Lungenkrebs

Steckbrief: Lungenkrebs

  • Name(n): Lungenkrebs; Bronchialkarzinom; Lungenkarzinom; bronchogenes Karzinom; Bronchuskarzinom
  • Art der Krankheit: Bösartige Gewebeneubildung
  • Verbreitung: weltweit
  • Erste Erwähnung der Krankheit: Antike
  • Behandelbar: Lediglich geringe Aussichten auf Heilung
  • Art des Auslösers: Verschiedene
  • Wieviele Erkrankte: Circa 1;8 Millionen Fälle jährlich
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Hausarzt; Onkologe; Pneumologe; Thoraxchirurg
  • ICD-10 Code(s): C34

Lungenkrebs

Beim Lungenkrebs, oder Lungenkarzinom, handelt es sich um einen bösartigen Tumor, der durch unkontrolliertes Zellwachstum im Gewebe der Lunge gekennzeichnet ist. Betroffen sind dabei alle Teile der Lunge, also Ober-, Mittel- und Unterlappen, die Atemwege, das Gewebe um die Lunge herum sowie die Carina trachea. Die Wucherungen in der Lunge können aber auch metastasieren und sich auf andere Teile des Körpers ausbreiten.

Der Lungenkrebs kann in verschiedene Typen und Subtypen unterteilt werden. Sie werden im Allgemeinen in das kleinzellige Lungenkarzinom und das nicht-kleinzellige Lungenkarzinom untergliedert. Beide Arten weisen aber grundlegend ähnliche Symptome auf. Dazu gehören unter anderem häufiges Husten, blutiger Auswurf, Kurzatmigkeit, Schmerzen in der Brust und starker Gewichtsverlust.

Es existieren etliche Stoffe (z.B.: Asbest, Radongas, Feinstaub) und Faktoren, welche die Entstehung eines Lungenkarzinoms begünstigen können. ALS häufigste Ursache gilt jedoch der Tabakkonsum, der laut Schätzungen in etwa 85 % der Fälle als Auslöser identifiziert werden konnte. Hingegen sind lediglich circa 10 % der Menschen, die noch nie in ihrem Leben geraucht haben, von Lungenkrebs betroffen.

Lungenkrebs gilt in der Medizin als besonders schwer heilbar. Es ist eine Behandlung mit chirurgischen Mitteln, Chemo- und Strahlentherapie möglich, allerdings zeigt sie nur in etwa 17 % der Fälle Wirkung. Damit gehört das Lungenkarzinom zu jenen Krebsarten, die eine besonders hohe Mortalitätsrate aufweisen.

Lungenkrebs ist eine Tumorerkrankung, die durch ein unkontrolliertes Wachstum krankhaft veränderter Zellen entsteht. Dabei wird das respiratorische System befallen und der Krebs kann sich im späteren Stadium auch in anderen Organen ausbreiten.

Lungenkrebs oder bronchogene Karzinome sind mitunter die am häufigsten auftretende Form von Krebs weltweit. Dabei lassen sich 80% aller Fälle von Lungenkrebs direkt auf den aktiven Konsum von Rauchwaren zurückführen. Das bedeutet kurzum, dass die meisten Ausbrüche dieses oftmals tödliche endenden Krebses leicht zu verhindern gewesen wären.

Auch die Behandlung ist nicht immer ganz einfach. Die Chancen auf Erfolg liegen mit unter 50% im direkten Vergleich zu anderen Arten von Tumoren relativ niedrig. Darum ist es wichtig, sich so früh als irgend möglich in Behandlung zu begeben, um diese Chancen zu steigern. Darüber hinaus entscheidet die Schwere des vorliegenden Falles, welche Art der Behandlung zum Einsatz kommt. Es stehen sowohl operative Eingriffe als auch Chemotherapie und Bestrahlungen zur Verfügung.

Definition Lungenkrebs?

Lungenkrebs

Der allgemeine Begriff Lungenkrebs umfasst alle unkontrollierten Wucherungen des Gewebes, die ihren primären Ursprung in der Lunge haben. Hier kann es in allen Teilen dieses Organs zur Bildung von Karzinomen kommen: In den Lungenlappen, den kleinen und großen Atemwegen, der Pleura und den Blutgefäßen, welche die Lunge durchziehen. Am häufigsten lässt sich jedoch eine Gewebezunahme in den Atemwegen (Bronchien und Bronchiolen) erkennen. Da die Tumore hier den Zugang der Luft zu den Alveolen verengen oder gar verschließen, kann hernach kein geregelter Gasaustausch mehr stattfinden. Der Körper wird infolge dessen nur noch unzureichend mit Sauerstoff versorgt. Das zeigt sich auch an den üblichen Symptomen, die von Hustenreiz bis zur Blaufärbung der Haut reichen können. Darüber hinaus gibt es aber noch etliche weitere Anzeichen für ein Lungenkarzinom. In vielen Fällen macht sich dieses allerdings gar nicht bemerkbar.

In der Medizin spricht man bei Lungenkrebs vom primären sowie dem sekundären Lungenkarzinom. Der primäre Typ stellt den eigentlichen Lungenkrebs dar. Er bildet sich tatsächlich aus Lungengewebe. Der sekundäre Typ hat hingegen seinen Ursprung in einem anderen Organ und hat lediglich Zellen in die Lunge abgestreut. Es handelt sich bei dieser Variante per se nicht um Lungenkrebs.

Besondere Bedeutung kommt dem Lungenkarzinom dadurch zu, dass es zu einem sehr schnellen Wachstum und zur frühzeitigen Metastasierung neigt. Aus diesem Grund gehören Wucherungen des Lungengewebes zu den tödlichsten Krebserkrankungen.

Unter Lungenkrebs versteht man eine Krebserkrankung, die zunächst in den Lungen der betroffenen Person beginnt. Die Lungen sind schwammartige Organe, die dafür sorgen, dass der Sauerstoff der eingeatmeten Luft ins Blut gelangt und das der verbrauchte Sauerstoff mittels Ausatmen wieder ausgeschieden wird. Lungenkrebs kann diese Prozesse nicht nur empfindlich stören, sondern auch ganz zum Erliegen bringen. Somit ist es nicht selten der Fall, dass erkrankte Personen diesem Leiden erliegen.

In vielen Nationen der Erde ist Lungenkrebs die am häufigsten zum Tode führende Art von Krebs. Dabei spielt weder das Geschlecht noch das Alter eine ausschlaggebende Rolle. Auf einer weltweiten Skala sterben jährlich mehr Menschen an Lungenkrebs als an Brustkrebs, Prostatakrebs, Darmkrebs und Eierstockkrebs zusammen. Diese Zahlen sind nicht nur immens, sondern sollten auch zum Nachdenken anregen. Schließlich und endlich handelt es sich bei dieser Form des Krebses zumeist um eine einfach zu vermeidende Krankheit.

Das wohl größte Risiko an einem Lungenkarzinom zu erkranken haben Raucher. Das dürfte allgemein hin bekannt sein. Dennoch sollte man sich als Nicht-Raucher nicht vollkommen auf der sicheren Seite wähnen. Auch Personen, die Zeit ihres Lebens keine einzige Zigarette konsumiert haben, laufen durchaus Gefahr, an diesem Leiden zu kranken. Dennoch sei an dieser Stelle angeführt, dass besagte Gefahr weitaus geringer ist, als die Rauchern. Nichtsdestotrotz ist sie vorhanden. Darum kann es von großem Vorteil sein, wenn man mit dem Rauchen aufhört. Bereits nach ein bis drei Jahren nach der Aufgabe von Tabak hat sich das Risiko an Lungenkrebs zu erkranken um bis zu 30% reduziert. Das sollte es einem durchaus wert sein.

Die Behandlungsmethoden für das vorliegende Leiden sind zwar heutzutage weitaus effektiver als noch vor einigen Jahrzehnten, dennoch ist die Mortalitätsrate relativ hoch. Tatsächlich besteht bei der überwiegenden Mehrheit der Fälle nur eine Überlebensrate von knapp unter 50%. Das ist im direkten Vergleich zu anderen Krebserkrankung nicht sonderlich viel. Darum sollte man sich, bekommt man die Diagnose Lungenkrebs gestellt, darauf vorbereiten, dass einem eventuell nicht zu helfen ist und man diesem Leiden früher oder später erliegen wird.


Was ist Lungenkrebs?

Wie alle Krebsarten resultiert auch Lungenkrebs aus einer Anomalie der menschlichen Zellen. Bei einem gesunden Menschen teilen sich die Zellen nach einem bestimmten, festgelegten System, wodurch ein Gleichgewicht zwischen Absterben und Neubildung von Zellen entsteht. Ist dieses System jedoch gestört, kommt es zur unkontrollierten Zellteilung. Dadurch entstehen wesentlich mehr Zellen, als benötigt werden, wodurch sie sich häufen und schließlich die als Tumor bekannte Verdickung bilden. Diese wiederum können sich vollkommen unterschiedlich verhalten. Der sogenannte gutartige Tumor wächst einfach an Ort und Stelle beständig weiter. Er kann dadurch relativ gut operativ entfernt werden. Von Krebs spricht man allerdings erst, wenn ein bösartiger Tumor vorliegt. Bei diesem können neugebildete Zellen in den Blutkreislauf und das Lymphsystem eindringen und zu anderen Körperteilen und Organen wandern, sich dort “einnisten” und wachsen. Das bezeichnet die Medizin als Metastasen. Sie bestehen aus den gleichen Zellen, wie der Primärtumor. Es ist also möglich an Lungenkrebs zu leiden, der sich neben der Lunge auch im Hirn oder der Brust befindet.

Als besonders gefährlich gilt der Lungenkrebs deshalb, weil er sehr früh zu metastasieren beginnt. Mit Entdeckung der Krebserkrankung liegen meist schon einige Metastasen in anderen Organen vor. Theoretisch könnte dabei jedes Körperteil betroffen sein. Am häufigsten sind jedoch Nebenniere, Gehirn, Knochen und Leber betroffen. Das gestaltet eine Behandlung selbstverständlich als schwierig. Darüber hinaus ist die Lunge selbst ein häufiger Ort, an dem sich Metastasen absetzen. Es handelt sich dann allerdings nicht um Lungenkrebs.

Die Hauptfunktion der Lunge besteht im Wesentlichen darin, Gase zwischen der eingeatmeten Luft und dem Blut auszutauschen. Durch die Lunge wird Kohlendioxid aus dem Blutkreislauf entfernt und Sauerstoff in den Blutkreislauf eingeleitet. Jede Störung dieser Funktion führt also dazu, dass der Körper nicht mehr genügend mit Sauerstoff versorgt werden kann.

Jede menschliche Lunge hat einen sehr komplexen Aufbau. Insgesamt liegt die Lunge direkt hinter der Brustwand und ist durch eine dünne Gewebeschicht, die Pleura, an dieser befestigt. Sie ist zudem in zwei etwa gleich große Teile gegliedert, die in etwa die gleiche Größe besitzen und als Lungenflügel bekannt sind. Der rechte Lungenflügel hat drei Lappen. Hingegen verfügt der linksseitige Lungenflügel nur über zwei Lappen. Er verfügt allerdings noch über die sogenannte Lingula (Lingula pulmonis sinistri), eine kleine Zunge, die als Äquivalent zum Mittellappen der rechten Seite gewertet wird. Die großen Atemwege, die in die Lunge gelangen werden als Bronchien bezeichnet und knüpfen sich an die Trachea (Luftröhre) an. Die Bronchien selbst befinden sich noch außerhalb der Lunge. Ihre kleinen Verästlungen, die sogenannten Bronchiolen, reichen jedoch tief ins Lungengewebe hinein. Die winzigsten Verästlungen werden dabei als Alveolen bezeichnet. In diesen findet schließlich der Gasaustausch statt.

Theoretisch kann jeder Teil der Lunge von einer Zellwucherung betroffen sein. Allerdings entstehen circa 90 % der Krebserkrankungen aus den Epithelzellen, welche die größeren und kleineren Atemwege, also die Bronchien und die Bronchiolen auskleiden. Aus diesem Grund wird Lungenkrebs häufig auch als Bronchialkrebs oder bronchogenes Karzinom bezeichnet. Zu den Lungenkrebsarten gehört aber auch das unkontrollierte Zellwachstum des umliegenden Gewebes, also der Pleura sowie der angrenzenden Blutgefäße.

Welche Ursachen gibt es?

Es gibt eine Reihe von unterschiedlichen Faktoren, welche die Entstehung eines Lungenkrebses fördern können. Generell stellt natürlich verunreinigte Luft ein Hauptproblem bei dieser Erkrankung dar. Darüber hinaus ist aber auch eine familiäre Disposition annehmbar.

Rauchen
Rauchen ist nach neusten Erkenntnissen die Hauptursache für die Entstehung eines Lungenkrebses. Es wird davon ausgegangen, dass es für circa 90 % aller Lungenkrebserkrankungen verantwortlich ist. Das Risiko von Lungenkrebs erhöht sich einerseits mit der Anzahl der täglich gerauchten Zigaretten sowie der Dauer, über welche hinweg bereits Tabak auf diese Weise konsumiert wird. Die Chance ein Lungenkarzinom zu bilden, ist bei Zigarettenrauchern um circa 25 % erhöht. Hingegen steigt die Wahrscheinlichkeit bei Menschen die Pfeife rauchen um nur etwa 5 %. Das Risiko der Entwicklung von Lungenkrebs nimmt jedes Jahr nach der Rauchentwöhnung wieder ab, da normale Zellen nachwachsen und so beschädigtes Gewebe ersetzen. Es dauert allerdings etwa 15 Jahre, bis sich der Körper annähernd auf dem Niveau eines Nichtrauchers befindet.

Tabakrauch enthält weit mehr als 4000 chemische Verbindungen, von denen die meisten als karzinogen (krebserregend) eingestuft werden. Als besonders schädlich werden dabei die sogenannten Nitrosamine eingestuft, die in Kleinstmengen in vielen Lebensmitteln zu finden sind. In konzentrierter Form wie im Tabak gelten sie jedoch als extrem gesundheitsbeeinträchtigend.

Passivrauchen
Unter Passivrauchen versteht man das Einatmen von Tabakrauch durch Nichtraucher, die sich in unmittelbarer Umgebung von einer Rauchquelle befinden. Inzwischen konnte ermittelt werden, dass dies ebenso gesundheitsgefährdend ist, wie selbst zu rauchen. Die Wahrscheinlichkeit eines Lungenkarzinoms steigt für Passivraucher um circa 24 % an.

Luftverschmutzung
In den vergangenen Jahren wurde immer wieder die hohe Exposition der Luft mit Feinstaub thematisiert. In einigen Städten und Ballungszentren ist diese sogar so hoch, dass sie deutlich zu erkennen ist. Dann spricht man vom sogenannten Smog. Die Medizin ist sich relativ einig darüber, dass eine dauerhafte Atmung solcher Luft zu einem Anstieg des Krebsrisikos führt. In etwa werden 2 % der Lungenkrebsleiden auf eine längere Exposition mit stark verschmutzter Luft zurückgeführt, was in etwa mit den Auswirkungen des Passivrauchens vergleichbar ist.

Dieselabgase
Ein Dieselmotor stößt über den Auspuff diverse Gase sowie Rußpartikel aus. Einige Menschen sind diesen Abgasen häufiger ausgesetzt. Dazu gehören beispielsweise LKW-Fahrer, Mechaniker, Hafenarbeiter oder Landarbeiter. Bei ihnen zeigt sich ein gering erhöhtes Risiko ein Lungenkarzinom zu entwickeln.

Asbest
Der als Asbest bekannte Werkstoff besteht aus sogenannten Silikatfasern. Diese sind besonders langlebig. Werden sie eingeatmet ist es durchaus möglich, dass sie ein Leben lang in der Lunge verbleiben und sich nicht vom Körper abbauen lassen. Sie sind vor allem Ursache für Krebs, der sich in der Pleura, also dem Gewebe zwischen Lunge und Brust bildet. Wer Zigarettenraucher und mit Asbest länger in Kontakt gekommen ist, bekommt nahezu gesichert ein Lungenkarzinom. Die Wahrscheinlichkeit liegt bei über 90 %.

In den vergangenen Jahren wurde Asbest vor allem als akustische Isolierung sowie zur Wärmedämmung in Gebäuden eingesetzt. Seit jedoch die karzinogene Wirkung der Asbestfaser bekannt ist, wird die Nutzung dieses Stoffes stark eingeschränkt und ist zum Teil sogar verboten.

Radongas
Radongas ist ein natürliches radioaktives Gas, welches als Zufallsprodukt beim Abbau von Uran entsteht und eine ionisierende Strahlung freisetzt. Es wird angenommen, dass eine Exposition mit Radongas zu den häufigeren Ursachen einer Lungenkrebserkrankung gehört. Schätzungen belaufen sich auf circa 12% der Fälle. Neben dem Rauchen ist Radongas folglich der zweithäufigste Karzinomauslöser. Ähnlich wie beim Asbest erhöht sich das Krebsrisiko zusätzlich, wenn Raucher mit Radongas in Kontakt kommen.

Da Radongas farb- und geruchlos ist. So ist es möglich, dass es aus dem Untergrund in Gebäude eindringt und dies zunächst nicht bemerkt wird. Prinzipiell kann Lüften die Gaskonzentration niedrig halten. In alten Kellerräumen ohne Belüftung oder in abgeschlossenen Gebäudekomplexen, kann die Konzentration hingegen kritische Werte erreichen. Aus diesem Grund gibt es in den meisten Ländern genaue Bestimmungen und Messungen bezüglich dieses Karzinogens.

Lungenerkrankungen
Theoretisch gereicht jede Schädigung des Lungengewebes zur Entwicklung eines Bronchialkarzinoms. Aus diesem Grund können auch diverse Lungenerkrankungen, insbesondere dann, wenn sie chronisch sind, ein Karzinom bilden. Beispielsweise erhöht sich das Krebsrisiko bei Vorliegen einer Lungenfibrose (Vernarbung des Lungengewebes) um etwa 7 %.

