Gehirn

Das Gehirn – ein komplexes Organ

Es ist kaum möglich, die Bedeutung und Macht unseres Gehirns zu überschätzen. Das Eintauchen in die Welt unseres Gehirns hält viel Wissenswertes und sicher auch einige Überraschungen bereit. Wer sich für das Gehirn ernsthaft interessiert kann einen ganz faszinierenden, eigenen Kosmos entdecken. Es gibt mehr als 100.000 Veröffentlichungen weltweit zu diesem Thema. Wer etwas Grundsätzliches über die Aufgaben und Funktionen des Gehirns, Anatomie und den Aufbau des Gehirns entsprechend dem jetzigen Stand der Forschung erfahren möchte, findet nachfolgend die wichtigsten Basics und weitere Betrachtungen zu interessanten Aspekten dieses faszinierenden Organs.

Gehirn – was ist das?

Der anatomische fachsprachliche Begriff für das Gehirn, der aus dem Altgriechischen kommt (enképhalos oder ἐγκέφαλος) ist das Encephalon. Auch der lateinische Begriff für das Gehirn Cerebrum ist in den einschlägigen Kreisen gleichermaßen etabliert. Im Althochdeutschen finden sich Begriffe, wie „hirni“ und „hirne“. Diese sind doch recht nah an dem heutigen Sprachgebrauch – Hirn oder Gehirn, für das Steuerzentrum unseres Körpers.

Das Gehirn ist Teil des zentralen Nervensystems, der sich im Kopf befindet. Gut geschützt und von Hirnhäuten umhüllt, liegt es in der Schädelhöhle. Es ist das Steuerzentrum des Körpers und besteht aus Nervengewebe. Es bildet mit dem Rückenmark gemeinsam das zentrale Nervensystem (ZNS). Informationen aus der Außenwelt werden im Steuerzentrum Gehirn mit denen aus dem Körperinneren abgeglichen und verarbeitet.

Was wiegt unser Gehirn?
Durchschnittlich 1400 g wiegt das Gehirn eines Mannes, das einer Frau im Durchschnitt 1300 g unter der Voraussetzung einer gleichen Körpergröße. Es besteht aber keinerlei Zusammenhang zwischen dem Gewicht eines Gehirns und der Intelligenz des Menschen.

Aufgaben und Funktionen des Gehirns

Wie steuert unser Hirn Aufmerksamkeit, Atmung und Herzfrequenz?
Dieses hoch komplexe Organ namens Gehirn erfüllt die unterschiedlichsten Aufgaben. Das Gehirn steuert die intellektuellen (kognitiven) und wesentlichen, unbewussten, unwillkürlichen (vegetativen) Funktionen unseres Körpers. Elementare Funktionen, wie die Herzfrequenz, die Atmung, Transpiration und Zustände permanenter Aufmerksamkeit (Vigilanz)werden von den Abschnitten im Gehirn gesteuert, die entwicklungsgeschichtlich älter sind.

Gedächtnis, Gefühle und Rhythmus
Um einen natürlichen Rhythmus auslösen zu können, Gefühle und Gedächtnisfunktionen, wie aufgenommene Informationen sich zu merken, diese zu ordnen und wieder abrufen zu können, arbeiten die älteren und jüngeren Strukturen des Gehirns zusammen. Die Eindrücke aller Sinne werden im Gehirn integriert und verarbeitet. Dadurch entstehen sensorische Empfindungen und Wahrnehmungen.

Wie wichtig ist das motorische System des Gehirns?
Innerhalb des Gehirns ist das motorische System dafür verantwortlich Muskelaktivitäten zu planen und zu steuern. Ohne motorische Gehirnleistungen wären nur einige reflexhafte Bewegungen über und durch das Rückenmark möglich.

Unser Großhirn
Im Großhirn wird der Sitz der menschlichen Intelligenz und Persönlichkeit verortet.
Das Großhirn oder auch Endhirn (Telencephalon) ist das größte von den fünf Hirnabschnitten. Deshalb wird es auch umgangssprachlich Großhirn genannt. Es geht aus dem vorne liegenden Areal des Vorderhirns hervor.

