Karies (Zahnfäule)

Steckbrief: Karies

Karies – Wenn die Zähne Löcher bekommen
Karies
Karies (Zahnfäule) ist die häufigste Zahnerkrankung. Karies zerstört den Zahnschmelz und das darunterliegende Zahnbein. Auf Fotos kann man im erkrankten Bereich deutlich ein Zahnloch erkennen. Wenn Karies weiter fortschreitet, kann der Zahn durch die Entzündung des Zahnmarks (Pulpitis) absterben. Durch eine Wurzelbehandlung kann in solchen Fällen der Verlust des Zahns verhindert werden.

Grundsätzlich ist dieses Leiden bei einer ausreichenden Mundhygiene und einer möglichst zuckerarmen Ernährung aber zu vermeiden. Zumindest aber sind die Chancen auf einen Ausbruch durch diese Maßnahmen massiv einzuschränken. Nicht zuletzt deswegen sollte einem jeden daran gelegen sein, sein bestes zu tun, die Gesundheit der eigenen Zähne zu erhalten.

Da darüber hinaus auch besonders häufig Kinder von Karies betroffen sind, sind die Eltern gefragt, das Essverhalten ihres Nachwuchses ebenso wie deren orale Hygiene zu überwachen, um einen Ausbruch dieser schmerzhaften Krankheit so gut es eben geht zu verhindern.

Definition Karies

Jeder hat schon einmal von Karies gehört und nicht wenige Personen waren oder sind auch von diesem leiden betroffen. Aber um was genau es sich bei diesem Leiden handelt, können dennoch viele Menschen nicht sagen. In älteren Quellen findet man für Karies häufiger noch Bezeichnungen wie etwa Mundfäule, Zahnfäule oder Zahnschwund. Diese gelten heutzutage jedoch allgemein hin als veraltet und werden kaum mehr aktiv gebraucht.

Der heute gebräuchliche Name, sprich Karies, leitet sich vom lateinischen Wort „caries“ ab. Dieses Wort wurde bei den alten Römern zumeist zur Beschreibung alten Holzes genutzt, es lässt sich daher in etwa mit dem modernen deutschen Begriff „morsch“ gleichsetzen. Bisweilen findet man auch die etwas genauere Bezeichnung „caries dentium“, wörtlich also „Morschheit der Zähne“. Diese Spezifikation ist aber zumeist unnötig, da die meisten Menschen den begriff „Karies“ lediglich mit der dazugehörigen Erkrankung der Zähne und mit nichts anderem verbinden.

Bei der Karies handelt es sich um eine regelrechte Auflösung des jeweils betroffenen Zahns oder der jeweils betroffenen Zähne. Ausgelöst wird das Leiden durch Bakterien, die im Rahmen ihrer Existenz Säuren ausscheiden, die die Zähne der betroffenen Person massiv angreifen und beschädigen können. Diese Beschädigungen können so weit gehen, dass sich der angegriffene Zahn, bzw. die angegriffenen Zähne komplett auflösen. Bis es jedoch soweit kommt, vergeht einiges an Zeit und man kann viel tun, um den Prozess zumindest zu verlangsamen. Bei ausreichend guter zahnärztlicher Betreuung kann man die Krankheit auch komplett zum Stillstand bringen. Darüber hinaus kann man durch ausreichende Hygiene dafür sorgen, dass es erst gar nicht zu Karies kommt.

Sehr typisch für die Karies ist eine krankhafte Verfärbung der Zähne. Diese kann von gelb bis schwarz reichen. Bei den meisten betroffenen Individuen stellen sich verschiedene Farbmuster ein. Zumeist allerdings tritt eine bräunliche Verfärbung auf. Da derartige Verfärbungen jedoch auch im Rahmen anderer Erkrankungen der Zähne auftreten können, sollte man nicht immer gleich den Teufel an die Wand malen. Nichtsdestominder ist in jedem Falle ein möglichst rascher Besuch bei einem Zahnarzt empfehlenswert und sei es auch nur, um das schlimmste auszuschließen. Schließlich und endlich handelt es sich bei der Karies um eine nicht zu unterschätzende Erkrankung und Verlust der eigenen Zähne ist sicherlich kein erstrebenswertes Ziel, sondern sollte mit allen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten vermeiden werden.

Wie dem auch sei, die zu einer Karies gehörenden Symptome können die Lebensqualität des betroffenen Individuums oftmals in nicht gerade geringem Umfange einschränken. So ist es durchaus möglich, dass das Kauen von Speisen nicht nur zur Qual wird, sondern zu einem regelrechten Martyrium. Bisweilen ist dies sogar komplett unmöglich und der Erkrankte kann sich nur mehr von flüssigen Speisen ernähren, wie beispielsweise Suppen oder Brei. Auch sollte man die Empfindlichkeit der Zähne im allgemeinen nicht unterschätzen, wenn diese von Karies heimgesucht sind! Zu heiße Speisen und Getränke ebenso wie zu kalte stellen den Konsumenten vor Herausforderungen, die er nicht bewältigen kann. Auch kann man sich hier merken, dass je stärker der Befall, desto stärker die Schmerzen. Und jeder der schon einmal an Zahnschmerzen litt weiß, wie exorbitant stark diese sein können. Auch kommt es nicht selten vor, dass das erkrankte Individuum sehr empfindlich auf verschiedene Inhaltsstoffe von Lebensmitteln, unabhängig von dero Temperatur, reagiert. Insbesondere raffinierter Zucker löst in diesen Fällen teils sehr starke Schmerzen aus.

Aber es sind nicht nur Zahnschmerzen, mit denen man als erkrankte Person rechnen muss, nein – tatsächlich kann die Karies auch noch weitere, teilweise sehr gravierende Konsequenzen nach sich ziehen. Hierzu gehört unter anderem Verlust der Zähne, Entzündungen des Zahnfleisches, häufige Erkrankungen, Kopfschmerzen, Bildung von Abszessen im Bereich des Munds und des Rachens sowie schlechter Atem.

Wie bereits erwähnt, kommt es durch Säuren zu einer Auflösung des Zahns. Diese Säuren werden von Bakterien ausgeschieden und lösen langsam den Zahnschmelz und die anderen Bestandteile des Zahns auf. Infolgedessen kommt es zur Bildung von Löchern. Diese sind initial oftmals sehr klein und fallen nur bei fachmännischer Betrachtung auf. Mit Voranschreiten der Krankheit jedoch werden auch diese immer größer und fressen sich schließlich durch den ganzen Zahn, bis nichts mehr davon übrig ist.

Wie aber entsteht diese Säure genau? Jeder Mensch hat eine Vielzahl verschiedener Bakterien in seinem Mund. Diese sind beileibe nicht alle schädlich. Oftmals sind die auch sehr nützlich oder zumindest nicht weiter negativ zu betrachten. Dennoch kann es vorkommen, dass diese Bakterien, obgleich sie an sich nicht schädlich sind, mit der Zeit dennoch Schaden anrichten können. So im Falle der Karies. An und für sich harmlose Bakterien, die sich von aufgenommenen Speisen und Getränken ihres Wirts ernähren, scheiden als Abfallprodukt die nun schon mehrfach erwähnten Säuren aus, die schließlich Zahn und Zähne angreifen können. Nicht jedwede Kost führt allerdings dazu, dass die verantwortlich zu machenden Bakterien auch die gefürchteten Säuren in allzu hohem Maße ausscheiden.

Besonders anregend für die Produktion von Säure ist die Aufnahme von Zucker. Insbesondere raffinierter Zucker. Hierbei handelt es sich nämlich um einen sogenannten simplen Zucker. Dieser ist sehr einfach zu spalten, das heißt zu verwerten und liefert somit sehr schnell Energie für die Bakterien. Darum sind auch Personen, die sich besonders zuckerreich ernähren, oftmals wesentlich stärker von Karies betroffen als solche, die weitestgehend auf dieses Süßungsmittel verzichten. Dennoch ist nicht jede Art von Zucker gleich besonders gefährlich. Komplexe Zucker, wie man sie beispielsweise in Obst und Honig finden kann, haben einen weitaus geringeren negativen Effekt auf die Zähne. Dies liegt daran, dass diese Zucker sehr viel aufwendiger zu spalten sind und die aufnehmenden Bakterien diese darum nicht so schnell zu Säure umwandeln können, wie es bei simplen Zuckern der Fall ist. Nichtsdestominder aber sollte man es auch hier nicht übertreiben. Zucker in Maßen, sollte einem als oberstes Gebot gelten. Schließlich ist Zucker nicht nur schlecht für die Zähne, sondern kann auch die Entstehung vieler anderer Krankheiten befördern.

Wie aber bereits erwähnt, so geht die Auflösung eines Zahns durch säurehaltige Ausscheidungen von Bakterien nur sehr langsam von Statten. Kritisch wird die Sache erst, wenn die Ratio der Zerstörung die des Neuaufbaus überflügelt. Das heißt kurzum, dass es kritisch wird, sobald der Zahn sich schneller zersetzt als er vom Körper repariert werden kann. Ist dieser Fall eingetreten, so kommt es zur Bildung von Löchern und eben zu jenem, was man allgemein hin als Karies wahrnimmt und unter diesem Begriff versteht.

Allerdings ist Zucker nicht der einzige Verursacher von Karies. Auch andere Faktoren und Risiken können bei der Entstehung dieser Erkrankung eine Rolle spielen oder diese zumindest begünstigen. Insbesondere sind an dieser Stelle Leiden zu nennen, die die Menge an produziertem Speichel negativ beeinflussen, sprich weniger werden lassen. Dieses Phänomen ist besonders häufig ein Nebeneffekt von Diabetes mellitus, sprich der Zuckerkrankheit, oder des sogenannten Sjögren Syndroms, einer Erkrankung, die nicht nur den Mund, sondern auch häufig die Augen austrocknen lässt. Darüber hinaus gibt es auch eine Vielzahl von Medikamenten, die die Produktion von Speichel merklich zurückfahren können. Nicht zuletzt deswegen sollte man immer genau den Beipackzettel studieren und ggf. Rücksprache mit einem Zahnarzt darüber halten, ob öftere Besuche für die Dauer der Einnahme besagter Medikamente eventuell sinnig sein könnten.

Zusätzlich zu diesen Faktoren entsteht eine Karies auch deswegen, weil das betroffene Individuum schlicht und einfach seine Zähne nicht korrekt pflegt. Nicht zuletzt deswegen wird Karies in vielen Ländern als ein Problem der unteren Schichten wahrgenommen, die man ohnehin als eher dreckig und hygienisch unzureichend ansieht. Über diese Auffassung lässt sich sicherlich streiten. Nicht streiten jedoch kann man darüber, dass eine mangelnde Zahnhygiene früher oder später dazu führt, dass Karies besteht. Dies ist besonders dann der Fall, wenn man trotz einer sehr zuckerreichen Ernährung davon absieht, seine Zähne regelmäßig und vorallem gründlich zu reinigen. Somit kann man zurecht schlussfolgern, dass bei Karies beinahe jeder Mensch, von einigen wenigen Ausnahmen einmal abgesehen, seines eigenen Glückes Schmied ist und dafür sorgen kann, dieses Leiden erst gar nicht entstehen zu lassen.

Gerade darum ist die Prävention wohl die wichtigste Form der Behandlung und wird in vielen Schulen und Kindergärten bereits den Kleinsten beigebracht, damit diese bereits sehr früh ein Verständnis dafür entwickeln, wie wichtig es ist, pfleglich mit seinen Zähnen umzugehen, um diese möglichst lange behalten zu können. Die hier vermittelten Ratschläge gelten allerdings nicht nur für Kindern, sondern sind für alle Altersschichten gleichermaßen valid. Es ist also sehr förderlich für die Gesundheit der Zähne darauf zu achten, dass man sich sehr zuckerarm ernährt oder am besten komplett auf raffinierten Zucker verzichtet. Hinzu kommt die Notwendigkeit der regelmäßigen und gründlichen Reinigung der Zähne. Hierzu gehören nicht nur das Putzen, sondern auch die Verwendung von Zahnseide sowie das Abschaben der Zunge mit einem dafür geeigneten Gerät. Eine solche Reinigung sollte täglich geschehen, am besten mehrfach. Kurzum sollte man sich merken, dass es am förderlichsten ist, wenn man die Zähne mindestens zweimal täglich putzt und einmal täglich Zahnseide verwendet. Auch ist es weiterdings empfehlenswert auf die Zahnpasta zu achten, derer man sich bedient. Verschiedene Inhaltsstoffe können besser oder schlechter für Personen geeignet sein. Eine Rücksprache mit den Zahnarzt ist hier also besonders zu empfehlen.

Insbesondere die Eltern von Kindern sind an dieser Stelle dazu aufgerufen, mit gutem Beispiel voranzugehen und dem Nachwuchs vorzuleben, wie wichtig es ist, die Zähne stets und stetig so gut es geht in Schuss zu halten. Auch sollten Eltern und Erzieher, welcher Art auch immer, darauf achten, dass die Kleinsten nicht dennoch Karies entwickeln und diese, sollte es doch einmal soweit kommen, so schnell als irgend möglich bei einem Zahnarzt vorstellig werden. Schließlich und endlich gibt es zwar Mittel und Wege, einen Zahn künstlich zu reproduzieren, dennoch sind die eigenen Zähne immer noch die beste Lösung und man sollte darum alles daran setzen, dieselben so lange es geht zu behalten.

Sollte es dennoch zu einem Ausbruch der Erkrankung kommen, so können die Patienten die Zeit bis zu einer zahnärztlichen Behandlung mit frei verkäuflichen Schmerzmitteln überbrücken. Diese helfen oftmals dabei, den Schmerz etwas zu lindern. Allerdings bekämpfen sie eigentliche Ursache natürlich nicht. Man sollte sich diesbezüglich keinen Illusionen hingeben. Auch kann eine Einnahme von Schmerzmitteln zu einer Abhängigkeit führen oder das Krankheitsbild verschlechtern.

