Mate Tee – Wirkung wie erwartet?

Der Mate Tee gilt als eines der gesündesten Heißgetränke auf unserem Planeten. Die Blätter des Mate-Strauches werden mit beinahe kochend heißem Wasser übergossen und über einen Strohhalm mit Sieb – der Bombilla – getrunken. Neben dem bekömmlichen Geschmack ist es vor allem die gesundheitsfördernde Wirkung des Mate-Tees, welche für den regelrechten Boom um dieses über 2000 Jahre alte Getränk verantwortlich ist.

 

Die Inhaltsstoffe

Folglich ist es nur konsequent, sich zunächst mit den Inhaltsstoffen der Mate zu beschäftigen, um die festgestellten Wirkungsweisen begründen zu können.

Insgesamt besitzt so ein Mate-Blatt über 250 verschiedene Wirkstoffe, wobei die meisten davon ätherische Öle und sogenannte sekundäre Pflanzenstoffe sind. Diese tragen maßgeblich zum Geruch und zum typischen, leicht bitteren Geschmack des Aufgussgetränks bei. Einige wenige dieser Inhaltsstoffe haben jedoch auch Auswirkungen auf unseren Organismus und können sogar gezielt als Heilmittel verwendet werden – auch in der modernen Medizin!

Die wesentlichen Komponenten sind dabei:

Die vielschichte Wirkung des Mate Tees

Seit über 1.000 Jahren ist die anregende Wirkung des Aufgussgetränks auf den menschlichen Organismus bekannt. Die kognitive Leistungsfähigkeit, der Stoffwechsel und sogar die neuronale Impulsweitergabe sollten durch das Schlürfen an der Bombilla gesteigert werden. Kein Wunder, wenn man bedenkt, dass die Koffein-Menge einer Mate etwa doppelt so hoch ist wie bei einem gewöhnlichen Kaffee. Auch die schweißtreibende, pulssteigernde Wirkungsweise lässt sich durch das pflanzliche Aufputschmittel Koffein erklären.

Ganz anders verhält es sich mit den Gerbstoffen des Mate Tees. Diese tragen dazu bei, dass sich Verstopfungen im MagenDarm-Bereich lösen. Folglich dient das argentinische Nationalgetränk als sanftes Abführmittel. Des Weiteren besitzen die Gerbstoffe eine heilende Wirkung auf die äußeren Zellen in der Blasenwand, das sogenannte Blasenepithel. Gerade bei Personen, welche häufig zu einer Blasenentzündung neigen, kann der regelmäßige Genuss eines Mate Tees für eine dauerhaft gesunde Blase sorgen.

Auch in der Fitness-Szene erfreut sich das südamerikanische Kultgetränk einer immer größer werdenden Beliebtheit. So soll es Diäten unterstützen und dazu beitragen, dass Mann wie Frau schneller ihr Wunschgewicht erreichen. Aus wissenschaftlicher Sicht kann Mate Tee dies aus zwei Gesichtspunkten tatsächlich leisten: Zum einen verbrennt der Körper durch den beschleunigten Stoffwechsel mehr Energie, zum anderen wirkt das Heißgetränk extrem sättigend, so dass Zwischenmahlzeiten eingespart werden können.

Jedoch sollten Sie Ihre Diät-Pläne nicht alleine auf den regelmäßigen Genuss des Mate beschränken, denn es handelt sich dabei lediglich um ein unterstützendes sowie überaus nahrhaftes Supplement.

Nebenwirkungen und Gefahren

Leider haben neuerliche Studien den langjährigen Verdacht bestätigt, dass Mate das Krebsrisiko erhöhen kann. Insbesondere das Auftreten von Blasen-, Speiseröhren- und Lungenkrebs zeigte sich bei täglichem Mate Konsum stark erhöht. Mittlerweile konnte auch der chemische Übeltäter gefunden werden: Es sind die polyzyklischen, aromatischen Kohlenwasserstoffe (kurz PAK), welche sich durch die Rauchtrocknungsverfahren der Mate-Blätter bilden.

Interessant ist, dass Forscher einen Zusammenhang zwischen der Zubereitungstemperatur und dem Krebsrisiko besteht. So sinkt letzteres bei einer kalten Mate Zubereitung deutlich. Wer sich und seine Gesundheit also nicht unnötig gefährden möchte, der sollte auf einen kalten Mate – Tee – einen Eistee sozusagen – zurückgreifen.

Trotz dieser Nebenwirkungen sind die Blätter des Mate-Strauchs nicht verschreibungspflichtig und können in manchen Reformhäusern oder im Internet gekauft werden.

 

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