Lungenkrebs

Definition: Lungenkrebs

LungenkrebsLungenkrebs ist eine Tumorerkrankung, die durch ein unkontrolliertes Wachstum krankhaft veränderter Zellen entsteht. Dabei wird das respiratorische System befallen und der Krebs kann sich im späteren Stadium auch in anderen Organen ausbreiten.

Lungenkrebs oder bronchogene Karzinome sind mitunter die am häufigsten auftretende Form von Krebs weltweit. Dabei lassen sich 80% aller Fälle von Lungenkrebs direkt auf den aktiven Konsum von Rauchwaren zurückführen. Das bedeutet kurzum, dass die meisten Ausbrüche dieses oftmals tödliche endenden Krebses leicht zu verhindern gewesen wären.

Auch die Behandlung ist nicht immer ganz einfach. Die Chancen auf Erfolg liegen mit unter 50% im direkten Vergleich zu anderen Arten von Tumoren relativ niedrig. Darum ist es wichtig, sich so früh als irgend möglich in Behandlung zu begeben, um diese Chancen zu steigern. Darüber hinaus entscheidet die Schwere des vorliegenden Falles, welche Art der Behandlung zum Einsatz kommt. Es stehen sowohl operative Eingriffe als auch Chemotherapie und Bestrahlungen zur Verfügung.

Steckbrief: Lungenkrebs

  • Name(n): Lungekrebs; Lungenkarzinom; bronchogenes Karzinom; Bronchuskarzinom
  • Art der Krankheit: Krebserkrankung
  • Verbreitung: Weltweit
  • Erste Erwähnung der Krankheit: Antike
  • Behandelbar: Teilweise
  • Art des Auslösers: Diverse
  • Wieviele Erkrankte: Ca. 1;9 Millionen weltweit
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Hausarzt; Internist; Onkologe; Pneumologe
  • ICD-10 Code(s): ICD-10-GM-2017 – C00-C97 – C00-C75 – C30-C39 – C34

Was ist Lungenkrebs?

Unter Lungenkrebs versteht man eine Krebserkrankung, die zunächst in den Lungen der betroffenen Person beginnt. Die Lungen sind schwammartige Organe, die dafür sorgen, dass der Sauerstoff der eingeatmeten Luft ins Blut gelangt und das der verbrauchte Sauerstoff mittels Ausatmen wieder ausgeschieden wird. Lungenkrebs kann diese Prozesse nicht nur empfindlich stören, sondern auch ganz zum Erliegen bringen. Somit ist es nicht selten der Fall, dass erkrankte Personen diesem Leiden erliegen.

In vielen Nationen der Erde ist Lungenkrebs die am häufigsten zum Tode führende Art von Krebs. Dabei spielt weder das Geschlecht noch das Alter eine ausschlaggebende Rolle. Auf einer weltweiten Skala sterben jährlich mehr Menschen an Lungenkrebs als an Brustkrebs, Prostatakrebs, Darmkrebs und Eierstockkrebs zusammen. Diese Zahlen sind nicht nur immens, sondern sollten auch zum Nachdenken anregen. Schließlich und endlich handelt es sich bei dieser Form des Krebses zumeist um eine einfach zu vermeidende Krankheit.

Das wohl größte Risiko an einem Lungenkarzinom zu erkranken haben Raucher. Das dürfte allgemein hin bekannt sein. Dennoch sollte man sich als Nicht-Raucher nicht vollkommen auf der sicheren Seite wähnen. Auch Personen, die Zeit ihres Lebens keine einzige Zigarette konsumiert haben, laufen durchaus Gefahr, an diesem Leiden zu kranken. Dennoch sei an dieser Stelle angeführt, dass besagte Gefahr weitaus geringer ist, als die Rauchern. Nichtsdestotrotz ist sie vorhanden. Darum kann es von großem Vorteil sein, wenn man mit dem Rauchen aufhört. Bereits nach ein bis drei Jahren nach der Aufgabe von Tabak hat sich das Risiko an Lungenkrebs zu erkranken um bis zu 30% reduziert. Das sollte es einem durchaus wert sein.

Die Behandlungsmethoden für das vorliegende Leiden sind zwar heutzutage weitaus effektiver als noch vor einigen Jahrzehnten, dennoch ist die Mortalitätsrate relativ hoch. Tatsächlich besteht bei der überwiegenden Mehrheit der Fälle nur eine Überlebensrate von knapp unter 50%. Das ist im direkten Vergleich zu anderen Krebserkrankung nicht sonderlich viel. Darum sollte man sich, bekommt man die Diagnose Lungenkrebs gestellt, darauf vorbereiten, dass einem eventuell nicht zu helfen ist und man diesem Leiden früher oder später erliegen wird.

Welche Ursachen führen zu Lungenkrebs?

Wenig verwunderlich ist die wohl am häufigsten in Erscheinung tretende Ursache für eine Erkrankung mit Lungenkrebs das Rauchen von Tabakprodukten. Dabei ist es zumeist vollkommen nebensächlich, welche Art von Rauchwaren man bevorzugt konsumiert. Seien es Zigaretten, Zigarren, Pfeifen, E-Zigaretten oder Shishas. Alle Rauchwaren sind gleichermaßen gefährlich. Ebenso ist es vollkommen egal, ob man nun ein starker oder ein gelegentlicher Raucher ist. Jeder Zug an einem Tabakprodukt erhöht das Risiko an Lungenkrebs zu erkranken signifikant. Sicherlich ist das allgemeine Risiko von Starkrauchern bedeutend höher, dennoch sollten sich auch Wochendraucher und Partyraucher hier keinen Illusionen hingeben. Auch diese Personengruppen laufen erhöhte Gefahr, ein Bronchialkarzinom zu entwickeln.

