Fieber

Fieber ist ein wichtiges Symptom für Erkrankungen

Fieber

Fieber ist ein sehr häufiges Symptom, mit dem signalisiert wird, dass etwas im Körper nicht stimmt. Es ist eine Art Werkzeug des Organismus, welches das Immunsystem dabei unterstützt, fremde Erreger wie Bakterien oder Viren zu bekämpfen.

Die Körpertemperatur der Menschen kann zwar leicht variieren, allerdings wird bei ca. 37 ° C von einer normalen Temperatur ausgegangen. Eine Erhöhte Temperatur liegt bei 37,5 ° C bis 38 ° C vor, ALS Fieber wird hingegen eine Temperatur ab 38,1 ° C bezeichnet.

In folgendem Ratgeber informieren wir Sie ausführlich zum Symptom Fieber.

Was ist Fieber?

Steigt die Körpertemperatur bei einer rektalen Messung auf über 38 Grad Celsius, wird sie als Fieber bezeichnet. Bei normaler Körpertemperatur um 37 Grad Celsius sind Wärmeproduktion und Wärmeabgabe im Einklang. Wird diese Balance jedoch gestört, kann es mit unter 35 Grad Körpertemperatur zu einer Unterkühlung oder ab 37,5 ° C zu einer Überwärmung des Körpers kommen.

  • Die Normal-Temperatur liegt bei 36,5 °C bis 37,5 °C
  • Die subfebrile Temperatur bzw. eine erhöhte Temperatur liegt im Bereich von 37,5 °C bis 38,0 °C
  • Leichtes Fieber liegt zwischen 38,1°C und 38,5°C
  • Von mäßigem Fieber ab einer Körpertemperatur von 38,6°C bis 39,0°C gesprochen werden.
  • Ab einer Fieber-Höhe von 39,1°C bis 39,9°C wird Fieber als Hohes Fieber
  • Ab einer Körpertemperatur von 40,0°C bis 42,0°C sehr hohes Fieber benannt
  • Bei Kindern spricht man ab 38 ° C von einer erhöhten Temperatur und ab 38,5 ° C von Fieber

Wie kommt es zu Fieber?

Das im Gehirn liegende Wärmeregulationszentrum kontrolliert rund um die Uhr die Körpertemperatur. Das Regulationszentrum funktioniert in etwa wie ein Thermostat. Steigt der Sollwert – also beim gesunden Körper 37 Grad Körpertemperatur – durch bestimmte Faktoren an, erhöht sich auch die Körpertemperatur und es kommt zu Fieber.

Für den Fieberanstieg sind die fieberauslösenden Stoffe (Pyrogene) verantwortlich. Diese können von körpereigenen Abwehrzellen produziert werden. Durch die hohe Körpertemperatur können die natürlichen Abwehrprozesse noch beschleunigt werden. Der Temperaturanstieg entsteht somit durch Entzündungsstoffe und Krankheitserreger, die den Sollwert der Körpertemperatur anheben.

Die Wärmeabgabe erfolgt über die Haut, die anfangs blass, trocken und kalt ist. Frieren und Muskelzittern sind die Folge und Schüttelfrost erhöht zusätzlich die Wärmeproduktion. Die Haut glüht, die Wangen werden rot und auch Puls und Atmung steigen an.

Beim anschließenden Entfiebern wird wieder vermehrt Wärme über die gerötete, feucht bis schweißgebadete Haut abgegeben. Erhöhtes Durstgefühl, Appetitlosigkeit und Müdigkeit dauern noch eine gewisse Zeit an.

Besonders bei Babys und Kleinkindern kann schnell hohes Fieber auftreten. Hier sollte schnell mit entsprechenden Gegenmaßnahmen oder fiebersenkenden Mitteln sowie viel Flüssigkeitsaufnahme behandelt werden.