Genetische Disposition
Bisher ist noch nicht abschließend geklärt, inwieweit Krebserkrankungen von einer genetischen Disposition abhängen. Lediglich bei einigen speziellen Krebsformen, etwa Brust- oder Gebärmutterhalskrebs, konnte gezeigt werden, dass ein bestimmtes Genmerkmal für diese verantwortlich sein kann. In Bezug auf Lungenkrebs wurde ein solches Gen noch nicht identifiziert. Es konnte allerdings in mehreren Studien nachgewiesen werden, dass Menschen, unabhängig davon, ob es sich um Raucher oder Nichtraucher handelt, eher ein Lungenkarzinom bekommen, wenn bereits eine familiäre Vorgeschichte zu dieser Erkrankung besteht. Hier könnte allerdings auch eine Rolle spielen, dass sich Familienangehörige zumeist den gleichen Umwelteinflüssen ausgesetzt sehen und daher eine gemeinsame Exposition mit bestimmten krebserregenden Stoffen denkbar ist. Einige Wissenschaftler halten es außerdem für möglich, dass keine Anfälligkeit für Karzinogene, sondern eine Schwachstelle in der DNA-Reparatur vererbt wird.

Vormaliger Lungenkrebs
Lungenkrebs ist in den meisten Fällen tödlich. Eine Heilungschance ist sehr gering und beläuft sich auf ungefähr 20 %. Doch selbst nach erfolgreicher Bekämpfung der Krankheit besteht ein erhöhtes Risiko erneut ein Lungenkarzinom zu entwickeln. Aus diesem Grund sollten vor allem jene Menschen, die bereits einmal Krebs hatten, möglichst alle weiteren auslösenden Faktoren dringlichst meiden.

Die hier genannten Ursachen eines Lungenkrebses gehören zu den am häufigsten auftretenden Faktoren. Darüber hinaus gibt es allerdings noch viele weiter potentielle Auslöser. Im Prinzip kann jedes Karzinogen und jede massive Beeinträchtigung der Lunge die Bildung von Karzinomen nach sich ziehen. Es empfiehlt sich daher, die Lungenbelastung möglichst gering zu halten. Am effektivsten ist es sicherlich, das Rauchen aufzugeben und Rauchquellen zu vermeiden. Hierdurch sinkt hernach die Wahrscheinlichkeit einer Lungenkrebserkrankung drastisch ab.

Wenig verwunderlich ist die wohl am häufigsten in Erscheinung tretende Ursache für eine Erkrankung mit Lungenkrebs das Rauchen von Tabakprodukten. Dabei ist es zumeist vollkommen nebensächlich, welche Art von Rauchwaren man bevorzugt konsumiert. Seien es Zigaretten, Zigarren, Pfeifen, E-Zigaretten oder Shishas. Alle Rauchwaren sind gleichermaßen gefährlich. Ebenso ist es vollkommen egal, ob man nun ein starker oder ein gelegentlicher Raucher ist. Jeder Zug an einem Tabakprodukt erhöht das Risiko an Lungenkrebs zu erkranken signifikant. Sicherlich ist das allgemeine Risiko von Starkrauchern bedeutend höher, dennoch sollten sich auch Wochendraucher und Partyraucher hier keinen Illusionen hingeben. Auch diese Personengruppen laufen erhöhte Gefahr, ein Bronchialkarzinom zu entwickeln.

Somit ist es jedem nur ans Herz zu legen, von dieser Angewohnheit abzulassen und fortan auf Zigaretten und andere Rauchwaren zu verzichten. Zudem gibt es aber noch eine Vielzahl anderer etwaiger auslösender Faktoren. Hierzu zählen unter anderem eine genetische Disposition und Gefahren am Wohnort oder am Arbeitsplatz.

Sicherlich handelt es sich bei Lungenkrebs nicht um eine Erbkrankheit, dennoch ist es nicht selten zu beobachten, dass es interfamiliär zu Häufungen von Lungenkarzinomen kommt. Dabei ist es zumeist vollkommen irrelevant, ob der Betroffene Raucher ist oder nicht. Man kann also darum mit einiger Sicherheit behaupten, dass Lungenkarzinome durchaus „in der Familie liegen“ können. Sollte dies der Fall sein, ist man sicherlich nicht schlecht damit beraten, aufzuhören zu rauchen, insofern man dies tut. Zwar ist bei einer familiären Vorbelastung das Risiko grundsätzlich schon erhöht, dennoch sollte man es nicht noch zusätzlich durch diese negative Angewohnheit verstärken.

Des Weiten kann auch der Arbeitsplatz bisweilen ein Risiko für Personen darstellen. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn viel Staub bei der Ausübung der Diensttätigkeit entsteht oder man mit Chemikalien umgehen muss. Somit sind besonders Steinmetze, Schreiner, Straßenbauer, Chemikanten, Minenarbeiter und Restauratoren gefährdet. Es ist darum von immenser Wichtigkeit darauf zu achten, dass man, sollte man einer solchen Risikogruppe angehören, die notwendigen Sicherheitsmaßnahmen zum Selbstschutz ergreift. Alles andere wäre sich selbst und der Solidargemeinschaft gegenüber unverantwortlich. Bereits ein einfacher Mundschutz kann oftmals schon wahre Wunder wirken. Sollte man das Gefühl haben, dass der Arbeitsschutz um eigenen Betrieb zu kurz kommt oder nicht ernst genommen wird, sollte man sich an seinen Vorgesetzten, den Betriebsrat oder die zuständige Aufsichtsbehörde wenden. Dieses Vorgehen kann im Zweifel Leben retten.

Mythos Passivrauchen
Auch sollte man an dieser Stelle mit einem alten Vorurteil aufräumen. Viele Menschen, insbesondere Nicht-Raucher, fürchten sich vor Passivrauch. Diese Furcht ist von einem rein medizinischen Standpunkt allerdings nicht berechtigt. In Passivrauch sind keine der schädlichen Stoffe mehr enthalten, die dazu beitragen, dass Risiko auf Lungenkrebs zu erhöhen. Tatsächlich verbleiben beinahe das gesamte Nikotin, sowie andere krebserregende Stoffe, die sich in Zigarettenrauch befinden, in der Lunge des Rauchers. Der ausgeschiedene Rauch enthält nur einen Bruchteil der gefährlichen Substanzen. Diese vergehen darüber hinaus an der frischen Luft sehr schnell wieder und stellen somit kein Risiko für unbeteiligte Dritte mehr da.

Man müsste schon einigen Aufwand betreiben, um sein Risiko an Lungenkrebs zu erkranken mittels Passivrauchen deutlich zu erhöhen. Selbst wenn ein Raucher einem nach einem Lungenzug direkt in den Mund atmen würde, trüge dies kaum dazu bei, die eigene Gesundheit der Lunge einzuschränken. Darum sollte man sich wirklich nicht vor dieser Art des „Rauchens“ fürchten. Das größte von Passivrauch ausgehende Risiko ist tatsächlich der zumeist als unschön empfundene Geruch.

Darum sollte man sich als Nicht-Raucher durchaus auch mal an die eigene Nase fassen und nicht jeden Raucher grundsätzlich verurteilen. Raucher sind mündige Bürger, die für sich die Entscheidung getroffen haben, Tabakprodukte zu konsumieren. Das mag sehr ungesund und auf lange Sicht hin auch lebensgefährlich sein, dennoch liegt die Entscheidung bei den ausführende Individuen selbst. Der Raucherschutz in Europa ist bereits sehr streng. Dieser sollte einem als Nicht-Raucher genügen und man sollte davon absehen, insofern nicht unbedingt nötig, Raucher aufgrund ihres augenscheinlichen Fehlverhaltens maßregeln zu wollen. Damit hilft man weder sich selbst noch dem Raucher. Zumeist provoziert man dieselben dadurch nur und es kommt zu einem unnötigen Streit. Darum sollte man für solche Fälle das Motto „Leben und leben lassen“ verinnerlichen. Schließlich und endlich wird niemand gerne seiner Grundrechte beraubt. Und dazu gehört auch die Entscheidung zu treffen zu rauchen.


Symptome & Anzeichen

Die Symptome einer Lungenkrebserkrankung sind in erster Linie davon abhängig, wo der Tumor auftritt und welche Ausmaße er bereits angenommen hat. Eine Gewebewucherung der Pleura wird sich selbstverständlich gänzlich anders äußern, als unkontrolliertes Zellwachstum in den Bronchien. Zudem spielt es eine Rolle, ob bereits Metastasen gebildet wurden, oder nicht.

Besonders drastisch beim Lungenkarzinom ist, dass sich dieser schnell wachsende Krebs nicht unbedingt in bestimmten Symptomen äußern muss. Es ist sogar recht üblich, dass keinerlei Anzeichen zu Beginn der Erkrankung bestehen und Betroffene weder Schmerzen noch sonstige Einschränkungen spüren. Aus diesem Grund wird dieser Krebs nicht selten bei Routineuntersuchungen entdeckt. Bei Personen, die über keinerlei Symptome klagen liegt oftmals eine sogenannte Münzläsion vor. Es handelt sich dabei um noch sehr kleine, flache Zellwucherungen, die auf einem Röntgenbild oder CT-Scan sichtbar werden.

Vor allem dann, wenn ein Lungenkarzinom bereits eine entsprechende Größe erreicht hat, beziehungsweise an sich an einer besonders empfindlichen Stelle angesiedelt hat, kann dies die Atmung behindern. Dann gehören Husten, Kurzatmigkeit, keuchende Atmung, Schmerzen in der Brust sowie Bluthusten zu den möglichen Hinweisen. Sind durch den Tumor bereits Nerven geschädigt, zeigt sich dies manchmal in Form von Schulterschmerzen, die in den Arm ausstrahlen können. Man bezeichnet dies als Pancoast-Syndrom. Auch die Stimme kann durch ein Lungenkarzinom beeinträchtigt sein. So kommt es unter anderem zu Heiserkeit, welche auf die Lähmung von Teilen der Stimmbänder zurückzuführen ist. Die Beeinträchtigung des Rachens und Kehlkopfraumes bewirkt zudem oftmals, dass Betroffene Schluckstörungen (Dysphagie) haben. Sind die großen Atemwege, also die Bronchien, betroffen, führt dies oftmals zu zum Zusammenbruch eines Teils der Lunge, wodurch wiederum Infektionen hervorgerufen werden. Abszesse und Lungenentzündungen treten dementsprechend häufig bei Menschen auf, die ein Lungenkarzinom haben.

Haben sich bereits ob eines Lungenkarzinoms Metastasen in anderen Organen gebildet, zeigen sich wiederum spezifische Symptome, die in Zusammenhang mit den betroffenen Körperregionen stehen. Am häufigsten sind von metastasierendem Lungenkrebs die Knochen betroffen. Das kann zu sehr quälenden Schmerzen an den jeweiligen Knochenteilen führen. Da der Krebs hier tief ins Mark eindringen kann, ist die Schmerzempfindlichkeit ganz besonders hoch.

Neben den Knochen ist vor allem das Gehirn von Metastasen betroffen, die auf einen Lungenkrebs zurückzu ühren sind. Da es sich hierbei um ein sehr komplexes Organ handelt, kann man nur schwerlich allgemeine Aussagen darüber treffen, durch welche Anzeichen sich Metastasen schließlich äußern. Es wird aber definitiv zu diversen Funktionsbeeinträchtigungen und -störungen kommen. In vielen Fällen treten beispielsweise Kopfschmerzen, Schwindel und Krampfanfälle auf. Aber auch Sehstörungen, Lähmungen oder Empfindungsverlust von Körperteilen sind im Rahmen des Möglichen. Zum Teil sind sogar Persönlichkeitsveränderungen, Demenzähnliche Symptome oder Halluzinationen denkbar.

Es treten neben den genannten vor allem auch paraneoplastische Symptome bei einem Lungenkarzinom auf. Lungenkrebs wird also häufig von Symptomen begleitet, die aus der Produktion von hormonähnlichen Substanzen durch Tumorzellen resultieren. Am häufigsten zeigen sich diese Anzeichen, wenn der Patient an einem kleinzelligen Karzinom leidet. Doch auch jede andere Krebsform kann paraneoplastische Symptome herbeiführen.

Ein kleinzelliges Lungenkarzinom wird aller Wahrscheinlichkeit nach ein Hormon namens Adrenocorticotropin bilden. Das führt wiederum zur Ausscheidung von Cortisol über die Nebennieren. Man bezeichnet dies als Cushing-Syndrom, was sich durch Akne, Nierensteine, Muskelschwäche und einige weitere Symptome bemerkbar machen kann.

Das häufigste neoplastische Syndrom bei einem nicht kleinzelligen Lungenkarzinom ist die Produktion einer Substanz, welche dem Parathyroidhormon ähnelt. Das führt zu einer Erhöhung des Kalziumgehaltes im Blut. Eine solche Hyperkalzämie zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass Betroffene unter extremer Müdigkeit, Muskelkrämpfen und Verdauungsbeschwerden leiden.

Wie die meisten Krebsarten treten auch im Zusammenhang mit Lungenkrebs sehr unspezifische Symptome auf, die der Betroffene selbst zunächst nicht mit einer Krebserkrankung in Zusammenhang bringt. Dazu gehören beispielsweise Gewichtsverlust, Müdigkeit und Abgeschlagenheit oder Schwächegefühle. Häufig sind aber auch psychologische Symptome wie Depressionen oder Stimmungsschwankungen.

Es zeigt sich also deutlich, dass die meisten Symptome nicht den Atmungsapparat selbst betreffen, obgleich selbstverständlich auch dieser einige Anzeichen für das Vorliegen einer Krebserkrankung zeigen wird. Insgesamt sind die Symptome aber sehr unspezifisch und für Laien kaum als solche zu identifizieren. Darüber hinaus sind alle Krebserkrankungen sehr individuell und vor allem davon abhängig, wie es um die allgemeine Gesundheit des Betroffenen bestellt ist, wie schnell der Tumor wächst und wohin er streut. Es sind also durchaus noch etliche weitere Krankheitssymptome denkbar. Und wie bereits erwähnt, werden oftmals auch keinerlei Beschwerden wahrgenommen.

Im Folgenden werden die häufigsten Anzeichen noch einmal im Überblick angegeben:

  • Atembeschwerden (Kurzatmigkeit, Keuchen)
  • Husten (mitunter mit blutigem Auswurf)
  • Heiserkeit
  • Schmerzen und Beeinträchtigung anderer Organe (durch Metastasen)
  • Gewichtsverlust
  • Abgeschlagenheit
  • Depressionen
  • Pneumothorax
  • Stimmungsschwankungen
  • neoplastisches Syndrom (z.B.: Hyperkalzämie, Cushing-Syndrom)

Unglücklicherweise äußert sich Lungenkrebs oftmals nicht durch besonders starke Symptome. Besonders ist dies während der frühen Phase der Erkrankung nicht der Fall. Darum kann es für Betroffene sehr schwer sein, überhaupt etwas von dem vorliegenden Leiden zu merken. Tatsächlich bemerken viele Erkrankte ihren Krebs erst, wenn es imgrunde schon zu spät ist. Dieser Umstand trägt zusätzlich dazu bei, dass die Sterberate bei Lungenkrebs vergleichsweise groß ist.

In der Tat kann es möglich sein, dass dem Betroffenen selbst bei bereits relativ ausgeprägten Formen des Lungenkrebses keinerlei Symptome auffallen. Dies liegt unter anderem daran, dass die Lunge selbst keine Rezeptoren besitzt, die dazu in der Lage wären, krebsbedingte Schmerzen zu registrieren. Somit kann der Krebs wachsen und gedeihen, ohne dass der Wirt etwas davon bemerkt. Das ist alles in allem natürlich sehr ungünstig. Vorallem deswegen, weil eine frühe Diagnose besonders bei Krebserkrankungen eine höhere Chance auf Heilung verspricht. Diese bleibt allerdings aufgrund der zumeist recht späten Erkennung des Übels meistens aus.

Mögliche frühe Symptome können unter anderem ein mehr oder wenig stark ausgeprägter Husten oder andere unspezifische Schmerzen des Atemapparates sein. Erst mit einem Voranschreiten des Leidens verstärken sich die Symptome immer mehr. Es entstehen zum Teil immense Schmerzen, die kaum auszuhalten sind. Darüber hinaus kommt es im Rahmen des vorliegenden Gebrechens auch oftmals zu einem unfreiwilligen Gewichtsverlust. Dieser kann teilweise derart extrem sein, dass Betroffene zusätzlich zu dem Lungenkarzinom auch noch mit Mangelerscheinungen durch Untergewicht kämpfen müssen. Zudem kommt es vorallem in den späteren Phasen dieser Krankheit zum Husten von Blut und anderen Substanzen. Das ist nicht nur unangenehm, sondern auch ein Indikator für Lungenkrebs, falls man bis zu diesem Zeitpunkte noch keine konkrete Diagnose haben sollte.

Alles in allem ist es also sehr wichtig, dass man die etwaig auftretenden Symptome nicht als Nebensächlichkeiten abtut, sondern sich sofort medizinische Hilfe sucht. Dies kann im Falle der vorliegenden Krankheit über Leben und Tod entscheiden. Auch sollte man an dieser Stelle nicht vernachlässigen zu erwähnen, dass Raucher oder andere besonders gefährdete Personengruppen, sich ohnehin regelmäßig hinsichtlich einer potentiellen Krebserkrankung der Lunge untersuchen lassen sollten. Dies dient nicht nur dem Eigenschutz, sondern kann im Zweifel auch eine Erleichterung für Familie und Freunde sein.

Kurzübersicht der Symptome

  • (Starker) Husten, der aus dem Nichts zu kommen scheint und auch nach längerer zeit nicht merklich nachlässt
  • Verschlimmerungen des sog. „Raucherhustens“
  • Aushusten von Blut (selbst kleinste Mengen sind zumeist bereits ein Indikator für eine schwerwiegende Erkrankung des Atemapparates)
  • Kurzer Atem
  • Spontane Schmerzen im Bereich der Brust
  • Schnarrende oder rasselnde Atmung
  • Heiserkeit
  • Unfreiwilliger Verlust von Gewicht
  • Schmerzen in Knochen und Gelenken
  • Kopfschmerzen

Diagnose & Krankheitsverlauf

Die Diagnose eines Lungenkrebses stellt auch für Ärzte eine Herausforderung dar. Das liegt vor allem daran, dass es für eine spätere Behandlung wichtig ist, exakt zu bestimmen um welche Art des Krebses es sich genau handelt und ob überhaupt eine bösartige Form der Wucherung vorliegt. Darüber hinaus sind die Beschwerden, mit welchen Patienten sich an einen Arzt wenden, häufig sehr unspezifisch, sodass hierdurch kaum konkrete Diagnosen gestellt werden können. Aus diesem Grund gibt es eine Reihe von Tests, die durchgeführt werden können, wenn der Verdacht auf eine Krebserkrankung vorliegt. Welche Tests dabei zum Einsatz kommen, entscheidet der Arzt häufig anhand der beschriebenen Symptome oder der individuellen Verfassung des Patienten.

