Finger

Finger des menschlichen Körpers

Erklärend wird dargestellt, was ein Finger genau ist und wie er aussieht. Unterschiedliche Funktionen und Aufgaben, die für den menschlichen Körper, wie auch der Feinmotorik, wichtig sind, kommen in der Beschreibung detailgetreu heraus. Dem Aufbau und dem Aussehen im Inneren wie im äußerlich sichtbaren Bereich folgen die Beschwerdebilder bei auftretenden Krankheiten.

Störungen und deren Ursachenforschung gehören dazu wie die Verhinderung und Vorbeugung, sowie Pflege dieser Extremitäten. Typische Fragen und Antworten bilden den Abschluss dieser ausführlichen Thematik bezüglich der Glieder an den Händen.

Was ist ein Finger?

Finger sind die zehn knöchernen Exkremente des menschlichen Körpers, gleichwertig aufgeteilt auf zwei Hände. Bestehend aus Daumen, Zeige-, Mittel-, Ring- und kleinem Finger, bewegen sie sich durch Gelenke, die an die Handflächen anschließen. An den jeweiligen Endpunkten zeigen sich Hornbesetzungen, die als Fingernagel bezeichnet werden. Finger besitzen eine abgerundete Form in der Länge wie in der Breite und dienen zum Greifen, Stützen und Halten. Unterschiedlichen Krankheiten und Störungen können die Ausübung mechanischer Tätigkeiten behindern und den gesamten Organismus in Mitleidenschaft ziehen.

Will der Mensch seine sprachlichen Ausführungen verstärken, dann nimmt er die Hände zur Unterstützung. Mittels der Gestik, die mit den Fingern untermalt wird, ist die Wortdeutung wesentlich höher und das Gesagte bekommt mehr Ausdruck. Der berühmte hocherhobene Zeigefinger symbolisiert beispielsweise, dass etwas nicht stimmt und sagt auch: „Achtung, hier ist Vorsicht geboten!“

Diese Körperglieder werden einzeln gesteuert. Ausgehend von den Hirnfunktionen, die je nach Wunsch des Betroffenen die Finger entweder strecken oder nach innen einknicken lassen; wobei nach außen biegen nicht möglich ist. Zwei Gelenke schaffen flexible Beweglichkeit, um dauerhafte Fingerfertigkeit zu ermöglichen. Im täglichen Gebrauch kann es zu Beschwerden kommen, wobei schmerzhafte Krankheiten die Beweglichkeit und Funktionalität einschränken.

Gerade in den Bewegungsstellen, der Knorpel, sind schwerwiegende Eindickungen für gravierende Einschränkungen der Bewegungsapparatur verantwortlich. Rheuma, Gicht und Arthrose bereiten nicht nur Schmerzen, sondern bedeuten einen Verlust in der täglichen Ausübung von Bewegungsabläufen der Hände und damit verbunden der daran anschließenden Finger wie des Daumens.

An jeder Hand besitzt der Mensch jeweils fünf Finger, wobei der Daumen eine Sonderstellung einnimmt. Die Hand wird verlängert durch die Arme, die an den Körper anschließen. Gegensätzlich dazu sind die Beine, Füße und Zehen zu nennen. Die allerdings eine körpertragende Funktion besitzen. Die Zehen vereinnahmen dieselbe Stellung, nur in wesentlich verkleinerter Form. Die Ausübung von Feinarbeiten jeglicher Art ist hier nicht in dem Maße gegeben wie bei den Fingern an der Hand.

Funktionen und Aufgaben

Als vorwiegende Funktion ist den Fingern das gezielte Zugreifen zuzuordnen. Sie können mittels genauer Umklammerung Gegenstände festhalten, ohne dass sie kippen oder hinunterfallen. Die Beweglichkeit der Gliedmaßen ist ein wesentlicher Punkt, um schnell die Richtung zu ändern und dabei automatisch und unbewusst mittels der vier Finger und dem stützenden Segment des Daumens Objekte in Handgröße zu heben und diese an andere Orte zu bringen.

Wäre nur der Daumen vorhanden, kann das Zugreifen nicht erfolgen und auch umgekehrt ist eine gute Haltung von Dingen und Objekten unmöglich. Die Einheit sämtlicher Finger und des Daumens garantieren daher die Komplexität von Bewegungen. Das Fühlen gelingt mittels der Fingerinnenseiten, der Fingerkuppen.

