Pathologie

Ein Teilgebiet der Medizin – Was ist Pathologie?

Patologie BehandlungDie Pathologie gehört zu einem Teilgebiet in der Medizin.

Dieses beschäftigt sich dabei mit der Diagnose und der Beschreibung von krankhaften Zuständen und Vorgängen, die sich im Körper abspielen.

Der zentrale Gegenstand solcher Erforschungen sind etwa Einzelphänomene (Symptome) als auch Symptomverbände (Syndrome).

Aber auch Missbildungen jeglicher Art kommen dabei nicht zu kurz. Dabei untersucht die Pathologie die Herkunft, die Verlaufsform, die Entstehungsweise, aber auch die Auswirkungen von Krankheiten zusammen mit den jeweiligen Vorgängen im Körper.

Eine pathologische Diagnostik beruht dabei in aller erster Linie auf die Beurteilung von Gewebe anhand der makroskopischen und lichtmikroskopischen Aspekten. Dabei werden zunehmen molekularbiologische und biochemische Methoden eingesetzt. Auch klinische Obduktionen werden dabei durchgeführt. Allerdings überwiegt dabei die Untersuchung von Geweben lebender Patienten, die sogenannte Biopsie.

Etwa zu 95 % widmet sich der Pathologe in seiner Arbeit den lebenden Patienten zu. Dabei muss er noch nicht einmal direkten Kontakt zum Patienten aufnehmen. Er unterstützt seine behandelnden Fachkollegen durch eine sichere und auch fundierte Diagnose am Mikroskop und mit modernen technischen Geräten dabei, eine Entscheidung für die perfekte Therapie zu treffen.

Vielen Laien, vor allem auch den meisten Patienten, ist gar nicht bewusst, wer da eigentliche an wichtigen Schnittstellen zwischen einer Diagnose und einer Therapie überhaupt wirkt.

Behandlungen und Therapien einer Pathologie

Der Pathologe untersucht unter dem Mikroskop mit Hilfe eines Zellabstrichs krebsverdächtige Zellen. Allein dadurch kann der Arzt eine weitere Behandlung ganz korrekt planen.

Eine Krebsvorsorge ist dabei ohne einen geschulten Blick des Fachmanns einfach nicht mehr vorstellbar. Auch denn der Pathologe an sich nur im Hintergrund arbeitet, ist er dennoch ein sehr verlässlicher Wächter über die Gesundheit.

Ärzte spielen in der Pathologie schon vor der Behandlung eine entscheidende Rolle. Nach einer Magenspiegelung beispielsweise untersucht ein Pathologie die winzigen Gewebeproben unter dem Mikroskop, die aus den veränderten Bereichen der Schleimhaut gewonnen wurden.

Wenn also beispielsweise eine Magenschleimhautentzündung mit einem gutartigem Magengeschwür festgestellt wird, ist das meistens die Folge einer Infektion mit Heliobacter pylori, die gut mit Tabletten behandelt werden können. Wenn die Diagnose allerdings Magenkrebs lautet, dann ist eine chirurgische oder endoskopische Entfernung des Krebses notwendig, um eine Heilung zu garantieren.
Pathologie Behandlung MikroskopIm Prinzip liegt es am Pathologen, wie hoch das Ausmaß einer Operation tatsächlich ist.

Also bedeutete die Diagnose eines Pathologien in unzähligen Fällen bereits eine wichtige Weichenstellung für die Auswahl an Therapieverfahren zusammen mit dem behandelnden Arzt.

Ärzte der Pathologie sind auch während der Behandlung beim Patienten.

Während einer Operation oder auch Punktion vieler Organe beurteilt der Pathologe sofort eine gewonnene Gewebeprobe innerhalb eines mikroskopischen Schnellverfahrens.

