Blutvergiftungen (Sepsis)

Definition von Blutvergiftungen / Sepsis

Blutvergiftung

Blutvergiftungen kennt jeder. Oft hört man davon, aber genaues wissen die wenigsten. Es handelt sich um einen (teilweise) lebensbedrohlichen Nebeneffekt verschiedener Infektionskrankheiten.

Dabei önnen die Auslöser einer solchen Krankheit vielfältiger Natur sein. Sie reichen von Pilzsporen, über Viren, bis hin zu Bakterien und chemischen oder natürlichen Toxinen.

Niemand ist vor diesem Leiden gefeit, dennoch kann man durch Treffen von Vorsichtsmaßnahmen die Chancen einer Ansteckung zumindest verringern. Man sollte dabei aber niemals vergessen, dass es sich hierbei um eine potentiell lebensbedrohliche Erkrankung handelt, mit der man nicht spaßen sollten.


Steckbrief: Blutvergiftung (Sepsis)

  • Name(n): Blutvergiftung; Sepsis
  • Art der Krankheit: Entzündung
  • Verbreitung: Weltweit
  • Erste Erwähnung der Krankheit: 2. Jahrtausend vor Chirstus
  • Behandelbar: Ja
  • Art des Auslösers: Bakterien; Sporen; Toxine
  • Wieviele Erkrankte: Ca 1;5 mio pro jahr
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen:Hausarzt; Notarzt; Internist

Was ist eine Blutvergiftung?

In Deutschland sind jährlich mehr ALS 150.000 Menschen von einer Blutvergiftung (Sepsis) betroffen. Nahezu bei der Hälfte der Patienten hat diese den Tod zur Folge. Verursacher sind Krankheitserreger oder auch deren Giftstoffe, welche in den Blutkreislauf gelangen konnten. Sind Organe davon befallen, werden diese vom körpereigenen Organismus bekämpft, d.h. das Immunsystem schaltet sich ein. Dies bringt beispielsweise Blässe, Fieber, eine vermehrte Produktion von weißen Blutkörperchen sowie eine gesteigerte Atmung und Herzfrequenz mit sich. Dass im Körper eines jeden Menschen Bakterien, Pilze und Viren vorhanden sein können, ist allgemein bekannt.

In der Regel schafft es das Abwehrsystem von Haut und Darm ganz allein, diese nicht zur Gefahr werden zu lassen. Anders sieht es bei einem Angriff der Erreger sowie deren Gifte aus. Sie attackieren den Körper und machen den Versuch, ins Blutsystem einzudringen. Sodann bemüht sich unser Immunsystem die Angreifer zu lokalisieren. Ist es nicht stark genug, können diese in wichtige Organe gelangen. Im schlimmsten Fall gehen sie ins Blut über.

Der Befall von Erregern löst eine Entzündungsreaktion aus. Die weißen Blutkörperchen machen sich auf dem Weg zum betroffenen Ort. Gleichzeitig erfolgt eine Freisetzung von Botenstoffen (Zytokine), welche die Steuerung der Verteidigung übernehmen und für die Aktivierung weiterer Abwehrzellen sorgen. Leider besteht dabei die Möglichkeit, dass nicht nur die Krankheitserreger angegriffen werden. So kann eine Schädigung der Zellen sowie Störung des Blutkreislaufes im Gewebe eintreten, ein Sauerstoffmangel entstehen und sogar Flüssigkeit austreten. Fällt der Blutdruck dabei ab, verstärkt das Herz seine Pumpleistung, um wieder mehr Blut in den Körper zu leiten. In diesem Fall vermindert sich die Durchblutung der weiteren Organe und ein Zusammenbrechen der Sauerstoff- sowie Nährstoff-Versorgung ist die Folge.

Die Bekämpfung einer Blutvergiftung bezieht sich am Ende nicht nur auf die Krankheitserreger, sondern insbesondere gegen die Zeit. Zu spät erkannte oder unbehandelte Sepsen führen in vielen Fällen zum Tode.


Welche Ursachen führen zu einer Blutvergiftung?

