Erste Hilfe bei Verstauchung

Erste Hilfe bei einer Verstauchung

Im Haushalt, beim Sport oder unterwegs kann es schnell zu einer Verstauchung kommen.

Es handelt sich um eine stumpfe Verletzung, wobei besonders die Gelenke betroffen sind. Am häufigsten findet eine Verstauchung im oberen Sprunggelenk statt, wenn Sie beispielsweise den Fuß umknicken. Aber auch Knie und die Gelenke der Finger sind häufig betroffen.

Der Grund für eine Verstauchung ist, dass Bänder, Sehnen sowie Muskeln ruckartig überdehnt werden. In Extremfällen können Gelenkkapsel sowie Bänder sogar reißen. Typische Symptome einer Verstauchung sind Schwellungen und Schmerzen im betroffenen Gelenk.

Erste Hilfe bei einer Verstauchung

Die Erste Hilfe bei einer Verstauchung ist wichtig, denn jene kann starke Schwellungen verhindern und Schmerzen lindern.

Optimalerweise kennen Sie sich mit dem P.E.C.H.-Schema aus.

Das bedeutet, zunächst wird eine Pause eingelegt. Danach ist Eis wichtig. Kühlen Sie den betroffenen Bereich für mindestens 20 Minuten, denn dies dämpft die Entzündungsreaktion. Nutzen Sie dafür am besten Kühlpacks oder feuchte Umschläge. Bei einem Kühlpack ist es jedoch wichtig, dass Sie jenes zuvor mit einem Tuch umwickeln. Ansonsten könnte es zu Gewebeschäden kommen. als Nächstes ist der Punkt „Compression“ an der Reihe. Legen Sie einen elastischen Kompressionsverband um die betroffene Stelle und verhindern Sie damit die Entstehung von blauen Flecken und Hämatomen. Abschließend ist das Hochlegen essenziell. Durch die Hochlagerung klingt die Schwellung schnell ab und die Verstauchung löst sich.

Verstauchungen geschickt vermeiden

Verstauchungen können sehr schmerzhaft sein und sogar zu dauerhaften Schäden führen, weshalb es sinnvoll ist, wenn Sie diese Verletzungen vermeiden. Es gibt aktive Möglichkeiten, wie Sie einer Verstauchung aus dem Weg Gehen können. Im Haushalt werden häufig improvisierte Steighilfen wie wackelige Stühle verwendet, die leicht zu einem Sturz führen können. Setzen Sie auf standfeste Leitern sowie Tritthocker.

Beim Sport ist es hingegen wichtig, dass Sie vor dem Training einige Aufwärmübungen durchführen. Dadurch werden die Muskeln gedehnt und die Bänder auf die sportlichen Übungen vorbereitet. Somit vermeiden Sie eine Überbeanspruchung Ihrer Muskeln. Ansonsten ist es essenziell, dass Sie auf Stolperfallen in Ihrem Haushalt achten. Vor allem ältere Personen sollten Teppichkanten oder ähnliches aus den eigenen vier Wänden verbannen. Haltehilfen sind auch eine gute Lösung, denn diese bieten nicht nur mehr Halt und Stabilität, sondern können auch nach einem Unfall zu einer deutlichen Hilfe werden.

Wann ist professionelle Hilfe notwendig?

In den meisten Fällen können Sie mit dem P.E.C.H.-Schema alle Arten von Prellungen und Verstauchung gut behandeln und müssen somit keinen Arzt aufsuchen. Ein Besuch ist nur sinnvoll, wenn Sie Veränderungen feststellen. Beispielsweise bemerken Sie eine Fehlstellung der Gliedmaßen, was auf einen Bruch hinweisen kann.

Auch, wenn sich die Schmerzen sehr stark anfühlen und über den Tag nicht abklingen, sollten Sie eine Arztpraxis aufsuchen. Eine ärztliche Abklärung ist ebenfalls erforderlich, wenn Sie eine starke Funktionseinschränkungen oder Empfindungsstörungen im betroffenen Bereich feststellen.

Selbst, wenn sich das Gelenk instabil anfühlt, sollten Sie den Gang zum Arzt wagen. Oftmals gilt, dass es besser ist, wenn Sie bei einer Verstauchung einmal mehr zum Arzt gehen, als einmal zu wenig.

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