Makuladegeneration

Steckbrief: Makuladegeneration

  • Name(n): Makuladegeneratio; AMD
  • Art der Krankheit: Erkrankungen der Netzhaut des Auges
  • Verbreitung: Weltweit
  • Erste Erwähnung der Krankheit: Antike
  • Behandelbar: Teilweise
  • Art des Auslösers: Verschiedene
  • Wieviele Erkrankte: Circa 500 000 Neuerkrankungen jährlich
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Hausarzt; Augenarzt
  • ICD-10 Code(s): h35.3

Makuladegeneration
Makuladegeneration
Unter dem Begriff Makuladegeneration wird eine Erkrankung der Netzhaut verstanden, die zu den häufigsten Augenerkrankungen zählt. Die Netzhaut, auch Makula genannt, ist verantwortlich für das Fokussieren des zentralen Sehens im Auge und steuert daher die menschliche Fähigkeit scharf zu sehen, Gesichter und Farben zu erkennen oder Objekte im Detail wahrzunehmen. Arbeitet die Makula normal, sammelt sie hoch detaillierte Bilder aus der Mitte des Gesichtsfeldes und sendet diese an das Gehirn weiter. Diese Fähigkeit wird als Sehkraft bezeichnet. Verschlechtert sich der Zustand der Makulazellen, werden infolgedessen keine korrekten Bilder mehr empfangen. Beispielsweise sehen Betroffene unscharfe, verschwommene oder wellige Bilder. Letztendlich kann das zentrale Sehen sogar vollkommen verloren gehen.

Bei der Makuladegeneration handelt es sich um eine Sammelbezeichnung für verschiedene Arten der Netzhautschädigung. Es gibt grundlegend zwei verschiedene Arten: In über 80 % der Fälle handelt es sich um die sogenannte trockene Makuladegeneration. Sie zeichnet sich durch Ablagerungen und eine schlechte Durchblutung der Aderhaut aus. Zumeist ist diese Form der Degeneration langsam fortschreitend, wobei Betroffene erst sehr spät Symptome feststellen, die hernach zumeist unheilbar bleiben. Die zweite Art dieser Erkrankung wird als feuchte Makuladegenration bezeichnet. Bei dieser Form bildet sich auf der Netzhaut eine blutige Läsion, die schnell Symptome hervorruft und im Verlauf der Krankheit vernarben kann.

Definition Makuladegeneration?

Was ist Makuladegeneration? Unter dem Begriff „Makuladegeneration“ werden verschiedene Augenkrankheiten zusammengefasst, bei denen der „Gelbe Fleck“, die Stelle schärfsten Sehens, betroffen ist. Die trockene Makuladegeneration entwickelt sich langsam; die feuchte Makuladegeneration dagegen kann zu plötzlichem Sehverlust führen.

Die Makuladegeneration ist eine Erkrankung der Netzhaut des Auges, die dazu führt, dass Betroffene nur noch unscharf oder gar nicht mehr zentral sehen können. Besonders im Frühstadium der Krankheit sind kaum Symptome zu bemerken, jedoch verschlechtert sich mit der Zeit das zentrale Sehvermögen auf einem oder auf beiden Augen. Zwar führt die Makuladegeneration nicht zur kompletten Erblindung, jedoch beeinträchtigt der Verlust des zentralen Sehens die Erkennung von Gesichtern. Betroffene leiden außerdem unter Einschränkungen im Alltag, da beispielsweise das Lesen oder Autofahren unmöglich werden. In einigen Fällen treten sogar visuelle Halluzinationen auf, die nicht auf psychische Krankheiten zurückzuführen sind, sondern darauf, dass das Hirn automatisch lückenhafte Bilder ersetzt.

Typischerweise tritt die Makuladegeneration bei älteren Menschen auf. Aus diesem Grund sprechen Ärzte häufig auch von der altersbedingten Makuladegeneration. Es gibt jedoch noch eine Reihe weiterer Faktoren, die die Entstehung dieser Krankheit fördern. Hierzu gehört unter anderem das Rauchen, genetische Veranlagung oder andere Schädigungen der Netzhaut.

Diese Augenkrankheit tritt in verschiedenen Stadien auf. Allerdings wird sie meist erst sehr spät entdeckt, da Betroffene im Frühstadium keine oder nur sehr unausgeprägte Krankheitssymptome wahrnehmen. Im Spätstadium wird hernach unterschieden, ob es sich um die trockene oder die nasse Form der Makuladegernation handelt. Die Unterscheidung betrifft im Wesentlichen die Ursache der Schädigung: Entweder geht sie auf Ablagerungen zurück oder auf Läsionen.


Was ist Makuladegeneration?

Die Makuladegeneration ist eine Augenkrankheit, die aktuell zu den häufigsten Fällen von Sehbeeinträchtigungen weltweit gehört. Die Makula ist ein kleiner Teil der Netzhaut, welche sich direkt neben dem Sehnerv, also am hinteren Ende des Augapfels befindet. Im Gegensatz zu grauem Star ist diese Krankheit also nicht von Außen sichtbar. Obgleich die Netzhaut intakt ist, kann bei der Makuladegeneration das Sehen stark beeinträchtigt werden. Grund hierfür ist, dass die Makula im Wesentlichen das zentrale Sehen steuert. Durch sie ist es also möglich, mit dem Auge konkret Objekte zu fokussieren.

Vergleicht man das Auge mit einer Kamera, dann ist die Makula die Mitte des Films, auf dem Bilder abgelichtet werden. Die Makuladegeneration wäre hernach eine Beschädigung des Films im mittleren Bereich. Obgleich also die Linse intakt ist und das Bild am Rand noch erkennbar, sind die scharfgestellten Objekte aufgrund der Filmschädigung undeutlich, verschwommen oder wellig. Im Spätstadium der Erkrankung kann anstelle des Fokusbereichs ein grauer, milchiger Fleck sichtbar sein, der mit fortschreitender Krankheit immer mehr zum Bildrand ausgebreitet ist.

