Krebs

Die jährlichen Neuerkrankungen an Krebs sind sicher besorgniserregend, aber dennoch kein Grund für Panikmache. In Deutschland erkranken jährlich ca. 500.000 Menschen neu an Krebs, aber diese Zahl wird auch maßgeblich durch den demografischen Wandel bestimmt. Heute wird viel von der alternden Gesellschaft gesprochen, und in der Tat, die jährliche Krebsrate hat viel mit den Menschen im höheren Lebensalter zu tun, denn dann tritt Krebs meistens auf. Wird das mittlere Erkrankungsalter bei Frauen zum Zeitpunkt der Diagnose herangezogen, so liegt dieses bei 69 Jahren. Männer erkranken statistisch gesehen ein Jahr früher, also mit 68 Jahren. Bekanntlich gelten als häufigste Todesursache in Deutschland die Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die zweite Stelle dieser Statistik belegen aber die Krebserkrankungen. Lungen-, Brust- und Darmkrebs liegen demnach auf den ersten drei Plätzen der statistischen Erfassung, dennoch muss klar festgestellt werden, dass Krebs heute keinem Todesurteil mehr gleichkommt.

Sicher, die Häufigkeit von Krebserkrankungen ist rapide angestiegen, aber als Hauptgrund dafür wird immer noch die steigende Lebenserwartung gesehen. Auch die verbesserte Diagnosetechnik hat entscheidenden Anteil daran, dass so mancher Krebs überhaupt entdeckt wird. In diesem Zusammenhang kann erfreulich davon berichtet werden, dass die Zahl derer, die am Krebs sterben müssen, insgesamt sinkt.

Grund dafür sind wiederum die zahlreichen Vorsorge- und Früherkennungsuntersuchungen, die einen hervorragenden Schutz bieten. Jedoch gibt es eine Ausnahme, denn immer mehr Frauen sterben an Lungenkrebs. Auch hier muss nicht lange nach dem Grund gesucht werden, denn leider steigt die Zahl der rauchenden Frauen. Es muss auch gesagt werden, dass es noch an geeigneten Früherkennungsmaßnahmen mangelt. Trotz allem ist eine positive Entwicklung in puncto Krebs und Krebsvorsorge zu verzeichnen, die Mut macht…

Was ist Krebs?

Krebs bzw. Krebserkrankungen gelten als Sammelbezeichnungen für die Neuentstehung körpereigener entarteter Zellen. Diese sind dadurch gekennzeichnet, dass sie eine krankmachende Wirkung, man kann von Bösartigkeit sprechen, nach sich ziehen. Von der Neubildung dieser bösartigen und aggressiven Zellen ist jedes Organ betroffen. Des Weiteren kommen sie auch in jeder Gewebsart des menschlichen sowie tierischen Organismus vor und zeichnen sich zudem durch spezielle Eigenschaften aus.

Oft hört man Menschen von Krebs reden, der Vollständigkeit halber sei gesagt, dass sie damit körpereigene Zellen meinen, die sich nicht kontrolliert teilen und zu einem späteren Geschwulst heranwachsen bzw. angrenzendes gesundes Gewebe zerstören können.

Die Ursachen von Krebs!

Wird nach den Ursachen von Krebs gefragt, muss gesagt werden, dass diese enorm vielschichtig sind. Des Weiteren muss davon ausgegangen werden, dass alle Ursachen auch noch nicht restlos erkannt und erforscht sind. Diese Aussage betrifft sowohl die Ursachen als auch die krebsauslösenden Faktoren. Es wird aber generell davon ausgegangen, dass es sich um innere und äußere Faktoren handelt, die auslösend wirken und einzeln bzw. in Kombination zur Krebserkrankung führen. Dabei gilt ungesundes und verändertes genetisches Material als eine Basis für das unkontrollierte und entartete Wachstum der Körperzellen.

Apropos abnormes Erbmaterial, auch hier sind die Ursachen sehr vielschichtig, können aber auch durch Umwelteinflüsse beeinflusst werden. In diesem Kontext sei an Umweltgifte, wie Asbest, oder verschiedene kanzerogene Chemikalien oder die radioaktive Strahlung, erinnert. Diese Gifte können sich praktisch überall befinden, und die Nahrung, das Wasser und die Luft gelten nur als Beispiele. Selbst die Wege, auf denen sie in den Organismus kommen, können nur als sehr unterschiedlich bezeichnet werden. Leider gibt es aber auch die verschiedensten krebsauslösenden Arzneimittel, die eine Entstehung begünstigen.

Die Behandlung & Therapie von Krebs!

Derzeit werden die verschiedensten Verfahren angewandt, um den Krebs in seine Schranken zu verweisen. Diese werden unabhängig voneinander oder gemeinsam durchgeführt. Die Chemotherapie, die Strahlenbehandlung mittels radioaktiver Strahlen und der Einsatz wachstumshemmender und krebszerstörender Präparate auf der Basis von Hormonen, sollen hier stellvertretend für viele andere genannt werden.