Häufige Begleitsymptome von Fieber

Fieber tritt so gut wie nie als alleiniges Symptom auf. In der Regel ruft das Symptom noch andere Begleiterscheinungen hervor. Hierzu gehören:

  • Beschleunigter Puls
  • Schweißausbruch
  • Schüttelfrost oder Frösteln
  • Schnelle Atmung
  • warme, rötliche und oder blasse Haut
  • ein Glänzen der Augen
  • Durstgefühl
  • belegte und trockene Zunge
  • Appetitlosigkeit

Die verschiedenen Arten von Fieber

Abhängig vom Charakter des Fiebers, wird das Symptom in unterschiedliche Arten unterteilt:

  • Als Fieber-Kontinua pder Continua febris wird ein durchgehender Fieber bezeichnet. Hierbei hält das Symptom mehrere Tage oder Wochen an. Die Schwankungen der Temperatur betragen indes höchstens 1 ° Celsius. Auslöser kann beispielsweise eine infektioöse Endokarditis sein.
  • Das remittierende Fieber wird dadurch gekennzeichnet, dass die Temperatur zwar zeitweise abfällt, die Normaltemperatur aber nicht erreicht wird. Hierbei kann es sich zum Beispiel um eine Harnwegsinfektion handeln.
  • Das undulierende Fieber steigt langsam an, ist langanhaltend und geht mit fieberfreien Intervallen einher. Ursachen können beispielsweise Tumore oder aber Morbus Hodgkin sein.
  • Beim rekurrierenden Fieber tritt die erhöhte Temperatur in Perioden auf. Es kommt zwischendurch also zu einem oder auch mehreren Tagen mit Normaltemperatur. Hierbei kann es sich zum Beispiel um Malaria handeln.

Fieber und seine häufigsten Ursachen

Fieber ist der Auslöser oder eine Begleiterscheinung für Krankheiten. Demzufolge kann das Symptom verschiedene Ursachen haben. Das Symptom tritt häufig bei Entzündungen oder Infektionskrankheiten auf, welche durch Pilze, Viren oder Bakterien ausgelöst worden sind. Hierzu zählen:

Auch folgende „Reise-Fieber„-Krankheiten kommen als Ursache in Betracht:

  • Malaria
  • Lassa-Fieber
  • West-Nil-Fieber
  • Dengue-Fieber

Bei Erkältungskrankheiten und grippalen Infekten mit Schnupfen, Halsschmerz und Husten steigt das Fieber meist schnell an, vergeht aber erfahrungsgemäß auch wieder relativ schnell. Ursache hierfür sind bakterielle und virale Infektionen, die von Grippeviren, Bakterien (Streptokokken und Pneumokokken) und möglicherweise von exotischen Krankheitserregern ausgelöst werden können.

Bei anhaltendem Fieber und Husten sollte ein Arzt aufgesucht werden, um eine mögliche Lungenentzündung ausschließen oder rechtzeitig medizinisch behandeln zu können.

Entwickelt sich der grippale Infekt jedoch zu einer Atemwegs- oder Harninfektion, bei der Brennen beim Wasserlassen ein Anzeichen für eine schwerere Erkrankung ist, sollte ein Arzt zur Feststellung der Diagnose aufgesucht werden.

Im Gegensatz zum Allgemeinzustand und den Begleitsymptomen sagt die Höhe des Fiebers nichts über die tatsächliche Schwere des Krankheitsbildes aus.

Als häufige Ursachen für den Temperaturanstieg sind bei Erwachsenen Infektionskrankheiten. Hier sind vorrangig klassische Magen-Darm-Infektionen, Mandelentzündungen und das Pfeiffersche Drüsenfieber zu nennen.

Eine Magen-Darm-Infektion einhergehend mit Fieber kann unter anderem durch die Rotaviren oder Noroviren ausgelöst werden. Doch auch Bakterien wie Salmonellen, Campylobacter oder Escherichia coli können diese unangenehme Erkrankung hervorrufen.

Auch Nierenbeckenentzündungen und lebensgefährliche, aber inzwischen eher seltene Hirnhautentzündungen sind Erkrankungen, die je nach Schweregrad der Erkrankung hohes Fieber auslösen können.

