Muttermund

Ein anatomisches Meisterwerk

Der weibliche Körper unterscheidet sich deutlich von den männlichen Äquivalent. Gerade im Bereich der intimen Anatomie gibt es keinerlei Gemeinsamkeiten. Unter der Gürtellinie sind Frauen sehr unterschiedlich, wobei es natürlich einige Organe und Teile gibt, die bei jeder Frau zu finden sind. Ein gutes Beispiel ist der Muttermund, der nicht nur bei der Schwangerschaft oder Geburt eine essenzielle Rolle spielt. Das ganze Leben über ist der Muttermund ein ständiger Begleiter, der für die Sicherheit der Scheide sowie Gebärmutter sorgt.

Was ist der Muttermund?

Die meisten Frauen wissen nicht genau, was sie eigentlich zwischen den Beinen haben. Grob wird alles als Scheide bezeichnet, doch das ist nicht richtig. Als der Muttermund wird die Verbindung zwischen Scheide und Gebärmutter betitelt. Dieser Muttermund liegt tief in der Scheide, kann aber noch mit den Fingern ertastet werden. Sie spüren dann einen Widerstand, welcher die Gebärmutter verschließt. Der Muttermund ist aber nicht nur unter diesem klangvollen Namen bekannt, sondern in der Medizin wird dieser als Zervix bezeichnet.

Innerhalb des Muttermundes gibt es aber auch noch unterschiedliche „Schichten“. Die Öffnung des Muttermunds zur Gebärmutter hin wird als innerer Muttermund bezeichnet. Öffnet sich der Mund hingegen zur Scheide, wird vom äußeren Muttermund gesprochen. Die Abstände dazwischen sind minimal, weshalb beides in der Regel nur als Muttermund betitelt wird. Dennoch ist es so, dass Muttermünder bei Frauen nicht identisch sind. Vor allem die Länge kann stark variieren, wobei es nicht schlimm ist, wenn ein Muttermund länger oder kürzer ist.

Die Aufgabe des Muttermunds

Das ganze Leben über spielt der Muttermund eine entscheidende Rolle. Gerade beim Geschlechtsverkehr ist der äußere Muttermund im Einsatz. Sobald eine Frau einen Orgasmus hat, taucht der Muttermund in wellenförmigen Bewegungen in den ausgestoßenen Samen ein. Dadurch wird die Weiterleitung der Spermien in die Gebärmutter unterstützt. Dieser Vorgang erfolgt auch, wenn ein Kondom getragen wird. Anders sieht es aus, wenn Sie die Pille einnehmen. In einem solchen Fall liegt der Muttermund still, weshalb die Spermien nicht eindringen können. Die wichtigste Rolle spielt der Muttermund aber vor und während der Schwangerschaft, denn hier muss dieser auf Hochtouren arbeiten.

Der Muttermund vor der Schwangerschaft

Haben Sie noch nie ein Kind zur Welt gebracht, wobei von einer „Nullipara“ gesprochen wird, kann der Frauenarzt Ihren Muttermund in der Scheide als kleinen, dicken Ring mit einem winzigen, runden Loch in der Mitte erkennen. Führten Sie zwei Finger vorsichtig in die Scheide ein, könnten Sie diesen auch ertasten. Zu beachten gilt, dass sich der Muttermund die gesamte Zyklusphase über verändert. Kurz nach der Periode fühlt sich dieser weich wie Lippen an. Kommt es hingegen bald zur Blutung, verhärtet sich der Muttermund. Dessen Härte ist vergleichbar mit der Nasenspitze.

Doch nicht nur die Härte verändert sich über die Zyklusphase hinweg, sondern auch dessen Lage. Steht der Eisprung kurz bevor, verlagert sich der Muttermund weiter nach oben. Ist dies der Fall, können Sie jenen nur sehr tief in der Scheide ertasten. Zugleich wird in dieser Phase verstärkt Zervixschleim produziert. Dieser ist dünnflüssig, klar und spinnbar. Machen Sie sich keine Sorgen, denn der Muttermund ist in dieser Phase leicht geöffnet. Das garantiert, dass der Fluss nicht behindert wird. Zugleich können Samenzellen zum Zweck der Befruchtung leichter in die Gebärmutter gelangen.