Die Ursachen für eine Sepsis können sehr unterschiedlich sein. Im Grunde ist es möglich, sich durch sämtliche Arten von Infektionen mit Sporen, Toxinen, Viren oder Bakterien eine Blutvergiftung zuzuziehen. Nichtsdestoweniger gibt es einige Faktoren, die das Entstehen der vorliegenden Krankheit begünstigen:
Krankheitliche Faktoren:

  • Lungenentzündungen
  • Unterbauchbeschwerden (Darmreizzungen, Magenschleimhaut-Entzündungen usw.)
  • Nierenleiden
  • Bakteriämie (Bakterienbefall des Blutes)

Kulturelle Faktoren

:

  • Die Alterung der Gesellschaft – Menschen werden immer älter. Dadurch vergrößert sich automatisch auch die Risikogruppe der über 65-jährigen immer mehr
  • Resistente Erreger – Viele Arten von Bakterien haben eine natürliche Resistenz gegen Antibiotika entwickelt, mithilfe derer sie einst erfolgreich zu behandeln waren. Diese multiresistenten Keime sind in mehr als 70% der Fälle der Hauptgrund einer Sepsis
  • Geschwächtes Immunsystem – Je schwächer das Immunsystem, desto höher die Wahrscheinlichkeit einer Sepsis. Besonders Krankheiten wie HIV oder auch viele Medikamente mindern die Leistung des Immunsystems und hinterlassen Betroffene damit anfälliger für Blutvergiftungen

Allgemeine Risikofaktoren

:

  • Besonders junge und besonders alte Menschen sind am häufigsten betroffen (ca. 0 bis 10 Jahre und 65+ Jahre)
  • Schwächung der allgemeinen Gesundheit durch vorherige Krankheiten oder chronische Leiden
  • Offene Wunden, wie Brandverletzungen, Schnittwunden, Schürfwunden usw.
  • Katheter, sowie Röhren für eine künstliche Beatmung oder Fütterung erhöhen das Risiko einer Sepsis ebenso

Symptome & Anzeichen

Die Symptome einer Blutvergiftung unterscheiden sich je nach Schwere der Erkrankung. In der Frühphase stellen sich diese wie folgt dar:

  • Blasse oder gräuliche Hautfarbe
  • Erhöhung der Leukozyten (weißen Blutkörperchen)
  • Hauterhitzung
  • in manchen Fällen verbunden mit Hautausschlag
  • hohes Fieber
  • möglicherweise mit Schüttelfrost
  • Hyperventilation (beschleunigte Atmung)
  • schlechter Allgemeinzustand
  • Tachykardie
  • Verwirrtheit

Wissen sollte man gleichzeitig, dass sich der Leukozytenspiegel in schweren Fällen auch als deutlich niedriger darstellen kann. Auch hohes Fieber taucht nicht bei einer jeden Blutvergiftung auf. Beispielsweise alte oder sehr junge Menschen weisen oftmals eine Untertemperatur (Hypothermie) auf. Ortsabhängig treten noch weitere Symptome einer Sepsis auf. So wird eine Lungeninfektion häufig von extremer Kurzatmigkeit sowie einem eitrigen Auswurf begleitet. Ändert sich der Harngeruch oder stellt man Schmerzen beim Wasserlassen fest, hängt dies mit einer Harnwegsinfektion zusammen. Infektionen des Zentralen Nervensystems, beispielsweise eine Hirnhautentzündung, weisen Symptome wie erhöhte Lichtempfindlichkeit, Schiefhals sowie sehr starke Kopfschmerzen auf. Unterleibsschmerzen treten bei den verschiedensten Unterleibsinfektionen auf, wozu auch die Blinddarminfektion gehört.

Eine schwere Blutvergiftung kann zu einer Beeinträchtigung sowie dem Versagen unterschiedlichster Organe führen. Ist ein Übergriff derselben beispielsweise auf die Leber erfolgt, besteht die Möglichkeit einer Gelbsucht (Ikterus). Deutliches Symptom hierfür ist eine gelbliche Verfärbung der Haut. Ebenso kann die Nierenfunktion durch eine Sepsis gestört werden. Dies führt zu einer stetigen Verminderung des Harnausscheidens, welche wiederum ein Nierenversagen verursachen kann. Ein von der Wunde ausgehender roter Streifen, der beim Erreichen des Herzens den Tod zur Folge hat, wird von einer Vielzahl an Menschen als untrügliches Symptom für eine Blutvergiftung angesehen. Diese weit verbreitete Annahme ist jedoch falsch. In erster Linie weist vorgenannter Sachverhalt auf eine Lymphgefäßentzündung (Lymphangitis) hin. Wie aus jeder einzelnen Infektion im Körper kann es selbstverständlich auch in diesen Fällen zu der Entwicklung einer Blutvergiftung kommen. Rechtzeitige ärztliche Behandlung kann dieser jedoch erfolgreich vorbeugen.