Allgemeine Untersuchung
Zunächst einmal wird der Arzt eine körperliche Untersuchung vornehmen und eine detaillierte Anamnese erstellen. Neben Fragen nach Symptomen und Risikofaktoren für die Krebsentstehung, wie beispielsweise Rauchen, verweisen Atembeschwerden, Atemwegsobstruktionen, Infektionen der Lunge und ähnliches auf darauf, dass hier eine Erkrankung besteht, die insgesamt mit dem Atmungsapparat verknüpft ist. Eine eventuell vorliegende Cyanose (Blaufärbung der Haut) deutet darauf hin, dass zu wenig Sauerstoff im Blutkreislauf vorliegt. Das zeigt deutlich ein Problem im Gasaustausch an, der in der Lunge stattfindet. Verfärbungen der Nägel und des Nagelbettes sind ebenfalls ein Hinweis darauf, dass eine chronische Erkrankung beziehungsweise eine Schädigung der Lunge vorliegt.

Röntgen
Sind bei der körperlichen Untersuchung einige Merkmale aufgefallen, die auf eine Lungenschädigung verweisen, wird als erster diagnostischer Schritt zunächst der Brustraum geröntgt. Das Röntgenbild der Brust stellt häufig einen Blick von hinten auf die Vorderseite der Brust sowie einen Blick auf die Seite dar. Liegt ein Krebs vor, zeigen sich dann auf der Lunge dunkle Flecken, die durch eine Verdichtung des Gewebes entstehen. Diese können durch einen Arzt relativ gut erkannt werden. Es ist allerdings nicht möglich, zu identifizieren um welche Art von Raumforderung es sich bei den dargestellten Flecken handelt. Bei diesen könnte es sich nämlich auch um kleine Kalkknötchen oder einen gutartigen Tumor handeln. Aus diesem Grund bildet das Röntgen lediglich einen ersten Schritt bei der Diagnose und dient nicht der Identifizierung einer Krankheit an sich.

Computertomographie

Ein CT (Computertomographie) wird häufig von der Brust, dem Bauchraum und dem Gehirn gemacht. Es handelt sich hierbei um ein computergestütztes Röntgenverfahren, welches es ermöglicht, durch übereinanderlegen der Bilder einen detaillierten Querschnitt des Körpers zu erhalten. Dadurch sind die Röntgenaufnahmen wesentlich feingliedriger als bei einem gewöhnlichen Röntgenapparat. Es zeigen sich hernach auch kleinere Knoten und Metastasen, die sich erst im Anfangsstadium befinden. In einigen Fällen erfolgt die Untersuchung mittels OP mit Hilfe eines Kontrastmittels, welches dem Betroffenen vor dem Scan injiziert wird. Dies dient vor allem dazu, die Organe hinsichtlich ihrer Position genau abzugrenzen. Hin und wieder kann es durch ein solches Kontrastmittel zu Nebenwirkungen wie Juckreiz, Hautausschlag oder Nesselsucht kommen, die jedoch zeitnah wieder verschwinden.

Spiral-CT (aauch Helix-CT)

Diese Untersuchungsmethode wird nicht nur zur Abklärung eines Lungenkarzinoms, sondern ebenso für eine Früherkennung während präventiver Untersuchungen von Rauchern empfohlen. Mit diesen Geräten lassen sich vor allem sehr kleine Gewebewucherungen finden. Aus diesem Grund kann hierdurch ein Krebs entdeckt werden, wenn er noch sehr klein ist. Dies erhöht die Chancen einer Heilung um etwa 20 %.

Magnetresonanztomografie
Es ist auch möglich, dass zur Diagnostizierung eines Lungenkrebses eine Magnetresonanztomographie (MRT) durchgeführt wird. Dies ist sogar zu empfehlen, wenn die spezifische Lage eines Tumors mit anderen Mitteln nicht exakt bestimmt werden konnte. Das MRT sammelt vor allem Daten über die Struktur des Körpers. Hierdurch können kleinste Gewebeveränderungen sowie deren genaue Position ermittelt werden.

Ein MRT ist besonders zur Untersuchung geeignet, wenn es mit anderen Techniken Probleme gab. Das liegt vor allem daran, dass hier keine Strahlung abgegeben wird und zudem kein Kontrastmittel für die Untersuchung notwendig ist. Allerdings kann ein MRT problematisch werden, wenn ein Patient einen Herzschrittmacher trägt, da die Magnetresonanztherapie mit Radiowellen und Magnetismus arbeitet, welche einen Schrittmacher beeinflussen können.

Positronemissionstomographie
Bei einer Positronemissionstomografie (PET) wird ein kurzlebiges radioaktives Medikament verabreicht, welches dreidimensionale farbige Bilder im Scan erzeugt. Das ist möglich, weil sich diese Mittel nur in bestimmten Gewebetypen absetzen.

Während CT und MRT auf den Scan anatomischer Strukturen ausgerichtet sind, misst der PET-Scan metabolische Aktivitäten und die Funktionalität von Gewebe. Hierdurch kann bestimmt werden, ob ein Tumor wächst. Außerdem kann besser bestimmt werden, um welche Zellart es sich handelt. Das spielt hernach vor allem eine Rolle, um zu ermitteln, ob es sich um einen gut- oder bösartigen Tumor handelt.

Knochen-Scan
Ein Lungenkrebs neigt in der Regel dazu, recht früh zu streuen. Am häufigsten sind hiervon die Knochen betroffen. Ein Knochenscan dient also dazu, zu ermitteln, ob das bereits identifizierte wuchernde Lungengewebe metastasiert. Bei einem Knochenscan wir ebenso wie bei den Untersuchungen mit CT ein Kontrastmittel verabreicht.

Sputum-Zytologie
Die Diagnose von Lungenkrebs erfordert immer die Bestätigung des Vorhandenseins maligner (bösartiger) Zellen. Selbst wenn alle anderen Untersuchungen beinahe zweifelsfrei vorhersagen können, dass ein Krebs vorliegt, bedarf es doch der zellulären Bestätigung. Hierzu ist der einfachste Weg, das Sputum auf eben solche Zellen hin mit dem Mikroskop zu untersuchen. Jedoch muss Auswurf nicht zwangsläufig Tumorzellen enthalten. Das gilt besonders dann, wenn sich die Wucherung nicht in den Bronchien befindet. Darüber hinaus werden in manchen Fällen auch nicht kanzeröse Zellen als bösartig angezeigt.

Bronchoskopie
Bei einer Bronchoskopie führt ein Arzt eine kleine Sonde durch Mund oder Nase in die Atemwege des Patienten. Sitzt ein Tumor in den zentralen Bereichen der Lunge kann er dadurch erreicht werden und es ist die Entnahme einer Gewebeprobe möglich.

Es handelt sich hier einerseits um ein sehr unangenehmes Verfahren, welches eine Anästhesie erfordert, andererseits ist es mit nur wenig Komplikationen verbunden und erreicht eine relativ sichere Diagnose dadurch, dass die zu untersuchenden Gewebeentnahmen direkt aus der Wucherung stammen.

Nadel-Biopsie
In einigen Fällen ist es nicht möglich mittels Bronchoskopie Gewebe zu entnehmen, da sich der Tumor an einer für die Sonde unerreichbaren Stelle befindet. Hier kann eine Nadel-Biopsie vorgenommen werden. Bei dieser wird dem Patienten ein Kontrastmittel verabreicht, welches dem Arzt zur Orientierung beihilft. Anschließend wird eine Feinnadel in das gefärbte Gewebe eingeführt und einige Zellen entnommen. Diese reichen schließlich aus, um eine genaue Diagnose erstellen zu können.

Die Nadel-Biopsie ist in der Regel sehr genau. Allerdings besteht bei ihr ein kleines Risiko, dass Luft ins Lungengewebe gedrückt wird und sich ein sogenannter Pneumothorax bildet. Dies geschieht allerdings nur in etwa 4 % der Fälle.

Toracentese
Ein Lungenkrebs bewirkt manchmal den sogenannten Pleuraerguss. Dabei wird Flüssigkeit zwischen Brustkorb und Lunge angesammelt. Diese kann mit einer dünnen Nadel entnommen werden. In ihr können sich, genauso wie im Sputum, maligne Zellen befinden, die unter einem Mikroskop sichtbar gemacht werden können. Ähnlich wie bei der Nadel-Biopsie kann die Toracentese einen Pneumothorax nach sich ziehen. Allerdings sind bei diesem Eingriff generell weniger Komplikationen zu erwarten, als dies bei operativen Eingriffen der Fall wäre.

Chirurgische Eingriffe
Konnte mit keiner anderen genannten Methode nachgewiesen werden, dass sich maligne Zellen im Körper befinden, obgleich alles darauf hindeutet, dass ein Lungenkrebs vorliegt, dann müssen chirurgische Techniken zum Einsatz kommen, um Gewebe entnehmen zu können. Geeignet ist hierzu beispielsweise die Thorakotomie, bei welcher der Brustraum geöffnet wird. Häufig ist dies mit einer kompletten Entnahme des Tumors verbunden. Es sei allerdings darauf hingewiesen, dass eine vollständige Entfernung, die jegliche Zellen umfasst, mit dieser Methode nicht immer erreicht werden kann.

Molekulare Tests
Verschiedene molekulare Tests werden vor allem dann eingesetzt, wenn der Lungenkrebs schon weit fortgeschritten ist. Hierdurch können eventuelle genetische Mutationen des Krebsgewebes ermittelt werden. Ihre Identifizierung dient vor allem dazu, den Krebs in der späteren Behandlung am Wachstum zu hindern.

Blutuntersuchung

Mit Blutuntersuchungen kann eigentlich kein Lungenkarzinom nachgewiesen werden. Allerdings ist es sinnvoll, diese durchzuführen. Denn hierdurch können diverse Begleiterscheinungen einer Krebserkrankung offensichtlich werden. Das betrifft vor allem das Vorhandensein von Neoplasien, also hormonellen Störungen im Körper. Darüber hinaus gibt es einige Proteine, die im Blut eine Art Marker darstellen, welche einem Mediziner anzeigen, dass vermutlich generell eine Krebserkrankung vorliegt.

Da es bislang noch keinen Test zur Früherkennung von Lungenkrebs gibt, spielt häufig der Zufall eine Rolle bei der Entdeckung der Tumore. Um die Diagnose abzusichern wird in jedem Fall eine Gewebeprobe benötigt, die durch eine ultraschallgestützte Biopsie oder eine Bronchoskopie erhalten werden kann. Durch die Untersuchung der entnommenen Probe kann beurteilt werden, ob es sich um einen gutartigen Befund oder um Krebs handelt. Eine Bildgebende Diagnostik wie Röntgen, Computertomografie oder Magnet-Resonanz-Tomografie kann darüber Aufschluss geben, um wie viele Tumore es sich handelt und ob eine Operation als Behandlungsmethode in Frage kommt.

Dennoch sollte man die aufgrund dieser Methoden gewonnenen Ergebnisse nicht überbewerten. Es kann bisweilen vorkommen, dass es man trotz klinischer Tests auf keine Anomalien stößt. Darum kann eine Diagnose trotz einer Behandlung ausbleiben. Das sollte man jedoch nicht als Persilschein dafür nehmen, sich nicht untersuchen zu lassen. Auch wenn die Ergebnisse nicht immer so eindeutig sind, wie man es sich wünscht, sollte man dennoch nicht auf eine ärztliche Behandlung verzichten. Denn es gilt hier, wie bei allen anderen Krankheiten auch: Vorsicht ist besser als Nachsicht.

Zwecks einer halbwegs sicheren und frühen Diagnose ist es darum nicht nur am behandelnden Arzt, sondern auch am Patienten, dahingehend Initiative zu zeigen. Sollte man an sich selbst potentielle Symptome bemerken und / oder einer Risikogruppe angehören, so ist es an der Zeit, dass man einen Mediziner konsultiert und diesen gezielt auf eine etwaig vorliegende Erkrankungen mit Lungenkrebs anspricht. Zudem sollte man nicht locker lassen und eine tiefer gehende Behandlung verlangen, insofern diese nicht ohnehin angeboten wird. Schließlich und endlich ist es gerade im Falle der vorliegenden Krankheit sehr wichtig, dass der Patient selbst sich nicht allzu passiv verhält, sondern aktiv versucht, den Ursachen seines Hustens oder anderer Probleme mit dem Atemapparat auf die Spur zu kommen. Hier sind sowohl Patient als auch Mediziner gleichermaßen in der Bringschuld.

Übersicht der zur Einsatz kommenden Testverfahren

  • Blutuntersuchung: Bluttests dienen in der Regel dazu, eine Infektion im Blut nachzuweisen und darüber hinaus ebenso die auslösenden Faktoren der etwaigen Infektion zu benennen. Nichtsdestoweniger ist dieses verfahren nicht immer nutzbringend und kann bisweilen fehlerhafte oder gar keine verwertbaren Daten liefern.
  • Röntgenaufnahme der Lunge: Dieses Verfahren hilft dem behandelnden Arzt nicht nur dabei, ein Lungenkarzinom als solches erkennen zu können, sondern auch das Ausmaß und die exakte Position desselben zu ermitteln
  • Pulsoxymetrie: Mithilfe dieses Vorgehens ist der Gehalt von Sauerstoff im Blut des zu Behandelnden bestimmbar. Dies ist dahingehend nützlich, da ein Bronchialkarzinom die Weitergabe ausreichend hoher Mengen Sauerstoffs in das Blut verhindert.
  • Analyse von Sputum: Sputum oder Auswurf ist ein Phänomen, das Lungenkrebs in beinahe allen Fällen mehr oder weniger stark ausgeprägt begleitet. Diesen Auswurf kann man sammeln und anschließend analysieren, um die exakte Ursache des vorliegenden Leidens zu ermitteln.
  • Computertomographie (CT): Bei der Computertomographie handelt es sich, ähnlich dem Röntgen, um ein sog. „Bildgebendes Verfahren“. Nichtsdestoweniger ist ein CT zumeist wesentlich aufschlussreicher, als eine Röntgenaufnahme – benötigt aber in der Erstellung auch dementsprechend mehr Zeit und Aufwand. Ein Arzt bedient sich dieses diagnostischen Mittels häufig dann, wenn der bereits identifizierte Lungenkrebs nicht erwartungsgemäß abheilt, bzw. nicht entsprechend der Erwartungen auf die Behandlung anspricht.
  • Biopsie: In den meisten Fällen dient jedoch lediglich eine Biopsie der Lunge der sicheren Klärung der vorliegenden Erkrankung. Eine solche ist allerdings nicht ganz risikofrei zu bewerkstelligen. Zwar kommt es dank der modernen Schulmedizin kaum noch zu tödlichen Zwischenfällen, dennoch sind diese nicht grundsätzlich auszuschließen. Zwecks der Biopsie muss der behandelnde Arzt eine Gewebeprobe direkt von der Lunge des Patienten entnehmen. In Folge dieses Eingriffes kann es durchaus zu schweren Schädigungen des korrespondierenden Organs sowie zu massiven inneren Blutungen kommen. Darum sollte man sich vor einem solchen Eingriff der Risiken bewusst werden.
  • Biopsie: Bei einer

Wie aus den soeben genannten Methoden ersichtlich ist, fällt es der modernen Schulmedizin in der Regel nicht allzu schwer ein Lungenkarzinom also solches ansprechen zu können. Dies ermöglicht überdies eine schnelle und zielgerichtete Behandlung und Therapie. Dennoch kann es bisweilen vorkommen, dass der zuständige Mediziner eine Fehldiagnose stellt. Insbesondere bei Krankheiten mit ähnlichen grundlegenden Symptomen kann dies der Fall sein. Auch sind die diagnostischen Mittel weitaus besser als noch vor einigen wenigen Jahrzehnten. Eine vollständige Sicherheit kann man bei der Diagnose dennoch nicht garantieren.

Verlauf der Krankheit
Man unterteilt Lungenkrebs in verschiedene Stadien. Diese Unterteilung ist notwendig, um die etwaig zu erfolgende Behandlung zu determinieren. Diese Unterteilung findet in vier Teile statt. Diese sind:

  • Stadium I: Während dieses Stadium ist der Krebs zunächst noch auf den Bereich der Lunge beschränkt und hat sich noch nicht auf die Lymphknoten ausgebreitet. Der Tumor oder die Tumore haben in aller Regel keinen Durchmesser der 5 cm übersteigt.In dieser Phase der Krankheit, wäre der Krebs meistens noch relativ gut und effektiv behandelbar. Leider kommt es aufgrund der bereits oben genannten Gründe nur selten zu einer Entdeckung des Karzinoms in diesem Stadium.
  • Stadium II: In dieser Phase hat der sich der Tumor zumeist merklich vergrößert. Das heißt, dass er die 5 cm im Diameter übersteigt. Darüber hinaus ist es möglich, dass er andere naheliegende Organe befallen hat. Insbesondere ist es möglich, dass der beispielsweise die Lunge sowie das Zwerchfell gleichermaßen betrifft. Auch ist es möglich, dass bereits einige Lymphknoten davon befallen sind.Bereits schon in dieser Phase ist eine Behandlung nur noch sehr schwer möglich. Zwar ist die Überlebenschance immer noch höher als 50%, aber für manche Personen kann es dennoch bereits zu spät sein.
  • Stadium III: Befindet sich die vorliegende Erkrankung im dritten Stadium ist es oftmals schon zu spät für eine Behandlung. Darüber hinaus hat der Tumor nicht selten bereits viele andere Organe in nächster Nähe zur Lunge angegriffen und besetzt. Auch ist es zumeist der Fall, dass der Lungenkrebs weitere Lymphknoten, die weiter entfernt von der Lunge liegen, befallen hat.In dieser Phase ist die Wahrscheinlichkeit auf Heilung abermals stark verringert. Die Chancen stehen etwa 50/50. Aber selbst bei einem erfolgreichen Abschluss der Behandlung ist es nicht selten der Fall, dass es nach einiger Zeit zu einem neuerlichen Ausbruch des Lungenkarzinoms kommt.
  • Stadium IV: In dieser Phase hat der Krebs bereits Metastasen über den gesamten Körper gestreut und ist kaum mehr aufzuhalten. Die Chancen auf Heilung liegen bei nurmehr 25 bis 47%.Auch die Symptome sind nun sehr stark ausgeprägt und schränken die Lebensqualität des Betroffenen in einem Maße ein, dass dieser ohne Schmerzmittel zumeist nicht mehr dazu in der Lage ist, selbst die geringfügigsten Arbeiten auszuführen. Tatsächlich raten viele Mediziner bei einer nachweisbaren Phase IV von einer Behandlung ab. Diese verspricht in der Regel keinerlei Erfolg und belastet den erkrankten Menschen nur unnötig. Besser ist es, sich die letzten verbleibenden Wochen so schön und angenehm wie möglich zu gestalten.

