Zecken und Mücken: übertragbaren Krankheiten vorbeugen

Kleine Blutsauger – Zecken und Mücken als potenzielle Krankheitsüberträger
Im späten Frühjahr, bis hinein in den Spätherbst werden Mensch und Tier von lästigen, kleinen Blutsaugern als Wirte und Nahrungsquelle benutzt. Zecken und Mücken sind dabei nicht nur störend, sie sind auch der Überträger für unterschiedliche Krankheiten. Durch die Klimaerwärmung bahnen sich diese zierlichen Vampire ihren Weg in immer nördlichere Gefilde und bringen somit allerlei Beschwerden für andere Lebewesen mit.

Wissenswertes über Zecken

Die zu den Spinnentieren zählenden Parasiten ernähren sich im Wesentlichen von Blut und sind über den gesamten Erdball hinweg verteilt. Nachfolgend sind einige wissenswerte Fakten über die Zecken, ihren Lebensraum und den Schutz vor den kleinen Plagewesen, aufgeführt.

Der Lebensraum der Zecke

In früheren Zeiten war der Glaube verbreitet, dass Zecken auf Bäumen aller Art leben und sich heimtückisch von oben herab auf ihre Wirte herunterfallen lassen. Diese Vorstellung ist heutzutage überholt und gilt als veraltet. Da Zecken von Natur aus nur einige wenige Zentimeter über den Boden klettern können, halten sie sich vorrangig in Gras, Büschen und dem Unterholz auf.

Immer wieder trifft man die kleinen Tiere an Lichtungen, Bächen oder kleinen Flüssen und Waldrändern an. Mittlerweile hat es sich die Zecke zudem im heimischen Garten und in städtischen Parkanlagen bequem gemacht. Nähert sich dann ein potenzieller Wirt, so lässt sich die Zecke von diesem Abstreifen und sticht sich in seiner Haut fest.

Durch Zecken übertragbare Krankheiten

Durch Erreger, welche unmittelbar nach dem Stich der Zecke in das Blut gelangen, können Krankheiten wie Lyme-Borreliose oder FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) übertragen werden. Das Risiko durch einen Zeckenstich an Lyme-Borreliose zu erkranken ist deutschlandweit sehr hoch. FSME hingegen ist vor allem in Süddeutschland zur Gefahr geworden, tritt mittlerweile, durch die Klimaerwärmung, aber auch in Mittel- und Norddeutschland vereinzelt auf.

Schutz vor Zecken

Der effektivste und wertvollste Schutz vor Zecken ist die Kleidung. Je besser die einzelnen Körperstellen durch Kleidung geschützt sind, umso weniger Angriffsfläche hat die Zecke. Lange Kleidung und solides, geschlossenes Schuhwerk sind daher das A und O bei jedem Waldspaziergang. Besondere Anti-Zecken-Sprays können über dies noch einen zusätzlichen Schutz bieten.

Zudem wird mittlerweile von Mediziner empfohlen, sich gegen FSME impfen zu lassen. Dabei wird die erstmalige Impfung in drei Teilimpfungen untergliedert. Die ersten beiden erfolgen in einem Abstand von etwa vier Wochen und die letzte Impfdosis wird nach circa vier Monaten gesetzt. Die Impfung sollte, je nach Impfstoffhersteller, alle drei bis zehn Jahre aufgefrischt werden. So kann sie einen optimalen Schutz vor FSME bieten.

Wissenswertes über Mücken

Stechmückenarten gibt es weltweit etwa 3.000 unterschiedliche. Mit annähernd 100 Arten ist Europa noch vergleichsweise dünn mit Mücken besiedelt. Allerdings ist durch die globale Erwärmung bedingt, ein Voranschreiten der für gewöhnlich weiter südlich lebenden Mückenarten, kaum aufzuhalten.

Lebensraum und Mythen

Mücken sind von Haus aus überall zu finden, oftmals sogar in geschlossenen Räumen, nachdem sie vorher einen Schlupfwinkel hineingefunden haben. Am liebsten siedeln sich Mücken an Gewässern, aber auch an Regentonnen im heimischen Garten an.

In früheren Zeiten war der Mythos weit verbreitet, dass Mücken vorrangig Frauen und Menschen mit süßem Blut stechen. Dieser Aberglaube ist mittlerweile wissenschaftlich belegt. Mücken machen bei der Wahl ihrer Opfer keine Ausnahmen, alles, was Blut in sich trägt, kann von ihnen gestochen werden.

Durch Mücken übertragbare Krankheiten

Das West-Nil-Fieber, Malaria, Chikungunya-Fieber, Gelbfieber oder das berüchtigte Dengue-Fieber, werden erstrangig in subtropischen Ländern von den dort lebenden Mückenarten, wie der Tigermücke, übertragen. Durch die Klimaerwärmung ist die Tigermücke mittlerweile auch in Europa auf dem Vormarsch und bringt die genannten Krankheiten im Gepäck mit.

Schutz vor Mücken

Wer in südliche und subtropische Gefilde reist, sollte sich im Vorfeld über etwaige Schutzimpfungen in einem Tropeninstitut informieren. Bei Reiseantritt sollte auf Mückenschutz in Form von längerer Kleidung und in der Nacht durch Benutzung eines Moskitonetzes geachtet werden.

Verstärkend können Mückenschutzmittel mit dem Wirkstoff DEET genutzt werden. Unter DEET versteckt sich die Bezeichnung N-N-Diethyl-m-toluamid, hierbei handelt es sich um einen synthetisch hergestellten Wirkstoff gegen Insekten. Mittel, welche DEET enthalten, gibt es in jeder Apotheke. Vor Erstbenutzung sollten sich Verbraucher allerdings genaustens über die Anwendung und mögliche Nebenwirkung des Produkts informieren.

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