Muskeln

Alles Wichtige über Muskeln

Ein menschlicher Körper besteht zu einem großen Teil aus Muskeln. Diese sind sehr wichtig und lebensnotwendig für uns, da wir sonst zum Beispiel weder atmen noch essen können. Jeder Mensch hat etwa 650 verschiedene Muskeln, die sich fast überall im Körper befinden. Die meisten von ihnen sind dazu da, damit wir uns fortbewegen können. Aber auch Muskeln für die Verdauung oder für die Blutdruckregulation sind sehr wichtig.

Schon bei der Geburt ist festgelegt, wie viele Muskeln ein Mensch hat, sodass sich dies nicht ändern lässt. Es gibt nämlich Muskeln, die nicht jeder Mensch hat, wie zum Beispiel der kleine Lendenmuskel. In diesem Artikel erfahren Sie, was Muskeln genau sind, welche Funktionen und Aufgaben sie haben und welche häufigen Muskelerkrankungen, -beschwerden und -störungen es gibt.

Was sind Muskeln?

Muskeln sind Organe eines Körpers, die durch Kontraktion und Relaxation innere und äußere Strukturen unseres Körpers bewegen können. Das bedeutet, dass sie durch Anspannen und Entspannen nicht nur das bewegen können, was wir sehen können (zum Beispiel unsere Finger), sondern auch innere Organe. Ein Beispiel dafür ist die Lunge, denn ohne Muskeln könnte sie sich nicht öffnen, sodass ein Mensch dann nicht atmen könnte. Das Anspannen der Muskeln erfolgt auf einen bestimmten Reiz und es verbraucht dabei Energie. Diese Energie wird aus dem Zucker, der aus der Nahrung hergestellt wird, und Sauerstoff aus dem Blut gewonnen. Diesen Sauerstoff nehmen wir mit unserer Atmung auf, sodass er in unseren Blutkreislauf gelangen kann. Während die Muskeln den Sauerstoff aufnehmen, entsteht Kohlenstoffdioxid ALS Abfallprodukt, den der Muskel nicht mehr benötigt. Dieses Kohlenstoffdioxid wird mit der Atmung ausgeschieden.

Fasst man alle Muskeln eines Körpers zusammen, werden sie „Muskulatur“ genannt. Sie werden grob in drei verschiedene Gruppen eingeteilt. In der ersten Gruppe sind die Skelettmuskeln, die für die Bewegung verantwortlich sind und die vom Körper bewusst gesteuert werden können. Sie sind mithilfe von Sehnen fest an den Knochen verankert und arbeiten mit ihnen zusammen, sodass einzelne Körperteile bewegt werden können. Die Skelettmuskulatur wird auch quergestreifte Muskulatur genannt, da auf ihr unter dem Mikroskop feine Streifen zu erkennen sind. Die glatten Muskeln sind für die inneren Organe notwendig und können nicht vom Menschen gesteuert werden. Im Gegensatz zur quergestreiften Muskulatur ist die Oberfläche bei dieser Muskulatur glatt. Sie sorgt zum Beispiel dafür, dass wir atmen oder verdauen können. Auch die dritte Gruppe, der Herzmuskel, kann wie die glatten Muskeln nicht beeinflusst werden, sodass es nicht möglich ist, das Herz beliebig schlagen zu lassen. Der Herzmuskel kann eine eigene Gruppe bilden, aber auch den glatten Muskeln zugeordnet werden.

Muskeln können sich anspannen bzw. zusammenziehen, wenn sie ein elektrischer Impuls erreicht. Dieser Impuls wird von einem Nerv gegeben. Wenn dieser aufhört, den Impuls zu senden, wird der Muskel kontrahiert, wodurch er wieder erschlafft. Nach dem Erschlaffen bleibt der Muskel allerdings in seinem verkürzten Zustand und kann sich nicht wieder in seine Ursprungslage zurückstrecken. Deshalb gibt es immer zwei Muskeln, die zusammenarbeiten. Durch Anspannen des entgegengesetzten Muskels kann die Ursprungslage wieder erreicht werden.

Funktionen und Aufgaben der Muskeln

Einem Muskeln ist es nur möglich, sich anzuspannen oder sich zu entspannen. Beim Anspannen kann er dadurch ein Organ oder ein Gliedmaß bewegen. Um dieses nicht nur in eine Richtung bewegen zu können, existieren immer zwei Muskeln, die sich ergänzen. Somit ist es möglich, zum Beispiel ein Bein nicht nur einzuknicken, sondern auch wieder auszustrecken.