Häufigkeit & Diagnosedaten

Lungenkrebs ist aktuell die häufigste Todesursache durch eine Krebserkrankung bei Männern und Frauen weltweit. Es wird davon ausgegangen, dass jährlich etwa 1,8 Millionen Menschen an dieser Krebsart erkranken und circa 1,6 Millionen in Folge dieser versterben. Vor den 1930er Jahren war Lungenkrebs eine eher untypische Erkrankung, die nur selten aufgetreten ist. In den folgenden Jahrzehnten erhöhten sich die Fallzahlen jedoch drastisch. Dies lässt sich vor allem auf das Aufkommen von täglichem Zigarettengenuss zurückführen. In den vergangenen Jahrhunderten galt Rauchen noch als unschick, war im öffentlichen Raum verpönt und wurde mancherorts sogar mit empfindlichen Bußgeldern und Strafen belegt. Zu diesen Zeiten traten kaum Fälle von Lungenkrebs auf. Das gilt auch heute noch in Ländern, in welchen Tabakkonsum verboten oder schlicht nicht üblich ist. Mediziner schätzen daher, dass zwischen 70 und 90 % der Lungenkrebserkrankungen auf Tabakkonsum zurückzuführen sind. In den Entwicklungsländern beginnt derzeit das Krebsrisiko wieder zu fallen. Das liegt vor allem an der intensiven Aufklärung über Tabakrauchen sowie effektiven Rauchentwöhnungsprogrammen. Ursächlich für die hohen Fallzahlen der Gegenwart sind aber auch die stärker werdende Feinstaubbelastung der Luft und der häufigere Kontakt zu karzinogenen Stoffen im Alltagsleben.

Auch in Deutschland gehört Lungenkrebs zu den besonders häufig auftretenden Krebsarten. Bei Männern stellt sie zudem die häufigste krebsbedingte Todesursache dar. Frauen sind hingegen häufiger von Brust- und Gebärmutterhalskrebs betroffen. Insgesamt zeigen sich hier in etwa 54 000 jährliche Neuansteckungen, von denen überwiegend Männer betroffen sind. Sie stellen circa 65 % der Betroffenen. Die Mortalitätsrate des Lungenkrebses ist in Deutschland ebenso hoch wie im weltweiten Durchschnitt, betrifft aber auch hier Männer wesentlich stärker als Frauen. So sterben etwa 49 % der Männer und ungefähr 21 % der Frauen innerhalb der ersten fünf Jahre nach Diagnose eines Lungenkrebses. Die relative Zehn-Jahres-Überlebensrate liegt allerdings nur bei 12 % (Männer) beziehungsweise 16 % (Frauen). Damit gehört das Lungenkarzinom zu den aggressivsten Krebserkrankungen.

In Deutschland korrelieren die Fallzahlen bezüglich des Lungenkrebses ebenfalls mit den spezifischen Rauchgewohnheiten der Bevölkerung. Da seit den 1990er Jahren vergleichsweise viele Frauen mit dem Rauchen begonnen haben, steigen seit dem die Erkrankungen bei weiblichen Bevölkerungsmitgliedern eklatant an. Bei Männern hingegen konnte im gleichen Zeitraum ein Abfallen der Krankheitsrate beobachtet werden.

Insgesamt betrifft Lungenkrebs überwiegend ältere Menschen. So sind etwa 70 % der Betroffenen älter als 65 Jahre. Das Durchschnittsalter bei der Diagnose beträgt laut Statistik weltweit etwa 70 Jahre. Nur ein geringer Teil, circa 3 %, der Erkrankten sind unter 45. Diese Menschen leiden zudem gehäuft an einer besonderen Form des Lungenkrebses, dem bronchialen Karzinoid. Dieser Krebstyp steht nicht in unmittelbar in Zusammenhang mit Tabakkonsum. Seine tatsächlichen Ursachen konnten bisher allerdings noch nicht zweifelsfrei ermittelt werden.

Diagnosedaten
Lungenkrebs wird im Wesentlichen als eine sehr schwer zu diagnostizierende Krankheit gewertet. Es gibt einerseits eine recht vielfältige Methoden, die bei der Diagnose eingesetzt werden können. CT, MRT und PET-Scan zeigen deutlich an, wenn Raumforderungen die Lunge belasten. Es ist allerdings nur durch den Nachweis maligner Zellen möglich, diese auch als Krebs einzustufen. Bildgebende Verfahren lassen schließlich kaum eine Unterscheidung zwischen gutartigen und bösartigen Geschwüren zu. Die Entnahme aufschlussreichen Gewebes kann sich mitunter als schwierig erweisen. Das gilt vor allem dann, wenn Karzinome in besonders unzugänglichen Bereichen der Lunge liegen.

Besonders problematisch erweisen sich diese Schwierigkeiten in Hinblick auf die Behandlung des Lungenkarzinoms. Es handelt sich bei diesem um einen sehr schnell wachsenden und streuenden Krebs. Dauert die Diagnose jedoch besonders lange, kann es sein, dass bei endgültiger Abklärung der Krankheit, diese bereits sehr weit fortgeschritten ist. Die detaillierte Auswertung des Tumors ist jedoch unabdingbar für den Einsatz der richtigen Behandlungsmethoden, da die unterschiedlichen Lungenkrebstypen durchaus verschiedentlich therapiert werden.

Wie bereits erwähnt, handelt es sich bei Lungenkrebs um eine der am häufigsten vorkommenden Arten von Krebs überhaupt. Dies war allerdings nicht immer so. Für die Jahrhunderte und Jahrtausende vor den 1850er Jahren lassen sich kaum Fälle von Lungenkrebs nachweisen. Tatsächlich war diese Krankheit bis beinahe in die 1920er Jahre eine mehr oder weniger große Seltenheit und erregte darum immer wieder viel Interesse in der Fachwelt. Erst im Laufe der 1930er und 1940er Jahre kam zu immer mehr Fällen von Lungenkrebs. Diese zunächst seltsam erscheinende Entwicklung ist jedoch historisch sehr gut zu begründen.

Tatsächlich lassen sich die meisten Fälle von Lungenkrebs in einen direkten Zusammenhang mit dem Konsum von Tabakwaren in Verbindung bringen. Dieser war allerdings lange Zeit verpönt oder schlicht unbekannt. Zwar ist Tabak seit dem frühen 16. Jahrhundert in Europa bekannt, dennoch unterlagen der Import und der Kauf desselben sehr scharfen Restriktionen. Tatsächlich waren die Nichtrauchergesetze des 18. Jahrhunderts weitaus schärfer als sie es heutzutage sind. Wer beispielsweise im Jahre 1780 in Berlin auf einem öffentlichen Platz rauchte, konnte dafür mit bis zu 50 Stockhieben und einer empfindlichen Bußgeldzahlung bestraft werden. Auch in den nachfolgenden Jahrzehnten war rauchen sehr unpopulär. Zwar galt es an einigen Höfen Europas schick, sich hin und wieder eine Pfeife zu gönnen, dies war aber eher die Ausnahme.

Erst Mitte des 19. Jahrhundert kam rauchen langsam in Mode. Allerdings, contraire zu heute, als ein ausschließlich der Oberschicht vorenthaltenes Vergnügen. Tabak war extrem teuer und kaum einer konnte es sich leisten. Darüber hinaus erhielt man ihn nur in Form von Zigarren und Pfeifentabak. Beide raucht man normalerweise nicht „auf Lunge“. Das macht es zwar nicht weniger schädlich, mindert aber das Risiko auf Lungenkrebs etwas ab – steigert aber dafür das Risiko auf Mundhöhlenkrebs. Wie dem auch sei, wurde das Rauchen während des ersten Weltkrieges nicht nur erschwinglich, sondern auch Mode. Viele Menschen begannen zu rauchen und rauchten darüber hinaus auch sehr viel. Nicht wenige Ärzte rieten ihren Patienten sogar dazu zu rauchen, weil sie dachten, dass auf diese Weise Lungenkrankheiten zu heilen seien. Von einem heutigen Standpunkte aus, ist das natürlich grober Unfug. Somit kam es etwa 10 Jahre nach Ende des ersten Weltkrieges zu ersten Häufungen von Lungenkrebs.

Diese Entwicklung zog sich über viele Jahrzehnte hinweg fort. In den 1960er Jahren schließlich, wurde Lungenkrebs zur häufigsten Krebsart weltweit. Heute sind die Zahlen jedoch glücklicherweise wieder rückläufig. Dies liegt unter anderem an den staatlichen Anti-Raucher-Kampagnen. Diese zeigen sehr viel Erfolg und haben immens dabei geholfen, die allgemeinen Zahlen von Nikotinsüchtigen zu senken.

Alter und Geschlecht spielen beim Vorkommen von Lungenkrebs nur eine untergeordnete Rolle. Zwar ist es mit dem Alter wahrscheinlicher, einen solchen Tumor zu entwickeln, dennoch ist das Auftauchen eines solchen auch bei jungen Menschen nicht auszuschließen. Auch das Geschlecht spielt keine Rolle. Männer und Frauen sind oftmals gleichermaßen stark betroffen.

Zudem scheint auch die Ethnie keine allzu große Rolle zu spielen. Alle Menschen aus allen Ländern sind gleich stark betroffene, wenn es um Lungenkrebs geht. Lediglich Staaten mit deutlich geringeren Zahlen von Rauchern, weisen auch weniger Fälle von Lungenkrebs auf.

Diagnosedaten
Es ist mitunter sehr schwer, die aus einer Diagnose gewonnen Daten korrekt, effektiv und gut auszuwerten. Bisweilen ist es sogar schwer, überhaupt verwertbare diagnostische Daten zu ermitteln. Dies ist, wie bereits weiter oben im Text erwähnt, darum der Fall, da die klinischen Tests nicht immer ganz und gar verwertbare Ergebnisse liefern. Gerade in der Frühphase der Erkrankung ist es oftmals nur sehr schwer möglich, den Tumor überhaupt zu bemerken. Selbst ein Röntgenbild zeigt einen solchen nicht immer. Wenn er überhaupt zu sehen ist, zeigt er sich höchstens als kaum wahrzunehmender Schatten auf der Lunge. Für das ungeübte Auge ist dieser oftmals gar nicht oder nur sehr schwer auszumachen. Ein erfahrender Arzt jedoch erkennt ihn in aller Regel wesentlich besser.

Auch Untersuchungen des Blutes sind nicht selten wenig aufschlussreich. Es kann tatsächlich der Fall sein, dass die aus diesen Verfahren gewonnenen Daten keinerlei Erkenntnisse bringen und sogar dafür sorgen, dass der zuständige Mediziner einer allgemeine Entwarnung ausspricht. Dies ist nicht nur gefährlich, sondern kann den Patienten im Zweifel auch sein Leben kosten. Darum ist es von höchster Wichtigkeit, dass der behandelnde Arzt so gewissenhaft als nur irgend möglich bei der Prüfung der Testergebnisse vorgeht.

Somit handelt es sich bei dem Lungenkrebs wirklich um keine allzu leicht zu diagnostizierende Erkrankung. Erst sehr spät ist es möglich, einen schnellen und gezielten Befund zu erstellen und die vorliegende Krankheit damit korrekt anzusprechen. Dann ist es aber meist schon zu spät und der betroffene Patient kann nicht mehr auf eine Heilung hoffen.

Alles in allem also sollte man beim diagnostischen Prozess durchaus aktiv mitwirken und ggf. mit Nachdruck einfordern, dass die Lunge speziell untersucht wird. Insbesondere dann, wenn man spürt, dass etwas mit dem eigenen Atemapparat nicht so stimmt, wie es das sollte. Patient und Arzt sollten hier ein gutes Vertrauensverhältnis zueinander aufbauen und unterhalten, um nicht Gefahr zu laufen, aufgrund etwaiger Fehlkommunikationen die Diagnose zu behindern.


Komplikationen bei der Krankheit

Lungenkrebs ist eine Erkrankung, die sich bei den einzelnen Betroffenen sehr individuell äußern kann. Aus diesem Grund sind auch die Komplikationsmöglichkeiten sehr breit gefächert und können variieren. Als wesentliche Komplikation, kann jedoch das sehr aggressive Verhalten dieser Krebsart gewertet werden. Im Vergleich zu anderen Karzinomen wächst Lungenkrebs geradezu rasant. Außerdem bildet er sehr schnell Metastasen und befindet sich oftmals bereits im vierten Krankheitsstadium, wenn er diagnostiziert wird. Dadurch ist letztlich keine Heilung des Krebses mehr möglich, da dies nur in den ersten beiden Stadien überhaupt in Frage kommt.

Komplikationen ergeben sich darüber hinaus der spezifischen Metastasenbildung des Lungenkrebses. Nicht selten ist hiervon das Gehirn betroffen, welches nur schwer operativ zugänglich ist. Tumore führen hier außerdem zu besonders gravierenden Symptomen. Aber auch die Ansiedlung von Lungenkrebszellen in den Knochen; das geschieht relativ häufig; gilt als problematisch, da hierdurch sehr starke Schmerzen hervorgerufen werden. In einigen Fällen ist hernach sogar eine Amputation von Gliedmaßen, deren Knochen betroffen sind, notwendig.

Diverse Komplikationen ergeben sich beim Lungenkrebs auch daraus, dass Tumore den Atemapparat “verstopfen”. Es kann dadurch zu schwerer Atemnot kommen. Die Unterversorgung mit Sauerstoff führt dann unter Umständen auch zum Absterben einiger Körperteile. Dies wird beispielsweise durch eine Neuropathie angezeigt. Sie äußert sich durch Kribbeln der Gliedmaßen und Taubheitsgefühle.

Im Rahmen einer Erkrankung mit Lungenkrebs kann es durchaus zu Komplikationen kommen, diese drücken sich zumeist in einer die Hautpkrankheit begleitenden Erkrankung aus. Solche können u.a. sein:

  • Sepsis (Blutvergiftung)
  • Abszesse und Ödeme in der Lunge
  • Acute Respiratory Distress Syndrome (ARDS)
  • Pneumatozele (Lungenvorfall)
  • Empyem (Eiteransammlung)
  • Systemisches inflammatorisches Response-Syndrom (SIRS)
  • Pleuraerguss Flüssigkeitsansammlung im bereich des Brustfelles (Pleura))
  • Bakteriämie (Bakterien können von der Lunge ins Blut gelangen)

In aller Regel bedeuten diese ungewollten Begleiterscheinungen ein erhöhtes Leiden für den Patienten und verlangsamen den Prozess der Heilung teils sehr stark. Nichtsdestotrotz ist den meisten Komplikationen gut und sicher entgegenzuwirken, wenngleich sie auch nicht immer zu verhindern sind.

Man sollte dennoch davon ausgehen, dass jegliche Komplikation den Prozess der Heilung, bzw. die Therapie stark verlangsamen. Das ist nicht selten ein Todesurteil für den Patienten. Denn gerade bei Krebserkrankungen kann es manchmal auf Stunden ankommen. Ist der Patient zu stark geschwächt, ist es oftmals nicht mehr möglich, eine Chemotherapie oder andere Maßnahmen anzuordnen.

Übersicht über die potentiellen Komplikationen

  • Müdigkeit – Im Fälle von vielen Krebserkrankungen kommt es nicht selten vor, dass die weißen Blutkörper die roten Blutkörper regelrecht übermannen. Im Zuge dessen kommt es nicht selten zu einer Anämie, sprich einer Blutarmut. Das hauptsächliche Symptom einer solchen ist eine dauerhafte, ja beinahe chronische bleierne Müdigkeit. Bisweilen verstärkt sich dieser Umstand noch darüber hinaus dadurch, dass gängige Medikamente, die bei einem Lungenkarzinom gereicht werden, die Anzahl der roten Blutkörper zusätzlich senken. Müdigkeit, Abgeschlagenheit und allgemeine Antriebslosigkeit sind also sehr wahrscheinlich auftretende Nebeneffekte der vorliegenden Erkrankung.
  • Allgemeine Schmerzen – Im Zuge einer Lungenkrebs-Erkrankung kommt es dazu, dass sich das Knochenmark im Inneren des Knochen selbst ausdehnt und damit massive Schmerzen in den Knochen selbst oder den Gelenken verursachen kann. In besonderes schweren Fällen, kann dies soweit führen, dass Betroffene außer Stande sind, sich zu bewegen. Es tritt also eine temporäre und schmerzbedingte Lähmung auf. Dies ist aber nur selten der Fall. Wesentlich häufiger kann man dagegen beobachten, dass der Betroffene vollends außer Stande ist, sich physisch zu betätigen, da seine Kurzatmigkeit dies schlicht nicht mehr zulässt. Hierbei kann es zu massiven Schmerzen durch Unterbeanspruchung der Muskeln und Knochen kommen.
  • Häufige Infektionen – Für gewöhnlich gilt es, dass weiße Blutkörperchen dem Organismus dabei helfen, Erreger, sprich Viren und Bakterien, abzuwehren. Da im Falle einer Belastung mit Krebs sehr viele davon vorhanden sind, sollte man davon ausgehen können, dass allgemeine Infektionen und dergleichen kein Problem darstellen. Das ist aber falsch. Denn durch die Überproduktion derselben kann der Körper nicht gewährleisten, dass sie alle qualitativ hochwertig sind. Tatsächlich sind sie zumeist stark fehlgebildet und verfügen dementsprechend über eine sehr stark eingeschränkte Leistung. Bei Licht betrachtet sind sie bisweilen komplett nutzlos und nehmen lediglich Raum ein, nicht mehr. Somit ist es also nicht weiter verwunderlich, dass erkrankte Personen sehr häufig an diversen Infekten leiden. Diese können sehr leicht, aber auch sehr schwerwiegend sein und stellen dahingehend eine manchmal große zusätzliche Belastung für den Körper des Patienten dar.
  • Kurzatmigkeit – Dass die Atmung wohl am stärksten von Lungenkrebs betroffen ist, dürfte allgemein hin klar sein. Darum ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass selbige die Patienten nicht selten im Stich lässt. Jeder Atemzug tut weh und darüber hinaus kommt es auch noch sehr häufig zu Atemnöten bei den geringsten Anstrengungen. Dieser Zustand hat oftmals zur Folge, dass Betroffene nicht mehr dazu in der Lage sind, sich selbst zu versorgen, geschweige denn durch den Alltag zu navigieren. Familiäre oder pflegerische Hilfe ist darum häufig ein absolutes Muss für diese Personen.
  • Tod – Wie bereits erwähnt, endet Lungenkrebs sehr oft im Tode des Patienten. Darum muss man sich darauf einstellen, dass dieser Zustand mit überwiegender Wahrscheinlichkeit eintritt. Dies kann für viele Betroffene sehr schwer sein. Sie verfallen darum nicht selten in Depressionen und unternehmen Suizidversuche. Bisweilen kann eine Psychotherapie ihnen aber dabei helfen, ihr Schicksal zu akzeptieren und zu lernen damit umzugehen. Alles in allem aber sollte man die Entscheidungen der Leidenden respektieren und ihnen nicht im Wege stehen, wenn sie nach ihren eigenen Konditionen aus dem Leben scheiden wollen. Das ist oftmals die einzige freie Entscheidung, die ihnen noch verbleibt.