Vorrangig hohes Fieber tritt bei folgenden Erkrankungen auf:

Weitere Ursachen für Fieber

Bekannt ist Fieber vor allem als Begleiterscheinung von grippalen Infekten. Aber auch körpereigene Störungen wie beispielsweise Tumore können eine hohe Temperatur auslösen. Darüber hinaus können Veränderungen der Hormonwerte, das sogenannte Rosorptionsfieber oder Störungen des Temperaturzentrums die Auslöser sein. Beispiele hierfür sind:

  • Pneumokokken für Lungenentzündungen
  • Tuberkulose
  • Blutvergiftung
  • Herzinnenwandentzündung (Rheumatisches Fieber)
  • AIDS
  • Arzneimittelfieber
  • Vergiftungen
  • Fieber unbekannter Herkunft

Nicht selten können auch Vergiftungen und Arzneimittel sowie deren Nebenwirkungen Auslöser für Fieber sein. Das sogenannte Arzneimittelfieber tritt meist erst wenige Tage nach der ersten Medikamenteneinnahme auf.

Aber auch Entzündungskrankheiten wie Gefäß-Entzündungen und Tumore können wie Traumaverletzungen nach Unfällen gelegentlich einen Temperaturanstieg auslösen. Ist eine Krebserkrankung wie Leukämie die Ursache, spricht man von Tumorfieber.

Das Symptom kann auch bei Autoimmunerkrankungen bzw. einem geschwächten Immunsystem auftreten. Hierzu zählen eine Herzinnenhautentzündung, Sarkoidose oder AIDS. Dass durch eine Streptokokken-Infektion verursachte rheumatische Fieber ist eine besondere Form des der erhöhten bakteriell bedingten Körpertemperatur.

Doch nicht jedes auftretende Fieber lässt sich einer bestimmten Ursache zuordnen. Das Symptom wird als „Fieber unbekannter Herkunft“ bezeichnet, wenn es ohne einen ersichtlichen Grund länger als drei Wochen andauert.

Häufige Ursachen von Fieber bei Kindern

Magen-Darm, Husten, Mittelohrentzündungen, Mandelentzündungen, Schnupfen sowie Halsweh sind die gängigsten Ursachen für Fieber bei Kindern. Weitere Auslöser sind typische Kinderkrankheiten wie Scharlach, das Drei-Tage-Fieber und Masern.

Zu den in Deutschland am häufigsten auftretenden fieberauslösenden Infektionskrankheiten gehören die typischen Kinderkrankheiten Windpocken, Röteln, Masern und Pseudokrupp.

Pseudokrupp ist eine ernstzunehmende Erkrankung der oberen Atemwege, die als viral bedingte Entzündung mit Heiserkeit, Husten und Atemnot beschrieben wird. Diese Erkrankung darf als eine mögliche Ursache für Fieber besonders bei Säuglingen und Kleinkindern nicht ausgeschlossen werden.

Tipp: Nur selten sind Lungenentzündungen, Gehirnhautentzündungen und rheumatische Erkrankungen Schuld an dem Fieber.

Häufige Kinderkrankheiten, die zu Fieber führen, sind:

  • Masern
  • Scharlach
  • Mumps
  • Windpcoken
  • Röteln

Diagnose & Krankheitsverlauf

Fieber ist leicht zu diagnostizieren. Die erhöhte Temperatur kann bereits durch das Anlegen der Hand auf die Stirn bemerkt werden. Mit einem Fieberthermometer können genauere Schlüsse gezogen werden. In der Regel treten auch Begleiterscheinungen wie Schüttelfrost, ein beschleunigter Puls, Abgeschlagenheit und Appetitlosigkeit auf.

Wurde die Temperatur bestimmt, erstellt der Arzt in erster Linie eine Anamnese. Dabei handelt es sich um ein ausführliches Gespräch, wo alle wichtigen Dinge vermerkt werden. Neben der Höhe der Temperatur werden auch die Dauer, die Begleiterscheinungen, Vorerkrankungen und einiges mehr vermerkt. Auch Kontakte zu anderen Personen, Haustiere, Aufenthalte im Ausland sind Dinge, die mit hineinspielen. Somit kann man einer Diagnose erst einmal näher kommen und passende Untersuchungen einleiten.