Gliederung des Gehirns
Unser Gehirn kann in fünf wesentliche Hauptabschnitte gegliedert werden. Eine mögliche Gliederung des Gehirns sieht wie folgt aus:

  • das Markhirn (Myelencephalon),
  • das Hinterhirn (Metencephalon),
  • das Mittelhirn (Mesencephalon),
  • das Zwischenhirn (Diencephalon) und
  • das Endhirn beziehungsweise Großhirn (Telencephalon).

Je nach Betrachtungsweise sind auch andere Gliederungen des Gehirns möglich. Das Gehirn benötigt zwischen 15 bis 20 % der Energie, die unserem gesamten Körper zur Verfügung steht, um all die lebenswichtigen Leistungen erbringen zu können.

Anatomie und Aufbau des Gehirns

Das Gehirn setzt sich aus zwei Hälften, den sogenannten Hemisphären, zusammen. Diese werden durch einen Balken miteinander verbunden, der auch als das Corpus callosum bekannt ist.

Evolutionäre Entwicklung des Gehirns
Das Gehirn lässt sich entsprechend der Entwicklungsgeschichte in drei Teile gliedern.
Der älteste Teil des Gehirns, gemäß evolutionärer Betrachtung, ist das Rautenhirn.
Das Rautenhirn besteht aus dem Kleinhirn, der Brücke und dem verlängerten Mark. Das Mittelhirn entwickelte sich danach. Der entwicklungsgeschichtlich jüngste Teil des Gehirns ist das Vorderhirn. Dieses wird noch in Großhirn und Zwischenhirn unterteilt.

Das Gehirn wird umhüllt von Hirnhäuten. Diese stellen für die sensible Gehirnmasse einen gewissen Schutz dar. Die Hirnrinde sehr stark gefurcht. Damit wird eine wesentlich größere Oberfläche erreicht. Die Hirnrinde wird in 5 Lappen eingeteilt.

Die 5 Lappen werden üblicherweise eingeteilt in:

  • Insellappen,
  • Hinterhauptslappen
  • Schläfenlappen
  • Scheitellappen und
  • Stirnlappen.

Die Gehirnsubstanzen können anhand der Farbe unterschieden werden. Es gibt die graue und die weiße Substanz. Allein auf das Großhirn entfallen etwa 80 Prozent der gesamten Hirnmasse.

Nerven- und Gliazellen
Man schätzt das Gehirn besteht aus jeweils circa 100 Milliarden Nerven- und Gliazellen. Gliazellen sind in der Regel kleiner, als die Nervenzellen. Das griechische Wort „glia“, das „Leim“ bedeutet, stand Pate für den Namen der Zellen – Gliazellen griechisch gliokytoi, denen ihr Entdecker Rudolf Virchow (ein Mediziner der Weltruhm erlangt hatte) gegeben hat.

Rudolf Virchow hatte bereits im 19. Jahrhundert diesen Zellen eine Halte- und Stützfunktion zugeschrieben. Entsprechend heutiger Erkenntnisse sorgen Gliazellen nicht nur für den Halt der Nervenzellen. Sie umhüllen und isolieren diese auch. Gliazellen wirken an der Weiterleitung, Speicherung und Verarbeitung von Informationen mit.

Die Gliazellen
Gliazellen sind entscheidend am Flüssigkeitsaustausch und Stofftransport innerhalb des Gehirns beteiligt. Sie sorgen für die Entwicklung unseres Nervensystems und für die Bildung neuer Synapsen. An den Synapsen, die als Kontaktstellen zwischen den Nervenzellen fungieren, werden Reize wie beispielsweise Gedanken weitergeleitet. Je häufiger Synapsen genutzt werden, umso aktiver werden sie.

Die Synapsen
Es werden sogar neue Synapsen gebildet. Reizleitende Zellen und Neuronen kommunizieren miteinander über elektrische Impulse. Das Gehirn, welches unzählige Sinneseindrücke verarbeitet, Funktionen unseres Körpers koordiniert und sie permanent aufrechterhält, braucht für den ständigen Informationenaustausch Milliarden von Nervenzellen im Gehirn.

Ein Faszinosum – das limbische System
Das limbische System ist eine der wichtigsten Funktionseinheiten des menschlichen Gehirns. Es setzt sich aus mehreren Teilen zusammen. Warum wird das limbische System gern als emotionales Gehirn bezeichnet? Die Amygdala ist es, die vor allem die Angst steuert. Der Hypothalamus reguliert die Hormone. Der Hippocampus könnte als Schaltstelle zwischen dem Kurz- und dem Langzeitgedächtnis bezeichnet werden.

