Gelbfieber

Steckbrief: Gelbfieber

  • Name(n): Gelbfieber; Ochropyra; Schwarzes Erbrechen
  • Art der Krankheit: Infektionskrankheit
  • Verbreitung: jährlich 200.000 Personen in Südamerika und Afrika
  • Erste Erwähnung der Krankheit: ab dem 16. Jahrhundert
  • Behandelbar: nicht behandelbar aber es existiert ein Impfstoff
  • Art des Auslösers: Gelbfiebervirus
  • wieviele Erkrankte: jährlich 200.000 Erkrankte und 30.000 Personen sterben
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Tropenmediziner
  • ICD-10 Code(s): A95 Gelbfieber

Eine typische Tropenkrankheit

Gelbfieber ist eine typische Tropenkrankheit, die zumeist in Afrika, in Süd- und Mittelamerika auftritt. Sie wird durch Stechmücken übertragen und kann auch tödlich verlaufen. Verursacht wird sie durch das Gelbfiebervirus. Die Erkrankten leiden an Leber- und Nierenversagen, Gelbsucht, und verschiedenen Blutungen. Eine richtige Therapie gegen Gelbfieber ist nicht vorhanden, man kann lediglich die Symptome bekämpfen. Daher ist eine rechtzeitige Schutzimpfung sehr wichtig.

Definition Gelbfieber

Gelbfieber ist eine lebensbedrohliche Infektionskrankheit, die durch Stechmücken übertragen wird. Der Auslöser ist das sogenannte Gelbfieber-Virus. Es wird durch den Stich von infizierten Gelbfieber-Mücken übertragen. Bei den Stechmücken übertragen nur die Weibchen das Virus auf den Menschen. Die Krankheit ist in tropisch und subtropischen Gegenden in Afrika und Südamerika verbreitet. Sie gehört daher zu den Tropenkrankheiten. Jährlich gibt es 200.000 Erkrankte, und ca. 30.000 Menschen sterben.

Die Krankheit stammt ursprünglich aus Afrika, und hat sich von dort durch den Sklavenhandel in Südamerika ausgebreitet. Die Symptome der Krankheit sind Fieber, Schmerzen und Erbrechen, dieser Zustand hält normalerweise einige Tage an. Sie kann aber auch schwer oder tödlich verlaufen. In diesem Fall hat der Erkrankte eine Leberschädigung, es entwickelt sich eine Gelbsucht, und die Blutgerinnung ist gestört. Daher ist das Gelbfieber eine infektiöse Fiebererkrankung (Hämorrhagisches Fieber).

Gegen das Gelbfieber gibt es eine sehr gute Impfung. In vielen betroffenen Ländern gibt es eine Impfpflicht für Touristen. Außerdem sind in den Regionen Maßnahmen wichtig, um die übertragenden Gelbfiebermücken ausreichend zu kontrollieren.

Was ist Gelbfieber?

Gelbfieber ist eine virale lebensgefährliche Infektionskrankheit, die durch die Gelbfiebermücke übertragen wird. Auch andere Mücken können das Virus übertragen. Das Gelbfiebervirus ist ein sogenanntes RNA-Virus und gehört zur Gruppe der Flaviviren. Das Virus ist mit dem Dengue-Virus und dem Erreger von Hepatitis C sehr eng verwandt. Eine direkte Übertragung des Virus von Mensch zu Mensch ist aber nahezu ausgeschlossen. Daher besteht für Personen, die mit Erkrankten in Berührung kommen, auch kein Ansteckungsrisiko.

Die Krankheit kommt in den tropischen Zonen in Afrika, in Süd- und Mittelamerika vor. Asien, Australien, Europa und Ozeanien gelten zur Zeit ALS frei von Gelbfieber.

Nach einer Ansteckung kann es 3 bis 8 Tage dauern, bis das Gelbfieber auch wirklich ausbricht. Die meisten Patienten haben jedoch keine oder leichte Beschwerden. Es können Schüttelfrost, Fieber und ein verlangsamter Puls auftreten Die Symptome können einer normalen Erkältung oder Grippe ähneln, daher wird die Krankheit oft erst spät diagnostiziert und entsprechend behandelt.

Erkrankte bekommen nach einer Infektion meist hohes Fieber, Übelkeit und Schmerzen. Bei einem schweren Krankheitsverlauf hat der Betroffene Störungen der Leberfunktion, Blutungen und Gelbsucht (daher der Name Gelbfieber). Auch eine reduzierte Blutgerinnung ist für die Krankheit symptomatisch. Ein schwerer Krankheitsverlauf kommt eher selten vor, ist aber lebensgefährlich.

Das Gelbfiebervirus kommt durch den Mückenstich ins Blut des Menschen, und vermehrt sich dann in den Lymphknoten. Von hier aus breitet es sich über das Blut im ganzen Körper des Menschen aus. Am meisten geschädigt wird die Leber durch das Virus, daher färben sich Haut und Augen auch oft gelb. Dann gelangt das Virus in die Milz, das Knochenmark, die Nieren und weitere Muskeln. Der Körper produziert zur Abwehr bestimmte Botenstoffe (die Zytokine). Es kann jedoch zu einer nicht kontrollierten Produktion und Freistellung der Zytokine kommen, was ein komplettes Organversagen auslösen kann.

