Entzündungen

EntzündungenEine Entzündung ist eine körperliche Abwehrreaktion auf Überbelastung oder Fremdeinwirken durch Viren, Bakterien, Pilze oder Fremdstoffe und Fremdkörper.

Darauf reagiert der Körper an der betroffenen Stelle mit Eiterbildung oder Schwellung und Rötung durch das erhöhte Durchblutungsaufkommen.

Eine Erwärmung der betroffenen Region und Schmerzen sind Symptome dieser Körperabwehrreaktion.

Unser Symptom Ratgeber soll Sie nun über das Thema Entzündung aufklären und informieren.

Was ist eine Entzündung?

Laut Definition ist eine Entzündung eine Reaktion eines biologischen Systems auf einen Reiz der das korrekte Ablaufen der Vorgänge innerhalb des Systems gefährdet.

Mit dem Entzündungsprozess will das biologische System den Reiz eliminieren und einen Heilungsprozess einleiten.

Es handelt sich damit um eine reine Immunreaktion, an welcher auch die Zellen des Immunsystems eines biologischen Systems beteiligt sind.

Bei Menschen gehören dazu die Leukozyten, die weißen Blutkörperchen.

Erfährt ein Organ oder ein Gewebe einen negativen Reiz, dann findet im umliegenden Gewebe, den umliegenden Blut-und Lymphgefäßen eine Reaktion statt. Es folgen die Rötung, die Überhitzung, die Schwellung und der Schmerz. Die Funktion des entsprechenden Gewebes kann dadurch eingeschränkt oder geschädigt werden.

Ursachen für eine Entzündung

Es gibt eine Vielzahl von Einflüssen die eine Entzündung bedingen können. Man kann sie in äußerliche und innerliche Einflüsse unterscheiden.

Innerliche Ursachen für eine Entzündung

 

  • Zellzerfall aufgrund von Tumorbildung
  • Harnvergiftung
  • Druck (physikalischer Reiz)
  • Bestimmte Eiweiße

Äußerliche Ursachen für eine Entzündung

 

  • Viren
  • Bakterien
  • Pilze
  • Laugen
  • Säuren
  • Strahlung
  • Temperatur
  • Lösungsmittel
  • Reibung und Druck

Das Eindringen von schädlichen Stoffen in den Körper bedroht seine geregelte Funktion und deshalb reagiert er mit Entzündung darauf.

Auch Druck, Temperaturunterschiede oder Strahlung gefährden oder zerstören das gesunde Ablaufen bestimmter Abläufe und Funktionen des Körpers. Dieser reagiert sofort mit den Reparaturarbeiten, welche ebenfalls durch eine Entzündung eingeleitet werden.

Diagnose und Verlauf von Entzündungen

 

Diagnose

Ein Arzt kann durch das äußerliche Erscheinen einer Entzündung und durch den Nachweis bestimmter Stoffe im Blut eine Entzündung nachweisen.

Da Entzündungen überall am und im Körper auftreten können, kann man sie nicht alle sehen. Der rot entzündete Zeh ist leichter festzustellen als eine entzündete Bauchspeicheldrüse.

Im Blut eines Patienten können bei einer Entzündung eine erhöhte Leukozytenanzahl und das Protein HSCRP oder kurz CRP (hochsensitive C-reaktive Protein) im Blut nachgewiesen werden. Letzteres zeigt sogar kleinste und schleichende Entzündungen, sogenannte Mikroinflammationen, an.

Auch mittels Ultraschall, Röntgen oder Endoskopie können Entzündungen an den unterschiedlichsten Stellen nachgewiesen werden.

Verlauf einer Entzündung

Entzündungen sind zwar meistens lokal begrenzt auf den sogenannten Entzündungsherd, aber sie können im gesamten Körper Symptome hervorrufen.

Es lassen sich insgesamt fünf Leitsymptome bei einer Entzündung nennen.

Diese sind:

  • Schwellung des Gewebes (Tumor)
  • Rötung (Rubor)
  • Überwärmung der Region (Calor)
  • Schmerzen (Dolor)
  • Einstellung der Funktion des betroffenen Gewebes (Functio laesa)

Je nachdem warum sich eine Entzündung entwickelt, sind Verlauf und zeitliche Begrenzung unterschiedlich.

Eine Akute Entzündung tritt plötzlich auf, verläuft in mehreren Phasen und heilt oftmals schnell wieder ab.

Eine Chronische Entzündung kann schleichend und fortschreitend oder ebenfalls in Schüben ablaufen. Die Chancen auf Heilung sind meist gering.

Man unterscheidet primär und sekundär chronische Entzündungen.

Bei den Primären geht im Vorfeld keine akute Entzündung voraus, dieser Typ beginnt schleichend.
Die Sekundären gehen von einer akuten in eine chronische Entzündung über.

Perakute Entzündungen zeichnen sich durch einen extrem raschen Verlauf aus, der nicht selten mit dem Tod des Patienten endet, da sein Immunsystem geschwächt ist oder der Körper die Heftigkeit der Entzündung nicht verkraftet.

Die meisten Entzündungen sind wie bereits erwähnt lokal begrenzt. Doch je nach Art und Ursache dieser ist eine Ausbreitung auf weitere Gewebe möglich. Zum Beispiel, wenn ein Keim sich über den Blutkreislauf im Organismus ausbreitet.

