Magenkrebs

Steckbrief: Magenkrebs

  • Name(n): Magenkrebs; Magenkarzinom
  • Art der Krankheit: Krebserkrankung
  • Verbreitung: Weltweit
  • Erste Erwähnung der Krankheit: Antike
  • Behandelbar: Ja
  • Art des Auslösers: Unbekannt; aber verschiedene Risikofaktoren
  • Wieviele Erkrankte: Regional stark verschieden
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Hausarzt; Gastroenterologe; Onkologe; Internist; Chirurg
  • ICD-10 Code(s): C16

Magenkrebs – Todesurteil oder behandelbar?
Magenkrebs
Der Begriff Magen wird im Volksmund zumeist für den gesamten Bauchraum von der Brust bis hin zur Scham verwendet. Nicht selten klagen Menschen über “Magenschmerzen”, obgleich nicht das Organ selbst, sondern irgendeine andere Stelle im Bauch Schmerzen ausstrahlt. In der Medizin wird der Begriff lediglich auf das kleine, sackartige Organ angewendet, das die Speiseröhre mit dem Dünndarm verbindet und sich links am unteres Ende des Rippenbogens befindet. Die wichtigste Aufgabe dieses Organs ist es, die zerkleinerte Nahrung aufzunehmen und mit Magensaft zu durchsetzen. Dieser Saft wird von der Magenschleimhaut gebildet und ist mit verschiedenen Verdauungsenzymen durchsetzt. Bei der weiteren Verdauung bewirkt er beispielsweise, dass verschiedene Nährstoffe vom Körper aufgenommen und verarbeitet werden können. Dem Magen kommt somit eine maßgebliche Aufgabe bei der Verdauung zu.

Besonders die enzymbildende Schleimhaut ist dafür bekannt, dass sich hier leicht zellverändernde Prozesse abspielen können. Nicht immer entwickelt sich hieraus eine tatsächliche Krebserkrankung. Es ist allerdings nicht ungewöhnlich, dass Geschwüre und Tumore im Magen entstehen. Leider zeigen sich viele Erkrankungen hier erst sehr spät, da kleine Zellwucherungen sich kaum merklich äußern. Symptome werden also erst spät einsetzen. Dadurch wird Magenkrebs nur in sehr seltenen Fällen im Frühstadium entdeckt, obgleich er oftmals langsam und über Jahre hinweg wächst.

In den vergangenen Jahrzehnten konnte vor allem in Europa ein stetiger Rückgang der Fallzahlen bezüglich Magenkrebs beobachtet werden. Da die genauen Entstehungsursachen für diese Erkrankung noch nicht medizinisch ermittelt werden konnten, haben Wissenschaftler hierfür noch keine ausreichende Erklärung. Wie bei den meisten Karzinomen, sind aber hinreichend die möglichen Risikofaktoren für die Entstehung des Magenkrebses erforscht. Unter Umständen ist hernach eine gute Aufklärung und die Vermeidung schädlicher Faktoren bei der Nahrungsaufnahme ein Grund für den Fallrückgang in der westlichen Welt.

Definition Magenkrebs?

Der Magen ist in erster Linie ein wichtiges Organ im Verdauungssystem des Menschen. Nachdem die Nahrung gekaut und geschluckt wurde, gelangt sie über die Speiseröhre in den Magen. Es handelt sich dabei um ein sackartiges Organ, das mit einer Schleimhaut ausgekleidet ist und Magensaft aussondert. Dieser wird mit der zerkleinerten Nahrung vermischt und hilft der Verdauung, also der Aufspaltung von Fetten, Zuckern und Nährstoffen.

Eine Krebserkrankung entsteht genau dann, wenn die Zellen im Körper außer Kontrolle geraten. Dies ist theoretisch in jeder Körperregion möglich und betrifft alle Arten von Zellen, beispielsweise verschiedene Lymphzellen oder Gewebezellen. Als Magenkrebs oder Magenkarzinom werden folglich alle kanzerösen Erkrankungen bezeichnet, die in den Zellen dieses Organs auftreten. Krebserkrankungen können im Grunde genommen in jeder der fünf Schichten der Magenwand auftreten. Am häufigsten finden sich Veränderungen des Zellgewebes jedoch in der Magenschleimhaut, also der innersten Zellschicht. Hier entwickeln sich Geschwüre oft sehr langsam und über einen langen Zeitraum hinweg. Präkanzeröse Veränderungen sind nicht selten in dieser Schicht anzutreffen, verursachen allerdings nur mäßige bis keine Symptome. Aus diesem Grund bleibt das Frühstadium eines Magenkrebses oftmals unentdeckt.

m Magen vermischt sich die Nahrung mit verschiedenen Verdauungssekreten zu einem sauren Speisebrei. Die Magenschleimhaut produziert einen neutralen Schleim, der sie vor dem aggressiven Magensaft und Reizungen durch zu heiße Speisen oder Alkohol schützt. Bei der Bildung des häufigsten Typs von Magenkrebs vermehren sich Zellen der Magenschleimhaut unkontrolliert. Es entwickelt sich ein Tumor, der das umliegende Gewebe zerstört. Außerdem können die veränderten Zellen über die Blutbahnen in andere Organe gelangen.

Krebserkrankungen, die in verschiedenen Abschnitten des Magens beginnen, können unterschiedliche Symptome verursachen und verlangen nach einer sehr individuellen Behandlung. Zum Beispiel wird Magenkrebs, der an der Schnittstelle zur Speiseröhre liegt, nicht wie Magenkrebs, sondern vielmehr wie Speiseröhrenkrebs behandelt. Karzinome, die an der Verbindung zum Dünndarm entstehen, verlangen hingegen eine Behandlung gegen Dünndarmkrebs. Abhängig ist die Behandlung jedoch auch von der jeweiligen Karzinomart. In mehr als 90 % der Fälle tritt hier ein sogenanntes Adenokarzinom auf, das sich aus den Zellen der inneren Schleimhaut entwickelt. Es ist aber ebenso möglich, dass sich im Magen ein Lymphom bildet. Es handelt sich dabei primär um einen Krebs, der das Immunsystem des Menschen betrifft, sich allerdings in den Magenzellen ausbreitet. Zu den seltenen aber möglichen Krebsarten gehört auch der gastrointestinale Stomatumor. Dieser Tumor kann im gesamten Verdauungsapparat auftauchen, findet sich allerdings vergleichsweise häufig im Magen. Nur in Einzelfällen handelt es sich dabei tatsächlich um bösartige Krebszellen. Darüber hinaus sind auch Plattenepithelkarzinome, kleinzellige Karzinome und Leiomysarkome im Magen möglich. Sie sind allerdings nur sehr selten anzutreffen.


Was ist Magenkrebs?

Der Magen des Menschen besteht aus verschiedenen Teilen: dem Mageneingang, der durch eine Klappe vom der Speiseröhre abgetrennt ist, dem Fundus, also dem Magengrund, auch Magenblase genannt, dem Magenkörper, der den Großteil dieses Organs bildet sowie dem Pförtnerhöhle an den der eigentliche Pförtner, also der Übergang zum Dünndarm angeschlossen ist. Jeder dieser Abschnitte ist im Inneren mit einer dichten Schleimhaut ausgekleidet, welche den Magensaft bildet. Dieser wiederum enthält eine Reihe wichtiger Enzyme, die bei der Verdauung und Aufspaltung von Lebensmitteln eine wichtige Rolle spielen. Unter anderem beginnt hier der Prozess der Fettverdauung. Außerdem reinigt die Magensäure den Speisebrei von Bakterien und Keimen. Insgesamt gesehen kann der Magen abhängig von der betreffenden Person unterschiedlich gestaltet sein. Er befindet sich jedoch zumeist leicht links unterhalb des Rippenbogens und ist mit einer sackförmigen Ausstülpung vergleichbar. Bei der Aufnahme von Nahrung beginnt er sich zudem leicht nach unten zu bewegen, also auszusacken. Im leeren Zustand ist er hingegen nach oben hin verlagert, wodurch ein kleiner Knick an der Verbindung zur Speiseröhre entsteht.

