Pflegeversicherung

Pflegeversicherung

In den letzten Jahren sind die Schulden des deutschen Staates immer stärker angestiegen. Kaum ein Bereich des täglichen Lebens blieb in der Folge von den deutlichen Sparanstrengungen der Politik verschont. Dabei fiel auf, dass besonders der Bereich der Sozialversicherungen stark unter Druck geraten ist.

Ein Blick hinter die Kulissen zeigt auch warum: Der demographische Wandel und die immens stark ansteigenden Kosten im Gesundheitssystem sorgen dafür, dass die gesetzliche Krankenversicherung und auch die gesetzlichen Pflegeversicherung stark defizitär geworden sind.

Und ein Ende des Kostendrucks ist für die nächsten Jahre nicht in Sicht – eher im Gegenteil.

Der Blick auf die demographische Entwicklung zeigt eines ganz deutlich: Kaum ein Thema ist heute so aktuell und so brennend wie das der privaten Pflegeversicherungen. Der Grund ist einfach: In den kommenden Jahren und Jahrzehnten werden die Menschen immer älter und älter werden, da die Medizin enorm große Fortschritte macht. Gleichzeitig gibt es eine große Anzahl von Personen, die derzeit im Alter zwischen 30-50 sind, die in den kommenden Jahrzehnten in Rente gehen werden, deren Gesundheit sich verschlechtert und die dann zum Teil auch Pflege benötigen werden. Da aber die Einzahler fehlen (heute werden weit weniger als 2 Kinder pro Familie geboren), muss auch die Pflegeversicherung mit deutlichen Einschnitten klarkommen. Explodierende Kosten treffen in der Pflegeversicherung als auf sinkende Einnahmen – keine gute Kombination.

Auf der Suche nach einer geeigneten Lösung für dieses Dilemma führt kein Weg an einer privaten Pflegeversicherung vorbei. Aber, was ist eine Pflegeversicherung eigentlich? Gibt es einen Unterschied zwischen einer privaten Pflegeversicherung und der gesetzlichen Pflegeversicherung?

Ja, es gibt sogar sehr große Unterschiede zwischen der gesetzlichen Pflege und einer privaten Versicherung. Zunächst einmal gibt es bei der gesetzlichen Pflege insgesamt drei Pflegestufen. Je nachdem, wie krank, bzw. pflegebedürftig ein Mensch ist, bekommt er immer eine unterschiedliche Pflegestufe zugeordnet. Jede Pflegestufe wird dann mit einem anderen Geldbetrag abgegolten. Bei der privaten Pflege gibt es in aller Regel nur zwei Pflegestufen, da so eine einfachere Einteilung möglich ist. Der Mandant kann beim Abschluss seines Vertrages also genau auswählen, ab welcher Pflegestufe er eine Leistung erhalten möchte und, natürlich auch, wie hoch diese ausfallen soll.

Am besten ist es natürlich, wenn man durch eine private Pflegeversicherung alle Pflegestufen abdeckt, das heißt, wenn es eine Leistung bereits ab der 1. Pflegestufe geben würde. Diese erhöht sich dann in den Stufen 2 und 3. Natürlich sind solche Verträge aber auch teurer als jene, die erst ab der Pflegestufe 3, der höchsten Pflegestufe leisten, was bedeutet, dass man sehr genau vergleichen sollte, bevor man sich für einen bestimmten Versicherungspartner entscheidet.

Wie aber findet man eine geeignete Versicherung? Nun, am einfachsten ist es natürlich, wenn man sich einen Testbericht zum Thema private Pflegeversicherung besorgt. Immer wieder sind unabhängige Institutionen dabei und testen die verschiedenen Versicherungsprodukte der verschiedenen deutschen Gesellschaften auf Herz und Nieren. Dabei kann man mitunter erhebliche Preis- und Leistungsunterschiede feststellen, sodass man wirklich nur dazu raten kann, im Vorwege einen genauen Preisvergleich der Versicherungen für den Pflegefall vorzunehmen. Über die gesamte Laufzeit gesehen lassen sich so oft mehrere tausend Euro sparen.
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