Füße

Die Anatomie der Füße

Füße ermöglichen jedem Menschen, sich fortzubewegen. Sie stellen das Ende der Beine dar, sodass sie zu den Gliedmaßen des menschlichen Körpers zählen. Der folgende Artikel klärt zunächst über den Aufbau der Füße auf und beschreibt im Anschluss ihre Funktionen.

Hierbei wird sowohl Wert auf die Gesamtanatomie wie der einzelnen Bestandteile der Füße gelegt. Auch mögliche Erkrankungen, Beschwerden und Symptome der Füße sind in diesem Artikel enthalten. Zusammenfassend werden zusätzlich die Funktionen und Erkrankungen der Füße gesondert aufgelistet, um diese informativ hervorzuheben.

Was sind Füße?

Füße, lateinisch „pes“ sind jene Gliedmaßen, welche am Ende des untersten Beinabschnitts sitzen. Sie sind bewegliche Einheiten, welche sowohl bei Menschen wie bei allen Landwirbeltieren vorkommen. Die Füße ermöglichen nicht nur die Fortbewegung an sich, sondern ebenfalls den für Menschen typischen aufrechten Gang. Obwohl sich Füße im Laufe der Evolution an die Bedürfnisse des Menschen angepasst haben, gibt es heute noch immer Unterschiede je nach Land und Region. Ebenfalls bestimmt das Verhältnis zwischen zweitem Zehen und Großzehe die Einteilung der Füße in verschiedene Fußformen. Ist der zweite Zeh kürzer als die Großzehe, handelt es sich medizinisch gesehen um einen Ägyptischen Fuß. Beim Gegenteil, also bei einer größeren Großzehe, wird die Fußform als Griechischer Fuß bezeichnet. Sind beide Zehen gleich lang, gilt dies als Römischer Fuß. Der Fuß besteht nicht nur aus einem einzelnen Teil, sondern wird aus mehreren Knochen, Knorpeln und Gelenken, welche ihre flexible Bewegung ermöglichen. Generell besteht der Fuß aus einer Fußwurzel, dem Mittelfuß sowie fünf Zehen. Obwohl sie den Menschen durch seinen Alltag tragen, wird den Füßen meist wenig Bedeutung geschenkt, sodass häufig Erkrankungen und Beschwerden an den Füßen auftreten.

Funktionen und Aufgabe der Füße

Im Allgemeinen haben die Füße die Aufgabe der Fortbewegung und der Gleichgewichtshaltung inne. Durch die Bänder wird das Fußgewölbe aufrechterhalten. Das Körpergewicht des Menschen hingegen wird auf Ferse, Großzehenballen und Kleinzehenballen verteilt, welche im Längs- und Quergewölbe enthalten sind. Rund 33 Prozent des Körpergewichts wird auf die Ferse verlagert, wohingegen die vorderen Fußballen rund 30 Prozent des Gewichts tragen müssen. 15 Prozent des Gewichts fallen auf den Fußaußenrand. Die restlichen Prozent des Gewichts werden gleichmäßig auf die Zehen verteilt. Die große Zehe übernimmt in der Regel fünf Prozent des Gewichts, die restlichen Zehen tragen sieben Prozent. Um den Fuß vor zu viel Abstoßung zu schützen, besitzt die Fußsohle eine polsternde Wirkung. Während des Laufens federt sie das Gewicht ab, um Stoßschäden an den Gelenken und der Wirbelsäule zu vermeiden. Die allgemeine Bewegung des Fußes wird über die Fußmuskulatur übernommen. Diese besitzt eine hohe Dichte an Rezeptoren, welche sich in der Fußsohle und den Zehen befinden. Die Rezeptoren wiederum regulieren den Tastsinn des Fußes. Im Gegensatz zum Affen und anderen Tieren können die Menschen ihre Füße nicht mehr zum Greifen benutzen. Dennoch dienen die Füße dem menschentypischen aufrechten Gang, wobei die Füße den Großteil der Gleichgewichtsregelung übernehmen. Ist der Fuß gesundheitlich heil, besitzt der Mensch meist einen normalen Gleichgewichtssinn. Verliert eine Person hingegen beispielsweise den kleinen Zehen, machen sie zu Beginn Schwierigkeiten bei der Gleichgewichtshaltung und beim Laufen bemerkbar. Der Verlust eines Zehs bedeutet zugleich den Verlust von seitlichen Rezeptoren, welche ein Umknicken verhindern.