In jedem Teil des Magens kann prinzipiell ein Magenkarzinom auftreten. Nicht selten sind jedoch die Übergänge zur Speiseröhre beziehungsweise zum Dünndarm betroffen. Das hat maßgeblichen Einfluss auf die Behandlung des Magenkrebses, da unter Umständen noch andere Organe beteiligt sind.

Welche Gründe ein Magenkrebs genau hat, konnte von der Wissenschaft bislang noch nicht ergründet werden. Es gibt allerdings, wie bei den meisten Krebserkrankungen, eine Reihe von Risikofaktoren, die wahrscheinlich bei der Entstehung dieses Karzinoms eine Rolle spielen. Hier können exemplarisch das Rauchen, verschiedene Erbkrankheiten aber auch die Einnahme von Giftstoffen genannt werden.

In den vergangenen Jahren konnte beobachtet werden, dass Magenkrebs in den westlichen Ländern immer seltener auftritt. Dennoch gehört diese Krebsart nach wie vor zu den häufigen Krebserkrankungen. Die Heilungschancen liegen hier jedoch vergleichsweise gut. Dies liegt unter anderem auch daran, dass es inzwischen möglich ist, den Magen komplett oder in Teilen aus dem Körper zu entfernen. Hernach muss jedoch eine besondere Ernährung eingehalten werden.

Welche Ursachen gibt es?

Die Zellen des menschlichen Körpers, mögen sie abhängig von ihrer jeweiligen Organzugehörigkeit auch sehr spezialisiert sein, funktionieren hinsichtlich der Vermehrung und des Absterbens vergleichsweise ähnlich. In der dna der Zellen ist bereits angelegt, unter welchen Umständen sie absterben, wann sie sich teilen und wie sie hernach gestaltet sind. Entsteht eine Krebserkrankung, liegt dies daran, dass die Mechanismen der Teilung erheblich gestört sind. Daraus lässt sich schlussfolgern, dass mögliche dna-Schäden, unabhängig davon, ob diese erblich bedingt oder später erworben sind, für eine Krebserkrankung verantwortlich gemacht werden können. Diese Störungen bewirken, dass sich Zellen zu rasch teilen und mutierte oder funktionsbeeinträchtigte Zellen entstehen. Diese bilden schließlich dichte Geschwüre, welche jedoch zumeist funktionslos im Organ bleiben beziehungsweise eine andere, zum Beispiel hormonproduzierende Funktion haben, die sich negativ auf den Körper auswirken kann. Speziell beim Magenkrebs mutieren in der Regel die Zellen der inneren Schleimhaut. Diese sind schließlich nicht mehr in der Lage Magensaft zu bilden oder Enzyme herzustellen. Sie bilden zudem feste Knoten, die den Magen ausfüllen und weniger Raum für Speisebrei lassen. Darüber hinaus wird die wichtige Schleimhaut nach und nach stark geschädigt und vernarbt, sodass der Magen nicht mehr arbeiten kann. Die konkreten Gründe für fehlerhafte Teilungsprozesse und Mutationen konnten bei Magenkrebs, genauso wie bei den meisten Krebserkrankungen, bislang noch nicht ermittelt werden. Die Forschung erkennt jedoch immer häufiger Risikofaktoren und spezielle Auslöser für Magenkrebs, welche es zu beseitigen gilt.

Als krebsfördernd und zum Teil krebsauslösend gelten beispielsweise verschiedene Erkrankungen, die die Magenschleimhaut schädigen. Bei einer chronischen atrophischen Gastritis sind zum Beispiel die Drüsen des Magens vermindert funktionsfähig. Das führt schließlich zu häufigen Entzündungen der Magenschleimhaut. Sind jedoch Schleimhautzellen häufig beschädigt, müssen neue Zellen nachproduziert werden. Das führt nicht selten zu einem insgesamt vermehrten Zellwachstum und der Bildung von mutierten Zellen. Darüber hinaus kann es zur Vernarbung der Schleimhaut kommen. Es wird aktuell davon ausgegangen, dass hierdurch ein Krebs beschleunigt und begünstigt wird.

Von Magenkrebs betroffen sind vor allem ältere Menschen, Männer häufiger als Frauen. Ein möglicher Auslöser ist eine Infektion mit Helicobacter-Bakterien. Als Risikofaktoren gelten außerdem eine ungesunde Ernährung, übermäßiger Alkoholkonsum, Zigarettenrauch und Vorerkrankungen des Magens. Insbesondere sollte eine Magenschleimhautentzündung konsequent behandelt werden, um die Entwicklung eines Tumors zu vermeiden.

Auch die intestinale Metaplasie gilt als möglicher Auslöser für ein Magenkarzinom. Es handelt sich hierbei um eine Erkrankung, bei der die normalen Schleimhautzellen im Magen nach und nach durch jene Zellen ersetzt werden, die sich normalerweise im Inneren des Darms ansiedeln. Dadurch kann es zu schweren Infektionen, zu diversen Autoimmunreaktionen und zu Entzündungen des Magens kommen. Dies aktiviert wiederum die Onkogene einer Zelle, also jene dna-Teile, die für die Teilung und das Wachstum von Zellen verantwortlich sind und durch Mutationen Krebszellen hervorrufen.

Neben entzündlichen Erkrankungen des Magens können vermutlich auch genetisch vererbte Genmarker für die Entstehung von Magenkrebs verantwortlich sein. Tritt beispielsweise familiär gehäuft ein aggressiver Magenkrebs auf, ist die Chance recht groß, dass hier eine erbliche Karzinomvariante vorliegt. Spezifische Tests, wie sie unter anderem bei Brustkrebs vorliegen, existieren bei Magenkrebs jedoch nur in Ausnahmefällen. Inwiefern auch das typisch auftretende Adenokarzinom im Magen genetisch bedingt ist, konnte bislang noch nicht sicher ermittelt werden.

Die medizinische Forschung ist sich hingegen sicher in Bezug auf bestimmte Risikofaktoren, die dazu beitragen können, dass ein Krebs entsteht. Es handelt sich dabei jedoch nicht um eindeutige Ursachen. Wer einem bestimmten Risikofaktor ausgesetzt ist, muss nicht zwangsläufig einen Krebs entwickeln. Vermutlich müssen mehrere Faktoren zusammenwirken. Darüber hinaus haben vermutlich diverse Genmarker einen Einfluss darauf, wie ein Risikofaktor im Körper wirkt. Dennoch gilt es, nach Möglichkeit alle Risikofaktoren zu meiden, die schließlich einen Krebs bewirken könnten.

Zu jenen Faktoren gehört in erster Linie der Konsum von Tabakwaren. Hierbei ist im Grunde genommen gleich, ob Tabak in Form von Kautabak, als Zigarette oder Schnupftabak eingenommen wird. Wissenschaftler gehen davon aus, dass Tabak stets ein erhebliches Gesundheitsrisiko darstellt. Dies liegt zum einen am Nikotin, bei dem es sich um ein gefährliches Körpergift handelt. Das Zigaretterauchen gilt allgemein als gefährlichste Variante des Tabakkonsums. Dies hängt damit zusammen, dass beim Verbrennungsprozess sehr viele Giftstoffe im Körper freigesetzt werden, die dem Tabak zugesetzt sind. Viele dieser Giftstoffe gelten allein bereits als krebserregend. In Kombination erhöht sich schließlich das Krebsrisiko eklatant.

Zu den weiteren Risiken gehört alles, was die empfindliche Magenschleimhaut schädigen kann. Alkohol gehört beispielsweise zu diesen Substanzen. Er entzieht dem Magen nicht nur Flüssigkeit, sondern führt auch zu einer steten Säureüberproduktion. Entzündungen der Magenschleimhaut sind hernach die Folge. Einen ähnlichen Effekt können ungesunde Lebensmittel auf dieses Organ haben. Beispielsweise konnte bislang noch nicht ausgeschlossen werden, dass Lebensmittel aus Konservendosen krebserregend sind. Hier sind weniger die Inhaltsstoffe der Lebensmittel selbst, als das Verpackungsmaterial verdächtig. Insgesamt kann die Aufnahme bestimmte Chermikalien, beispielsweise Nitrate, Düngemittel, Arsen und andere Stoffe das Magenklima schädigen. Ein kompletter Verzicht auf diese Stoffe ist in der heutigen Zeit nur schwer möglich. In den westlichen Ländern gibt es jedoch eine strenge Kontrolle von Lebensmitteln, die bewirkt, dass weniger gefährliche Substanzen in den Lebensmitteln enthalten sind beziehungsweise bestimmte Richtwerte nicht überschritten werden. In anderen Ländern geschieht dies jedoch noch nicht, weshalb beispielsweise in Asien und Afrika die Fallzahlen für Magenkrebs deutlich höher sind als in Europa.