Typische Fragen sind zum Beispiel:

  • Sind auch weitere Menschen in Ihrer Umgebung Krank?
  • Sind Sie in letzter Zeit im Ausland gewesen?
  • Leiden Sie an Vorerkrankungen?
  • Hatten Sie in letzter Zeit Kontakt zu einem erkrankten Tier?
  • Sie bei Ihnen Allergien bekannt=
  • Haben Sie in letzter Zeit ein neues Medikament eingenommen?

Der Doktor kann aber auch über die möglichen Begleiterscheinungen einen Rückschluss auf mögliche Ursachen ziehen. Häufige Begleitsymptome sind:

Mit einer Blutprobe kann im Labor bereits getestet werden, ob beispielsweise Entzündungen vorliegen, welche Auslöser für die hohe Temperatur sein können.

Weiterhin folgen körperliche Untersuchungen, welche von Kopf bis Fuß gehen können. So wird beispielsweise die Urin- und Stuhlprobe erforderlich. Aber auch Hustenauswürfe können oftmals genauer unter die Lupe genommen werden.

Folgende Untersuchungsmethoden werden typischerweise bei Fieber eingesetzt:

  • Temperaturmessung
  • Weitere körperliche Untersuchungen
  • Blutuntersuchung
  • Urintest und oder Stuhluntersuchung
  • Untersuchung des Auswurfs
  • Untersuchung von Blutkulturen
  • Immunologische Tests
  • Magenspiegelungen
  • Röntgenaufnahmen des Brustkorbes
  • Ultraschall-Untersuchungen der Schilddrüse, des Herzens und auch des Bauchraumes
  • Zahnärztliche Untersuchungen

Das Messen des Fiebers

Fieber kann bekanntermaßen in verschiedenen Körperregionen gemessen werden. Dementsprechend kann das Fieberthermometer in folgende Körperteile eingeführt werden:

  • in den Enddarm (rektale Messung)
  • in die Achselhöhle (axillare Messung)
  • unter die Zunge (orale Messung)
  • in das Ohr (aurikuläre Messung)

Dabei gilt die rektale Messung der Körpertemperatur als die am meisten exakte. Während früher etwas riskantere Quecksilber-Thermomether oder aber Alkohol-Fieberthermometer gebräuchlich waren, werden heutzutage meistens digitale Thermometer eingesetzt.

Bei allen Messarten außer der rektalen, müssen zur richtigen Bestimmung der Temperatur 0,5 ° C hinzugerechnet werden.

Häufigkeit & Diagnosedaten

Die Häufigkeit von Fieber ist sehr hoch. So erkrankt fast jeder jährlich mindestens einmal an einer Krankheit, bei der ein Anstieg der Körpertemperatur die Begleitung ist. Die meiste Form ist natürlich ein grippaler Infekt. Hier sind Männer und Frauen betroffen. Oftmals werden Frauen sogar öfter krank. Ein sehr hohes Risiko haben Kinder, die in der Regel am Häufigsten unter Fieber leiden.

Komplikationen bei dem Symptom

Bei Fieber kann es zu diversen Komplikationen kommen. Hierbei sind Begleiterscheinungen gemeint, die durch den Temperaturanstieg an sich und nicht durch die zugrunde liegende Ursache entstehen.

Die wohl häufigste Komplikation ist ein Flüssigkeitsmangel, welcher durch das vermehrte Schwitzen verursacht wird. Die sogenannte Dehydration führt zu weiteren Schwierigkeiten und sollte daher so schnell wie möglich ausgeglichen werden. Bei einem ausgeprägten Mangel an Flüssigkeit kommt es unter anderem zu einem Anstieg von der Herzfrequenz, einem Abstieg vom Blutdruck, einem Nierenversagen oder gar zum Kreislaufschock.

Durch den Anstieg der Körpertemperatur wird der Organismus insgesamt sehr stark beansprucht. Daher kann es auch zu Kreislaufstörungen kommen. Je höher die Temperatur ist, desto stärker ist auch die Belastung für den Körper. Gerade bei Vorbelasteten Patienten, älteren Menschen oder Kindern kann es durch die Belastung im schlimmsten Fall sogar zu einem Herzkreislaufversagen kommen.

