Erste Hilfe bei Muskelzerrung

Muskelzerrung

Eine Muskelzerrung wird auch Distension genannt. Es handelt sich hierbei um eine Muskelverhärtung, welche jeden Muskel betreffen kann.

Äußerlich sind keine Schäden zu sehen, da die Haut keinen Schaden nimmt. In seltenen Fällen schwillt der betroffene Muskel an. Das kann man jedoch durch einfach Maßnahmen verhindern(siehe unten). Der Verletzte leidet unter krampfartigen Schmerzen im gezerrten Muskel, wie sie auch bei anderen Muskelverletzungen auftreten, weswegen es ist nicht immer einfach ist eineZerrung als solche zu diagnostizieren. Eine Muskelzerrung unterscheidet sich vom Muskelfaserriss oder anderen Muskelverletzungen dadurch, dass selbst durch einem Kernspintomographen keine Risse oder andere Verletzung zu erkennen sind.

Es handelt sich um eine Sportverletzung, die folgende Umstände zur Ursache haben kann.

  • niedrige Umgebungstemperatur
  • nicht aufgewärmte Muskulatur
  • ermüdete Muskulatur
  • überforderte Muskulatur

Eine Muskelzerrung tritt also nicht aufgrund von äußerlicher Gewalteinwirkung auf. Wer nicht genug Flüssigkeit zu sich nimmt läuft ebenfalls Gefahr siche eine solche Verletzung zuzuziehen.

Erste Hilfe bei einer Muskelzerrung

Bei einer Muskelzerrung kann man sowohl als Ersthelfer als auch als Verletzter auf die PECH-Regel zurückgreifen.

Diese setzte sich aus Pause, Eis, Compression (Kompression) und Hochlagern zusammen.

Pause

Die Tätigkeit, die den Schmerzverursacht hat, soll sofort unterbrochen werden. Der Muskel muss ruhiggestellt werden, da eine Muskelzerrung oft durch eine Kontraktion des Muskels entsteht, nach welcher sich der Muskel nicht entspannen kann.

Eis

Der gezerrte Muskel muss durch Eis, ein Kühlkissen oder kaltes Wasser im Idealfall mindestens 20-40 Minuten gekühlt werden. Das hemmt die Einblutung in den Muskel. Je schneller der Muskel gekühlt wird, desto schneller erholt er sich. Danach sollte der Muskel nur zur Schmerzlinderung gekühlt werden.

Compression (Kompression)

Damit keine Schwellung entsteht sollte man einen elastischen Verband um den betroffenen Muskel wickeln. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass dieser nicht zu fest sitzt, damit eine gute Durchblutung gewährleistet ist.

Hochlagern

Das Bein oder den Arm hochzulegen hilft ebenfalls eine Schwellung zu verhinden.

Bis zur vollständigen Heilung der Muskulatur sollte man Sport vermeiden. Die Schmerzen verringern sich nach wenigen Tagen, doch die komplette Heilung kann sich bis zu drei Wochen ziehen. Entzündungshemmende Schmerzmittel können unterstützend im Maße eingenommen werden. Aber auch ein Verband mit einer Salbe, die die Wirkstoffe Heparin oder Aescin enthält, kann angelegt werden.

Vorbeugen einer Muskelzerrung

Um eine solche Verletzung zu verhindern, können einige Vorkehrungen getroffen werden, die das Risiko einer Muskelzerrung zwar nicht gänzlich aus der Welt schaffen, dieses aber stark reduzieren.

  • Aufwärmen (mindestens 15 Minuten, vor allem bei kälteren Temperaturen)/li>
  • viel Trinken
  • ausreichend Elektrolyte zu sich nehmen

Ins Besondere weniger sportliche Menschen sollten diese Maßnahmen beherzigen, da sich ein ungeübter Muskel schneller zerrt.

Wann ist professionelle Hilfe notwendig?

Im Prinzip ist sie gar nicht notwendig, solange es sich nur um eine Muskelzerrung handelt. Allerdings sollte ein Arzt die Verletzung begutachten, um einen Muskelfaserriss oder einen Muskelriss auschließen zu können. Bevor man das Training wieder aufnimmt, sollte man einen Arzt aufsuchen, um bleibende Schäden oder ein Verschlimmerung der Verletzung zu verhindern.

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