Symptome & Anzeichen

Es gibt einige Krebserkrankungen, die erst sehr spät entdeckt werden. Der Grund hierfür ist, dass sich die Frühstadien solcher Karzinome nicht durch spezifische Symptome bemerkbar machen. Zu diesen Krebserkrankungen gehört auch der Magenkrebs. Hier sind Geschwüre und Tumore erst dann bemerkbar, wenn sie bereits eine gewisse Größe erreicht haben. Das Frühstadium, das sich durch eine leichte Zellanhäufung beziehungsweise eine Veränderung der Schleimhautzellen auszeichnet, bleibt hingegen symptomlos.

Im fortgeschritteneren Verlauf der Krankheit können eine Reihe von Symptomen auftreten, die jedoch sehr unspezifisch sind. Sie könnten auch der Verweis auf andere Erkrankungen des Magens, beispielsweise eine Infektion der Schleimhaut oder eine Lebensmittelvergiftung, sein. Beispielsweise tritt bei Magenkrebs schnell Appetitlosigkeit auf. Obgleich Betroffene nur wenig gegessen haben, fühlen sie ein Völlegefühl oder empfinden gar keinen Hunger. In der Folge kommt es zu einem raschen Gewichtsverlust, der vom Patienten selbst nicht intendiert ist. Es geht ihm also weder eine Diät noch vermehrte sportliche Aktivität voraus. Auch diverse Mangelerscheinungen können eine Rolle spielen. Diese äußern sich hernach in allgemeiner körperlicher Schwäche, Kopfschmerzen, Konzentrationsproblemen, Muskelzittern oder gar Krampfanfällen. Überdies ist bei Magenkrebs die allgemeine Verdauung gestört. Es kommt zu Durchfall oder zu Erbrechen. Übelkeit ist ebenfalls kein seltenes Symptom. Eigentlich unbedenkliche Mahlzeiten können leicht Sodbrennen auslösen. Im Stuhl oder im Erbrochenen findet sich Blut. Dies ist aber nicht immer der Fall.

Die Anzeichen der Erkrankung erscheinen bei Magenkrebs im Frühstadium oft harmlos. Typische Symptome sind Appetitlosigkeit, ein Druckgefühl im Oberbauch und eine plötzliche Abneigung gegenüber manchen Speisen und Getränken.Viele Betroffene nehmen diese ersten Warnsignale nicht ernst, da solche Symptome auch bei ungefährlichen Verdauungsbeschwerden auftreten. Ein Arzt wird oft erst aufgesucht, wenn weitere Krankheitszeichen hinzukommen wie starke Schmerzen, Erbrechen von Blut oder ein ungewollter Gewichtsverlust.

Die meisten Menschen haben nur eine vage Vorstellung davon, wo sich der Magen im Körper genau befindet. Oftmals wird der gesamte Bauchraum als Magen bezeichnet. Daher ist es oftmals für Betroffene schwierig zu beschreiben, von wo Schmerzen ausgehen, die üblicherweise bei einem fortgeschrittenen Magenkrebs entstehen. Betroffen ist in der Regel der Oberbauch. Das bedeutet, dass der Schmerz von einer Stelle oberhalb des Nabels ausgeht. Da es hier auch zu Schwellungen und Flüssigkeitsansammlungen kommen kann, ist unter Umständen die schmerzende Stelle aufgebläht und sichtbar.

Ein weiteres Symptom des Magenkrebses ist die sogenannte Anämie, also eine niedrige Anzahl an roten Blutkörperchen. Hierdurch wird der Körper und die inneren Organe nur vermindert mit ausreichend Sauerstoff versorgt. Es folgt, dass Betroffene sich schlapp und müde fühlen. Außerdem können diverse Beeinträchtigungen der Nieren, des Herzens und der Lunge beobachtet werden. Die Hautfarbe der Patienten ist zudem bei Anämie meist blass. Haare und Fingernägel werden stumpf und brüchig.

Es wurde bereits erwähnt, dass die Symptome bei Magenkrebs eher unspezifisch sind. Je nach Lage und Ausprägung des Tumors können zudem noch weitere individuelle Symptome hinzukommen, die sich auf eine Schädigung des Magens zurückführen lassen. Hierzu gehört beispielsweise jede plötzlich auftretende Lebensmittelunverträglichkeit.


Diagnose & Krankheitsverlauf

In einigen Ländern gilt Magenkrebs als sehr verbreitet. Hierzu gehört beispielsweise Japan. Aus diesem Grund hat die japanische Ärztekammer hier ein regelmäßiges Screening der Bevölkerung angesetzt. Hierbei werden Menschen, die noch keine Symptome auf Magenkrebs zeigen, hinsichtlich Krebsmarker untersucht. In der japanischen Bevölkerung konnten dadurch Magenkarzinome im Frühstadium erkannt werden. Oftmals sind hier noch keine Krebszellen ausgebildet, sondern es befinden sich lediglich sogenannte Neoplasien, also Zellneubildungen, im Bereich der Magenschleimhaut. Mit der richtigen Behandlung kann hernach ein Magenkrebs verhindert werden.

In Deutschland sind solche routinemäßigen Tests nicht Teil der gewöhnlichen Untersuchungen, da hier die Fallzahlen vergleichsweise niedrig sind. Ein Screening auf Magenkrebs wird in Deutschland vor allem dann vorgenommen, wenn der Patient gezielt darum bittet oder vermehrt Magenkrebs in der Familie vorgekommen ist. Hierfür ist es nötig, den behandelnden Hausarzt neben den Angaben über das eigene Befinden, auch über die familiäre Krankengeschichte auf dem Laufenden zu halten.

Das wichtigste Diagnoseverfahren bei Verdacht auf Magenkrebs ist die Magenspiegelung (Gastroskopie). Bei dieser nur wenige Minuten dauernden Untersuchung schiebt der Arzt einen dünnen Schlauch mit einer kleinen Lampe, einer Kamera und einem Greifinstrument durch die Speiseröhre in den Magen. So kann bei Bedarf direkt eine Gewebeprobe entnommen werden (Biopsie). Da Karzinome im fortgeschrittenen Stadium in den Magen bluten können, wird eventuell auch eine Stuhlprobe auf Blutspuren hin untersucht.

In Deutschland beginnt die Diagnose Magenkrebs in der Regel damit, dass sich beim Betroffenen diverse Symptome zeigen, die auf eine Schädigung der Magenschleimhaut hinweisen. Dazu gehören beispielsweise Übelkeit, Gewichtsverlust, Appetitlosigkeit und Schmerzen im Oberbauch. Allerdings kommen hierfür auch andere Erkrankungen des Magens in Frage, die in der Folge von einem Arzt abgeklärt werden. Ist ein Magenkrebs wahrscheinlich, dann wird der Hausarzt den Patienten an einen Gastroenterologen verweisen. Dieser Facharzt, der vor allem für Erkrankungen des Verdauungsapparates zuständig ist, wird eine Reihe von Tests durchführen, die schließlich zur genauen Diagnose führen.

Zunächst wird in der Regel eine Endoskopie durchgeführt. Dabei wird ein kleines flexibles Rohr, an dessen Ende sich eine Kamera befindet, über die Speiseröhre ins Innere des Magens eingeführt. Der Arzt kann dadurch sehen, ob sich in der Speiseröhre, im Magen oder im oberen Teil des Dünndarms Gewebeveränderungen befinden. Es ist außerdem möglich, mit dem Endoskop direkt eine Biopsie durchzuführen und Gewebe aus der Magenschleimhaut zu entnehmen. Abhängig von der Art des Krebses zeigt sich dem Arzt eine pilzförmige Erhebung der Magenschleimhaut. Es ist jedoch auch möglich, dass ein Krebs vorliegt, der mit dem Endoskop nicht sichtbar wird. In diesen Fällen kann ein Ultraschall eingesetzt werden. Die Schallwellen erzeugen hernach Bilder der Magenwand und können Gewebeverdichtungen in tieferen Schichten der Magenwand deutlich hervorheben.

