Gelenke

Gelenke im menschlichen Körper

 

Der menschliche Körper verfügt insgesamt über etwa 360 Gelenke, die es dem starren Knochenskelett im Zusammenspiel mit Muskeln und Bändern erlauben, unterschiedlichste Bewegungen auszuführen. Man unterscheidet je nach Verbindungsart zwischen echten und unechten Gelenken. Es gibt viele unterschiedliche Erkrankungsbilder, die die Gelenke betreffen können. Die häufigste Gelenkserkrankung ist die Arthrose (Gelenksabnützung), gefolgt von verschiedenen Formen der Arthritis (Gelenksentzündungen). Bei traumatischen Verletzungen sind sehr häufig die Gelenke oder die ansetzenden Muskeln und Bänder beteiligt.

 

Was sind Gelenke?

 

ALS Gelenk bezeichnet man grundsätzlich die bewegliche Verbindung von zwei oder mehreren Knochen. Der Lateinische Fachbegriff lautet „articulatio“. Man unterscheidet dabei zwischen echten und unechten Gelenken.

 

Echte Gelenke, sogenannte Diarthrosen, besitzen einen deutlichen Spalt zwischen den verbundenen Knochen. Dieser wird als Gelenkskapsel bezeichnet und ist mit Gelenksflüssigkeit gefüllt. Die beiden Gelenksflächen sind mit Knorpel überzogen. Zusammengehalten wird das Gelenk durch die Gelenkskapsel sowie Bänder und Muskelgewebe. Die Form der gelenkbildenden Knochen und die umliegenden Strukturen bestimmen, in welche Richtungen sich das Gelenk bewegen lässt.

 

Unechte Gelenke werden als Synarthrosen bezeichnet und haben eine durchgehende Verbindung zwischen den Gelenksflächen aus Knorpel oder Bindegewebe. Sie sind nur eingeschränkt bewegungsfähig und werden eher in den Wachstumsphasen des Körpers gebraucht. Beispiele für unechte Gelenke sind die Symphyse oder die Rippenknorpel. Auch knöcherne Verwachsungen wie im Bereich des Kreuz- und Steißbeins zählen zu den unechten Gelenken.

 

Nach Knochenbrüchen kann es vorkommen, dass es zu einer sogenannten Pseudoarthrose kommt, einem „falschen Gelenk“. Diese bezeichnet eine Bruchstelle, welche nicht wieder zusammengeheilt ist und so beweglich bzw. verschieblich bleibt. Häufig kommen Pseudoarthrosen nach Rippenbrüchen vor.

 

Funktionen & Aufgaben

 

Gelenke haben die Funktion, Bewegungen zu ermöglichen. Sie verbinden zwei oder mehrere Knochen. Die Ausführung der Bewegung obliegt jedoch den Muskeln und Sehnen, die in der Umgebung des Gelenks liegen. Deshalb kann es sein, dass nach Muskelverletzungen oder Bänderrissen bestimmte Bewegungen nicht mehr uneingeschränkt möglich sind.

 

Die unechten Gelenke haben eher die Aufgabe, stark beanspruchte Körperregionen flexibel zu halten und Brüchen vorzubeugen. So dehnt sich beispielsweise das Symphysengelenk während einer Geburt durch den Hormoneinfluss leicht, um dem Kopf des Kindes Platz zu bieten. Die knorpeligen Verbindungen der Rippen mit dem Brustbein können Druck und Stöße bis zu einem gewissen Grad abfangen und so Rippenbrüche vermeiden.

 

Es gibt etwa 100 echte Gelenke im Körper, wohingegen es ca. 260 unechte Gelenke gibt.

 

Bei den echten Gelenken gibt es weitere Unterkategorien, je nach Art der Bewegung. Es gibt folgende Gelenksarten:

 