Hier sind spezielle Hautbeschaffenheiten für das Übertragen von Sinnesreizen verantwortlich, die in der Gehirnregion in Bruchteilen von Sekunden zu einer Lösung herangezogen wird: Ist das gefühlte Objekt warm, kalt, rauh, rissig oder glatt und geschmeidig, biegsam oder starr? Die Weiterleitung der Fingerkuppenreize gelingt bei körperlicher Unversehrtheit stets dauerhaft und wunschgemäß.

Gestalterische Tätigkeiten wie das Malen, Zeichnen und Schreiben, das mit dem Halten von Stiften verbunden ist, bezeugt herausragend, wie flexibel einsetzbar die Finger und ihre Gelenke genutzt werden können. Allein das Essen und Trinken sind im Grunde banal auszuführende Funktionen, welche die Finger automatisch ausführen. Das Greifen von Messer, Gabel, Löffel und das Halten von Gläsern sind Beispiele für die Leistungsfähigkeit dieser Gliedmaßen.

Gerade bei blinden Menschen sind die Gliedmaßen, hier die Finger, eine äußerst große Hilfe im Alltäglichen. Allein durch das Betasten der Objekte in der Umgebung kann er das räumliche Umfeld besser einschätzen und sich dadurch eine gute Orientierung verschaffen. Das Unfallrisiko wird beträchtlich reduziert. Die Kommunikation kommt hinzu, da die Blindensprache mit Hilfe der Finger Ausdruck bekommt, da die Verständigung mittels dieser Signale funktioniert.

In der Frühzeit der menschlichen Geschichte fungierten die Finger als Überlebensmittel, indem sie bei der Jagd eingesetzt wurden. Das Greifen stand hier im Vordergrund. Als Verteidigungsmöglichkeit genutzt, sind die Fingerspitzen mit den spitzen Nägeln eine richtige Waffe, um Feinde abzuwehren oder sich bei Angriffen von Feinden zu wehren. Auch im Tierbereich fallen die Krallen auf, die gerade bei Katzen typische Abwehrmaßnahmen bedeuten.

Wichtige Funktionen der Finger:

  • Greifen
  • Festhalten
  • Fühlen
  • Gestalten
  • Schreiben
  • Essen
  • Tasten
  • Augenlichtersatz
  • Abwehrmaßnahme
  • Überlebensschutz
  • Waffe

Die Beschaffenheit – hier ein Querschnitt:

  • Oberhaut
  • Nagelwurzel
  • Nagelbett Epitel
  • Nagelkörper
  • Nagelrand
  • Lederhaut
  • Fingerendglied
  • Fingermittelglied

Anatomie und Aufbau

Beide Hände des Menschen sind im gesunden Zustand mit fünf weiterführenden Gliedmaßen versehen, die zur täglichen Ausübung verschiedener Tätigkeiten genutzt werden. Jeder dieser schmal zulaufenden Extremitäten besitzt bestimmte Aufgabenstellungen, nach denen sie auch benannt werden. Der Daumen ist der einzige, nach links oder rechts (je nach Hand) leicht abstehende Finger. Dieser besitzt nur ein Gelenk in der Mitte und ist vorwiegend zum Festhalten und der unterstützenden Haltung vorgesehen. Die anderen vier Glieder verfügen über zwei nach innen führende Biegungen. Insgesamt sind es drei verschieden lange Knochenteile mit jeweils zwei Gelenken.

An jedem Fingerteil befindet sich zum Ende hin eine glatter Hornauswuchs, der als Fingernagel bezeichnet wird. Dieser wächst in kontinuierlicher Folge, so dass aufgrund der Behinderunge von praktischen Tätigkeiten idealerweise das regelmäßige Abschneiden ratsam ist. Der Finger besteht im Wesentlichen aus Knochenteilen, die mit Korpelbildungen in den Biegungen versehen, für Beweglichkeit sorgen. An den Fingernägeln besteht zudem eine weitere Gefühlsweiterleitung für die Abstandorientierung.