Diagnose & Krankheitsverlauf

Es ist bisweilen eher schwierig, eine Blutvergiftung festzustellen, dies liegt nicht zuletzt daran, dass die Symptome einer solchen sehr ähnlich den Symptomen anderer Krankheiten sind. Darum bedient man sich einer Reihe von Tests.

Bluttests:

  • Spuren einer Infektion
  • Störungen im Gerinnungsprozess
  • Abnormale Leberwerte
  • Verringerter Blutsauerstoffwert
  • Zu wenige Elektrolyte

Weitere Sekretproben

  • Urin – Dieser wird untersucht, um etwaige Entzündungen des Harnleiters oder der Blase zu identifizieren und ggf. Bakterien u.ä. nachzuweisen
  • Abstrich offener Wunden – Eine infizierte Wunde ist abzustreichen. Die aus diesem Abstrich gewonnenen Daten helfen dem zuständigen Mediziner dabei festzustellen, welches Antibiotikum wohl am besten wirkt
  • Auswurf und Sputum – Bisweilen nimmt man auch Proben von Auswurf oder Sputum, um zu determinieren, ob und welche Bakterien ursächlich für die eventuell vorliegende Sepsis sind

Bildgebende Verfahren

:

  • Röntgen – Benutzt man sehr häufig im Zusammenhang mit vermuteten Lungenproblemen
  • Computertomographie (CT) – Besonders gerne genutzt im Falle einer potentiellen Infektion des Darmes, des Bauchraumes ider dergleichen
  • Ultraschall – Kommt zum Einsatz, insofern man den Infektionsherd in der Gallenblase oder den Eierstöcken vermutet
  • Magnetresonanztomographie (MRT) – Ist dann zu benutzen, wenn man davon ausgeht, dass die ursächliche Infektion in den Weichteilen des potentiell betroffenen liegt

Wie geht eine Sepsis von statten?

Vor einigen Jahrzehnten war eine Blutvergiftung noch ein sicheres Todesurteil. Heutzutage kann man einer solchen jedoch sehr effektiv auf den Leib rücken. Nichtsdestoweniger handelt es sich nach wie vor um eine ernstzunehmende Erkrankung, die durchaus tödlich enden kann. Ein Großteil der Betroffenen überlebt eine Sepsis aber dennoch.

Häufigkeit & Diagnosedaten

Blutvergiftungen sind relativ häufig. Allein in Deutschland sterben laut statistischer Erhebungen etwa 150 Menschen pro Tag an einer Sepsis. Das sind über 50.000 im Jahr. Der weltweit Vergleich sieht noch bedrückender aus. Es können in aller Regel um die 1,5 Millionen Fälle pro Jahr weltweit erfasst werden, davon enden zwischen 500.000 und einer Million tödlich.

Darum sind die aus der Diagnose gewonnenen Daten so wichtig. Je genauer man die Krankheit einschätzen kann, desto einfacher ist es, sie zu behandeln. Gerade bei einer Blutvergiftung ist die Gabe der richtigen Medikamente zum richtigen Zeitpunkt der einzige Garant für Erfolg.

Komplikationen bei der Krankheit

Großflächige Wunden und Verletzungen beinhalten ein größeres Risiko, für eine Blutvergiftung verantwortlich zu sein. Häufig kommen auch Krankenhausinfekte in Betracht, welche man sich bei einer Katheterlegung in Blutgefäße und Blase sowie bei der Anbringung von Wunddrainagen zuziehen kann.