Ist bereits ersichtlich, dass sich ein Geschwür in der Magenschleimhaut gebildet hat, wird ein Arzt in der Regel ein CT-Scan (Computertomografie) beziehungsweise ein MRT-Scan (Magnetresonanztomografie) vornehmen. Hierdurch werden Bilder geliefert, die zum einen Querschnitte des Tumors liefern, zum anderen Aussagen über die Beschaffenheit und Dichte der Zellhäufungen liefern. Darüber hinaus ist es möglich auch andere Bereiche des Körpers mit solchen Scans zu durchleuchten und dadurch herauszufinden, ob sich in anderen Organen oder Lymphknoten Metastasen gebildet haben. Der Arzt erfährt dadurch einiges über das jeweils vorliegende Krankheitsstadium, denn erst im Spätstadium des Magenkrebses zeigen sich Magenkrebsgeschwüre auch in entfernten Organen, wie der Lunge oder der Leber.

Letztlich ist jedoch die Biopsie sowie die anschließende Gewebeuntersuchung im Labor maßgeblich für eine genaue Diagnose. Hier werden die Zellen hinsichtlich ihrer Beschaffenheit untersucht. Zeigen sich diverse Krebsmarker, kann die Diagnose als gesichert gelten. Darüber hinaus werden hierdurch wichtige Informationen über die Art des Krebses geliefert. Für die Behandlung ist schließlich wichtig, welche Tumorform vorliegt und welche Gewebeteile beteiligt sind. Hierdurch ist es dem Arzt möglich, eine geeignete Behandlung einzuleiten.


Häufigkeit & Diagnosedaten

In den vergangenen Jahren konnte beobachtet werden, dass die Fallzahlen bezüglich Magenkrebs deutlich zurückgegangen sind. Diese Entwicklung betrifft jedoch in erster Linie die Industrienationen, nicht jedoch Entwicklungsländer. Als Grund hierfür sehen Ärzte zum einen eine höhere Aufklärungsrate und die Vermeidung bestimmter Risikofaktoren in den westlichen Ländern. Hier gibt es zudem eine strenge Lebensmittelkontrolle weshalb Nahrungsmittel Chemikalien und karzinogene Stoffe nur innerhalb eines gesundheitlich unbedenklichen Rahmens enthalten. Darüber hinaus sorgen Routineuntersuchungen dafür, dass bestimmte Krebsarten bereits im Vorstadium erkannt und behandelt werden. Hieraus ergibt sich auch, dass die Heilungschancen bezüglich Magenkrebs gestiegen sind. Noch vor einigen Jahrzehnten konnte nur circa ein Drittel der Patienten geheilt werden. Inzwischen ist bei etwa 60 % der Betroffenen einen dauerhafte und langfristige Heilung möglich.

In Deutschland liegt die Fallzahl, verglichen mit anderen Ländern, im unteren Bereich. Jährlich erkranken etwa 500 000 Menschen an Magenkrebs. Damit gehört das Magenkarzinom zu den häufigen Krebserkrankungen. Die Heilungschancen stehen hier jedoch vergleichsweise gut. Mehr als die Hälfte der Betroffenen übersteht die ersten fünf Jahre nach Einsetzen der Krebsbehandlung.

Abhängig scheint die Entstehung eines Magenkarzinoms vom Alter sowie dem Geschlecht der Betroffenen zu sein. So erkranken Männer häufiger als Frauen. Ein Grund hierfür mag in der Genetik liegen. Eine ausreichende wissenschaftliche Untersuchung liegt aktuell zu diesem Thema allerdings noch nicht vor. Dies gilt im Prinzip auch für das Alter der Patienten. Bislang ist lediglich bekannt, dass Krebs im Alter immer wahrscheinlicher wird. Liegt das Risiko ein Magenkarzinom zu entwickeln im Alter von 30 Jahren noch bei unter einem Prozent, steigt es zehn Jahre später bereits auf über ein Prozent. Die meisten Fälle treten jedoch ab dem 60 Lebensjahr auf. Hier erkranken circa 6 % der Bevölkerung.

Ob sich ein Magenkrebs entwickelt, scheint auch von der ethnischen Zugehörigkeit abzuhängen. Statistisch gesehen erkranken beispielsweise Asiaten, Afrikaner und Lateinamerikaner deutlich häufiger als Europäer und Nordamerikaner europäischer Abstammung. Die Gründe hierfür konnten noch nicht genau ermittelt werden. Interessant ist, dass beispielsweise Japaner häufiger unter Magenkrebs leiden als Europäer. Bei anderen Krebserkrankungen zeigen sich die Fallzahlen zumeist andersherum, was oftmals mit der gesunden Ernährungsweise durch die japanische Küche begründet wird. Dies unterstreicht die Theorie, dass Magenkarzinome eher durch die Gene als durch die Ernährung bestimmt werden. Tatsächliche Belege gibt es für diese Annahme jedoch noch nicht.


Komplikationen bei der Krankheit

Magenkrebs kann zu einer Reihe gravierender Komplikationen führen. Dies hängt in erster Linie damit zusammen, wie weit der Krebs bereits ausgeprägt ist, in welchem Stadium er sich also befindet, und welche spezielle Lage der Tumor hat.

Ist ein Magentumor bereits sehr groß, dann kann oftmals keine medikamentöse Therapie mehr hilfreich sein. Außerdem ist hernach eine Teilresektion nicht mehr möglich. Der Magen muss schließlich in Gänze entfernt werden. Ein Leben ohne Magen ist für den Betroffenen durchaus möglich. Es sollte jedoch nicht vergessen werden, dass es sich hierbei um ein sehr wichtiges Organ handelt, da es diverse maßgebliche Funktionen bei der Nahrungsaufnahme und der Verdauung erfüllt. Dadurch ist mit Einschränkungen im Alltag und bei der Ernährung zu rechnen. Noch problematischer gestaltet sich die Situation jedoch, wenn neben dem Magen auch die Speiseröhre sowie der Dünndarm in Mitleidenschaft gezogen werden. Dies erschwert die Behandlung des Patienten erheblich. Darüber hinaus ist es möglich, dass operative Verfahren keine Wirkung mehr erzielen und dadurch zur weit beeinträchtigenderen Chemo- beziehungsweise Strahlentherapie gegriffen werden muss.

Komplikationen bei Magenkrebs ergeben sich schließlich auch durch eine ungünstige Lage des Tumors. Befindet er sich am Pförtner, der den Übergang zwischen Magen und Dünndarm bildet, beziehungsweise an der Klappe zur Speiseröhre, kann dies verhindern, dass Nahrung weiterwandert. Es kommt hernach zu Stauungen, die nicht nur schmerzhaft für den Betroffenen sind, sondern auch lebensbedrohlich werden können. Das umliegende Gewebe kann beispielsweise ausgedehnt werden, sodass ein Riss in den Organwänden möglich wird. Eine frühzeitige Behandlung kann dies jedoch verhindern. Insgesamt gesehen bewirkt ein Magenkrebs jedoch immer, dass Appetitlosigkeit und Übelkeit eintreten, da der Magen sich gefüllt anfühlt. Dies gilt besonders für sehr große Tumore. Als Folge hiervon lässt sich eine stetige Gewichtsabnahme beim Patienten beobachten, die mit Mangelerscheinungen und Schwäche einhergeht. Betroffenen fällt es schwer ein Normalgewicht zu halten. Dadurch gestaltet sich eine Therapie unter Umständen als schwierig, da die Kräfte des Betroffenen schnell aufgebraucht sind. Bei einer drastischen Gewichtsabnahme ist zudem eine Operation nur bedingt möglich. Ärzte versuchen dann, mit einer künstlichen Ernährung Defizite im Nährstoffhaushalt auszugleichen. Dies funktioniert jedoch nur noch bedingt.


Wann sollte man zum Arzt gehen?