Von Gelbfieberviren gibt es 2 unterschiedliche Sorten. Es gibt das urbane Gelbfieber, dass in städtischen Regionen richtige Epidemien auslösen kann. Dies entsteht, wenn ein erkrankter Mensch sich bei anderen Menschen aufhält. Stechmücken verbreiten dann das Virus von Mensch zu Mensch. Eine direkte Ansteckung von Mensch zu Mensch mit Gelbfieber ist nicht möglich.

Das sylvatische Gelbfieber (auch Dschungelgelbfieber) kommt in ländliche Regionen vor. Ursprünglich haben die Gelbfieberviren in Affen, die im Dschungel leben, selbst gelebt und sich auch hier vermehrt. Dabei ist das Virus für die meisten Affenarten harmlos. Stechmücken haben dann die Viren von einem Affen auf den anderen Affen übertragen. Auch Vögel, Schlangen und Fledermäuse können ein Reservoir für das Virus sein. Daher ist für Menschen, die sich im Dschungel aufhalten, auch die Gefahr größer, hier ebenfalls gestochen zu werden. Sehr oft sind junge Männer wie Waldarbeiter vom Dschungelgelbfieber betroffen.

Wenn ein Verdacht auf Gelbfieber, eine Erkrankung oder ein Todesfall vorliegen, muss dies den zuständigen Behörden gemeldet werde. Auch wenn der Erreger direkt oder indirekt nachgewiesen werden kann, muss das den Behörden gemeldet werden. Laut WHO gibt es trotz der Meldepflicht eine hohe Dunkelziffer, d. h. es werden auch viele Fälle nicht gemeldet, oder es wird nicht gemerkt, dass es sich um Gelbfieber handelt.

Falls man in eines der betroffenen Länder einreisen möchte, sollte man sich vorher beim zuständigen Tropeninstitut informieren, ob eine Impfung notwendig ist. Bei einigen Ländern besteht für Reisende auch eine Impfpflicht.


Symptome & Anzeichen

Gelbfieber braucht normalerweise ca. 3 bis 6 Tage, bis es ausbricht. Der Patient kann dann einen plötzlichen Fieberausbruch mit 39 Grad Fieber bekommen. Bei ca. 85 % der Patienten verläuft die Krankheit eher sanft, das heißt man bekommt nur eine kurze Fiebererkrankung mit Kopfschmerzen, Gliederschmerzen, Rückenschmerzen, Schüttelfrost, Übelkeit und Appetitlosigkeit. Nach 3 bis 7 Tagen sollte die Infektion wieder abklingen.

15 % der Patienten erleben ein zweites Stadium der Krankheit, bei der das Fieber wiederkommt, der Gesundheitszustand sich aber auch für eine kurze Zeit verbessern kann.
In der zweiten Phase der Erkrankung bekommen die Patienten häufig eine Leberschädigung, oder ein Organversagen von Leber und Niere und daraus folgend eine Gelbsucht. Daher kommt auch der Name Gelbfieber. Zusätzlich haben sie meistens Schmerzen im Unterleib. Die Patienten neigen auch zum Erbrechen oder zu blutigem Durchfall.

Die Patienten haben eine erhöhte Blutungsneigung. Durch die Druckbelastung der Haut entsteht das Symptom der „Spanischen Flagge“. Dies ist ein Hautphänomen, bei dem man mit den Fingern über die Haut des Erkrankten streicht. Dann kann man sehen, wie sich in der Mitte ein gelber Strich bildet, der von 2 roten Streifen umgeben ist, ähnlich der spanischen Flagge. Dies kann ein guter Hinweis auf die Erkrankung Gelbfieber sein. Durch hohen Blut- und Flüssigkeitsverlust kann der Patient einen Schockzustand erleiden. Auch neurologische Symptome wie Apathie, Sprachstörungen, Krämpfe oder Bewegungsstörungen können auftreten.

Häufig hat der Patient auch Blutungen an der Mundschleimhaut, der Nasenschleimhaut und den Augenbindehäuten. Es kommen auch Blutungen im Magen-Darm-Trakt vor. Im Rahmen eines Multi-Organ-Versagens kann es zu Blutungen am ganzen Körper kommen. Diese zweite Krankheitsphase heißt auch toxische Phase, und endet bei 20 – 60 % der Patienten tödlich. Der Tod tritt häufig am 6. oder 7. Tag durch Nierenversagen auf, oder am 10. bis 15. Tag durch Herzversagen. Wenn ein Patient die Infektion überlebt, ist er dann ein Leben lang immun gegen die Krankheit. Normalerweise behält man auch keine bleibenden Organschäden.

Das Gelbfieber zählt zur Gruppe der Hämorrhagischen Fieber, wie auch das Dengue-Fieber, Ebola oder das Lassa-Fieber.