Die Gründe für die Entstehung dieser Krankheit können vergleichsweise unterschiedlich sein. In den meisten Fällen zeichnet sich ein fortgeschrittenes Alter verantwortlich. Hier hat sich zumeist eine Zellschicht über der Makula abgelagert. Aber auch die Genetik spielt eine entscheidende Rolle bei der Krankheitsentstehung. So sind beispielsweise Frauen mit blauen Augen deutlich häufiger betroffen als andere Personen. Und letztlich gelten diverse Umweltfaktoren als Ursache. Unter anderem verschmutzte Luft, trockene Heizungsluft sowie starke Sonneneinstrahlung oder Zigarettenrauch beschleunigen den Ablagerungsprozess.

Aktuell gibt es für die Makuladegeneration kein Heilmittel. Nach der Diagnose der Erkrankung kann lediglich versucht werden, das Fortschreiten der Makuladegeneration zu verhindern.

Welche Ursachen gibt es?

In den meisten Fällen wird die Makuladegeneration mit dem Altern in Verbindung gebracht. Einige Forscher betonen jedoch immer wieder, dass auch eine genetische Komponente eine entscheidende Rolle bei der Entstehung der Krankheit spielen könnte. Studien zeigten beispielsweise, dass ein starker Zusammenhang zwischen der feuchten Makuladegeneration und dem Vorhandensein einer spezifischen Genvariante besteht, die als Komplementärfaktor H bekannt ist. So sollen circa die Hälfte aller feuchten Makuladegenerationen auf diesen Gendefekt zurückgehen. Darüber hinaus werden eine Reihe weiterer Gene mit der Erkrankung der Makula in Verbindung gebracht. Hierzu gehören unter anderem Genabschnitte, welche die Sauerstoffversorgung der Netzhaut regeln oder bestimmte Enzyme produzieren, die sich an der Makula ablagern können.

Absolut hinsichtlich der genauen Ursachen ist die Makuladegeneration noch nicht erforscht. Neben der Einflussmöglichkeit von verschiedenen Genvarianten spielen jedoch sehr wahrscheinlich eine Reihe von Umweltfaktoren eine entscheidende Rolle bei der Entstehung dieser Krankheit. Hierzu zählt beispielsweise eine ungesunde Ernährung in deren Folge Übergewicht und Inaktivität eintritt. Übergewichtige Menschen haben im Vergleich zu normalgewichtigen Personen ein etwa doppelt so hohes Risiko an Makuladegeneration zu erkranken. Sportliche Aktivität kann das Risiko hingegen entscheidend senken.

Auch andere Erkrankungen, die mit einem schlechten Lebensstil in Verbindung stehen, gelten als Risikofaktor für die Makuladegeneration. Hierzu gehört die sogenannte Hypertonie, also ein dauerhaft erhöhter Blutdruck. Ebenso hat das Rauchen einen negativen Einfluss auf die Augengesundheit. In einer Studie konnte ermittelt werden, dass vermutlich ein Viertel der Fälle von Makuladegeneration auf den Konsum von Tabakwaren zurückgeht. Das Krankheitsrisiko ist zudem nicht nur für den Raucher selbst, sondern auch für jene Personen erhöht, die mit einem Raucher zusammenleben. Passivrauch schadet folglich der Netzhaut in gleichem Maße, wie selbst zu rauchen.

Ein wesentlicher Zusammenhang zwischen der Makuladegeneration und der Augenfarbe konnte ebenfalls in verschiedenen Studien hervorgehoben werden. Dabei wurde ermittelt, dass helle Augen durch die schwächere Pigmentierung einen weniger ausgeprägten Schutz bezüglich der Sonnenexposition bilden und daher vermutlich eine Makuladegeneration begünstigen. Allerdings ist noch nicht schlüssig belegt, dass allein Sonneneinstrahlung für die Krankheit verantwortlich gemacht werden kann. Vermutlich müssen noch weitere Faktoren gegeben sein, die die Augengesundheit negativ beeinflussen. Dennoch erhöht eine helle Augenfarbe die Möglichkeit an Makuladegeneration zu erkranken.

Letztlich kann eine Makuladegeneration auch aufgrund der Einwirkung verschiedener Substanzen hervorgerufen werden. Bestimmte Arzneimittel, die beispielsweise Chlorpromazin oder Fluphenazin beinhalten, werden mit der Ablagerung von Eiweißen an der Makula in Verbindung gemacht. Die Fälle der Makuladegenerationen, die eindeutig auf Medikamente zurückgehen, sind jedoch vergleichsweise gering.

Makuladegeneration kann verschiedene Ursachen haben. Am häufigsten ist die altersbedingte Makuladegeneration (AMD). Sie entsteht durch hyaline Ablagerungen (Drusen) im retinalen Pigmentepithel und in der Bruch-Membran. Rauchen und Bluthochdruck erhöhen das Erkrankungsrisiko. AMD gilt in Industriestaaten als Hauptursache für die Erblindung von über 50jährigen. Die juvenile Makuladepathie, auch als Stargardt-Krankheit bekannt, ist eine autosomal-rezessive Erbkrankheit und beginnt in der Adoleszenz mit starker Verringerung der Sehschärfe. Eine Makulapathie kann auch durch Medikamente verursacht werden; in erster Linie durch Chloroquin, ein Mittel zur Malariaprophylaxe. Bei stark kurzsichtigen Personen kann sich durch Atrophie der zentralen Netzhaut die myopische Makulapathie entwickeln. Entzündliche Prozesse können ebenfalls zu einer Makulapathie führen, dies bezeichnet man als Presumed Ocular Histoplasmosis Syndrome (POHS).


Symptome & Anzeichen

Die häufigste Ursache für eine Makuladegeneration ist die Ablagerung sogenannter Drusen an der Makula des Auges. Dadurch wird die kleine Erhebung neben dem Sehnerv derart beeinträchtigt, dass verschiedene Defekte beim Sehen eintreten. Leider zeigen sich diese erst sehr spät im Krankheitsverlauf durch spezifische Symptome. Zu Beginn der Erkrankung sind hingegen keine spezifischen Anzeichen wahrnehmbar. Hier kann lediglich eine intensive Augenuntersuchung aufschlussreich sein.