Die Skelettmuskulatur bildet einen Teil des Bewegungsapparates, durch den wir uns fortbewegen, aber auch Bewegungen am selben Ort durchführen können. Zudem ist es möglich, die Bewegung des Muskels zu dosieren, sodass wir ein Körperteil schnell oder auch langsam bewegen können. Dies ermöglicht dem Menschen zum Beispiel, langsam zu Gehen, aber auch schnell rennen zu können. Die Skelettmuskulatur wird auch quergestreifte Muskulatur genannt, da sie unter dem Mikroskop betrachtet helle und dunkle Streifen aufweist.

Ein Muskel übernimmt häufig nicht nur eine einzige Aufgabe, sodass es möglich ist, dass er ein Gelenk in verschiedene Richtungen bewegen kann. Ein Beispiel dafür ist der zweiköpfige Armmuskel. Er kann das Ellbogengelenk beugen, den ganzen Arm nach innen drehen oder auch den Arm vom Körper weg heben.

Eine weitere Funktion der Skelettmuskeln ist die Aufrechterhaltung des Körpers, ohne dass wir uns bewusst darauf konzentrieren und uns anstrengen. Das liegt daran, dass sie die ganze Zeit unter einer leichten Anspannung gehalten werden. Dieser Muskeltonus oder auch Muskelgrundtonus genannt ist sehr fein, wodurch keine aktive Bewegung hervorgerufen wird. Durch ihn können wir ohne bewusste Anstrengung Sitzen und stehen. Erst im Schlaf löst sich dieser Muskeltonus, wodurch die Skelettmuskeln entspannt sind.

Die glatten Muskeln, die für die inneren Organe verantwortlich sind, können sich zusammenschließen und entspannen. Das Besondere an ihnen ist, dass sie längere Zeit in einem zusammengeschlossenen Zustand bleiben können. Glatte Muskeln sind in Organen wie der Gallenblase, Gebärmutter oder im Magen aufzufinden. Sie arbeiten nicht so schnell wie die Skelettmuskulatur und im Gegensatz zu ihr ohne bewusste Kontrolle des Menschen.

Der wichtigste Muskel, der das Herz steuert, ist durchgehend aktiv, sodass er dauerhaft das Blut durch den Körper pumpen kann. Dadurch wird der Blutkreislauf eines Menschen aufrecht erhalten. Der Herzmuskel gehört zur quergestreiften Muskulatur und arbeitet ebenso automatisch.

Eine weitere Aufgabe von Muskeln ist es, den Körper warmzuhalten. Muskeln verbrauchen durchgehend Energie, auch wenn sie nicht angespannt werden. Etwa ein Viertel unseres Energieverbrauchs entsteht durch unsere Muskeln. Durch den Energieumsatz entsteht auch Wärmeenergie. Diese Wärmeenergie wird einerseits für die Kontraktion der Muskeln benötigt und dort verbraucht, aber etwa 55 Prozent sind überschüssig. Diese Wärmeenergie bleibt dem Körper vor Allem als Körperwärme zur Verfügung. Diese Wärmeenergie kann aber auch gespeichert werden. Somit wird sie zum Beispiel dafür genutzt, den Körper zu wärmen, wenn wir Frieren. Das, was wir als Zittern empfinden, sind die Muskeln, die durch schnelles An- und Entspannen Wärme erzeugen.

Zusammenfassend haben Muskeln folgende Aufgaben:

  • Bewegung, die dosiert werden kann (schnelle oder langsame Bewegungen)
  • Unbewusste Bewegungen (zum Beispiel die der Herzmuskeln)
  • Aufrechterhaltung des Körpers
  • Umsatz von Energie, wodurch Wärme entsteht

Anatomie und Aufbau von Muskeln

Die ca. 650 Muskeln im menschlichen Körper unterscheiden sich in Größe, Funktion, Form und in ihrem anatomischen Aufbau. Sie haben nicht nur die Aufgabe, Körperteile und Organe zu bewegen, sondern auch den Körper zu stabilisieren und ihn zu wärmen. Die spezielle Anatomie des Muskels ist notwendig, damit er diese Aufgaben erreichen kann.