Zusammenfassung der Aufgaben der Füße

 

  • Aufrechterhaltung des aufrechten Gangs
  • Fortbewegung des Menschen
  • Verteilung des Körpergewichts während des Laufens auf verschiedene Fußbereiche
  • Regulierung des Tastsinns
  • Regulierung und Aufrechterhaltung des Gleichgewichtssinns
  • Schutz der Wirbelsäule beim Laufen

Die Anatomie und die Funktionen der Füße

Anatomisch betrachtet sind die Füße des Menschen sehr komplex und besitzen gleichzeitig mehrere verschiedene Funktionen. Generell bestehen sie aus einem knöchernen Gerüst, zahlreichen umliegenden Muskeln und Bändern sowie Sehnen, welche allesamt mit Haut überzogen sind. Der Fuß wird in mehrere Abschnitte eingeteilt, namentlich der Fußrücken, die Ferse, die Sohle, die Außenkante sowie den Ballen. Der Fußrücken ist auch medizinisch unter dem Namen Spann, die Außenkante als Rist, die Zehen unter Digiti pedis, die Fußwurzel als Tarsus sowie der Mittelfuß als Metatarsus bekannt. Insgesamt vereint ein einziger Fuß 26 Knochen sowie zwei Sesambeine, sodass im Fuß ungefähr ein Viertel aller menschlichen Knochen enthalten ist. Die sogenannten Sesambeine sind in Sehnen eingelagerte Knochen, welche die Funktion von zusätzlichen Abstandhaltern innehaben. Die Unterteilung der Fußmuskeln wird in lange und kurze Fußmuskeln getätigt. Während sich die langen Fußmuskeln am Oberschenkel ansetzen, befinden sich die kurzen Fußmuskeln am Fußskelett selbst.

Die einzelnen Fußbestandteile setzen sich wiederum aus mehreren Bestandteilen zusammen. Der Fuß verfügt über zwei große Fußwurzelknochen – das Sprungbein (Talus) sowie das Fersenbein (Calcaneus). Auch das Kahnbein (Os naviculare), drei Keilbeine (Ossa cuneiformia) und das Würfelbein (Os cuboideum) sind in ihm enthalten. Steht der Mensch aufrecht, setzt lediglich der hintere Teil des Fersenbeins am Boden auf. Der Mittelfuß setzt sich aus fünf Mittelfußknochen (Ossa metatarsalia) zusammen. Der Erste von ihnen ist trotz seiner geringsten Länge der Kräftigste. Er sorgt dafür, dass sich der Fuß abrollen kann, wobei dies vorwiegend über die große Zehe geschieht. Der zweite Metatarsalknochen hingegen ist der längste aller fünf Knochen. Die Länge der Knochen nimmt kontinuierlich ab. Im Gegensatz zu den Fingerknochen befinden sich die Zehen in einer Rückbildung, obwohl sie aus der anatomischen Perspektive gesehen den Fingerknochen entsprechen. Insgesamt besitzt der Mensch fünf Zehen pro Fuß, wobei Fehlbildungen eine verminderte bzw. vermehrte Zehenzahl zur Folge haben können. Der große Zeh, welche mit dem Daumen vergleichbar ist, besitzt gleich wie der Daumen zwei Knöchelchen. Die restlichen Zehen setzten sich wie die restlichen Finger ebenfalls aus drei Knöchelchen zusammen. Manche Menschen besitzen allerdings einen kleinen Zeh mit nur zwei Knöchelchen. Das Quer- und Längsgewölbe des Fußes sorgt für die Stabilisierung des gesamten Fußes. Während das Quergewölbe durch Bänder und Sehnen entsteht, bildet sich das Längsgewölbe durch Bänder der Fußsohle und Muskeln. Diese ziehen sich bei einer Belastung zusammen. Dies führt dazu, dass ein unbelasteter Fuß stets länger ist als ein belasteter.