Ist eine Makuladegeneration bereits fortgeschritten, treten einige bestimmte Symptome auf. Zu den wesentlichen gehört dabei, dass das zentrale Sehen auf einem oder beiden Augen nicht mehr ausreichend funktioniert. Betroffene sind folglich nicht mehr in der Lage Details mit dem Auge scharf wahrzunehmen. Gesichter, Buchstaben oder Begrenzungen von Gegenständen werden verschwommen wahrgenommen. Auch Farben, die ebenfalls von der Makula interpretiert werden, können nicht mehr ausreichend differenziert werden. Es leidet aber auch die Lichtempfindlichkeit des Auges. Je nachdem, wie groß die Schäden an der Makula bereits sind, werden anstelle der zentralen Bildausschnitte graue beziehungsweise schwarze Flecken auftreten.

Je nach Ausprägung der Krankheit wird die Unschärfe immer gravierender. Somit wird die Lebensqualität von Betroffenen immer weiter eingeschränkt. Sie sind hernach nicht mehr in der Lage zu Lesen, Auto zu fahren oder bekannte Gesichter und Personen zu erkennen. Hingegen ist das periphere Sehen kaum eingeschränkt. Eine Orientierung im Raum ist folglich auch bei einer Makuladegeneration noch möglich. Vollkommene Blindheit ist bei dieser Krankheit hingegen nur sehr selten anzutreffen. Dennoch gelten Betroffene rechtlich als blind und erhalten entsprechende Hilfe von Krankenkassen und Ärzten.

Neben den Beeinträchtigungen beim Sehen entsteht ob einer Makuladegeneration im Grunde kein weiteres Leiden. Nur in sehr seltenen Fällen kann der Augendruck derart ansteigen, dass Betroffene Schmerzen verspüren. In der Regel ist diese Erkrankung aber vollkommen schmerzfrei. Das unscharfe Sehen kann jedoch dazu führen, dass Patienten Kopfschmerzen entwickeln. Dies ist jedoch auch davon abhängig, wie weit die Krankheit bereits fortgeschritten ist und inwieweit das Hirn das mangelnde Sehvermögen kompensieren kann.

Typisches Symptom sind zentrale Gesichtsfeldausfälle. Die Betroffenen sehen z.B. den Kopf einer Person, nicht aber deren Gesichtszüge. An Stelle des Gesichts sehen sie einen grauen oder schwarzen Fleck. Gerade Linien werden als Wellen wahrgenommen. Weitere Symptome sind Verlust der Lesefähigkeit, Abnahme von Kontrast und Sehschärfe, verzerrtes Sehen, reduziertes Farbsehen, erschwerte Adaption und erhöhte Blendungsempfindlichkeit. Das Sehvermögen im Dunkeln und die Orientierung in einer bekannten Umgebung sind relativ gut, da für diese Sehvorgänge die Stäbchen in der Netzhautperipherie zuständig sind. Die Makulapathie betrifft die Macula, also den Bereich der Netzhaut mit der höchsten Dichte an Zapfen, den Sehzellen für Farbsehen. Im Gegensatz zur Makulapathie ist ein Grauer Star durch eine Abnahme der Sehschärfe im gesamten Gesichtsfeld gekennzeichnet und entsteht durch eine Trübung der Augenlinse.


Diagnose & Krankheitsverlauf

Das frühe sowie das mittlere Stadium der Makuladegeneration beginnt in der Regel ohne umfassende Symptome und kann aus diesem Grund nur mit einer erweiterten Augenuntersuchung erkannt werden. Im späteren Krankheitsverlauf weisen schließlich diverse Symptome direkt auf das Vorliegen einer Makuladegeneration. Die Verfahren sind jedoch in jedem Falle die gleichen.

Zunächst wird ein Arzt eine umfassende Anamnese erstellen. Hierbei wird der Patient hinsichtlich diverser Augenerkrankungen sowie dem Ausgesetztsein von Risikofaktoren befragt. Auch die familiäre Krankengeschichte kann eine Rolle bei der Diagnose spielen. Sind also bei engen Angehörigen bereits Fälle von Makuladegeneration bekannt, sollte dies dem Arzt unbedingt mitgeteilt werden.

Im Anschluss an die Befragung wird in der Regel ein Sehschärfetest vorgenommen. Dieser Test verlangt vom Patienten, dass Zahlen oder Buchstaben aus verschiedener Entfernung von einer Tafel abgelesen werden. Da die Makuladegeneration vor allem das scharfe, zentrale Sehen beeinflusst, wird hier bereits ersichtlich, ob die Makula geschädigt ist. In diesem Falle wird der Arzt die Augen nochmals genauer untersuchen. Dabei wird die Pupille beleuchtet. Sie weitet sich daraufhin und bietet eine bessere Sicht ins Augeninnere und auf den Augenhintergrund. Mit einer speziellen Vergrößerungslinse kann der Arzt hernach den Sehnerv sowie die Makula auf Beschädigungen hin untersuchen.

Ist eine Makuladegeneration wahrscheinlich, wird der Arzt den Patienten in der Regel bitten, ein sogenanntes Amsler-Gitter zu betrachten. Es handelt sich hierbei um eine spezielle Grafik, bei der nebeneinander Linien aufgezeichnet sind. Durch eine Makuladegeneration verziehen sich diese Linien beim Betrachten und erscheinen dem Patienten wellig oder verschwommen. Bei einer ausgeprägten Degeneration können sogar einzelne Linien komplett verschwinden.

Neben den genannten Tests ist außerdem ein Fluorescein-Angiogram möglich. Hier wird dem Patienten ein Farbstoff in den Arm injiziert, der durch die Blutgefäße bis ins Auge geleitet wird. Der Augenarzt kann dadurch genau sehen, inwieweit die Blutgefäße des Auges ausgetreten sind. Die Untersuchung ist in aller Regel ungefährlich. Nur in seltenen Fällen kann es durch die Injektion zu Übelkeit, Erbrechen und allergischen Reaktionen kommen.