  • Kugelgelenke (Articulatio sphaeroidea), wie z. B. das Schultergelenk oder das Hüftgelenk, ermöglichen eine Bewegung in drei Achsen. Sie lassen eine Beugung und Streckung, eine Ab- und Adduktion (Abspreizung und Heranziehung) sowie eine Außen- und Innenrotation zu.
  • Ellipsoid- oder Eigelenke (Articulatio ellipsoidea), wie das Kopfgelenk zwischen dem ersten Halswirbel und dem Schädel, ermöglichen eine zweiachsige Bewegung.
  • Sattelgelenke (Articulatio sellaris), ein ebenfalls zweiachsiges Gelenk welches z. B. im Daumen vorkommt und den sogenannten „Pinzettengriff“ (Gegenüberstellung von Daumen und Zeigefinger) ermöglicht.
  • Zylindergelenke (Articulatio cylindrica) sind einachsige Gelenke und unterscheiden sich weiter in Scharniergelenke und Roll-, Rad- oder Zapfengelenke. Beispiele sind das Ellbogengelenk und die Fingergelenke (außer die Fingergrundgelenke, diese zählen zu den Kugelgelenken). Zylindergelenke sind für Beuge- und Streckbewegungen zuständig.
  • Ebene Gelenke oder Drehgelenke (Articulatio plana), diese verfügen über keine bestimmte Bewegungsachse, ein Beispiel wären die Gelenke zwischen den Wirbelfortsätzen an der Wirbelsäule.
  • Bicondyläres Gelenk (Articulatio bicondylaris) nennt man die Verbindung zwischen zwei Kondylen, die eine zweiachsige Bewegung zulassen, wie beispielweise im Kniegelenk. Das Knie hat somit die Möglichkeit einer Beugung und Streckung und (im gebeugten Zustand) eine Innen- und Außenrotation.
  • Straffe Gelenke (Amphiarthrose) sind kaum beweglich, wie beispielsweise das Iliosakralgelenk.

Anatomie & Aufbau

 

Die Gelenksflächen sind bei echten Gelenken von Gelenksknorpel überzogen. Der Hohlraum zwischen den Gelenksflächen, die Gelenkskapsel, ist mit Gelenksflüssigkeit gefüllt. Die Gelenkskapsel besteht im Wesentlichen aus zwei Schichten, der inneren Membrana synovialis und der äußeren Membrana fibrosa. Die äußere Schicht wird häufig noch durch Bänder und Muskeln um die Gelenkskapsel herum verstärkt. Auch die Membrana fibrosa selbst kann durch Bindegewebsbänder durchzogen sein, den sogenannten Kapselbändern. Diese können entweder außerhalb der Gelenkskapsel (extrakapsulär) oder innerhalb der Gelenkskapsel (intrakapsulär) liegen.

 

Die Membrana synovialis ist dafür zuständig, die Gelenksflüssigkeit, die sogenannte Synovia, zu produzieren. Die Synovia füllt den Hohlraum im Gelenk, um so das Gelenk beweglich zu halten und zu „schmieren“. Damit sich das Gelenk frei bewegen kann, hat die Gelenkskapsel „Reservefalten“, die sich bei der Bewegung ausbreiten können. In der Membrana synovialis befinden sich auch Nerven und Blutgefäße. Diese können also ein Schmerzsignal aus dem Gelenksbereich weiterleiten.

 

Bei manchen Gelenken gibt es innerhalb der Gelenkskapsel noch weitere Strukturen, wie beispielsweise den Meniskus im Kniegelenk. Der Meniskus ist eine Zwischenscheibe aus Knorpel. Auch die Kreuzbänder verlaufen quer durch die Gelenkskapsel, sind aber von Synovialhaut überzogen und somit vom Gelenkshohlraum abgegrenzt.

 

 

 

Die wichtigsten Gelenke des menschlichen Körpers

 

Das Schultergelenk

 

Das Schultergelenk ist das beweglichste Gelenk des Körpers und verbindet den Oberarmknochen mit dem Schulterblatt. Viele Muskeln und Bänder sorgen für einen großen Bewegungsradius. Da die Gelenksflächen relativ klein sind und die Gelenkskapsel nicht so straff wie bei anderen Gelenken, kommt es häufig zu Schulterluxationen, dabei springt der Oberarmkopf aus seiner Position.

 

Das Hüftgelenk

 

Die Verbindung zwischen Oberschenkelknochen und Becken ergibt das Hüftgelenk. Es hat drei Bewegungsachsen, die durch Knochen, Knorpel und Bänder eingeschränkt sind. Bei angeborenen Fehlstellungen der Hüfte kommt es häufig im späteren Alter zu Arthrose und Abnützungserscheinungen. Deshalb wird heute bei jedem Neugeborenen die Hüftstellung und –entwicklung bei der Geburt und einige Wochen später mittels Ultraschall kontrolliert.

