Mate Strauch – Pflanze mit besonderer Wirkung

Wer bereits schon mal in den südamerikanischen Ländern, insbesondere in Argentinien, Paraguay oder Peru, Urlaub gemacht hat, wird zwangsläufig vom Mate-Tee gehört und ihn vielleicht sogar auch probiert haben.

Grundlage dieses gesunden Aufgussgetränkes sind die getrockneten Blätter des Mate Strauches, welche in urtümlich anmutenden Gefäßen – den sogenannten Kalebassen – in zerkleinerte Form mit heißem Wasser in Lösung gebracht werden.

Die heilende Wirkung des Mate Strauchs

Im Mate Tee stecken weit über 250 verschieden Inhaltsstoffe – die meisten von ihnen besitzen erwiesener Maßen eine medizinisch bedeutsame Wirkung auf unseren Körper. Die wichtigsten unter ihnen sind:

Im Allgemeinen verbessern sich durch den Genuss eines Mate-Tees die Konzentrationsfähigkeit, der Stoffwechsel und der Schutz des zentralen Nervensystems. Durch den hohen Koffeingehalt (vergleichbar mit schwarzem Kaffee) besitzt das Heißgetränk auch eine aufputschende Wirkung auf den gesamten Organismus.

Darüber hinaus sorgen Theobromin und die enthaltenen Gerbstoffe auch für eine abführende sowie harntreibende Wirkungsweise des Mate.

Die Gerbstoffe sind es auch, die das Mate-Extrakt zu einer wirkungsvollen Medizin für äußerliche Wunden macht. Allerdings dürfen die Verletzungen an der Haut nicht eiternd oder gar nässend sein. Denn das Mate-Extrakt wirkt versiegelnd und bildet einen feinen Schutzfilm über der Wunde. Sind bereits bakterielle Erreger in das Unterhautgewebe vorgedrungen, können sich diese im Schutze des Filmes ideal vermehren und lassen sich auch nur mehr sehr aufwändig entfernen. Deshalb sollten die Extrakte des Mate Strauchs nur auf frische Wunden geträufelt werden.

Durch seine sättigende Wirkung sind Mate-Blätter auch eine ideale Unterstützung für jede Form von Diät. Zwar darf man sich keine Wunderdinge erwarten, aber alleine die Tatsache, weniger häufig zum Kühlschrank zu rennen um nach kalorienreichen Leckereien Ausschau zu halten, ist für das Vorhaben Gewichtsreduktion bestimmt nicht hinderlich.

Vom Mate Strauch zum Mate Tee

Wie eine repräsentative Umfrage im Jahre 2014 unter den Südamerikaner ergab, so trinken etwa 80 Prozent der Bevölkerung mindestens einmal in der Woche Mate. Aus dieser Zahl ist bereits die hohe wirtschaftliche wie kulturelle Relevanz ersichtlich, die sich hinter dem gezielten Anbau des Ilex paraguariensis (so nennen die Botaniker diese Pflanzenart) verbirgt.

Grundsätzlich bestehen heutzutage zwei Möglichkeiten um an die Mate Sträucher samt ihrer kostbaren Blätter zu gelangen. Entweder man begibt sich in die Urwälder und deren Randgebiete und sucht nach den weit verbreiteten, wilden Mate Sträuchern Südamerikas, oder aber man züchtet sich in groß angelegten Plantagen seinen eigenen Mate heran.

Auch wenn die letztere Variante aus wirtschaftlicher Sicht vielleicht lukrativer erscheint, so haben die Plantagenbetreiber doch mit zahlreichen Problemen bei der Aufzucht des sensiblen Mate Strauches zu kämpfen.

So gilt es die Temperatur auf den Anlagen im Jahresverlauf möglichst konstant zu halten. Mate verträgt eine Abweichung vom Normwert um lediglich drei Grad Celsius! Auch Luftdruck und Luftfeuchtigkeit sind Parameter, welche rund um die Uhr überwacht werden müssen. Kleinste Fehler können hier die komplette Jahresernte zerstören. Darüber hinaus müssen die jungen Mate Sträucher aufwendig mit Filzstoffen abgedeckt werden, sodass die aggressive UV-Strahlung der hochstehenden Mittagssonne abgemildert wird. Hinzu kommt noch die Tatsache, dass die Mate-Ernte erst nach vier Jahren erfolgen kann, denn erst dann haben sich die wertvollen, heilenden Inhaltsstoffe in den Mate-Blättern gebildet.

Mit diesen Gegebenheiten im Hinterkopf ist es wahrlich nicht verwunderlich, weshalb auch heute noch über 40 Prozent der gesamten Mate-Produktion auf natürliche Bestände in den Waldregionen Südamerikas beschränkt ist – und die Bestellung eines Mate-Tees vergleichsweise teuer ist.

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