Smogalarm am Reiseziel?

 

Eine Vielzahl an Personen reist nahezu jeden Tag. Diese Reisen können geschäftlicher Natur oder ein Urlaub sein. Doch nicht jedes Reiseziel ist frei von gefahren. Gewisse Orte weißen eine erhöhte Luftverschmutzung auf, welche letztendlich die Gesundheit des Reisenden gefährden kann. Um dennoch gut an den Reisezielen mit Smogalarm verweilen zu können, können die Reisenden spezifische Vorkehrungen treffen oder einen allzu langen Aufenthalt vor Ort vermeiden.

Smog als großes Hindernis

Vor allem über Großstädten mit einem hohen Abgasausstoß bildet sich der sogenannte Smog. Das gängige Wort, welches sich aus den englischen Begriffen smoke und fog für Rauch und Nebel zusammensetzt, liegt in einer Art Nebelwolke über den Großstädten und beeinträchtigt maßgeblich die Lebensqualität vor Ort. Smog lässt sich durch Umwelteinflüsse wie Regen oder Wind selten bis gar nicht beheben, sodass ein konstanter Smogalarm vorliegt.

Dennoch weißt nicht jede Großstadt automatisch ein Smogrisiko auf. Generell besitzen deutsche Städte und Großstädte eine gute Luftqualität, wodurch ein Aufenthalt in Deutschland meist gesundheitlich unbedenklich ausfällt. Zudem geben deutsche Städte ein Smogrisiko bzw. einen Smogalarm bekannt, falls er auftreten sollte, und warnt Bewohner wie Reisende im Vorhinein.

Anders jedoch sieht es mit Städten im Ausland aus. Viele Städte und vor allem Großstädte auf der gesamten Welt vermerkten regelmäßig bis Konstant einen Smogalarm. Reisende und Urlauber sollten diesen Alarm aber auf keinen Fall ignorieren, da er ein gesundheitliches Risiko darstellt. Städte mit Smogalarm sollten möglichst gemieden werden, falls dies möglich ist. Kann die Einreise nicht verhindert werden, sollten passende Vorkehrungsmaßnahmen getätigt werden, damit die eigene Gesundheit nicht unter dem Aufenthalt in einer von Smog belasteten Stadt leidet.

Passende Vorkehrungsmaßnahmen treffen

Bevor die Reise angetreten wird, sollten wichtige Vorkehrungsmaßnahmen getroffenen werden, um die eigene Gesundheit während der Reise nicht zu gefährden. Eine dieser Vorkehrungsmaßnahmen ist das Erhalten wichtiger Informationen bezüglich der Luftqualität des Ziellandes bzw. Zielortes. Während europäische Städte selten bis gar nicht Smogalarm auslösen, tritt Smog in großen Ballungsräumen auf der gesamten Welt auf. Vor allem Großstädte und Ballungsräume in China, Indien, Brasilien, der Mongolei, einigen ausgewählten Ländern im Nahen Osten sowie bestimmten Regionen in Afrika weisen nahezu Konstant Smogalarm auf.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat diesbezüglich nicht nur eine Übersicht mit allen stark betroffenen Ländern veröffentlicht, sondern stellt ebenfalls den Grenzwert für Feinstaub PM10 zur Verfügung. Zusätzlich geben einige wenige Länder ihre Air Quality Indices, kurz AQI, bekannt. Über die Website Air Quality Now können jederzeit die aktuellen (Smog-)Situationen abgefragt werden.

Ebenfalls sollte der Aufenthalt im Freien an Orten mit Smogalarm nur bedingt durchgeführt werden. Körperliche Betätigungen im Freien sollten zudem reduziert werden. Muss der geschützte Innenraum verlassen werden, hilft oft das Tragen einer Atemschutzmaske. Allerdings ist eine Atemschutzmaßmaske kein vollständiger Schutz gegen die feinen Partikel in der Luft. Die Wohnung bzw. das Hotelzimmer, welches während des Aufenthalts genutzt wird, sollte zugleich über eine Klimaanlage mit Filterfunktion verfügen, um die Luft sauber zu halten. Ist keine dementsprechende Klimaanlage verfügbar, können auch Luftreinigungsgeräte verwendet werden. Straßenkleidung, welche im Freien getragen wurde, sollte außerdem nicht im Schlafraum aufbewahrt werden, um den Raum feinstaubfrei zu halten.

Risikogruppe besonders beachten

Viele Menschen reagieren zwar auf Verschmutzungen in der Luft, befinden sich jedoch nicht in der Risikogruppe, welche Luftverunreinigungen besonders schlecht verarbeiten können. Ist der Reisende Teil dieser Risikogruppe, sollte eine Reise an einen Ort mit Smogalarm besonders gut überlegt und gegebenenfalls verschoben werden. Zur Risikogruppe, welche auf Luftverunreinigungen besonders stark reagieren, zählen Personen mit Asthma, Bronchitis oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Der Smog am Aufenthaltsort könnte die Symptome sowie die Gesundheit weiter verschlechtern bzw. schädigen.

Generell sollte die Feinstaubbelastung am Aufenthaltsort bei 20 µm/m³ in der Jahresmitte liegen. Dennoch zeigen vor allem die Ballungszentren in den Krisengebieten ein Vielfaches des erlaubten Höchstwerts auf. Der Jahresmittelwert von europäischen Großstädten wie Warschau und Rom liegt bei etwa 35 bis 40 µm/m³. Hingegen erreichte Delhi in der Vergangenheit einen Wert von 280 µm/m³, Peking 125 µm/m³ und Abu Dhabi 170 µm/m³.

Gesundheitliche Auswirkungen

Auswirkungen von Smog auf die eigene Gesundheit

Sind Reisende Smog einer langen Zeit direkt ausgesetzt, können Herz- und Lungenkrankheiten auftreten. Betroffene, welche bereits unter diesen Krankheiten leiden, können zudem eine Verschlechterung ihrer Krankheit auslösen. Während gröbere Feinstaubpartikel in Rachen und Nase hängen bleiben, gelangen die ultrafeinen Feinstaubpartikel sehr tief in das Lungengewebe und möglicherweise sogar in die Blutbahn.

Sobald die Feinstaubpartikel sich im Körper ausgebreitet haben, können Entzündungsprozesse in den Lungen auftreten. Ebenfalls werden die Blutgerinnung sowie die Regulierungsfunktion, welches dem vegetativen Nervensystem angehört, beeinflusst. Die gesundheitlichen Folgen können sowohl harmloser bis nahezu tödlich ausfallen. Lokale Reizungen der Schleimhäute, Bronchien und Atemwege sowie Herzinfarkte, Lungenkrebs oder Schlaganfälle sind hierbei die Haupterkrankungen, welche durch eine Smogbelastung im Körper verursacht werden.

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