Zahnspange

Zahnspange behandlungGerade in der Teenagerzeit wird oftmals eine Zahnspange verwendet, um eine Fehlstellung der Zähne zu korrigieren.

Aber auch ältere Semester greifen nachträglich immer öfter auf dieses Hilfsmittel zurück, um ein perfektes Lächeln erhalten zu können.

Die Ausführungen der Zahnklammern ist unterschiedlich, genauso wie der Ort der Anbringung.

Welche Aspekte wissenswert sind, zeigen wir in unserem Ratgeber.

Was ist eine Zahnspange?

Um Fehlstellungen der Zähne oder auch des Kiefers korrigieren zu können, kommt in der Zahnmedizin oft die Zahnspange zum Einsatz, welche auch als Zahnklammer betitelt wird.

Von der Anbringung her kann man zwischen einem fest integrierten Modell oder einer herausnehmbaren Zahnspange entscheiden. Oftmals kommen auch beide Varianten während einer Behandlung zum Einsatz. Hierbei wird erst die feste Zahnspange genutzt und im Anschluss eine lockere.

Überwiegend finden sie Verwendung bei Jugendlichen. Da diese sich im Wachstum befinden, kann eine Zahnklammer positiv für die Verbesserung von Zahn- und Kieferstellung wirken.

Die Dauer liegt im Durchschnitt bei 2 bis 4 Jahren. Für diesen Zeitraum werden die Kosten oftmals von der Krankenkasse übernommen, wenn es sich um einen Minderjährigen handelt. Zudem hängen die Dauer und die Kosten vom Schweregrad der Fehlstellung und der individuellen Entwicklung ab.

Wissenswert: Um Kieferorthopäde zu werden, absolvieren Fachzahnärzte eine zusätzliche Weiterbildung von 3 bis 4 Jahren. Oftmals ist es deren Gebiet, das Thema Zahnspange zu verwalten. In einigen wenigen Fällen kann dies jedoch auch von einem Fachzahnarzt übernommen werden.

Funktion, Wirkung & Ziele

Egal ob es sich um eine lockere oder um eine festsitzende Zahnspange handelt, die Funktionsweise ist stets die selbe. Sogenannte Brackets sorgen bei festen Zahnspangen für das Verschieben und Korrigieren der Zahnpositionen. Bei einer lockeren wird der Zahnabdruck genommen und damit ein passendes Modell angefertigt. Hier wird die Spange zeitweise mit einem extra Schlüssel verstellt, sodass sie Stück für Stück eine Korrektur erreicht. Es handelt sich um aktive Platten, die dafür sorgen, dass während des Wachstums Zähne sowie Kiefer in die richtige Richtung gelenkt werden. Lockere Zahnspangen werden vor allem bei Kindern verwendet, die sich noch im Zahnwechsel befinden!

Wichtig: Die herausnehmbare Zahnspange muss täglich eine bestimmte Anzahl an Stunden getragen werden, sonst bleibt der erwünschte Erfolg aus!

Handelt es sich um eine festsitzende Zahnspange, so geschieht die Korrektur nicht über die aktiven Platten, sondern über einen Draht. Dieser ist über den Brackets befestigt, welche sich auf den Zähnen befinden. Hier erfolgt eine Spannung individuell durch den Kieferorthopäden, wenn es dieser als sinnvoll ansieht. Die Position kann somit von Zeit zu Zeit verändert werden.

An sich wird die festsitzende Klammer in jedem Lebensalter eingesetzt. So können auch Erwachsene zu einer Zahnspange dieser Art greifen, da die Umpositionierung nur langsam erfolgt und somit auch einen ausgewachsenen Kiefer richten kann.

Tipp: Egal ob es sich um ein lockeres oder festes Modell handelt, muss man regelmäßig einen Kiefernorthopäden aufsuchen, um den Fortschritt zu kontrollieren und die jeweilige Spange etwas angleichen zu können.

Die Ziele

In erster Linie wird natürlich gewünscht, eine Fehlstellung zu vermeiden oder zu korrigieren. Dies gilt für die Zähne und auch für den gesamten Kiefer. Somit steht an erster Stelle der ästhetische Aspekt, um ein gerades und schönes Lächeln aufzeigen zu können. Jedoch sollen auch folgende Punkte behoben oder auch vermieden werden, die durch eine Fehlstellung eintreten können:

  • Probleme beim Sprechen
  • Probleme beim Kauen
  • Probleme mit der Atmung
  • Probleme bei der täglichen Mundhygiene
  • Beeinflussungen des äußeren Erscheinungsbildes

Auch Zahnlücken, zu eng stehenden Zähne und Überbisse sollen durch eine Zahnspange vermieden oder korrigiert werden.

Risiken & Gefahren

Zahnspangen bieten in erster Linie Vorteile, was die Zahnstellung angeht. Doch auch Risiken und Gefahren verstecken sich hinter dem Richtinstrument. Welche das sind, erläutern wir in diesem Teil unseres Textes.

Allergische Reaktionen

Nicht jeder verträgt die Materialien, die für Zahnspangen verwendet werden. Verwendete Metalle oder auch Gummierungen bei einer Latexallergie können Reizungen und weitere Beschwerden hervorrufen. Hier kann man eine Anaphylaxie durchführen, um die Reaktionen zu beobachten und gleichzeitig zu behüten. Jedoch ist das oftmals nicht ausreichend. In dem Fall werden allergiebedingte Sonderbehandlungen angeboten. Hierbei wird auf Nickel und auf Latex verzichtet.

Die erschwerte Mundhygiene

Die Mundhygiene fällt deutlich schwieriger aus, sobald man eine feste Zahnspange besitzt. Somit werden beispielsweise Karies oder auch die Entzündung des Zahnfleisches (Gingivitis) begünstigt.

Risiken bei zu hoher Krafteinwirkung

Ist die Zahnspange zu fest eingestellt, kann es zu Wurzelverkürzungen kommen. Dies geschieht aufgrund schmerzhafter Dauereinwirkungen. Aber auch die Zahnbewegung kann falsch ausgeführt werden, wenn die Brackets nicht korrekt aufgeklebt wurden.

In diesem Fall müsste man Korrekturen durchführen, wenn man das Problem nicht rechtzeitig erkennt. Somit würde die Behandlung deutlich länger dauern und könnte zudem Schmerzen als Folge mit sich bringen.

Wird ein falscher Bogen verwendet, so kann es sein, dass die Therapiedauer deutlich länger gestaltet wird. Die gewünschte Wirkung bleibt oftmals sogar aus. Das schlimmere Übel jedoch wäre, wenn die Zahnbewegungen zu stark vollzogen werden und damit Wurzelschädigungen eintreten.

Allgemeine Übersicht zu den Risiken

 

  • Die Zähne können Entkalkungsflecken erhalten.
  • Die Zähne können oftmals eine erhöhte Empfindlichkeit aufzeigen.
  • Entzündungen und Rückbildungen des Zahnfleisches sind möglich.
  • Schädigungen am Zahnschmelz können durch zu fest fixierte Zahnspangen eintreten.
  • Zahnwurzelverkürzungen können eine weitere Folge sein.
  • Ein Rückfall nach der Behandlung ist nicht auszuschließen.
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