Symptome für Gelbfieber:
1. Phase:

  • Fieber 39 bis 40 Grad
  • Kopfschmerzen
  • Schüttelfrost
  • Gliederschmerzen
  • Übelkeit
  • Appetitlosigkeit

2.Phase:

  • Leberschädigung
  • Organversagen von Leber und Niere
  • Gelbsucht
  • Schmerzen im Unterleib
  • blutiger Durchfall, Erbrechen
  • erhöhte Blutungsneigung
  • neurologische Symptome (Apathie, Sprach- und Bewegungsstörungen, Krämpfe)
  • Blutungen der Mundschleimhaut, der Nasenschleimhaut, der Augenbindehäute
  • Blutungen im Magen-Darm-Trakt

Diagnose & Krankheiten

Falls es in Deutschland den Verdacht gibt, dass ein Patient an Gelbfieber erkrankt ist, muss der Arzt zuerst etwas über die Reisegeschichte des Patienten herausfinden (Reiseanamnese). Weitere Punkte für die Diagnose sind das Auftreten von Fieber, eine gelbgefärbte Haut oder Blutungen. Der Arzt muss folgenden Fragen stellen:

  • Waren Sie im Ausland? In welcher Region sind Sie gewesen?
  • Wann war Ihr Aufenthalt?
  • Was haben Sie während Ihrer Reise gemacht?
  • Haben Sie Fieber oder Schmerzen?
  • Seit wann treten Beschwerden auf?
  • Ist Ihr Stuhl dunkel gefärbt?

Der Arzt tastet den Bauch ab, um herauszubekommen, ob die Leber oder die Niere vergrößert ist. Es wird auch eine Blutuntersuchung durchgeführt. Typische Kennzeichen für Gelbfieber sind erhöhte Leberwerte, eine Blutgerinnungsstörung oder das Auftauchen von giftigen Stoffwechselprodukten. Häufig wird Gelbfieber klinisch diagnostiziert.

Wenn die Krankheit mild verläuft oder nur teilweise auftritt, kann sie nur virologisch nachgewiesen werden. Wenn eine Gelbfieberepidemie in den betroffenen Regionen auftritt, sind jedoch auch die milden Verläufe von Bedeutung, da die Krankheit auch durch Patienten weitergegeben wird, die nur einen milden Verlauf haben.

Eine Gelbfiebererkrankung kann auf zwei verschiedenen Wegen virologisch nachgewiesen werden: In den ersten zehn Tagen kann man mit Hilfe einer PCR (Polymeraese-Kettenreaktion) das Virus im Blut des Patienten nachweisen. Außerdem kann man auch Antikörper im Blut nachweisen, die sich gegen das Gelbfiebervirus gebildet haben. Dies ist etwa am fünften Tag der Erkrankung möglich. Man kann die Antikörper mit einer serologischen Untersuchung im Blut sichtbar machen. Da das Gelbkörpervirus anderen Viren ähnlich ist, kann der Test auf Gelbfieber auch positiv ausschlagen, ohne das die Erkrankung Gelbfieber vorliegt.

Man kann den Virus auch in Zellen der Leber nachweisen. Dies ist aber aufgrund der erhöhten Blutungsgefahr bei den Patienten nicht sinnvoll. Wenn es auffällige Laborergebnisse gibt, wie Gerinnungsstörungen, eine Eiweißausscheidung im Urin, eine Erhöhung der Leberwerte oder eine verminderte Anzahl von Blutplättchen, kann dies ein Hinweis auf Gelbfieber sein.

Wie kann man Gelbfieber diagnostizieren:

  • genaue Reiseanamnese (Fragen des Arztes)
  • Abtasten des Bauches
  • Blutuntersuchung
  • virologischer Nachweis
  • Polymeraese-Kettenreaktion (PCR)
  • serologische Untersuchung des Blutes zum Nachweis von Antikörpern
  • Durchführung von Laboruntersuchungen

Häufigkeit & Diagnosedaten

Laut Schätzungen der WHO erkranken weltweit jährlich ca. 200.000 Personen an Gelbfieber und etwa 30.000 Personen sterben an dieser Krankheit. 90 Prozent dieser Infektionen finden in Afrika statt. Die Zahl aller gemeldeten Fälle liegt allerdings sehr weit unter diesen Werten. Seit dem Jahr 1980 nimmt die Erkrankung tendenziell zu. Man muss jeden an Gelbfieber Erkrankten, jeden Todesfall und auch jeden Verdacht an die Behörden melden.

Gelbfieber kommt in Afrika und Süd- und Mittelamerika vor. In den betroffenen Gebieten leben etwa 600 Millionen Menschen. Zu den Endemiegebieten in Afrika gehören Länder wie Angola, Kamerun, Tschad, Republik Kongo, Elfenbeinküste, Äthiopien, Ghana oder Ruanda. In Südamerika sind die Länder Venezuela, Argentinien, Brasilien, Kolumbien, Peru, etc. betroffen. In Südamerika gab es seit 1942 keine Epidemien von Gelbfieber mehr.

In Europa traten in den letzten Jahren nur vereinzelt verschleppte Fälle von Gelbfieber auf. Auch in Europa ist Gelbfieber meldepflichtig. Auch Impfungen gegen Gelbfieber sind in Deutschland nicht allzu häufig. So kommen laut den Diagnosedaten der Krankenhäuser ab dem Jahr 2000 1 geimpfte Person auf 100.000 Einwohner.