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Es wurde bereits darauf hingewiesen, dass Lungenkrebs sehr unspezifische Symptome haben kann, die zum großen Teil auch auf andere Krankheiten verweisen können. Diese sind in der Regel für den Betroffenen nicht sonderlich gravierend. Empfohlen wird daher vor allem, einen Arzt aufzusuchen, wenn sich ein Husten neu bildet und nicht wieder abklingt beziehungsweise ein chronischer Husten sich eklatant verschlimmert hat. Sollte Husten mit dem Auswurf blutigen Sputums einhergehen sollte sofort ein Arzt kontaktiert werden. Das gilt auch, wenn wiederholt Atemwegsinfekte auftreten und eine dauerhafte Bronchitis vorliegt.

Starke Brustschmerzen sind ebenfalls ein Grund, unverzüglich um eine Untersuchung zu bitten. Wer plötzlich an Gewicht verliert, ohne dass hierfür eine ausreichende Erklärung gegeben werden kann, sollte sich ebenfalls an einen Mediziner wenden. Darüber hinaus sind Atembeschwerden aller Art ein Grund dafür, ärztliche Hilfe einzuholen.

Generell empfiehlt es sich Menschen, die zur Risikogruppe für die Entwicklung eines Lungenkarzinoms gehören, sich häufiger Allgemeinuntersuchungen zu unterziehen. Raucher sollten ihre Lunge also regelmäßig durchchecken lassen. Hierdurch erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass ein Krebs frühzeitig erkannt und hernach besser behandelt werden kann.

Viele Personen suchen keinen Arzt auf, da sie die Symptome nicht als solche wahrnehmen. Das ist natürlich ein grundsätzlich falscher Ansatz. Lieber einmal mehr zum Arzt gehen, als einmal zu wenig. Dies gilt nicht nur für die allgemeine Beschwerden des Atemapparates, sondern auch für alle anderen Krankheiten. Selbst schwach erscheinenden Symptome können auf starke gesundheitliche Beeinträchtigungen hinweisen. Ähnliches gilt in gesteigertem Maße auch für den hier erörterten Lungenkrebs.

Somit ist einem jeden Patienten dazu geraten, der Beschwerden Im Bereich der Brust hat, gleichwohl wie stark diese ausgeprägt sind oder nicht, dass er sofort und ohne zu hadern, einen Arzt konsultieren sollte. Das kann im Zweifel das Leben dieses Menschen retten und das sollte nun wirklich im eigenen Interesse liegen. Des Weiteren kann es auch nützlich sein, einen Mediziner zu Rate zu ziehen, wenn man keine spezifischen Symptome verspürt, sondern nur Einschränkungen wahrnimmt. Beispielsweise Einschränkungen in der Leistungsfähigkeit. Sollte man wesentlich weniger belastbar sein, als zuvor, so kann dies oftmals ein Hinweis darauf sein, dass man an Lungenkrebs leidet. Dasselbe gilt für Personen, die durch Vererbung vorbelastet sind. Zwar handelt es sich bei Lungenkarzinomen nicht um Erbkrankheiten, dennoch sollte man nicht vergessen, dass ein allgemeine Anfälligkeit gegenüber Krebserkrankungen in der Familie liegen kann. Darum sollten Personen, deren Eltern, Großeltern und / oder nahe Verwandte besonders häufig an Krebs leiden dahingehende Vorsicht walten lassen.

Es gilt also im Allgemeinen: „Vorsicht ist besser als Nachsicht“. Es schadet auch nicht, den Arzt im Rahmen einer Routineuntersuchung auf eine etwaig gezieltere Untersuchung der Lungen anzusprechen, wenn dies im Interesse des Patienten liegt. Kurzum bedeutet das also, dass man sich auf keinen Fall dazu verleiten lassen sollte, sich aufgrund der Geringfügigkeit der Symptome, einem Besuch beim Arzt zu entziehen. Dadurch ist niemandem geholfen. Gerade auch aus dem Nichts kommender Husten, der lange Zeit verbleibt und mit gewöhnlichen Arzneien und / oder Hausmitteln nicht zu vertreiben ist, sollte einem als Indikator dafür gelten, dass es Zeit ist, einen Arzt aufzusuchen. Ähnliches gilt für blutiges Sputum.

Behandlungsmethoden & Therapie

Wesentlich für die Behandlung ist in erster Linie, welches Stadium des Krebses bereits erreicht wurde, denn die meisten Therapien sind gezielt auf ein bestimmtes Krankheitsstadium ausgerichtet. Dabei ist davon auszugehen, dass ein Krebs im niedrigen Stadium wesentlich einfacher zu behandeln ist, als ein höherstufiges Karzinom. Welche Stufe genau vorliegt, verrät in der Regel ein Bluttest, beziehungsweise die verschiedenen bildgebenden Verfahren.

Ein nicht kleinzelliges Karzinom, welches den Großteil der Lungenkrebserkrankungen stellt, lassen sich beispielsweise vier Stufen ausmachen:

  • Stufe I: Der Krebs liegt in Form kleiner Gewebewucherungen vor und ist lediglich auf die Lunge beschränkt.
  • Stufe II: Der Krebs ist auf die Brust beschränkt, hat sich aber innerhalb der Lunge ausgebreitet.
  • Stufe III: Der Krebs durchsetzt die Brust und liegt in Form größerer und invasiverer Tumore vor.
  • Stufe IV: Der Krebs hat zu streuen begonnen und ist von der Brustregion auf andere Körperteile übergegangen.

Beim kleinzelligen Karzinom wird die Erkrankung hingegen lediglich in bereits metastasierten und auf die Brust beschränkten Krebs untergliedert.

Die Behandlung von Lungenkrebs umfasst insgesamt die chirurgische Entfernung des Krebses, die Chemo- oder Strahlentherapie sowie Kombinationen dieser drei Behandlungsmethoden. Darüber hinaus werden auch diverse Immuntherapien immer häufiger angewendet. Die Entscheidung darüber, welche Methode letztlich zum Einsatz kommt, hängt, wie bereits erwähnt, von der Ausprägung des Krebses, seiner Lage sowie vom Gesundheitszustand des Patienten ab.

Wie bei anderen Krebsarten auch, gibt es zwei unterschiedliche Therapieformen beim Lungenkrebs. Die erste ist dazu gedacht, den Krebs möglichst komplett zu entfernen und die Gesundung des Körpers zu erreichen. Die zweite Variante wird auch als Palliativmedizin bezeichnet. Hier geht es vor allem darum, die Schmerzen zu lindern, die durch ein Krebsleiden entstehen. Dieses kann allerdings nicht mehr geheilt werden. In den meisten Fällen wird mehr als eine Therapieart verschrieben. So ist es beispielsweise durchaus üblich, dass nach einer chirurgischen Entfernung des Tumors zusätzlich eine Chemotherapie zum Einsatz kommt. Hiermit soll eine vollständige Entfernung aller maligner Zellen erreicht werden.

Im Folgenden sollen die angewendeten Therapieformen noch einmal näher erläutert werden:

Chirurgische Eingriffe
Die chirurgische Entfernung von Tumoren funktioniert in der Regel lediglich, wenn sich der Krebs in Stufe I oder II befindet. Hernach ist es kaum noch möglich, der vielen Streuungen mittels Chirurgie beizukommen. In etwa können 10 bis 40 % der Lungenkarzinome durch eine Operation entfernt werden. Da Lungenkrebs allerdings besonders häufig und früh streut, reicht eine bloße Operation für die Heilung des Krebses in der Regel nicht aus. Von jenen Menschen, die unter einem isolierten und langsam wachsenden Tumor leiden, sind circa 35 % noch fünf Jahre nach einem operativen Eingriff am Leben.

In einigen Fällen ist eine operative Resektion des Tumors auch in Stufe I oder II nicht möglich. Ausschlaggebend dafür ist eine ungünstige Lage beziehungsweise ein sehr schlechter Allgemeinzustand des Betroffenen.

Beim Lungenkrebs sind verschiedene operative Verfahren zumindest denkbar. Die Keilresektion der Lunge (Resektion eines Teils eines Lappen) wird durchgeführt, wenn nur eine kleine Gewebewucherung besteht. Bei größeren Tumoren kommt eine sogenannte Lobektomie (Lappenentfernung) zum Einsatz. Es besteht aber auch die Möglichkeit einer Pneumonektomie. Hier wird die gesamte Lunge entfernt. Dieses Verfahren ist allerdings nur dann möglich, wenn das gesamte Lungengewebe von Knötchen durchsetzt ist. Außerdem benötigt man hier natürlich eine Spenderlunge. Manchmal werden zusätzlich die Lymphknoten entfernt, die sich in unmittelbarer Umgebung der Lunge befinden.

Insgesamt halten sich die Risiken dieser Behandlung in Grenzen. Wie nach jeder Operation sind jedoch einige Nebenwirkungen möglich. Speziell beim Lungenkrebs können nach der Tumorentfernung Schmerzen, Atembeschwerden und körperliche Schwäche auftreten.

Radiofrequenzablation
Die sogenannte Radiofrequenzablation wird insbesondere bei früh diagnostizierten Lungenkarzinomen als Alternative zu chirurgischen Eingriffen verwendet. Bei dieser Art der Behandlung wird eine Nadel durch die Haut in den Krebs eingeführt. Anschließend wird eine hochfrequente elektrische Energie in die Spitze der Nadel übertragen. Das erzeugt eine sehr hohe Temperatur, welche das umliegende Gewebe einschmelzt. Insgesamt ist dieses Verfahren nicht schmerzhaft und führt bei kleinen Tumoren oftmals zum Erfolg. Außerdem sind hier keine besonderen Nebenwirkungen zu erwarten.

Strahlentherapie
Bei einigen Menschen ist eine operative Krebsentfernung nicht möglich, da sich bei ihnen der Tumor an einer nicht zugänglichen Stelle befindet oder sie zu Krank sind, um eine Narkose zu überstehen. Hier kann durchaus über den Einsatz von Strahlentherapie nachgedacht werden. Generell kann diese Methode aber nur zur Schrumpfung der Wucherung beitragen beziehungsweise diese am Wachstum hindern. Eine komplette Entfernung oder Auflösung ist hier nicht gegeben. Mit einer zusätzlichen Chemotherapie kann das Leben des Patienten zusätzlich verlängert werden. Doch auch dann ist keine absolute Heilung möglich.

Leidet ein Patient neben Lungenkrebs noch an einer weiteren Lungenerkrankung, so ist in der Regel keine Strahlentherapie möglich, da dies eine zu große Belastung für das Lungengewebe wäre.

Strahlentherapie kann jedoch auch günstig eingesetzt werden, wenn der Lungenkrebs in andere Körperbereiche gestreut hat, die nur sehr schwer zugänglich sind. Eine Art von externer Strahlentherapie namens Gamma Messer wird manchmal verwendet, um einzelne Hirnmetastasen zu behandeln. Bei diesem Verfahren werden gebündelte Strahlen für einige Minuten bis Stunden auf den Tumor gerichtet, während der Kopf durch einen starren Rahmen gehalten wird. Dies verhindert, dass nicht kanzeröses Gewebe ebenfalls bestrahlt wird.

Wird eine externe Strahlung angewendet, muss zuvor eine sogenannte Simulation erfolgen. Mit CT-Scans und präzisen Messungen wird der Ort der bestrahlt werden soll genau lokalisiert. Dies kann bis zu zwei Stunden dauern. Die eigentliche Strahlungstherapie wird anschließend etwa fünf Mal pro Woche über mehrere Wochen hinweg durchgeführt. Es handelt sich hier also um einen sehr langwierigen Prozess.

Strahlentherapie kann unter Umständen auch prophylaktisch angewendet werden. Besonders das kleinzellige Lungenkarzinom streut ins Gehirn. Und führt zur frühen Ausbreitung sogenannter Mikrometastasen. Diese werden schließlich bestrahlt, um eine weitere Ausbreitung und Vergrößerung des Krebses zu verhindern. Das Verfahren gestaltet sich oftmals als sehr kompliziert, da Mikrometastasen weder mit MRT noch mit dem CT sichtbar gemacht werden können. Die Lokalisierung dieser kleinen Gewebewucherungen ist also äußerst schwierig.

Insgesamt erreicht die Strahlungstherapie nicht das Risikoniveau einer operativen Behandlung. Es kann hier allerdings zu sehr unangenehmen Nebenwirkungen kommen. Betroffene beklagen unter anderem Gedächtnisprobleme, Übelkeit, Verdauungsbeschwerden, Müdigkeit und generelle Abgeschlagenheit. Außerdem kann nach einer Therapie mit Strahlung die Anzahl der weißen Blutkörperchen sowie der Blutplättchen herabgesetzt sein. Dadurch sind Betroffene anfällig für Infektionen.

Chemotherapie
Sowohl kleinzellige als auch nicht kleinzellige Lungenkarzinome können mit einer Chemotherapie behandelt werden. Dabei werden verschiedene Medikamente verabreicht, welche das Wachstum der Krebszellen stoppen, indem sie diese komplett abtöten oder daran hindern, sich zu teilen. Eine Chemotherapie kann sowohl als alleinige Therapie, in Folge eines chirurgischen Eingriffs oder gemeinsam mit Strahlentherapie angewendet werden. Am wirksamsten gegen einen Lungenkrebs sind bisher Medikamente, die platinbasiert sind und nach einer operativen Tumorresektion verabreicht werden.

Chemotherapie ist vor allem für die Behandlung von kleinzelligen Tumoren empfohlen, da sich diese bei Diagnose bereits weit im Körper verteilt haben können und nicht mehr operativ entfernt beziehungsweise konkret bestrahlt werden können. Eine Chemotherapie verlängert das Leben der Betroffenen um etwa das Fünffache. Ohne Behandlung würde im Schnitt nach vier Monaten bereits der Tod eintreten. Eine Heilung allein mit Chemotherapie kann jedoch nicht erreicht werden.

Es gibt verschiedene Arten, wie chemische Medikamente bei dieser Therapieform verabreicht werden. Sie können als Tabletten, durch intravenöse Injektionen oder in Kombination verordnet werden. Ihr Einsatz erfolgt dann in Zyklen über einen Zeitraum von Wochen bis Monaten hinweg. Zwischen einzelnen Zyklen liegen Pausen, in denen sich der Körper nach der chemischen Belastung wieder regenerieren soll. Der erneute Zyklusbeginn richtet sich dann zum Beispiel danach, wie hoch die Leukozytenzahl im Blut des Patienten ist.

Leider tötet die Chemotherapie nicht nur erkrankte und bösartige Zellen ab. Auch normales Zellgewebe wird durch die Medikamente angegriffen und an der Teilung gehindert. Das führt zu besonders unangenehmen Nebenwirkungen. Beispielsweise führt eine Beschädigung der Blutzellen dazu, dass der ohnehin geschwächte Körper sehr anfällig für Infektionen und Pilzerkrankungen wird. Darüber hinaus kommt es zu Haarausfall, starker Übelkeit mit Erbrechen, Gewichtsverlust, Wassereinlagerungen, Müdigkeit, wunden Schleimhäuten und ähnlichen Beschwerden. Selbstverständlich variieren diese hinsichtlich Stärke und Ausprägung abhängig von der Dosis sowie der individuellen Konstitution eines Betroffenen. Zudem wurden einige Medikamente entwickelt, die speziell gegen Nebenwirkungen einer Chemotherapie wirken sollen.

Immuntherapie
Eine Immuntherapie kann eine wirksame Option für Patienten mit fortgeschrittenem Lungenkrebs sein. Bei dieser Behandlungsform werden Medikamente eingesetzt, die das Immunsystem stärken und es hernach bei der Bekämpfung der malignen Zellen unterstützt.

In Deutschland ist seit 2015 das Medikament Nivolumab zur Immuntherapie zugelassen. Ärzte diskutieren jedoch noch darüber, ob es tatsächlich angewendet werden sollte. Dies hat kaum medizinische Gründe, sondern bezieht sich vielmehr auf den eklatant hohen Preis des Medikaments.

Gezielte Therapie
Die molekulare gezielte Therapie wird vor allem bei Patienten angewendet, die über einen genetisch veränderten Tumor verfügen. Die sogenannten Treibmutationen fördern in der Regel das Wachstum der Krebszellen noch. Um gerade diese Zellen abzutöten und an der Teilung zu hindern wurden spezielle Medikamente entwickelt, die im Vergleich zur allgemeinen Chemotherapie jedoch weniger aggressiv sind. Vor allem werden die beiden Medikamente Erlotinib und Gefitinib eingesetzt. Sie zielen auf ein Protein namens EGF-Rezeptor (epidermaler Wachstumsrezeptor), das für die Förderung der Zellteilung zuständig ist. Das gen, welches für die Entwicklung jenes Proteins zuständig ist, ist in vielen Fällen von nicht kleinzelligem Lungenkrebs mutiert und erzeugt wiederum eine Treibermutation, die gerade Tumorzellen schneller wachsen lässt.