Suchterkrankungen wie Alkoholismus und Drogensucht schwächen bekannterweise gleichfalls das Immunsystem. Aus diesem Grunde gehören diese Menschen auch zu den Risikopatienten. Die Entzündungsreaktion des Immunsystems, die sich von dem Infektionsherd nach und nach auf den gesamten Organismus ausbreitet, führt zu Wassereinlagerungen im Gewebe. Diese sind letztendlich der Grund, warum oftmals Patienten an einer Blutvergiftung sterben, da sie ein Organversagen begründen können.

Deutsche Forscher haben nun herausgefunden, dass auch die genetische Veranlagung eines Menschen über Leben und Tod bei einer eingetretenen Sepsis mitwirkt. Besitzt der Betroffene ein bestimmtes Gen in seinem Erbgut, welches hohe Aktivität besitzt und das unabdinglich für den Wasserhaushalt der Zellen ist, besteht ein höheres Risiko zu sterben. Möglicherweise ist diese Erkenntnis ein Anfang, um neue Arzneimittel gegen eine Blutvergiftung zu entwickeln.

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Ein Arzt ist sofort dann zu konsultieren, wenn man eines der oben genannten Symptome verspürt oder sich eine offene Verletzung zugezogen hat, die beginnt zu schmerzen und sich zu entzünden. Insbesondere Wunden, die durch verunreinigte Objekte entstanden sind, wie beispielsweise rostige Nägel, Gartenwerkzeuge oder spitze Steine, sind besser durch einen Mediziner untersuchen zu lassen.

Auch bei seltsamen Verfärbungen der Blutgefäße ist äußerste Vorsicht geboten, sodass man besser daran tut, möglichst zeitnahe einen Arzt zu konsultieren.


Behandlung & Therapie

Das Erkennen einer Blutvergiftung ist für den behandelnden Arzt nicht immer ganz einfach. Viele der Symptome kommen auch bei anderen Krankheiten in gleicher Weise zum Ausdruck. Da sehr häufig Verletzungen oder Wunden für eine Sepsis sorgen, wird ein Fachmann bei einem Vorhandensein derselben in Zusammenhang mit den charakteristischen Anzeichen einer Blutvergiftung in jedem Fall spezifische Untersuchungen vornehmen. Bei der Behandlung geht es insbesondere darum, die verursachende Infektion einzudämmen. Bei einer äußerlichen Verwundung ist diese schnell aufzufinden. Schwieriger wird es bei inneren Entzündungen, welche für eine Sepsis verantwortlich sind. Sie sitzen sehr häufig im Bauchraum, in der Haut, den Harnwegen, an Knochen, Gelenken und Zähnen, der Lunge sowie dem zentralen Nervensystem. Zudem können auch Fremdkörper eine Infektion auslösen. Dazu gehören beispielsweise die empfängnisverhütende Spirale sowie Schrauben und Platten, mit welchen Knochenbrüche fixiert werden. Konnte der Entzündungsherd ausfindig gemacht werden, erfolgt dessen Beseitigung durch chirurgische oder medikamentöse Maßnahmen.

Bei einer Blutvergiftung ist allerdings in ca. 20 Prozent der Fälle der Infektionsherd nicht zu erkennen. Zählt diese zu den einfachen Formen, erfolgt keine Einweisung auf eine Intensivstation. In der Regel wird eine antibiotische Therapie verschrieben, wenn Bakterien für die Erkrankung verantwortlich gemacht werden können. Bei weiteren möglichen Infektionsauslösern kommt die jeweils entsprechende Medikamentenversorgung zum Einsatz. Handelt es sich um eine schwere Blutvergiftung, muss mit einem Aufenthalt auf der Intensivstation gerechnet werden. Grund dafür ist, dass nicht nur die Quelle der Entzündung, sondern auch die eingeschränkte Organfunktion berücksichtigt werden muss. Auch im Krankenhaus erfolgt, je nach Erreger, eine Behandlung mit einem Antibiotikum oder einem Antipilzmittel. Nach Bedarf können dort – falls notwendig – gleichfalls auch

  • Flüssigkeits- und Nährstoffinfusionen,
  • Blutzellen- sowie Plasmatransfusionen,
  • künstliche Beatmung,
  • Nierendialyse,
  • Eingabe von Beruhigungs- und Schmerzmitteln,
  • Insulintherapien (blutzuckersenkend)

durchgeführt werden. Ein sehr schwerer Verlauf einer Blutvergiftung birgt ein großes Risiko an dem Entstehen von Thrombosen (Blutgerinnseln). Dies begründet oftmals die vorbeugende Verabreichung gerinnungshemmender Arzneimittel.

