Gebärmutterhals

Auch Zervix genannt

Der Gebärmutterhals gehört zum unteren Teil der Gebärmutter. Dieser reicht dabei bis in die Scheide und hat eine kleine Öffnung, welcher Muttermund heißt. Im folgenden Artikel wird der Leser über Funktionen, Anatomie und darüber aufgeklärt, was ein Gebärmutterhals eigentlich genau ist.

Was ist ein Gebärmutterhals?

Er ist der untere Teil einer Gebärmutter und enthält die Öffnung der Scheide, den sogenannten Muttermund.
Der Gebärmutterhals stellt dabei die Verbindung der Gebärmutter zur Scheide dar. Die Öffnung selber ist von einer dicken Schleimhaut umgeben. Diese ragt etwa drei Zentimeter in das Scheidendach vor. Im normalen Fall ist die Öffnung eng. Das garantiert die Verhinderung von aufsteigenden Keimen. Während einer Geburt wird die Zervix weicher unter dem Einfluss eines Hormons namens Prostaglandin F2a. Während die Wehen einsetzen, öffnet sich die Zervix dabei und besitzt bei einem Durchtritt des kleinen Köpfchens einen Durchmesser von knapp zehn Zentimeter.

Funktionen & Aufgaben von Gebärmutterhals

Das Sperma wird bei der Befruchtung in die Scheide einer Frau abgegeben. So nähert sich dieses dem äußeren Gebärmuttermund. Dadurch schiebt sich der Gebärmutterhals nach vorne und nimmt damit das abgegebene Sperma vom Mann auf. Die Spermien gelangen über einen Gebärmutterhals also in die Gebärmutter, wo sie sich einnisten.
Bei einer Schwangerschaft vergrößert sich der Uterus einer Frau ebenso je größer das Kind wird. Die Folge davon ist, dass der Gebärmutterhals gedehnt wird und sich in der Länge allgemein verkürzt. Die ursprüngliche Länge ist dann knapp 5 cm und nimmt daraufhin noch eine Länge von knapp 1 oder 2 cm ab. Nicht viel Zeit vor der Geburt eines Kindes ist der Gebärmutterhals nicht mehr messbar. Während der Schwangerschaftsuntersuchungen wird der Gebärmutterhals vom Arzt in regelmäßigen Abständen gemessen. Vor der Geburt sollte dabei dieser eine Länge von etwa 2,5 cm betragen. Sollte der Gebärmutterhals kürzer sein, droht eine Frühgeburt oder im schlimmsten Fall auch eine Fehlgeburt.
Ein schleimiges Sekret wird über den Gebärmutterhals in die Vagina abgegeben. Charakteristisch zum Stand des Menstruationszyklus ist deren Konsistenz. Dieses Sekret ist an unfruchtbaren Tagen zähflüssig. Vor dem Eisprung einer Frau verändert sich der Schleim. Er wird dann durchlässig und flüssig. In einem gewissen Maß stellt die Untersuchung auch eine Verhütungsmethode dar, der man allerdings nicht immer trauen darf.

Zusammenfassung

  • Sperma wird bei einer Befruchtung in die Vagina der Frau gegeben
  • nach vorne schiebt sich der Gebärmutterhals; das abgegeben Sperma vom Mann nimmt er auf
  • über den Gebärmutterhals gelangen die Spermien in die Gebärmutter und nisten sich dort ein
  • bei einer Schwangerschaft verändert sich der Gebärmutterhals
  • vor der Geburt beträgt der Gebärmutterhals noch knapp 2,5 cm
  • sollte er kürzer sein, besteht die Gefahr einer Früh- bzw. Fehlgeburt

 

Anatomie & Aufbau

Von einer Plattenepithel ist die Portio vaginalis uteri bedeckt, der Teil des Gebärmutterhalses, welcher in die Scheide hineinragt. Darin und in den von schleimbildenden Zylinderepithel ausgekleideten Zervixkanal wird der Gebärmutterhals unterteilt. In Abhängigkeit des Alters und auch der Anzahl an Geburten verändert sich die Grenze dieser beiden Epithelformen. Mit voranschreitendem Alter verschiebt sich diese Grenze nämlich nach oben zum sogenannten Zervikalkanal. Vor der ersten Geburt ist der Muttermund typischerweise noch grübchenförmig, also rund. Nach einer Schwangerschaft dann wird er im Prinzip quer gespalten.
Die Öffnung der Gebärmutter wird dabei als Muttermund bezeichnet, mit der sich der Zervikalkanal in die Gebärmutterhöhle bzw. die Vagina öffnet.