Es wurde bereits darauf verwiesen, dass bei der Diagnose von Magenkrebs mehrere Faktoren ein Problem darstellen: Zum einen äußert sich diese Krebsart im Frühstadium gar nicht. Hier fehlen Symptome bei den meisten Betroffenen gänzlich. Zum anderen sind die Symptome bei einer fortgeschrittenen Krebserkrankung recht unspezifisch und können mit anderen Magenerkrankungen verwechselt werden. Unter Umständen kann lediglich eine Verstimmung des Magens oder regelmäßiger Durchfall bemerkt werden. Betroffene suchen hernach möglicherweise keinen Arzt auf. Dadurch wird eine schnelle Behandlung oftmals verzögert. Aus diesem Grund sei an dieser Stelle dazu geraten, einen Arzt aufzusuchen, sobald sich Veränderungen bezüglich der Verdauung zeigen. Regelmäßig einsetzende Übelkeit, dauerhafter Durchfall, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, häufiges Sodbrennen, Magenschmerzen und Erbrechen sollten stets von einem Fachmann abgeklärt werden. Darüber hinaus sollte eine rapide Gewichtsabnahme unbedingt untersucht werden. Dies gilt besonders dann, wenn es keinen ersichtlichen Grund für den Gewichtsverlust gibt. Auch wenn nach einer Diät das Gewicht weiter sinkt, gilt es einen Arzt aufzusuchen.

Eine regelmäßige Kontrolle des Magens gibt es im Rahmen der üblichen Routineuntersuchungen eigentlich nicht. Es kann aber hilfreich sein ab einem Alter von circa 60 Jahren den Arzt darum zu bitten, den Magen bei den regelmäßigen Untersuchungen mit zu begutachten. Hierdurch ist eventuell eine schnelle Diagnose von Magenkrebs möglich. Dies gilt auch bei Personen, deren nahe Verwandte bereits an Magenkrebs erkrankt sind.

Behandlungsmethoden & Therapie

Die Behandlung eines Magenkrebskarzinoms richtet sich in erster Linie danach, welche Ausmaße der Tumor bereits eingenommen hat und ob der Krebs in anderen Bereichen Metastasen gebildet hat. In der Regel beginnt die Therapie jedoch mit einem operativen Eingriff. Ist hernach noch Krebsgewebe vorhanden, kann eine Strahlentherapie vorgenommen werden. Sind jedoch die Lymphknoten oder andere Organe befallen, ist es unumgänglich, medikamentös zu behandeln. Dies geschieht mit der sogenannten Chemotherapie.

Ist ein Magenkarzinom noch sehr unausgeprägt und hat lediglich kleine Teile der Magenschleimhaut angegriffen, ist es möglich, bei einer Operation einen geringen Teil der Schleimhaut zu entfernen. Diese Behandlung ist besonders magenschonend. Es ist möglich, dass hernach an der betroffenen Stelle Vernarbungen eintreten, in der Regel wird jedoch die Schleimhaut nachgebildet und der Magen bleibt voll funktionsfähig. Dies ist jedoch nur im Frühstadium der Erkrankung möglich. In Deutschland werden Karzinome im Magen jedoch erst spät entdeckt. Hier ist ein solches Vorgehen meist nicht möglich. Abhängig vom Ort des Auftretens wird oftmals eine Teilresektion des Magens vorgenommen. Es wird also ein Teil des Magens entnommen. Es gibt hierfür verschiedene Möglichkeiten. Beispielsweise kann die Klappe zur Speiseröhre entfernt werden. Aber auch Teile des Magenkorpus sind unter Umständen betroffen und werden hernach operativ entfernt. Hat der Tumor jedoch sehr viel Gewebe geschädigt oder es treten mehrere kleine Tumore an verschiedenen Stellen im Magen auf, wird eine komplette Magenentfernung vorgenommen. Das Organ kann vollständig entfernt werden, wodurch die Speiseröhre schließlich in den Dünndarm mündet. Der Patient ist hernach noch lebensfähig, wird allerdings mit einigen Problemen bei der Nahrungsaufnahme rechnen müssen. Diese sind mit einer gezielten Ernährung jedoch in den Griff zu bekommen.

Einige Tumore sind nicht operabel beziehungsweise lassen sich nur in Teilen entfernen. Dies ist beispielsweise dann der Fall, wenn neben dem Magen auch Teile der Speiseröhre betroffen sind. Außerdem ist es möglich, dass sich auch nach der Magenentfernung Magenkrebszellen im Körper ausbreiten, da diese beispielsweise in den Lymphen verbleiben sind. Hier kann eine Strahlentherapie eingesetzt werden. Dabei werden Krebszellen gezielt mit Strahlung in mehreren Sitzungen zerstört. Oftmals ist diese Behandlung erfolgsversprechend. Allerdings geht sie mit diversen Nebenwirkungen einher. Sie schwächt zum einen das Immunsystem des Körpers und kann sehr langwierig sein. Manchmal wächst hernach der Krebs bedeutend schneller, als er bestrahlt werden kann. Ziel der Bestrahlung kann es auch sein, den Krebs soweit zu vermindern, dass er operabel wird.

Sind weder operative Eingriffe noch die Strahlentherapie erfolgreich, bleibt als letzte Behandlungsmöglichkeit die Chemotherapie. Sie dient auch dazu, metastasierenden Krebs zu behandeln. Hierfür werden spezielle chemische Medikamente intravenös in den Körper geleitet. Sie zerstören hernach die Krebszellen. Problematisch ist diese Behandlung vor allem deswegen, weil sie auch gesundes Gewebe schädigt und zudem massiv auf das Immunsystem des Körpers einwirkt. Betroffene sterben oftmals nicht aufgrund des Krebses selbst, sondern infolge der gravierenden Behandlung. Dies gilt insbesondere bei Magenkrebs, da der Allgemeinzustand von Patienten aufgrund des geringen Gewichts und der erschwerten Nahrungsaufnahme nicht selten sehr angegriffen ist. Dem versuchen Ärzte vor allem mit einer Magensonde oder intravenöser Vitaminzufuhr vorzubeugen. Dennoch gestaltet sich die Behandlung stets als sehr schwierig, da die richtige Balance zwischen wirksamer Medikation und Stabilhaltung der Gesundheit gefunden werden muss. Dies ist selbst für erfahrene Onkologen eine Herausforderung. Bislang ist mangels anderer Behandlungsmethoden die Chemotherapie allerdings die wirksamste Behandlung im Kampf gegen den Magenkrebs.

Die Therapie richtet sich nach dem Stadium der Erkrankung. Wird der Krebs früh erkannt, kann er bei einer Operation vollständig entfernt werden. Ist der Tumor bereits zu groß für eine Operation, wird er durch eine Chemo- oder Strahlentherapie zunächst verkleinert. Seit einiger Zeit wird eine immunstärkende Misteltherapie als unterstützende Maßnahme diskutiert, die Wirksamkeit ist allerdings noch nicht wissenschaftlich nachgewiesen.


Vorbeugung – Impfung & Prävention

Im Grunde genommen gibt es viele Möglichkeiten einem Magenkrebs vorzubeugen. Einen Garant, niemals von dieser Krankheit betroffen zu sein, gibt es jedoch nicht. Dies liegt vor allen Dingen daran, dass die genauen Ursachen eines Magenkarzinoms von der Wissenschaft noch nicht ermittelt wurden. Es wird jedoch vermutet, dass bestimmte Genmerkmale für die Entwicklung dieser Krankheit verantwortlich sind. Diese lassen sich selbstverständlich nicht vorbeugen. Auch Impfungen existieren hier noch nicht. Allerdings gibt es eine Reihe von Risikofaktoren, die unbedingt vermieden werden sollten. Denn offenbar zeichnet sich eine Kombination aus bestimmten Genmerkmalen sowie einer Kontamination mit karzinogenen Substanzen dafür verantwortlich, dass ein Mensch an Magenkrebs erkrankt.