Sollten hingegen unfruchtbare Tage vorliegen, ist der Muttermund weiter unten angesiedelt. Er ist auch wesentlich einfacher zu ertasten. Darüber hinaus ist er hart und geschlossen. Auch der Zervixschleim wird nur in geringen Dosen produziert. Immerhin möchte die Scheide jetzt keine Samen transportieren, da eine Befruchtung nicht möglich wäre. Diese Veränderungen des Muttermunds sind auch hilfreich, damit Sie Ihre Fruchtbarkeit ermitteln können. Je weiter oben und weicher der Muttermund ist, desto fruchtbarer sind Sie. Dennoch gilt die Kontrolle des Muttermunds nicht als eine zuverlässige Verhütungsmethode.

Der Muttermund in der Schwangerschaft

In der Schwangerschaft werden einige der wichtigsten Aufgaben vom Muttermund übernommen. Nachdem es zu einer Befruchtung der Eizelle kam, wird das Hormon hCG im Körper freigesetzt. Dieses gilt als Signal, dass der Körper jetzt „schwanger“ ist. Dadurch kann sich jener, auch der Muttermund, umstellen. Der Muttermund zieht sich nach oben und wird hart. Zudem bildet sich ein fester Pfropfen aus Zervixschleim, der diesen fest verschließt. Das ist sehr wichtig, denn der Muttermund ist der einzige Aus- und Eingang zur Gebärmutter. Kommen also Keime in die Scheide, könnten diese nur durch den Muttermund Zugang zur Gebärmutter erlangen. Da dieser aber fest verschlossen ist, wird die Gebärmutter sowie die Fruchtblasen davor bewahrt. Im Regelfall bleibt der Muttermund bis zur Ende der Schwangerschaft in dieser Form.

Sollte es dennoch passieren, dass der Muttermund weich ist und sich verkürzt, kann dies an einer Zervixinsuffizienz liegen. Diese führt wiederum zu vorzeitigen Wehen und einer Frühgeburt. Aus diesem Grund ist es von äußerster Wichtigkeit, dass Sie sich regelmäßig untersuchen lassen. Sollte eine Zervixinsuffizienz vorliegen, muss die Schwangere eine strenge Bettruhe hüten. Heute gibt es aber einige Möglichkeiten, wie der Muttermund operativ verschlossen werden kann. Jedoch sind diese Methoden umstritten, da jene große Risiken bergen.

Ein Beispiel ist die Cerclage. Bei dieser wird der Muttermund komplett zugenäht. Es kann alternativ auch ein Kunststoffring, ein sogenannter Cerclagepessar, um den Muttermund gelegt werden. Dieser verhindert die Weitung des Muttermunds. Erst, wenn die Frau kurz vor der Geburt steht, wird dieser entfernt oder der Muttermund erneut geöffnet. Danach kann das natürliche Geburtsverfahren eingeleitet werden.

Der Aufbau des Muttermunds

Der Muttermund wird in mehrere Abschnitte unterteilt. Zwar arbeiten diese alle miteinander, jedoch haben sie verschiedene Aufgaben. Der Muttermund beginnt in den vom Plattenepithel bedeckten unteren Teil des Gebärmutterhalses. Dieser ist im Inneren der Scheide zu finden. Abgeschlossen wird der Muttermund durch den schleimbildenden Zylinderepithel, welcher im Zervixkanal liegt. Zu beachten gilt, dass sich die Grenzen zwischen den beiden Bereich im Laufe eines Lebens verändern. Je nach Alter sowie Anzahl der Geburten kann dieser größer werden. Vor allem mit zunehmenden Alter verschiedenen sich die Grenzen immer weiter nach oben in den Zervikalkanal.

Äußerer Muttermund: Haben Sie noch keine Geburt hinter sich, zeigt sich der äußere Muttermund (Ostium uteri externum) als rundes Grübchen mit einer kurzen, querverlaufenden Öffnung. Experten unterscheiden hier zwischen einer hinteren sowie vorderen Muttermundlippe. Diese Unterscheidung ist besonders bei Frauen sinnvoll, welche schon geboren haben. Ist dies der Fall, zeigt sich die Öffnung als ein querverlaufener Spalt. Während des Orgasmus der Frau taucht der Muttermund wellenförmig in den Samen ein und fördert somit die Weiterleitung der Spermien.