Somit ist es jedem nur ans Herz zu legen, von dieser Angewohnheit abzulassen und fortan auf Zigaretten und andere Rauchwaren zu verzichten. Zudem gibt es aber noch eine Vielzahl anderer etwaiger auslösender Faktoren. Hierzu zählen unter anderem eine genetische Disposition und Gefahren am Wohnort oder am Arbeitsplatz.

Sicherlich handelt es sich bei Lungenkrebs nicht um eine Erbkrankheit, dennoch ist es nicht selten zu beobachten, dass es interfamiliär zu Häufungen von Lungenkarzinomen kommt. Dabei ist es zumeist vollkommen irrelevant, ob der Betroffene Raucher ist oder nicht. Man kann also darum mit einiger Sicherheit behaupten, dass Lungenkarzinome durchaus „in der Familie liegen“ können. Sollte dies der Fall sein, ist man sicherlich nicht schlecht damit beraten, aufzuhören zu rauchen, insofern man dies tut. Zwar ist bei einer familiären Vorbelastung das Risiko grundsätzlich schon erhöht, dennoch sollte man es nicht noch zusätzlich durch diese negative Angewohnheit verstärken.

Des Weiten kann auch der Arbeitsplatz bisweilen ein Risiko für Personen darstellen. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn viel Staub bei der Ausübung der Diensttätigkeit entsteht oder man mit Chemikalien umgehen muss. Somit sind besonders Steinmetze, Schreiner, Straßenbauer, Chemikanten, Minenarbeiter und Restauratoren gefährdet. Es ist darum von immenser Wichtigkeit darauf zu achten, dass man, sollte man einer solchen Risikogruppe angehören, die notwendigen Sicherheitsmaßnahmen zum Selbstschutz ergreift. Alles andere wäre sich selbst und der Solidargemeinschaft gegenüber unverantwortlich. Bereits ein einfacher Mundschutz kann oftmals schon wahre Wunder wirken. Sollte man das Gefühl haben, dass der Arbeitsschutz um eigenen Betrieb zu kurz kommt oder nicht ernst genommen wird, sollte man sich an seinen Vorgesetzten, den Betriebsrat oder die zuständige Aufsichtsbehörde wenden. Dieses Vorgehen kann im Zweifel Leben retten.

Mythos Passivrauchen

Auch sollte man an dieser Stelle mit einem alten Vorurteil aufräumen. Viele Menschen, insbesondere Nicht-Raucher, fürchten sich vor Passivrauch. Diese Furcht ist von einem rein medizinischen Standpunkt allerdings nicht berechtigt. In Passivrauch sind keine der schädlichen Stoffe mehr enthalten, die dazu beitragen, dass Risiko auf Lungenkrebs zu erhöhen. Tatsächlich verbleiben beinahe das gesamte Nikotin, sowie andere krebserregende Stoffe, die sich in Zigarettenrauch befinden, in der Lunge des Rauchers. Der ausgeschiedene Rauch enthält nur einen Bruchteil der gefährlichen Substanzen. Diese vergehen darüber hinaus an der frischen Luft sehr schnell wieder und stellen somit kein Risiko für unbeteiligte Dritte mehr da.

Man müsste schon einigen Aufwand betreiben, um sein Risiko an Lungenkrebs zu erkranken mittels Passivrauchen deutlich zu erhöhen. Selbst wenn ein Raucher einem nach einem Lungenzug direkt in den Mund atmen würde, trüge dies kaum dazu bei, die eigene Gesundheit der Lunge einzuschränken. Darum sollte man sich wirklich nicht vor dieser Art des „Rauchens“ fürchten. Das größte von Passivrauch ausgehende Risiko ist tatsächlich der zumeist als unschön empfundene Geruch.

Darum sollte man sich als Nicht-Raucher durchaus auch mal an die eigene Nase fassen und nicht jeden Raucher grundsätzlich verurteilen. Raucher sind mündige Bürger, die für sich die Entscheidung getroffen haben, Tabakprodukte zu konsumieren. Das mag sehr ungesund und auf lange Sicht hin auch lebensgefährlich sein, dennoch liegt die Entscheidung bei den ausführende Individuen selbst. Der Raucherschutz in Europa ist bereits sehr streng. Dieser sollte einem als Nicht-Raucher genügen und man sollte davon absehen, insofern nicht unbedingt nötig, Raucher aufgrund ihres augenscheinlichen Fehlverhaltens maßregeln zu wollen. Damit hilft man weder sich selbst noch dem Raucher. Zumeist provoziert man dieselben dadurch nur und es kommt zu einem unnötigen Streit. Darum sollte man für solche Fälle das Motto „Leben und leben lassen“ verinnerlichen. Schließlich und endlich wird niemand gerne seiner Grundrechte beraubt. Und dazu gehört auch die Entscheidung zu treffen zu rauchen.

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