Die fünf Fingertypen und ihre Aufgaben:
Daumen (pollex) bestehen aus zwei Fingergliedknochen und erhöhen dadurch freiere Bewegungen. Er nimmt eine Sonderstellung ein, die für das Festhalten und Greifen wesentlich ist.
Zeigefinger (digitus II., index) sind der zweite Finger der Hand, neben dem Daumen, und führen den Stift beim Schreiben, beim Gestalten künstlerischer Arbeiten und besitzen daher eine tragende Position. Bei der Blindenschrift dient er zum Ertasten der Symbole.
Mittelfinger (digitus III., medius) befinden sich in der mittleren Position der Hand und der Fingeranordnungen. Er hat Symbolcharakter, wird oft als Ringfinger genutzt und besitzt dieselbe Druckfähigkeit wie der Zeigefinger und Daumen.
Ringfinger (Digitus anularis) werden zum Anstecken von Ringen benutzt, daher der Name. Weiterhin einer der Glieder mit spezieller Funktion, beispielsweise beim Maschinenschreiben ist es die Ausgangsposition „S“ links oder „L“ rechts.
Kleiner Finger (Digitus minimus. Er besitzt keine wesentliche, ausführende Funktion, dient zur unterstützenden Haltung, auch weil er der Kleinste ist. Hat allerdings bei der Tastaturstellung einen festen Platz. Aufgrund der Größe ist die Druckausübung verringert.

Sensorische Fingerkuppen und einzigartige Linien:
Äußert wichtig ist gerade beim Fehlen des Augenlichts oder bei Dunkelheit das Tastgefühl, das durch 700 sensible Berührungspunkte an den Fingerkuppen entsteht. Die stärkere Durchblutung ist die wesentliche Voraussetzung. Nervenzellen sind zudem für die Kälte- und Wärmerezeption verantwortlich. An der Fingerbeere zeigen sich die einzigartigen Linien, die jeden Menschen unterscheiden. Sie werden zur Persönlichkeitsfindung herangezogen. Dehnbare Sehnen verbinden die Knochen, wodurch die Beweglichkeit garantiert wird.

Krankeiten, Beschwerden und Störungen

Auch vor Krankheiten werden Finger nicht geschont. Was oft jedoch Ausdruck anderer körperlicher Beschwerden sein kann. Die Hände als Ursache sind naheliegend. die dupuytrensche Krankheit etwa, welche die Handballen befällt und auf die Finger ausstrahlt. Durch eine Veränderung im Bindegewebe krümmen sich die Finger zur Handinnenfläche hin. Die Hände und mit eingeschlossen die Fingerglieder biegen sich mit Fortschreiten dieser Erkrankungen nicht mehr gerade, weshalb eine gravierende Bewegungseinschränkung die Folge ist.

Wucherungen des Fasciengewebes wie die oben beschriebene Krankheit sind nicht die einzigen Veränderungen der gesunden Verwendbarkeit der Finger. Auch das Karpaltunnelsyndrom ist mit einer hohen Einschränkung der Fingernutzung verbunden. Zur Druckschädigung der Nerven kommt das Kribbeln hinzu, das mit Taubheitsgefühlen und Schmerzen verbunden ist. Ein weiteres Risiko die Nerven zu schädigen, besteht durch Schnitte und Brüche, die zur Lähmung führen können.

Rheuma schränkt die Beweglichkeit der Finger ein. Ziehende, oft dauerhafte Schmerzen, welche die Sehnen, Knorpel und Gelenke betreffen, sind die Symptome. Schnellende Finger äußern sich durch unkontrolliertes Zucken und das Geraderichten des betroffenen Fingers ist nur noch mit Hilfe möglich. Sehnen verdicken sich dabei, was die Ursache für die schmerzende Bewegungsausführung ist. Auch das Beugen gelingt nur noch ruckartig.

Im Mittelgelenk der Finger siedeln sich bei bestimmten Voraussetzungen Riesenzelltumore an. Durch kleine Operationen können diese jedoch leicht entfernt werden. Erfolgt keine rechtzeitige Entfernung dieser ausufernden Zellen, breiten sie sich aus und dringen in den Fingerknochen ein. Die Feinmotorik ist davon stark betroffen, weshalb das Schreiben und alle mit Fingerfertigkeit verbundenen Tätigkeiten nicht mehr gezielt und wunschgemäß ausgeführt werden, da die Nervenbahnen beeinträchtigt sind.