Nicht alle Muskeln sind gleich aufgebaut und sehen somit unterschiedlich aus. Die meisten Muskeln bestehen aber aus einem Muskelbauch, der sich in der Mitte befindet und haben an beiden Enden einen Muskelursprung. Dieser Muskelursprünge bestehen aus Sehnen, die an einem Knochen oder an Bindegewebsplanen befestigt sind. Es gibt allerdings auch Ausnahmen des Muskelaufbaus. Dazu gehören zum Beispiel Muskeln, die mehrere Muskelköpfe haben oder welche die mehrere Bäuche haben. Zudem gibt es ringförmige Muskeln, platte Muskeln und solche, die federförmig sind.

Der Muskelbauch ist von einer Hülle umgeben, die aus Bindegewebe besteht. Er gliedert sich in einzelne Bündel, die aus Muskelfasern bestehen. Jede dieser Muskelfasern besteht aus einem Kern, der sich zusammenziehen kann. Er ist aufgebaut aus den drei Eiweißen Myosin, Aktin und Troponin. Dabei bildet das Aktin zwei Ketten, in deren Mitte sich Myosin-Eiweiße befinden, die durch das Troponin festgehalten werden. Wenn ein Signal erscheint und sich der Muskel zusammenziehen soll, bewegen sich die Myosin-Eiweiße an den Aktin-Ketten wie an einer Leiter nach oben. Dadurch kann sich der Muskel anspannen und sich somit verkürzen.

Der Herzmuskel

Der Herzmuskel hat zusätzliche Fähigkeiten. Das Besondere an ihm ist nicht nur, dass er durchgehend aktiv ist, sondern auch, dass er sich zusätzlich zum Zucker auch noch von Fetten und Cholesterin ernähren kann. Dieses gewinnt er direkt aus dem Blut. Außerdem kann er elektrische Impulse erzeugen, die an andere Zellen weitergegeben werden. Dadurch können sich die Herzmuskeln einheitlich an- und entspannen, wodurch das Herz koordiniert schlagen kann.

Der größte und kleinste Muskel des menschlichen Körpers

Der kleinste Muskeln eines Menschen befindet sich in seinem Innenohr und wird Steigbügelmuskel genannt. Er ist etwa so groß wie der Kopf einer Stecknadel. Der Steigbügelmuskel spielt eine wichtige Rolle für unser Gehör, da er die Lautstärke unserer Umgebung regulieren kann. Dies erreicht er, indem er sich bei lauter Umgebung zusammenzieht und somit die Empfindlichkeit des Gehörs herabgesetzt wird. Dies ist sehr wichtig für unser Gehör, da es sonst zu Schäden im Innenohr kommen kann. Wenn man die Muskeln eines Menschen nach Volumen sortiert, ist der größte Muskel bei den meisten Menschen der große Gesäßmuskel, der auch „Gluteus maximus“ genannt wird. Wenn man sie allerdings nach Fläche sortiert, steht der Latissimus dorsi, der sich an unserem unteren Rücken befindet, ganz oben. Der längste Muskel des menschlichen Körpers ist der Schneidermuskel. Er geht vom äußeren Beckenknochen bis unterhalb des Knies.

Beschwerden, Krankheiten und Störungen

In den Skelettmuskeln können vor Allem Beschwerden wie Muskelverhärtungen, Muskelzerrungen, Muskelkater oder Muskelkrämpfe entstehen. Muskeln können sich verhärten, wenn sie beim Sport überbelastet wurden, aber auch bei einer Fehlhaltung. Dabei sind bestimmte Muskeln dauerhaft angespannt. Durch Massage und Wärme kann unterstützt werden, dass sich die Verhärtung auflöst. Eine Muskelzerrung ensteht, wenn ein Muskel zu sehr gedehnt wurde. Dies kann beim Sport entstehen durch eine Überbelastung der Muskulatur oder durch eine falsche oder zu starke Bewegung. Muskelzerrungen können durch ausreichendes Aufwärmen vor dem Sport vermieden werden. Wenn ein Mensch Muskelkater hat, hat er seine Muskeln sehr stark belastet. Dabei entstehen sehr feine Risse in den Muskeln, die als Muskelkater zu spüren sind. Normalerweise dauert dieser aber nur ein bis zwei Tage an. Ein Muskelkrampf entsteht, wenn sich plötzlich ein Muskel stark anspannt. Dies kann sehr schmerzhaft sein. Muskelkrämpfe können viele verschiedene Ursachen haben. Durch Kompression und Dehnung des Muskels, durch Wärme, durch Hochlagerung oder durch Einnahme von Magnesium kann häufigen Muskelkrämpfen entgegengewirkt werden.