Ist ein Fluorescein-Angiogram nicht aussagekräftig, beziehungsweise lässt keine eindeutige Diagnose zu, kann außerdem eine optische Kohärenztomografie durchgeführt werden. Bei dieser Art der Tomografie geht es darum, mittels Lichtwellen ein Gewebebild des Auges aufzuzeichnen. Bei dieser schmerzlosen Untersuchung können kleine Drusen, also Ablagerungen auf der Netzhaut sichtbar gemacht werden.

Nach der Anamnese kann der Arzt bei Verdacht auf Makuladegeneration den Amsler-Gitter-Test, durchführen. Der Proband fixiert einen Punkt in der Mitte eines Gitters mit einem Auge, das andere wird abgedeckt. Bei Makuladegeneration erscheinen die Gitterlinien z.B. als in der Mitte gekrümmt. Der Amsler-Gitter-Test ist auch als Selbsttest geeignet. Mit Hilfe der Fluoreszenzangiografie kann man die bei der feuchten AMD auftretenden Gefäßneubildungen erkennen. Die optische Kohärenztomografie liefert Aufnahmen des Augenhintergrundes.


Häufigkeit & Diagnosedaten

Genaue Daten zur Häufigkeit der Makuladegneration gibt es aktuell nicht. Dies kann damit begründet werden, dass die meisten Betroffenen nicht bemerken, dass sie unter dieser Krankheit leiden. Erst sehr spät setzen Symptome ein. Daher ist damit zu rechnen, dass es eine hohe Dunkelziffer an Fällen gibt. Fachärzte rechnen jedoch damit, dass jährlich circa eine halbe Millionen Menschen neu an der Makuladegeneration erkrankt. Bei den meisten Neuerkrankten handelt es sich um ältere Menschen. Studien haben ergeben, dass lediglich 12 % der Menschen, die an einer Makuladegeneration erkranken jünger als 35 sind. Hiervon sind die meisten von der sogenannten feuchten Makuladegeneration betroffen. Durch die erhöhte Lebenserwartung ist die Anzahl der Erkrankten in den letzten Jahren vor allem in den Industrieländern gestiegen. Bemerkbar macht sich die Krankheit überwiegend ab dem 50. Lebensjahr, tritt aber wahrscheinlicher erst ab dem 70. Lebensjahr auf. Weltweit sind schätzungsweise 32 Millionen Menschen von der Makuladegeneration betroffen.

Am häufigsten tritt die trockene Makuladegeneration auf. Sie wird häufig auch als altersbedingte Makuladegeneration bezeichnet und umfasst etwa 80 bis 85 % aller Fälle. Lediglich etwa 20 % gehen folglich auf die feuchte Makuladegeneration zurück, die vermehrt auch bei jüngeren Menschen auftreten kann und vermutlich durch Beeinträchtigungen der Gene entsteht.


Komplikationen bei der Krankheit

Komplikationen ergeben sich bei einer Makuladegeneration in erster Linie daraus, dass die Krankheit erst sehr spät wahrgenommen wird und daher keine frühzeitige Behandlung erfolgen kann. Dadurch ist das Sehvermögen bei Betroffenen zumeist schon sehr weit fortgeschritten, wenn die Behandlung einsetzt. Teilweise dauerhafte Blindheit ist die Folge hiervon. Obgleich dabei nur das zentrale Sehen betroffen ist, kann die Unschärfe beim Sehen häufig zu Unfällen führen. Auch dann, wenn Patienten glauben, noch große Teile klar wahrnehmen zu können, kann ein plötzlich verändertes Lichtverhältnis dazu führen, dass bestimmte Bildbereiche nicht mehr gesehen werden. Gerade beim Autofahren führt dies schnell zu Unfällen.

Die Unfallgefahr bei Makuladegeneration ergibt sich zum großen Teil auch daraus, dass Betroffene nicht einschätzen können, wie weit die Sehbeschränkungen bereits fortgeschritten sind. Dadurch, dass die Krankheit sich sehr langsam einschleicht, gewöhnen sich Betroffene unter Umständen an mangelhaftes Sehen und bemerken erst zu spät, wie weit die Beeinträchtigung bereits fortgeschritten ist.

Eine weitere Problematik bei der Makuladegeneration besteht besonders bei der feuchten Variante dieser Krankheit. Hier kann es zu Fällen kommen, bei denen die Degeneration in kurzer Zeit schnell voranschreitet. Es erfolgt hernach schnell das Stadium der teilweise Erblindung. Da das Hirn nur wenig Zeit hat, sich auf die neue Situation einzustellen und Bilder stark fehlinterpretiert werden, kommt es bei diesem Krankheitsverlauf nicht selten zu Kopfschmerzen und visuellen Halluzinationen.


Wann sollte man zum Arzt gehen?

Ein Arztbesuch ist immer dann angeraten, wenn erste Symptome einer Krankheit einsetzen. Im Bezug auf die Makuladegeneration bedeutet dies, dass ein Arzt aufgesucht werden sollte, sobald das zentrale Sehen eingeschränkt ist. Zeigen sich gerade Linien im Bildzentrum beispielsweise wellig oder werden Farben nicht mehr korrekt wahrgenommen, gilt es ärztliche Hilfe aufzusuchen. Auch wenn blinde Flecken im zentralen Sehfeld auftauchen, ist es nötig, dass ein Augenarzt aufgesucht wird.

Wie bei vielen anderen Erkrankungen, ist eine Therapie dann hilfreicher, wenn sie frühzeitig begonnen wird. Leider zeigen sich bei der Makuladegeneration erst sehr spät Anzeichen der Krankheit. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, das Auge regelmäßig einer Kontrolle zu unterziehen. Besonders im fortgeschrittenen Alter kann es hilfreich sein, regelmäßige Kontrollen durchführen zu lassen. Das gilt jedoch auch für jüngere Menschen, die besonders stark von Risikofaktoren betroffen sind und in deren Familiengeschichte bereits Fälle von Makuladegeneration aufgetreten sind.