Diese Tumorform kann auch das Resultat eines Enchondroms sein. Er sitzt im Zentrum des Knochens und ist nur noch mit einer Strahlentherapie zu beseitigen. Abartige Wucherungen in den Knochen müssen dabei nicht immer bösartig sein, also schlussendlich in den ganzen Körper ausstrahlen, die oftmals tödlich enden. Durch vorsorgliche Therapien und damit Früherkennung ist diese gutartige Geschwulstbildung gut zu behandeln. Sie sind nicht schmerzhaft, schränken jedoch die Bewegunglichkeit der Gliedmaßen ein.

Taube Finger?
Die Finger sind nicht mehr kontrollierbar. Verbunden mit einem Taubheitsgefühl stellt sich oft Kribbeln ein. Ameisenartig laufen die Symptome über den ganzen Finger ab und schmerzen nicht. Im Gegenteil: Der Finger ist nicht mehr spürbar und man denkt, er ist eingeschlafen.

Ursächlich tritt die Schädigung des Ulnarisnervs in den Vordergrund, der über die Halswirbelsäule zum Ellenboggen schlussendlich in die Finger verläuft. Die Nervenposition ist mit ein Grund, dass es während verschiedener Tätigkeiten zu Einklemmungen kommen kann. Als weiterer Auslöser stehen Erkrankungen des Nervensystems im Vordergrund, die mit Diabetes mellitus in Verbindung stehen: genannt Polyneuropathien. Auch Vergiftungen und übermäßiger Alkohlgenuss wirken förderlich. Verengungen des Mittelhandnervs, bekannt als das Karpaltunnelsyndrom, bedingen ebenfalls Taubheitsgefühle.

Muskelverspannungen, die von der Halswirbelsäule ausgehen, und ein Vitamin-Mangel können für die Gefühlstaubheit in den Fingergliedern angesehen werden. Hier ist besonders das Vitamin B12 zu nennen, da es sich für die Schutzbildung der Nervenhülle verantwortlich zeigt. Unnatürliche Bewegungsabläufe, wie das dauerhafte Aufstützen der Ellenbogen, und zu eng sitzende Ringe sind weitere Gründe für taube Finger. Auch Nerven, die eingeklemmt werden, bewirken eine Gefühllosigkeit in den Fingern.

Anschwellen der einzelnen Finger?
Dick gewordene Finger haben ihre Ursache meist in einem Blutstau, der von der Hand ausgeht. Dieses Symptom ist bei vermehrten Salzkonsum häufig, der sich in einer Flüssigkeitsansammlung äußert. Wenn die Ursache geklärt ist, reicht meist eine medikamentöse Behandlung. Weiterhin damit verbunden sind entzündliche Knochenerkrankungen wie Arthrose und Rheuma.

Infektionen können die Finger genauso anschwellen lassen, die als Begleiterscheinungen Eiterherde und Wasseransammlungen mit sich bringen. Auslöser von Schwellungen in den Fingern sind zudem Bindegewebserkrankungen. Ausgehend von den Händen verlaufen die Verdickungen bis zu den Fingern. Bei einer Sklerodermie (Hauterhärtung) können die Finger durch die Erstarkung des Bindegewebes eindicken. Diese Krankheit ist unheilbar und nur durch Medikamtenverabreichung einzudämmen.

Flüssigkeitseinlagerungen, die hormonell bedingt sind, treten während einer Schwangerschaft auf. Sie lagern sich in den Beinen, Füßen, Händen und Fingern ein und bereiten dadurch Beschwerden. Der währenddessen höhere Blutfluss ist dafür verantwortlich, dass die Gewebeteile vermehrt Wasser aufnehmen. Daraus resultiert das Anwellen einzelner oder aller Finger.

Typische und häufige Erkrankungen:

  • Rheuma
  • Gicht
  • Arthrose
  • Karpaltunnelsyndrom
  • Riesenzelltumore
  • Dupuytrensche Krankheit
  • Schnittverletzungen
  • Schnellende Finger
  • Wasseransammlungen durch innere Erkrankungen
  • Flüssigkeitsstauungen durch Ringe

Fragen und Antworten:
Warum werden die Finger dick?
Ein Flüssigkeitsstau bedingt diese Schwellungen.

Eingeschlafene Finger – was ist die Ursache?
Meistens eine Durchblutungsstörung.

Die Fingergelenke sehen dick aus und schmerzen. Was steckt dahinter?
Rheuma, Gicht, Arthrose oder Tumore sind mögliche Ursachen und sollten ärztlich behandelt werden.

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