Wie gefährlich ist Ehec?

Gerade in den letzten Tagen hört man in den Medien immer wieder erschreckende Nachrichten über die Ehec Bakterien und die schwerwiegenden Infektionen.

Bei Ehec handelt es sich nicht wie oft behauptet wird um Viren sondern um Bakterien. Escherichia coli ist eigentlich ein häufiger und in der Regel auch eigentlich ein harmloser Bewohner und Bestandteil unserer Darmflora.

Der genetisch veränderte enterohämorrhagische Escherichia coli (EHEC) produziert hingegen Toxine, die gerade bei Kleinkindern und älteren Menschen zu schwersten Infektionen führen können. Der Verlauf der Krankheit geht soweit, dass es zu einer Gerinnungsstörung des Blutes kommen kann und dadurch werden die roten Blutkörperchen zerstört und es kommt zu einem Nierenversagen.

Ansteckung mit den Ehec Erreger

Die Infektion mit Ehec erfolgt über verschiedene Wege. Die häufigste Ursache, wie auch in den letzten Tagen, ist der Verzehr von verunreinigten Lebensmitteln oder die direkte Übertragung von Mensch zu Mensch. Das gefährliche am EHEC Erreger ist, dass er in der Darmflora von fast acht Prozent des Rinderbestandes in Deutschland vorkommt und daher auch in den Ausscheidungen der Tiere enthalten ist. Wenn jetzt Seen oder andere stehende Gewässer mit den Ausscheidungen verunreinigt werden, dann kann es durch Schlucken von Wasser beim Schwimmen und Plantschen zu einer Infektion führen.

Wie kann man sich vor einer Ehec Infektion schützen?

Es ist besonders wichtig, dass man auf strengste Hygiene in der Küche achtet. Da Gemüse häufig auf natürliche Weise mittels Gülle gedüngt wird, kann sich der Erreger auf dem Gemüse befinden. Es sollte daher immer gut gewaschen und geschält werden. Fleisch muss mindestens 10 Minuten durchgebraten werden, empfiehlt das Robert-Koch-Institut. Nur so wird der Erreger erfolgreich abgetötet. Auch in tiefgefrorenen Lebensmittel können die Ehec Bakterien enthalten sein, da er kälteresistent ist.

In der kommenden Zeit ist wichtig nicht in Panik wie bei der Vogelgrippe zu verfallen, sondern es ist wichtig auf vermehrte Hygiene zu achten und keine rohen Fleischprodukte zu essen.

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