Karies ist alles in allem kein seltenes Leiden. Weit über ein Drittel der erwachsenen Weltbevölkerung leidet unter Karies. Tatsächlich geht die Weltgesundheitsorganisation davon aus, dass jeder Mensch im Laufe seines Lebens mit Karies zu kämpfen hat. Insbesondere aber Menschen in unseren Breiten sind sehr häufig von diesem beinahe schon als Kulturerkrankung zu bezeichnenden Leiden betroffen. Dies liegt schlicht und ergreifend an der Tatsache, dass wir zu viel Zucker aufnehmen. Dazu aber später mehr.

Alles in allem also lässt sich abschließend zusammenfassen, dass es sich bei Karies um ein auf keinen fall zu unterschätzendes Leiden handelt, das in späteren Stadien zu massiven Einbußen der Lebensqualität führen kann. Nicht zuletzt darum sollte jedem Menschen daran gelegen sein, es erst gar nicht so weit kommen zu lassen und nach besten Wissen und Gewissen auf seine Zähne und die Zähne seiner Kinder zu achten. Denn früh übt sich. Sollte es dennoch einmal zu einem Ausbruch kommen, so ist sofort ein Zahnarzt zu konsultieren. Dieser kann nicht nur die Karies selbst behandeln, sondern auch wertvolle Tipps dazu geben, einen Ausbruch derselben zukünftig zu verhindern.


Was ist Karies?

Bei Karies handelt es sich, wie bereits erwähnt, um eine sehr häufig auftretende Erkrankung der Zähne. Beinahe jeder Mensch hat im Laufe seines Lebens zumindest einmal mit dieser Erkrankung zu kämpfen. Gerade darum ist eine allumfassende Aufklärung bezüglich von Karies sehr wichtig. Dies ist nicht auch deswegen der Fall, da auf diese Weise viele Fälle durch gezielte Prävention zu vermeiden sind.

Die Ursachen von Karies sind gut erforscht: Speisereste auf und zwischen den Zähnen bilden zusammen mit Bakterien der Mundhöhle, besonders Streptococcus mutans, weiche Zahnbeläge. Die Bakterien produzieren als Stoffwechselprodukt Milchsäure, die den Zahnschmelz angreift.

Karies kann auf benachbarte Zähne übergreifen, ist jedoch nicht ansteckend im eigentlichen Sinne. An Fissuren (Schmelzeinziehungen) der Backenzähne bildet sich häufig Karies (Fissurenkaries), ebenso zwischen den Zähnen (Interdentalkaries) und an den Zahnhälsen (Zahnhalskaries). Kleine Kinder können durch ständiges Nuckeln an Fläschchen mit zuckerhaltigen Getränken eine Flaschenkaries entwickeln. Karies ist bei Bäckern als Berufskrankheit anerkannt, da sie durch ständigen  Kontakt mit Zuckerstaub entstehen kann.

Die wichtigsten Symptome sind Zahnlöcher und Schmerzen. Bei beginnender Karies kann man weiße Flecken auf dem Zahnschmelz erkennen; diese Bereiche sind durch den Kontakt mit Milchsäure entkalkt worden. Bei fortschreitender Karies erkennt man braune Löcher im Zahnschmelz und dem darunterliegenden Zahnbein.

Manchmal kann Karies schmerzlos verlaufen, doch in den meisten Fällen treten Schmerzen auf, häufig ausgelöst durch den Genuss von Zucker oder durch kalte Getränke.  Zahnschmerzen können sehr stark werden und in andere Zähne und den Kiefer ausstrahlen. Eine Schwellung der Wange kann bei fortgeschrittener Karies auftreten. Zahnärzte stellen in ihrer Praxis häufig Bilder von Karies in verschiedenen Stadien aus

Der Zahnarzt untersucht die Zähne mit Mundspiegel und Sonde. Ein Vitalitätstest der Zähne zeigt abgestorbene Zähne an. Röntgenaufnahmen von Zähnen und Kiefer (Panorama-Aufnahmen) werden regelmäßig in Zahnarztpraxen  durchgeführt.

Zur Diagnose von Karies dient auch ein Gel, das kariöse Stellen durch eine Farbreaktion anzeigt. Damit kann der Zahnarzt auch während der Behandlung erkennen, ob er den gesamten erkrankten  Zahnbereich bereits entfernt hat.

Die Behandlung von Karies erfolgt durch Ausbohren der erkrankten Zahnsubstanz und Legen einer Füllung. Meist verwendet der Zahnarzt Kunststofffüllungen. Wenn große Teile der Zahnsubstanz zerstört wurden, wird der Zahnarzt eine Teilkrone oder Krone aus Metall oder Metall/Keramik-Kombinationen einsetzen.

Einige Zahnärzte bieten eine Austestung der Verträglichkeit der verwendeten Materialien an. Um eine möglichst frühzeitige Kariesbehandlung zu ermöglichen, sollte zweimal jährlich ein Zahnarztbesuch erfolgen. Durch sorgfältige Mundhygiene kann die Entstehung von Karies verhindert werden; Zahnärzte führen auch Patientenschulungen zum Thema Zähneputzen und Zahnpflege durch. Zahnbeläge sollen gründlich entfernt und die Zahnzwischenräume mit Zahnseide gereinigt werden.

Damit kann man gleichzeitig gegen Parodontose vorbeugen. Zur Vorbeugung kann man Mittel gegen Karies verwenden. Das wichtigste Mittel ist Fluorid, das den Zahnschmelz härter und widerstandsfähiger macht. Bei Kindern kann man Präparate verwenden, die außer Fluorid noch Vitamin D (zum Knochenaufbau) enthalten. Fluorid-Präparate werden in Form von Zahnpasten, Gels, MundspüLungen und Tabletten  angeboten.

Bei Überdosierung können Schleimhautreizungen auftreten.  Mundspülgeräte sind empfehlenswert, da sie die Zähne reinigen und durch Massage des Zahnfleisches mit dem Wasserstrahl das Zahnfleisch stärken. Zuckerarme Ernährung kann gegen Karies vorbeugen, ebenso wie eine Fissurenversiegelung der Backenzähne.

Welche Ursachen gibt es?

Die Ursachen, die letzten Endes zu einer Karies führen können, sind sehr zahlreich. So zahlreich, dass es kaum möglich ist, alle aufzuzählen. Dennoch gibt es einige Faktoren, die beinahe immer bei der Entstehung von Karies eine Rolle spielen. Zwar ist nicht gesagt, dass die vorliegende Krankheit nicht auch unabhängig davon auftreten kann, alles in allem aber ist dies nur vergleichsweise selten bis gar nicht der Fall. Bei den wenigsten Menschen entsteht eine Karies aufgrund genetischer Vorbelastungen. Das betroffene Individuum ist in der überwiegenden Mehrheit der Fälle immer selbst schuld, wenn es zum Ausbruch von Karies kommt.

Gerade deswegen ist es von besonderer Wichtigkeit, die möglichen Ursachen und Verursacher zu kennen, um schließlich in der Lage zu sein, diese Risikofaktoren aus seinem Leben zu eliminieren oder diese zumindest einzuschränken. Auf lange Sicht führt dieses vorausschauende verhalten dazu, dass man sehr viel seltener mit Karies zu kämpfen hat.

Bereits im Kindergarten und in der Grundschule werden die Kindern spielerisch an die Problematik von Karies herangeführt. Viele kindgerechte Bücher stehen zu diesem Thema zur Verfügung. Auch viele Kindersendungen greifen das Thema Zahngesundheit sporadisch immer wieder auf und stärken das Bewusstsein und das Verständnis für Karies und andere Leiden im Mundraum. Dennoch sind einige Ursachen nur schwer zu vermeiden oder werden trotz breit angelegter Aufklärung nicht als solche Wahrgenommen und darum bei der Prävention übersehen. Hierzu gehört beispielsweise der allzu häufige Verzehr von Zitrusfrüchten. Dazu aber gleich mehr in der Übersicht.

Alles in allem also lässt sich sagen, dass es eine Vielzahl von etwaigen Ursachen gibt, die alle mehr oder weniger stark dazu beitragen können, das Entstehen von Karies zu begünstigen. Darum sind Aufklärung und Theorie ebenso wichtig, wie die praktische Umsetzung und Vermeidung dieser potentiellen Gefahrenherde, wenn es darum geht, die eigenen Zähne und die Zähne des Nachwuchses lange gesund und stark zu halten.

Hierzu eine Übersicht der gängigsten Ursachen und Risikofaktoren:

  • Mangelnde Zahnhygiene: Viele Fälle von Karies sind schlicht und einfach vermeidbar und treten nur auf, weil das betroffene Individuum seine Oralhygiene entweder wissentlich oder unwissentlich vernachlässigt und Karies somit mehr oder weniger bewusst in Kauf nimmt. Zwar gibt es sicherlich auch einige Fälle von Karies, die ohne das Zutun des Erkrankten entstehen, hierbei handelt es sich aber um derart seltene Phänomene, dass sie durch jede Statistik fallen.Dabei beleibt zusätzlich zu erwähnen, dass beinahe jeder Bundesbürger und darüber hinaus auch beinahe jede andere Person in Europa nicht ausreichend und vorallem nicht korrekt auf seine Zähne achtet. Selbst dann nicht, wenn man die Zähne täglich micht Bürste und Creme putzt. Denn obwohl Zahnärzte es seit Jahren propagieren, hat die Zahnseide hierzulande immer noch nicht den Stellenwert erreicht, den sie haben sollte. Viele Menschen benutzen sie selten oder nie. Das ist schlecht. Anders kann man es nicht formulieren. Eine Reinigung mit einer Zahnbürste bietet nur eine oberflächliche Reinigung der Zähne und des Zahnfleisches an. Zahnseide dagegen sorgt dafür, dass auch zwischen den Zähnen Sauberkeit und Hygiene herrschen. Vernachlässigt man dies jedoch, so ist es nicht weiter verwunderlich, dass sich die Chance auf Karies immens erhöht.

    Besonders ältere Menschen aber benutzen laut statistischen Erhebungen nur sehr selten oder niemals Zahnseide. Gerade einmal 5% der über 50 Jährigen Bürger der BRD benutzen dieses zur Pflege der Zähne gedachtes Produkt regelmäßig. Jüngere Personen benutzen es dagegen vergleichsweise öfter. Aber auch hier kommt man kaum über Zahlen von 20 bis 30 %. Das ist schlicht und ergreifend zu wenig. Nicht zuletzt darum gibt es inzwischen sehr viele staatliche Initiative, die darauf abzielen, Kinder und Jugendliche über die Notwendigkeit von Zahnseide aufzuklären. Denn durch eine ausreichend gute orale Hygiene können bis zu 70% aller Erkrankungen der Zähne bereits a priori ausgeschlossen werden. Überhaupt und das werden auch alle Zahnärzte bestätigten, sind schlechte Zähne in 90% der Fälle schuld des Patienten und nicht auf äußere Einflüsse aus der Umwelt zurückzuführen. Auch dieser Tatsache sollte man sich stets bewusst sein.

    Wie aber reinigt man sein Zähne nun richtig? Am besten ist es, nach jeder Mahlzeit, das schließt natürlich auch das Mittagessen mit ein, die Zähne zu putzen. Allerdings haben viele Menschen schlicht nicht die Möglichkeit, sich die Zähne nach den Mittagessen zu putzen, da sie sich auf der Arbeit befinden und die Möglichkeiten dort nicht gegeben sind. Ist dies der Fall, so bietet es sich an, für die Zähne freundliche Kaugummis zu kauen und somit einige der schädliche Beläge auf den Zähnen zu bekämpfen.

    Aber wie gerade schon erklärt ist es nicht das Putzen der Zähne allein, das dabei hilft, Karies zu vermeiden. Nein, auch die Benutzung von Zahnseide ist hier ausschlaggebend für einen langfristigen Erfolg, sprich für eine langfristige Gesundheit des Mundes. Personen mit sehr eng zusammenstehenden Zähnen benutzen am besten eine gewachste Zahnseide. Menschen die etwas Platz zwischen ihren Zähnen haben, können auf die ungewachste Variante zurückgreifen. Beide Arten von Zahnseide jedoch bringen das selbe Ergebnis und somit ist keine der anderen überlegen. Neben Zahnseide gibt es auch nicht einige andere Instrumente, die man zwecks einer Reinigung der Zwischenräume der Zähne benutzen kann, diese sind jedoch in aller Regel etwas fremd und erfordern Übung. Wer sich dahingehend unsicher ist, sollte Rücksprache mit seinem Zahnarzt halten.

    Darüber hinaus sollte man auch die Reinigung der Zunge nicht vergessen! Viele Menschen in unserem Kulturkreis halten die Reinigung der Zunge für nicht notwendig. Das ist falsch. Diese Praktik hat zwar in Europa wenig bis gar keine Tradition, dennoch ist es sehr wichtig, auch diesen Muskel sauber und keimfrei zu halten. Hierzu bieten sich insbesondere Zungenschaber ab. Allerdings sollte man hier als Anfänger Vorsicht walten lassen, denn bei vielen Menschen, die einen solchen zum ersten mal gebrauchen, löst dieser einen teils heftigen Würgereiz aus. Davon sollte man sich aber auf keinen Fall abschrecken lassen. Der Würgereiz lässt mit täglicher Übung nach und die Zunge wird es einem danken, In manchen Gegenden sind solche Zungenschaber jedoch relativ schwer zu bekommen. Aber auch das macht nichts. Im Notfall kann mich mit einem Teelöffel behelfen. Diese legt man mit der konkaven Seite auf die Zunge und nutzt die Kanten dazu, den Belag der Zunge vorsichtig abzuschaben. Danach spuckt man den entfernten Belag einfach aus.