Links:

Vorbeugung – Impfung & Prävention

Vorbeugende Maßnahmen gegen eine Blutvergiftung gibt es nicht. Eine jede Infektion, sowohl im Körper als auch auf der Haut, kann zu einer Sepsis führen. Selbst durch einen Insektensicht, der sich infiziert, ist eine Erkrankung möglich. Aus diesem Grunde ist es angeraten, auch harmlose Entzündungen von einem Arzt begutachten zu lassen. Dieser kann zu einer individuellen Behandlungsform raten, was das Risiko einer Blutvergiftung verringern beziehungsweise ausschließen kann. Verantwortlich für Entzündungen sind in den häufigsten Fällen Bakterien. Seltener werden diese von einzelligen Lebewesen (Protozoen), Pilzen wie Candida Sepsis oder Viren ausgelöst. Insbesondere wenn das Immunsystem eines Menschen geschwächt ist, besteht ein höheres Risiko an einer Blutvergiftung zu erkranken. Hierzu zählen beispielsweise Patienten, welche sich einer Chemo- oder hoch dosierten Kortisontherapie unterziehen müssen. Gleichfalls können Rheuma– und Atemwegserkrankungen die Abwehrkräfte der Patienten stark vermindern. Von Natur aus besitzen auch hochbetagte Menschen sowie Neugeborene ein weniger starkes Immunsystem.

Prognose zur Heilung

Die Prognose zur Heilung ist eher gemischt und zudem stark davon abhängig, wo man sich befindet. Während man in Europa oder Nordamerika mit einer Heilungschance von soliden 70% doch recht sicher ist, geht es Afrikanern und Süd-Ost-Asiaten weitaus schlechter. Diese haben in aller Regel nur eine verschwindend geringe Chance auf Heilung. Besonders in ländlichen Regionen liegt diese selten über 1%.

Aber man sollte sich hierdurch nicht verunsichern lassen. Selbst wenn eine Sepsis nicht zu behandeln ist, unternehmen die zuständigen Mediziner meist alles in ihrer Macht stehende, um dem Patienten den Abgang so leicht wie möglich zu machen.

Alternative Medizin & Hausmittel

Welche Hausmittel können helfen?

Altbewährte Hausmittel, die bei einer Blutvergiftung Abhilfe leisten können, gibt es sehr viele. Die Wirkung derselben allerdings ist eher kritisch zu hinterfragen. Einige Leiden können nur bedingt durch Laien selbst behandelt werden. Und gleichwohl Hausmittel sehr großes Potential haben, sollte man bei einer so gravierenden Erkrankung, wie einer Sepsis, doch eher auf die Schulmedizin vertrauen.

Das schließt allerdings nicht aus, dass man unterstützend zur ärztlichen Behandlung, insofern dieses abgeklärt ist, auch Hausmittel zur Heilung verwenden kann. Aber niemals sollte dies im Alleingang geschehen.


Alternative Behandlungsmethoden

Welche alternativen Heilmittel sind zu empfehlen?

Es sind besonders solche Heilmittel zu empfehlen, die das Immunsystem des Patienten gezielt verbessern und das Blut zur Regeneration anregen.

Es gibt einige beispiele aus dem Bereich der Kur, die hierfür besonders bekannt sind. So sollen Wasserkuren, und Liegekuren unter anderem für eine Stärkung der allgemeinen Gesundheit sorgen. Aber auch die Gabe geeigneter Präparate ist mitunter nicht schädlich. Darüber hinaus kann man sich auch nach Ayurveda oder Traditioneller chinesischer Medizin umsehen. Auch diese helfen Betroffenen oft unterstützend aus.


Behandlungen

Die spezifischen Behandlungen sind jeweils vom Heilpraktiker abhängig, den man konsultiert. Eine Beratung über dieselben ist vor Ort zu erhalten und ist zunächst auch nicht in die Tat umzusetzen, bevor man keine Rücksprache mit dem zuständigen Mediziner gehalten hat. Auf diese Weise lassen sich Komplikationen bereits im Vorfeld verhindern und der Heilungsprozess kann ungestört beginnen.

