaden für psychologische Störungen) klassifiziert.

Häufige Krankheitsbilder

Häufige Krankheitsbilder der Psyche und Seele:

  • depressive Störungen
  • zwanghaftes Verhalten
  • Angststörungen
  • Wahnvorstellungen
  • Essstörungen
  • Wahrnehmungstörungen
  • neurokognitive Störungen
  • bipolare Persönlichkeitsstörungen

Mögliche Behandlungen werden durch Psychotherapie, Gesprächstherapie, kognitive Verhaltenstherapie, Medikamente oder alternative Behandlungsmethoden durchgeführt. In der Psychologe werden Störungen je nach Stärkegrad und Ausprägung entweder medikamentös, psychotherapeutisch oder in einer Kombination behandelt.

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Depressionen zählen zu den seelischen Erkrankungen

Es ist wichtig, die Krankheitsbilder der Seele mit einer gleichen Notwendigkeit zu behandeln wie körperliche Beschwerden. Eine gestörte Psyche kann einschneidend negative Auswirkungen auf das komplette Leben und soziale Umfeld eines Menschen haben.

Studien zeigen, dass viele Störungen wie Angststörungen, Essstörungen und affektive Störungen oft geschlechts- und altersbezogen sein können. In der Prävention sollten diese anfälligen Gruppen besonders unterstützt werden und mit Informationen zur Prävention von seelischen Störungen versorgt werden. Frauen leiden häufiger unter Angststörungen, posttraumatischen Belastungsstörungen, Essstörungen und Depressionen.

Männer werden häufiger mit Autismus, gestörtem Sozialverhalten, adhs und Drogenmissbrauch diagnostiziert. Die unterschiedlichen sozialen Anforderungen und Formen die den unterschiedlichen Geschlechtern schon von der Kindheit an gestellt werden sind ein Grund dafür warum sich die Störungen nach den Geschlechtern so unterschiedlich aufteilen.

Männer werden durch die Erziehung eher dazu ermutigt Emotionen zu unterdrücken und greifen daher eher zu Drogen um diese zu kontrollieren. Frauen werden in der Erziehung oft in die Rolle der emotionalen Versorger gedrängt, sodass eigene Ambitionen und Bedürfnisse unterdrückt werden.

Unabhängig vom Geschlecht sind Burnouts, also Überlastangststörungen und Depressionen relativ häufig in der Bevölkerung und in allen Schichten zu finden.

Die Leistungsgesellschaft und weitgehende Individualisierung besonders in westlichen Gesellschaften führen zu einer Zunahme dieser Krankheitsbilder. Allein in Deutschland steigt die Zahl der psychisch kranken Menschen stetig an und liegt jetzt schon im Millionenbereich. Auch immer mehr Kinder werden mit Belastungsstörungen und Depressionen diagnostiziert.


Häufige Fragen & Antworten

Nachfolgend beantworten wir häufig gestellte Fragen zur Seele.

Welche Definitionen von Seele gibt es?

Die Seele kann nicht genau definiert werden. Im religiösen wird sie als Hauch, Atem oder auch als dass, was nach dem Tod von dem Mensch übrig bleibt definiert. Die Seele wird in der Psychologie mit der Psyche gleichgesetzt und hat einen weitreichenden Einfluss auf Entscheidungen, Handlungen und Motive eines Menschen.

Wie können seelischen Krankheiten erkannt werden?

Seelische Erkrankungen und Störungen werden von Psychologen mithilfe von Testverfahren erkannt. Eine passende Behandlung und Therapie sollte von einem fachkenntlichen Psychologen durchgeführt werden. Negative Verstimmungen, Antriebslosigkeit, Erschöpfung, Wahnvorstellungen, ein verändertes Essverhalten oder ein extrem verändertes Sozialverhalten können auch Indikatoren für eine seelischen Erkrankung sein.

Welche Krankheitsbilder der Seele sind herkömmlich?

Besonders stark verbreitet sind depressive Krankheitsbilder, Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen, bipolare Störungen und Überlastungsstörungen. Nicht alle Krankheitsbilder werden frühzeitig erkannt und haben daher oftmals erhebliche negative Auswirkungen auf den Menschen mit der Störung.

Eine unausgewogene Ernährung, wenig Schlaf, ein unausgeglichenes Sozialleben und Umweltstress können die Entstehung der Erkrankungen fördern.


Unser Fazit zur Seele

Die Seele ist ein komplexes Konstrukt in der menschlichen Komposition. Psychologen, Philosophen und Mediziner können keine genaue Deviation für den Begriff finden, jedoch ist diese einzigartig und bei jedem Mensch anders. Erkrankungen der Seele und Psyche steigen weltweit dramatisch an und daher ist die Prävention und Aufklärung über psychologische Stresserscheinungen umso wichtiger.
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