Inkubator

Inkubatoren in der Medizin

Behandlung InkubatorEin Inkubator ist ein medizintechnisches Gerät.

Umgangssprachlich wird ein Inkubator auch Brutkasten genannt und kann diesbezüglich eine medizinisch notwendige Hilfeleistungen sein.

Ein Inkubator wird in der Kinderheilkunde eingesetzt und kommt auch in medizinischen Laboratorien zur Anwendung.

In diesem Ratgeber informieren wir Sie umfassend zum Thema Inkubator. 

Was genau ist ein Inkubator?

In der Kinderheilkunde bietet ein Inkubator einen geschützten Rahmen für die allgemeine Regeneration von Neugeborenen – besonders bei Frühchen und bei gesundheitlichen Komplikationen.

In einem Brutkasten kann der Gesundheitszustand des kleinen Patienten optimal überwacht und der gesamte Organismus somit bei wichtigen Prozessen und auch zeitweise bei bestimmten Vitalfunktionen unterstützt werden .

Da das empfindliche Immunsystem eines Frühchens in einem Inkubator bestens geschützt ist, hat ein Brutkasten somit auch eine Schutzfunktion zur Aufgabe. Um die wichtige Mutter-Kind-Bindung zu erhalten, ist während der medizinischen Verwendung eines Inkubators auch der wichtige Körperkontakt möglich.

Eine intensive Überwachung des allgemeinen Gesundheitszustands ist mit dieser Behandlungsmethode jederzeit gegeben und es lassen sich zudem medizinische Maßnahmen durchführen. Ein Inkubator bietet den kleinen Patienten somit auch intensivmedizinische Behandlungsmöglichkeiten.

In medizinischen Laboratorien nutzt man einen Inkubator für die Aufbewahrung von Blut- und Zellkulturen und für die Aufzucht von Bakterien oder Pilzen und dient hierbei besonders für Forschungszwecke und für wichtige labortechnische Auswertungen.

Ein Inkubator wird in Laboratorien bei der Bebrütung von Anaerobiern (Bakterienarten) angewendet und kann daher wichtige Bedingungen für den Erhalt und den Wachstum und für die Begutachtung von Mikroorganismen erfüllen.

Ursprung & Entwicklung:

1857 wurde in Frankreich der erste Brutkasten für Frühchen entwickelt. Dr. William Champion Deming baute das erste Gerät am State Emigrant Hospital. Am 07. September 1888 wurde das medizinische Gerät erstmalig angewendet.

Edith Eleanor McLean wog bei ihrer Geburt nur 1106 Gramm und war das erste Baby, welches in einem Brutkasten medizinisch betreut und medizinisch behandelt worden ist.

Funktion, Wirkung & Ziele, Behandlungen & Therapien

Ein Inkubator besitzt eine regenerierende Funktion und wird in der Kinderheilkunde – besonders bei Frühgeburten – als medizinisches Hilfsmittel eingesetzt.

Ein Brutkasten ist sozusagen ein medizinischer Brutkasten und wird in Kliniken angewendet. Das Mikroklima kann passgenau eingestellt werden. Das heißt, die Luftfeuchtigkeit, sowie auch die Temperatur kann konstant auf einem Level gehalten werden und gegebenenfalls auch zusätzlich mit Sauerstoff angereichert werden.

Dadurch wird der Regenerationsprozess bedeutend unterstützt und kann wesentlich zur Förderung der Gesundheit beitragen und auch eine intensive Betreuung und medizinisch notwendige Behandlungen ermöglichen. Dazu gibt es auch spezielle Transportinkubatoren, welche für den medizinischen Transport (von Klinik zu Klinik) entwickelt wurden.

Ein Brutkasten wird in der Kinderheilkunde also in zwei Bereichen verwendet:

  • Intensivpflege, Intensivüberwachung und Intensivbehandlung von Früh- und Neugeborenen
  • Interhospitaltransfer (Transport von Früh- und Neugeborenen)

Durchführung & Wirkungsweise:

Manchmal kann es sein, dass ein Baby zu früh (vor der 37. Schwangerschaftswoche) geboren wird beziehungsweise medizinisch eine Geburt eingeleitet werden muss, um die Gesundheit von Mutter und Kind zu erhalten.

Besonders ein Frühchen braucht meistens eine intensive Pflege und eine medizinische Überwachung, wobei dann ein Inkubator zur medizinischen Anwendung kommt. In manchen Fällen sind zudem Neugeborene durch diverse Umwelteinflusse geschwächt, wodurch ebenfalls medizinisch ein Inkubator angewendet wird.

Dieses medizinische Gerät bietet beste Bedingungen für die medizinische Überwachung der Organ- und Vitalfunktionen und einer intensiven medizinischen Unterstützung. Ein Inkubator schützt ein Frühchen nicht nur vor schädlichen Umwelteinflüssen, sondern kann auch vor diversen Krankheitserreger schützen.