 

Das Kniegelenk

 

Das Kniegelenk besteht aus zwei Teilen: Zwischen Oberschenkelknochen (Femur) und Schienbeinknochen (Tibia) gibt es das Femorotibialgelenk. Zwischen Oberschenkelknochen und Kniescheibe (Patella) liegt das Femoropatellargelenk. Die Knorpel auf den Gelenksflächen werden als Kondylen bezeichnet. Weitere wichtige Strukturen im Kniegelenk sind der Meniskus sowie die Kreuzbänder. Diese Strukturen werden häufig bei Unfällen in Mitleidenschaft gezogen.

 

 

 

Krankeiten, Beschwerden & Störungen

 

Eine Erkrankung im Gelenksbereich hat den Überbegriff Arthropathie (altgriechisch arthron = Gelenk, pathos = Leiden). Es gibt sowohl entzündliche Erkrankungen, diese nennt man Arthritis; als auch degenerative Erkrankungen, welche unter dem Oberbegriff Arthrose zusammengefasst werden.

 

Arthrose

 

Da Gelenke ja vordergründig dafür zuständig sind, dem Körper Bewegungen zu ermöglichen, entstehen viele Erkrankungen in den Gelenken durch übermäßige oder falsche Belastungen. Diese führen meist zu Abnützungserscheinungen, welche man in der Medizin als degenerativen Prozess beschreibt. Je älter man wird, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, an einer Arthrose zu erkranken. Über 65 Jahren sind etwa zwei Drittel der Menschen betroffen, nicht immer macht die Arthrose jedoch auch Beschwerden.

 

Eine Arthrose läuft in mehreren Schritten ab:

 

  1. An der Knorpelschicht kommt es zu Rauigkeiten und Ausdünnungen sowie zu feinen Rissen.
  2. Der Gelenksknorpel wird durch Granulationsgewebe und minderwertigen Faserknorpel ersetzt. Im umgebenden Gewebe bilden sich Zysten aus abgestorbenen Knorpel- und Knochenzellen.
  3. Es kommt zu Geschwüren, Bindegewebe und Knorpelzellen wachsen unkontrolliert.
  4. Das Gelenk verändert seine Form, die tragende Knochenplatte wird flacher. Durch den Druck auf den Knochen bilden sich am Rand Knochenwülste, sogenannte Osteophyten.

Man unterscheidet bei der Arthrose in primäre und sekundäre Arthrose, sie kann grundsätzlich alle Gelenke betreffen.

 

Die primäre Arthrose begründet sich aus einer Schwächung des Knorpelgewebes ohne erkennbare Ursache, sie entsteht also „von selbst“.

 

Bei der sekundären Arthrose wird der Verschleiß verursacht durch eine zu hohe mechanische Belastung. Diese kann beispielsweise durch Übergewicht, Fehlstellungen, übermäßige und einseitige Beanspruchung oder nach Unfällen vorkommen. Auch entzündliche Prozesse oder Durchblutungsstörungen können später zu Arthrosen führen.

 

Es gibt auch medikamentöse Ursachen für eine Arthrose. So konnte z. B. nachgewiesen werden, dass bestimmte Antibiotika zu Schäden im Bindegewebe führen können, besonders im Wachstumsalter bei Kindern und Jugendlichen. Diese Schäden können später zu Arthrosen führen.

 

Arthritis

 

Die Arthritis bezeichnet einen entzündlichen Prozess im Gelenk. Sie ist meist mit Schwellung, Rötung, Ergußbildung und Überwärmung verbunden. Auch die Arthritis wird nach ihrer Ursache unterschieden.

 

Die eitrige, bakterielle Arthritis ist eine akute und bedrohliche Erkrankung die rasch behandelt werden muss. Sie entsteht durch Keime, die in das Gelenk gelangen. Diese können sich in kürzester Zeit ausbreiten, zerstören den Gelenksknorpel und können schließlich zu einer Sepsis und Nierenversagen führen. Behandelt wird die eitrige Arthritis durch operative Entfernung des betroffenen Areals und Antibiotikatherapie.

 

Weiter gibt es noch Arthritisformen bei rheumatischen Erkrankungen oder Stoffwechselerkrankungen wie der Gicht. Auch bei Arthrose kann eine Entzündung durch die mechanische Reizung entstehen, man spricht dann von „aktivierter Arthrose“.

 

Die nicht-infektionsbedingten Arthritiserkrankungen zählen zum sogenannten rheumatischen Formenkreis. Dieser bezeichnet Autoimmunprozesse, also Erkrankungen, bei welchen der Körper körpereigene Substanzen als Fremdkörper einstuft und diese mit dem Immunsystem angreift. Dadurch beginnt die Membrana synovialis zu wuchern und zerstört schließlich den Knorpel des Gelenks.