Innerer Muttermund: Der innere Muttermund (Ostium uteri internum) wird auch gerne als „Isthmusenge“ bezeichnet und stellt nun das innere Ende des Zervikalkanals dar. Von großer Bedeutung ist der innere Muttermund nur, wenn die Frau schwanger ist. In einem solchen Fall bedeckt der innere Muttermund die Plazenta komplett, sodass ein Geburtshindernis entsteht. Das bedeutet, der innere Muttermund verhindert, dass es schon zur Geburt kommt.

Die Gesundheit überprüfen: Tasten Sie Ihren Muttermund ab!

Viele Krankheiten und Veränderungen zeigen sich schon am Muttermund, weshalb Sie diesen regelmäßig überprüfen sollten. Sicherlich kostet dies ein wenig Überwindung, doch der eigenen Gesundheit zur Liebe sollten Sie es tun. Der beste Zeitpunkt für die erste Untersuchung ist nach der Regelblutung. Jetzt lässt sich der Muttermund am besten ertasten. Um optimale Ergebnisse zu erhalten, sollten Sie immer gleiche Voraussetzungen schaffen. Damit es nicht zu Verletzungen oder Schmerzen kommt, Gehen Sie folgendermaßen vor:

  1. Der Muttermund sollte jeden Tag untersucht werden, auch während der Regel.
  2. Entleeren Sie vor der Untersuchung Ihre Blase.
  3. Verwenden Sie einen sauberen Finger, den Sie vorher mit ph-neutralen Seife gereinigt haben. Somit verhindern Sie, dass Sie mit den Finger Keime in Ihre Scheide bringen.
  4. Am einfachsten ist es, wenn Sie eine bequeme Position einnehmen. Besonders mit einem Bein auf einem Stuhl oder dem Wannenrand ist es angenehm. Sie können die Untersuchung auch liegend durchführen, wobei Sie ein Bein anziehen sollten, damit Sie einen guten Zugang erhalten.
  5. Führen Sie Ihre Finger vorsichtig ein und ertasten Sie Ihren Muttermund in leichten kreisenden Bewegungen.
  6. Sollten Sie Probleme haben Ihren Muttermund zu ertasten, drücken Sie mit der flachen Hand ein wenig auf den Unterbauch. Dadurch drücken Sie die Gebärmutter ein wenig herunter und auch der Muttermund bewegt sich mit.
  7. Die Ergebnisse Ihrer täglichen Muttermund-Untersuchung sollten Sie notieren. Das macht Ihre spätere Analyse einfacher. Hilfreich ist, wenn Sie dazu auch den Zykluskalender verwenden.

Anfangs haben Sie sicherlich noch Schwierigkeiten, denn Sie können Veränderungen nur schwer feststellen. Doch nach einigen Zyklen vereinfacht sich das und Sie erkennen schon leichte Unterschiede bei Ihrem Muttermund. Um die Untersuchung abzurunden, ist es sinnvoll, wenn Sie noch die Temperatur kontrollieren. Dadurch erhalten Sie ein rundum gelungenes Ergebnis und können auch Ihre natürliche Familienplanung dementsprechend anpassen.

Die häufigsten Krankheiten und Beschwerden

Ein Muttermund bleibt nicht von Krankheiten verschont. Gerade, wenn Sie sorglos mit Ihrer Körperhygiene umgehen und sich nicht richtig um Ihre Scheide und dessen Bedürfnisse kümmern, kann es schnell zu Infektionen oder anderen Beschwerden kommen. Interessant ist, dass beinah alle Krankheitserscheinungen sowie Beschwerden ähnliche Symptome aufweisen. Das liegt an dem anatomischen sowie funktionellen Aufbau des Muttermundes. Die häufigsten Symptome sind Blutungsstörungen, Ausfluss, Menstruationsschmerzen sowie Unterleibs- und Kreuzschmerzen. Zudem ist es meist so, dass eine Erkrankung des Muttermundes auch direkt mit der Gebärmutter zusammenhängt. Nur in seltenen Fällen gibt es einzelne Erkrankungen, welche nur den Muttermund betreffen.