Krankeiten, Beschwerden und Störungen

Demenzerkrankungen
Demenz ist ein Oberbegriff für Krankheiten, bei denen Störungen der Gedächtnisleistungen und vor allem der Denkfähigkeit festgestellt werden. Bei der Demenz nehmen geistige Fähigkeiten. wie die Denkfähigkeit und Gedächtnis stark ab. Eine Persönlichkeitsveränderung, Sprachstörungen, motorische Probleme und Orientierungsstörungen sind dann häufig die Folge davon. Betroffene können nicht mehr, wie gewohnt, alltägliche Aufgaben erfüllen. Im Verlauf der Krankheit sind sie auf Hilfe von anderen Menschen angewiesen.

Bei Demenzkranken nehmen vor allem geistige Fähigkeiten stark ab.

Besonders betroffen sind bei einer Demenz:

  • das Kurzzeitgedächtnis
  • der Orientierungssinn
  • die Sprachkompetenz
  • die motorischen Fähigkeiten.

Die Alzheimer-Demenz ist eine weit verbreitete Demenzform. Diese Form liegt bei nahezu 70 Prozent aller Demenzerkrankungen vor. Neben der Alzheimer-Demenz gibt es die gefäßbedingte (vaskuläre) Demenz. Die seltenere vaskuläre Demenz ist mit etwa 20 Prozent vertreten. Es gibt diverse Mischformen von Demenz. Dabei gehen Alzheimer-Demenz und gefäßbedingte Demenz ineinander über.

Ein Überblick über die möglichen Ursachen der Demenz
Die Ursachen für Demenzerkrankungen sind vielfältig.

Hauptursachen von gefäßbedingten Demenzerkrankungen können sein:

Für die Demenz verantwortlich sind darüber hinaus:

  • Infektionen (beispielsweise Creutzfeldt-Jakob-Krankheit)
  • Stoffwechselkrankheiten (beispielsweise Diabetes mellitus)
  • Sauerstoffmangel im Gehirn.

Warum kommt es zu Demenzerkrankungen?
Das Wachstum von neuen Nervenzellen wird, durch ein überwiegend passives Verhalten über lange Zeiträume, nicht im erforderlichen Maß angeregt. Es führt eher dazu, dass Nervenzellen nach und nach absterben. Regelmäßige geistige Aktivitäten könnten vorbeugen.

Was ist für die Erhaltung der Gehirngesundheit zu tun?
Rechtzeitig richtig zu handeln – aktiv zu werden, hilft enorm dabei Gehirngesundheit zu schützen und zu etablieren. Was könnte das konkret bedeuten? Statt lange passiv Fernsehen zu schauen, wäre es für die Gehirngesundheit besser auch geistig aktiv tätig zu sein.

Vorsorge darf Spaß machen
Wer sich freudig dem Lernen, Lesen und Musizieren zuwendet, wer neue Herausforderungen annimmt und Neues wagt, kann für die eigene Lebensfreude und die Gehirngesundheit Entscheidendes tun. Das ist eine Prophylaxe die Spaß machen kann, die auch die Lebensqualität steigert und nur positive Nebenwirkungen hat. In den Anfangsstadien von Orientierungsstörungen und Demenz werden Maßnahmen, wie Gedächtnistraining entsprechend angepasst, an die jeweilige Krankheitslage, angewandt.

Typische Anzeichen und Symptome von Demenzerkrankungen

  • Sprachstörungen
  • Gedächtnislücken
  • Konzentrationsstörungen
  • Gleichgewichtsstörung
  • Orientierungsstörungen
  • Verstopfung
  • Gefühlsstörungen
  • häufiges Wasserlassen

Typischer Krankheitsverlauf bei Demenzerkrankungen
Die Intensität von Demenzerkrankungen steigt über mehrere Jahre langsam an. Dieser Prozess ist im Regelfall nicht sofort erkennbar. Im weiteren Krankheitsverlauf kommt es dann zu Demenzschüben. Tage des vergleichsweise klaren Denkens und Bewusstseins wechseln mit geistig getrübten Tagen. Viele Demenzkranke leiden zusätzlich unter starken Stimmungsschwankungen, wie Wut und Jähzorn und auch depressiven Verstimmungen.