Die Zehen

Die Zehen, medizinisch Digitus pedis bezeichnet, sind die Endglieder des menschlichen Fußes. Im Regelfall besitzt jeder Fuß fünf Zehen, sodass ein Mensch insgesamt über zehn Zehen verschiedener Größe verfügt. Im medizinischen Bereich werden die Zehen mit römischen Zahlen nummeriert. Der Großzehe, auch Digitus pedis I bzw. Hallux genannt, befindet sich an der innersten Stelle der Zehenreihenfolge. Er besteht, gleich wie der Daumen, aus zwei Gelenken und ist der breiteste Zehen. Direkt hinter ihm liegt der zweite Zehen bzw. Digitus pedis II. Dieser ist, wie die restlichen drei Zehen ebenfalls, schmäler als der Großzehe. Dennoch kann er manchmal länger als der Großzehe sein. Sein Längenverhältnis zum Großzehe bestimmt die Einteilung der Form des Fußes in der Medizin. Die nachfolgenden Zehen sind Digitus pedis II, Digitus pedis III sowie Digitus pedis IV, auch als kleiner Zehen oder Digitus minimus bekannt. Alle Zehen verfügen über drei Knöchelchen bzw. Glieder. Bei manchen Personen jedoch besteht der kleine Zehen, gleich wie der Daumen, aus nur zwei Gliedern. Im Normalfall machen die Zehen 14 Knochen des Fußes aus. Alle fünf Zehen besitzen die Gemeinsamkeit, dass sie gleich wie der Finger über einen Nagel verfügen. Die Zehen besitzen nicht nur einen optischen Aspekt, da sie das Vorderteil des Fußes darstellen, sondern sorgen für einen sicheren Stand und Gang. Zehenfehlbildungen oder das Fehlen eines Zehs führt nicht selten zu erheblichen Gleichgewichts- und Gangschwierigkeiten, welche mittels spezieller Einlagen oder Schuhe korrigiert werden müssen.

Krankheiten, Symptome und Beschwerden der Füße

Durch die Tatsache, dass den Füßen wenig Aufmerksamkeit zu Teil wird, treten oft und häufig Krankheiten und Beschwerden an den Füßen auf. Durch die verschiedenen Schuhwerke und der unterschiedlichen Körperpflege kann meist in typische Fußerkrankungen von Männern und Frauen unterschieden werden. Das Krankheitsbild von Füßen ist vielseitig. Sie reichen von manchmal harmlosen Infektionen über Entzündungen bis hin zu ernsthaften Deformationen. Manche Krankheiten können durch bestimmte Erreger ausgelöst werden. Jedoch bezieht sich der wesentliche Teil der Fußerkrankungen auf den Betroffenen selbst. Das häufige Tragen von unpassenden Schuhen verursacht in vielen Fällen gravierende Verformungen der Füße, welche erst spät bemerkbar werden. Unter diese Fallen beispielsweise knöcherne Ausziehungen des Fersenbeins bzw. Fersensporns und der Hallux Valgus. Bei diesem knickt der Zehen in Richtung der anderen Zehen ab. Viele Frauen sind von einem Hallux Valgus bzw. Ballengroßzeh betroffen, da das Tragen von engen Schuhen und hohen Absätzen diese Fehstellung begünstigt. Dennoch bezieht sich diese Erkrankung nicht nur auf Frauen, sodass auch Männer von einem Hallux Valgus betroffen werden können.

Verformungen des Fußgewölbes sind Platt-, Knick-, Senk-, Platt-, Spitz-, Sichel-, Klump-, Hacken- Hohl- und Spreizfüße. Alle Formen haben eine Absenkung des Gewölbes gemein. Gewisse Beschwerden der Füße treten vermehrt im Alltag auf. Zu diesen gehören Schwielen sowie brüchige bzw. eingewachsene Fußnägel. Da die Fußnägel dauerhaft wachsen, benötigen sie ausreichend Pflege. Werden sie jedoch falsch geschnitten oder gefeilt, entzündet sich in vielen Fällen das Nagelbett oder die umliegende Haut. Die Entzündung kann sogar bis zu einer Eiterung des Nagelbetts führen. Ist hingegen die Schutzbarriere der Füße geschädigt, bietet sie optimalen Untergrund für Bakterien. Vor allem ein Pilzbefall, welcher Fußpilz verursacht, tritt häufig auf. Die Pilzbakterien vermehren sich gerne an heißen und feuchten Räumen wie Schwimmbädern und Saunen, sodass die Infektion häufig an diesen Plätzen stattfindet. Fußpilz beschränkt sich zugleich nicht nur auf die Zehen, wobei die Erkrankung meist dort beginnt. Bleibt Fußpilz unbehandelt, kann sich der Pilzbefall auf die gesamte Fußsohle ausbreiten. Auch das feuchtwarme Klima innerhalb geschlossener Schuhe im Sommer begünstig die Ausbreitung von Keimen deutlich. Enge Schuhe versuchen zugleich des Öfteren Hühneraugen. Obwohl auch Männer von dieser Erkrankung betroffen sind, sind der Großteil der Betroffenen Frauen. Die Füße sind außerdem nicht frei von Tumoren. Die sogenannten Neurome setzen sich aus Bindegewebe und Fettzellen zusammen, sodass sie ebenfalls an den Füßen vorkommen können.