Behandlungsmethoden & Therapie

Bei der Behandlung der Makuladegeneration wird in erster Linie unterschieden, um welche spezifische Form der Erkrankung es sich handelt.

Es stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, die feuchte Makuladegeneration zu behandeln. Eine Laseroperation, eine photodynamische Therapie sowie diverse Injektionen, die direkt ins Auge gegeben werden, sind möglich. Allerdings kann keine der genannten Therapien eine dauerhafte Heilung der Makuladegeneration versprechen. Der Verlust der Sehkraft kann dennoch weiter fortschreiten.

Die Laserchirurgie kommt bei der feuchten Makuladegeneration zum Einsatz, um zerbrechliche, undichte Blutgefäße aus dem Auge zu entfernen. So können hernach keine Einblutungen in die Makula mehr erfolgen und die Sehkraft kann unter Umständen stabilisiert werden. Es ist jedoch bei einer solchen Operation auch möglich, dass umliegendes Gewebe beschädigt und das Sehvermögen dadurch beeinträchtigt wird. Außerdem gelingt es durch diese Therapie nicht, die Sehkraft eines Patienten vollständig wieder herzustellen.

Bei der photodynamischen Therapie wird ein Medikament angewendet, das in die Armvenen injiziert wird und im Auge dafür sorgt, dass beschädigte Blutgefäße verödet werden. Oftmals wird hierfür ein Medikament namens Verteporfin eingesetzt. Die Aktivierung dieses Wirkstoffes erfolgt hernach durch einen gebündelten Lichtstrahl mit einer spezifischen Wellenlänge. Diese Therapiemaßnahme ist vornehmlich dazu geeignet, die Abnahme der Sehkraft einzuschränken. Aber auch hier ist keine absolute Heilung möglich. Darüber hinaus können auch bereits entstandene Schäden an der Makula nicht mehr rückgängig gemacht werden. Die Behandlungsergebnisse sind außerdem nur vorübergehend und nicht selten ist eine erneute Therapie notwendig.

In den vergangenen Jahren hat sich im Bezug auf die feuchte Makuladegeneration ein komplett neues Verfahren herausgebildet, dass in den meisten Fällen Anwendung finden kann. Mithilfe eines Medikamentes, das die Bildung neuer Blutgefäße stoppt und direkt ins Auge injiziert wird, soll die Ausbreitung der Makuladegeneration verhindert werden. Es ist sogar möglich, dass sich bereits gebildete Gefäße wieder verkleinern. Dadurch kann eine Verbesserung des eingeschränkten Sehens erfolgen. Nicht selten wird darüber hinaus der Sehverlust komplett gestoppt. Da sich das Verfahren jedoch noch im Frühstadium befindet, ist es noch nicht abschließend erforscht und kann nicht bei jeder Form der Makuladegeneration Anwendung finden.

Im Gegensatz zur feuchten Makuladegeneration gibt es keine tatsächliche Behandlung gegen die trockene Variante dieser Erkrankung. Hier ist oftmals ein sehr spätes Stadium erreicht, bevor die Behandlung beginnt. Hernach ist es nur noch möglich, eine weitere Ausbreitung der Krankheit zu verlangsamen. Dies geschieht in der Regel durch die Einhaltung einer gesunden Ernährungsweise sowie durch Rauchentzug. Mehr kann aktuell bei dieser Erkrankung nicht unternommen werden.

Zur Behandlung der trockenen AMD werden hochdosierte Vitamin– und Mineralstoffgaben empfohlen, vor allem Vitamin C und E, ß-Carotin und Zink, sowie hochdosiertes Lutein. Lutein ist ein Orange-gelber Farbstoff, der in der Gelben Fleck des Auges vorkommt und vom Körper nicht selbst synthetisiert werden kann. Die Therapie der feuchten AMD zielt auf eine Verödung der Gefäße, die in Richtung der Macula wachsen. Dazu werden Laser, Spritzen oder fotodynamische Therapie eingesetzt. Bei der fotodynamischen Therapie wird ein fotosensibilisierender Stoff intravenös verabreicht, der sich in den Gefäßneubildungen im Auge anreichert. Durch Bestrahlung des Auges mit Licht geeigneter Wellenlänge entstehen durch fotophysikalische Reaktionen toxische Stoffe, durch die die Neubildungen geschädigt werden.

Medikamentös kann die feuchte AMD mit Lucentis behandelt werden, das als Wachstumsfaktorenhemmer wirkt, und auf diese Weise Gefäßneubildungen verhindert. Bei Makuladegeneration setzt man vergrößernde Sehhilfen, wie eine Lupe oder ein Bildschirmlesegerät, ein. Sehhilfen mit Spezialfiltergläsern (Blaublocker) kann man sich in Sehambulanzen anpassen lassen.


Vorbeugung – Impfung & Prävention

In den meisten Fällen vollzieht sich die Entstehung einer Makuladegeneration gleich: Zunächst lagern sich Endprodukte und Abfallprodukte von Zellen auf der Netzhaut an. Da der Bereich der Makula als besonders dicht und zellreich gilt, werden hier die meisten Ansammlungen, sogenannte Drusen, angereichert. Dadurch kann die Makula nur noch eingeschränkt ihre Funktionen erfüllen. Schließlich manifestiert sich die Drusenablagerung durch verschiedene Sehstörungen, die zum einen das zentrale Sehen und zum anderen die Wahrnehmung von Farben betreffen.

Es wird hernach deutlich, dass es sich bei der Makuladegeneration um einen langfristigen Prozess handelt. Dieser setzt bei vielen Menschen ein und schreitet mit dem Alter fort. Es ist allerdings möglich durch verschiedene Maßnahmen immerhin den Prozess der Ablagerung zu verlangsamen. Hierzu eignen sich im Grunde genommen alle Varianten einer gesunden Lebensführung. Die Augen sollten darüber hinaus so gut wie möglich vor Umwelteinflüssen und Schädigungen geschützt werden. Es gilt die Netzhaut sauber und gesund zu halten.