Steigt die Körpertemperatur sehr stark an, also ab etwa 41,5 ° C (bzw. je nach Literaturangaben ab 42,6 ° C) beginnen die körpereigenen Eiweiße zu gerinnen. Bei solch einer Gerinnung handelt es sich um eine stark lebensbedrohliche Komplikation, welche einer sofortigen Behandlung bedarf. Kann die Temperatur nicht schnell gesenkt werden, verstirbt der Patient.

Beim Temperaturanstieg kann es zu einem Fieberkrampf kommen. In diesem Fällen ist es wichtig, folgende Punkte zu befolgen:

  • Lockern der Kleidung.
  • Nicht versuchen, die Zuckungen zu stoppen!
  • Keinen Beißstock verwenden für Kinder!
  • Beim Erbrechen das Kind so drehen, dass das zu Erbrechende ablaufen kann.
  • Krampfanfälle in ihrer Zeit und Häufigkeit messen.
  • Das Kind vor Verletzungen schützen.

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Oftmals sollte man nicht nur den Wert des Fiebers betrachten, sondern vorrangig auch die Begleiterscheinungen, da ein Temperaturanstieg selten allein auftritt. Je nach dem persönlichen Gefühl sollte abgewogen werden, ob man einen Arzt aufsucht oder nicht!

Nichtsdestotrotz ist bei einem starken Anstieg der Temperatur ein Arztbesuch sehr ratsam. Sie sollten auch auf jeden Fall einen Arzt konsultieren, wenn der Fieber über 48 Stunden lang anhält oder aber folgende Begleiterscheinungen hinzukommen:

  • Kopfschmerzen
  • Schmerzen beim Wasserlassen
  • Durchfall
  • eitriger Auswurf
  • Fieberkrampf
  • Apathheit

Bei oben genannten Begleitsymptomen handelt es sich meistens um bakterielle Infektionen, welche mit Antibiotika behandelt werden können. Ist die Ursache jedoch ein Virus, können keine Medikamente helfen.

Achtung: Bei Kindern ist es ratsam, stets einen Arzt zu konsultieren, sobald Fieber auftritt!

Behandlung & Therapie

Zur Behandlung des Fiebers ist es in erster Linie natürlich notwendig, die vorhandene Erkrankung zu diagnostizieren. Der Arzt kann aber auch Fiebersenkende Medikamente verabreichen, um das Wohlbefinden zu steigern und mögliche Komplikationen zu verhindern.

Fiebersenkende Mittel mit Paracetamol sind sehr beliebt, wenn es um die Behandlung bei beispielsweise grippalen Infekten geht. Acetylsalicylsäure und Ibuprofen wirken ebenfalls ideal bei Fieber. Für Kinder eignen sich eher Säfte und Zäpfchen, da die Tabletten schwer geschluckt werden können. Solche Mittel sind vor allem dann sinnvoll, wenn es zu einem sehr hohen Anstieg der Temperatur, zu einem Flüssigkeitsmangel, Fieberkrämpfen, Schlafstörungen und / oder Beeinträchtigungen des Kreislaufs kommt.

Wenn der Temperaturanstieg durch Bakterien verursacht wird, können Antibiotika weiter helfen. Diese können beispielsweise in Form von Tabletten eingenommen oder aber als Salbe auf Verletzungen aufgetragen werden. Bei einer durch Viren ausgelösten Erkrankung können hingegen Neuraminidase-Hemmer verabreicht werden. Diese hindern die Viren daran, sich weiter auszubreiten.

Achtung: Oftmals ist es wichtig, das Fieber nicht direkt zu behandeln, da es dabei hilft, die Krankheitserreger zu bekämpfen. Somit sollte man stets den Rat des Arztes befolgen und nichts auf eigene Faust unternehmen!

 

Vorbeugung – Impfung & Prävention

Wer einen gesunden Lebensstil mit viel Sport und gesunder Ernährung pflegt, ist häufig weniger anfällig auf Fiebererkrankungen. Jedoch ist es nicht immer möglich, dem ideal vorzubeugen. Das Risiko kann lediglich verringert werden, indem man sich von erkrankten Menschen fern hält und gesund lebt!

Die einzige Fieberform, der tatsächlich vorgebeugt werden kann, sind Infektionen. So können Sie sich beispielsweise gegen eine Grippe impfen lassen oder aber mithilfe von warmer Kleidung vor einer Erkältung schützen.