Häufige Entzündungskrankheiten

Entzündliche Prozesse laufen überall im Körper ab. Doch es gibt bestimmte Entzündungskrankheiten die häufiger auftreten als andere. Zu diesen gehören:

  • Bindehautentzündungen
  • Blasenentzündungen
  • Nasennebenhölenentzündung(Sinusitis)
  • Magenschleimhautentzündung(Gastritis)
  • Sehnenscheidenentzündung
  • Lungenentzündung
  • Entzündung der oberen Atemwege (Bronchitis)
  • Gelenkentzündung
  • Mittelohrentzündungen
  • Zahnfleischentzündungen
  • Herzmuskelentzündung
  • Hirnhautentzündung

Beinah jeder Mensch erfährt im Laufe seines Lebens Entzündungen. Denn wie gesagt, sie können jedes lebende Gewebe betreffen.

Welche Komplikationen gibt es bei Entzündungen?

Wird eine Entzündung nicht rechtzeitig oder nicht richtig behandelt können weitreichende Komplikationen auftreten. Diese können von Fieber, Schwindel und allgemeinem Leistungsnachlass bis hin zum Organversagen reichen.

Eine unzureichende Behandlung führt dazu das der Körper immer mehr Energie aufwenden muss, um dem Reiz, dem Erreger entgegenzuwirken und einen Heilungsprozess zu starten. Die Energie für andere Prozesse und das zur Verfügung stellen von Energie wird immer schwieriger. Eine Entzündung kann sogar bis zum Absterben des betroffenen Gewebes führen (Nekrose).

Vor allem chronische oder Organe wie das Herz oder die Lunge betreffende Entzündungen können so einen tödlichen Ausgang nehmen.

Wann sollte man mit einer Entzündung zum Arzt gehen?

Je nachdem was für eine Entzündung man hat, ist es ratsam unbedingt sofort oder evtl. erst später zum Arzt zu gehen.

Bei wem Verdacht auf eine Blinddarmentzündung besteht, der braucht sofort Hilfe. Wer allerdings nur eine entzündete Stelle an der Haut hat, der kann unter Umständen erst versuchen diese selbst in den Griff zu bekommen.

In der Regel kann man sagen, dass derjenige, der akute Schmerzen, Schwellungen oder ähnliches bekommt, der sollte einen Arzt zu Rate ziehen.

Auch wer schon länger mit einer Entzündung zu tun hat sollte einen Mediziner konsultieren, damit die Entzündung nicht chronisch wird.

Behandlung und Therapien bei entzündlichen Prozessen

Kleine Entzündungen können schon mit einfachen Mittel bekämpft werden. Das Desinfizieren der Wunde, ein Pflaster, ein steriler Verband und Schmerzmittel die auch entzündungshemmend wirken (Antiphlogistika) helfen dann aus.

Doch je nach Art der Entzündung, der Schwere dieser und dem betroffenen Gewebe können auch andere Maßnahmen erforderlich sein.

Der betroffene Körperteil sollte ruhig gestellt/gehalten werden, damit sich die Erreger nicht weiter ausbreiten können und der Körper die nötige Energie hat um damit umzugehen.

Manchmal muss ein Arzt das entzündete Gewebe öffnen, so das Eiter und Wundflüssigkeit abfließen können. Manchmal aber muss sogar Gewebe entfernt werden. dies ist notwendig wenn schon Gewebe abgestorben ist und eine Blutvergiftung (Sepsis) droht.

Auch ein entzündeter Blinddarm muss entfernt werden. Bei inneren Entzündungen sind zur Entnahme manchmal operative Eingriffe notwendig.

Antibiotika können gegeben werden um entsprechende Erreger abzutöten.

Bei chronischen Entzündungen kann Cortison verabreicht werden. Dieses hemmt das Immunsystem, so das keine weiteren Entzündungsprozesse ablaufen und sich das Gewebe so wieder erholen kann.

Vorbeugung von Entzündungen

Sich vor jeder noch so kleinen Entzündung abzuschirmen ist fast unmöglich. Tagtäglich sind Menschen Erregern ausgesetzt. Doch man kann in einigen Fällen darauf achten, das erst keine Entzündung untersteht.

Wer viel unter Menschen ist, kann darauf achten so wenig wie möglich mit Keimen in Kontakt zu kommen. Sei es die öffentliche Toilette, der Zug oder die Mensa. Regelmäßiges Händewaschen und die einmalige Nutzung eines Taschentuchs sind da die ersten Anfänge.

Eine gesunde Ernährung und ein erholsames Leben tragen zur optimalen Funktion des Immunsystems bei. Dies hilft dem Körper mit Eindringlingen besser umzugehen.

Wer einen Insektenstich oder eine kleine Wunde an der Haut hat, sollte diese direkt desinfizieren, nicht kratzen und kühlen. Dies verhindert das sich das betroffene Gewebe entzündet.

Ansonsten hilft alles was dem Immunsystem gut tut.

Dazu gehören eine Vielzahl von Dingen wie etwa:

  • Gesunde Ernährung mit ausreichend Vitaminen und Mineralstoffen
  • Sport
  • Lachen
  • Hobbys
  • Gute soziale Kontakte
  • Probiotika für den Darm
  • Ruhe & Auszeiten

Hausmittel bei Entzündungen

 

Dampfbäder

Ob es nun der wöchentliche Gang in die Sauna ist oder einfach nur das Dampfbad mit Schüssel und Handtuch daheim, Dampfbäder befeuchten die Schleimhäute und sind gut für die Abwehr.

Viel trinken

Ein Körper der ausreichend mit Flüssigkeit versorgt ist, kann auch die vom Immunsystem gebunden Schadstoffe/Reizstoffe besser ausschwemmen. Deshalb gilt es mindestens zwei Liter Wasser oder ungesüßte Tees am tag zu trinken.

Hühnersuppe

Es gilt als bewiesen das eine Hühnersuppe wie sie schon die Großmutter gekocht hat, bestimmte Eiweiße, Mineralstoffe und auch noch einige Vitamine enthält, welche dem Körper bei einer entzündlichen Erkrankung helfen, wieder gesund zu werden.

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