Als wichtigste Maßnahme im Kampf gegen das Entstehen einer Makuladegeneration gilt der Verzicht auf Tabak und Rauchwaren. Nicht nur enthalten Zigaretten viele Giftstoffe, die das Auge sowie die Durchblutung belasten können, der Rauch trocknet zudem die Augen aus und führt dazu, dass sich Partikel auf der Netzhaut ablagern. Rauchen erhöht zudem den Blutdruck, was als wesentlicher Risikofaktor bei der Krankheitsentstehung anzusehen ist.

Eine gesunde Ernährung kann ebenfalls dazu beitragen, dass die Netzhaut lange gesund erhalten wird. Bestimmte Vitamine und Fette gelten als besonders augenfreundlich. Als Beispiele seien hier Beta-Carotin sowie Omega-3-Fettsäuren genannt. Aber auch der Verzicht auf Zucker und ungesunde Fette ist maßgeblich für einen gesunden Körper und funktionstüchtige Augen. Wissenschaftler haben zudem herausgefunden, dass regelmäßige sportliche Betätigung das Risiko für eine Makuladegeneration halbieren kann. Es sollte folglich mehrmals die Woche Sport getrieben werden.

Darüber hinaus ist es günstig, die Augen permanent zu schonen. Starkes Sonnenlicht sollte vermieden werden. Hierfür eignet sich zum Beispiel der Einsatz von Sonnenbrillen. Bei Arbeiten, die in staubiger Umgebung erfolgen, ist es ratsam eine Schutzbrille zu tragen. Darüber hinaus kann auch beim Schwimmen eine Brille getragen werden. So ist es möglich, das Eindringen von Schmutzpartikeln ins Auge zu verhindern.


Prognose zur Heilung

Es wurde bereits mehrfach darauf hingewiesen, dass eine Makuladegeneration für Betroffene erst sehr spät bemerkbar ist. Zumeist tritt sie erst dann durch spezifische Symptome in Erscheinung, wenn die Makula bereits schwer geschädigt ist. Dadurch ist es gerade bei der trockenen Variante dieser Erkrankung nicht mehr möglich, die Sehbeeinträchtigung rückgängig zu machen.

Insgesamt gesehen steht die Heilungschance bei einer Makuladegeneration vergleichsweise schlecht. Lediglich bei der feuchten Degeneration kann eine Operation oder die Vergabe von Medikamenten bewirken, dass das Sehvermögen nicht weiter beeinträchtigt wird. Eine Umkehrung des Degenerationsprozesses ist bislang noch nicht gelungen, obgleich hierzu verschiedene Studien existieren und aktiv Forschung betrieben wird.

Bei der trockenen Makuladegeneration haben sich dann, wenn Symptome bemerkbar sind, bereits eine große Menge an Drusen an der Makula abgelagert. Diese können allerdings nicht mehr entfernt werden und verbleiben dauerhaft. Zudem ist es kaum möglich, weitere Ablagerungen zu verhindern. Es ist also anzunehmen, dass die Krankheit immer weiter voranschreitet. Abhilfe kann hier lediglich der Einsatz von verschiedenen Sehhilfen sein. Speziallinsen, die beispielsweise vergrößern oder das Bildschirmlesen erleichtern, können die Lebensqualität von Patienten zwar steigern, bieten aber keinen adäquaten Ersatz für gesunde Augen. Die Prognose bei dieser Erkrankung steht also schlecht. Die Hoffnung der Medizin liegt aktuell in der intensiven Forschung zu dieser Krankheit. Erfolge konnten allerdings noch nicht erzielt werden.


Leben mit Blindheit

Die Makuladegeneration ist vor allem dann für Betroffene traumatisch, wenn sie zu einer teilweisen Erblindung führt. Patienten können dann das jeweilige Bildzentrum nicht mehr wahrnehmen. Lediglich die unscharfen Bildränder werden noch wahrgenommen. Hierdurch ist einerseits eine grobe Orientierung noch möglich, andererseits ist ein tatsächliches Sehen jedoch nicht mehr gegeben. Die langsame Erblindung stellt Betroffene zunächst vor eine Reihe von Herausforderungen.

Schreitet eine Makuladegeneration voran und führt schließlich dazu, dass große Teile des Sehens nicht mehr möglich sind, können Betroffene bestimmten Aktivitäten nicht mehr nachgehen. Dies stellt selbstverständlich eine große Einschränkung dar. Beispielsweise muss das Autofahren aufgegeben werden. Das verminderte zentrale Sehen verhindert, dass am Straßenverkehr teilgenommen werden kann. Patienten verlieren dadurch an Mobilität und fühlen sich hernach deutlich eingeschränkt in ihrer Selbstständigkeit. Es lohnt sich hier, eine spezielle Beratung vom zuständigen Augenarzt wahrzunehmen. Oftmals gibt es in Gemeinden und Städten Hilfsangebote für Blinde. Beispielsweise kann hier erlernt werden, wie Mobilität durch den öffentlichen Nahverkehr wieder hergestellt werden kann. Auch das Laufen und die Orientierung mit einem weißen Langstock, dem sogenannten Blindenstock, kann hier erlernt werden. Es gibt verschiedene Techniken, die Betroffenen mit diesem Stock eine normale Teilnahme als Fußgänger im Straßenverkehr ermöglichen. Das Blindenstocktrainig kann einige Zeit in Anspruch nehmen, wird in der Regel aber von den Krankenkassen in Deutschland übernommen.