Darüber hinaus ist es ratsam, offene Verletzungen zu desinfizieren und sauber zu halten. So kann einem Eindringen von Erregern und dem womöglich damit einhergehenden Fieber vorgebeugt werden.

 

Alternative Medizin & Hausmittel

Fieber ist grundsätzlich sinnvoll, denn es zeigt an, dass der Körper unter einer Erkrankung leidet. Zudem bewirkt es, dass der Körper bedingt durch die erhöhte Körpertemperatur verstärkt Abwehrstoffe bildet und so das Immunsystem stärkt. Jedoch setzt eine zu hohe Temperatur dem Körper auch extrem zu. Es schwächt den Körper und verursacht unangenehme Begleiterscheinungen.

Welche Hausmittel helfen bei Fieber?

Eine zu hohe Körpertemperatur kann vor allem bei Kindern zu Fieberkrämpfen führen. Bei zu hohem Fieber ist es sehr wichtig, viel zu trinken, denn der Körper braucht gerade dann viel Flüssigkeit, weil er durch das fieberbedingte Schwitzen viel Flüssigkeit verliert. Empfohlen wird zur täglichen Flüssigkeitsmenge von 1,5 bis 2,5 Litern je zusätzlichem Fiebergrad über 37 Grad Celsius nochmals 0,5 bis 1 Liter Flüssigkeit zu trinken.

Ungesüßte Tees, beispielsweise Lindenblütentee und Holunderblütentee, und Wasser sind die besten Durststiller. Um das Fieber ohne Medikamente zu senken und die Wärme aus dem Körper abzuleiten, sind Wadenwickel ein wirkungsvolles Mittel. Dabei liegt der Körper im Warmen und nur um die Waden wird ein in 30 Grad kaltem Wasser getauchtes Tuch gewickelt, das mit trockenen Tüchern abgedeckt wird.

Leiden Kinder unter Fieber sollte regelmäßig die Temperatur gemessen und notiert werden. Bei nur leicht erhöhter Körpertemperatur sollten noch keine fiebersenkenden Mittel gegeben werden. Bei einer Körpertemperatur ab 39 Grad sind fiebersenkende Säfte oder Zäpfchen ein schnell wirksames Mittel. Jedoch muss darauf geachtet werden, dass an Fieber erkrankte Kinder regelmäßig und vergleichsweise mehr als sonst trinken.

Wadenwickel, ein lauwarmer Waschlappen auf der Stirn und Bettruhe lindern ebenfalls den Temperaturanstieg. Hält das Fieber jedoch über einen längeren Zeitraum an und zeigt sich keine deutliche Besserung des Gesundheitszustandes, sollte in jedem Fall ein Kinderarzt aufgesucht werden.

Ausreichend Flüssigkeit!

Wer an Fieber leidet, besitzt eine erwärmte Haut. Dadurch schwitzt man natürlich auch mehr. Dementsprechend ist es wichtig, viel zu trinken. So kann man einplanen, dass für jeden Grad der Erhöhung 0,5 Liter mehr Flüssigkeit benötigt wird. Wasser sowie ungesüßte Tees sind ideale Durststiller.

Feuchte Wadenwickel!

Diese Form sorgt dafür, dass die Wärme aus dem Körper geleitet werden kann.Nehmen Sie dafür einen Lappen und befeuchten Sie diesen mit ungefähr 30 Grad warmem Wasser. Legen Sie dn Lappen anschließend um die Waden und wickelt Sie zusätzlich weitere Tücher herum. Sie können diesen Vorgang so oft wie nötig wiederholen. In den meisten Fällen ist es hierdurch möglich, das Fieber um bis zu 2 Grad zu senken.

Ein lauwarmes Bad!

Auch ein warmes Bad kann als Sofortmaßnahme die erhöhte Körpertemperatur senken.
Hier nimmt man ein Bad, welches etwas unter der eigenen Körpertemperatur liegt. Die Badewanne wird mit warmem Wasser, das unter der Körpertemperatur liegen sollte, gefüllt. Unter Zugabe von kaltem Wasser wird dieses nach und nach auf bis zu 25 Grad abgekühlt. Im Anschluss ist es wichtig, sich gründlich abzutrocknen und Bettruhe zu wahren!