Behandlungen und Therapien bei Demenzerkrankungen
Die Behandlung und Therapie einer Demenzerkrankung hängt von ihrer Form ab. Demenzerkrankungen sind bis heute ist leider nicht heilbar. Es werden deshalb bei Behandlungen von Demenzerkrankungen Versuche unternommen, den geistigen Verfall zu verlangsamen und die körperliche Symptome zu mildern. Im Frühstadium einer Demenz, die rechtzeitig erkannt wurde, kann versucht werden, gravierende Folgen aufzuhalten. Das erfolgt durch die Gabe von Medikamenten.

Was hilft noch bei Demenz?
Geduld und Zuwendung und ein menschliches Miteinander sind für die Erkrankten so wertvoll, wie Medizin. Eine gute Einbindung in der Familie ist für den Gesundheitszustand der Betroffenen sehr positiv. Das Gefühl immer noch „dazu zu gehören“ und mit dabei sein zu dürfen, ist für jeden Erkrankten ein Geschenk.

Behandlungsmöglichkeiten und wichtige Hilfestellungen im Überblick

  • soziotherapeutische Therapien
  • psychotherapeutische Therapien
  • medikamentöse Therapien
  • Konsultationen eines Neurologen (für eine exakte Diagnose)
  • Kontaktierung von Selbsthilfegruppen
  • Besuch von Gedächtniskliniken

Welche Vorteile bringen diese Behandlungsmöglichkeiten?
All die Behandlungsmöglichkeiten und Hilfestellungen können Demenzerkrankten helfen, die eigene Selbstständigkeit zu bewahren und ihre erworbenen geistigen Fähigkeiten nennenswert länger zu behalten. Neurologen können durch Gespräche und Untersuchungen bei dem Dementen die spezielle Form der Demenz feststellen und dann auch Familienangehörigen und anderen Pflegenden wichtige Hinweise geben.

Gefahr fürs Gehirn – ein Hirnschlag oder ein Schlaganfall
Wie wahrscheinlich ist es, von einem Schlaganfall betroffen zu werden? Der Schlaganfall gehört zu den dritthäufigsten Todesursachen in Deutschland das sind im Durchschnitt 63000 Todesfälle im Jahr. Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) schätzt, dass der Schlaganfall zur zweithäufigsten Todesursache in der Welt mit etwa 5,5 Millionen Todesfällen im Jahr gerechnet werden muss. Vor allem ältere Menschen sind von Schlaganfällen betroffen. In Deutschland werden Patienten, die einen Schlaganfall erlitten haben, in sogenannten spezialisierten „Stroke-Units“ behandelt.

Was genau ist ein Schlaganfall oder Hirnschlag?
Ein Schlaganfall bzw. Hirnschlag ist eine plötzliche auftretende Krankheit des Gehirns. Wenn im Gehirn eine akute Blutung oder Verstopfung in den Blutgefäßen zu einer mangelnden Sauerstoffversorgung führen, handelt es sich um einen Schlaganfall beziehungsweise Hirnschlag. Das wäre eine Situation in der dringend medizinische Hilfe in Anspruch genommen werden sollte.

Bei einem Hirnschlag ist schnelle Hilfe geboten
Eine plötzliche Erkrankung beziehungsweise schwere Fehlfunktion, wie ein Schlaganfall oder Hirnschlag ist eine ernste Gefährdung des Gehirns. Durch eine mangelhafte Sauerstoffversorgung im Gehirn sterben die Nervenzellen ab. Bei Sauerstoffmangel passiert das bereits bei einer Zeitspanne von 10 bis 15 Minuten Dauer der Unterversorgung. Ohne Sauerstoff kann das Hirn nicht weiter normal arbeiten.

Ischämie oder Hämorrhagi- zwei Formen des Schlaganfalls
Im Wesentlichen unterscheidet man bei einem Schlaganfall zwei Formen.
Bei einer Ischämie wird die Sauerstoffzufuhr im Gehirn durch eine mangelhafte Durchblutung hervorgerufen. Bei einer Hämorrhagi wird durch eine direkte Blutung im Hirn ein Schlaganfall ausgelöst.