 

Man unterscheidet:

 

  • Die rheumatoide Arthritis oder chronische Polyarthritis, welche bereits im jungen Alter auftreten kann und am besten über das Blutbild nachweisbar ist.
  • Die Psoriasis-Arthritis hängt zusammen mit der Psoriasis, der Schuppenflechte. Bei dieser Art tritt häufig ein asymmetrischer Befall der Körperhälften.
  • Die Gicht-Arthritis kommt als Folge eines gestörten Harnsäurestoffwechsels vor. Die Diagnose erfolgt über Röntgenbilder.

Sonstige Gelenkserkrankungen

 

Natürlich können Gelenke auch durch diverse Traumata in Mitleidenschaft gezogen werden. Bei Knochenbrüchen sind häufig die Gelenke beteiligt, z. B. durch Knochenabsplitterungen an den Gelenksrändern. Auch zum Gelenk gehörendes Weichteil- und Knorpelgewebe kann durch Unfälle geschädigt werden, wie beispielsweise ein Kreuzbandriss oder ein Meniskusschaden.

 

Es gibt neben der Arthritis und der Arthrose noch weitere Erkrankungen der Gelenke. Hier die wichtigsten:

 

  • Hallux valgus: Ein Schiefstand der großen Zehe im Großzehengrundgelenk. Dieser entsteht durch eine Abweichung des ersten Mittelfußknochens. Die Sehnen verlaufen nicht mehr gerade über das Gelenk, sondern ziehen die Zehe seitlich in eine schiefe Position. Gleichzeitig können sich Hammer– und Krallenzehen bei den restlichen Zehengelenken bilden. Eine der Ursachen für dieses Phänomen kann das Tragen von zu engen Schuhen über viele Jahre sein. Der Hallux valgus kann operativ korrigiert werden.
  • Chondropathia patellae: Eine schmerzhafte Erkrankung der hinteren Kniescheibe, der sogenannten Patella. Sie entsteht durch falsche Belastung und Druckverteilung im Kniegelenk, beispielsweise nach einer größeren Verletzung. Bei leichten Fällen kann durch Physiotherapie dagegen angegangen werden.
  • Schleimbeutelentzündung: In der Medizin als Bursitis bezeichnet. Die Schleimbeutel im Gelenksbereich werden durch Reizung, Infektionen oder einem Trauma entzündet und scherzen stark. Besonders häufig kommt die Bursitis im Ellbogen und Knie vor.
  • Gelenkmaus: Ein freier Gelenkkörper, auch als Arthrolith bezeichnet, entsteht aus einem StüCK Knorpel, Knochen oder Gelenkhaut, das sich von seinem Ursprungsort ablöst und frei im Gelenk bewegt. Der Arthrolith kann sich im Gelenk verklemmen und so dieses blockieren.
  • Hämarthros: Ein Gelenkserguß aus Blut, z. B. bei Gerinnungsstörungen oder nach einer Operation.
  • Osteophyten: Randvorwölbungen an Gelenksflächen, die meist durch hohe Belastung entstehen. Sie kommen häufig bei fortgeschrittenen Arthrosen vor und können durch Druck auf Nerven oder Gewebe Schmerzen verursachen.

Vorbeugung und Behandlung von Gelenkserkrankungen

 

Bei Arthritis können die Symptome mit diversen entzündungshemmenden und schmerzstillenden Medikamenten gelindert werden. Es gibt auch spezielle Antirheumatika, die die rheumatoide Arthritis behandeln können. Bei Gicht helfen ernährungsspezifische Maßnahmen, um die übermäßige Produktion und Aufnahme von Harnsäure zu reduzieren.

 

Um der Gelenkserkrankung Arthrose vorzubeugen, ist es wichtig, sich regelmäßig zu bewegen und Übergewicht zu vermeiden. Arthrose entsteht durch Überlastung oder einseitige Verwendung der Gelenke. Daher ist es essentiell, die Gelenke durch gesunde Muskeln zu entlasten und eine übermäßige Gewichtsbelastung zu vermeiden. Um Gelenkschwund im Alter so gering wie möglich zu halten, sind gezielte Fitness- und Gymnastikübungen sowie gesunde Ernährung hilfreich. Ideal sind leichte Sportarten wie Nordic Walking, Schwimmen oder Radfahren.