Alternative Behandlungsmethoden

Es gibt zahlreiche alternative Therapiemaßnahmen, welche bei Fieber helfen können. Neben der Homöopathie und Pflanzenheilkunde kommen beispielsweise noch Schüssler-Salze, ätherische Öle oder Hydrotherapien in Betracht.


Hydrotherapie

Als Hydrotherapie werden Behandlungsmethoden bezeichnet, welche sich die äußere Anwendung von Wasser zunutze machen. Dieses Heilverfahren gehört zu den bekanntesten Säulen der sogenannten Kneipp-Therapie. Zu dieser Methode gehören weit bekannte Hausmittel wie Wadenwickeln.

  • Kalter Beinwickel
  • Kalter Brustwickel
  • Heiße Prießnitz-Brustwickel
  • kalte Prießnitz-Hals-Brust-Wadenwickel
  • Nasses Hemd
  • Wadenwickel
  • kalte Prießnitz-Wadenwickel
  • Essig-Wickel
  • Kopfdampfbad

 


Heilkräuter & Heilpflanzen

Heilkräuter wie Holunder oder Lindenblüten können als Tee getrunken werden, um das Schwitzen zu fördern. Dies gilt auch für die südamerikanischen Jaborandi-Blätter, welche zusätzlich das Immunsystem unterstützen und leicht fiebersenkend sind.

Um das Fieber zu senken können Heilpflanzen wie Mädesüß, Zitronenstrauch, Weidenrinde, Eschenrinde oder Pappel eingesetzt werden. Diese lindern zusätzlich Glieder- und Kopfschmerzen, da sie Aspirin-ähnliche Inhaltsstoffe besitzen.

Wenn Sie Ihre Abwehrkräfte stärken möchten, eignen sich Sonnenhutpräparate (Echinacea). Diese sollten jedoch höchstens zehn Tage lang eingenommen werden.

Bei Erkältungen und Grippen helfen darüber hinaus alle Heilpflanzen, die eine antivirale Wirkung haben. Es gibt auch zahlreiche heilsame Kräuter, die den gesamten Organismus stärken und somit zur Genersung beitragen können.

  • Apfel
  • Berberitze
  • Brunnenkresse
  • Ehrenpreis
  • Eschenrinde
  • Gelber Enzian
  • Holunder
  • Linde
  • Pfefferminze
  • Thymian
  • Weide
  • Jaborandi-Blätter
  • Mädesüß
  • Zitronenstrauch
  • Weidenrinde
  • Pappel

 


Ätherische Öle

Ätherische Öle können vor allem als Zusatz bei Dampfbädern, Waschungen oder in Duftkerzen eingesetzt werden. Bei Fieber eignen sich vor allem folgende ätherische Öle:

  • Bergamotte
  • Eukalyptus
  • Ingwer
  • Kamille
  • Lavendel
  • Orange
  • Rose
  • Zitrone

Homöopathie und Globuli

Zu den typischen Homöopathika bei Fieber zählen Belladona, Sonnenhut und Eisenhut. Aber auch der sogenannte Wasserhanf oder der gelbe Jasmin zählen zu den bewährten Mitteln.

Eisenhut / Aconitum hilft bei einem plötzlich und heftig auftretendem Temperaturanstieg, welcher mit Schwindel beim Sitzen, Durst auf kalte Getränke, Beklemmungen und Unruhe einhergeht. Dieses Mittel wird oft bei fieberhaftem und grippalen Infekten eingesetzt.

Jasmin / Gelsemium wird häufig bei Fieber eingesetzt, welches mit Zittrigkeit, Schwächegefühlen, Kälteschauern und beißendem Fließschnupfen einhergeht.

Sonnenhut / Echinacea hat sich bei einem Temperaturanstieg bewährt, der mit Mattheit, Müdigkeit, Frösteln sowie Schüttelfrost und allgemeinen Schmerzen auftritt.