Der allgemeine Gesundheitszustand kann sich in einem Inkubator wesentlich stabilisieren und ist für ein Frühchen medizinische oft unumgänglich. An einen Brutkasten können zudem Monitore angeschlossen werden, welcher die Körperfunktionen stetig überwachen und dementsprechend jegliche medizinischen Werte aktuell aufzeigen. Dabei ist zudem – bei Komplikationen – eine sofortige medizinische Maßnahme möglich.

Hilft gegen/wird angewendet bei:

  • Frühgeburten
  • Komplikationen bei Neugeborenen
  • Überwachung der Organfunktionen
  • Unterstützung der Vitalfunktionen
  • Förderung der Entwicklungsprozesse
  • Schutz vor Krankheitserreger
  • Unterstützung des Immunsystems
  • Intensivtransport
  • Intensivpflege
  • Regenerationsförderung

Ein Inkubator unterstützt und schützt das Immunsystem und den allgemeinen Organismus bezüglich der gesamten Förderung der Funktionstüchtigkeit.

Fördert & stärkt:

  • Immunsystem
  • innere Organe
  • Wachstum
  • Entwicklung
  • Körpergröße
  • Gewichtszunahme

Bei medizinischer Notwendigkeit, schützt ein Inkubator den gesamten Organismus und ist dahingehend eine wirkungsvolle Behandlungsmethode.

Diagnose & Untersuchungsmethoden

Sobald ein Baby geboren wird, findet direkt im Anschluss eine medizinische Erstuntersuchung statt. Diese Untersuchung überprüft die natürlichen Reaktionen, Reflexe und somit den allgemeinen Gesundheitszustand.

Behandlung InkubatorDabei wird natürlich auch die Funktionstüchtigkeit der Organe überprüft. Ebenso auch das Gewicht und die Körpergröße dokumentiert. Sollten gewisse Befunde vorliegen, so kann ein Inkubator zur Anwendung kommen.
Bei einer Frühgeburt sind manche (lebensnotwendige) Maßstäbe noch nicht erfüllt, welche zum Beispiel auch das entsprechende Gewicht und die Körpergröße betreffen.

Ein Frühchen braucht daher meist eine medizinische Unterstützung, welche den Mutterbauch so gut es geht ersetzen soll, um den Organismus zu unterstützen und die Regeneration anzuregen.
Die Überwachung mit einem Inkubator erfolgt so lange, bis sich das Neugeborene dementsprechend entwickelt beziehungsweise bis sich der Allgemeinzustand stabilisiert hat.

Ein Inkubator steht daher eng in Verbindung mit einer auffälligen Erstuntersuchung. Ein Brutkasten kann individuell abgestimmt und der medizinischen Notwendigkeit angepasst werden:

  • Überwachung der Vitalfunktionen
  • Zufuhr von Sauerstoff
  • Konstantes Mikroklima
  • Schutz vor Umwelteinflüssen
  • Intensive Behandlungsmöglichkeiten

Risiken & Nebenwirkungen:

  • Hyperthermien (Überwärmung)
  • Auskühlung
  • Tachykardien (anhaltend schneller Puls)
  • Hyperventilation (gesteigerte Lungenbelüftung)
  • Apnoen (Atemaussetzer)
  • Augenschädigung
  • Hirnschädigungen

So sehr die Bedeutung eines Brutkastens vorhanden ist, kann ein Inkubator auch Risiken mit sich bringen. Besonders auch, wenn zusätzliche medizintechnische Geräte zur Anwendung kommen, welche die Organfunktion unterstützen. Dadurch sollte die medizinische Anwendung nur so lange wie nötig erfolgen.

Gegenanzeigen & Wechselwirkungen:

Ein Inkubator schützt ein Neugeborenes vor möglichen Infektionen. Da ein Brutkasten jedoch dementsprechend warm und feucht temperiert ist, bietet ein Inkubator auch einen Nährboden für Keime, wodurch eine Infektionsgefahr besteht.

Daher ist die Hygiene bezüglich eines Inkubators besonders wichtig. Wechselwirkungen können dahingehend bei bestimmten Behandlungsmethoden auftreten, welche jedoch abhängig von der vorliegenden Diagnose sind.

Wer behandelt?

Ein Inkubator für Früh- und Neugeborene wird ausschließlich in Kliniken angewendet. Die Notwendigkeit und Vorgehensweise wird von Fachärzten bestimmt und angepasst. Dazu sind Hebammen und auch weiteres Klinikpersonal an einer medizinischen Behandlung beteiligt.

Unser Fazit:

Ein Inkubator ist ein hochtechnisches und modernes Medizingerät und in der Kinderheilkunde gegebenenfalls eine wichtige Möglichkeit, die Gesundheit zu fördern, zu überwachen und medizinisch zu unterstützen. Ein Brutkasten ist ein wirkungsvolles und bedeutendes Medizinprodukt in der modernen Kinderheilkunde.

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