Andere Versuche einer gezielten Therapie setzen auf Antiangiogenesemedikamente. Diese sollen verhindern, dass sich innerhalb der Tumore neue Blutgefäße bilden können. Dadurch wird die Wucherung quasi “ausgetrocknet” und sie kann sich nicht vergrößern, weil sie schlicht nicht mehr durchblutet wird. Daraufhin sterben die Krebszellen ab.

Insgesamt ist eine gezielte molekulare Therapie mit wesentlich weniger Nebenwirkungen verbunden, denn Chemo- oder Strahlenbehandlung. Sie kann allerdings nicht bei jedem Patienten angewendet werden. Hustet der Patient beispielsweise Blut, eignen sich die genannten Medikamente nicht, da sie in einigen Bereichen einem Blutverdünner gleichen.

Experimentelle Therapie
Gerade in Bezug auf Lungenkrebs laufen aktuell einige Studien, die nach einer Methode suchen, welche es ermöglicht, die Todesrate bei Lungenkrebs erheblich abzusenken. Die Herangehensweisen sind dabei sehr vielfältig. Besonders interessant ist, dass derzeit eine amerikanische Studie durchgeführt wird, aus der ein Impfstoff gegen Lungenkrebs hervorgehen soll. Bis dies jedoch irgendwann tatsächlich möglich wird, vergehen sicher noch einige Jahre.

Je nach Stadium und Art der Krebserkrankung sowie Alter und körperlicher Verfassung des Patienten können unterschiedliche Therapieansätze gewählt werden. Im Frühstadium besteht die Option einer Operation, oft verbunden mit einer vorhergehenden Bestrahlung zur Verkleinerung der Tumore. Bei älteren Patienten mit bereits leicht eingeschränkter Atemfunktion wäre eine Entfernung von Lungengewebe jedoch eher kontraindiziert. Im fortgeschrittenen Stadium mit Metastasierung sind Strahlentherapie und / oder Chemotherapie weitere Standardbehandlungsmethoden bei Lungenkrebs. In manchen Fällen können alternativ auch Substanzen verabreicht werden, die gezielt nur die Krebszellen angreifen und das gesunde Gewebe ungeschädigt lassen.

Alles in allem also stehen dem zuständigen Mediziner heutzutage eine Vielzahl potentieller Heilmittel zur Verfügung, derer er sich bedienen kann. Dennoch sollte man sich keine Illusionen darüber machen, dass sämtliche Versuche der Heilung äußerst riskant und also mit großen Gefahren für Leib und Leben des Patienten verbunden sind. Darüber hinaus ist zudem damit zu rechnen, dass dem Patienten, selbst im Falle einer erfolgreichen Behandlung, dauerhafte und bleibende Schäden zurückbleiben. Allen voran eine permanente Einschränkung der Lungenfunktion. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn Personen operativ behandelt wurden. Eine solche Operation beinhaltet nämlich in aller Regel die Entfernung eines Teils der Lunge. Dieser ist fortan unwiederbringlich verloren und somit auch die Atemleistung des Patienten.

Nicht selten hört man von erfolgreich behandelten Personen, die nach einem Eingriff nur noch über 20% Lungenvolumen verfügen. Das ist immens wenig und schränkt die Lebensqualität sowie die Leistungsfähigkeit stark ein.

Dennoch sollte man einer Behandlung nicht allzu missmutig gegenüberstehen. Sicherlich ist dieselbe weder angenehm noch schmerzfrei, aber die Chancen auf Heilung liegen immerhin bei rund 50%. Zumindest in Fällen, da die Erkrankung frühzeitig erkannt wurde. Das ist besser als nichts und dient zumindest als kleiner Hoffnungsschimmer.

Alles in allem muss man also damit rechnen, dass man, insofern man an Lungenkrebs leidet, mit diversen Methoden gleichzeitig behandelt wird. Darunter unter anderem Bestrahlung, Chemotherapie, medikamentöse Therapie sowie ggf. operative Eingriffe.


Vorbeugung – Impfung & Prävention

Aktuell gibt es noch keine Impfung, die der Entstehung eines Lungenkrebses vorbeugt. Seitdem jedoch die Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs auf dem Markt ist, bemühen sich Forscher, ein ähnliches Produkt auch für andere Krebsarten zu entwickeln. Dies betrifft auch den Lungenkrebs. Derzeit laufen bereits Forschungsstudien zu diesem Thema. Allerdings befinden sich diese noch in den Anfangsstadien, so dass in der nächsten Zeit nicht mit einem entsprechenden Impfstoff zu rechnen ist.

Es gibt aber noch weitere Möglichkeiten, dass Risiko für die Entstehung von Lungenkarzinomen zu minimieren. Hierzu gehört in erster Linie, dass man jegliche karzinogene Stoffe schlichtweg meidet. Nicht ohne entsprechende Schutzmaßnahmen mit Asbest oder Radongas zu hantieren, ist den meisten Menschen durchaus klar. Diese Stoffe stellen jedoch nicht die Hauptursache für Lungenkrebs dar. Als wirksamste Präventionsmaßnahme gilt, mit dem Rauchen aufzuhören oder gar nicht erst damit zu beginnen.

Rauchen zählt nach wie vor aul häufigster Auslöser für Lungenkrebs. Dennoch fällt es den meisten Menschen schwer, dieses Laster nachhaltig abzulegen. Der Grund hierfür ist zum einen, dass Nikotin und vor allem die Kombination aus Nikotin und vielen anderen, in Zigaretten vorkommenden Substanzen stark abhängig machen. Zum anderen besteht im Hinblick auf Tabakkonsum häufig eine psychische Abhängigkeit, da die Zigarette nicht selten in ganz spezifischen Situationen angewendet wird, etwa beim Warten auf den Bus oder nach einer Mahlzeit. Besonders dies stellt für Raucher ein Problem dar, sobald sie den Tabakkonsum einstellen wollen.

Bezüglich der Nikotinsucht wurden diverse Produkte entwickelt, welche die Rauchentwicklung erleichtern sollen. So lassen sich problemlos und rezeptfrei Nikotinpflaster und Nikotinkaugummis erwerben, welche Entzugserscheinungen abmildern sollen. Derzeit wird auch über den Einsatz von E-zigaretten in der Rauchentwöhnung diskutiert. Diese “Verdampfer” nutzen zumeist ein Liquid, in welchem Nikotin in flüssiger Form vorliegt. Da diese Liquide nur wenig Inhaltsstoffe haben und diese wiederum auch in der Nahrungsmittelindustrie verwendet werden, lässt sich vermuten, dass E-Zigaretten bei weitem nicht so gefährlich sind, wie normale Zigaretten. Das bedeutet jedoch noch lange nicht, dass die Gesundheit keine Beeinträchtigung durch das Nutzen von Vapourizern, Shishas oder E-Zigaretten erfährt. Bis hierzu nicht ein abschließendes Urteil aus einer medizinischen Studie besteht, wird an dieser Stelle vom Gebrauch der E-Zigarette eher abgeraten.

Darüber hinaus gibt es noch etliche weitere Methoden, mit dem Rauchen aufzuhören. Sie reichen von Hypnosetherapie bis hin zur Gesprächstherapie. Wem die Rauchentwöhnung besonders schwer fällt, dem sei ein Besuch in der Suchtberatung empfohlen. Die hier tätigen Menschen können durchaus wertvolle Tipps zum Thema Rauchentwöhnung geben und tatkräftige Unterstützung leisten.

Wer es dennoch nicht schafft, mit dem Rauchen aufzuhören, der sollte sich unbedingt regelmäßig untersuchen lassen. Denn gerade zu Beginn einer Lungenkrebserkrankung sind nicht unbedingt Symptome spürbar. Werden Beschwerden wahrgenommen, ist der Krebs in der Regel bereits so groß, dass nicht mehr alle Behandlungsmethoden in Frage kommen. Je eher Tumore entdeckt werden, desto besser aber lassen sie sich behandeln. Mit dem Hausarzt sollte daher ganz offen über die eigene Rauchgeschichte gesprochen werden. Es nützt nichts, wenn hinsichtlich der Zigarettenmenge sowie der Rauchdauer geschummelt wird.

Neben der Rauchentwöhnung gilt auch die weitere Gesunderhaltung der Lunge als Präventivmaßnahme. Wichtig ist dabei zum Beispiel auch die richtige Atmung. So sollte stets durch die Nase eingeatmet und durch den Mund lediglich ausgeatmet werden. Durch dieses Verfahren, wird die Luft, welche eingeatmet ist, für die Lunge entsprechend aufbereitet. Zum einen wird sie angemessen temperiert. Im Sommer kühlt sie im Nasengang ab, im Winter wird sie hier erwärmt. Darüber hinaus filtern die feinen Nasenhärchen kleine Schmutzpartikel aus der Luft, damit diese nicht permanent eingeatmet werden.

Es ist außerdem darauf zu achten, dass nicht zu häufig Infekte der Lunge vorliegen. Diese bewirken nämlich, dass angegriffenes Gewebe sich leichter entzündet und bei der Heilung festes Narbengewebe entsteht. Dieses bildet wiederum einen idealen Nährboden für maligne Zellen.

Es versteht sich von selbst, dass Menschen, die häufig mit verschmutzter Luft und Feinstaub in Kontakt kommen (Handwerker, LKW-Fahrer, Landarbeiter etc.) stets eine geeignete Schutzkleidung tragen.

Insgesamt gilt es also alle Faktoren zu meiden, die zu den Auslösern einer Krebserkrankung gehören. Im Folgenden sind die wichtigsten Maßnahmen noch einmal überblicksartig dargestellt:

  • Rauchentwöhnung
  • Passivrauch vermeiden
  • Schutzmaßnahmen gegen Feinstaub
  • Richtig Atmung
  • Vermeiden von Infektionen der Lunge
  • Kontakt zu auslösenden Stoffen (z. B.: Radongas, Asbest) meiden

Leider ist niemand gegen Krebs gefeit. Diese Krankheit kann jeden Treffen und niemand ist davon ausgenommen. Somit ist es auch möglich, dass Nicht-Raucher an Lungenkrebs erkranken und dieser Krankheit schließlich auch erliegen. Manche Personen halten das schlicht nicht für möglich. Oftmals hören Lungenkrebs-Patienten, die keine aktiven Raucher sind, Sätze wie: „Aber Du rauchst doch gar nicht, wie kannst Du da Lungenkrebs haben?“ – Durch solche Sätze entlarvt sich der Bürger oft dahingehend, wie wenig er doch über Krebserkrankungen aufgeklärt ist. Jeder ist ein potentielles Opfer von Lungenkrebs. Raucher befördern lediglich die Chancen, an diesem Leiden zu erkranken und sind darum öfter davon betroffene als Nicht-Raucher. Das ändert allerdings nichts an der Tatsache, dass alle Menschen gleichermaßen starke Gefahr laufen, ein Lungenkarzinom auszubilden.

Mit dieser Information im Hinterkopfe sei gesagt, dass es durchaus Mittel und Wege gibt, mit denen man gegen Lungenkrebs vorbeugen kann. Allen voran natürlich: Mit dem Rauchen aufhören!

Man kann die Wichtigkeit dieser Aussage kaum überbetonen. Aus statistischen Erhebungen geht hervor, dass bis zu 80% und mehr aller Lungenkrebserkrankungen durch eine Abstinenz von Tabakwaren hätten verhindert werden können. Das ist eine beachtliche Anzahl. Somit ist jeder gut damit beraten, auf den Konsum von Rauchwaren zu verzichten. Egal welcher Art sie auch sein mögen. Dasselbe gilt übrigens auch für nasal oder oral eingenommene Tabake, wie Schnupftabak und Kautabak. Diese erhöhen zwar nicht die Chancen auf Lungenkrebs, dafür aber die auf Nasenkrebs, bzw. Mundhöhlenkrebs.

Ein weiteres Mittel der Vorbeugung ist es, geeignete Schutzmaßnahmen zu treffen, insofern man in einem Beruf tätig ist, der es notwendig macht, sich über längere Zeiträume hinweg in einer für die Lunge ungünstigen Umgebung aufzuhalten. Insbesondere Steinmetze, Untertagearbeiter, Schreiner und Chemikanten sind hiervon betroffen. Diesen sollten nach Möglichkeit alle notwendigen Schutzmaßnahmen ergreifen, um nicht am Ende ihres Berufslebens mit der Diagnose Lungenkrebs aus dem Dienst und vielleicht auch aus dem Leben zu scheiden.


Prognose zur Heilung

Die Diagnose Lungenkrebs gehört zu den vermutlich drastischsten Mitteilungen, die ein Mensch im Leben erhalten kann. Denn ein Lungenkarzinom wird von den meisten Menschen geradezu als Todesurteil wahrgenommen. Leider sprechen die Fallzahlen aktuell noch in eine ähnliche Richtung. Entscheidend ist aber selbstverständlich immer die individuelle Ausprägung eines Krebses. Es empfiehlt sich über die persönlichen Heilungschancen ganz offen mit einem Arzt zu sprechen. An dieser Stelle können keine individuellen Aussagen gegeben werden. Die hier vorgelegten Prognosen richten sich nach dem Durchschnitt und den allgemeinen Heilungschancen.

Das kleinzellige Karzinom hat das aggressivste Wachstum aller Lungenkrebsarten und führt im Schnitt bereits nach zwei bis vier Monaten nach der Diagnose zum Tod, insofern es unbehandelt bleibt. Konkret bedeutet dies, dass circa die Hälfte aller Patienten ohne entsprechende Therapie innerhalb einer viermonatigen Frist versterben. Dem gegenüber steht, dass kleinzellige Karzinome besonders gut auf Chemo- und Strahlentherapie reagieren. Eine operative Behandlung ist meist bei Entdeckung dieser Krebsart nicht mehr möglich, weil er sehr rasch streut. Demnach ist eine komplette Heilung dieser Krebsart nur sehr selten möglich, da Chemo- und Strahlentherapie zwar das Wachstum eines Tumors hemmen können, diesen jedoch nicht komplett entfernen. Aus diesem Grund sind nach circa 5 Jahren lediglich 5 % der Betroffenen noch am Leben. Zudem lag bei diesen vormals ein sehr frühes Krebsstadium vor. Die Prognose bei kleinzelligen Karzinomen fällt folglich sehr negativ aus.

Bei nicht kleinzelligen Lungenkarzinomen ist der wichtigste prognostische Faktor das Krankheitsstadium zum Zeitpunkt der Diagnose. Je früher ein Tumor entdeckt wird, desto besser lässt er sich behandeln. So ist beispielsweise in den ersten beiden Krankheitsstadien ein operativer Eingriff möglich, der maßgeblich für das Abheilen des Krebses ist. Wurde ein Lungenkrebs im Stadium I chirurgisch entfernt, beträgt die Wahrscheinlichkeit 75 %, dass der Patient auch nach fünf Jahren noch am Leben ist. Liegen bereits fortgeschrittenere Stadien vor, kann das Leben zumindest mit Chemo- oder Strahlentherapie verlängert werden. Dies ist wesentlich leichter bei einem nicht kleinzelligen Karzinom.

Die Gesamtprognose für Lungenkrebs ist im Vergleich zu einigen anderen Krebsarten eher schlecht. Die Überlebensrate bei dieser Erkrankung ist in der Regel sehr niedrig. Sie beträgt nach fünf Jahren lediglich 17 %. Im Vergleich hierzu überleben beispielsweise 99 % der Patienten einen Prostatakrebs im gleichen Zeitraum.

Die Prognose ist alles in allem eher düster. Das muss man leider mit aller Härte so sagen. Sicherlich haben sich die Prognosen in den letzten Jahrzehnten verbessert, dennoch sind die relativ schlecht. Insbesondere im direkten Vergleich mit anderen Krebserkrankungen. Lungenkrebspatienten haben mitunter die schlechtesten Überlebenschancen von allen. Dies liegt zu einem großen Teil an der bereits erwähnten nur sehr schwierig durchzuführenden Früherkennung. Dem Umstand, dass Lungenkrebs oftmals erst sehr spät erkannt wird, müssen jedes Jahr viele Leben geopfert werden. Das ist natürlich kein Zustand, der die Prognose in irgendeiner Art und Weise besser erscheinen lässt. Daran allein liegt es aber nicht.

Die Lunge ist ein Organ, auf das der menschliche Organismus nicht verzichten kann. Es ist essentieller Bestandteil des Körpers und bei einem schwerwiegenden Defekt dieses Lebensspenders bleiben dem Betroffenen oftmals nicht viel länger als 5 Minuten Lebenszeit. Darum ist es nicht weiter verwunderlich oder sollte vielmehr nicht weiter verwunderlich sein, dass eine Krebsbefall dieses Organs dafür sorgt, dass sich die Chancen auf ein stabiles Weiterleben des Patienten hochgradig minimieren.

Tatsächlich sind die Chancen, dass man eine Erkrankung mit Lungenkrebs überlebt, vergleichsweise gering. Sie liegen mit etwa 47% unter der magischen 50%-Grenze. Und diese 47% gelten auch nur, wenn die Krankheit bereits früh identifiziert und entdeckt wird. Stellt man das Karzinom in der Lunge jedoch erst wesentlich später fest, so sinkt diese Chance stark ab. Personen mit Lungenkrebs im Stadium V haben kaum mehr eine 5%ige Chance, eine Therapie erfolgreich abzuschließen.

Alles in allem also ist die Prognose zwar nicht so gut, wie bei anderen Krankheiten, aber man muss die Hoffnung auch nicht komplett aufgeben. Es kann durchaus sein, dass man als betroffener Heilung erfährt und danach ein relativ entspanntes und selbstbestimmtes Leben führen kann. Wer aber schon von vorneherein aufgibt, der verschlechtert seine Chancen auf eine erfolgreiche Behandlung bereits im Vorfeld. Denn die Psyche ist bei jedweder Therapie ein wichtiger und nicht zu unterschätzender Faktor. Wenn der Kopf „Nein“ sagt, dann helfen auch Chemotherapie und Bestrahlung nicht weiter. Darum ist es zwecks Verbesserung der Prognose gut, wenn man durchweg positiv bleibt, auch wenn es manchmal schwer fällt.