Es existieren insgesamt sieben Genotypen von Gelbfieberviren, die alle unterschiedlich an die Gelbfiebermücken und an Menschen angepasst sind. Fünf Genotypen gibt es nur in Afrika, dabei ist der Westafrika-Genotyp I besonders infektiös.

In Südamerika gibt es 2 Genotypen. Man unterscheidet zwei Sorten von Gelbfieber: sylvatisches Fieber (auch Dschungelfieber), und urbanes Gelbfieber (von urbs=Stadt). Die Gelbfiebermücken übertragen noch weitere Krankheiten, wie das Dengue-Fieber, das Zika-Fieber und weitere Viruserkrankungen.
Gelbfieber hat häufig einen leichten Verlauf. Nur 15 Prozent der Patienten gelangen in die zweite Phase, in der man hohes Fieber und innere und äußere Blutungen bekommt. Außerdem leiden die Patienten an Gelbsucht und erbrechen Blut. Aber selbst bei diesen schweren Fällen überleben ca. 50 Prozent der Patienten, und sind dann für ihr weiteres Leben immun gegen diese Krankheit.


Komplikationen bei der Krankheit

Es gibt eine leichte Variante des Gelbfiebers. Hier bekommen die Patienten Fieber, haben Schmerzen und müssen erbrechen, die Symptome werden aber nach einigen Tagen deutlich besser. Dann gibt es noch eine gefährlichere Variante des Gelbfiebers, bei der eine Komplikationen auftreten können. 15 % aller Patienten sind von dieser schwerwiegenderen Erkrankung betroffen.

Diese schlimmere Variante verläuft bei den Patienten in 2 Phasen. In der ersten Phase gibt es Komplikationen wie das Erbrechen von Galle, ein sehr starker Durst, Durchfall und Mundgeruch, versiegende Urinproduktion und Blutungen des Gaumen. Mögliche Komplikationen hierbei sind eine Schädigung der Leber, die Entstehung einer Gelbsucht (Hepatitis) und eine verstärkte Blutungsneigung (Störung der Blutgerinnung). Möglich ist auch ein komplettes Organversagen von Leber und Niere.

Weitere mögliche Komplikationen sind starke Schmerzen im Unterleib. Es können auch Blutungen der Nasenschleimhäute, der Mundschleimhaut oder der Augenbindehäute auftreten. Durch starke Blutungen im Magen-Darm-Bereich kann der Patient blutiges Erbrechen oder blutigen Stuhl haben. Das Blut hat oft eine schwarze Farbe, weil es mit der Magensäure in Berührung kommt. Daher heißt die Krankheit auch schwarzes Erbrechen (Vomito Negro).

Da der Patient viel Blut verliert, kann auch ein Schockzustand auftreten. Der Blutdruck der Patienten ist dabei zu niedrig. Dadurch, dass Leber und Niere nicht mehr richtig arbeiten, fehlt die Entgiftung des Körpers, und es kommt zu einer Ansammlung von giftigen Stoffwechselprodukten im Blut des Betroffenen.

Möglich sind auch neurologische Probleme wie Sprachstörungen, Krämpfe, Bewegungsstörungen oder Apathie. Diese zweite Variante der Krankheit kann tödlich verlaufen. Wenn der Patient die zweite Phase übersteht, ist er ein Leben lang immun gegen Gelb- fieber, und normalerweise haben auch die Organe keine bleibenden Schäden.

Welche Komplikationen gibt es?

  • starke Durstgefühle
  • Erbrechen von Galle
  • Durchfall
  • Mundgeruch
  • Blutung des Gaumen
  • eine Urinproduktion mehr
  • Schädigung der Leber
  • Entstehung einer Gelbsucht
  • verstärkte Neigung zu Blutungen
  • Organversagen von Leber und Niere
  • starke Schmerzen im Unterleib
  • Blutungen von Nasenschleimhaut, Mundschleimhaut oder
    Augenbindehäute
  • Schockzustand
  • neurologische Störungen

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Wenn man in ein Land reisen möchte, das zu den gefährdeten Gebieten gehört, (Afrika oder Südamerika), sollte man vorher in jedem Fall einen Arzt aufsuchen. Dieser kann eine Impfung zum Schutz vor Gelbfieber durchführen. Damit kann man der Krankheit, die auch tödlich verlaufen kann, in jedem Fall sicher vorbeugen. Die Impfung ist normalerweise gut verträglich. In einigen Ländern ist eine Impfung auch zwingend vorgeschrieben. In Deutschland gibt es offizielle Gelbfieberimpfstellen für die Impfung. Normalerweise sollte die Impfung von einem Tropenmediziner durchgeführt werden. Auch die einheimische Bevölkerung in den betroffenen Gebieten sollte sich impfen lassen.

Wenn man eine Reise in ein Risikoland gemacht hat, und es treten die typischen Symptome auf, wie Fieber, Schüttelfrost, Kopfschmerzen, Übelkeit oder Erbrechen, Muskelschmerzen oder Blut spucken, sollte man einen Arzt aufsuchen. Sinnvoll bei dieser Erkrankung ist es, sich an einen Tropenmediziner zu wenden. Falls man in ein Krankenhaus eingewiesen wird, kann die Erkrankung auch klinisch diagnostiziert werden. Gelbfieber ist eine meldepflichtige Erkrankung.