 

Ist Arthrose bereits aufgetreten, so kann man mit Schmerzmitteln und speziellen physiotherapeutischen Maßnahmen eine möglichst gute Bewegungsfähigkeit erzielen.

 

Operative Maßnahmen

 

Bei Kniearthrose kann der Arzt auch Hyaluronsäure in das Gelenk einspritzen, um so die verlorengegangene Gelenksflüssigkeit zu ersetzen. Dadurch wird vermieden, dass die Gelenksflächen aneinander reiben und sich weiter abnützen.

 

Eine weitere invasive Maßnahme ist die Arthroskopie, bei der das Gelenk gesäubert und der Knorpel geglättet wird. Durch die Entfernung der obersten Knorpelschicht wird der Knorpel zu neuem Wachstum angeregt.

 

Wenn keine Maßnahme Linderung bringt und das Gelenk irreversibel geschädigt ist, so wird als letzte Möglichkeit der vollständige, operative Ersatz des Gelenks durch eine Prothese in Erwägung gezogen. Es gibt viele unterschiedliche Formen von Gelenksprothesen, auch Teilprothesen werden häufig eingesetzt. Die Entscheidung über die richtige Prothese muss ein Facharzt nach eingehender Untersuchung des betroffenen Gelenks treffen. Auch die körperliche Verfassung des Patienten und mögliche Begleiterkrankungen müssen berücksichtigt werden.

 

Typische und häufige Erkrankungen der Gelenke

 

  • Brüche mit Gelenkbeteiligung
  • Traumatische Verletzungen, z. B. Kreuzbandriss, Meniskuseinriss
  • Arthrose
  • Rheumatoide Arthritis
  • Bakterielle Arthritis, Infektionen
  • Gicht
  • Schleimbeutelentzündung (Bursitis)
  • Borreliose (Lyme-Arthritis) führt zu Entzündungen
  • Psoriasisarthritis
  • Arthritis bei Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises (z. B. Morbus Bechterew, Morbus Reiter)
  • Hämarthros
  • Hallux valgus
  • Chondropathia patellae

Fragen & Antworten

 

Was soll ich tun bei Gelenkschmerzen?

 

Wenn eine akute Verletzung durch einen Unfall vorliegt, sollten Sie am besten in das nächste Krankenhaus fahren. Durch bildgebende Verfahren und Bewegungstests kann rasch herausgefunden werden, ob eine Verletzung im Gelenksbereich oder an den zugehörigen Muskeln und Bändern vorliegt.

 

Bei chronischen Schmerzen sollten Sie zunächst Ihren Hausarzt konsultieren. Er wird je nach Beschwerdebild und Krankenanamnese weitere Untersuchungen durchführen bzw. anordnen. Ebenso kann er Sie zu den entsprechenden Fachärzten weiterweisen und Sie schließlich beraten, wenn die Diagnose feststeht, was Sie gegen die Schmerzen tun können.

 

Bei mir wurde Arthrose festgestellt. Kann ich dagegen etwas tun?

 

Die Gelenksschädigung bei einer Arthrose kann kaum bis gar nicht rückgängig gemacht werden. Je nach Stadium der Erkrankung gibt es jedoch Maßnahmen zur Linderung der Symptome. Durch gezielte Medikamente und Physiotherapie kann die Entzündung gehemmt, die Schmerzen reduziert und die Bewegungsfähigkeit wieder erhöht werden. Der weitere Verschleiß kann durch die richtigen Maßnahmen verlangsamt werden.

 

Was genau ist ein Meniskus?

 

Ein Meniskus ist ein scheibenförmiger Knorpel in einem Gelenk. Er dient der Druckverteilung und ist bei vielen Bewegungen des Gelenks beteiligt. Am bekanntesten ist der Meniskus im Kniegelenk, da dieser häufig bei Unfällen verletzt wird. Bei einem Meniskusriss kann ein Teil des Meniskus abgespalten werden und dann im Gelenk Schmerzen verursachen. Bei einer Arthrose kann sich der Meniskus verändern und abnützen, sodass der Gelenkspalt immer schmäler wird und es schließlich zu Scherzen durch Aneinanderreiben der Gelenksflächen kommt.

Bitte empfehlt diese Seite oder verlinkt uns:

Bitte bewerten Sie den Artikel

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (44 Stimmen, Durchschnitt: 4,65 von 5)
Loading...
Top