Als wichtigste Präventionsmaßnahme kann an dieser Stelle der komplette Verzicht auf Tabakwaren genannt werden. Zigarettenrauch gilt gemeinhin als Krebsauslöser Nummer 1 in unserer heutigen Gesellschaft. Da Tabak jedoch, zumindest in Deutschland, überall beinahe ohne Einschränkungen für Erwachsene erhältlich sind und das Rauchen lange Zeit als gesellschaftlich akzeptiert galt, gibt es immernoch viele Raucher. In den letzten Jahren wurde versucht durch Versteuerung von Tabakwaren sowie großangelegte Aufklärungskampagnen und Rauchverbote im öffentlichen Raum gegen das Rauchen anzugehen. Erfolge konnten dahingehend erzielt werden, dass vor allen Dingen junge Menschen weniger häufig mit dem Rauchen beginnen. Bei jenen Menschen jedoch, die bereits Raucher sind, helfen solche Maßnahmen nur bedingt. Immerhin gilt die Nikotinsucht als vergleichsweise hartnäckig, da sie sich nicht nur körperlich, sondern vor allem psychisch manifestiert. Es gibt eine lange Reihe Rauchentwöhnungsprogramme, viele von diesen haben jedoch keinen langfristigen Effekt. Außerdem gehen die Meinungen bezüglich der richtigen Herangehensweise auch bei Suchttherapeuten stark auseinander. Einige Experten raten dazu, sich mit Ersatzprodukten, beispielsweise E-Zigaretten und Nikotinkaugummis langsam zu entwöhnen. Andere Suchttherapeuten halten dies jedoch für gefährlich, da die Rückfallquote bei Einsatz solcher Produkte erhöht scheint. Sie raten vielmehr zu einem sogenannten kalten Entzug, also dem kompletten abruptem Rauchstopp. Hier sollen Sport und Verhaltenstherapie als Maßnahmen herangezogen werden. An dieser Stelle kann weder das eine noch das andere Verfahren als geeigneter hervorgehoben werden. Wichtig ist in erster Linie überhaupt das Rauchen aufzugeben. Welche Maßnahme individuell geeignet ist, kann beispielsweise mit einem Suchttherapeuten besprochen und ausprobiert werden. Bleibt der Entzug zunächst mit einer Methode erfolglos, kann schließlich noch die andere probiert werden. Wichtig ist jedoch, den Rauchstopp nicht auf die lange Bank zu schieben, sondern schnellstmöglich damit zu beginnen. Nur so kann das Gefahrenpotential, das von Zigaretten ausgeht, gesenkt werden.

Eine weitere wichtige Maßnahme ist, übermäßigen Alkoholkonsum zu meiden. Obgleich es in der Gesellschaft eine extrem hohe Akzeptanz für den Genuss von Alkohol gibt, sollte doch beachtet werden, dass es sich hier um ein Körpergift handelt. Alkohol ist in keinem Falle gesund. Gerade für den Magen stellt er eine potentielle Gefahrenquelle dar. Es gilt daher im besten Falle komplett auf den Konsum alkoholischer Getränke zu verzichten. Hierdurch wird auch das Suchtrisiko gesenkt.

Eine wichtige Maßnahme bei der Prävention von Magenkrebs besteht in der richtigen Nahrungsaufnahme. Nicht nur die Lebensmittel sollten unter dem Aspekt der Gesundheit gewählt werden, auch das Essen selbst sollte nach gewissen Richtlinien erfolgen. Im Prinzip gilt, dass alles was den Magen schont, als vorteilhaft zu werten ist. Beispielsweise ist es gesünder selbst zu kochen, als Fertigprodukte zu konsumieren. Jedoch sollte darauf geachtet werden, dass Lebensmittel stets gründlich gereinigt und gewaschen werden. Das reduziert die Anzahl der Keime und Bakterien, die den Magen schädigen können. Darüber hinaus sind feste Essenszeiten, die Verteilung der Mahlzeiten über den Tag, die Einnahme nur kleiner Portionen und säurereduzierende Lebensmittel günstig. Wer sich unsicher darüber ist, ob das eigene Essverhalten und die gewählten Lebensmittel tatsächlich gesundheitsfördernd sind, sollte einen Ernährungsberater aufsuchen. Dieser kann einen individuellen Plan erstellen, der dabei hilft, den Magen gesund zu halten.


Leben nach der Magenentfernung

Die Entfernung des Magens gehört in vielen Fällen zu einer notwendigen und unabdingbaren Maßnahme bei der Behandlung gegen Magenkrebs. Für den Patienten stellt dies selbstverständlich einen gravierenden Einschnitt in das normale Alltagsleben dar. Immerhin erfüllt der Magen vielfältige Funktionen bei der Verdauung und bei der Nahrungsaufnahme. Zum einen wird in diesem Organ die zerkleinerte Nahrung gesammelt und mit Magensaft für die Verdauung im Darm aufbereitet, zum anderen werden hier wichtige Enzyme produziert, die bei der Aufspaltung von Vitaminen und anderen lebenswichtigen Stoffen helfen. Ohne diese Enzyme können einige Nahrungsmittel nicht mehr vom Körper verarbeitet werden. Dies gilt in gewissem Maße auch dann, wenn nur Teile des Magens entfernt wurden. Aus dem Fehlen des Magens oder großer Magenteile ergeben sich eine Reihe verschiedener Probleme, mit denen Betroffene umzugehen lernen müssen.

Wesentlich ist zunächst, dass die Nahrung von der Speiseröhre direkt in den Dünndarm geleitet wird, insofern der Magen als Zwischenstation fehlt. Allerdings reagiert der Dünndarm, der von einem dichten Nervengeflecht durchsetzt ist, nicht selten sehr sensibel auf große Nahrungsmengen. Gerade wenn Speisen nur mäßig zerkleinert oder von Speichel durchsetzt sind, können starke Schmerzen und Koliken einsetzen. Darüber hinaus setzt oftmals das sogenannte Dumping-Syndrom ein. Es äußert sich auf vielfältige Weise, führt aber in jedem Falle dazu, dass die Nahrung nicht vom Körper verwertet wird. Entweder setzt sogleich nach der Nahrungsaufnahme ein Druckschmerz, Übelkeit und Erbrechen oder starker Durchfall ein. Auch Kreislaufprobleme sind hier nicht selten. Es ist allerdings auch möglich, dass erst einige Stunden nach dem Essen Probleme auftreten. Diese gehen zumeist darauf zurück, dass der Dünndarm die eintreffende Nahrung ob ihrer Größe und schlechten Durchfeuchtung nicht aufspalten kann und der Blutzuckerspiegel im Körper erst stark ansteigt, dann jedoch rapide absinkt. Es entsteht eine starke Unterzuckerung, die mit Kreislaufproblemen einhergeht und sich durch Schwindelgefühle und Schwäche bis hin zur Ohnmacht auszeichnet. Um das Dumping-Syndrom zu vermeiden, ist es notwendig, dass Nahrung stets gut durchgekaut wird. Hierdurch erreichen keine zu großen Stücke den Dünndarm. Außerdem wird der Speisebrei hierdurch genügend mit Speichel durchnetzt. Die im Speichel befindlichen Enzyme helfen entscheidend bei der Verdauung der Lebensmittel und sorgen außerdem dafür, dass genügend Feuchtigkeit vorhanden ist, damit der Brei durch den Darm wandern kann, ohne dass dem Körper eine große Menge an Flüssigkeit entzogen wird. Aus den gleichen Gründen empfiehlt es sich ausreichend zu trinken.

Wird der Magen eines Krebspatienten komplett entfernt, muss zumeist auch die kleine Klappe am Ende der Speiseröhre beseitigt werden. Diese verhindert bei einer normalen Verdauung, dass Magensäure in die Speiseröhre gelangt, was im Volksmund als Sodbrennen bekannt ist. Fehlt die Klappe jedoch, kann es in sehr starkem Maße zu Sodbrennen kommen. Bei der aufsteigenden Flüssigkeit handelt es sich hernach jedoch nicht um Magensaft, sondern um andere Flüssigkeiten, die bei der Verdauung eine Rolle spielen. Hier seien beispielsweise Galle oder Sekrete aus der Bauchspeicheldrüse genannt. Sie können jedoch genauso wie die Magensäure Schäden an der Speiseröhre hervorrufen. Um ein solches Sodbrennen zu vermeiden, müssen Patienten in der Regel komplett auf scharfe Gewürze, auf Kohlensäure sowie alle Lebensmittel verzichten, die Säurebildung verstärken. Es ist außerdem nicht empfehlenswert nach dem Essen Sport zu treiben oder sich auf den Rücken zu legen. Dadurch ist es möglich, dass der Speisebrei zurückläuft und Flüssigkeiten in die Speiseröhre gelangen. Ärzte raten daher zu einer Ruhezeit, die vorwiegend in einer sitzenden Haltung oder liegend mit erhöhtem Oberkörper vorgenommen wird.

