Ultraschalldämpfung könnte Frühgeburts-Risiko frühzeitig erkennen

Bei der Ultraschalldämpfung, welches ein an den herkömmlichen Ultraschall angelehntes Verfahren darstellt, könnte durch eine Messung des allmählichen Verlustes der Energie der durch das Gewebe zirkulierenden Schallwellen, festgestellt werden, ob eine schwangere Frau zu einer Frühgeburt neigt. Dies zeigt eine neuen Studie an der Universität von Illinois in Chicago College für Krankenpflege.

Eine Frühgeburt gilt für eine Entbindung vor der 37. Schwangerschaftswoche und ist die häufigste Ursache von langfristigen gesundheitlichen Problemen. Frühgeburten kosteten das US-Gesundheitssystem mehr als 26 Milliarden US $ im Jahr 2005, so das Centers for Disease Control and Prevention.

Barbara McFarlin, Associate Professor und Leiter der Frauen-, Kind- und Familien-Gesundheitswissenschaft, sagt voraus, dass eine Ultraschalluntersuchung in Form einer Messung erkennen könnte, ob das Risiko besteht. Diese Methode ist nicht-invasiv und misst die Veränderungen am Gebärmutterhals die vor einer Frühgeburt auftreten.

„Die Messung der Gebärmutterhalslänge hat sich zu einer weit verbreiteten klinischen Maßnahme für die Identifizierung des Risikos für Frühgeburten bei Frauen detailliert,“ McFarlin sagte. „Das Risiko einer Frühgeburt ist  höher bei Frauen mit einem kurzen Gebärmutterhals als bei Frauen mit einem längeren Muttermund,“ erklärte sie. Doch die Messung ist von begrenztem Nutzen, sagte sie, weil die meisten Frauen den ein kurzer Gebärmutterhals diagnostiziert wird, dennoch in der Lage sind die gesamte Schwangerschaftszeit auszutragen.

In einer neuen Studie wurden fast 240 Ultraschall-Behandlungen von 67 Afro-amerikanischen Frauen ausgewertet, um die zervikale Länge und Signaldämpfung während der Ultraschalluntersuchung zu prüfen. Die Analysen konzentrierten sich auf den frühen Schwangerschaftsperioden – von der 17. bis 21. Woche sowie von der 22. bis 26. Woche.

In der Zeitspanne der 17. bis 21. Schwangerschaftswoche zeigte die Behandlung durch Ultraschall bereits signifikante Unterschiede in der Dämpfung zwischen der Gruppe, die später zu früh entbanden, als die andere Gruppe. Es gab keine signifikanten Unterschiede in der zervikalen Länge zwischen den beiden Gruppen.

Keine der Frauen hatte eine zervikale Länge von weniger als 2,5 Zentimeter – das am häufigsten verwendete Indiz für Frauen mit einem Risiko für Frühgeburten, die als Kandidaten für eine Progesteron-Therapie vor der 27. Woche der Schwangerschaft in Frage kommen.

„Da die Zervix sich von verändert und eine geschmeidige, weiche Struktur einnimmt, könnte eine Behandlung durch gedämpften Ultraschall die Möglichkeit bieten, mit einer besseren Genauigkeit abzuschätzen, ob es zu einer Frühgeburt kommt,“ sagte McFarlin.

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