Lungenkrebsarten

Der Begriff Lungenkrebs stellt lediglich eine Zusammenfassung verschiedener Arten bösartiger Wucherung im Lungengewebe dar. Es sind also verschiedene spezielle Krankheiten unter diesem Namen zusammengefasst. Zunächst lassen sich dabei zwei verschiedene Krebsarten unterteilen: Das kleinzellige Lungenkarzinom und das nicht kleinzellige Lungenkarzinom. Diese Klassifikation beruht auf dem mikroskopischen Erscheinungsbild der Tumorzellen. Diese können hinsichtlich ihrer Größe folglich variieren. Da beide Krebsarten hinsichtlich ihres Wachstums und ihrer Verbreitung unterschiedlich agieren, ist eine Unterscheidung zwischen beiden Typen bei der Diagnose wichtig und notwendig.

Etwa 20 % der Lungenkrebsfälle gehen auf kleinzellige Karzinome zurück. In Bezugnahme auf ihre Größe werden diese häufig auch als Haferzellkarzinome bezeichnet. Es handelt sich dabei um einen sehr aggressiven und schnell wachsenden Krebs. Da lediglich 1 % der Nichtraucher diese Krebsart aufweisen, wird davon ausgegangen, dass Tabakrauch gerade diesen Krebs befördert.

Kleinzellige Karzinome metastasieren besonders schnell in andere Körperregionen und werden in der Regel erst dann entdeckt, wenn sie sich bereits großflächig im Körper ausgebreitet haben.

Das nicht kleinzellige Karzinom stellt den am häufigsten auftretenden Lungenkrebs dar. Auf Grundlage der jeweiligen Tumorzellen, kann diese Krebsart in weitere Subtypen unterteilt werden.

Adenokarzinom
Eine Variante des nicht kleinzelligen Karzinoms ist das sogenannte Adenokarzinom. Es tritt vergleichsweise häufig auf und liegt bei Rauchern und Nichtrauchern gleichermaßen vor. Die meisten Adenokarzinome befinden sich in den äußeren und peripheren Gebieten der Lunge.

Bronchioloalveolares Karzinom
Es handelt sich hierbei um einen Subtyp des Adenokarzinoms. Bei dieser Krebsvariante liegen häufig viele kleine Gewebewucherungen vor, die sich an den Wänden der Alveolaren, also den Ausläufern der Bronchiolen befinden. Bei dieser Krebsart kann es besonders schnell dazu kommen, dass der Körper zu wenig Sauerstoff bekommt, da in den Alveolen der nötige Gasaustausch stattfindet. Aus diesem Grund zeigen sich hier Symptome wie Keuchen oder Blaufärbung der Haut sehr häufig.

Plattenepithelkarzinom
Plattenepithelkarzinome oder epidermoider Lungenkarzinome gehörten in der Vergangenheit zu den häufigsten Lungenkrebstypen. Inzwischen machen sie nur noch 30 % der Fälle aus. Sie entstehen zumeist im zentralen Brustbereich innerhalb der großen Atemwege, also der Bronchien.

Undifferenzierter Lungenkrebs

Es ist auch möglich, dass große Zellkarzinome entstehen, die nicht eindeutig einem Typ zuzuordnen sind. Darüber hinaus liegen auch diverse Mischtypen nicht kleinzelliger Karzinome vor.

Ungefähr 5 % aller Lungenkrebsarten lassen sich weder als kleinzelliges noch als nicht kleinzelliges Karzinom klassifizieren, sind folglich sehr selten.

Bronchialkarzinoide
Diese Karzinome sind vergleichsweise selten. Sie werden manchmal auch als neuroendokrine Tumore bezeichnet. In der Regel sind sie bei der Diagnose noch sehr klein. Das besondere an dieser Krebsart ist, dass sie vor allem bei Menschen entdeckt wird, die das 40. Lebensjahr noch nicht erreicht haben. Aus diesem Grund wird davon ausgegangen, dass Zigarettenrauch hier nicht die primäre Ursache für die Krebsentstehung bildet. Selbstverständlich wirkt sich Tabak aber auch hier negativ aus.

Ein Teil dieser Tumore bildet eine hormonähnliche Substanz, welche in Form von Sekreten ins Blut abgegeben werden und sehr spezifische Symptome erzeugen können. Im Vergleich zu bronchogenen Krebsarten, wachsen Karzinoide nur sehr langsam und breiten sich erst spät aus. Oftmals werden sie früh erkannt und sind vergleichsweise leicht operativ zu entfernen.

Sekundärer Lungenkrebs

Bei den genannten Lungenkrebsarten handelte es sich stets um Primärtumore. Sie sind also innerhalb der Lunge entstanden. Bei sekundären Tumoren verhält es sich anders. Es handelt sich dabei um Krebszellen, die über das Blut von anderen Organen in die Lunge transportiert wurden. Hier bilden sie schließlich metastatische Tumore, die sehr verstreut sind und sich zumeist in den peripheren und nicht in den zentralen Bereichen der Lunge ansiedeln.


Alternative Behandlungsmethoden

Vor allem im Internet stößt man immer wieder auf alternative Krebstherapien, die laut Meinung der Programmanbieter wahre Wunder wirken sollen. An dieser Stelle sei deshalb gesagt: Wunder gibt es bei der Behandlung von Krebs nicht. Die konventionelle Medizin mag einige Aspekte, beispielsweise den Einfluss psychischer Komponenten übersehen, eine “Wunderkur” hätte aber auch bei ihr für Aufsehen gesorgt. Heilungsversprechen sollten also immer mit Vorsicht genossen werden. Nicht selten sind sie an den Verkauf überteuerter Produkte geknüpft, die keinen nachweisbaren medizinischen Effekt haben. Der Einsatz alternativmedizinischer Produkte sollte ohnehin immer mit einem Arzt abgesprochen werden, da auch diese Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten hervorrufen können.

Einen tatsächlich positiven Effekt haben alle alternativen Maßnahmen, die auf die Gesunderhaltung der Psyche ausgerichtet sind. Gerade in Deutschland werden psychische und psychosomatische Aspekte eines Krebsleidens häufig außer Acht gelassen. Sich mental auf den Kampf gegen den Krebs einzustellen und nicht in einer Depression zu versinken, hat nachweislich einen positiven Effekt bei der Behandlung. Erreicht werden kann dies beispielsweise durch Gesprächstherapien, Selbsthilfegruppen oder eine Ergotherapie.

Yoga und ähnliche Sportarten sind ebenfalls günstig in Bezug auf die Symptomlinderung einer Krebserkrankung. Denn hierbei werden verschiedene Atemtechniken erlernt und zudem der Brustkorb gestärkt. Unter fachgerechter Anleitung kann somit die Lunge schonend trainiert werden. Es gilt selbstverständlich, dass keine übermäßigen Strapazen unternommen werden und die eigene Erkrankung auch beim Sport berücksichtigt wird.

Menschen deren Krebs bereits im Endstadium vorliegt und für die keine Chancen auf Heilung mehr besteht, sei der Besuch bei einem sogenannten Trauerberater empfohlen. Mit diesem kann das Thema Sterben sowie die hiermit zusammenhängenden Ängste intensiv besprochen werden. Dies ist auch für Angehörige des Lungenkrebspatienten möglich. Denn oftmals ist nicht der Betroffene selbst von der Diagnose überfordert, sondern Familienangehörige. Es ist jedoch notwendig die Diagnose zu akzeptieren, um die noch verbleibende Zeit angenehm verbringen zu können.

Ebenso wie Hausmittel, gibt es auch eine große Bandbreite an erprobten und angesehenen alternativen Heilansätzen für Lungenkrebsleiden, die unterstützend zu einer medizinischen Behandlung anzuwenden sind. Diese können unter anderem sein:
Übersicht

  • Inhalation – Das Inhalieren von Wasserdampf kann dem Betroffenen das Leben mit Lungenkrebs zumindest etwas erleichtern. Hierzu erhitzt man einfach Wasser in einem Topf, wartet bis es beginnt zu verdampfen und atmet den aufsteigenden Dampf ein. Bisweilen ist es ratsam, wenn man Kopf und Topf mit einem Handtuch abdeckt, um möglichst viel Dampf nutzen zu können. Dabei kann man verschiedenste Zusätze in das Wasser geben. Inzwischen gibt es auch spezielle Geräte zum Inhalieren in der Apotheke zu kaufen. Diese wirken ähnlich wie der klassische Topf mit Wasser. Es bleibt hier der Präferenz des Patienten zu überlassen, für welche Methode er sich entscheidet.
  • Terpentin – Das Einreiben der Brust mit geringen Mengen von Terpentin gilt manchen Heilpraktikern als hilfreiche Methode bei der Behandlung von Lungenleiden. Obwohl manche Patienten auf diese Methode schwören, raten wiederum viele andere Personen davon ab. Eine Evaluation des möglichen Nutzens mit dem Heilpraktiker des Vertrauens ist deshalb dieses Mittel betreffend unerlässlich. Vorallem betroffene Kinder sollten jedoch nicht mit Terpentin zu behandeln sein.
  • Gurgeln mit Salzwasser – Hierzu fülle man ein großes Glas mit lauwarmem Wasser, gebe einen Teelöffel Salz dazu, lasse das Salz sich auflösen und gurgle damit. Bei dieser Anwendung kommt es besonders bei Neueinsteigern Häufig zu starkem Würgereiz. Hat man diesen jedoch unter Kontrolle gebracht, so hilft diese Methode dabei, den durch Husten belasteten Hals zu beruhigen. Darüber hinaus ist dies auch ein gutes prophylaktisches Mittel bei Halsentzündungen im Allgemeinen.
  • Eukalyptus-Kuren – Das Eukalyptus gut für die Lunge ist, sollte keine Überraschung mehr sein. Darum gibt es vielerlei Präparate und Anwendungen zur Heilung der Lunge, die sich auf Eukalyptus verlassen. Diese können sowohl äußerlich als auch innerlich Anwendung finden und überraschen stets durch ihre Wirksamkeit.
  • Rauchentwöhnung – Wie bereits mehrfach erwähnt, so ist das Rauchen von Tabak einer Hauptgründe, die zu einem Lungenkarzinom führen können. Darum ist der absolute Verzicht auf alle Rauchwaren nicht nur empfohlen, sondern auch notwendig. Zudem verkleinern sich hierdurch auch die Chancen an vielen anderen Leiden zu erkranken. Dies gilt für sämtliche Rauchwaren, sprich Zigaretten, Zigarren, Zigarillos, Pfeifen, Vapes, Shishas usw. Wer darum nicht auf seine Sucht verzichten kann, gefährdet sich selbst und muss damit rechnen, früher oder später Lungenkrebs zu entwickeln.

Eine Zusammenfassung der möglichen und probaten alternativen Behandlungen sieht wie folgt aus:

  • Meditation, Yoga, autogenes Training
  • Traditionelle Chinesische Medizin (TCM)
  • Ayurveda
  • Diverse Massagetechniken
  • Aromatherapie
  • Ergotherapie
  • Sportliche Betätigung
  • Diätieren, fasten
  • Entzüge
  • Kuraufenthalte
  • Selbsthilfegruppen

Welche Hausmittel können helfen?

Gleich zu Beginn sei gesagt, dass es keinerlei Hausmittel gibt, welche einer Krebserkrankung wirksam vorbeugen könnte, geschweige denn diese zu heilen vermögen. Jegliche Mittel aus diesem Bereich haben so gut wie gar keinen Einfluss auf ein Karzinom.

Es ist jedoch durchaus möglich, Hausmittel zur Symptomlinderung einzusetzen. Erwarten sollte man dabei allerdings nicht allzu viel. Ein Lungenkarzinom kann durchaus mit extrem starken Schmerzen und anderen sehr ausgeprägten Symptomen einhergehen. Diesen ist oft nur mit konventionellen Mitteln beizukommen.

Als geeignet haben sich Hausmittel bei Lungenkrebs vor allem dann gezeigt, wenn ein positiver Einfluss auf die Atmung ausgeübt werden soll. Dampfbäder und Inhalationen, sowie Wickel oder Teegenuss sind durchaus Maßnahmen, welche den oft beeinträchtigten Rachenraum positiv unterstützen können. Das gilt besonders dann, wenn die Schleimhäute sehr ausgetrocknet sind.

Hilfreich ist außerdem eine sportliche Betätigung. Durch die Einschränkungen in der Atmung, sind selbstverständlich keine sehr anstrengenden Sportarten oder Leistungssport möglich. Schwimmen, Wassergymnastik, Spaziergänge und ähnliches reichen jedoch bereits, um den Körper regelmäßig zu trainieren. Generell kann jeder Patient selbst entscheiden, wie viel für den eigenen Körper noch machbar ist.

Hausmittel sollten im vorliegenden Fall nur zur Begleitung der schulmedizinischen Therapie eingesetzt werden. Sie ersetzen in keinem Falle eine solche Behandlung und zielen allein darauf ab, einige der Symptome zeitweise zu lindern. Wer sich zwecks einer Behandlung von Lungenkrebs allein auf Hausmittel verlässt, muss damit rechnen, diesem Leiden zu früher oder später zu erliegen.

Probate Hausmittel können u.a. sein:

    • Ruhe: Sich selbst Ruhe zu gönnen ist gerade bei Lungenkrebs das A und O. Man sollte nichts tun, was einen aufregt und / oder Stress verursacht. Der Körper braucht viel Zeit und Entspannung, um mit einem Tumor fertig zu werden. Selbst wenn man denkt, dass sich die Symptome im Rahmen der Chemotherapie o.ä. abschwächen, sollte man nicht gleich wieder voll in den Alltag einsteigen, sondern sich immer noch Zeit nehmen. Die Hustenanfälle können jederzeit erneut ausbrechen, wenn man sie nicht komplett ausheilen lässt. Im Zweifelsfalle sollte man sich vertrauensvoll an einen Doktor wenden, um Informationen darüber zu erhalten, ob man gesund genug ist, um wieder am Leben teilhaben zu können.
    • Ausreichend viel Flüssigkeit: Es ist ein generell guter Ratschlag, immer genügend Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Doch gerade bei einer Atemwegserkrankung fördert ausreichender Konsum von klarem Wasser das Abhusten des Sputums und ist darum in seiner therapeutischen Funktion nicht zu unterschätzen.
    • Das Immunsystem stark halten: Spaziergänge, eine gesunde Ernährung, ausreichend Bewegung und vieles mehr helfen dabei, dass das Immunsystem konstant auf hohem Niveau arbeitet. Hierdurch beugt man automatisch der vorliegenden und vielen anderen Krankheiten vor.
    • Ausreichende Hygiene: Eine ausreichende Hygiene kann in Bezug auf alle Erkrankungen des Atemapparates sehr wichtig sein. Insbesondere die ausreichend gründliche Reinigung der Hände ist hierbei sehr wichtig. Darüber hinaus sollte man auf gesteigerte Reinlichkeit achten, wenn man Personen mit ansteckenden Lungenleiden pflegt oder sich in einem Krankenhaus aufhält.

Heilkräuter & Heilpflanzen

Heilkräuter können vor allem zur Linderung von Symptomen einer Krebserkrankung genutzt werden. Dabei ist es egal, ob sie durch Inhalation, Wickel oder Tee auf den Körper einwirken.

Prinzipiell sind die hier aufgeführten Pflanzen auch dafür geeignet, den Körper zu entspannen, Stress abzubauen, den Atmungsapparat mit Feuchtigkeit zu versorgen und Depressionen entgegenzuwirken. Darüber hinaus haben Heilpflanzen und Kräuter allerdings keinerlei Einfluss auf ein Karzinom. Sie eignen sich folglich lediglich zur Unterstützung einer konventionellen Therapie. Häufig werden sie beispielsweise empfohlen, wenn nach einer Chemo- oder Strahlentherapie Nebenwirkungen wie Übelkeit und Erbrechen vorliegen.

      • Knoblauch
      • Zigiber officialer
      • Rotklee
      • Holunder
      • Aloevera
      • Uncaria tomentosa
      • Agrimonia eupatoria
      • Viscum album
      • Salvia officialis
      • Galium verum

Sämtliche hier erwähnte Heilpflanzen sind entweder als Tee oder Aufguss, getrocknet oder frisch oder als Pulver bzw. in Form eines Präparates zu reichen. Hierbei sind die Methoden der Verabreichung häufig nur geringfügig wechselnd in Bezug auf die Wirkung. Besonders aber eine Salbe ist aus den diesen Kräutern und Pflanzen zu erzeugen bietet sich im Falle einer Erkrankung mit Lungenkrebs zum Einreiben der Brust an. Dazu gebe man nämliche in zerlassenes Schmalz ein und lasse diese Mixtur auskühlen und sich erhärten. Insofern man eine potentere Salbe oder Creme wünscht, ist dieser Prozess beliebig oft zu wiederholen. Darüber hinaus kann man oftmals bereits fertige Präparate bei einem Heilpraktiker oder Händler beziehen. Auch das Internet bietet so einige gute Quellen für den Bezug von Heilprodukten aus der Natur.

Es empfiehlt sich zudem, vor der Anwendung Rücksprache mit dem zuständigen Mediziner zu halten um etwaige allergische Reaktion schon im Vorfeld ausschließen zu können.

Ätherische Öle

Ätherische Öle haben selbstverständlich keinerlei Effekt auf ein Lungenkarzinom an sich. Sie können folglich zur Heilung dieser Erkrankung nichts beitragen. Allerdings ist es möglich, dass sie einige Symptome, wie beispielsweise Heiserkeit, lindern können. Darüber hinaus können sie sinnvoll zur persönlichen Entspannung eingesetzt werden. Darüber hinaus sollte eine Therapie allerdings konventionell erfolgen.