Behandlungsmethoden / Therapie

Es gibt für Gelbfieber keine konkrete Therapie. Dies gilt für alle Krankheiten, die von Flaviviren verursacht werden. Der Arzt kann sich nur darauf konzentrieren, die Symptome möglichst zu lindern. Man sollte die Patienten in ein Krankenhaus einweisen, wenn das möglich ist, und sie intensiv-medizinisch überwachen lassen. Das Krankenhaus sollte für die Betreuung der Patienten entsprechend ausgerüstet sein, und Kenntnisse in der Behandlung von Tropenkrankheiten haben. Aber nicht in allen betroffenen Ländern ist dies immer möglich. Im Krankenhaus können die Patienten durch Infusionen mit genügend Flüssigkeit versorgt werden. Wenn der Patient zu viel Blut verliert, werden auch Bluttransfusionen nötig.

Es wurden verschiedene Methoden zur Behandlung der Krankheit ausprobiert, diese hatten aber bislang wenig Erfolg. Man hat z. B. versucht, dem Patienten nach dem ersten Auftreten von Symptomen eine passive Immunisierung zu geben, dies blieb aber ohne Effekt. Außerdem wurden Ribavirin und weitere antivirale Medikamente gegeben. (Ribavirin ist ein Polymerase-Hemmer, und wirkt gegen DNA- und RNA-Viren, z.B. gegen Hepatitis C-Viren, Influenza-Viren oder Herpes-Viren). Die Behandlung schlug aber ebenfalls nicht an. Auch der Einsatz von Interferon brachte den Patienten keine Besserung.

Wenn man die Symptome behandeln möchte, muss man Maßnahmen zur Rehydration (Ausgleich des Wassermangels) ergreifen, und die Schmerzen behandeln (etwa mit Paracetamol). Acetylsalicylsäure sollte man nicht geben (ist in Aspirin enthalten), da dies einen gerinnungshemmenden Wirkstoff enthält, der bei inneren Blutungen sehr gefährlich werden kann.

Man sollte auch versuchen, das Fieber zu senken, und gegebenenfalls die Atmung zu unterstützen. Da der Organismus meist geschwächt ist, kann es auch zu einer Infektion mit Bakterien kommen. Dann muss man auch Antibiotika geben. Wenn bei einem schweren Verlauf die Krankheit in die zweite Phase tritt, müssen viele Patienten auf einer Intensivstation behandelt werden.
Da man Gelbfieber nur begrenzt behandeln kann, ist eine rechtzeitige und wirksame Impfung sehr wichtig. Reisende, die in die betroffenen Länder reisen, sollten sich auch möglichst vor Mückenstichen schützen.

Welche Behandlungsmethoden gibt es?

  • Vorsorge: Impfung
  • Flüssigkeitszufuhr über Infusionen (Rehydration)
  • Bluttransfusionen bei hohem Blutverlust
  • Schmerzbehandlung (mit Paracetamol)
  • Maßnahmen zur Senkung des Fiebers
  • bei Infektion mit Bakterien: Antibiotikabehandlung
  • Behandlung auf einer Intensivstation

Vorbeugung – Impfung & Prävention

Sehr wichtig zur Vorbeugung von Gelbfieber ist das Durchführen einer Impfung, bevor man in die entsprechenden Länder einreist. Außerdem sollte man versuchen, Mückenstiche in den betroffenen Regionen möglichst zu vermeiden. Häufig bekommen Menschen, die aus anderen Regionen eingereist sind, die gefährliche Form des Gelbfiebers.

In mehreren Ländern ist eine Impfung für eine Ein- und eine Ausreise vorgeschrieben. Bei 95 % der geimpften Personen tritt der Impfschutz nach 10 Tagen ein, und hält dann für das ganze Leben an.

Max Teiler hat im Jahr 1937 den Lebendimpfstoff in Ghana entwickelt. Dem Körper werden hierbei abgeschwächte Gelbkörperviren gespritzt. Das Immunsystem des Patienten kann so Antikörper gegen das Gelbfiebervirus entwickeln. Das menschliche Abwehrsystem erwirbt so Strategien, das Gelbkörpervirus zu vernichten. In etwa 20 % der Fälle entwickeln die Geimpften leichte grippeähnliche Symptome.

Eine Impfung ist auch sehr wichtig für die Bevölkerung in den betroffenen Gebieten, da man sich vor einer Übertragung durch die Mücken selbst nicht hundertprozentig schützen kann. Wenn ca. 60 – 90 % der Bevölkerung eins Risikogebietes gegen Gelbfieber geimpft sind, können Epidemien oder ein großer Ausbruch verhindert werden.

Der Impfstoff gegen Gelbfieber gilt als sicher und für die meisten gut verträglich. Die Impfung beinhaltet jedoch auch ein Risiko: in einem von 200.000 bis 300.000 Fälle kann eine Komplikation auftreten (YEl-AVD), die in rund 60 % der Betroffenen den Tod verursacht. Bei Kindern tritt die Komplikation jedoch in einem von 1 Million Fälle auf. Eine andere Komplikation, die auftreten kann, ist eine Infektion des Nervensystems (bei einem Fall auf 200- 300.000, davon versterben 5%).

