Sehtest

Mit einem Sehtest Beeinträchtigungen erkennen

Behandlung Sehtest

Ein Sehtest kann in unterschiedlicher Art und Weise vorgenommen werden.

Nicht immer sind die zur Verfügung gestellten Sehtests jedoch sicher und professionell gestaltet.

In jedem Fall fundiert sind Sehtests, die von einem Augenoptiker oder von einem Augenarzt angeboten werden.

In diesem Ratgeber informieren wir Sie umfassend zum Thema Sehtest. 

 

Was ist ein Sehtest?

 

Die Augen sind Sinnesorgane, die ganz maßgeblich für die Gesundheit, die Bewältigung des Lebens und das Wohlbefinden des Menschen sind.

Im Laufe des Lebens unterliegen diese empfindlichen Sinnesorgane durch innere und äußere Einflüsse Veränderungen, die sich manchmal erst durch einen Sehtests herausstellen. Sehschwächen, wie diese Beeinträchtigungen medizinisch exakt bezeichnet werden, sind in der Regel durch einen schleichenden Verlauf charakterisiert.

Nicht immer bemerken die Betroffenen sofort, wenn die Sehfähigkeit eingeschränkt ist, weil eine gewisse Gewöhnung vorhanden ist. Menschen, die schlecht sehen können, spüren dies ganz deutlich in allen Bereichen des Alltags. Darüber hinaus kann ein unzureichendes Sehvermögen sogar ein hohes Risiko darstellen.

Sehtests sind häufig Bestandteile gesundheitlicher Untersuchungen beispielsweise im Berufsleben und für den Antrag auf einen Führerschein. Aber auch aus persönlichen Gründen und für das Anfertigen einer Sehhilfe ist ein Sehtest obligatorisch.

Unter einem Sehtest werden mehrere Prüfvarianten verstanden. In ihrer Gesamtheit erfassen jedoch alle die unterschiedlichsten Gesichtspunkte des Sehens und des visuellen Wahrnehmens. Visuell bedeutet, das Sehen betreffend, also Wahrnehmungen, die mit den Augen gemacht werden.

Patienten und Patientinnen, die unter einer Sehschwäche leiden, oder die dies vermuten, können sich nach einem Sehtest und nach dem Anfertigen einer Sehhilfe einen Brillenpass ausstellen lassen. In diesem Dokument werden alle bedeutsamen technischen und die Augen betreffenden Parameter festgehalten. Diese können ebenfalls erst durch einen Sehtest ermittelt werden.

Bei den Augenärzten und bei den Optikern ist es überwiegend so, dass Patienten, die in Behandlung sind, einen Sehtest in regelmäßigen Abständen machen. Darüber hinaus ist ein Sehtest nach einem operativen Eingriff sinnvoll. Durch einen Sehtest kann außerdem erkannt werden, welche Erkrankungen und funktionellen Einschränkungen eines oder beider Augen vorliegen. Daher wird der Sehtest ALS zentraler Bestandteil von Augenuntersuchungen angesehen.

 

Kleine Patienten und Sehtests

 

Ein Sehtest ist für fast alle Altersgruppen sinnvoll. Sogar bei sehr kleinen Kindern gibt es nichts dagegen einzuwenden, wenn diese dem Facharzt für Augenheilkunde vorgeführt werden, um einen Sehtest zu machen. Viele Augenerkrankungen und Funktionsstörungen dank eines rechtzeitigen Sehtests problemlos behoben werden.

 

Funktion, Wirkung und Ziele des Sehtests

 

Der Sehtest ist ein Instrument zur effektiven und genauen Überprüfung des Sehvermögens. Das Sehvermögen hängt dabei eng mit der Sehschärfe zusammen. Die Augenoptiker und die Augenärzte oder Ophthalmologen nennen diese Eigenschaft auch Visus.

Der Visus ist ein Maß dafür, wie groß der Abstand zwischen zwei Punkten sein muss, damit die Netzhaut diese nicht gleichzeitig erfasst. Heutzutage sind die Sehtests auf mannigfache Seheigenschaften ausgerichtet.

Das sind unter Anderem Sehtests für:

 

  • Die Sehschärfe oder den Visus
  • Die Farberkennung
  • Das Farbsehen
  • Die Refraktion
  • Kinder (meist Sehtest mit Landolt-Ringen)

Mit Sehtests lassen sich sowohl Auffälligkeiten im Auflösungsvermögen als auch in Bezug auf den Nahvisus oder das Nahsehen und den Fernvisus oder das Fernsehen ausfindig machen.

Ein Sehtest ist ein günstige Methode, um Abnormitäten bezüglich der Anatomie oder des Aufbaus des Auges zu erfassen. Optiker und Augenärzte nutzen den Sehtest beispielsweise, um eine Kurzsichtigkeit oder eine Weitsichtigkeit zu diagnostizieren.