Weitere häufige Gesundheitsprobleme an den Füßen sind Knochenbrüche bzw. Frakturen, Arthrose, Entzündungen, welche durch eine Fehlbelastung hervorgerufen wird und eine Überbelastung. Auch Gicht tritt an Füßen auf. Gicht ist eine Stoffwechselerkrankung, bei welcher sich der Harnsäurespiegel der Haut krankhaft erhöht. Infolgedessen kristallisiert sich die Harnsäure heraus und lagert sich in verschiedene Bereiche des Körpers bzw. des Fußes ab. Häufig sind das Großzehengrundgelenk und das Knie von dieser Erkrankung betroffen. Gichtpatienten leiden anfallsartig unter auftretenden starken Schmerzen an den betroffenen Gelenken. Ein Gichtanfall kann mehrere Stunden bis Tage andauern.

Die Fußverformungen

Trotz ihrer Vielzahl entstehen alle Fußverformungen durch eine Verformung des Fußgewölbes, welche meist durch das Tragen falschen Schuhwerks verursacht wird. Das dauerhafte Tragen dieses sorgt dafür, dass sich das Fußgewölbe im Laufe der Zeit zunehmend verformt. Infolgedessen treten Fußverformungen auf, welche in vielen Fällen nur mittels richtiger Behandlung wieder rückgängig gemacht werden können. Der Knickfuß äußerst sich durch eine Abknickung im Knöchelbereich, welche nach innen reicht. Bei vielen Betroffenen tritt der Knickfuß bereits in der Kindheit auf. Ein Knickfuß kann mittels des getragenen Schuhwerks erkannt werden. Bei einem Knickfuß ist die Innenseite der Schuhsohlen deutlich abgelaufener als die Außenseite. Oft steht der Knickfuß in Kombination mit einem Senkfuß. Eine Knickfußverformung betrifft in manchen Fällen nicht nur den gesamten Fuß, sondern ebenfalls die Hüft- und Kniegelenke. Der Senkfuß hingegen ist die Vorform des Plattfußes. Beide Verformungen entstehen, indem sich das Längsgewölbe absenkt.

Beim Senkfuß geschieht dies im Gegensatz zum Plattfuß jedoch nicht zur Gänze. Oft entstehen beide Verformungen durch eine Überbelastung des Fußes. Infolgedessen ist der Betroffene nicht mehr in der Lage, einen Zehenstand auszuüben und leidet unter Druckstellen, Hühneraugen, Schleimbeutelreizungen sowie Knie- und Hüftbeschwerden. Wird der Senk- bzw. Plattfuß nicht behandelt, kann eine Versteifung des Fußes entstehen. Der Hohlfuß hingegen zeichnet sich durch eine übermäßige Wölbung des inneren Längsgewölbes ab. Ursachen hierfür können genetische Anlagen aber auch eine Kinderlähmung sein. Oft entstehen bei einem Hohlfuß Krallenzehen und Hühneraugen unter dem Vorfuß. Beim Spreizfuß ist das vordere Quergewölbe abgeflacht, sodass sich die Zehen fächerförmig spreizen. Enge Schuhe sind häufig die Ursache für die Verformung, welche einen Hallux Valgus und Krallenzehen zur Folge haben. Meist beschränken sich die Beschwerden nur auf den Vorfuß und die Zehen, sodass der restliche Fuß nicht betroffen ist. Ein nach innen gedrehter Vorfuß hat einen Sichelfuß zur Folge, welche entweder erblich bedingt ist oder im Säuglingsalter durch lange Bauchlage entsteht.

Durch Kinderlähmung, eine Verletzung des Wadenbeinnervs oder Beinverkürzungen entsteht ein Spitzfuß. Der Fuß ist nach unten gebogen und kann teilweise nicht mehr oder nur bedingt nach oben gehoben werden. Eine Rückenmarksschädigung oder erbliche Faktoren verursachen des Öfteren einen Klumpfuß, welcher eine Kombination aus Spitz-, Hohl- und Sichelfuß ist. Um den stark beeinträchtigten Gang zu erleichtern, werden ärztlich verordnete Maßschuhe benötigt. Ebenfalls angeboren oder durch eine Rückenmarksschädigung entstanden ist der Hackenfuß. Bei dieser Verformung zeigt der Fuß abnorm nach oben und kann im Gegensatz zum Spitzfuß nur mehr bedingt oder gar nicht mehr gesenkt werden.