Äußerer Muttermund
Der äußere Muttermund ist bei einer Frau, die noch keine Schwangerschaft hinter sich brachte, ein rundes Grübchen inklusive querverlaufender Öffnung, die recht kurz ist. Besonders bei Frauen, die schon geboren haben, ist die Unterschiedung zwischen vorderer und hinterer Muttermundlippe sinnvoll. Denn hier zeigt sich eben jene Öffnung als querverlaufender Spalt. Während eines Orgasmus der Frau taucht dabei dann der äußere Muttermund peristalitisch in den Samen ein. Damit veranlasst bzw. unterstützt der die Weiterleitung von Spermien zu den Tuben.

Innerer Muttermund
Der innere Muttermund hingegen stellt das innere Ende eines Zervikalkanals dar. In den Fällen ist dieser innere Muttermund von besonderer Bedeutung, in denen die Schwangerschaft die Plazenta etwa vollständig als Placenta praevia totalis bedeckt. Damit stellt es ein Geburtshindernis dar.

Der verkürzte Gebärmutterhals

Wertvolle Informationen können Ärzte durch die Beschaffenheit des Gebärmutterhalses, seiner Länge und der Erscheinung über den Verlauf und den Fortschritt einer Schwangerschaft erhalten. Der Gebärmutterhals sollte vor der Geburt dabei eine recht konstante Länge, aber auch Druckfestigkeit beibehalten. 25 mm oder auch länger gelten dabei als unbedenklich. Bei der Vorsorgeuntersuchung kann millimetergenau die Länge auf zwei Varianten erfasst werden, entweder durch eine Tastuntersuchung oder mithilfe eines vaginalen Ultraschalls. Anschließend wird diese Länge dann im Mutterpass dokumentiert.
Aus einem verkürzten Gebärmutterhals hingegen kann sich eine Muttermundschwäche entwickeln. Dadurch kann die Basis des Uterus das Gewicht vom Kind nicht länger standhalten und es droht eine vorzeitige Öffnung vom Muttermund. Sollte diese Verkürzung unbehandelt bleiben, droht eine Frühgeburt.
Viele Ursachen können für einen verkürzten Gebärmutterhals zuständig sein. Darunter zählen zum Beispiel psychischer Stress, körperliche Überanstrengung oder auch eine höhere Produktion vom Fruchtwasser. Dabei ist allerdings wohl der häufigste Grund eine aufsteigende Infektion, die nicht erkannt wurde. Daraus entsteht wiederum eine vorzeitige Wehentätigkeit. Dabei sind insbesondere Mütter von Mehrlingsschwangerschaften von Verkürzungen des Gebärmutterhalses betroffen. Obwohl es durchaus gravierende Folgen für die Schwangerschaft haben kann, läuft eine Verkürzung im Grunde ohne größere Beschwerden oder auch anderweitige Symptome ab. Genau aus diesem Grund sollte auch ein Wahrnehmen von Vorsorgeuntersuchungen für die Schwangere durchaus essentiell sein.
Eine wichtige Maßnahme für die Therapie ist in erster Linie die körperliche Schonung und eine bestmögliche Vermeidung von Stress. Es kommt auf das Ausmaß der Verkürzung an, um welchen Grad der Schonung es sich handeln kann. Sie kann bis hin zur völligen Bettruhe führen. Auf jeden Fall sollte allerdings die Schwangere bewusst darauf achten, mehrere Pausen zu machen. Auch bei den Alltagstätigkeiten sollte sie sich viel Zeit lassen.