 

Behandlungsmöglichkeiten mit dem Sehtest

 

Die Anwendungsbereiche eines Sehtests sind vielfältig.

In der Praxis werden die Sehtests in die diagnostischen Erhebungen eingebaut, um:

 

  • Kurzsichtigkeit
  • Weitsichtigkeit
  • Halbseitenblindheit
  • Schwachsichtigkeit oder Amblyopie
  • Makuladegeneration
  • Farbsehschwäche
  • allgemeine Sehleistung

aus medizinischer Sicht zu beurteilen und eine individuelle Therapie einzuleiten.

 

Durchführung und Wirkungsweise des Sehtests

 

Der Sehtest wird in der Praxis überwiegend mit den klassischen Sehtafeln realisiert, auf denen Sehzeichen abgebildet sind. Diese sind entweder als die E- oder Pflüger-Haken, der Landolt-Ringe oder die typischen Buchstaben, Objekte und Zahlen in unterschiedlichen Größen zu sehen.

Der sogenannte E-Haken ist dem Buchstaben E nachempfunden worden. Wegen seiner eigenwilligen Formgebung kann es auf den Sehtafeln in differenten Positionen abgebildet werden. Vom Patienten wird verlangt, nach dem Anschauen zu sagen, in welcher Lage sich der E-Haken befindet.

Bei den Landolt-Ringen handelt es sich um kreisrunde Abbildungen, in deren Mitte eine Öffnung ist. Der Arzt kann dieses Objekt ebenfalls in alle möglichen Richtungen drehen. Der Patient soll dann beschreiben, in wo er die Öffnung erkennen kann.

Behandlung Sehtest Damit sich die Fern- und die Nahsehschärfe erfassen lassen, werden sowohl das rechte als auch das linke Auge zeitweilig abgedeckt. Zunächst wird ohne korrigierende Sehhilfe gearbeitet.
Danach kann ein optisches Glas zum Einsatz kommen. Beide Augen werden nacheinander kontrolliert, wobei die Abstände je nach Untersuchungsziel bei 40 Zentimetern (Nahsehschärfe) oder bei fünf bis sechs Metern (Fernsehschärfe) liegen.

Ein Sehtest für das Nah- und Fernsehen kann nach Bedarf durch eine Refraktionsbestimmung ergänzt werden. Hierbei wird das Brechungsvermögen der Augen bestimmt. Medizinisch unbedarfte Laien verstehen darunter eine Überprüfung für die Feststellung der Stärke der Gläser einer Sehhilfe.

Angebracht ist dieser Sehtest dann, wenn eine Kurz- oder Weitsichtigkeit gegeben sind. Unter dieser Voraussetzung kann gewährleistet werden, dass die von einer Sehschwäche Betroffenen die passenden Brillengläser oder Kontaktlinsen erhalten, mit denen ein ungehindertes Scharfsehen unterstützt wird.

 

  • Die Refrakturbestimmung beruht auf einem subjektiven und einem objektiven Messverfahren. Für die Testung der subjektiven Refraktion wird eine moderne Apparatur verwendet, die als Photor bezeichnet wird. Der Patient schaut durch unterschiedlich starke Korrektur- oder Messgläser, mit denen differente Sehmotive betrachtet werden. Nach eigenen Einschätzungen entscheidet der Patient, bei welchem Korrekturglas die Sehschärfe am besten war.
  • Die objektive Refrakturmessung betrifft die Brechkraft der Augen. Diese Methode ist unentbehrlich, um die passenden Brillengläser bei Kindern mit einem Strabismus beziehungsweise einem Schielen herauszufinden. Dann verlassen sich die Augenoptiker und die Augenärzte auf die Anwendung eines Refraktometers, auf die Schattenprobe oder die Skiaskopie.

Bei der Beurteilung der Augen mit einem Refraktometer kann der Untersucher ein manuell bedienbares oder ein automatisches Refraktometer verwenden. Manuelle Refraktometer sind heute selten anzutreffen. Bei Kindern können Sehtests mit der Verabreichung von Augentropfen verbunden sein.

 

Das Amsler-Gitter

 

Eine Besonderheit unter den Sehtests ist das Amsler-Gitter.

Mit diesem Test kann festgestellt werden, ob eine Funktionstüchtigkeit des auf der Netzhaut liegenden gelben Flecks vorliegt. Der gelbe Fleck oder Makula spielt eine wichtige Rolle im Zusammenhang mit einer Erkrankung, die als Makuladegeneration deklariert wird. Kennzeichnend für einen Funktionsverlust der Makula sind Gesichtsfeldausfälle, bei denen Bilder nur noch verzerrt gesehen werden können.