    Zudem vertrauen viele Menschen auf Mundspülungen aller Arten. Sicherlich schadet es nicht, wenn man eine solche verwendet, allerdings sollte man sich auch nicht allzu viel davon versprechen. Oftmals ist der aus diesen resultierende Effekt eher überschaubar. Zumindest was die Zahngesundheit angeht. Der primäre Effekt solcher Mittel besteht darin, den Atem des Anwenders zu erfrischen. Wie dem auch sei: Ein Schaden entsteht einem dadurch nicht. Wer also gerne auf Mundspülungen zurückgreift, kann dies auch weiterhin gerne tun, ohne befürchten zu müssen, seinen Zähnen damit zu schaden.

    Zusätzlich gibt es einige Menschen, die wenig von Zahnpasta, Zahnseide, Mundspülung und Co halten und lieber auf bewährte Mittel aus der Natur zurückgreifen. Dieser Maßnahme ist grundsätzlich nicht zu widersprechen. Wider der landläufigen Meinung, dass in früheren Zeiten alle Menschen schlechte Zähne hatten, hatten unsere Vorfahren, die in der Zeit lebten, bevor Zucker auf dem Speiseplan stand, sehr gute Zähne. Sie putzen ihre Kauwerkzeuge zumeist mit Ästen, vorwiegend Haselnuss. Dazu brach man einfach einen kleinen Ast ab, federte ein Ende etwas aus und strich sich damit über die Zähne, bis sich diese Glatt anfühlten. Das mag für uns heutzutage etwas befremdlich wirken, alles in allem aber ist es tatsächlich nicht ineffektiv. Auch das Fehlen von Zahncreme ist nicht weiter schlimm. Überhaupt kann man mit Fug und Recht behaupten, dass der Zahnpasta eine viel zu große Rolle beigemessen wird. Im Grunde täte es auch eine Reinigung der Zähne mit Bürste ohne Zahncreme. Sicherlich schadet die Verwendung von Colgate und Co. nicht, aber absolut notwendig zur Gesunderhaltung der Zähne ist sie nicht. Aber soviel dazu. Wer chemischen Pflegemitteln also eher kritisch gegenübersteht, der kann sich auch mit klassischen Werkzeugen aus der Natur behelfen. Bei Unsicherheiten hilft einem hier der Zahnarzt des Vertrauens sicherlich gerne weiter.

    Alles in alle,m ist abschließend also zu bemerken, dass eine korrekte Reinigung der Zähne von absoluter Notwendigkeit ist und darüber hinaus den Schlüssel dafür darstellt, niemals in seinem an Karies oder anderen vergleichbaren Zahnleiden zu erkranken. Denn es ist tatsächlich nicht übertrieben, wenn man behauptet, dass beinahe 90% aller Zahnleiden bei einer korrekten Reinigung der Kauwerkzeuge und des Mundraums a priori zu vermeiden gewesen wären. Diese Information sollte man sich stets und steig im Hinterkopfe behalten. Wer jedoch das Notwendige tut, der kann damit rechnen sehr lange gesunde Zähne zu haben und auch von Karies verschont zu bleiben.

  • Zucker und andere Lebensmittel Es stellt sicherlich für niemanden eine Überraschung dar, dass der Konsum von verschiedenen Lebensmitteln mehr oder minder starke negative Effekte auf die Zähne des konsumierenden Individuums hat. Nicht jedes Lebensmittel ist gut für die Zähne oder für den Körper im Allgemeinen. Deswegen kann man das Risiko auf Karies durch eine korrekte und angepasste Ernährung nicht nur immens absenken, sondern auch beinahe vollkommen ausmerzen. Sicherlich ist eine ausreichende Mundhygiene dennoch notwendig, aber wer sich zahnfreundlich ernährt, der hat sehr viel weniger zu befürchten als eine Person, die dies nicht tut.Welche Lebensmittel aber sind nun eigentlich schlecht für die Zähne und welche nicht? Zwar ist diese Frage sicherlich nicht mit einem Satz zu beantworten, aber dennoch gibt es einige Faustregeln, derer man sich bedienen kann, um zumindest einen schnellen groben Überblick über für die Zähne geeignete Lebensmittel zu erlangen.

    Wenig verwunderlich dürfte es sein, dass alles, was raffinierten Zucker enthält, grundsätzlich schlecht für die Gesundheit der Zähne ist. Leider allerdings enthält heutzutage beinahe alles raffinierten Zucker. Man benutzt ihn zur Haltbarmachung von Lebensmitteln, ebenso wie zur positiven Beeinflussung des Geschmacks. Auch sollte man nicht vergessen, dass Zucker hochgradig sucht erregend ist. Auch dieses Phänomen nutzen die Hersteller von Lebensmitteln natürlich gerne aus. Natürlich verhält es sich mit Zucker nicht so schlimm wie mit Heroin oder Opium, aber man sollte das Suchtpotential dieses Stoffes auf keinen Fall unterschätzen. Man kann das einfach selbst nachvollziehen, indem man über einen Zeitraum von 14 Tagen einfach mal bewusst auf alle arten von raffiniertem Zucker verzichtet … man wird sehr schnell merken, dass sich rasch regelrechte Entzugserscheinungen einstellen, die mit denen von Nikotinentzug gleichzusetzen sind. Viele Menschen sind gleichermaßen überrascht und schockiert, wenn sie sich erstmals dieses Umstands bewusst werden.

    Der beste Rat lautet also tatsächlich, komplett auf Zucker zu verzichten. Das ist aber in unseren Breiten nur sehr schwer umzusetzen. Nicht zuletzt deswegen, da Zucker beinahe allen Lebensmitteln beigesetzt ist – wie bereits erwähnt. Dennoch gibt es auch im Berufsalltag Mittel und Wege, zuckerfrei oder möglichst zuckerfrei zu leben. Wer sich sein Essen selbst mitbringt, keine Zwischenmahlzeiten einschiebt und auch sonst auf nicht selbst zubereitete Speisen verzichtet, kann sicherstellen, keinen raffinierten Zucker zu konsumieren. Schwierig aber machbar.

    Raffinierter Zucker steht jedoch in sehr vielen Lebensmitteln, oftmals auch in solchen, von denen man es nicht erwartet hätte. Darum ist es am allerbesten, wenn man sich ausschließlich frische Waren besorgt und diese selbst zubereitet. Denn grundsätzlich muss man als Verbraucher davon ausgehen, dass jedes verpackte Produkt Unmengen von Zucker enthält. Selbst sogenannte „Light“ oder „Diät“ Produkte enthalten oftmals große Mengen Zucker. Darum bietet es sich stets an, die Zutatenliste vor einem Kauf durchzugehen. Aber Vorsicht!- denn auch hier wird viel getrickst: Viele Produzenten von Lebensmitteln deklarieren den enthalten Zucker unter Fachbegriffen, die dem Laien nicht geläufig sind. So denkt dieser, dass das Produkt keinen oder wenig Zucker enthält, wobei das absolute Gegenteil der Fall ist. Listen zu den verschiedenen Begriffen, unter denen Zucker deklariert wird, findet man überall im Internet.

    Gerade also diese versteckten Zucker sind es, die besonders gefährlich sind. Gerade Zucker in Getränken. Inzwischen weiß zwar jeder Mensch, dass beispielsweise Cola und Limonade Unmengen von Zucker enthalten, dass aber die meisten Fruchtsäfte, Wasser mit Geschmack und sogenannte Sport-Drinks ebenso bis an den Rand voll mit Zucker sind, ist dabei deutlich weniger Menschen aktiv bewusst. So wird ein Glas Saft sehr schnell zu einer wahren Kalorienbombe. Man sollte sich hier wirklich nichts vormachen … in vielen Säften sind die gleiche oder gar eine höhere Menge an Zucker enthalten, als in der berüchtigten Cola. Darum sollte man besser zwei Mal nachdenken, beispielsweise seinen Kindern ein Glas Saft aus der Packung hinzustellen. Lieber frisch pressen oder doch mit dem guten alten Wasser vorlieb nehmen. Das schmeckt vielleicht nicht zu gut, macht aber auch dafür die Zähne nicht kaputt und sorgt auch nicht dafür, dass der Konsument unnötigen Speck ansetzt. Ungesüßter Tee ist auch für viele Menschen eine gute Alternative zu Saft, Limo und Co.

    Weniger ist hier also ganz klar mehr. Überhaupt sollte man wieder vielmehr dazu hinkommen, Süßspeisen nicht als die Norm, sondern als etwas Besonderes wahrzunehmen, so wie es noch vor nicht allzu vielen Jahren der Fall war. Das würde das allgemeine Risiko auf Karies und Co. schon immens absenken.

    Besonders Eltern sind an dieser Stelle dazu aufgerufen, darauf zu achten, was in den Lebensmitteln enthalten ist, die ihre Kinder konsumieren. Auch sollte man selbst als Elternteil mit gutem Beispiel vorangehen und auf raffinierten Zucker, Limonade, Schokoriegel und dergleichen mehr verzichten. Kinder ahmen das Verhalten ihrer Eltern nach. Sehen sie ihre Eltern dabei, wie sich sich ungesund ernähren, so liegt die Wahrscheinlichkeit statistisch sehr hoch, dass auch sie selbst eines Tages zu einer ungesunden Ernährung neigen. Das befördert nicht nur das Risiko einer Adipositas, sondern auch das auf Karies.

    Darüber hinaus sollte man auch bei sehr sauren Lebensmitteln Vorsicht walten lassen. Insbesondere Zitrusfrüchte oder Getränke aus Zitrusfrüchten, aber Äpfel und ähnliches. Sicherlich sind diese weitaus weniger gefährlich als beispielsweise raffinierter Zucker, bei einem übermäßigen Konsum jedoch ist damit zu rechnen, dass hieraus dauerhafte negative Effekte für die Zähne die Folge sein können. Man dieses Risiko jedoch sehr leicht umgehen, indem man nach dem Konsum von Zitrusfrüchten oder Äpfeln sofort die Zähne putzt oder einen zahnfreundlichen Kaugummi kaut.

    Abgesehen von Zucker und Säure gibt es nur sehr wenige natürlich vorkommende Stoffe in Lebensmitteln, die die Zahngesundheit maßgebliche beeinträchtigen würden. Das ist sehr bezeichnend dafür, wie ungesund und vorallem künstlich die Lebensmittel sind, mit denen wir uns täglich ernähren! Darüber sollte man sich viel öfter Gedanken machen. Auf diese Art und Weise schafft man ein ganz anderes persönliches und öffentliches Bewusstsein für eine gesunde Ernährung und somit auch gleichzeitig gegen Karies und Übergewicht.

    Alles in allem also lässt sich schlussfolgern, dass durch einen selektiven Verzicht auf raffinierten Zucker das Risiko von Karies um ein Vielfaches abzusenken ist. Paart man dieses zusätzlich noch mit einer ausreichen oralen Hygiene, so kann man als Individuum durchaus davon ausgehen, mehr oder weniger immun gegen Karies zu sein. Allerdings ist es dann natürlich absolut notwendig, dass man sich auch dauerhaft an diese Vorgaben hält. Jedes Wanken erhöht die Chance auf Karies wieder. Hier ist also jeder seines eigenen Glückes Schmied.

  • Rauchen und Alkohol Rauchen ist schlecht. Alkohol ist schlecht. Das weiß jeder. Dennoch finden sehr viele Menschen immer noch mehr oder weniger gute Gründe dafür, diese beiden Suchtmittel dennoch mehr oder wenig regelmäßig zu konsumieren. Damit schaden sie sich allerdings sehr stark. Nicht nur die berühmte Raucherlunge oder die ebenso berühmte Säuferleber sind mögliche Folgen, nein, auch die Zähne leiden beinahe immer sehr stark unter dem Konsum dieser beiden Nervengifte. Es ist kein Zufall, dass so viele Alkoholiker nur noch sehr wenige oder gar keine Zähne mehr haben. Und auch die gefürchteten gelben Zähne der Raucher sind keine Legende. Nur zumeist sind die organischen Schäden bereits so groß, dass kaum jemand über die Zähne nachdenkt. Darum wissen sehr viele, vor allem junge Menschen nicht, welchen immensen negativen Effekt der Konsum von Alkohol auf die Zähne haben kann und wie sehr dieser darüber hinaus auch noch die Entstehung von Karies befördert.Dabei ist es schwer zu sagen, welche Alkoholika genau welchen Einfluss auf die Gesundheit der Zähne nehmen. Was man sich jedoch merken kann ist, dass alle ausnahmslos einen negativen Effekt auf die Gesundheit des Mundes und des restlichen Körpers haben und das bereits bei den allerkleinsten Dosen.

    Als Faustregel kann man sich natürlich aber merken, dass je süßer das Getränk, desto mehr Zucker ist enthalten und desto schädlicher ist das ganze für die Zähne. Aber auch eher herbe Alkoholika enthalten in aller Regel sehr viel Zucker oder andere Stoffe, die sich negativ auf die Gesundheit der Zähne auswirken. Auch sollte man die Säure, die vielen alkoholischen Getränken enthalten ist, nicht unterschätzen. Auch diese kann Zähne und Zahnschmelz angreifen und somit dafür sorgen, dass es zu einem erhöhten Risiko von Karies kommt. An dieser Stelle seien insbesondere Mixgetränke erwähnt. Diese beinhalten nicht nur die Gefahren des Alkohols, sondern auch die Gefahren des beigegebenen nicht alkoholischen Getränks. Da es sich bei zumeist um Limonade oder Cola handelt, ist das Risiko immens. Tatsächlich wäre es am allerbesten komplett auf Alkoholika zu verzichten. Zumindest was die selektive orale Aufnahme derselben angeht.