      • Thymianöl
      • Rosmarinöl
      • Oreganoöl
      • Kamilleöl
      • Weihrauchöl
      • Salbeiöl
      • Johanniskraut
      • Baldrian

Ätherische Öle sind entweder im Rahmen einer Aromatherapie oder äußerlich sowie seltener auch innerlich anwendbar. Im Falle des Lungenkarzinoms sollte man jedoch lediglich von ersterer Form Gebrauch machen, also der Aromatherapie. Dieser Umstand ergibt sich daraus, dass diese Form der Anwendung am wenigsten belastend für die Gesundheit anzusehen ist. Hierzu gebe man die Öle in eine Duftlampe, entzünde eine Wärmequelle, am besten ein Teelicht und lasse die Öle in die Raumluft verdampfen. Die ätherischen Öle setzen auf diese Weise ihre Wirkstoffe frei und dienen zur Beruhigung der Patienten und bauen somit Stress und folglich Schmerz ab. Aber auch hier gilt, wie bei den Heilkräutern, dass eine solche Behandlung ein schulmedizinisches Vorgehen nicht ersetzen kann. Darüber hinaus ist der Effekt lediglich beruhigend und stressabbauend, nicht aber heilend.

Darüber hinaus gilt zu beachten, dass man die Öle nicht allzu stark dosiert. Die ohnehin schon stark belastete Lunge kann durch eine Überdosierung noch zusätzlich in Mitleidenschaft gezogen werden, was wiederum dazu führt, dass sich die Krankheit verlängert, verschlimmert oder beides. Des Weiteren sollte man vor einer Anwendung Rücksprache mit einem Mediziner halten, um ggf. etwaigen allergischen Reaktion vorbeugen zu können.

Homöopathie & Globuli

Seriöse Anbieter homöopathischer Mittel und Globuli verweisen selbst darauf, dass Homöopathie einem Lungenkrebs nichts entgegenzusetzen hat. Dennoch kursieren, vor allem im Internet, immer wieder Gerüchte, Krebs sei mithilfe von Globuli heilbar. Hierfür gibt es jedoch keinerlei wissenschaftliche Studien, die angegebene Erfolge belegen könnten. Darüber hinaus lassen die Inhaltsstoffe homöopathischer Mittel nicht darauf schließen, dass ein Effekt bei Krebserkrankungen erzielt werden kann. Aus diesem Grund sei noch einmal darauf hingewiesen: Die Therapie eines Lungenkrebses sollte unter gar keinen Umständen nur auf Homöopathie aufbauen. Es handelt sich beim Lungenkarzinom um eine lebensgefährliche Krankheit, die unbehandelt oder falsch behandelt innerhalb kürzester Zeit zum Tode führen kann.

Globuli können, insofern ein Arzt dies absegnet, durchaus eine Therapie unterstützen und zum Beispiel gegen Stress eingesetzt werden oder die Atmung verbessern. Das Karzinom an sich können sie allerdings nicht bekämpfen.

Im Folgenden sind die gängigen Mittel, welche eine Krebstherapie positiv unterstützen sollen, im Überblick dargestellt:

      • Carbo vegetabilis
      • Hydrocyanicum acidum
      • Spigelia anthelmia
      • Antimonium tartaricum
      • Aconitum napellus

Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.

Schüssler-Salze

Schüssler Salze sollten unter gar keinen Umständen als alleinige Therapie eines Lungenkrebses genutzt werden. Das Lungenkarzinom ist eine lebensgefährliche Erkrankung. Es breitet sich sehr schnell aus, wächst vergleichsweise rasant und neigt überdies zur Metastasierung. Es stellt folglich eine eklatante Bedrohung des Lebens dar. Eine konventionelle Therapie ist in der Regel also absolut notwendig.

Die hier aufgeführten Schüssler Salze dienen vor allem dazu, den Körper zu stärken, zu entspannen oder die Atmung zu unterstützen. Ihre Verwendung muss allerdings dringlichst mit einem Arzt abgesprochen werden, da bei gleichzeitiger konventioneller Therapie eine Wechselwirkung von Schüssler Salzen und gleichzeitig eingenommenen Medikamenten möglich ist.

Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.

Diät & Ernährung

Eine spezielle Diät oder Ernährungsweise in Bezug auf Lungenkrebs gibt es eigentlich nicht. Wie bei den meisten Krankheiten kann jedoch eine gesunde und ausgewogene Ernährung zur generellen Gesunderhaltung des Körpers beitragen. Hierzu gehört, dass überwiegend Gemüse, nur fettarmes Fleisch und möglichst keine künstlichen Zuckerprodukte konsumiert werden. Außerdem sollte auf den übermäßigen Konsum von Alkohol verzichtet werden.

Probleme im Bezug auf Nahrung zeigen sich beim Lungenkrebs vor allem darin, dass dieser mit einer unkontrollierten Gewichtsabnahme einhergeht. Eine Strahlen- und Chemotherapie kann dies noch zusätzlich verstärken. Dies schwächt jedoch den Körper insgesamt. So sollte bei der Nahrungsaufnahme darauf geachtet werden, dass dem Körper genügend Kalorien zugeführt werden. Dafür eignet sich der Konsum von Vollkornprodukten, Nüssen und fettreichem Seefisch. Abhängig ist dies aber selbstverständlich davon, was ein Betroffener verträgt. Abzuraten ist aber generell von einer veganen oder vegetarischen Ernährung, wenn eine Krebserkrankung vorliegt. Diese ermöglicht in der Regel nicht die Kalorienmenge, welche für den Patienten während der Therapie notwendig ist. Auch sollte die entsprechende Energie nicht aus ungesunden, also stark fettigen oder gezuckerten Lebensmitteln gewonnen werden, da hierdurch weitere Probleme bezüglich der Verdauung eintreten können.

Kommt es zu Problemen mit der Nahrungsaufnahme, die sich auf die Erkrankung der Lunge zurückführen lassen oder durch Metastasen im Verdauungsapparat bewirkt werden, empfiehlt sich der Kontakt zu einem speziellen Ernährungsberater. Dieser kann einen geeigneten Speiseplan zusammenstellen.

Darüber hinaus gibt es einige Tipps, die Menschen mit Krebserkrankungen helfen sollen, Nahrung besser aufzunehmen:

Bei genereller Appetitlosigkeit sollten über den Tag verteilt viele kleine Mahlzeiten eingenommen werden. Dadurch erhält der Körper genug Energie, ohne dass der Patient mit einem Mal üppige Speisen verzehren muss.

Liegen Schluckbeschwerden vor, kann es helfen, wenn die Nahrung püriert wird. Smoothies und dicke Suppen sind zumeist problemlos genießbar, auch wenn eine Verengung im Rachenraum oder Schwellungen am Kehlkopf vorliegen.

Gerade die Chemotherapie bewirkt in vielen Fällen, dass sich der Geschmack verändert. Einige Menschen klagen beispielsweise ob der starken Medikamente über einen metallischen Geschmack im Mundraum, der selbst beim Essen nicht verschwindet. Experten raten aus diesem Grund dazu, Plastikbesteck zu verwenden, da hierdurch die genannte Empfindung abgemildert werden kann.

Auch der Geruchssinn kann sich während einer Krebstherapie verändern. Häufig empfinden Betroffene den Geruch von Speisen als störend. Das gilt gerade, wenn sie unter Übelkeit leiden. Es ist aus diesem Grund vorteilhaft, zubereitetes Essen zunächst einmal abkühlen zu lassen, da hernach die spezifischen Eigengerüche der Nahrungsmittel nicht mehr so stark ausgeprägt sind.

Es gibt keine Diäten oder Ernährungspläne, die speziell für Lungenkrebs-Patienten erstellt worden wären. Nichtsdestotrotz kann eine allgemeine gesunde Ernährung diesbezüglich sehr förderlich sein und überdies noch vorbeugend wirken.
Allgemeine Tipps sind daher:
Bedenkenlos konsumieren kann man:

      • Obst und Gemüse (insofern keine Allergien vorliegen)
      • Meeresfrüchte
      • Milchprodukte (jedoch auf den Fettgehalt achten)
      • Hülsenfrüchte
      • Klares Wasser und Kräutertee (Limonaden usw. sind zu vermeiden)
      • Vollkornprodukte

Bei folgenden Lebensmitteln, sollte man eher aufpassen:

      • Rotes Fleisch
      • Tabakwaren
      • Raffinierter Zucker
      • Stark fetthaltige Speisen
      • Fertiggerichte
      • Alkoholika
      • Weißes Mehl
      • Fast Food

Man sollte außerdem stets im Hinterkopfe behalten, dass Übergewicht eine immense Belastung für die Lunge darstellt. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie durch Krebs belastet ist oder nicht. Darum ist es wichtig darauf zu achten, stets ein angemessenes Gewicht zu halten, um seine Lunge keinen überflüssigen Strapazen auszusetzen. Wer sich zudem an eine solche Ernährung hält, kann nicht nur sein Immunsystem dadurch stärken, sondern wirkt auch noch prophylaktisch auf eine ganze Reihe potentieller Krankheiten ein, die aufgrund der gesunden Ernährung erst gar nicht ausbrechen.

Ein Diätologe oder ein Ernährungswissenschaftler können einem zusätzlich dabei helfen, einen perfekten und individuell maßgeschneiderten Ernährungsplan für einen zu erstellen. Es lohnt sich daher immer, einen solchen zu konsultieren, wenn man dauerhaft etwas an seiner Ernährung verändern will.


FAQ – Fragen & Antworten

Ist es möglich, dass auch junge Menschen an Lungenkrebs erkranken?

In der Regel sind Menschen von Lungenkrebs betroffen, die bereits das 65. Lebensjahr vollendet haben. Die Statistik spricht sogar davon, dass Lungenkrebspatienten im Schnitt etwa 70 Jahre alt sind. Das bedeutet jedoch nicht, dass jüngere Menschen von einem Lungenkarzinom verschont bleiben. Gerade das bronchiale Karzinoid stellt eine Lungenkrebsart dar, die überwiegend bei Menschen auftritt, deren 45. Lebensjahr noch nicht abgeschlossen ist. Sogar Jugendliche können diese Krankheit entwickeln. Sie ist aber im Vergleich zu den restlichen Lungenkrebsarten relativ weniger drastisch, da Tumore hier langsamer wachsen und weniger leicht streuen.

Junge Menschen können aber auch andere Lungenkrebsarten entwickeln. Besonders sehr starke Raucher, die bereits in frühester Jugend mit dem Tabakkonsum angefangen haben, sind prädestiniert für die Entstehung eines Tumors. Da die körperliche Konstitution bei Menschen unter 45 jedoch wesentlich besser sein sollte, als bei Patienten über 65, fällt eine Therapie oft erfolgreicher aus.

Gibt es eine Impfung gegen Lungenkrebs?
In den vergangenen Jahren wurde oft darüber diskutiert, ob es möglich ist, gegen Krebserkrankungen eine Impfung zu entwickeln, die präventiv gegen Wucherungen eingesetzt werden kann. In Bezug auf Gebärmutterhalskrebs scheint ein solches Vorhaben bereits gelungen zu sein.

Beim Lungenkrebs liegt der Fall bisher noch anders. Es existiert noch keine absolut wirksame Präventionsmaßnahme, mit welcher diese Krebsform verhindert werden kann. Lediglich die Rauchentwöhnung gilt als gesicherte Möglichkeit, das Lungenkrebsrisiko zu senken. Derzeit läuft allerdings eine amerikanische Studie, in welcher Impfungen gegen Lungenkarzinome entwickelt und getestet werden sollen. Es gab hier sogar schon kleinere Erfolge. Allerdings befindet sich die Forschung hier noch in einem relativ frühen Stadium. Man sollte aus diesem Grund nicht damit rechnen, dass in naher Zukunft ein Impfstoff gegen Lungenkrebs auf den Markt kommt.

Warum führt Lungenkrebs so häufig zum Tod?
Lungenkrebs gehört zu jenen Krebsarten, die besonders häufig zum Tod des Patienten führen. Oftmals tritt dieser sogar sehr rasch ein. Der Grund hierfür ist zum einen, dass Tumore in der Lunge die Atemwege blockieren können. Dadurch erreicht nicht genügend Luft die Alveolen, welche Sauerstoff an den Blutkreislauf weiterleiten. Der dadurch entstehende permanente Sauerstoffmangel zieht schließlich den gesamten Körper in Mitleidenschaft.

Weiterhin ist der Lungenkrebs im Vergleich zu anderen Krebsarten sehr aggressiv. Sein Sitz an einem der wichtigsten “Verkehrsknotenpunkte” des Körpers erlaubt eine sehr schnelle Metastasierung. Das Lungenkarzinom erreicht folglich schnell das IV. Stadium der Krebserkrankung, wodurch es nicht mehr mit jenen Mitteln behandelt werden kann, welche eine Heilung des Krebses versprechen.

Zu guter Letzt ist die Unmöglichkeit der Organentfernung ausschlaggebend dafür, dass der Krebs sich im Lungengewebe weiter ausbreiten kann. Während beispielsweise bei Brust- oder Prostatakrebs die betroffenen Körperteile einfach entfernt werden, wenn die einzelnen Tumore nicht mehr reseziert werden können. Die Lunge kann jedoch ohne Transplantation nicht entfernt werden und ist hernach dem Krebs schutzlos ausgeliefert.

Hilft eine Lungentransplantation bei Lungenkrebs?
Eine Lungentransplantation hätte in jenen Fällen Aussicht auf Erfolg, in denen der Krebs noch nicht gestreut hat und der betroffene Patient sich bei relativ stabiler Gesundheit befindet. Diese Faktoren sind allerdings nicht in allen Fällen gegeben. Darüber hinaus gibt es nur sehr wenig Spenderlungen, sodass selbst jene Patienten, die durch eine Transplantation geheilt werden könnten, oft sehr lange auf ein Spenderorgan warten müssen. Dieses kommt unter Umständen niemals und Patienten sterben innerhalb der Wartezeit. Eine Lungentransplantation kann folglich nicht als Standarttherapiemaßnahme verwendet werden, sondern ist nur in Einzelfällen als Behandlungsmethode vorgesehen.

Kann man mit E-Zigaretten das Lungenkrebsrisiko minimieren?
Aktuell untersuchen einige Studien, ob die Rauchentwöhnung mit E-Zigaretten sinnvoll ist. Bisher ist die Fachwelt diesbezüglich eher geteilter Meinung. Zwar verhindert diese Art des Rauchens, dass eine Verbrennung stattfindet, welche die Schleimhäute reizt, allerdings ist noch nicht klar, inwiefern der eingeatmete Dampf Schäden am Gewebe hervorrufen kann. Die meisten Mediziner gehen allerdings davon aus, dass die E-Zigarette insgesamt weniger gesundheitsschädlich ist, als normale Zigaretten. Das liegt vor allem daran, dass die nikotinhaltigen Liquide wesentlich weniger giftige Stoffe enthalten als Tabak. Der Körper wird daher nicht so intensiv mit Karzinogenen konfrontiert. Darüber hinaus kann zum jetzigen Zeitpunkt jedoch noch nicht abgeschätzt werden, ob der Umstieg auf E-Zigaretten ein Absenken der Lungenkrebswahrscheinlichkeit zur Folge hat.

Wie wird ein Lungenkrebs im IV. Stadium behandelt?
Leidet ein Patient unter einem Lungenkrebs im Endstadium sollte der behandelnde Arzt genau abwägen, ob sich eine gravierende Therapie, beispielsweise eine intensive Chemotherapie, überhaupt auszahlt. Sicherlich gibt es einige Maßnahmen, beispielsweise die sogenannte gezielte Therapie, die das Leben des Patienten noch verlängern können, eine Heilung scheint hingegen zum aktuellen Zeitpunkt bei diesem Krebsstadium chancenlos. Die gewählte Therapie sollte eher darauf ausgerichtet werden, dass Leben des Patienten so angenehm wie nur möglich zu gestalten. Empfehlenswert ist hier auch eine spezielle Psychotherapie, die sich mit den Themen Krankheit und Sterben auseinandersetzt. In der Regel wird die weitere Behandlung nach der Diagnose mit einem Arzt und häufig auch mit einem entsprechenden Psychiater diskutiert.

Kann ich als Nicht-Raucher an Lungenkrebs erkranken?
Ja, auch Nicht-Raucher können an diesem Leiden liegen. Sicherlich ist dies weitaus seltener der Fall, als beispielsweise bei Personen, die Zigaretten oder andere Tabakwaren konsumieren, dennoch ist es nicht auszuschließen. Die Wahrscheinlichkeit ist jedoch eher gering. Die Chance für Nicht-Raucher an Lungenkrebs zu erkranken liegt bei nicht viel mehr als 2%. Raucher dagegen haben Chancen von 80% und mehr.

Damit muss man sich als Nicht-Raucher keine allzu großen Gedanken dahingehend machen. Dennoch sollte man sich auch nicht in vollkommener Sicherheit wiegen. Schließlich und endlich ist niemand vor diesem Leiden sicher. Es kann daher nützlich sein, wenn man sich dennoch hin und wieder prophylaktisch auf Lungenschäden untersuchen lässt. Insbesondere dann, wenn man familiär vorbelastet ist oder einen Beruf ausübt, der allgemein schlecht für die Lunge ist. Hierunter zählen vorallem Tätigkeiten, bei denen viel Staub und ähnliches anfällt und folglich eingeatmet wird.

Ist Lungenkrebs ein sicheres Todesurteil?
Zum Glück nicht. Noch vor einigen wenigen Jahrzehnten gab es kaum probate Mittel, die gegen dieses Leiden effektiv Hilfe hätten leisten können. Das hat sich letzthin jedoch glücklicherweise zum Positiven hin verändert. Zwar stehen die Chancen, dass eine Behandlung erfolgreich erfolgreich verläuft, mit unter 50% immer noch nicht optimal, dennoch sind sie weitaus besser als noch vor einigen Dekaden. Nicht zuletzt deswegen besteht für Erkrankte durchaus Grund zur Hoffnung und man muss ob der Diagnose nicht sofort in Panik geraten oder verzweifeln.

Dabei sollte man allerdings nicht vergessen, dass der Weg steinig und schwer wird und eine Behandlung kein leichtes Unterfangen ist. Eine Chemotherapie ist zermürbend, dasselbe gitl für Bestrahlungen, operative Eingriffe oder medikamentöse Behandlungen. Wer aber kämpft und den Krebs wirklich besiegen will, der kann das durchaus schaffen. Dazu gehört allerdings einiges an Durchhaltewillen, Disziplin und Kampfesmut. Ohne diese Eigenschaften macht man es dem Krebs zu einfach und es ist sehr wahrscheinlich, dass man den Kampf auf lange Sicht verliert.

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