Wasserhanf / Eupatorium perfoliatum ist ein gutes Mittel bei einem Gefühl von Zerschlagenheit, starken Kopfschmerzen, einer Schmerzempfindlichkeit, nächtlichem Frieren und Fieber, der vor allem morgens auftritt.

Tollkirsche / Belladonna hilft bei einem schnell beginnendem Fieber, bei dem es auch zu einem roten Kopf, roten Flecken der Haut, feuchter Haut, einem pulsierendem Gefühl und akuten Schmerzen kommt.

  • Apis mellifica
  • Arsenicum album
  • Aconitum
  • Belladonna
  • China officinalis
  • Eupatorium perfoliatum
  • Echinacea angustifolia
  • Gelsemium sempervirens
  • Ignatia
  • Lachesis
  • Mercurius solubilis
  • Nux vomica
  • Sambucus nigra
  • Sambucus nigra
  • Sulfur

Schüssler-Salze

Bei Fieber kommen insbesondere die Schüßler-Salze Nr. 3 und Nr. 5 in Betracht. In einige Fällen kann auch die Einnahme vom Schüssler-Salz Nr. 24 sehr sinnvoll sein.

Ferrum Phosphoricum wird vor allem bei Infekten von den oberen Luftwegen, Erkältungen, trockenen oder gereizten Schleimhäuten, einer Röte und Hitze im Gesicht, erschöpfendem Nachtschweiß oder Nasenbluten verabreicht. Zur Behandlung sollten Sie alle paar Minuten eine Tablette Ferrum einnehmen.

Kalium Phosphoricum wird bei sehr hohem Fieber eingesetzt. Ist die Temperatur auf über 39 ° C gestiegen, sollte alle paar Minuten eine Kalium Tablette eingenommen werden.


Edelstein Heilkunde – Heilsteine

  • Achat
  • Bernstein
  • Blauquarz
  • Chrysokoll
  • Karneol
  • Lapislazuli
  • Moos-Achat
  • Rubin
  • Saphir
  • Sodalith
  • Stern-Rubin
  • Stern-Saphir

 


Diät & Ernährung

Je nach Krankheitsbild hat man mal mehr und mal weniger Appetit. Wichtig ist es jedoch, den Körper nicht mit schwerverdaulichen Speisen zu belasten. Hühnerbrühe und Reis sind Nahrungsmittel, die sich optimal anbieten.

Ist der Magen-Darm-Trakt nicht zu stark belastet, eignen sich Zitrusfrüchte sehr gut. Diese können in einigen Fällen allerdings zu aggressiv auf das geschwächte System wirken. Ist dies nicht der Fall, stellen sie eine hervorragende Quelle für Vitamin C dar. Dieses Vitamin ist essenziell für die Immunabwehr.

Ein weiterer, sehr wichtiger Vitalstoff bei Fieber ist Vitamin E. Ein Mangel an diesem Vitamin kann die Funktion des Immunsystems stark beeinträchtigen. Dieser ist jedoch vor allem in Industrieländern sehr selten. Lebensmittel mit viel Vitamin E sind beispielsweise Walnüsse, Vollkornprodukte oder Sonnenblumenöl.

Darüber hinaus kann bei Virus-Infektionen vermehrt Zink aufgenommen werden. Alternativ bieten sich auch Nahrungsergänzungsmittel an. Zinkreiche Lebensmittel sind zum Beispiel Haferflocken, Linsen oder Paranüsse.


FAQ – Fragen & Antworten

Wie lange dauert Fieber an?

Je nach Erkrankung kann das Fieber bereits nach wenigen Stunden oder am nächsten Tag wieder verschwunden sein. Spätestens jedoch nach 7 Tagen kann man in der Regel davon ausgehen, dass das Symptom komplett verflogen ist. Ist dies nicht der Fall, sollten Sie spätestens jetzt ein Doktor konsultieren.

Welche Körperteile sind betroffen?

Je nach Krankheitsbild können natürlich Schmerzen in jeglichen Regionen auftreten. Kopf- und Gliederschmerzen sind nicht selten. Auch Schmerzen im Brustbereich treten häufig auf. Wichtig ist es, bei starken Beschwerden unbedingt einen Arzt zu konsultieren.

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