    Darüber hinaus sollte man auch nicht vergessen, dass man im Vollrausch meist vergisst, sich die Zähne zu putzen. Das mag sich zunächst wie ein Problem anhören, das man vernachlässigen Könnte. Dem ist aber nicht so. Wenn es einmal passiert, kann man sicherlich darüber hinwegsehen, aber gerade Personen, die suchtkrank sind, vergessen das Putzen der Zähne sehr viel häufiger. Es ist also nicht weiter verwunderlich, dass so viele Alkoholiker kaum mehr oder gar keine Zähne mehr haben. Das Zusammenspiel von mangelnder Zahnhygiene mit Zucker und Alkohol tut sein Nötiges. Der Verfall des Gebisses geht in diesen Fällen zumeist sehr viel schneller von statten als bei Personen, die nur gelegentlich zum Glas greifen. Nichtsdestominder leiden auch diese unter einem erhöhten Risiko auf Karies.

    Ähnliches gilt auch für das Rauchen. Dabei ist es vollends bedeutungslos, welcher Art der Aufnahme von Nikotin man sich nun verschrieben hat. Pfeifen, Zigarren und Zigaretten sind gleichermaßen schädlich. Tatsächlich sind dagegen Wasserpfeifen, E-Zigaretten und Schnupftabake weniger schädlich für die Zähne. Das heißt allerdings nicht, dass sie eine gesündere Alternative wären. Rauchen ist niemals gut. Egal, ob man heißen Rauch oder heißen Dampf einatmet.

    Bei starken Rauchern färben sich die Zähne oftmals schnell gelb oder braun, Zwar gibt es spezielle Zahncremes, die dagegen helfen sollen, diese sind aber im besten Falle nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Man sollte sich hier wirklich keinen Illusionen hingeben. Wer weiterraucht, der muss damit rechnen, seine Zähne frühzeitig zu verlieren oder unverhältnismäßig starke Karies zu entwickeln. Da helfen auch Anti-Nikotin-Zahncremes nichts und auch keine Mundwasser. Einfach aufhören zu rauchen, ist hier das einzige probate Mittel.

    Wer sich der E-Zigarette verschrieben hat, hat, wie bereits erwähnt, eher weniger für seine Zahngesundheit zu befürchten. Nichtsdestoweniger aber steigt auch durch den Konsum dieser Art des Rauchwerks, das Risiko auf Karies, im Gegensatz zu einem Nichtraucher, stark an. Man sollte sich hier also wirklich nichts vormachen.

    Wer trotzdem nicht mit dem Rauchen oder dem Konsum von Alkohol brechen kann oder will, der sollte zumindest darauf achten, seine Zähne ausreichend gut zu pflegen und Zahnseide zu benutzen. Auf diese Art und Weise lässt sich Risiko auf Karies für diese Personen zumindest etwas abschwächen, wenngleich auch nicht allzu viel. Dessen sollte man sich immer bewusst sein.


Symptome & Anzeichen

Symptome für Karies können, abhängig vom vorliegenden Typus der Erkrankung, sehr unterschiedlich sein. Auch der durch die Krankheit entstehende Schmerz kann mehr oder minder stark ausgeprägt sein. Darum ist es für das potentiell betroffene Individuum nicht immer ganz einfach festzustellen, ob es tatsächlich an Karies leidet oder ob es sich um eine andere Erkrankung handelt. Wie dem auch sei, so sollte man dennoch möglichst zeitnahe einen Zahnarzt aufsuchen, wenn man möchte, dass nicht nur das vorliegenden Leiden korrekt angesprochen wird, sondern auch, dass eine optimale Behandlung erfolgt. Schließlich und endlich ist man mit Karies nicht auf sich alleine gestellt.

Bei vielen Personen kommt es zunächst zu einem eher leichten Schmerz, der besonders dann auftritt, wenn man allzu warme oder kalte Lebensmittel konsumiert, oder etwas besonders zuckerhaltiges isst. Dieser Schmerz ist zumeist nur von kurzer Dauer, kann aber dennoch sehr intensiv sein. Je nach Ausdehnung der Karies wird der Schmerz immer stärker und heftiger. Ins besonders fortgeschritten Fällen ist es sogar möglich, dass der Schmerz derart stark ist, dass der Patient während eines Schubs nicht mehr dazu in der Lage ist, zu sprechen und eventuell im Mund befindliche Nahrung oder Flüssigkeit ausspucken muss.

Darüber hinaus antizipieren viele Betroffene den eventuell einsetzenden Schmerz bereits und konsumieren daraufhin überhaupt keine feste Nahrung mehr und fahren auch die Aufnahme von Flüssigkeiten stark zurück. Das mag initial zwar dabei helfen, Schmerzen zu vermeiden, auf lange Sicht aber, ist dieses Verhalten für den Organismus natürlich nicht tragbar und es wird früher oder später deswegen zu massiven Einbußen in der Versorgung mit Nährstoffen kommen. Darum sollte man lieber einen Zahnarzt aufsuchen, anstatt zu versuchen, das Leiden einfach auszusitzen. Denn leider verschwindet Karies nicht einfach so wieder. Hat man erst einmal Karies und sind dadurch Löcher oder dergleichen entstanden, so muss man damit Leben. Der Zahn regeneriert sich nicht von alleine und es ist in beinahe allen Fällen notwendig, dass man Füllungen oder Kronen bekommt, um den Verfall der Kauwerkzeuge einzudämmen.

Außer dem sich einstellenden Schmerz und den allgemeinen Beschwerden kommt es nicht zu allzu vielen Symptomen. Eine ungesund wirkende Verfärbung der Zähne kann sich allerdings einstellen, ebenso kommt es, wie bereits schon mehrfach bemerkt, zu einer Bildung von Löchern in den Zähnen. Diese können teilweise so tief gehen, dass große Teile des Zahns nicht mehr vorhanden sind. Ist dieser Fall eingetreten, kann einem nur mehr ein Zahnarzt helfen.

Dazu eine schnelle Übersicht:

  • (Spontane) Zahnschmerzen Es kommt immer wieder zu mehr oder weniger spontanen Zahnschmerzen. Je nach Stadium der Karies können diese kaum auszuhalten sein und zwingen das betroffene Individuum dazu, alle ausgeführten Tätigkeiten zu unterbrechen. Auch die Frequenz dieser Zahnschmerzen ist von fall zu Fall sehr unterschiedlich und stark vom Stadium der Karies abhängig.
  • Empfindliche Zähne Man sollte niemals unterschätzen, wie empfindliche Karies die Zähne gegenüber beinahe allen Umwelteinflüssen macht. Bei besonders stark ausgeprägter Karies kann es sogar sein, dass bereits Atmen zu einer Schmerzattacke führt. Darum sollte man so schnell als irgend möglich bei einem Zahnarzt vorstellig werden, um es erst gar nicht so weit kommen zu lassen.
  • Sichtbare Löcher Je nachdem wie stark die Karies ausgeprägt ist, entstehen buchstäbliche Löcher in den Zähnen. Diese sind bei schwereren Fällen deutlich sichtbar und sorgen dafür, dass der Zahn sich nach und nach auflöst. Das ist nicht nur sehr unangenehm und schmerzhaft, sondern wirkt darüber hinaus auch entstellend und kann darum dafür sorgen, dass das betroffene Individuum sich als hässlich wahrnimmt und beispielsweise darauf verzichtet öffentlich den Mund zu öffnen. Dass hieraus immense soziale Einbußen entstehen können, dürfte sich jedem erschließen.
  • Verfärbungen der Zähne Wirklich weiße Zähne hat kaum jemand. Das liegt vorallem daran, dass komplett weiße Zähne, wie man sie beispielsweise aus Hollywood kennt, in der Natur nicht vorkommen. Ein solches strahlend weißes Lächeln ist künstlich und hat nichts mit der Realität zu tun. Natürlich gesunde Zähne haben einen Eierschalen Farbton oder spielen leicht ins gelbliche. Bei Karies kommt es jedoch nicht selten zu massiven und merklichen Verfärbungen. Ein regelrechte Vergilbung der Zähne stellt hierbei zumeist nur den Beginn dar. Diese findet darüber hinaus zumeist noch schneller und intensiver statt, wenn das Individuum stark raucht. Aber auch braune oder gar schwarze Verfärbungen können sich einstellen. Letztere insbesondere ein späteren Stadien der Karies, wenn bereits massive Löcher entstanden sind.Darum sollte man jedwede unnatürliche Verfärbung der Zähne nicht unbehandelt lassen und einen Zahnarzt konsultieren. Es muss zwar nicht immer Karies sein, aber dennoch ist es an dieser Stelle besser, wenn man auf Nummer sicher geht.

Alles in allem also lässt sich zusammenfassend bemerken, dass die Symptome, die im Rahmen einer Erkrankung mit Karies auftreten können alles in allem recht überschaubar sind, dennoch sollte man diese nicht auf die leichte Schulter nehmen und vorallem aber sollte man diese auch nicht unterschätzen! Die durch Karies entstehenden Schmerzen sind oftmals kaum auszuhalten und schränken die Lebensqualität des betroffenen Individuums massiv ein und sorgen dafür, dass es nicht mehr aktiv am sozialen Leben teilhaben kann. Auch dieses sekundäre Symptom sollte man nicht außen vorlassen, wenn man an Karies denkt. Besonders Kinder lassen sich durch solche Beispiele abschrecken. Darum kann es sehr hilfreich sein, dergleichen Ausführungen im Rahmen einer Prävention anzubringen.


Diagnose & Krankheitsverlauf

Wenn es zu Karies kommt, dann ist eine Diagnose imgrunde sehr schnell gestellt und erfordert nicht allzu viel Zeit. Darüber hinaus sollte man auch anmerken, dass die Diagnose bei Erkrankungen der Zähne generell leichter zu stellen ist, als bei organischen Leiden. Dies alleine schon daran, dass man die Zähne gut einsehen kann, während das bei Organen natürlich nicht der Fall ist. Das erleichtert nicht nur dem zuständigen Zahnarzt seine Arbeit, sondern sorgt auch dafür, dass der Patient wesentlich weniger Zeit investieren muss, bis feststeht, an welcher Krankheit er leidet.

Einem erfahrenen Zahnarzt reicht es zumeist vollends aus, wenn er einen genauen Blick in den Mund des Patienten wirft, um festzustellen, woran dieser Leidet. In aller Regel sind keine weiteren Untersuchungen mehr notwendig und die Therapie kann sofort beginnen. Lediglich ist es bisweilen notwendig zu determinieren, wie weit fortgeschritten die Erkrankung inzwischen ist. Denn, wie bereits schon mehrfach angesprochen, ist es entscheidend für das Vorgehen der Therapie zu wissen, in welchem Stadium sich die vorliegende Erkrankung befindet. Dazu aber gleich mehr.

Ansonsten kann es den Arzt dabei helfen, den Patienten nach seinen Essgewohnheiten zu fragen und zusätzlich in Erfahrung zu bringen, ob dieser regelmäßig rauch und / oder Alkohol konsumiert. Dieses Wissen kann dabei helfen, die Hintergründe, die zur Entstehung der Karies geführt haben, besser zu beleuchten. Nicht zuletzt darum sollte man als Patient seinem Zahnarzt gegenüber vollkommen ehrlich sein. Auf diese Art und Weise ist es sehr viel einfacher für denselben, neben der eigentlichen Behandlung, auch noch ein Paket an Maßregeln für den Patienten zusammenzustellen, dass dabei helfen kann, zukünftige Fälle von Karies zu vermeiden.

Alles in allem also lässt sich folgern, dass eine Diagnose nicht nur sehr schnell zu stellen ist, sondern dass es, um auf sie zu kommen, darüber hinaus weder weiterer klinischer Tests bedarf, noch dass man besonders viel Zeit investieren muss. Hiervon profitieren Zahnarzt und Patient gleichermaßen. Auch die Heilungschancen stehen hierdurch sehr viel besser. Schließlich und endlich spielt der Faktor Zeit bei Leiden wie Karies eine sehr große Rolle und je früher einer Behandlung einsetzt, desto besser für das betroffene Individuum.

Krankheitsverlauf und Stadien
Man unterscheidet in aller Regel drei verschiedene Stadien von Karies. Diese sind vom Fortschritt der Krankheit an sich abhängig und dienen dem Zahnmediziner dazu, den ungefähr bereits entstandenen Schaden zu estimieren.

  • 1. Stadium „Initialkaries“ Hierbei handelt es sich nicht nur um die frühste Form einer sich einstellenden Karieserkrankung, sondern auch um die harmloseste. Gekennzeichnet ist sie primär durch sich nach und nach einstellende Verfärbungen des betroffenen Zahns. Diese sind zunächst oftmals eher weißlich und verfärben sich erst später braun, gelb oder gar schwarz.In diesem Stadium der Krankheit ist eine Behandlung noch gut möglich und ein Zahnarzt kann den Zahn zumeist komplett erhalten, wenn der Patient bereit ist, seine Essgewohnheiten umzustellen und bessere Maßnahmen zur Pflege seiner Kauwerkzeuge zu ergreifen. Bleibt ein solcher Sinneswandel seitens des Betroffenen jedoch aus, so ist damit zu rechnen, dass es immer wieder zu Fällen von Karies kommt.
  • 2. Stadium „Caries profunda“ Ist es bereits zu diesem Stadium der Karies gekommen, so heißt das, dass sie sich schon tiefer in den Zahn gefressen hat. Das ist in der Regel ein Problem, das nicht ohne tiefer gehende Behandlungen auskommt. Der Einsatz des Bohrers bleibt oftmals nicht aus. Auch muss man damit rechnen, dass Füllungen und seltener auch Kronen notwendig werden.
  • 3. Stadium „Caries penetrans“ Das dritte und letzte Stadium der Karies ist das schmerzhafteste. Hier ist der Zahn beinahe vollkommen durch die Karies zerfressen und muss zumeist komplett extrahiert, also gezogen werden. Die hierdurch entstehende Lücke wird dann in aller Regel mit einem Implantat oder einer Brücke geschlossen.Die hierfür notwendige Behandlung ist nicht nur sehr schmerzhaft, sondern auch sehr teuer. Darum sollte man es als Patienten erst gar nicht so weit kommen lassen und so früh als irgend möglich bei seinem Zahnarzt vorstellig werden.