Eine Impfung gegen Gelbfieber darf nur durch besonders dafür ausgebildete Ärzte (meist Tropenmediziner) durchgeführt werden. (Gelbfieberimpfstelle). Die Ärzte müssen eine Zertifizierung von der WHO (Weltgesundheitsorganisation) haben, und dürfen dann weltweit Impfungen durchführen.

Der Lebendimpfstoff sollte nicht bei schwangeren und stillenden Frauen oder bei Menschen mit einem geschwächten Immunsystem verwendet werden. Auch sollte keine Allergie gegen Hühnereiweiß vorliegen. Die Gelbfieberimpfung enthält sehr viel Hühnereiweiß, und kann deswegen starke allergische Reaktionen auslösen. Auch Babys unter 9 Monaten sollten die Impfung nicht erhalten. Wenn man zu einer dieser Risikogruppen gehört, ist es besser, auf eine Reise in kritische Gebiete zu verzichten. Bei Personen, die älter als 60 Jahre ALT sind, besteht bei der Impfung ein höheres Risiko für Nebenwirkungen. Auch Personen, die an HIV (AIDS) erkrankt sind oder mit Kortison behandelt werden, sollten nur wenn es wirklich nötig ist, geimpft werden, da sie meist ein geschwächtes Immunsystem haben. Daher ist die Indikation für eine Erstimpfung besonders streng zu erstellen.

Man geht davon aus, das der Impfschutz von einer Impfung ein Leben lang bestehen bleibt, daher müssen die Patienten nur einmal geimpft werden.

Falls eine Person nicht geimpft werden kann, wird in den internationalen Impfausweis eine Impfbefreiung eingetragen. Länder, in denen eine Impfpflicht besteht, müssen diese Befreiung aber nicht anerkennen. So kann bei einer Einreise eine Nachimpfung verlangt werden, man kann in Quarantäne verlegt werden, oder die Einreise wird verweigert.

Organisierter Schutz gegen Gelbfiebermücken in den betroffenen Gebieten (Vektorbekämpfung)

In den Risikogebieten wird versucht, die Gelbdfiebermücken möglichst zu kontrollieren, da diese auch noch weitere Krankheiten übertragen können (wie Dengue- oder Chikungunyafieber). Die Gelbfiebermücken brüten gerne im Wasser, dass sich in Gegenden mit Slums oder in abgelegtem Hausmüll schnell ansammelt. Daher kommen die Gelb-
fiebermücken häufig in der Nähe von großen Städten in Entwicklungsländern vor.

Es gibt zwei Wege, wie die Mücken bekämpft werden können. Zum einen versucht man, die Larven, die sich entwickeln, rechtzeitig abzutöten, so dass keine Gelbfiebermücken schlüpfen können. Dafür verwendet man Larvizide, Ruderfußkrebse und Mücken, die Larven fressen. Auch in Asien setzt man Ruderfußkrebse ein, um das Denguefieber zu bekämpfen. Als chemisches Larvizid wird meistens Pyriproxyfen benutzt.

Man kann auch die ausgewachsenen Gelbfiebermücken bekämpfen. Dazu besprüht man Vorhänge und Deckel von Wasserbehältern mit Insektizid. Moskitonetze, die mit Insektizid behandelt wurden, werden ebenfalls empfohlen. Man kann auch versuchen, die Gelbfiebermücke in Wohngebieten auszuräuchern.

Ein britisches Unternehmen begann 2009 mit dem Versuch, gentechnisch veränderte Gelbfiebermückenmännchen auszusetzen. Damit soll die Anzahl der Larven reduziert werden, und die Populationen sollen sich verkleinern. Von Australiern gibt es den Versuch, die Männchen der Mückenart mit einem Bakterium zu infizieren, dass dann auf die Weib- chen übertragen wird, und die Ausbreitung des Dengue-Virus verhindern soll.

Prognose zur Heilung

Es gibt 2 Formen des Gelbfiebers, und die leichte Variante hat eine sehr gute Prognose zur Heilung. Wenn das Gelbfieber nach 3 bis 6 Tagen ausbricht, leidet der Patient unter Fieber, Übelkeit, Rückenschmerzen und Appetitlosigkeit. Die Symptome klingen häufig nach 3 bis 4 Tagen wieder ab.

Wenn der Patient die schwere Form des Gelbfiebers hat, kann die Erkrankung auch tödlich enden. Die schwere Form teilt sich in 2 Phasen auf, und betroffen sind etwa 15% der Patienten. In der 2. Phase gibt es schwere Symptome wie eine Schädigung der Leber, das Entstehen einer Gelbsucht oder Blutungen am ganzen Körper. Die Patienten sollten im Krankenhaus behandelt und intensivmedizinisch betreut werden.

Die Ärzte können nur versuchen,die Symptome zu lindern. Das heißt, sie müssen die Schmerzen bekämpfen, für genügend Flüssigkeitszufuhr sorgen, oder das verlorene Blut über Bluttransfusionen ausgleichen. 20 % der Patienten sterben nach der zweiten Phase. Wenn man die Infektion heile übersteht, ist man anschließend ein Leben lang immun gegen die Krankheit.