 

Ein Sehtest hilft gegen

 

  • Ametropie oder Fehlsichtigkeit durch eine Myopie oder Kurzsichtigkeit
  • Hyperopie oder Weitsichtigkeit
  • Astigmatismus oder Stabsichtigkeit durch eine Achsenametropie oder eine Abweichung von der normalen Brechkraft beziehungsweise eine Brechungsametropie

Bei einer Myopie werden weit entfernte Gegenstände nur unscharf gesehen. Die Myopie ist eine Ausprägung der Myopie.

Ein Astigmatismus ist ein Brechungsfehler des Auges, der durch eine Verkrümmung der Hornhaut ausgelöst werden kann.

 

Diagnose & Untersuchungsmethoden

Für eine differenzierte Befunderhebung kann auf eine Sehtest nicht verzichtet werden. Der Sehtest kann zu einer Entscheidung beitragen, ob und welche Sehhilfe einen Ausgleich von Sehschwächen begünstigen würde. Im Rahmen eines Amsler-Gitter-Sehtests kann beispielsweise eine Frühdiagnose der altersbedingten Makuladegeneration erzielt werden.

Des Weiteren sind noch viele anderen Einschränkungen des Sehens feststellbar:

Eine Heterophorie ist ein nicht von außen sichtbares, sogenanntes verstecktes Schielen. Diese Anomalie kommt bei einer Unterbrechung des binokularen oder beidäugigen beziehungsweise gleichzeitigen und gemeinsamen Sehens von linkem und rechtem Auge vor.

Mit der Wahrnehmung der Farben Gehen oftmals massive Schwierigkeiten im Alltag einher. Ein gestörtes Farbsehen kann genetisch bedingt sein oder erworben werden. Das eigentliche Farbsehen setzt sich aus dem Farbreiz, der Farbempfindung und der Farbvalenz zusammen. Anatomische Strukturen wie die Sinneszellen auf der Netzhaut, die Sehpigmente und die für die Verarbeitung der Reize zuständigen Nervenzellen machen das Farbsehen möglich.

 

Das Stereo- oder Binokularsehen basiert auf dem gemeinsamen Sehen beider Augen. Mit einem Sehtest, in dem die Optometrie eingesetzt wird, kann eine Störung dieses Vorganges aufgedeckt werden.

 

Eine weitere Diagnostik durch einen Sehtest ist auf die Beurteilung des Simultansehens ausgerichtet. Beim unauffälligen Simultansehen sind die Patienten in der Lage, mit dem rechten und dem linken Auge gleichzeitig zu sehen. Das ist beispielsweise beim Auftreten von Doppelbildern nicht der Fall.

Die Fusion ist das uneingeschränkte Verschmelzen von Seheindrücken des linken und des rechten Auges zu einem einzigen Bild.

Abweichungen innerhalb der Sehtests beinhalten eine Vielzahl an Aspekten.

Das können sein:

 

  • Das Farbsehen
  • Das stereotype Sehen
  • Das simultane Sehen
  • Die Prüfung der Phorie
  • Die Fusionskontrolle

Risiken und Nebenwirkungen des Sehtests

 

  • keine bekannt

 

Gegenanzeigen und Wechselwirkungen des Sehtests

 

  • keine bekannt

 

Kompetente Ansprechpartner für einen Sehtest

 

  • Augenoptiker
  • Facharzt für Augenheilkunde
  • Ärzte des Gesundheitsamtes
  • Ärzte der Arbeits- und Betriebsmedizin

Gehen Patienten von sich aus zum Optiker und fällt diesem eine abnorme Sehleistung auf, dann ist es ratsam, dennoch einen Augenfacharzt zu konsultieren, um eine rasche Abklärung herbeizuführen. Sowohl bei einer Augenerkrankung als auch prophylaktisch oder als Vorsorge kann ein Besuch beim Augenarzt empfohlen werden.

Sehtests können regelmäßig vereinbart werden. Innerhalb des 20. und 39. Lebensjahres ist eine dreimalige Untersuchung vorteilhaft. Nach dem 40. Lebensjahr ist ein Sehtest mindestens im Abstand von zwei bis drei Jahren angezeigt. Menschen, die 65 Jahre und älter sind, benötigen jährlich einen Sehtest. Autofahrer sollten ihre Sehleistung turnusmäßig prüfen lassen.

 

Unser Fazit zum Sehtest

 

In allen Altersgruppen leiden viele Menschen unter einer Schwäche des Sehens. Nur ein Sehtest kann genau Resultate in Hinsicht auf den Umfang der Sehschwäche liefern. Sehtests werden gleichfalls veranlasst, wenn eine Augenuntersuchung gefordert ist. Für eine neue Sehhilfe ist eine vorherige Durchführung eines schmerz- und nebenwirkungsfreien Sehtests ebenfalls unumgänglich.

Bitte empfehlt diese Seite oder verlinkt uns:

Bitte bewerten Sie den Artikel

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (106 Stimmen, Durchschnitt: 4,32 von 5)
Loading...
Top