Elizabethkingia

Elizabethkingia

Elizabethkingia / Elisabethkingia

Elizabethkingia sind Bakterien aus der Familie der Flavobakterien. Diese Gruppe zeichnet sich dadurch aus, dass sie fast allgegenwärtig in sämtlichen Gewässern und Böden aufzufinden sind. Zudem kann die Elizabethkingia meningoseptica Hirnhautentzündungen bei Frühgeborenen, Kleinkindern sowie Babys verursachen.

Auch eine eher mysteriöse Infektionswelle geht seit 2015 in der USA umher. Diese wird durch das Bakterium Elizabethkingia anophelis hervor. Bis Mitte März im Jahr 2016 waren bereits 50 Menschen an der unüblichen Infektion erkrankt.

Was sind Elizabethkingia?

Elizabethkingia sind stäbchenförmig, gramnegativ, unbeweglich und leicht gekrümmt. Erhalten hat es seinen Namen von Elisabeth O. King, der US-amerikanischen Bakteriologin im Jahre 1960.

Vorübergehend trug es jedoch den Namen Flavobacterium meningosepticum, da es mit Hirnhautentzündungen (Meningitis) sowie einer Blutvergiftung (Sepsis) in Verbindung gebracht werden kann.

2005 erkannte man, dass das Bakterium eine eigene Art in der Familie der Flavobakterien bildet. Zu Ehren seiner Entdeckerin erhielt es den Namen Elizabethkingia.


Das Vorkommen

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Die Bakterien lassen sich vor allem in Süßwasserseen und auf Ackerböden finden

Wie bereits erwähnt wurde, sind Elizabethkingia allgegenwärtig in der Umwelt auffindbar. Besonders Ackerböden und Süßwasserseen bilden eine ideale Heimat für diese Bakterien. Somit sind sie auf der gesamten Welt auffindbar und größtenteils unschädlich für den menschlichen sowie tierischen Organismus. Großartige Unterschiede zu anderen Arten der Flavobakterien sind nicht vorhanden.

Einige andere Bakterien, die sich schädlich auf Tier und Mensch auswirken, sind die Elizabethkingia meningoseptica. Diese finden sich vorrangig im Leitungswasser sowie auf Krankenhausgeräten wieder, sobald die Hygiene nicht eingehalten wird oder ein Venenkatheder auf irgendeine andere Art und Weise kontaminiert wird. Daher sind neben Babys und Neugeborenen vor allem auch Dialysepatienten gefährdet.


Die Verbreitung

Da das Bakterium keine Sporen ausbilden kann, findet die Vermehrung ausschließlich per Sprossung statt. Zudem leben die Flavobakterien meist in größeren Kolonien, wodurch sie oftmals erst sichtbar werden. Das liegt daran, dass alle Bakterien dieser als eine gelbliche Färbung besitzen, die bei einer Ansammlung zum Vorschein kommt.

Elizabethkingia sind weit verbreitet. Somit findet man sie in der gesamten Natur. Im menschlichen sowie tierischen Organismus werden sie jedoch sehr selten entdeckt und wenn, dann handelt es sich lediglich um bestimmte Arten, die für den Mechanismus äußerst schädlich sein können.


Die Eigenschaften

Durch Eigensynthese produziert das Bakterium Enzyme wie Katalase, Oxydase und Indol. Auf Urease reagiert es jedoch negativ.

Das Bakterium Elizabethkingia meningoseptica kann gelegentlich als krankenhausspezifischer Keim auftreten. Das liegt daran, dass er eine Resistenz gegenüber einigen bekannten Antibiotika aufweist. Hier werden beispielsweise Enzyme wie Betalaktamasen und deren Erweiterungen synthetisiert. Somit werden bestimmte Antibiotika einfach deaktiviert.

Vor allem Frühgeborene, Kleinkinder sowie Babys weisen ein erhöhtes Infektionsrisiko auf. Sobald das Immunsystem geschwächt oder auch künstlich supprimiert wird, ist das Risiko am Höchsten. Auch Dialysepatienten weisen ein erhöhtes Risiko aus.

Folgende Krankheitsbilder können durch den Keim hervorgerufen werden:

Hauptinfektionswege können befallene Venenkatheder, Klinikgeräte sowie Leitungswasser sein. Daher ist bei der Blutwäsche (Dialyse) höchste Reinheit geboten!

Gut zu wissen! Eine Ansteckungsgefahr von Mensch zu Mensch ist nicht vorhanden!

Weitere Eigenschaften des Bakteriums

Wie alle Bakterien der Gruppe der Flavobakterien weist auch das Elizabethkingia eine gelbliche Färbung auf, welche zum Vorschein kommt, sobald eine größere Anlagerung vorhanden ist. Zudem sind sie stäbchenförmig, leicht gekrümmt, unbeweglich und schlicht allgegenwärtig in Böden und Gewässern. Außerdem ist das Bakterium aerob, was bedeutet, dass es ohne Sauerstoff nicht existieren kann. Dieser wird aus Gewässern und Böden entnommen.

Achtung: Elizabethkingia treten selten als pathogene Bakterien auf!

Krankheiten & Beschwerden

An sich ist die Gruppe der Elizabethkingia nicht gefährlich für die Gesundheit von Mensch und Tier, trotz ihrer Allgegenwärtigkeit in der Umwelt. Eine Ausnahme bilden lediglich die Bakterienformen Elizabethkingia meningoseptica und anophelis, welche bereits benannt und beschrieben wurden.


EK anophelis

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Ein typischen Symptom bei Elizabethkingia anophelis ist das Frösteln

Elizabethkingia anophelis

Die Erkrankten Menschen in Wisconsin waren allesamt über 65 Jahre alt. Zudem litten sie in diesem Zeitraum unter einer weiteren Erkrankung. Dies gibt Aufschluss darüber, dass auch hier ein geschwächtes Immunsystem von Nöten war oder zumindest die Infektion um einiges erleichtert hat.

Die Symptome:

Achtung: Bei einigen Patienten stellte sich mit der Zeit eine Lungenentzündung ein.

In etwa 15 der über 50 Erkrankten Personen starben. Jedoch ist die genaue Ursache noch unbekannt. Aus diesem Grund kann die genaue Ursache auch die weitere Erkrankung gewesen sein.

Die Übertragung wird laut allem Anschein nach durch Mücken übertragen. Somit ist hier ein großer Unterschied zu dem Elizabethkingia meningoseptica vorhanden, welches sich im Leitungswasser sowie auf kontaminierten Geräten und Kathedern befindet.


EK meningoseptica

Elizabethkingia meningoseptica

Wie bereits erwähnt, werden diese Bakterien per Leitungswasser und Krankenhausgeräte übertragen. Besonders betroffenen sind Frühgeborene, Babys, Kinder und Dialysepatienten.

Wer sich mit dem Bakterium infiziert, kann an folgenden Krankheiten erkranken:

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