Kann einem Schlaganfall vorgebeugt werden?
Es ist allerdings möglich einem Schlaganfall vorzubeugen. Jeder, der möchte, kann selbst eine Menge tun, um die Voraussetzungen für eine gute Gesundheit zu schaffen. Manchmal bedarf es nur einiger Veränderungen von ungesunden Gewohnheiten. Diese Kurskorrekturen sollten so früh wie möglich geschehen und ein Leben lang beachtet werden.

Bewegung hilft enorm
Eine lateinische Redewendung gibt der Hoffnung Ausdruck: „In einem gesunden Körper steckt auch ein gesunder Geist.“ Körperliche Aktivität hilft einer Demenz vorzubeugen und ihr auch entgegen zu wirken. Bewegungsmangel kann, neben einer verkümmerten geistigen Aktivität im täglichen Leben, auch für die Entwicklung einer Demenz verantwortlich sein.

Ein gutes Konzept für den Schutz des Gehirns – gewusst wie!
Eine Lebensweise, bei der es fettarmes Essen gibt, in der Sport und regelmäßige Bewegung einen festen Platz haben, trägt entscheidend zur Gesunderhaltung bei. Dazu gehören auch ein gutes Stressmanagement und der Verzicht auf den übermäßigen Genuss von Alkohol und Tabakwaren. Auch Speisen mit zu viel Zucker sollten nach Möglichkeit eine Ausnahme auf dem Speiseplan sein. Bei Warnhinweisen des Körpers, hat es sich bewährt, rechtzeitig einen Arzt des Vertrauens zu konsultieren und nicht allzu lange zu warten.

Gründlich informieren und sicher entscheiden
Einige sind schnell beunruhigt, wenn von typischen und häufig auftretenden Gehirnerkrankungen die Rede ist. Mehr und bessere Informationen über die neurologischen Erkrankungen können sicher die Angst vertreiben, denn sie ist ein übler Stressfaktor und zu viel davon macht sicher krank.

Typische und häufige Gehirnerkrankungen
Zu den bekanntesten neurologischen Erkrankungen gehören:

Fragen und Antworten zu unserem Gehirn

Stimmt es, dass Lernen bis ins hohe Alter möglich ist?
Ältere Menschen können natürlich bis ins hohe Lebensalter noch lernen. Die Art des Lernens unterscheidet sich beim älteren Gehirn im Vergleich zu einem jungen Gehirn. Durch bildgebende Verfahren konnte dies sichtbar gemacht werden.

Alte Gehirne denken im Durchschnitt etwas langsamer, als junge Gehirne. Doch die Wege des effizienten Denkens wurden bei einem älteren Gehirn im Laufe der Zeit schon ausgebildet. Der Weg ist entsprechend kurz. Junge Gehirne, die zwar etwas schneller denken, müssen dafür aber noch lange „Denkwege“ durchlaufen. Erst im Laufe der Zeit können sich durch permanentes Nutzen des Gehirns auch kurze Denkrouten etablieren.

Besteht unser Gehirn wirklich nur aus den sprichwörtlich gewordenen grauen Zellen?
Die graue Substanz unseres Gehirns beherbergt eine hohe Anzahl von Zellleibern. Hauptsächlich kommt die graue Substanz in der Hirnrindenoberfläche vor. Im Hirninneren überwiegt die weiße Substanz. Sie besteht überwiegend aus Fortsätzen von Nervenzellen. Jedoch befinden sich kleine Inseln der grauen Substanz in Form von Netzen oder Kernen im Hirninneren.

Ist mit dem menschlichen Gehirn ein echtes Multitasking möglich?
Multitasking, gemeint ist die Fähigkeit mehrere Dinge gleichzeitig erledigen zu können, war längere Zeit ein Hype und galt fast als erstrebenswert. Diese Frage wurde von Gehirnforschern eingehend untersucht. Die Antwort lautet: Maximal zwei Dinge kann unser Gehirn gleichzeitig unternehmen. Manche Zeitgenossen behaupten, sie könnten fünf oder sechs Sachen auf einmal tun. Multitasking ist so leider nicht möglich. Tatsächlich springen die Aktivitäten dann im Gehirn sehr schnell zwischen den Aufgaben hin und her. Also das Gehirn arbeitet die Aufgaben nacheinander und nicht nebeneinander ab.

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