Krankeiten, Beschwerden & Störungen

Es gibt einige Symptome, die auf diverse Beschwerden des Gebärmutterhalses hindeuten können. Zu eben jenen Symptomen zählen etwa Blutung, Druck, starker Ausfluss. Aber auch andere Formen des Unbehagens können Gründe sein. Symptome können vor allem durch Infektionen, Entzündungen, Allergien, Verletzungen, aber auch Vorstadien von Krebs oder einem inzwischen entwickelten Gebärmutterhalskrebs ausgelöst werden. Sollte es zu Allergien oder Entzündungen kommen, sind die meisten Gründe dafür Gleitmittel, Chemikalien, das Kondom, aber auch andere Materialien. Denn all das kommt mit dem Gebärmutterhals in Berührung. Die meisten Infektionen werden durch Geschlechtsverkehr übertragen. Darunter zählen unter anderem auch Gonorrhoe, Chlamydiose, Trichomoniasis oder auch Herpes.
Wenn Veränderungen in den Zellen des Gebärmutterhalses wahrgenommen werden, können sich diese zu Infektionen, aber auch Krebs entwickeln. Die Probleme machen sich dabei unterschiedlich bemerkbar, diese sind dabei immer abhängig von den spezifischen Ursachen. Sind Entzündungen, Infektionen oder Allergien der Fall, können diese durch Stechen, einen unangenehmen Geruch oder Jucken hervorgerufen werden.
Tritt Gebärmutterhalskrebs auf, dann kann dieser sich auch in der Blasenfunktion deutlich bemerkbar machen, etwa durch Blut, Inkontinenz, aber auch Stuhl in der Vagina oder Ermüdung, Beinschmerzen, Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust.
Sollte die Vermutung bestehen, dass innerhalb des Gebärmutterhalses irgendwelche Veränderungen entstehen, die meistens einfach durch routinemäßige Abstriche entdeckt werden, können noch eine ganze Reihe an weiteren Untersuchungen durchgeführt werden, um eine genaue Diagnose zu stellen. Demnach kann eine genaue Behandlung erst dann durchgeführt werden, sobald ein Befund vorliegt, um genau zu wissen, welche Behandlung wirkungsvoll ist.

Typische Krankheiten – Eine Beschreibung

Im Laufe ihres Leben sind etwa 70 % der Frauen von Gebärmuttererkrankungen betroffen, die allerdings zumeist gutartig sind. Gutartig werden diese Erkrankungen genannt, weil sie im Prinzip zwar doch wachsen, sich aber im Vergleich zu bösartigen Krebstumoren nicht weiter in einem Körper ausbreiten. Es ist von Patient zu Patient unterschiedlich, ob gutartige Erkrankungen ebenfalls gewisse Probleme verursachen können und dadurch behandelt werden müssen.

Myome
Geschwulste, die aufgrund der Muskelschicht einer Gebärmutter entstehen. Das Wachstum wird von den Hormonen Progesteron und Östrogen beeinflusst. Myome treten deshalb erst nach der Pubertät auf und gehäuft vor allem nach dem 30. Lebensjahr. Meistens bilden diese sich nach den Wechseljahren wieder zurück.
Polypen
Geschwulste, die dabei aus der Schleimhaut einer Gebärmutter oder auch des Gebärmutterhalses entstehen. Sie reagieren recht ähnlich wie Myome auf bestimmte Hormone. 3 bis 16 % der Frauen sind von Polypen betroffen. Diese treten vor allem während, aber auch nach den Wechseljahren auf. Ein Hinweis auf Polypen können starken Zwischenblutungen oder Blutungen sein, aber auch wehenartige Schmerzen.
→ Funktionelle Zysten der Eierstöcke
Zysten sind Hohlräume. Sie bilden sich dabei im Gewebe und sind von einer Kapsel umgeben, wie etwa kleine Blasen. Gefüllt können sie mit Blut, Eiter, aber auch Gewebeflüssigkeit sein.
Meistens sind Zysten ziemlich harmlos, können allerdings auch zu Problemen führen, wenn sie etwa platzen oder an kritischen Stellen lagern, zum Beispiel an Eierstöcken.
Sogenannte funktionelle Zysten sind bei dem größten Teil der Frauen, die betroffen sind verantwortlich für etwa Blutungsstörungen. Abhängig von ihrer Lage und der Größe können sie auch bei Bewegungen Schmerzen verursachen. Eine Diagnostik erfolgt durch Ultraschall.
→ Polyzystische Ovarien (auch: PCO-Syndrom)
Eine hormonelle Störung. Rund 4 bis 12 % aller Frauen sind davon betroffen, die sich in einem gebärfähigen Alter befinden. Meistens sind dabei die „männlichen“ Hormonwerte, also die Androgene erhöht. Aus diesem Grund kommt es des Öfteren zu Zyklusstörungen oder auch Fruchtbarkeitsproblemen. Typische Symptome können viele kleine Zysten an Eierstöcken sein, Hautveränderungen, aber auch das Ausbleiben eines Eisprungs sein oder sogar vermehrter Haarausfall.
Endometriose / Adenomyose
So wird das Wachstum der Gebärmutterschleimhaut bezeichnet, die sich außerhalb der Gebärmutterhöhle befindet. In den meisten Fällen befindet sich diese Schleimhaut im Bereich des Bauchfells, der Scheidenwand, auf dem Darm, aber auch den Eierstöcken wieder. Knapp 7 bis 15 % der Frauen sind davon betroffen.
Die Endometriose kann vollkommen symptomfrei verlaufen. Falls Symptome auftreten, können diese etwa Unterbauchschmerzen, aber auch andauernde, krampfartige Schmerzen während der Monatsblutung sein.
Bei einer Adenomyose wiederum kommt es dabei zu einem Einwachsen von Gebärmutterschleimhaut in die muskuläre Wand der Gebärmutter. Davon sind die häufigsten Symptome schmerzhafte Blutungen, aber unter anderem auch starke und verlängerte Blutungen und Zwischenblutungen.
Beide Krankheiten treten oftmals auch gemeinsam in Erscheinung.