Die Geschichte des Gelbfiebers

Die Krankheit Gelbfieber hat sich wahrscheinlich in Afrika entwickelt. Das Virus ist in Zentral- oder Ostafrika entstanden. Durch den Sklavenhandel kamen die Gelbfiebermücke und das Virus auch nach Südamerika.

Ausbrüche der Krankheit Gelbfieber

Der erste große Ausbruch der Krankheit in Südamerika war im Jahr 1648 in Yucatan. 1793 kam es zu einem großen Ausbruch in Philadelphia, bei dem mehrere Tausend Menschen starben. In Barcelona in Europa gab es im Jahr 1821 einen großen Ausbruch mit vielen Toten. Der letzte große Ausbruch in den Vereinigten Staaten war im Jahr 1905 in New Orleans.

Nachweis der Stechmücke als Überträger

Der kubanische Arzt Carlos Juan Finley bemerkte schon im Jahr 1881, dass Stechmücken Überträger von Gelbfieber sind. Die Amerikaner verloren 1830 bei ihrem Einmarsch in Cuba sehr viele Menschen, so dass sie die Krankheit weiter erforschen wollten. Der Arzt Walter Reed, ein amerikanischer Militärarzt, zeigte, dass das Gelbfieber durch Mücken übertragen wird.

Gelbfieber ist das erste Fieber, von dem die Medizin nachweisen konnte, dass es durch Stechmücken übertragen wird. Der amerikanische Arzt William Gorgas nutzte dieses Wissen, um die Ausbreitung von Gelbfieber in Havanna zu verhindern, und konnte so auch den Bau des Panamakanals ermöglichen.

Entwicklung eines Impfstoffes

1927 gelang es, das Gelbfieber in Westafrika zu isolieren, und so konnten 1930 zwei Impfstoffe gegen die Krankheit entwickelt werden. Im Jahr 1937 entwickelte der Mikrobiologe Max Theiler den Impfstoff D17, und bekam hierfür 1951 den Nobelpreis für Medizin. Der Impfstoff FNV wurde von französischen Forschern entwickelt. Er wird aber seit dem Jahr 1961 nicht mehr verwendet. Der Impfstoff 17D wird hingegen auch heute noch genutzt. Es wird auch an der Entwicklung von neuen Impfstoffen unter Verwendung von Vero-Zellen geforscht.

Gelbfieber als biologische Waffe

Einige Staaten (wie die USA und Nordkorea) haben untersucht, ob man das Gelbfiebervirus auch als biologische Waffe verwenden kann. Die Amerikaner hörten im Jahr 1969 offiziell auf, dieses Thema zu erforschen.

Die japanische Armee versuchte im zweiten Weltkrieg, sich Gelbfiebervieren zu beschaffen. Daher probierten die Amerikaner, alle Mitglieder ihrer Armee gegen das Gelbfieber zu impfen. Bei der Impfung erkrankten 330.000 Menschen an einem Hepatitis-B-Virus. Im Jahr 1975 führte die WHO einen großen Versuch in Indien durch, bei dem die Forscher genauer untersuchen sollten, wie man die Gelbfiebermücke am besten bekämpfen kann. Dieser Versuch wurde von amerikanischen Geldern finanziert. Indien stoppte schließlich den Versuch, da die Regierung fürchtete, die Amerikaner wollten eigentlich biologische Kriegswaffen untersuchen. Auch Terroristen könnten das Gelbfieber eventuell als biologische Waffe einsetzen.


Alternative Behandlungsmethoden

Die Krankheit Gelbfieber ist eine sehr schwere Erkrankung, für die keine alternativen Behandlungsmethoden bekannt sind. Eine Möglichkeit für Reisende in die betroffenen Länder ist es, zusätzlich zu einer Schutzimpfung einen guten Mückenschutz zu verwenden. Dabei muss man rund um die Uhr für einen Mückenschutz sorgen, da die Gelbfiebermücke tag- und nachtaktiv ist. Am Tag kann man Mückenschutzmittel verwenden, die auch für die Tropen gut geeignet sind. Außerdem ist es sinnvoll, langärmlige, helle Kleidung zu tragen. Auch festes Schuhwerk ist ratsam. Die Kleidung lässt sich mit mückenabwehrenden Stoffen (Repellentien) imprägnieren. Bei der Auswahl eines passenden Mückenschutzes kann man sich von einer Apotheke beraten lassen. Man kann auch imprägnierte Moskitonetze am Bett und für das Fenster benutzen. Durch das Vermeiden von Mückenstichen kann man auch Malaria und dem Dengue-Fieber vorbeugen.

Welche Hausmittel können helfen?

Es gibt einige Hausmittel, die zur Vorbeugung gegen die Stiche von Stechmücken helfen können.

Heilkräuter & Heilpflanzen

Falls man länger in der betroffenen Region lebt, kann man einige Heilkräuter anpflanzen, die auch wirksam gegen Stechmücken sind. Man kann Basilikum, Schnittlauch und Zitronenmelisse anpflanzen. Auch Tomatenpflanzen vertreiben Mücken, da die Tiere den Geruch der Blätter meiden.