Häufigkeit & Diagnosedaten

Zur Häufigkeit lässt sich kurz und bündig sagen, dass beinahe ausnahmslos jeder Mensch im Laufe seines Leben einmal oder mehrmals mit Karies zu tun hat, bzw. Zu tun haben wird. Sicherlich gibt es auch einige wenige glückliche Individuen, die von diesem Schicksal verschont bleiben, aber alles in allem ist davon auszugehen, dass es früher oder später jeden einmal erwischt.

Darüber hinaus konnte man in den letzten Jahrzehnten einen relativ starken Anstieg der Fälle von Karies beobachten, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen. Das ist eine interessante Entwicklung, da die Zahlen von Betroffenen zuvor auf dem absteigenden Ast waren. Der freie Zugang zu stark gezuckerten Speisen ist wohl als Hauptgrund für diesen besorgniserregenden Trend zu benennen,

Aber auch der Lebensmittelpunkt spielt eine große Rolle dabei, wenn es um die Gesundheit der Zähne geht. Als Faustregel kann man sich merken, dass je ärmer das Umfeld, desto schlechter die Zähne. Vor noch etwa hundert Jahren war dies genau andersherum. Dies lag daran, dass in vergangenen Zeiten Zucker ein Luxusgut war und somit nur den gehobenen Schichten zur Verfügung stand. Das bedeutete kurzum, dass sich nur die besser gestellten Menschen Süßwaren leisten konnten. Dies verursachte deren schlechte Zähne. Heute hat sich die diesbezügliche Situation vollkommen relativiert und Süßwaren stehen für jedermann zur Verfügung. Dies führte evident zu zu einer allgemeinen Verschlechterung der Gesundheit der Zähne aller Menschen.

Zusammenfassend also sollte man davon ausgehen, dass man früher oder später in seinem Leben zumindest einmal mit Karies auch selbst in Kontakt kommen wird. Das lässt sich in den meisten Fällen nur sehr schwer vermeiden, Wer aber eine gute orale Hygiene pflegt und darüber hinaus weitestgehend auf raffinierten Zucker verzichtet, der kann davon ausgehen, dass er zumeist unbeschadet aus der Sache hervorgeht.

Eine weitere Studie hat gezeigt, dass gerade Kinder aus armen Familien sehr viel öfter Karies haben, als ihre Altersgenossen aus reicherem Elternhaus. Das liegt oftmals, wie bereits erwähnt, an der gereichten Kost. Dem müsste aber nicht so sein. Denn auch mit einem geringen Budget lässt sich gesund und vorallem zuckerarm kochen! Das sollte man auf keinen Fall vergessen. Im Zweifel kann man sich im Internet über entsprechende Rezepte schlau machen. Hiervor profitieren nicht nur die Zähne des Nachwuchses, sondern auch die der Erwachsenen im Haushalt. Vorsorge ist bei den Zähnen das A und O.


Komplikationen bei der Krankheit

Die Komplikation, die im Rahmen einer Erkrankung mit Karies auftreten können sind gleichzeitig viele und wenige. Dies lässt sich damit erklären, dass die Komplikationen an sich immer mehr oder weniger gleich sind, wohingegen die daraus resultierenden Folgen für das Individuum sehr unterschiedlich sein können. Zudem ist anzumerken, dass die Komplikationen sehr stark von der Schwere des vorliegenden Falls abhängig sind.

Personen, die nur sehr leicht an Karies erkrankt sind, haben in aller Regel kaum Beschwerden, besonders dann nicht, wenn es sich „lediglich“ um oberflächliche Karies handelt, die sich noch nicht in das Innere des Zahns vorgefressen hat. Ist dies der Fall sind die zu erwartenden Komplikationen immens. Dann fällt es dem Betroffenen nicht nur sehr schwer zu kauen, sondern auch zu sprechen und bisweilen sogar zu atmen. Denn selbst die Atemluft kann dann bereits schon sehr starke mehr oder minder spontane Schmerzattacken auslösen.

Überhaupt besteht die wohl größte Komplikation in den immer wieder auftretenden Schmerzattacken. Diese sind auf keinen Fall zu unterschätzen. Beinahe alles scheint in diesen Fällen zu Schmerzen zu führen. Kalte Nahrung oder Getränke, warme Nahrung oder Getränke, das Sprechen ebenso wie das Schweigen oder die Mundatmung. Man ist nie so ganz sicher vor der nächsten Attacke. Hierdurch schränkt sich die Lebensqualität natürlich immens ein. Man kann weder am sozialen Leben teilhaben, noch kann man genügend Nahrung oder Flüssigkeit aufnehmen, ohne dabei auch gleichzeitig sehr starke Unannehmlichkeiten in Kauf nehmen zu müssen. Das Leben wird zu einer wahren Tortur.

Darüber hinaus ist auch mit erheblichen kosmetischen Einbußen zu rechnen. Von Karies befallene Zähne sehen niemals gut aus. Auch verfärben sich die dieselben häufig. bräunliche, gelbliche oder gar schwarze Flecken sind keine Seltenheit und führen dazu, dass das betroffene Individuum sehr ungepflegt wirkt. Besonders Frauen in dieser Position trauen sich dann oftmals nicht mehr, ihren Mund in Gesellschaft anderer Personen zu öffnen. Das führt wiederum zu einem stark geschmälerten Selbstbewusstsein und endet oftmals in sehr schweren Depressionen. Diese können das Leben einer Person vollkommen aus der Bahn werfen und zu einer regelrechten Isolation führen.

Aber auch monetäre Komplikationen können sich einstellen. Denn, wie bereits schon erwähnt, sind die meisten gesetzlichen Krankenkassen nicht besonders spendabel, wenn es um Zahnersatz geht – diese Zeiten sind leider vorbei. Darum müssen viele der Leistungen aus eigener Tasche bezahlt werden. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn man keine regelmäßigen Besuche beim Zahnarzt nachweisen kann. Darum sollte man auf jeden Fall darauf achten, sein Bonusheft immer abstempeln zu lassen. Ansonsten kann es passieren, dass man sehr viel weniger Leistungen erwarten kann, als bei nachweisbaren regelmäßigen Besuchen. Zwar wird dieses Vorgehen von vielen Fachleuten hochgradig kritisiert, aber eine Änderung des Status Quo scheint sich nicht anzubahnen. Darum sollte man auf den Besuch beim Zahnarzt nicht verzichten, auch wenn man sich davor ängstigt. Die zu erwartende Rechnung kann einem sonst auch Angst machen.

Wie dem auch sei, alles in allem sind die zu erwartenden Komplikationen, von den Schmerzen einmal abgesehen, eher gering. Besonders aber dann, wenn man sich rechtzeitig behandeln lässt und darüber hinaus dafür sorgt, dass man eine gute Prophylaxe hat. Darum ist hier jeder seines Glückes Schmied.


Wann sollte man zum Arzt gehen?

Die Frage danach, wann man zum Arzt gehen sollte, ist um Grunde sehr leicht zu beantworten. Bei der Gesundheit der Zähne sollte man generell nicht lange fackeln und sofort tätig werden. Denn gerade die Zähne sind nicht nur sehr empfindlich, sondern zumeist ist angerichteter Schaden auch irreparabel und es bleibt einem nichts anderes übrig, als Füllungen, Kronen oder gar komplette Gebisse in Kauf zu nehmen, die bei einer ausreichenden fachmedizinischen Betreuung vermeidbar gewesen wären. Wer also Zahnschmerzen verspürt, der sollte sofort zu seinem Zahnarzt gehen.

Überhaupt sei an dieser Stelle angemerkt, dass man in regelmäßigen Abständen einen Zahnarzt aufsuchen sollte, um sich prophylaktisch untersuchen zu lassen. Damit hilft man nicht nur sich selbst, sondern auch seinen Zähnen. Denn nicht selten ist es der Fall, dass man ein Zahnleiden im Anfangsstadium gar nicht bemerkt und sich dieses mehr oder weniger ungehindert ausbreiten kann, bis es zu merklichen Konsequenzen und Komplikationen führt. Das kann bei Karies ebenso der Fall sein. Darum sollte hier die Devise lauten: Vorsicht ist besser als Nachsicht.

Darüber hinaus sollte man als Elternteil auch die orale Hygiene und Gesundheit seines Nachwuchses nicht auf die leichte Schulter nehmen und in regelmäßigen Abständen Besuche beim Zahnarzt für den Nachwuchs vereinbaren und organisieren. Auf diese Weise nimmt man den Kleinen nicht nur die etwaige Furcht vor Zahnärzten, sondern sorgt auch dafür, dass die Zahngesundheit der Kinder immer optimal ist. Auch kann der Zahnarzt den Kindern sehr gut vermitteln, wie sie ihre Zähne pflegen sollen und kann auch wertvolle Tipps an die Eltern geben, wie mit den Zähnen des eigenen Nachwuchses zu verfahren ist und welche Methoden bei Zahnputzmuffeln besonders effektiv sind.

Sollte man besonders große Angst vor Zahnärzten oder sogar eine Phobie vor diesen haben, so ist es möglich, sich schlau zu machen und einen Zahnmediziner aufzusuchen, der auf sogenannte Angstpatienten spezialisiert ist. Diese findet man in jeder größeren Stadt.

Wie dem auch sei, wer Verdachtsmomente hat, die darauf hinweisen könnten, dass man eventuell an Karies erkrankt sein könnte, so ist es die beste Empfehlung, direkt bei einem Zahnarzt vorstellig zu werden, ohne allzu viel Zeit verstreichen zu lassen, Es kommt bei Karies vielleicht nicht auf die Sekunde an, aber auf die Woche und den Monat. Denn ist das Loch erst einmal da, kann man es nicht wieder auf natürliche Art und Weise verschließen und man muss sich künstlicher Füllmittel bedienen.

Behandlungsmethoden & Therapie

Um eine möglichst optimale Behandlung für den Patienten zur Verfügung stellen zu können, muss der Zahnarzt zunächst einige Dinge abklären. Hierzu gehört unter anderem die Feststellung, um welche Art der Karies es sich handelt und weiterdings, ob diese „nur“ oberflächlich vorliegt oder sich bereits in das Zahnschmelz gefressen hat. Hiervon hängt die weitere Behandlung des Zahnleidens ab.

Sollte sich die Karies nämlich noch nicht in den Zahn selbst gefressen haben, so kann man diesem Leiden sehr viel einfacher und schneller Herr werden, als wenn dies nicht der Fall sein sollte. Auch die Behandlung selbst ist in diesem Falle wesentliche weniger schmerzhaft. Bisweilen ist es auch möglich, die Karies komplett zu stoppen und den Zahn mehr oder weniger gut wiederherzustellen, indem man ihn remineralisiert. Dies ist jedoch nur bei besonders frühen Stadien der Erkrankung möglich. Allerdings geht eine solche Behandlung nicht alleine vom behandelnden Mediziner aus. Auch der Patient ist hier gefragt. Er muss seine Ernährung oftmals komplett umstellen und wesentlich zahnfreundlicher, ansonsten besteht keine Chance auf eine natürliche Heilung. Hierzu wird der zuständige Zahnarzt einem wertvolle Tipps mit auf den weg geben können. Besonders aber sollte man die Aufnahme von raffiniertem Zucker und Alkohol vermeiden, auch das Rauchen ist möglichst einzustellen. Des Weiteren sind spezielle Zahncremes und Salben auch ein Mittel, das unterstützend eingesetzt werden kann, um den Zahn natürlich wiederherzustellen. In diesem Falle spricht man von einer nicht-operativen Behandlung. Macht der Patient allerdings nicht mit oder befolgt die Weisungen nur unzureichend, so kann sich die Karies ungehindert weiterhin ausbreiten.

Sobald die Karies sich jedoch in den Zahn durchgefressen hat, sieht die Behandlung wesentlich komplizierter aus und gestaltet sich auf keinen mehr so einfach. Auch ist es beinahe ausgeschlossen, den Zahn auf natürliche Art und Weise wieder zu mineralisieren. In diesem Falle kann oftmals nur eine sogenannte „operative“ Therapie weiterhelfen.

Eine solche macht es zunächst notwendig, die betroffenen Stellen am Zahn zu entfernen. Ist der Zahn jedoch allzu stark betroffen, so ist es bisweilen notwendig, ihn komplett zu ziehen. Das ist nicht nur sehr schmerzhaft, sondern auch mit weiteren Unannehmlichkeiten verbunden, wie beispielsweise einer Vollnarkose. Zöge man den Zahn nämlich nicht oder entfernte zumindest die befallenen Stellen großzügig, so würde die Karies unter der aufgesetzten Krone einfach weiterhin wüten und es bestünde keine Hoffnung auf Heilung. Dessen sollte man sich als Patient bewusst sein. Sehr selten ist es allerdings möglich, keine infizierte Areale bestehen zu lassen. Dies gilt aber nur dann, wenn das Gebiet komplett von einer Füllung oder einer Krone umschlossen ist und die verantwortlich zu machenden Bakterien somit gleichsam „erstickt“ werden. Hier kommt es jedoch sehr stark auf den individuellen Fall ein und allgemeine Aussagen sind wenig zielführend.