Gebärmutterhalskrebs – Eine häufige Krankheit

Der Gebärmutterhalskrebs entsteht im Prinzip in dem Teil einer Gebärmutter, welcher diese zur Scheide hin abschließt. Nach dem Krebs des Gebärmutterkörpers ist er dabei die zweithäufigste bösartige Tumorart eines weiblichen Genitaltrakts. Knapp 15 bis 16 Frauen von rund 100000 erkranken in Deutschland dabei jährlich neu an solch einem Tumorleiden.
Häufig tritt der Gebärmutterhalskrebs bei jungen Frauen auf, anders als es bei anderen Krebserkrankungen der Fall ist. Häufiger wird die Diagnose bei den 25- bis etwa 25-jährigen gestellt, als es bei Frauen der Fall ist, die bereits über 65 Jahre alt sind. Das durchschnittliche Erkrankungsalter liegt dabei bei 52 Jahren.
Durch Untersuchungen der Früherkennung kann ein Tumor bereits im frühen Stadium entdeckt werden, daher stehen die Heilungschancen dafür auch sehr gut.

Die Diagnostik
Im Durchschnitt benötigt ein sogenannte Zervixkarzinom etwa 12 bis 18 Jahre, um sich zu entwickeln. In dieser Phase ist er noch sehr gut heilbar und im Rahmen einer Krebsvorsorgeuntersuchung besteht auch eine große Chance, diesen frühzeitig erkennen und bekämpfen zu können.
Als Früherkennungstest fungiert der Zervixabstrich. Seit dieser Einführung konnte bereits eine Vielzahl an Zervixkarzinomen in Deutschland um gut zwei Drittel reduziert werden. Damit gehört der Abstrich zu dem erfolgreichsten Krebstest, den es je gab.
Natürlich gibt es dabei aber auch noch die Möglichkeit einer Gewebeprobe. Dabei entnimmt der Arzt bei einem konkreten Krebsverdacht gezielt etwas Gewebe aus den verdächtigen Stellen des Gebärmutterhalses. Feingeweblich wird diese Probe daraufhin untersucht.

Krebsfrüherkennungsuntersuchung
Es wird ein Abstrich entnommen und anschließend eine zytologische Untersuchung durchgeführt. Bei einer solchen Untersuchungen werden abschilfernde Zellen mit einem Wattebausch oder auch einem Spatel aus dem Muttermund abgetupft und daraufhin auf einen Glasträger gegeben. Auf diesem werden sie dann angefärbt und mikroskopisch untersucht. Dieser Test wurde von einem amerikanischen Arzt entwickelt und trägt auch seinen Namen: Papaniclaou-Abstrich. Die Kurzform davon ist PAP-Abstrich. Mithilfe einer Lupe wird der Muttermund zusätzlich noch vom Gynäkologen betrachtet. Je nach Schweregrad solcher Zellveränderungen wird dabei der Abstrichbefund nach der sogenannten PAP-Skala klassifiziert.

Weitere Untersuchungen
Es gibt natürlich auch weitere Untersuchungen, mit denen man Gebärmutterhalskrebs erkennen kann. So kann man ganz genau nachvollziehen, sobald Veränderungen im Gebärmutterhals auftreten. Dazu zählen unter anderem eine Darm– und Blasenspiegelung, Kernspin- und Computertomografie des kompletten Bauchraums, Röntgenkontrastuntersuchung der Nieren oder eine Ultraschalluntersuchung des Bauchs. Sobald verdächtige Lymphknoten nicht genau abgeklärt werden können, wird eine Röntgenkontrastdarstellung von Lymphbahnen durchgeführt.