Besonders bei Massage und Akupunktur is darauf zu achten, dass man es nicht gleich zu Beginn übertreibt. Hier heißt es: Dem Körper soviel Zeit geben, wie er braucht. Niemand wird gerne gehetzt, vorallem nicht der Organismus, der sich von einer Sepsis erholen muss.


Heilkräuter & Heilpflanzen

  • Meisterwurz
  • Bibernelle
  • Arnika
  • Angelica
  • Knoblauch
  • Schafgarbe

Die oben genannten Heilpflanzen sind entweder getrocknet in Teeform aufzugießen oder darüber hinaus in ihrer Reinform einnehmbar. Sie helfen dabei, das Blut zu säubern und das Leid des Betroffenen zu lindern. Die genaue Dosierung sollte jedoch mit einem Heilpraktiker erörtert werden, um etwaigen Überdosierungen im Vorfeld zu entgehen.


Ätherische Öle

Folgende ätherische Öle können angewendet werden:

  • Ackerschachtelhalm
  • Teebaum
  • Sonnenhut
  • Lavendel
  • Minze
  • Klette

Ätherische Öle sind in aller Regel nur als Aromatherapie, d.h. in einer dafür vorgesehenen Duftlampe, zu gebrauchen. Dennoch sind sie hin und an ebenso äußerlich anwendbar. Man sollte allerdings zuvor etwaige Allergien erörtern oder testen lassen.

Die Mischung in der Duftlampe hängt vom persönlichen Befinden und der gewünschten Wirkung ab und kann bei Bedarf näher mit einer sachkundigen Person geklärt werden.


Homöopathie

  • Bufo
  • Crotalus
  • Calium phosphoricum
  • Calium sulfuricum
  • Lachesis
  • Ledum

Dosierung und Anwendung sind aus der Packungsbeilage zu entnehmen oder beim zuständigen Heilpraktiker anzufragen.


Schüssler-Salze

Dosierung und Anwendung sind aus der Packungsbeilage zu entnehmen oder beim zuständigen Heilpraktiker anzufragen.


Diät & Ernährung

Es gibt keine speziellen Diäten, die gegenüber einer Blutvergiftung besonders hilfreich wären. Dennoch kann eine allgemeine gesunde Diät immer zur Stärkung des Immunsystems und des allgemeinen Wohlbefindens unternommen werden.

Gerade stark eisenhaltige Lebensmittel sind bei Blutkrankheiten immer empfehlenswert. Dazu gehören Bohnen und weitere Hülsenfrüchte ebenso wie rotes Fleisch.


Alternative Behandlungen

Zunächst sind alle Behandlungen nützlich, solange diese dem Körper keinen Schaden zufügen, wie beispielsweise besonders extreme sportliche Übungen usw.

Des Weiteren ist alles gestattet, was der Arzt einem ans Herz legt oder wofür er grünes Licht gibt.


FAQ – Fragen & Antworten

Ich habe eine Sepsis im Urlaub bekommen, was tun?

– Insofern man noch reisefähig ist, sollte man in den erstbesten Flieger steigen und nachhause zurückkehren, um soch dort behandeln zu lassen. Sollte dies nicht möglich sein, bleibt einem nur der Weg in ein Krankenhaus im Urlaubsland. Eine Sepsis ist kein Spaß und ist sofort in Angriff zu nehmen.

Gibt es Folgeschäden?
– Meistens nicht. Dennoch können in einzelnen Fällen teilweise schwerwiegende Folgeschäden auftreten. Nichtsdestotrotz sollte man nicht davon ausgehen.

Ich habe eine Sepsis – muss ich sterben?
– Wahrscheinlich eher nicht. Die Chancen, an einer Sepsis zu sterben liegen in Europa bei gerade einmal 30%. Das ist zwar ein hohes, aber dennoch überschaubar großes Risiko. Darum sollte man sich nicht allzu viele Gedanken machen und das beste hoffen. Denn auch Hoffnung ist ein heilender Faktor.

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