Heutzutage bedienen sich die Zahnärzte sehr häufig einer Technik, die darauf abzielt, die Karies nach und nach zu entfernen und nicht alles auf einmal. Das ist nicht nur angenehmer für den Patienten, da es mit weniger Schmerzen verbunden ist, auch das Risiko von Verletzungen ist deutlich geringer. Am Ende eines solchen Prozesses steht dann die Füllung oder die Krone.

Wie bereits erwähnt, so regeneriert sich ein betroffener Zahn nicht mehr von selbst. Der Schaden ist in der Regel permanent. Von sehr kleinen oberflächlichen Befällen einmal abgesehen. Diese remineralisieren sich allerdings auch nur dann wieder, wenn der vormals betroffene Patient den Zähnen eine wirklich optimale Behandlung zuteil werden lässt. Ansonsten muss man damit rechnen, dass die Karies mehr oder minder stark weiter wütet. Das Ziel der Behandlung ist es dennoch, so viel als irgend möglich vom originalen Zahn zu erhalten. Das ist allerdings nicht immer möglich oder zumindest nur in sehr eingeschränktem Maße. Auch sollte man an dieser Stelle nicht vergessen, dass eine Füllung nicht Antwort auf alle Fragen ist. Füllungen, gleichwohl wie gut diese sein mögen, halten nicht für immer und müssen irgendwann einmal erneuert werden. Darum sollte man sich immun gegen Karies glauben, nur weil man eine erfolgreiche Behandlung hinter sich hat. Leider ist dem nicht so. Es kann, bei mangelnder Hygiene und falscher Ernährung, immer wieder auftreten und nicht nur den bereits schon einmal betroffenen Zahn, sondern auch andere Zähne anfallen. Bisweilen auch mehrere Zähne auf einmal.

Natürlich ist die Behandlung von Karies in einem frühen Stadium sehr viel schneller, schmerzfreier und auch günstiger als von Karies in einem späteren, sprich fortgeschrittenen Stadium der Krankheit. Es ist jedoch beinahe immer notwendig, den Patienten ruhigzustellen. Hierfür werden verschiedene lokale Betäubungen eingesetzt. Die dafür sorgen, dass der Patient möglichst wenig von der Behandlung mitbekommt. Schließlich und endlich sollte man nicht vergessen, dass die Zähne, unter dem Zahnschmelz, extrem schmerzempfindlich sind. Auch nach einer erfolgreichen Behandlung, verschreibt der behandelnde Arzt dem Patienten oftmals Schmerzmittel, um auch die Zeit direkt nach dem Eingriff gut und möglichst schmerzfrei durchstehen zu können.

Zwecks der Entfernung der befallenen Areale, kann sich der zuständige Mediziner entweder eines klassischen Bohrers bedienen oder eines Lasers. Letzteres ist ein relativ modernes Werkzeug und es gibt noch nicht sehr viele Zahnärzte, die einen solchen Bohrer tatsächlich benutzen. Dennoch scheinen diese, laut Statistik, immer populärer zu werden und könnten dem klassischen Bohrer vielleicht bald schon den Rang ablaufen. Aber wie dem auch sei. Das abgetragene Material wird daraufhin mit einem kleinen Spatel aus dem Mund befördert. Sollte die Karies jedoch allzu fortgeschritten sein, so bleibt dem Mediziner nicht viel anderes übrig, als den Zahn komplett zu entfernen. Hierfür ist in aller Regel eine Vollnarkose notwendig. Da die hierbei entstehenden Schmerzen immens sind.

Man sollte auf keinen Fall vergessen, wie gut wir es heute haben. Noch vor etwa hundert Jahren gab es keine Möglichkeiten der Narkose während Eingriffen im Bereich des Mundes. Patienten wurden tatsächlich dazu aufgefordert, sich zu betrinken oder schlicht und einfach durch Fesseln an den Tisch oder Stuhl gebunden. Beides war wenig erfolgreich und die Ergebnisse einer Behandlung darum oftmals nicht besonders hochwertig. Aber wie dem auch, heute sieht die Situation glücklicherweise sehr viel besser und angenehmer sowohl für den Patienten als auch für den Arzt aus.

Füllungen und Kronen werden in aller Regel individuell angepasst und sind entweder aus Amalgam, Kunstharz, Keramik oder Gold. Bei Kunstharz und Keramik ist es darüber hinaus möglich, die Farbe des Materials der Farbe der Zähne des Patienten anzupassen, auf diese Art und Weise sind die Füllungen und Kronen wesentlich weniger ausfällig. Darum kommen diese Materialien besonders häufig zum Einsatz, wenn es für den Patienten wichtig ist, ein möglichst ungestörtes Gesamtbild abzugeben. Das Problem bei diesem Materialien ist jedoch, dass sie nicht so stark und dauernd sind, wie beispielsweise Amalgam oder Gold. Es ist also absolut notwendig, sich diesbezüglich vom Zahnarzt sehr gut beraten zu lassen und möglicherweise auch eine zweite Meinung einzuholen. Darüber hinaus sollte man auch beachten, dass jeder Zahnarzt andere Präferenzen hat. So schwören einige auf Amalgam oder Keramik, während andere Gold vorziehen. Insbesondere für die Backenzähne wählen viele Zahnärzte Gold, da dieses als besonders stabil gilt und die starken Kräfte, die während des Kauens entstehen, am besten auffangen kann. Allerdings sollte man an dieser Stelle noch bemerken, dass Goldzähne immer seltener werden. Das liegt nicht nur daran, dass einige Menschen diese als unästhetisch empfinden, sondern auch daran, dass die Krankenkassen diese nicht mehr bezahlen. Und jeder weiß, dass es sich bei Gold um kein billiges Material handelt. Wer also die Kosten nicht selbst tragen will, der weicht auf eine billigere Alternative aus.

Das Ausmessen der Krone übernimmt der Zahnarzt, das Anfertigen der Krone übernimmt ein Zahntechniker. Sollte man auf bestimmtes Material bestehen, so ist es absolut notwendig, den Zahnarzt darüber zu informieren. Sollte man selbst unbedingt Gold wünschen und dazu auch das nötige Kleingeld haben, so kann einem natürlich auch dieser Wunsch immer noch erfüllt werden.

Kronen für Kinder sind sehr häufig aus rostfreiem Stahl gefertigt. Dies bietet einige Vorteile. Allerdings sollte man auch hier nicht vergessen, dass diese Kronen von zeit zu Zeit, mit dem Wachsen des Kindes, erneuert werden müssen.

Hier noch eine kurze Übersicht der Behandlungsmethoden:

  • Behandlung mit Fluor Diese Behandlung ist nur in der frühsten Phase einer Karies sinnig. Sie hilft dabei, die Karies zu stoppen und den Zahn auf natürliche Art und Weise wieder zu mineralisieren. Allerdings ist hier auch der Patient gefragt. Fluor kann zwar helfen, aber Wunder vollbringen kann es nicht. Eine zuckerfreie Ernährung ebenso wie ausreichende Zahnhygiene ist notwendig, um den Erfolg der Behandlung garantieren zu können.Dabei gibt es verschiedene Darreichungsformen von Fluor. Salben, Cremes, Pasten oder Tropfen sind die gängigsten Varianten. Sie werden direkt auf den betroffenen Zahn aufgetragen.
  • Füllungen War der Zahn nicht mehr anders zu behandeln und musste die Karies nebst Teilen des Zahns entfernt werden, so ist es notwendig, das entstandene Loch aufzufüllen. Hierzu dient sehr häufig Amalgam. Aber auch Gold oder Keramik. Je nach vorliegendem Fall. Füllungen müssen je nach Material hin und wieder erneuert werden.
  • Kronen Bei noch stärkerem Befall durch Karies bleibt es nicht aus, den Zahn teilweise ersetzen zu müssen. Ist dies der Fall, so braucht der Patient eine Krone. Auch diese ist aus den gängigen Materialien gefertigt. Sie wird individuell angepasst und muss bisweilen auch erneuert werden.
  • Zahnwurzelbehandlung Hat die Karies sich bis in die Zahnwurzel durchgefressen, ist es notwendig, diese zu behandelnd. Hierbei wird der Zahn bis auf die Wurzel abgeschliffen und später mit Füllungsmaterial wieder hergestellt. Diese Behandlung ist oftmals besonders aufwändig, schmerzhaft und langwierig.
  • Zahn ziehen Wenn sonst nichts mehr hilft, muss der Zahn komplett gezogen werden. Anschließend bekommt der Patient ein Implantat eingesetzt. Diese können allerdings sehr schnell sehr teuer werden. Darum ist es am besten, es erst gar nicht so weit kommen zu lassen und bereits frühzeitig aktiv zu werden. Denn man sollte nicht vergessen, dass die meisten Kassen bei Zahnersatz nicht besonders großzügig sind.

Vorbeugung – Impfung & Prävention

Vorbeugung ist das A und O, wenn es um die Zahngesundheit geht! Darum hier eine Übersicht über die wichtigsten Methoden und Praktiken, die dabei helfen sollen, die Zähne lange gesund zu erhalten:

Hygiene
Die persönliche Hygiene besteht aus dem täglichem Zähneputzen und der ebenso täglichen Verwendung von Zahnseide. Der allgemeine Zweck der Mundhygiene ist die Minimierung von Krankheitserregern im Mund. Das Hauptaugenmerk von Bürsten und Zahnseide liegt auf der Entfernung und der Verhinderung von Bildung von Plaque. Die Plaque besteht hauptsächlich aus Bakterien. Darüber hinaus kann man auch oftmals fühlen, ob sich Plaque auf den Zähnen befindet oder nicht. Fühlen sich dieselben glatt an, dann ist davon auszugehen, dass die eher frei von Plaque sind, ist das Gegenteil der Fall, dann sollte man besser zur Zahnbürste greifen.

Nimmt die Menge an Plaque zu, so ist der Zahn anfälliger für Karies. Sind darüber hinaus viele Kohlenhydrate in der aufgenommenen Nahrung, befördert dies die Entstehung von Plaque immens.

Eine Zahnbürste kann verwendet werden, um Plaque an zugänglichen Oberflächen zu entfernen, jedoch nicht für die Reinigung zwischen den Zähnen und den Vertiefungen der Kauflächen der Zähne. Zahnseide muss darum verwendet werden, um Plaque aus Bereichen, die sonst eine Karies entwickeln würden, zu entfernen. Weitere Hilfsmittel sind Interdentalbürsten, Zungenschaber und Mundspülungen. Die Verwendung rotierender elektrischer Zahnbürsten bringt nachgewiesenermaßen keinen besseren Effekt als eine herkömmliche Handzahnbürste. Hier muss also jeder für sich selbst entscheiden.

Wichtiger als eine gute Mundhygiene, obschon man diese auf keinen Fall vernachlässigen sollte, ist allerdings, so sagt es auf jeden Fall die Statistik, Darüber hinaus sehen viele Zahnärzte es als hilfreich an, wenn man sich in regelmäßigen Abständen, zumindest aber einmal im Jahr, die Zähne professionell reinigen lässt. Die Effektivität dieser Praxis gilt jedoch unter Fachleuten als umstritten. Auch hier kommt es wieder auf die persönlichen Präferenzen an und schaden kann es sicherlich auch nicht.

Ernährung
Bei der Zahngesundheit ist die Häufigkeit der Aufnahme von Zucker ausschlaggebender als die reine Menge des konsumierten Zuckers. Bei Vorhandensein von Zucker und anderen Kohlenhydraten produzieren Bakterien im Mund Säuren, die den Zahnschmelz demineralisieren können. Je häufiger die Zähne diesen Säuren ausgesetzt sind, desto wahrscheinlicher ist Zahnkaries. Daher wird empfohlen, möglichst auf Snacks und Zwischenmahlzeiten zu verzichten, insofern diese Zucker enthalten. Schließlich sorgt Naschen für eine kontinuierliche Nahrungszufuhr für die säurebildende Bakterien im Mund.

Außerdem neigen zähe und klebrige Nahrungsmittel (wie Süßigkeiten, Kekse, Kartoffelchips und Backwaren) dazu, länger an den Zähnen zu haften. Trockenfrüchte wie Rosinen und frische Früchte wie Äpfel und Bananen verschwinden jedoch schnell aus dem Mund und scheinen kein Risikofaktor zu sein. Für Kinder empfehlen die Europäische Akademie für Kinderzahnheilkunde, die Häufigkeit des Konsums von Getränken mit Zucker zu begrenzen und Säuglingen während des Schlafes keine Babyflaschen zu geben. Zudem sollte man möglichst keine Tassen, Teller oder Besteck untereinander Austausch, da auf diese Art und Weise ebenso Bakterien verbreitet werden können. Dies gilt es zu vermeiden.

Einige Käsearten sollen laut Studien dazu in der Lage sein, die Entstehung von Karies zu verhindern oder zumindest zu verlangsamen. Das ist zwar eine vielversprechende Entdeckung, aber es bedarf noch einiger Forschung, bis hierüber nachhaltige und verwertbare Ergebnisse zur Verfügung stehen.

Sonstiges
Die Verwendung von Mitteln, die der Versiegelung der Zähne dienen, ist eine Methode zur Vorbeugung von Karies. Ein solches Mittel besteht aus einer dünnen kunststoffähnlichen Flüssigkeit, die auf die Kauflächen der Molaren aufgetragen wird, um zu verhindern, dass Nahrung in die Zahnzwischenräume eindringen kann. Dies entzieht den ansässigen Plaquebakterien die nahrung in Form von Kohlenhydraten und verhindert somit die Bildung von Karies. Derlei Mittel werden normalerweise auf die Zähne von Kindern aufgetragen, sobald diese beginnen zu wachsen, Erwachsene erhalten sie dagegen nur eher selten und im Bedarfsfall. Solche abdichtenden Stoffe können die Zähne verschleißen und dadurch verhindern, dass es zu einer Entstehung von Karies kommt. Solche Versiegelungen sollten regelmäßig von einem Zahnarzt überprüft werden.