Ein weiteres Problem, dass nach einer Magenentfernung auftritt, ist der fehlende Appetit sowie ein schnelles Völlegefühl. Dies führt dazu, dass Patienten nicht ausreichend Nahrung zu sich nehmen und aus diesem Grund mit starken Gewichtsproblemen zu kämpfen haben. Die Krebsbehandlung sowie der Krebs selbst führen nicht selten zu starkem Untergewicht und diversen Mangelerscheinungen. Dies sollte selbstverständlich so gut es möglich ist verhindert werden. Hier helfen ein strikter Speiseplan, den es einzuhalten gilt, auch wenn kein Appetit vorhanden ist. Generell kann die Lust auf Essen durch sportliche Aktivitäten gesteigert werden. Einem schnellen Völlegefühl kann entgegengewirkt werden, indem über den Tag verteilt mehrere kleine Mahlzeiten eingenommen werden. Dies wirkt auch Übelkeit und Erbrechen entgegen, die ebenfalls zu den üblichen Problemen bei einer Magenentfernung gehören.

Die meisten Patienten, bei denen eine Magenentfernung vorgenommen wurde, leiden unter starkem Durchfall. Hierfür gibt es mehrere Gründe. Zum einen bewirkt der Magensaft bei gesunden Personen, dass Keime und Bakterien, die mit der Nahrung aufgenommen werden, abgetötet werden. Fehlt die Säure, werden mit dem Speisebrei jene Erreger in tiefere Schichten des Verdauungstraktes getragen. Dort können sie Infektionen und Reizungen hervorrufen, wodurch die Verdauung nicht mehr funktioniert und die Lebensmittel hernach aus dem Körper herausgeschwemmt werden. Außerdem ist es für den Körper schwieriger gewisse Lebensmittel zu verarbeiten, wenn diese zuvor nicht in Kontakt mit Enzymen aus der Magensäure gekommen sind. Hierzu zählen unter anderem Eiweiße oder Milchhaltige Produkte. Betroffene müssen hernach darauf achten, dass die eingenommene Nahrung möglichst keimfrei ist. Gründliches Waschen, Reinigen und Kochen der Lebensmittel ist deshalb besonders wichtig. Außerdem gilt es auf bestimmte Lebensmittel schlicht zu verzichten. Dies kann mit einem Ernährungsberater abgesprochen werden.

Eine große Rolle nach der Magenentfernung spielt die Verdauung von Fetten. Bei dieser spielt der Magen normalerweise eine übergeordnete Rolle. Fehlt er, ist in der Regel die Fettverdauung gestört. Patienten bemerken dies meist dadurch, dass der Stuhl gräulich verfärbt und schmierig beziehungsweise fettig ist. Wird Fett unverdaut ausgeschieden, fehlt es oftmals an notwendiger Energie, die ein Mensch zum Leben benötigt. Betroffene müssen also darauf achten, dass sie sich einerseits fettarm ernähren, zum anderen muss aber der Energiebedarf des Körpers gedeckt sein. Genug Kohlenhydrate müssen aufgenommen werden, ohne dass die Verdauung zu sehr erschwert wird. Das gilt auch für Vitamine und Mineralstoffe. Dies stellt nicht selten einen Drahtseilakt dar. Wie die richtige Ernährung aussehen soll, muss oftmals von Patienten erst erlernt werden und kann unter Umständen einen längeren Zeitraum dauern. Ohne Hilfe ist zumeist eine beschwerdefreie Ernährung nicht möglich. Aus diesem Grund sollte nach einer Magenentfernung stets ein Ernährungsberater aufgesucht werden, der dabei hilft, die richtigen Lebensmittel zu finden und einen günstigen, auf den Alltag abgestimmten Ernährungsplan zu erstellen.

Aber auch dann, wenn alle Maßnahmen ergriffen werden, die Ernährung nach einer Magenentfernung so normal und gesund wie möglich zu gestalten, wird es stets eine Reihe von Problemen geben, die bestehen bleiben. Hierzu gehört beispielsweise, dass Betroffene zumeist gegen Untergewicht zu kämpfen haben. Außerdem muss ein Leben lang auf Alkohol und Rauchwaren sowie verschiedene Speisen verzichtet werden. Dies ist für einige Menschen besonders schwierig, da dies schwer in einen normalen Alltag integrierbar ist und überdies möglicherweise der gelernten Ernährung sowie persönlichen Vorlieben entgegensteht. Hier sollte jedoch Durchhaltevermögen und Wille im Vordergrund stehen. Außerdem sollten Angehörige und Bekannte in die Folgen einer Magenentfernung eingeweiht werden. Dies kann hilfreich sein, da bei größerem Verständnis und Unterstützung diverse Maßnahmen besser vom Betroffenen ausgeführt werden können. Darüber hinaus ist jedoch auch nach einer Magenentfernung ein relativ normales Leben möglich.


Prognose zur Heilung

Wie bei den meisten Krebserkrankungen hängt der Heilungserfolg auch bei Magenkrebs maßgeblich damit zusammen, wann der Krebs entdeckt wurde, um welche Krebsart es sich handelt und wie weit er sich schon im Körper ausgebreitet hat. Dabei gilt die Faustregel, dass ein Karzinom besser behandelt werden kann, je früher es entdeckt wird. Leider äußert sich ein Magenkrebs im Frühstadium der Erkrankung zumeist gar nicht, verläuft also symptomlos. Er wird unter Umständen bei Routineuntersuchungen entdeckt. In den meisten Fällen erfahren Patienten jedoch erst dann von diesem Krebs, wenn er sich bereits weiter ausgebreitet hat. Hernach bestimmt die Größe und Lage des Tumors den Behandlungserfolg. Lässt er sich problemlos operativ entfernen und hat noch nicht zu viele Schichten der Magenwand durchsetzt, gelingt die Behandlung mit einer Teilentfernung des Magens. Aber auch mittels einer kompletten Resektion dieses Organs kann eine Heilung erzielt werden. Problematisch gestaltet sich die Situation jedoch dann, wenn sich Krebszellen bereits in andere Organe, beispielsweise die angrenzende Speiseröhre oder den Dünndarm ausgebreitet haben. Dann kann eine operative Entfernung schwierig oder gar unmöglich werden. Das gilt vor allem auch dann, wenn sich Metastasen gebildet haben. Dies ist dann der Fall, wenn Magenkrebszellen über das Lymphsystem des Körpers in weiter entfernte Gewebeteile vorgedrungen sind und sich hernach in anderen Organen ansiedeln. Beispielsweise ist es möglich, dass Magenkrebszellen die Lunge befallen und so auch diese in Mitleidenschaft ziehen. Nur selten sind dann alle Krebszellen aus dem Körper operativ entfernbar. Strahlentherapie und Chemotherapie werden nötig, können allerdings den Körper stark schwächen und dadurch eine Heilung gefährden.

Aber auch einige Krebs- beziehungsweise Tumorarten gelten als schwer behandelbar. In den meisten Fällen handelt es sich bei Magenkrebs um sogenannte Adenokarzinome. Diese wachsen vergleichsweise langsam und neigen nicht zur starken Metastasierung. Aus diesem Grund sind sie vergleichsweise einfach zu behandeln. Anders gestaltet sich die Situation jedoch in Bezug auf beispielsweise das Lymphom oder das Sarkom. Hier sind nicht selten drastische Behandlungsmethoden nötig, die für den Patienten durchaus gefährlich werden können.