Entzündung: Eine Entzündung kann auch nur am Muttermund auftreten und ist deswegen häufig anzutreffen. Die Ursache einer Entzündung können sehr vielfältig sein. Vor allem der Aufbau und die verschiedenen Gewebeschichten stellen ein großes Risiko dar. Über die Lebenszeit hinweg kommt es zu Verschiebungen dieser Schichten. Im Grunde ist das nichts Schlimmes, doch jetzt können sich Entzündungen festsetzen. Diese werden durch Keime und Bakterien ausgelöst, welche über die Scheide aufgenommen werden. Selbst falsche Reinigungsprodukte können zu einer Entzündung führen und somit den Muttermund belasten. In schlimmeren Fällen kommt es zu Polypen, Zysten, Wucherungen oder sogar Krebserkrankungen.

Hypoplasie: Die Hypoplasie hängt wiederum stärker mit der Gebärmutter zusammen, kann aber auch den Muttermund betreffen. Es ist keine Krankheit im eigentlichen Sinne, denn durch eine mangelhafte Hormonbildung der Eierstöcke kommt es zur Unterentwicklung der Gebärmutter. Gerade bei jungen Frauen ist es häufig vorzufinden. In einem solchen Fall verzieht sich auch der Muttermund und ist wesentlich kleiner und verlagert. Diese „Erkrankung“ zeigt sich durch unerträglich starke und krampfhafte Schmerzen während der Menstruation.

Geschwür: Wesentlich häufiger anzutreffen ist eine Geschwürbildung am äußeren Muttermund. Es wird dann von einer Portioerosion gesprochen. Am häufigsten tritt diese während und im Anschluss einer Schwangerschaft auf. Doch auch junge Frauen sind davon betroffen. Symptome einer solchen Erkrankung sind Ausflüsse wechselnder Stärken sowie schwächere Blutungen. Bei einem Muttermundgeschwür ist es von äußerster Wichtigkeit, dass dieses frühzeitig erkannt wird. Ansonsten kann es passieren, dass das Geschwür sich ausbreitet. Die Entfernung erfolgt unter örtlicher Betäubung. Nur in hartnäckigen Fällen ist eine Vollnarkose notwendig.

Missbildungen: Zu den Muttermundkrankheiten zählen auch die angeborenen Missbildungen. Auch hier tritt die Krankheit nicht nur im Bereich des Muttermunds auf, sondern auch der Gebärmutter. Eher selten ist, dass die komplette Gebärmutter fehlt. Öfter finden sich zwei nebeneinanderliegende Gebärmutterkörper in einer gemeinsamen Höhe vor. Es ist sogar möglich, dass zwei völlig voneinander getrennte Körper mit jeweils einem eigenen Muttermund vorliegen. Begleitet wird diese Missbildung von einer doppelt angelegten Scheide.

Endometriose: Diese Erkrankung breitet sich vom Muttermund bis in die Gebärmutter aus und zeigt sich während der Periode durch starke Schmerzen. Es handelt sich um eine angeborene Krankheit, die herdförmige Versprengungen der Gebärmutterschleimhaut in die Muskelwände aufweist. Auch in die benachbarten Eileiter, Eierstöcke, Scheide, Bauchfell sowie den Muttermund kann sich diese ausbreiten. Da die Schleimhautbereiche den hormonellen Zyklus unterliegen, beginnen auch diese während der Menstruation zu bluten. Die einzige mögliche Behandlung ist die Entfernung der Bezirke in einer Operation. Nur selten hilft es, wenn über einen längeren Zeitraum ein bestimmtes Geschlechtshormon eingenommen wird.

Geschwülste: Ähnlich wie die Geschwüre, können Geschwülste im Bereich des Muttermundes aufkommen. Sehr häufig sind Myomen, welche vom Gebärmutterkrebs hervorgerufen werden. Doch auch die von der Gebärmutterschleimhaut ausgehenden Polypen fallen in die Kategorie der Geschwülste und sorgen für starke und lange Blutungen.

Welche Behandlung gibt es gegen Krankheiten?