Sollte der Pathologie die Gutartigkeit einer Gewebeprobe feststellen, dann ist die Operation damit also auch direkt beendet. Sollte es sich dabei allerdings um Krebs handeln, wenn zusätzlich dazu noch die Ränder des Operationspräparates untersucht. Damit kann also geprüft werden, ob der Krebs auch im Gesunden entfernt worden ist.

Während einer Operation ist also der Pathologe auch ein Mitglied des Teams, welches den Patienten betreut. An einer Gewebeprobe stellt er innerhalb weniger Minuten eine wichtige Diagnose.

Eine intraoperative Schnellschnittdiagnose entscheidet dabei über ein weiteres Vorgehen, ob nun also die Operation erweitert werden muss oder bereits beendet werden kann.

Ärzte der Pathologie braucht der Patient nach einer Behandlung direkt wieder. Hier wirkt das Beispiel einer Dickdarm-Operation. Hierbei werden nach der Entfernung des Tumors die Ausdehnung, der Grad der Bösartigkeit, aber auch die Schnittränder und die Frage untersucht, inwiefern der Tumor auch in das umgebende Gewebe eingewachsen ist.

Dabei ist vor allem auch die Untersuchung aller mit entfernten Lymphknoten entscheidend gemeinsam mit der Frage, ob bereits Tumorabschiedlungen, so genannte Metastasen nachzuweisen sind.

Etwas ähnliches gilt dabei für jegliche anderen Krebsoperationen auch, wie etwa im Brust, Magen oder der Schilddrüse. Der Befund, der von einem Pathologen gestellt wird, ist dabei eine wesentliche Entscheidungshilfe für eine weitere Therapie.

Die Diagnostik, die ein Pathologe am Operationspräparat stellt, entscheidet darüber, ob eine operative Behandlung auch wirklich ausreichend war oder ob doch noch eine Chemo- und/oder Strahlentherapie notwendig ist.

Untersuchungsmethoden der Pathologie

Die Pathologie, zu deutsch Krankheitslehre, beschäftigt sich im Großen und Ganzen mit der Untersuchung von erkrankten Körpergeweben oder mit Zellen, die dem Patienten entnommen werden. Eine inzwischen recht große Tradition hat die makroskopische Pathologie. Hierbei liegt das Hauptaugenmerk vor allem auf der Obduktion von Verstorbenen.

Die mikroskopische Pathologie hat in der heutigen Zeit allerdings eine sehr viel größere Bedeutung. Bei Operationen werden hierbei Organanteile entnommen. Diese werden in Spezialflüssigkeiten fixiert, gefärbt und dabei in ultrafeine Scheiben geschnitten. Diese können somit unter einem Mikroskop betrachtet werden.

Solche Untersuchungen sind dabei allerdings sehr zeitaufwendig und erfordern des Weiteren eine wirklich große Sorgfalt. Die größte Verantwortung dabei trägt wohl die Untersuchung von diagnostischen Gewebeentnahmen, der sogenannten Biopsie. Wie etwa aus der Schleimhaut des Magens oder des Darms, aber auch der weiblichen Brust.

Bei solch einer mikroskopischen Analyse eines Feingewebeschnittes fällt oftmals die Entscheidung, ob nun ein Tumor vorliegt oder wie invasiv, also bösartig, er heranwächst. Davon ist auch eine weitere Therapie abhängig, wie eine die Radikalität.

  • Bei einer zytologischen Untersuchung werden Einzelzellen untersucht. Durch Feinnadelbiopsien, wie etwa der Schilddrüse, werden diese gewonnen. Aber auch durch Abstriche von Schleimhäuten, aus Körpersekreten oder Ausscheidungen und dem Speichel.
  • Histologische Untersuchungen, auch feingewebliche Untersuchungen genannt, ergänzen dabei oft eine zytologische Untersuchung. Solch eine zytologische Untersuchung kann zum Beispiel das Vorhandensein von krankhaften Zellen beweisen. Allerdings bleibt bei so einer Untersuchung die Charakteristik oder auch die Lokalisation eines Tumors verborgen.
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