Große Erfolge werden aber auch mit dem Einsatz operativer Methoden erzielt, die dazu dienen, vom Krebs befallenes Gewebe restlos zu entfernen. Erfolgt eine Bestätigung des Krebs-Verdachtes, werden in den meisten Fällen operative Eingriffe durchgeführt. Wenn diese frühzeitig erfolgen, kann von einem Glücksfall gesprochen werden, denn dann kann davon ausgegangen werden, dass sie besonders erfolgreich sind. Innerhalb der Operation erfolgt auch die Entfernung möglicher Metastasen.

Die Vorbeugung von Krebs!

Um hier effektive Hebel anzusetzen, wäre es sinnvoll, in sich zu gehen, denn sowohl die Lebensweise und das Körpergewicht als auch der Genuss von Nikotin gelten als auslösende Faktoren. Es gilt also, die eigene Lebensweise unter die Lupe zu nehmen, ein optimales Körpergewicht zu erreichen und auf Nikotin zu verzichten. Auch eine körperliche Ertüchtigung, die regelmäßig durchgeführt wird, gilt als probates Mittel in puncto Krebsvorbeugung. Der Fokus liegt auch auf einer Ernährungsumstellung und dem Schutz gegen intensive bzw. dauerhafte Sonneneinwirkung. Apropos Ernährungsumstellung, hier ist pflanzlicher Kost eindeutig der Vorzug zu geben und scharfe, fettreiche und stark gebratene tierische Lebensmittel zu reduzieren.

Wer prophylaktisch etwas tun möchte, vermindert den Verzehr von alkoholischen Getränken auf ein niedriges Limit. In diesem Zusammenhang sollen aber auch noch die Krebsvorsorgeuntersuchungen genannt werden, die in keinem Fall zu unterschätzen sind. Diese widmen sich den unterschiedlichsten Krebsformen und sind ab einem gewissen Lebensalter für Frauen und Männer unter Umständen sogar lebensrettend. Gute Beispiele sind die Mammografie, die der Früherkennung von Brustkrebs dient, Darmvorsorge- und Prostatauntersuchungen. Es ist auch ratsam, im Laufe eines Lebens äußerliche Körperveränderungen zu beachten sowie und die Hepatitis B-Impfung vornehmen zu lassen.

Der Knochenkrebs!

Stellvertretend für die vielen unterschiedlichen Krebsformen soll an dieser Stelle dem Knochenkrebs mehr Beachtung geschenkt werden, gilt er doch als eine besondere Form, die, wenn, frühzeitig erkannt, sogar heilbar ist. Knochenkrebs, unter dieser Bezeichnung ist es üblich, alle bösartigen Tumore zusammenzufassen, von denen das Knochengewebe befallen ist. Dabei wird als Osteosarkom der am häufigsten auftretende Knochenkrebs bezeichnet, der bei Erwachsenen und Jugendlichen gleichermaßen auftreten kann.

Was ist Knochenkrebs?

Die Bezeichnung „Knochenkrebs“ kennzeichnet alle malignen, also bösartigen, Tumore, die sich im Knochengewebe angesiedelt haben. Dabei wird zwischen primären und sekundären Tumoren unterschieden, wobei das Auftreten eines primären Knochenkrebses als sehr selten angesehen wird. Der sekundäre Knochenkrebs wiederum wird als Folge einer anderweitigen Krebserkrankung gesehen und entsteht, wenn weiterer maligner Tumor streut. Dabei kann es sich sowohl um Brustkrebs, Lungenkrebs oder eine andere Krebsform handeln. Wenn dieses geschieht, werden in den Knochen Metastasen, also Tochtergeschwulste, gebildet.

Es ist möglich, dass der sekundäre Knochenkrebs bereits vorliegt, wenn die auslösende Krebsart noch keine oder nur geringe Beschwerden verursacht. Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass es auch benigne, also gutartige, Knochentumore gibt, die aber nicht als Krebs zu bezeichnen sind. Des Weiteren tauchen auch Geschwulste auf, die in keine der beiden Gruppen eingeordnet werden können.

Diese Tumore haben die Bezeichnung „semimaligne“ erhalten, da es möglich ist, dass sich aus Tumorgewebe Knochenkrebs entwickelt. Dabei wird der häufig auftretende semimaligne Knochentumor als Chondrom bezeichnet. Des Weiteren wird der Knochenkrebs nach dem Gewebe unterteilt, aus dem er entsteht. Das können Knochenzellen, Knorpelzellen, aber auch das Knochenmark sein.

Diagnose & Verlauf von Knochenkrebs!

Knochenkrebs wird von einem Onkologen diagnostiziert. Nach Anamnese und körperlicher Untersuchung folgen weitere radiodiagnostische Verfahren. Dabei kann es sich um das Röntgen, den Ultraschall, CT, MRT und eine Skelettszintigraphie handeln.

Detaillierte Blutuntersuchungen können darüber Aufschluss geben, ob die sogenannten „Krebsparameter“, bestimmte Enzyme, erhöht sind. Dabei werden alkalische Phosphatase, Laktat-Dehydrogenase (LDH) und neuronenspezifische Enolase (NSE)- Werte ermittelt.