Muskelerkrankungen werden als Myopathie bezeichnet. Zu ihnen zählen viele genetisch bedingte Muskelschwächeerkrankungen wie zum Beispiel das Becker-Syndrom. Bei diesem Syndrom kann der Körper im Muskel ein wichtiges Eiweiß nicht herstellen. Da der Muskel aber unbedingt Eiweiße braucht um sich anzuspannen, ist dies dann nicht mehr möglich, sodass er funktionsunfähig oder sehr schwach wird.

Eine neurologische Muskelstörung kann zum Beispiel eine Lähmung des Muskels sein, bei der der betroffene Mensch einen Körperteil nicht mehr bewegen kann.

Was ist Muskelschwund?

Muskelschwund ist eine Abnahme der Muskelmasse. Diese und die darauf folgende Muskelschwäche sind wesentliche Symptome von neuromuskulären Erkrankungen. Es gibt viele Ursachen, die entweder zu einem Muskelschwund im ganzen Körper oder an einem Teilbereich führen können. Dabei kann die Ursache auch an einer anderen Stelle im Körper liegen als an dem Ort des Muskelschwundes. Meist liegt die Ursache eines Muskelschwundes an einer von ca. 600 bis 800 Krankheiten, die meist erblich bedingt sind. Dabei sterben Muskelzellen ab oder die Übertragung von Impuls zu Muskel wird gestört. Betroffenen kann mithilfe von Medikamenten und einer Thymusentfernung geholfen werden.

Muskelkater und was man man dagegen tun kann

Muskelkater ist ein Schmerz in den Muskeln, der nach starker körperlicher Anstrengung entstehen kann. Vor Allem beim Sport entsteht Muskelkater, wenn bestimmte Muskelpartien sehr stark belastet wurden. Meistens tritt er nicht direkt nach der Belastung auf, sondern einige Stunden später oder erst am nächsten Tag. Bei der Überbelastung entstehen kleine Risse im Muskelgewebe, die Mikrotraumata genannt werden. Durch diese Risse entstehen Entzündungen, wodurch Wasser in den Muskel eintritt und dieser anschwillt. Da es an den Muskelfasern keine Schmerzrezeptoren gibt, spüren wir zu diesem Moment noch keinen Schmerz. Erst nach etwa 12 bis 24 Stunden werden die gebildeten Entzündungsstoffe aus dem Muskel ausgespült, wodurch sie in Kontakt mit außen liegenden Nervenzellen kommen. Anders als der Muskel haben diese Nervenzellen Schmerzrezeptoren, sodass der Schmerz erst dann spürbar wird.

Dem Muskelkater kann vorgebeugt werden, indem man sich vor dem Sport gründlich aufwärmt und dehnt. Dadurch lassen sich die Muskeln nicht so leicht überbeanspruchen. Kommt es dennoch zu einem Muskelkater, hilft eine Wärmebehandlung, um den Schmerz zu lindern, da dadurch die Durchblutung gesteigert wird. Auch eine Massage, die allerdings nicht kräftig sein sollte, führt zu einer verstärkten Durchblutung, sodass der Schmerz weniger und die Heilung beschleunigt wird.

Typische und häufige Erkrankungen

Muskelatrophien

: Muskelatrophien sind Krankheiten, bei denen durch einen Defekt im Rückenmark oder durch Erkrankungen der motorischen Nerven ein Muskelschwund auftritt.

Muskelfaserriss: Der Muskelfaserriss ist eine Verletzung, die vor Allem beim Sport entsteht und bei der es zum Zerreißen von Muskelgewebe kommt.

Muskelschwäche: Bei der Muskelschwäche kommt es zu einer ungewöhnlich schnellen Muskelermüdung, sodass die Muskelkraft nachlässt. Dies kann durch eine körperliche Anstrengung entstehen, wodurch man sich danach schlapp und kraftlos fühlt. In diesem Fall ist die Muskelschwäche allerdings nicht schlimm. Sie kann aber auch ein Symptom von einer Erkrankung, wie zum Beispiel von MS, Diabetes oder COPD sein oder die Folge einer falschen Ernährung.

Kompartmentsyndrom: Dieses Syndrom, das auch Muskelkompressionssyndrom genannt wird, ist der Anstieg von Gewebedruck. Dieser führt zu einer Verminderung der Gewebedurchblutung, wodurch neuromuskuläre Störungen oder auch Gewebe- und Organschädigungen entstehen können.

Myasthenien: Bei dieser Erkrankung ist die nervöse Kontrolle der Muskulatur gestört.