Die Behandlung erfolgt immer abhängig von der Ursache. Kommt es zum Beispiel zu einer Gewebeverschiebung am Muttermund, die in der Regel keine Beschwerden hervorrufen, muss auch keine Behandlung stattfinden. Nur, wenn sich Entzündungen, Feigwarzen, Wucherungen oder Infektionen zeigen, muss eine Therapie begonnen werden. Der erste Schritt der Behandlung ist die Eingrenzung der Krankheit. Deswegen findet eine genaue Untersuchung des Muttermundes statt. Zudem wird eine Biopsie angefertigt. Das bedeutet, der Frauenarzt entnimmt eine Probe vom Muttermund und untersucht diese auf verschiedene Erreger, Keime oder Infektionen. Gerade bösartige Veränderungen wie Krebs können unter dem Mikroskop ermittelt werden. Sobald die Krankheit erkannt wurde, kann eine Maßnahme zur Therapie ergriffen werden.

In der Regel reichen Cremes, Salben und andere Medikamente aus, welche entweder direkt auf den Muttermund aufgetragen oder eingenommen werden. Manchmal ist es auch notwendig, dass eine Hormontherapie stattfindet. Durch spezielle Hormone soll die Scheidenflora wieder in Einklang gebracht werden, sodass sich diese gegen Keime wehren kann. Nur in besonders schlimmen Fällen, wie bei einer Geschwulst, muss ein operativer Eingriff erfolgen. Dieser kann unter lokaler oder Vollnarkose geschehen. Bei einigen Erkrankungen ist es auch so, dass es zum Abdrehen oder Ausschaben der Gebärmutter und des Muttermundes kommt, wenn sich beispielsweise Geschwülste gebildet haben.

Typische und häufige Erkrankungen im Überblick:

 

Wichtige Fragen und Antworten

 

Wie verändert sich der Muttermund bei der Geburt?

Der Muttermund spielt bei der Schwangerschaft und der Geburt eine essenzielle Rolle, weshalb sich dieser in der Zwischenzeit verändert. Während der Schwangerschaft ist der Zervikalkanal mit innerem und äußerem Muttermund fest verschlossen. Das ist notwendig, damit keine Keime in die Fruchthöhle eindringen können. Wird vom Körper die Geburt eingeleitet, beginnt die Öffnungsphase des Muttermunds. Durch muttermundwirksame Wehen beginnt sich dieser zu dehnen. Zudem verkürzt sich der Zervix. Der innere Muttermund öffnet sich. Sobald der Zervix komplett „aufgebraucht“ wurde, öffnet sich auch der äußere Muttermund. Sobald der Muttermund komplett offen ist, kann die Austreibungsperiode, also die Geburt, beginnen.

Spielt die Muttermundweite eine wichtige Rolle?

Kein Muttermund ist wie ein anderer, weshalb sich dieser in seiner Breite und Form verändern kann. Besonders bei der Geburt variiert die Breite und grenzt sich deutlich von den üblichen Formen ab. Es wird in verschiedene Stadien unterschieden. Ist die Fingerkuppe einlegbar, also beginnt sich der äußere Muttermund zu öffnen, wird von der Fingerdurchlässigkeit gesprochen. Ist hingegen nur noch der Saum tastbar, liegt meist eine Öffnung von neun Zentimetern vor. Mit zehn Zentimetern ist der Muttermund komplett geöffnet.

Gibt es Tipps zum Beobachten des Muttermunds?

Wie weiter oben erwähnt, ist es wichtig, dass der Muttermund ab dem Zeitpunkt der ersten Menstruation beobachtet wird. Nur so können Unterschiede frühzeitig festgestellt werden. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, wenn der Muttermund mindestens einmal am Tag kontrolliert wird. Wichtig ist, dass Sie im Laufe der Untersuchung nicht den Finger oder die Position wechseln. Verwenden Sie immer das gleiche Vorgehen, damit Sie ein einheitliches Ergebnis erhalten. Außerdem ist es so, dass nicht jede Frau in der Lage ist, Veränderungen des Muttermunds zu beobachten. Sollte dies der Fall sein, reicht es vollkommen aus, wenn Sie die Festigkeit sowie den Öffnungsgrad überprüfen. Machen Sie sich aber keine Sorgen, um die Lage des Muttermunds. Diese ist bei der Auswertung nicht wichtig, sondern hilft Ihnen nur dabei, die Fruchtbarkeit besser einzuschätzen. Sobald Sie Veränderungen wahrnehmen, welche Sie nicht erklären können, sollten Sie direkt einen Frauenarzt aufsuchen.

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