Neben der Teilnahme am Straßenverkehr ist für Betroffene besonders einschränkend, dass sie ob der teilweisen Blindheit nicht mehr Lesen können. Viele Alltagssituationen sind jedoch nur zu meistern, wenn Buchstaben oder zumindest Symbole wahrgenommen werden können. Blinde Menschen sind hier oftmals benachteiligt. Eine Möglichkeit, die fehlende Sehkraft auszugleichen, ist das Erlernen der Brailleschrift. Es handelt sich dabei um einen Zeichensatz, der nicht mit den Augen, sondern mit den Fingern erfasst wird. Jedem Buchstaben des Alphabets ist hernach eine Kombination aus Erhebungen oder Vertiefungen auf einer Oberfläche zugeordnet. Brailleschrift findet sich zum Teil bereits auf Lebensmittel– und Medikamentenverpackungen. Auch die meisten Eingabefelder bei Banken sind mit Erhebungen markiert, damit sich Blinde hier zurechtfinden.

Neben der Brailleschrift erleichtern auch diverse Programme, die in der Lage sind, Bildschirmtexte zu lesen, das Leben von Betroffenen. In den vergangenen Jahren sind solche Programme immer zuverlässiger geworden. Zum Teil ist es mit ihnen auch möglich, mittels Spracheingabe selbst Texte zu verfassen. Darüber hinaus besitzen die meisten Telefone und Computer verschiedene Applikationen und Programme, die speziell auf die Bedürfnisse blinder Menschen zugeschnitten sind. Welche Programme und Hilfskonstrukte jeweils geeignet sind, kann in verschiedenen Beratungsstellen und bei Therapien erfragt werden. Auskunft hierüber gibt in der Regel die Krankenkasse. Ob ein Blindenhund oder eine Betreuung notwendig sind, entscheiden diese ebenfalls.


Alternative Behandlungsmethoden

Im Grunde genommen ist die Makuladegeneration nicht heilbar. Aus diesem Grund gibt es selbstverständlich auch keine alternativen Behandlungsansätze, die dieser Krankheit entgegenstehen können. Allerdings existieren eine Reihe von Maßnahmen, die durchaus dazu geeignet sind, den Fortschritt einer bereits bestehenden Erkrankung nach Möglichkeit einzudämmen. Auch hinsichtlich der Prävention kann die alternative Medizin eine Rolle spielen.

Es hat sich beispielsweise gezeigt, dass sportliche Betätigung eine Rolle bei der Vermeidung einer Makuladegeneration spielt. Dabei sind vor allem jene Sportarten geeignet, die für eine Stabilisierung des Gewichts sowie eine positive Einwirkung auf den Blutdruck sorgen. Gerade hoher Blutdruck gilt als besonders gefährdend bei der Entstehung der feuchten Makuladegeneration. Es ist allerdings möglich mittels gezielter Übungen den Blutkreislauf sowie das Gewicht positiv zu beeinträchtigen. Unter anderem hat sich Yoga als Sportart herausgestellt, die schonend für den Körper und gleichzeitig gut für die Gesundheit ist. Gerade wenn Patienten älter sind, ist jedoch nicht mehr jede Übung und nicht jede Sportart mehr möglich. Hier können bereits tägliche Spaziergänge zu einer besseren Gesundheit beitragen. Aber auch Gymnastik für ältere Menschen oder regelmäßiges Schwimmen gelten als besonders schonend für die Gelenke, halten aber dennoch fit. Welche Sportarten für den jeweils Betroffenen besonders geeignet sind, kann beispielsweise mit dem zuständigen Hausarzt oder bei einer speziellen Beratungsstelle erfragt werden.

Heilpflanzen, ätherische Öle sowie homöopathische Globuli sind ebenfalls im Sinne der Prävention einer Makuladegeneration anwendbar. Eine Heilung ist jedoch durch solche Mittel nicht möglich. Außerdem sei an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass auch eine Verbesserung der Sehkraft durch solche Mittel nicht gewährleistet werden kann. Hier ist lediglich der Einsatz konventioneller Therapien erfolgversprechend.

Welche Hausmittel können helfen?

Hausmittel können bei einer bestehenden Makuladegeneration im Grunde genommen nichts ausrichten. Es handelt sich hierbei um eine Erkrankung, für die es aktuell noch keine Heilung gibt. Allerdings ist es möglich, mit speziellen Maßnahmen, das Risiko der Erkrankung möglichst unter Kontrolle zu halten. Hierfür eignet sich in erster Linie das Tragen von verschiedenen Schutzbrillen, mit dem schädliche Umweltfaktoren vom Auge ferngehalten werden. Aber auch eine gesunde Lebensweise kann dabei helfen, das Auge gesund zu halten und Ablagerungen zu vermeiden.

  • sportliche Aktivitäten
  • Schutz für die Augen: Sonnenbrillen, Taucherbrillen, Schutzbrillen
  • Vermeiden von direkter Sonneneinstrahlung
  • Rauchstopp
  • gesunde Ernährung

Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.

Heilkräuter & Heilpflanzen

  • Chelidonium majus
  • Acorus calamus
  • Sempervivum tectorum
  • Plectranthus barbatus
  • Euphrasia officinalis
  • Immergrün
  • Rosskastanie
  • Melisse
  • Lepidium latifolium
  • Knoblauch

Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.

Ätherische Öle

  • Kamille
  • Geranium
  • Rose
  • Immortelle
  • Zitronenmelisse
  • Nelke
  • Kokos
  • Zeder
  • Koriander

Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.

Homöopathie & Globuli

Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.

Schüssler-Salze

Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.

Diät & Ernährung

Eine gesunde Ernährung spielt bei der Prävention einer Makuladegeneration eine übergeordnete Rolle. Das gilt in besonderem Maße, da sowohl Übergewicht als auch ein erhöhter Blutdruck zu den Risikofaktoren für die Entstehung dieser Krankheit zählen. Ernährungsberater weisen aus diesem Grund darauf hin, dass bestimmte Richtlinien bei der Nahrungsaufnahme dringlichst eingehalten werden sollten.