Symptome und Beschwerden
Frühsymptome gibt es bei einem Gebärmutterhalskrebs im Prinzip nicht. Klinische Anzeichen sind etwa gelber oder bräunlicher Ausfluss, aber auch zyklusunabhängige Blutungen oder Blutungen beim Geschlechtsverkehr. Wenn diese Symptome der Fall sind, kann der Tumor sich bereits in einem fortgeschrittenen Stadium befinden und bereits Tochterabsiedlungen, so genannte Metastasen, in den Lymphknoten eines kleinen Beckens gebildet haben. Auch Unterleibsschmerzen sind manchmal durchaus ein Hinweis auf ein bereits fortgeschrittenes Tumorleiden.

Typische & häufige Erkrankungen

Im Folgenden sind die häufigen und typischen Erkrankungen am Gebärmutterhals gelistet:

  • Myome
  • Polypen
  • Funktionelle Zysten der Eierstöcke
  • Polyzystische Ovarien (auch: PCO-Syndrom)
  • Endometriose / Adenomyose

 

Fragen und Antworten

 

Was bedeutet es eigentlich, wenn der Gebärmutterhals verkürzt ist?

Sobald die Zervix verkürzt ist, bedeutet das, dass sich dabei der innere Muttermund trichterförmig geöffnet hat. Ein Anzeichen dafür kann das baldige Eintreten von Wehen sein. Somit besteht ein Frühgeburtsrisiko, je nachdem, in welcher Schwangerschaftswoche man sich bereits befindet.
Mit Hilfe eines Ultraschalls kann beinahe millimetergenau die Länge vom Gebärmutterhals überprüft werden. Im Allgemeinen wird davon ausgegangen, dass eine Zervixlänge von etwa 2,5 cm noch vollkommen im normalen Bereich ist. Liegt ein kürzer Zervix vor, sollte auch in kürzeren Abständen immer wieder eine Kontrolluntersuchung stattfinden. So kann der Arzt eine körperliche Schonung anordnen oder auch ein wehenhemmendes Medikament verabreicht werden.

Was ist überhaupt eine Dysplasie?

Plasie bedeutet nichts anderes als Wachstum. Und eine Dysplasie ist demzufolge ein ungeordnetes Wachstum. Der normale Muttermund besteht im Prinzip aus einer unteren Schicht, die mit runden jungen Zellen versehen ist. Je näher diese an die Oberfläche gelangen, reifen sie aus und flachen ab. Dieser organisierte Wachstumsprozess wird bei einer Dysplasie gestört. Nur einzige Zellen sind dabei bei einer sogenannten milden Dysplasie betroffen in der untersten Zelllage. Bei einer höhergradigen oder auch einer mittelgradigen Dysplasie sind die abnormen Zellen bereits größer.
Dabei liegt wohl der Unterschied zwischen einer Dysplasie und einer Krebserkrankung darin, dass bei einer Dysplasie abnorme Zellen dabei nicht in die Tiefe wachsen. Somit kann eine Dysplasie auch nicht als Krebserkrankung bezeichnet werden.

Wie entsteht eigentlich Gebärmutterhalskrebs?

Der Krebs im Gebärmutterhals entwickelt sich im Gegensatz zu einem Gebärmutterkörperkrebs nicht aus einer drüsigen Schleimhaut, welcher die Gebärmutter innen auskleidet. Sie entwickelt sich vielmehr aus dem Plattenepithel. Diese Art der Haut kann man im Bereich des äußeren Muttermundes finden. Genau dort, wo der Gebärmutterhals auch in die Scheide ragt. Der Gebärmutterhalskrebs wird in der Medizin auch als Zervixkarzinom bezeichnet. Um die Entstehung von Krebszellen zu fördern, müssen schon einige unterschiedliche Einflüsse wirken. Dabei gilt wohl als einer der wichtigsten Auslöser Infektionen mit Papillomviren. Diese Viren sind sexuell übertragbar und verursachen dabei genitale Warzen, sogenannte Condylome. Bei Männern können diese Viren Peniskarzinome entstehen lassen. Auch Raucherinnen haben einen besonders hohes Risiko an einem Zervixkarzinom zu erkranken. Denn die krebserregenden Bestandteile, die sich im Zigarettenrauch befinden, finden sich auch im Sekret des Gebärmutterhalses wieder. Dort können diese Bestandteile dann eine schädigende Wirkung entfalten.

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