Kalzium, das in Lebensmitteln wie Milch und grünem Gemüse vorkommt, wird oft empfohlen, um gegen Karies vorzubeugen. Auch Fluorid hilft, den Zerfall eines Zahnes zu verhindern. Streptococcus mutans ist die häufigste Ursache für Karies. Fluoridionen mit niedriger Konzentration wirken bakteriostatisch und Fluoridionen mit hoher Konzentration sind bakterizid. Das eingearbeitete Fluor macht den Zahnschmelz widerstandsfähiger gegen Entmineralisierung und somit resistent gegen Fäulnis. Fluorid kann entweder in topischer oder in Form von tabletten gereicht werden. Topische Fluoride können in Form von Zahnpasta, Mundwasser und Fluoridlack Anwendung finden. Nach dem Zähneputzen mit fluoridhaltiger Zahnpasta sollte das Ausspülen des Mundes vermieden werden und der Überschuss lediglich ausgespuckt werden. Viele Zahnärzte nehmen die Anwendung von topischen Fluoridlösungen als Teil eines Routinebesuches vor.

Nicht topisches Fluorid wird in Form von Lutschtabletten, Tabletten und Tropfen angeboten. Diese werden oral eingenommen. Fluoridhaltige Medikamente können auch bedenkenlos während der Schwangerschaft eingenommen werden und sorgen darüber hinaus dafür, dass die Zähne des Nachwuchses besser werden.

Eine vor der Vollendung des ersten Lebensjahres durchgeführte Untersuchung der Mundgesundheit kann bei der Behandlung von Karies helfen. Die Beurteilung der Mundgesundheit sollte die Überprüfung der Vorgeschichte des Kindes, eine klinische Untersuchung, das Kariesrisiko des Kindes einschließlich des Zustands seiner Okklusion und die Bewertung umfassen, wie gut die Eltern oder die Betreuungsperson des Kindes dem Kind helfen können, Karies vorzubeugen. Um die Kooperation eines Kindes bei der Kariesbehandlung zu gewährleisten, sollte eine gute Kommunikation mit dem Zahnarzt und dem Rest des Personals etabliert werden. Auch Impfungen gegen Karies werden zur Zeit entwickelt.


Prognose zur Heilung

Wer an Karies erkrankt ist, mag sich sicherlich fragen, welche Repressionen ihm zukünftig durch diese Krankheit entstehen können. Und je nach Ausprägung und Stadium können diese gewaltig sein. Insbesondere dann, wenn man wider besseres Wissen und gewissen nicht selbständig und vorallem frühzeitig tätig wird und der Karies somit mehr oder minder freien Lauf lässt. Hierdurch kommt es nicht selten zu massiven Schädigungen der Zähne, die nicht nur in tiefe und flächenmäßig große Löcher münden, sondern darüber hinaus auch den Verlust des kompletten Zahns bedeuten können. Nicht zuletzt darum sollte man die Karies nicht auf die leichte Schulter nehmen, sondern versuchen diesem Leiden zum Einen präventiv entgegen zu wirken und zum Anderen dafür sorgen, dass man eine möglichst zeitnahe und optimale Behandlung erfährt, wenn es doch zu einen Ausbruch gekommen ist.

Je später man einen Arzt konsultiert, desto geringer sind in aller Regel die Chancen auf eine Heilung. Darum ist es am günstigsten, möglichst früh bei einem Zahnarzt vorstellige zu werden. Geschieht dies nicht, so ist auf jeden Fall damit zu rechnen, dass Kronen, Füllungen oder komplette Gebisse notwendig werden. Das mag heutzutage lange nicht mehr so unangenehm und schmerzhaft sein, wie noch vor einigen Jahren, dennoch ist es immer besser, seine eigenen Zähne zu behalten. Kronen sind in aller Regel empfindlicher gegenüber negativen Einflüssen aus der Umwelt und brechen sehr leicht ab. Auf diese Art und Weise entstehen bisweilen spitze Kanten, die Verletzungen im Innenbereich des Munds verursachen können.

Zudem sollte man auch die kosmetischen Einbußen nicht unterschätzen, die von einre Erkrankung mit Karies ausgehen können. Die Zähne verfärben sich sehr stark und nehmen einen braunen, gelblichen oder gar schwarzen Farbton an. Das ´sieht nicht nur sehr unschön aus, sondern wirkt darüber hinaus ungepflegt. Viele Menschen, die von diesem Schicksal heimgesucht wurden, verzichten nach Möglichkeit darauf, ihren Mund in der Öffentlichkeit zu öffnen. Das sorgt wiederum dafür, dass sie in sozialen Situation immer außen vorstehen und sich nicht aktiv am gesellschaftlichen leben beteiligen können. So etwas geht beinahe immer mit einer immensen Verringerung der Lebensqualität einher.

Schließlich nimmt auch das Selbstbewusstsein des betroffenen Individuums nicht unerheblichen Schaden und in Folge dessen kommt es nicht selten vor, dass der an Karies leidenden Mensch sich komplett zurückzieht und aufgrund seiner Krankheit massive depressive Verstimmungen entwickelt. Zwecks einer Heilung derselben bedarf es dann ncith nur eines Zahnmediziners, sondern auch eines Psychologen. Das kann sehr schnell ins Geld gehen. Nicht viele Kassen übernehmen die Kosten dieser eigentlich vermeidbaren Therapie komplett und auch Zahnersatz ist nicht billig.

Überhaupt sollte man an dieser Stelle noch einmal anmerken, dass inzwischen leider die wenigstens staatlichen Krankenkassen noch besonders hohe Leistungen erbringen, wenn es um Zahnersatz geht. Oftmals sind die zuzuzahlenden Beiträge erschreckend hoch und selbst bei einer ordentlichen Krankenversicherung, bleibt der Patient am Ende auf einem hohen Berg Kosten sitzen. Diese lassen sich nur vermeiden, wenn man versucht, die Karies präventiv zu verhindern oder sich möglichst zeitnahe nach dem Ausbruch des Leidens medizinische Hilfe sucht.

Wie dem aber auch sei: Man sollte den Teufel nicht an die Wand malen. Sicherlich sind Behandlungen der Zähen alles in allem sehr unangenehm und es dürfte nicht viele Personen geben, die gerne zum Zahnarzt gehen, aber dennoch sind diese zumeist sehr gut dazu in der Lage einem zu helfen, wenn es, warum auch immer, zu einem Ausbruch von Karies gekommen ist. Auch weiterführende kosmetische Behandlungen, die dem Gebiss sein gesundes Aussehen zurückgeben sind heutzutage kein besonderes Problem mehr. Darum sieht die Prognose nicht nur nicht schlecht, sondern sogar relativ gut aus. Zumindest dann, wenn man sich in einem Land mit guter zahnärztlicher Versorgung aufhält. In ärmeren Regionen der Erde sieht die Situation schon wieder komplett anders aus. Dennoch lässt sich abschließend sagen, dass die Prognose durchaus gut ist und man sich nicht allzu viele Sorgen machen sollte, wenn es doch einmal zu einem Ausbruch von Karies gekommen ist.


Karies bei Kindern

Karies ist kein Problem, das nur Erwachsene betrifft. Karies bei Kleinkindern sollte ein Anliegen für alle Eltern sein, nicht zuletzt weil 42 Prozent der Kinder im Alter von 2 bis 11 ein Loch in ihren Milchzähnen entwickeln, Fast 28 Prozent der Kinder im Alter von 2 bis 5 Jahren entwickeln mindestens ein durch Karies bedingtes Loch. Somit handelt es sich also zwar um keine Seltenheit, aber dennoch um ein grundsätzlich eher vermeidbares Phänomen.

Karies tritt bei Kleinkindern auf, wenn Bakterien im Mund anfangen, an den Milchzähnen zu fressen. Karies ist auch als Zahnfäule bekannt. Unzureichende Zahnpflege im Allgemeinen und nicht ausreichendes Zähneputzen im Speziellen können Ursachen für Karies sein. Laut mehrerer Lehrmeinungen, ist eine häufige Ursache von Karies bei Kleinkindern mit einer Flasche zu Bett gehen. Diese besondere Form der Karies ist in Fachkreisen auch als „Babyflaschen-Karies“ bekannt. Milch oder der Saft aus der Flasche kann die ganze Nacht im Mund des Babys wirken und somit einen idealen Nährboden für Bakterien schaffen Ungesunde Essgewohnheiten tragen ebenfalls zu Karies bei. Es hat einen unbestreitbar negativen Effekt auf die Zahngesundheit, wenn man seinen Kindern erlaubt, über längere Zeit hinweg an Süßigkeiten zu lutschen oder viel zuckerhaltige Lebensmittel zu essen.

Um Karies bei Kleinkindern zu vermeiden, sollte man sein Kind nicht mit einer Flasche oder einer Tasse Milch oder Saft ins Bett gehen lassen. Wenn man seinem Kind vor dem Schlafengehen etwas zu trinken geben oder ihm beim Einschlafen helfen will, so wähle man immer Wasser. Zahnärzte empfehlen, Kindern sollten Milch oder zuckerhaltige Getränke schnell trinken, anstatt sie langsam zu schlürfen. Dieses Vorgehen reduziert die Zeit, die Zähne verderblichem Zucker aus den Getränken ausgesetzt sind.

Man stelle darüber hinaus sicher, dass man täglich die Zähne des Kindes putzt und auch mit Zahnseide reinigt und vermeide zuckerhaltige Speisen so gut es eben geht. Lebensmittel mit hohem Säuregehalt, wie Zitrusfrüchte, schwächen den Zahnschmelz und machen das Kind anfälliger für Karies. Das Kind sollte nach der gängigen Lehrmeinung das erste Mal bereits vor Vollendung des ersten Lebensjahres bei einem Zahnarzt vorstellig werden.

Man sollte die Zähne des Kleinkindes mindestens zweimal pro Tag und nach dem Verzehr von Süßigkeiten mit einer Bürste mit weichen Borsten putzen. Man sollte jedoch keine fluoridhaltige Zahnpasta verwenden, bevor das Kind mindestens 2 Jahre alt ist oder wenn es die fluoridhaltige Zahnpasta selbstständig aus dem Mund spucken kann. Wenn es dieses Alter erreicht, versuche man eine kinderfreundliche Zahnpasta zu finden, Hier hilft der Zahnarzt gerne weiter. Um richtig zu bürsten, sollte man selbst oder das Kind die Bürste in einem 45-Grad-Winkel halten und mit sanften Strichen über die gesamte Zahnoberfläche und entlang des Zahnfleischrandes streichen. Jedes Bürsten sollte mindestens 2 Minuten dauern.

Sobald ein Kind Karies entwickelt hat, wird es spätestens notwendig, einen Zahnarzt aufzusuchen. Füllungen können verwendet werden, um kleinere Hohlräume zu füllen, aber auch eine vollständige Krone kann erforderlich sein, wenn der Schaden größerer Natur ist. Dies verhindert, dass sich die Bakterien ausbreiten. Ein Zahn, der sich durchgehend zersetzt, muss möglicherweise extrahiert werden, da die Bakterien verursachen könnten, dass sich die sekundären oder erwachsenen Zähne abnormal entwickeln. Lochfraß oder Verfärbungen in den Zähnen von Erwachsenen können auftreten, wenn der Zerfall in den Milchzähnen stark genug ist.

Als Elternteil, zusätzlich zur Rolle beim Schutz der Gesundheit des Kindes im Allgemeinen, legt man auch den Grundstein für die Mundhygiene für den Rest des Lebens. Dies bedeutet, dass man mit gutem Beispiel voran gehen sollte, damit der Nachwuchs schon früh lernt, wie man seine Zähne gesund und stark erhält.

Die Tatsache, dass die Milchzähne des Kleinkinds herausfallen, bedeutet nicht, dass man die Mundpflege eines Kindes ignorieren kann. Gute Mundgesundheitsgewohnheiten verhindern Karies lebenslang. Also gilt der Grundsatz: Früh übt sich!


Alternative Behandlungsmethoden

Es gibt eine Reihe alternativer Behandlungsmethoden, die angeblich dabei helfen sollen, Karies zu behandeln. Von diesen ist aber grundsätzlich eher abzusehen. Karies bedarf einer fachmännischen zahnärztlichen Behandlung. Darüber sollte man sich bewusst sein. Mittel dagegen, die dabei helfen sollen, eine gute Prophylaxe gegen Karies zu schaffen, sind oftmals sehr gut und helfen auch tatsächlich dabei, das Risiko eines Ausbruchs der Krankheit zu minieren.

Hierzu gehören unter anderem diverse Mundspülungen und das zerkauen gewisser Kräuter. Am besten setzt man sich diesbezüglich mit seinem Zahnarzt oder seinem Heilpraktiker auseinander.

Welche Hausmittel können helfen?

Es gibt kaum Hausmittel, die gegen Karies helfen, wohl aber solche, die eingesetzt werden können, um die dadurch entstehenden Zahnschmerzen in den Griff zu bekommen. Hierzu gehören unter anderem das zerkauen von Blaumohnsamen, wie man sie in jedem Supermarkt bekommt oder das äußeren Kühlen mittels eines Kühlpacks. Hier sollte man allerdings aufpassen, dass man es nicht übertreibt und somit die Zahnschmerzen eventuell befördert.

Zudem kann es nutzbringend sein, sich die Zähne zwischendurch immer mal wieder mit einem Haselast oder einem anderen dafür geeigneten Gewächs zu reinigen. Dies ist in vielen Ländern Arabiens und Afrikas Usus. Darum bekommt man bereits fertige Zahnputzäste auch sehr häufig in Orientläden oder bei anderen arabischen Händlern.