Hierzu zählt beispielsweise, dass täglich frisches Obst und Gemüse verzehrt werden sollte. Als besonders empfehlenswert gelten circa 200 Gramm Obst sowie 500 Gramm Gemüse täglich. Welche Produkte hierbei gewählt werden, kann jeweils nach Geschmack und persönlicher Vorliebe entschieden werden. Allerdings sollten gerade Diabetiker darauf achten, Obst zu wählen, dass lediglich einen geringen Gehalt an Fructose besitzt. Trauben sind hier beispielsweise eher zu vermeiden.

Einige Obst- und Gemüsesorten sind dank ihrer enthaltenen Vitamine besonders günstig für die Gesunderhaltung der Augen. Als Beispiele können hier unter anderem Möhren, Bananen, Spinat und Blattsalat genannt werden. Insgesamt zeigen sich Lebensmittel als positiv, die einen hohen Gehalt an Beta-Carotin aufweisen. Dieser Stoff befähigt den Körper Vitamin A zu bilden, das für den Sehvorgang dringend benötigt wird. Auch andere Mikronährstoffe wie beispielsweise Lutein sorgt für eine Gesunderhaltung der Augen. Dieser Stoff schützt die Netzhaut vor Sonneneinstrahlung und ist unter anderem in Grünkohl, Mangold oder Rucola enthalten.

Wichtig bei einer gesunden Ernährung ist neben der Aufnahme von Obst und Gemüse auch die richtige Wahl von Fetten, welche der Körper dringend benötigt. Immerhin besteht die Netzhaut des Auges zu einem Großteil aus ungesättigten Fettsäuren. Viele Fischsorten wie Lachs oder Forelle enthalten die hierfür benötigten Omega-3-Fettsäuren. Aktuelle Studien haben herausgestellt, dass gerade jene Lebensmittel, die reich an solchen Fettsäuren sind, einer Makuladegeneration im Alter vorbeugen können. Auf sie ist bei einer gesunden Ernährung also möglichst nicht zu verzichten. Menschen, die keinen Fisch mögen, können Fette auch über Leinöl, Walnüsse oder Chiasamen einnehmen.

Eine gesunde Ernährung bedeutet in gewissem Rahmen immer einen Verzicht auf schädliche Produkte. Zu diesen zählen neben sehr zuckerhaltigen Speisen auch Lebensmittel, die auf gesättigten Fettsäuren basieren, Fertiggerichte oder Produkte mit künstlichen Aromen und Konservierungsstoffen. Darüber hinaus sollten Körpergifte dringlichst vermieden werden. Alkohol und Tabak sollten folglich nicht konsumiert werden.


FAQ – Fragen & Antworten

Was sind Drusen?

Der Begriff Druse bezeichnet in der Medizin verschiedenes extrazelluläres Gewebe, dass sich an der Netzhaut und besonders im Bereich der Makula anhäufen kann. Es handelt sich dabei im Grunde genommen um Eiweiße, die von toten Zellen abgesondert, jedoch vom Körper nicht abgebaut werden können. Sie entstehen beispielsweise aus der Membran von Zellen. Der Ablagerungsvorgang erfolgt hernach bei den meisten Personen. Es wird sogar davon ausgegangen, dass etwa 99 % der Bevölkerung irgendwann im Leben abgelagerte Drusen auf der Netzhaut hat. Doch nicht in allen Fällen führt das zu Sehbeeinträchtigungen oder zu einer Makuladegeneration. Die Ablagerungen sind außerdem auch durch Umwelteinflüsse sowie durch die Gesundheit und die Gene des Betroffenen beeinflusst.

Hilft eine Brille bei der Makuladegeneration?
Es gibt eine Reihe optischer Geräte, die durchaus in der Lage sind, verschiedene Einschränkungen der Sehfähigkeit ob einer Makuladegeneration auszugleichen. Eine Brille im klassischen Sinne existiert jedoch nicht. Grund hierfür ist, dass der Sehnerv sowie die Bänder und der Großteil der Netzhaut noch intakt sind, die Schädigung jedoch auf Ablagerungen und Trübungen der Makula zurückgehen. Diese können durch eine Brille nur schwerlich aufgehoben beziehungsweise überbrückt werden. Zwar gelingt es vor allem im Frühstadium mittels Lupenbrille eins gewisse Unschärfe im zentralen Sehen zu überwinden, im späteren Krankheitsverlauf ist dies jedoch nicht mehr möglich. Hier sind andere Hilfsmittel dafür geeignet, das fehlende Sehvermögen zu kompensieren. Beispielsweise existieren diverse Bildschirmlesegeräte. In den vergangenen Jahren wurden im Zuge der Barrierefreiheit verschiedene Programme in Softwareanwendungen integriert, die Texte flüssig vorlesen. Dies erleichtert selbstverständlich den Alltag für Betroffene. Ist bereits eine Blindheit eingetreten, können unterschiedliche Hilfsmittel für Blinde hilfreich sein, obgleich bei der Makuladegeneration keine vollständige Blindheit vorliegt. Das periphere Sehen ist zumeist noch intakt.

Was bedeutet AMD?
AMD ist die Abkürzung für altersabhängige Makuladegeneration. Dieser Begriff leitet sich daher ab, dass die meisten Fälle von Makuladegeneration bei älteren Menschen zu finden. Oftmals wird die Bezeichnung jedoch auch als Synonym für die trockene Variante dieser Erkrankung verwendet, da sie sich über einen langen Zeitraum hinweg entwickelt und kaum bei jungen Menschen zu finden ist.

Gehört Morbus Stargardt zu den Makuladegenerationen?

Die Krankheit Morbus Stargardt ist eine seltene Erkrankung, die einerseits zu den Makuladegenerationen gehört, sich aber beispielsweise von der gewöhnlichen AMD sowie der feuchten Makuladegeneration unterscheidet. Hier ist vermutlich ein Gendefekt dafür verantwortlich, dass sich Pigmentpartikel auf der Netzhaut ablagern und hierdurch die Sehfähigkeit vermindert wird. Farbsehen und zentrales Sehen sind hier ebenfalls eingeschränkt, die Symptome unterschieden sich jedoch deutlich von der üblichen Makuladegeneration.

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