Ob letztendlich die Diagnose „Knochenkrebs“ heißt, zeigt eine histologische Untersuchung, bei der eine Biopsie durchgeführt wird. Hier wird dann eine Gewebeprobe entnommen, die auf Malignität in der Pathologie untersucht wird. Es lassen sich nur schwer Prognosen über den Verlauf dieser Erkrankung erstellen, da sie von mehreren Faktoren beeinflusst wird. Das können sowohl die Art des Tumors und Malignität als auch die Größe des Tumors und Metastasen sein.

Findet eine frühzeitige Erkennung des Knochenkrebses statt, wird von einer kleinen Größe ausgegangen, und haben sich keine Metastasen gebildet, so bietet das Osteosarkom gute Heilungschancen.

Es ist erfreulich, dass nach ca. fünf Jahren noch ungefähr 70 – 80 Prozent der Patienten leben.

Behandlung & Therapie von Knochenkrebs!

Die Art des Tumors bzw. bereits vorhandene Metastasen bestimmen die Therapie. Beim Osteosarkom wird eine Kombination von Strahlen- und Chemotherapie gewählt, wobei zu Beginn der Behandlung auf eine Chemotherapie gesetzt wird, die den Tumor verkleinern soll. Im Anschluss daran erfolgt meist die operative Entfernung. Aber damit nicht genug, denn nach der Operation folgt eine weitere Chemotherapie.

War bereits die Diagnose mit Metastasen verbunden, so wird versucht, diese mittels Chemotherapie zu behandeln. Ist dieses nicht von Erfolg gekrönt, so erfahren auch die Metastasen eine chirurgische Entfernung. Zusätzlich zur zweiten Chemotherapie werden zusätzliche Chemotherapeutika eingesetzt.

Die Vorbeugung!

So dramatisch wie es vielleicht klingt, aber für Knochenkrebs können keine vorbeugenden Maßnahmen getroffen werden. Jedoch kann einiges getan werden, um das allgemeine Krebsrisiko effektiv zu senken. Dazu gehört die bereits angesprochene gesunde Ernährung ebenso wie der Verzicht auf Nikotin, Alkohol und Drogen. Eine gute Basis für lange Gesundheit bildet auch die körperliche Aktivität im Rahmen des Möglichen und die Wahrnehmung der regelmäßigen Termine in puncto Krebsvorsorge.

Des Weiteren ist es ratsam, bei Beschwerden, die wiederholt auftreten, zum Beispiel Schmerzen oder Schwellungen an Armen & Beinen, einen Arzt zu konsultieren, damit der Befund abgeklärt wird. Mann kann es eigentlich nicht oft genug sagen, aber je früher Knochenkrebs entdeckt wird, umso besser ist es um die Heilungschancen bestellt.

Das Fazit!

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass viele Krebsarten, die früh erkannt und behandelt werden, einen positiven Krankheitsverlauf nehmen können. Die regelmäßige Früherkennungsuntersuchung ist deshalb als ein Muss anzusehen. Spätere Stadien des Krebses sind oft nicht mehr heilbar. Es ist jedoch vielfach möglich, dass Ärzte das Fortschreiten einer Krebserkrankung einige Zeit aufhalten können.

Leider werden einige Krebserkrankungen erst dann erkannt, wenn sie bereits sehr weit fortgeschritten sind, so dass eine Therapie nicht mehr möglich ist. Als Beispiele seien hier bestimmte Formen von Lungenkrebs und Bauchspeicheldrüsenkrebs genannt.

Auf ein Wort zur Alternativmedizin!

Last but not least noch ein Wort zur Alternativmedizin, denn auch sie bietet eine Menge von Möglichkeiten und Therapien. Stellvertretend für viele andere sei hier die Misteltherapie genannt, die zu den alternativen Krebsmitteln gehört, die am häufigsten angewandt werden. Vor ca. 100 Jahren von Rudolf Steiner, einem Philosophen, für die Krebstherapie benannt, erregt sie bis heute mehr oder weniger die Gemüter, denn es liegt eine kontrovers diskutierte Studienlage bezüglich der Mistel-Wirkung vor.

Obwohl Steiner, Begründer der Anthroposophie, die Misteltherapie bereits vor fast 100 Jahren empfahl, erfolgten erste wissenschaftliche Untersuchungen der Pflanze erst in den 1980er Jahren. Heute kann auf zahlreiche Forschungsergebnisse bezüglich der Mistel-Inhaltsstoffe zurückgegriffen werden, die zu dem Ergebnis kommen, dass die Mistel eine konventionelle Krebstherapie nicht ersetzen kann, aber durchaus in der Lage ist, die Begleiterscheinungen zu verringern und eine Reduzierung anderer Medikamente zu erreichen.

Die Diagnose „Krebs“ steht für etliche, ganz unterschiedliche Krankheiten, und es ist beruhigend zu wissen, dass nicht jeder Tumor, der als bösartig eingestuft wird, eine düstere Prognose hat…

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