Heilkräuter & Heilpflanzen

  • Haselstrauch
  • Blaumohn
  • Schafsgarbe
  • Lavendel
  • Rose
  • Knoblauch
  • Ringelblume

Alle der gerade erwähnten Heilkräuter und Heilpflanzen sind entweder als Tee oder in Form eines Aufguss, getrocknet oder frisch oder zu Pulver zerrieben bzw. in Form einer Tablette darzureichen. Hierbei sind die Arten der Einnahme oftmals nur als geringfügig auf die Wirkung einzustufen. Auch eine Salbe ist aus den diesen Kräutern und Pflanzen zu erzeugen. Eine solche ist besonders im Falle von oberflächlichen Krankheiten zu empfehlen, da sie direkt auf die Haut oder das Zahnfleisch aufzutragen ist. Zur Herstellung einer solchen gebe man die erwähnten Kräuter in zerlassenes Schmalz, wobei es egal ist, ob die Kräuter frisch oder getrocknet sind und lasse diese Mischung auskühlen und verfestigen. Insofern man eine stärkere oder feinere Salbe oder Creme haben will, ist dieser Prozess beliebig oft zu wiederholen. Darüber hinaus kann man oftmals bereits fertige Präparate bei dem Heilpraktiker der Wahl beziehen und spart sich damit die Arbeit. Auch das Internet bietet so einige gute Quellen für den Bezug von Heilprodukten aus der Natur.

Es empfiehlt sich zudem, vor der Anwendung Rücksprache mit dem zuständigen Mediziner zu halten um etwaige allergische Reaktion schon im Vorfeld ausschließen zu können.

Ätherische Öle

  • Thymianöl
  • Rosmarinöl
  • Oreganoöl
  • Kamilleöl
  • Weihrauchöl
  • Salbeiöl
  • Johanniskraut
  • Baldrian

Ätherische Öle sind entweder im Rahmen einer Aromatherapie oder äußerlich sowie seltener auch innerlich anwendbar. Im Falle der Karies sollte kann man von ersterer Form Gebrauch machen, also der Aromatherapie. Dieser Umstand ergibt sich daraus, dass diese Form der Anwendung am wenigsten belastend für die allgemeine Gesundheit anzusehen ist. Hierzu gebe man die Öle in eine Duftlampe, entzünde eine Wärmequelle, am besten ein Teelicht und lasse die Öle in die Raumluft verdampfen. Die ätherischen Öle setzen auf diese Weise ihre Wirkstoffe frei und dienen zur Beruhigung der Patienten und bauen somit Stress und folglich Schmerz ab. Aber auch hier gilt, wie bei den Heilkräutern, dass eine solche Behandlung ein schulmedizinisches Vorgehen nicht ersetzen kann. Darüber hinaus ist der Effekt lediglich beruhigend und stressabbauend, nicht aber heilend.

Eine gute Bezugsquelle für ätherische Öle ist das Internet oder der Heilpraktiker des Vertrauens. Letzterer gibt auch Auskünfte über Anwendung und Dosierung.

Homöopathie & Globuli

Globuli und andere homöopathische Heilmittel sollten nicht als eigenständige therapeutische Maßnahme bei Erkrankungen angesehen werden, sondern dem Patienten lediglich als Unterstützung zusätzlich zu einer schulmedizinischen Therapie dienen. Darum ist es darüber hinaus notwendig, dass das zu behandelnde Individuum sich vor einer Anwendung homöopathischer Mittel mit seinem behandelnden Arzt abspricht, um etwaige negative Nebeneffekte mit etwaiger anderer gegebener Medikation zu vermeiden.

Darüber hinaus sollte man nicht vergessen, dass die Wirksamkeit von Globuli und Co. wissenschaftlich nur schwer oder gar nicht nachzuweisen ist. Das soll diese Produkte nicht schlechtreden, sondern einen lediglich dafür sensibilisieren, dass man auf eine begleitende schulmedizinische Behandlung nicht verzichtet.

Die genauen Dosierungen für die oben genannten Präparate sind stark vom vorliegenden Fall abhängig. Im Groben kann man aber von folgender Dosierung ausgehen:
Tropfen: Zw. 3 und 15
Tabletten: 1 Tablette
Globuli: 5 – 10 Globuli

Oder man entnehme die genauen Dosierungshinweise jedoch der Packungsbeilage oder halte Rücksprache mit dem zuständigen Heilpraktiker.

Schüssler-Salze

Schüssler-Salze werden zunehmend populärer in Bevölkerung und viele Menschen schwören auf deren Heilkräfte. Nichtsdestotrotz konnte eine tatsächlich Heilwirkung solcher Präparate wissenschaftlich nicht nachgewiesen werden. Das soll nicht heißen, dass die Schulmedizin grundsätzlich von einer Anwendung abrät, sondern lediglich, dass man diese Mittel nur unterstützend zu einer regulären schulmedizinischen Behandlung anwendet und sich nicht alleine auf deren Heilkraft verlässt, wenn es darum geht, eine Krankheit zu bekämpfen.

Auch ist es absolut notwendig, dass man vor und während der Anwendung der Schüssler-Salze darüber Rücksprache mit dem behandelnden Arzt hält, um etwaige negative Überschneidungen mit regulärer Medikation bereits im Vorfeld ausschließen zu können. Auch etwaige Unverträglichkeiten sollten zuvor aufgeklärt werden.

Bei weiteren Fragen empfiehlt es sich darüber hinaus, sich vertrauensvoll an seinen Heilpraktiker zu wenden. Dieser hilft einem sicherlich gut und mit fundierten Fachkenntnissen weiter.

Zwecks Dosierung der Schüssler-Salze bleibt zu erwähnen, dass man in der Regel von jedem Präparat eine Pille täglich einnimmt. Dabei sind im Grunde alle Kombinationen möglich. Es gibt keine Präparate, die sich gegenseitig abstoßen würden, dennoch ist es empfehlenswert, sich im Vorhinein fachmännisch beraten zu lassen, um auf Nummer sicher zu gehen. Von einer Selbstmedikation wird abgeraten.

Diät & Ernährung

Der Körper ist eine komplexe Maschine. Die Nahrungsmittel, die man zu sich nimmt und der Umstand wie oft man diese isst, können die allgemeine Gesundheit und auch die Gesundheit der Zähne und des Zahnfleisches beeinflussen. Wenn man beispielsweise zu viel mit Zucker gefüllte Limonaden, gesüßte Fruchtgetränke oder nicht nahrhafte Snacks zu sich nimmt, besteht die Gefahr, dass Karies ausbricht. Karies ist die häufigste chronische Kinderkrankheit! Als gute Nachricht sollte man jedoch auffassen, dass sie komplett vermeidbar ist!

Karies tritt dann auf, wenn Plaque im Mund mit Zucker in Kontakt kommt und die daraus entstehende Säure die Zähne angreift.

Lebensmittel, die Zucker jeglicher Art enthalten, können zur Entstehung von Karies beitragen. Um die Menge an Zucker, die man isst besser kontrollieren zu können, sollte man sich die Nährwertangaben und Inhaltsstoffetiketten auf Lebensmitteln und Getränken durchlesen und jene wählen, die am wenigstens Zucker enthalten. Zu den üblichen Zuckerquellen gehören alkoholfreie Getränke, Süßigkeiten, Kekse und Gebäck.

Ein Arzt oder ein Ernährungsberater kann auch Konzepte für eine nahrhafte Diät entwickeln und Empfehlungen aussprechen. Wenn der Ernährung bestimmte Nährstoffe fehlen, kann es für das Gewebe in Ihrem Mund schwieriger sein, Infektionsherde erfolgreich zu bekämpfen. Dies kann unter anderem zu Zahnfleischerkrankungen führen. Schwere Zahnfleischerkrankung stellen eine der Hauptursachen für Zahnverlust bei Erwachsenen dar. Viele Forscher glauben, dass die Karies sich schneller entwickelt und bei Menschen mit schlechter Ernährung potenziell schwerwiegender ist.

Man sollte also vor jedem Essen und Trinken an die Gesundheit des Körpers, der Zähne und des Zahnfleischs denken. Es ist nicht nur das, was man isst, sondern auch die Frequenz der Nahrungsaufnahme, die die Zahngesundheit beeinträchtigen kann. Man sollte eine ausgewogene Ernährungsweise pflegen und die Zwischenmahlzeiten beschränken.

Man sollte die Anzahl der Snacks und Zwischenmahlzeiten, die man isst, auf jeden Fall begrenzen. Wenn man dennoch eine Kleinigkeiten zwischendurch isst, sollte man etwas gesundes dafür aussuchen, wie beispielsweise Obst oder Gemüse oder ein Stück Käse. Nahrungsmittel, die als Teil einer Mahlzeit gegessen werden, schädigen die Zähne weniger als viele Snacks den ganzen Tag über, weil mehr Speichel während einer Mahlzeit freigesetzt wird. Speichel hilft beim natürlichen Reinigungsprozess des Munds und schwächt die negativen Auswirkungen von Säuren, die Zähne schädigen und Hohlräume verursachen können, ab.

Ansonsten bleibt anzumerken, dass man neben dem Verzicht auf Zucker auch möglichst viel Wasser trinken sollte und lieber Gemüse anstatt Obst konsumieren sollte. Bei größeren Unklarheiten ist es am besten, Rücksprache mit einem Zahnarzt oder einem Ernährungsberater zu halten.


FAQ – Fragen & Antworten

Darf ich Süßigkeiten und Limonaden zu mir nehmen?

Der wichtigste Punkt ist, dass es nicht die Menge an Zucker ist, die man isst oder trinkt, sondern wie oft man sich dieser aussetzt. Süße Speisen sind erlaubt, aber es ist wichtig, sie nur zu den Hauptmahlzeiten einzunehmen und nicht einfach so zwischendurch. Um dabei zu helfen, Karies zu reduzieren, verringere man, wie oft man zuckerhaltige Nahrungsmittel und Getränke konsumiert und versuche, zuckerfreie Varianten seiner liebsten Zwischenmahlzeiten zu finden. Süßwaren und Kaugummi mit dem künstlichen Süßstoff Xylitol können dabei helfen, Karies zu reduzieren. Zuckerhaltige Lebensmittel können darüber hinaus auch eine Reihe von gesundheitlichen Problemen einschließlich Herzerkrankungen und Übergewicht verursachen.

Stilles Wasser und Milch sind eine gute Wahl, wenn es um zahnfreundliche Getränke geht. Es ist besser für die Zähne, wenn man Fruchtsäfte nur zu den Hauptmahlzeiten trinkt. Wenn man sie zwischen den Mahlzeiten trinkt, solte man sie zumindest mit Wasser verdünnen. Verdünnte zuckerfreie Fruchtgetränke sind die sicherste Alternative zu Wasser und Milch. Getränke mit Kohlensäure können das Risiko von Zahnproblemen erhöhen. Der oftmals darin enthaltene Zucker kann Fäulnis verursachen und die Säure in normalen und Diätgetränken kann den Zahnschmelz auflösen. Das Risiko ist höher, wenn man diese Getränke zwischen den Mahlzeiten trinkt.

Helfen Kaugummis gegen Karies?
Es gibt einen einfachen Weg, Karies zu verhindern – und es ist so einfach wie einen Kaugummi zu kauen. Schon unsere frühsten Vorfahren kauten Kaugummis. Diese waren zwar zumeist aus Harz, aber der allgemeine Effekt war derselbe.

Studien haben gezeigt, dass das Kauen von zuckerfreiem Kaugummi nur 20 Minuten nach dem Essen Karies reduzieren kann. Es ist alles dank der Zunahme von Speichel im Mund, das das Kauen verursacht. Speichel ist äußerst vorteilhaft für die Mundgesundheit, der Beseitigung von Essensresten und anderen Ablagerungen, das Neutralisieren von Säuren und schlicht um das Risiko auf alle möglichen Zahnleiden zu verringern.. Speichel enthält darüber hinaus auch Nährstoffe wie Kalzium, Fluorid und Phosphat, die das Zahnschmelz stärken. Ohne ausreichenden Speichelfluss, erhöht sich die Chance oraler Krankheiten immens.

Kauen ist der beste Weg, den Speichelfluss zu erhöhen. Hier kommt der Kaugummi ins Spiel. Wenn man Kaugummi kaut, führt man eine ständige Kaubewegung aus und produziert somit immer mehr Speichel. Um jedoch die hieraus entstehenden Vorteile der erhöhten Speichelproduktion auch nutzen zu können, muss man bei zuckerfreien Kaugummis bleiben. Es stimmt zwar, dass das Kauen von normalem Kaugummi den Speichelfluss erhöht, aber der darin enthaltene Zucker bewirkt, dass sich Bakterien und Säuren, die zu Karies führen, im Mund entwickeln, wodurch alle positiven Effekte des Kaugummis schnell zunichte gemacht werden.

Kaugummi können und sollten das regelmäßige Bürsten, die Verwendung von Zahnseide und ärztliche Zahnuntersuchungen nicht ersetzen. Vielmehr sollte es als Ergänzung zu diesen Praktiken verwendet werden.

Was kann man selbst tun?
Karies ist mehr oder vermeidbar. Darum liegt es sehr oft am Individuum selbst, tätig zu werden und etwas für seine Mundgesundheit zu tun. Wer alle un diesem text gemachten Tipps beherzigt, der wird nicht nur lange Freude mit seinen Zähnen haben, sondern auch wesentlich seltener mit Schmerzen im Mund zu kämpfen haben als Personen, die ihre Mundhygiene sowie ihre Ernährung vernachlässigen oder schleifen lassen.

Darum ist es immer eine gute Empfehlung, selbst aktiv zu werden, sich zu informieren und dann entsprechend zu handeln, um die bestmöglichen Ergebnisse zu erzielen.

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