Ätherische Öle

Es gibt einige ätherische Öle, die auf Mücken abschreckend wirken: Lemon-Eukalyptus, Citronella, Zimt, Zitronengras, Rosmarin, Zeder, Pfefferminz, Nelke, Duftgeranie und Öl aus Samen des Neembaumes. Man kann die Öle in ein Duftlämpchen geben.

Wenn man sich selbst einreiben möchte, muss man das Öl mit einem Basisöl verdünnen. Man nimmt auf 50 ml Basisöl ca. 5 Tropfen ätherisches Öl. Als Basisöl kann man Olivenöl, Jojobaöl oder biologisches Kokosöl benutzen.

Homöopathie & Globuli

Man kann auch homöopathische Mittel zur Vorbeugung gegen Mückenstiche verwenden. Empfohlen wird hier das homöopatische Mittel Staphisagria (Stephanskraut). Eine andere Möglichkeit ist Berberis vulgaris (Berberitze) oder Ledum palustre.

Schüssler-Salze

Auch die Schüsslersalze bieten eine Möglichkeit, sich gegen die Stiche von Stechmücken zu wehren: empfohlen werden die Salze Nr. 8 Natrium chloratum, und Nr. 24 Arsenum jodatum. Man kann die beiden Salze zusammen nehmen, oder auch nur ein einzelnes Salz.

Diät & Ernährung

Zur Abwehr von Stechmücken kann man die sogenannte Mesotherapie verwenden. Hier wird eine Lösung mit Vitamin B1 mit einem lokalen Betäubungsmittel vermischt, und dann unter die Haut von Beinen, Armen oder Nacken gespritzt. Dies verändert den Hautgeruch und schreckt so die Mücken ab. Man kann auch Vitamin-B-Kapseln schlucken, hier ist die Wirkung allerdings unklar. Es ist auch wirksam, wenn man zerriebene Salbeiblätter in einem Topf anzündet und glimmen lässt.



FAQ – Fragen & Antworten

Was genau ist Gelbfieber?

Gelbfieber ist eine Infektionskrankheit, die von Stechmücken übertragen wird, und lebensgefährlich verlaufen kann. Ihr Verbreitungsgebiet ist vor allem Afrika und Südamerika. Verursacht wird die Krankheit durch das Gelbfiebervirus. Es gibt zwei Formen der Krankheit, eine hat einen eher milden Verlauf, diese Form haben 85 % der betroffenen Patienten. Die andere Form teilt sich in 2 Krankheitsphasen auf, und kann für die Betroffenen tödlich enden.

Welche Symptome sind typisch für Gelbfieber?

Bei der harmloseren Variante der Krankheit leidet der Patient unter Fieber, Kopfschmerzen, Schüttelfrost, Appetitlosigkeit oder Erbrechen. Diese Symptome klingen nach einigen Tagen wieder ab. Die gefährlichere Variante führt zu anderen Symptomen: die Leber und Niere können versagen, es entsteht eine Gelbsucht, es kann zu neurologischen Symptomen kommen, und der Patient hat Blutungen am ganzen Körper. Wenn der Patient die Krankheit überlebt, ist er dann ein Leben lang dagegen immun, und auch die Organe behalten normalerweise keine bleibenden Schäden.

Wie stellt der Arzt die Diagnose bei Gelbfieber?

Der Arzt macht eine Reiseanamnese, d. h. er muss den Reiseverlauf des Patienten herausfinden. Er tastet den Bauch des Patienten ab, und führt auch eine Blutuntersuchung durch. Es gibt zwei Methoden, die Krankheit virologisch nachzuweisen: mit einer Polymeraese-Kettenreaktion, oder mit einer serologischen Untersuchung. Hiermit macht man das Virus im Blut bzw. die Antikörper gegen das Virus sichtbar. Ein wichtiger Hinweis können auch auffällige Laborergebnisse sein.

Wie verläuft die Behandlung bei Gelbfieber?

Für Gelbfieber gibt es keine richtige Therapie, der Arzt kann nur versuchen, die Symptome des Patienten zu lindern. Der Patient kann mit Infusionen Flüssigkeit zugeführt bekommen. Wenn der Blutverlust größer ist, werden auch Bluttransfusionen nötig. Die Patienten sollten unbedingt intensivmedizinisch überwacht werden. Auch die Schmerzen sollten mit Medikamenten behandelt werden, und das Fieber sollte möglichst gesenkt werden.

Welche Vorsorge ist bei Gelbfieber sinnvoll?

Für die Vorsorge gegen Gelbfieber entscheidend ist eine rechtzeitige Schutzimpfung, bevor man in die betroffenen Länder einreist. In manchen Regionen ist eine Schutzimpfung vor der Ein- oder Ausreise auch gesetzlich vorgeschrieben. Der Impfschutz tritt nach 10 Tagen ein und hält dann für ein ganzes Leben an. Allerdings gibt es auch ein minimales Impfrisiko. Durchgeführt wird die Impfung von speziell hierfür ausgebildeten Ärzten, meist Tropenmedizinern. Man sollte auch für einen guten Mückenschutz sorgen.

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