Myostidien: Myostidien sind Entzündungen des Muskels und werden auch einfach Muskelentzündung genannt. Sie können durch Bakterien, Viren oder einer Störung des körpereigenen Abwehrsystems hervorgerufen werden.

Myotonien: Bei Myotonien leidet der Körper zeitweise an Muskelsteifheit und Muskellähmung. Sie sind Krankheiten bei der die Muskelerregung gestört ist.

Muskelschwund: Durch neuromuskuläre Erkrankungen kann es zu einem Muskelschwund kommen. Bei diesem nimmt die Muskelmasse immer weiter ab, indem Muskelzellen absterben oder die Übertragung von Impulsen ist gestört, sodass die Muskeln nicht auf sie reagieren können.

Metabolische Muskelkrankheiten: Metabolische Muskelkrankheiten, die sehr selten vorkommen, entstehen durch Mangel von Enzymen. Durch diesen Mangel kann der Stoffwechsel von Muskelzellen gestört werden.

Fragen und Antworten

Wie halte ich meine Muskeln gesund?
Sie können Ihre Muskeln gesund halten und somit langfristig fit bleiben, indem Sie sich gesund ernähren und viel Wasser trinken. Bei der Ernährung ist es wichtig, dass Sie genügend Proteine zu sich nehmen, da die Muskeln diese benötigen, um sich anspannen zu können. Auch zum Aufbau von neuen Muskeln sind Proteine, die auch Eiweiße genannt werden, sehr wichtig. Ebenso wichtig ist aber auch die Bewegung, zu der einerseits ein Krafttraining und andrerseits genug Dehnung zählt. Die Muskelmasse eines Menschen wird natürlicherweise mit der Zeit langsam abgebaut. Durch Krafttraining wirken Sie dem entgegen und bauen Muskeln auf.

Durch die Aufrechterhaltung der Muskelmasse bleiben die Funktionen der Muskeln erhalten. Dadurch kann Stürzen entgegengewirkt werden. Außerdem ist nicht ausreichende Muskelmasse oft Auslöser für Rückenschmerzen und Osteoporose, sodass diese durch Krafttraining vermieden werden können. Dieses Krafttraining muss keinesfalls im Fitnessstudio geschehen. Durch einfache Übungen zu Hause können Sie in kurzer Zeit sehr Gutes für Ihren Körper tun. Nicht nur das Trainieren von Kraft, sondern auch Dehnen ist wichtig für die Muskeln, sodass der Körper gelenkig bleibt und sich die Muskeln mit der Zeit nicht verkürzen. Auch Dehnübungen können in kurzer Zeit regelmäßig zu Hause durchgeführt werden. Ihren Herzmuskel können Sie mithilfe von Ausdauertraining trainieren.

Was ist die Aufgabe von Sehnen?
Die Skelettmuskeln sind mit den Knochen eines Körpers verbunden, damit sie durch Kontraktion einzelne Körperteile bewegen können. Dabei sind die Muskeln aber nicht direkt mit einem Knochen verbunden, sondern mithilfe einer Sehne. Somit haben Sehnen die Aufgabe, Muskeln und Knochen zu verbinden und dabei die Kraft der Muskulatur auf das Skelett zu übertragen. Drei besonders bekannte Sehnen sind die Achillessehne, die Bizepssehne und die Beuge- und Strecksehnen der Finger.

Was sind Faszien?
Faszien bestehen aus Kollagenfasern und Elastin, die miteinander verwoben sind und legen sich als Bindegewebe um den Muskelbauch einiger Muskeln. Diese Hülle, die die meisten Skelettmuskeln besitzen, wird Faszie oder auch Muskelfaszie genannt. An den Enden der Muskeln vereint sich die Faszie mit der Muskelsehne. Faszien können sich im Gegensatz zu den Muskeln selber nicht bewegen, aber sie geben den Muskeln Form und Festigkeit. Außerdem schützen sie vor Verletzungen, die durch Reibung an Knochen, Gelenken oder anderen Muskeln entstehen kann. Bei den glatten Muskeln, also denen, die für die inneren Organe verantwortlich sind, sorgen die Faszien dafür, dass die Organe an ihrem Platz bleiben. Faszien befinden sich nicht nur an den Muskeln, sondern auch auch an anderen Stellen im Körper. Somit sorgen sie zum Beispiel bei einer Schwangerschaft dafür, dass die Organe sich im Körper verschieben können, ohne dass sie verletzt werden oder ihre Funktion eingeschränkt wird.

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