Blutegeltherapie

Die Blutegeltherapie gehört zu den Ausleitungsverfahren. Es ist eine sehr alte Therapie, die bereits bei den Babyloniern ihre Niederschrift erhielt. Seit den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts wurde diese Therapie wiederentdeckt und heute in der Mikrochirurgie, der Transplantationschirurgie und im Rahmen natürlicher Heilverfahren angewendet.

Die Wirkung des Blutegel beruht auf dem Bissreiz, den in die Bisswunde abgegebenen Wirkstoffen und Bakterien sowie der Nachblutung. Der Egel sondert in die Bisswunde den Wirkstoff Hirudin ab, der die Blutgerinnung hemmt. Der Egel saugt etwa 10 ml Blut, und weitere 50 ml werden durch die Nachblutung ausgeleitet.

Der medizinische Blutegel (lat. Hirudo medicinalis) ist ALS Ringelwurm mit dem Regenwurm verwandt, ca. 5 cm lang . An den beiden Körperenden befindet sich jeweils ein Saugnapf. Der Saugnapf hinten, dient dem Blutegel lediglich zum Festhalten. Der Saugnapf vorne ist die Mundöffnung,die Zähne enthält. Der Blutegel besitzt kein Gehirn. Er benötigt eine Mahlzeit für 1-2 Jahre, die ungefähr eine halbe Stunde dauert. Sein Biss ist ein Sägen mit den Zahnleisten und kaum zu spüren. Er reinigt die von ihm gesetzte, sternförmige Wunde. Seine Speicheldrüsen sind frei von Krankheitskeimen.


Weitere Informationen zur Blutegeltherapie:

Freie Enzyklopädie Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Blutegel

Fachverbände:
zu diesem Verfahren sind keine Fachverbände bekannt

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