Private Krankenversicherung

Private Krankenversicherung

In Deutschland gibt es eine Mauer! Nein, nicht die deutlich sichtbare Mauer, die früher Ost- von Westdeutschland trennte, diese ist Gott sei Dank Geschichte, sondern eine Mauer im Gesundheitssystem.

Seit vielen Jahren gibt es nämlich jene Menschen, die das Geld und/oder den Status haben, sich in einer privaten Krankenversicherung zu versichern und jene Menschen, die in einer gesetzlichen Krankenkasse verbleiben müssen – und damit auch den Spielchen der Politik vollkommen machtlos ausgeliefert sind. Die gesetzliche Krankenversicherung hat schon seit Jahren ein großes Defizitproblem. Die Einnahmen bleiben schon seit Jahren hinter den Ausgaben zurück, was wohl in erster Linie auf die Tatsache zurückzuführen ist, dass die Menschen heute immer älter und somit auch kränker werden. Aber auch die enorm gestiegenen Preise für Pharmaprodukte und die Möglichkeiten der technischen Medizin tragen ihren Beitrag zu diesem erheblichen Problem bei. Viele Menschen spielen daher mit dem Gedanken, den Wechsel in die private Krankenversicherung zu unternehmen.

Nur, welche private Krankenversicherung soll man dabei wählen? Ist PKV immer gleich PKV oder gibt es dort Unterschiede? Und überhaupt, kann man Krankenversicherungen einfach so wechseln oder müssen bestimmte Gegebenheiten erfüllt sein?

Fragen über Fragen – hier bei uns bekommt man auch Antworten. Nun, beginnen wir am Anfang und erörtern wir zunächst einmal die Frage, ob überhaupt jeder so einfach die gesetzliche Krankenversicherung verlassen kann. Genau dies ist nämlich nicht der Fall. Wer aus der gesetzlichen Krankenversicherung heraus möchte, der muss entweder als Selbstständiger oder Freiberufler seine Brötchen verdienen oder aber er muss über einer Einkommensgrenze, der so genannten Versicherungspflichtgrenze (Jahresarbeitsentgeltgrenze) verdienen.

Diese liegt derzeit (Stand: 11.2.2017) bei 4.800 Euro Brutto im Monat bzw. 57.600 Euro pro Jahr und wird stets an der aktuellen Inflation ausgerichtet. In vielen Jahren wird dieser Satz daher (teilweise deutlich) angehoben. Hat man geklärt, dass man zu dem Personenkreis gehört der seiner Versicherung „Lebe Wohl“ sagen darf, dann braucht man diese lediglich zu kündigen und auf die Bestätigung zu warten.

Diese sollte innerhalb von zwei Wochen eintreffen, weil die gesetzlichen Kassen dazu verpflichtet sind, binnen dieses Zeitraumes Kündigungen zu bearbeiten und Bestätigungen oder Ablehnungen zu versenden. Wie bei anderen Versicherungen auch, sollte man jedoch einen genauen Vergleich der Angebote vornehmen, bevor man sich für eine Versicherung entscheidet. Zu diesem Zweck gibt es so genannte Krankenkasse Rechner, auch als PKV Preisvergleich bekannt.

Sind die Vorraussetzungen für den Wechsel in die PKV erfüllt, kann man diese Rechner nutzen, um binnen kurzer Zeit diverse Tarife von verschiedenen Gesellschaften miteinander zu vergleichen. Dabei spielt sowohl der Preis- wie auch die Leistung eine erhebliche Rolle, schließlich ist es bei der privaten Krankenversicherung so, dass die Preise sich immer auch nach der Leistung richten, die von Seiten des Versicherten gewünscht wird. Im Gegensatz zur gesetzlichen Krankenversicherung sind die Leistungen nämlich keineswegs fest und starr, sondern können stets den jeweiligen Bedürfnissen der versicherten Person angepasst werden.

Die unterschiedlichen Krankenkassen haben dabei natürlich auch stets unterschiedliche Preise. Hat man ein Angebot gefunden, das genau zu den eigenen Wünschen und Vorstellungen passt, kann man dieses in den meisten Fällen direkt, online, abschließen. Dies spart enorm Zeit, denn man braucht sich für den Wechsel von der GKV in die PKV noch nicht einmal aus dem Haus bewegen – einfacher geht es nicht.

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