Zusammenfassung der häufigsten und typischen Fußerkrankungen

 

  • Verformungen der Füße – knöcherne Ausziehungen des Fersenbeins bzw. Fersensporns, Hallux Valgus
  • Verformungen des Fußgewölbes – Platt-, Senk-, Spreiz-, Knick-, Spreiz-, Sichel-, Spitz-, Hacken- und Hohlfuß
  • Schwielen
  • brüchige bzw. eingewachsene Fußnägel
  • Entzündung und Eiterung des Fußnagelbetts
  • Fußpilz
  • Hühneraugen
  • Arthrose
  • Entzündungen
  • Frakturen bzw. Knochenbrüche
  • Überbelastung
  • Gicht
  • Tumore

Fragen und Antworten zum Thema Füße

 

Was kann ich bei einer Fußverformung tun?

Da Fußverformungen häufig durch das Tragen von falschem Schuhwerk verursacht werden, hilft zunächst der Wechsel zum passenden Schuhen. Sind beispielsweise Schuhe mit hohen Absätzen Schuld an der Verformung, werden diese mit flachen, breiten Schuhen ersetzt. Auch der Gang zum Orthopäden hilft vielen Betroffenen. Der Orthopäde stellt fachmännisch die Art der Verformung fest und ist in der Lage, passende medizinische Einlagen oder Maßschuhe zu verschreiben. Je nach Härtegrad der Verformung müssen betroffene die vorgeschriebenen Einlagen und Schuhe tragen, um eine weitere Missbildung zu vermeiden und eine Behebung der Fehlbildung in Gang zu setzen.

Wie behandle ich Fußpilz richtig?

Die effektive Behandlung eines Fußpilzes erfolgt mit speziellen pilzabtötenden Mitteln, den Antimykotika. Diese besitzen zweierlei Wirkungsmethoden. Entweder wirken sie als Fungizid, indem sie die vorhandenen Pilze abtöten, oder antifungal, wodurch sie die Vermehrung der Pilze verhindern. Typische Wirkstoffe der Antimykotika sind Terbinafin, Clotrimazol, Itraconazol, Miconazol, Clotrimazol und Binofazol, wobei jeder Wirkstoff bestimmte Erreger besonders gut angreift. Falls der Typ des Infektionspilzes nicht bekannt ist, können Breitsprektrumsantimykotika eingesetzt werden, da diese gegen mehrere Pilzarten gleichzeitig effektiv sind. Viele der Fußpilzantimykotika sind rezeptfrei in der Apotheke erhältlich. Sie wirken meist oberflächlich und sorgen schon in kurzer Zeit für eine deutliche Besserung. Unter oberflächliche Antimykotika fallen Gels, Cremes, Salben und Puder. Zeigt sich nach ungefähr ein bis zwei Wochen Behandlung mit den oberflächlichen Mitteln keine Besserung, kann eine Behandlung mittels Tabletten erfolgen. Eine oberflächliche Behandlung sollte im Anfangsstadium der Pilzinfektion erfolgen. Ein großflächiger Pilzbefall hingegen wird meist in einem Ausmaß von vier bis sechs Wochen mittels Medikamenten behandelt. Die Verwendung von Hausmitteln wie Teebaumöl kann die Heilung begünstigen.

Wie vermeide ich Erkrankungen und Verformungen an den Füßen?

Um Erkrankungen und Verformungen von Füßen zu vermeiden, muss zunächst richtiges Schuhwerk getragen werden. Bereits ab dem Kindesalter sollten die Breite und Länge der Schuhe dem Fuß entsprechen. Auch das intensive Tragen von engen oder hohen Schuhen mit Absätzen sollte vermieden werden, um Verformungen zu vermeiden. Erkrankungen hingegen kann leicht mit passender Fußhygiene vorgebeugt werden. Regelmäßiges waschen, vor allem nach dem Besuch von öffentlichen Einrichtungen wie Schwimmbädern oder Saunen, dem Tragen von atmungsaktiven Schuhen vor allem im Sommer und dem Vermeiden von Feuchtigkeitsansammlungen innerhalb der Schuhe beugt eine bakterielle Entzündung wie Fußpilz deutlich vor.

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