Es lässt sich zusammenfassen, dass allgemeine Aussagen über die Erfolge einer Krebsbehandlung und die Heilungschancen bei Magenkrebs nicht gegeben werden können. Ausschlaggebend sind die persönlichen Umstände sowie die individuelle Krankheitsgeschichte, die gesundheitliche Verfassung des Patienten sowie die gewählte Behandlungsmethode. Aufgrund der Möglichkeit einer kompletten Magenentfernung sowie den Fortschritten in der Medizin in den vergangenen Jahren ist jedoch eine Heilung insgesamt wahrscheinlicher als noch vor einigen Jahrzehnten. Die Prognose hängt bei Magenkrebs sehr stark davon ab, in welchem Stadium die Erkrankung diagnostiziert und behandelt wird. Beim Frühkarzinom liegt die durchschnittliche 5-Jahres-Überlebensrate bei über 85 %. Sie sinkt aber bei einer Entdeckung im fortgeschrittenen Stadium auf unter 10 % ab.


Alternative Behandlungsmethoden

Es gibt verschiedene Arten alternativer Behandlungen, die bei Krebs angewendet werden können. Es handelt sich hierbei zum einen um neue Ansätze aus dem Bereich der konventionellen Medizin, die in Forschungsstudien erprobt werden und unter wissenschaftlicher Aufsicht durchgeführt werden. In den vergangenen Jahren wurde beispielsweise mit der sogenannten Antikörper-Therapie experimentiert, die bereits einige Erfolge verzeichnen konnte. Kern dieses Therapieansatzes ist es, das Immunsystem auf Tumorzellen zu spezialisieren. Hierdurch könnte erreicht werden, dass körpereigene Antikörper, die durchaus in der Lage sind, Krebsmarker zu registrieren, eigenständig Krebszellen angreifen. Hierfür sollen im Labor erste Antikörper hergestellt und dem Patienten verabreicht werden. Die körpereigenen Stoffe könnten das Verhalten der im Labor hergestellten Antigene schließlich nachahmen und sich ebenfalls gegen Krebszellen richten. Bislang steckt dieses Verfahren jedoch noch in der Anfangsphase und ist noch kein zuverlässiger Ersatz für eine Strahlen- oder Chemotherapie.

Neben den wissenschaftlichen alternativen Ansätzen existieren eine Reihe naturmedizinischer und homöopathischer Therapien, die vor allem im Internet empfohlen werden. Dazu gehört beispielsweise die Vitamin-B17-Therapie. Vitamin B17 kommt natürlich in Pflanzenkernen, beispielsweise in Bittermandeln, in Aprikosenkernen und Apfelkernen vor. Darüber hinaus findet es sich in Linsen, Leinsamen, Buchweizen und Bambussprossen. Immer wieder ist zu lesen, dass konzentriertes Vitamin B17 Magenkrebszellen am Wachstum hindern soll, Schmerzen lindert und einer Metastasierung des Krebses vorbeugt. Hierfür liegen allerdings bislang noch keine aussagekräftigen Studien vor, welche die Wirksamkeit bestätigen können. Obgleich diese Therapie bereits in den 70er Jahren entwickelt wurde, basieren Berichte über Behandlungserfolge lediglich auf einigen undokumentierten Fallbeispielen. An der tatsächlichen Wirksamkeit ist aus diesem Grund zu zweifeln. Präparate, die auf Vitamin B17 basieren sollten daher kein Ersatz für konventionelle Therapien bilden. Ihr Einsatz sollte darüber hinaus mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden. Selbstversuche mit Pflanzenkernen wie Aprikosenkernen sollten unter gar keinen Umständen durchgeführt werden. Diese enthalten eine hohe Konzentration an Blausäure, die für den Menschen gefährlich werden kann und zu gesundheitlichen Schäden führt.

Eine bedeutende Rolle kommt den alternativen Therapien zu, die sich darauf spezialisiert haben, bei einer Krebstherapie unterstützend zu wirken. Dies gilt in erster Linie für jene Maßnahmen, welche die Lebensqualität der Betroffenen stärken und die Psyche von Patienten stabilisieren soll. Hierzu zählen unter anderem Phytho- und Lichttherapie, Kunsttherapie, Bewegungstherapie sowie Tiertherapie. Welcher Behandlungsansatz gewählt wird, hängt neben dem individuellen Geschmack vor allem damit zusammen, welche Maßnahmen regional angeboten werden und welche Therapien von der Krankenkasse getragen werden können.

Welche Hausmittel können helfen?

Hausmittel können selbstverständlich keine konventionelle Krebstherapie ersetzen. Es ist allerdings möglich, mittels bestimmter Hausmittel zwei grundlegenden Problemen bei Magenkrebs entgegen zu wirken. Zum einen empfinden Betroffene im Oberbauch oftmals Schmerzen und leiden unter Unwohlsein und Krämpfen. Hier kann es durchaus hilfreich sein, mit warmen Wickeln oder einer Wärmflasche Schmerzen zu lindern. Dies ist vor allem bei Krämpfen erfolgreich. Die Wärme sorgt dafür, dass der Magen und die umliegenden Verdauungsorgane besser durchblutet werden. Gerade bei einer Anämie kann dies hilfreich sein. Allerdings kann Wärme durch die verstärkte Durchblutung auch einen gegenteiligen Effekt erzielen. Ob eine Wärmebehandlung tatsächlich wohltuend ist, kann problemlos vom Patienten ausprobiert werden.

Ein anderes Problem bei Magenkrebs ist, dass Betroffene oftmals an Appetitlosigkeit leiden. Der Hunger kann jedoch mit Sport sowie Bewegung an der frischen Luft gefördert werden. Welche Aktivitäten hierbei gewählt werden, kann von Betroffenen individuell entschieden werden. Es sollte jedoch darauf geachtet werden, sich nicht zu sehr zu entkräften. Langsame Sportarten, beispielsweise Yoga, Spaziergänge oder gemäßigtes Schwimmen, sind aus diesem Grund empfehlenswert. Es gilt darüber hinaus, nicht mehr Sport zu treiben und Kalorien zu verbrennen, als dem Körper zugeführt werden.

Die folgenden Hausmittel haben sich im Bezug auf Magenkrebs als erfolgreich im Sinne der Begleittherapie gezeigt:

  • lauwarme Tees
  • warme Umschläge
  • Wärmflasche
  • ausreichend Schlaf
  • ausreichend frische Luft
  • sportliche Aktivitäten

Heilkräuter & Heilpflanzen

Heilkräuter und Pflanzen gehören heute bei der Behandlung gegen diverse Krankheiten zum festen Programm. Sie ersetzen selbstverständlich keine konventionelle Therapie, erleichtern aber oftmals die Behandlung durch verschiedene Pflanzeneigenschaften. So können einige Kräuter bei Schmerzen oder Übelkeit eingesetzt werden, den Patienten beruhigen und zu einem erholsamen Schlaf beitragen. Im Bezug auf Magenkrebs gilt es jedoch, besonders vorsichtig zu sein. Da Tees und Tränke den Magen ebenfalls reizen können, ist bei einigen Patienten der Einsatz diverser Kräuter möglicherweise kontraproduktiv. Es sollte besonders darauf geachtet werden, dass bei der speziellen Krebsart und Schädigung der Magenschleimhaut, die eingenommenen Kräuter gut vertragen werden. Knoblauch beispielsweise wirkt in vielen Fällen entzündungshemmend und ist daher sehr gesund für den Körper. Bei einem gereizten Magen kann er jedoch Durchfall begünstigen und zu Sodbrennen beitragen. Ob die Einnahme von Heilpflanzen sinnvoll ist, sollte also in jedem Falle mit dem behandelnden Arzt oder einem geschulten Ernährungsberater abgesprochen werden.

Von Heilpraktikern wird bei der Behandlung gegen Magenkrebs vor allen Dingen zu folgenden Heilpflanzen geraten:

  • Rotklee
  • Kapuzinerkresse
  • Moosfarn
  • Süßholz
  • Fenchel
  • Salbei
  • Jiaogulan
  • Hagebutte
  • Hopfen
  • Knoblauch

Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.

Ätherische Öle

Ätherische Öle können bei der Krebstherapie verschiedene Funktionen erfüllen. Unter anderem sind sie dafür geeignet Stress zu reduzieren, Depressionen zu mindern, die Stimmung insgesamt zu heben oder Schmerzen zu lindern. Allerdings sind nicht alle Öle für jeden Patienten geeignet. Beispielsweise können einige Öle Reizungen der Schleimhaut bewirken und sollten daher nicht zu häufig beziehungsweise gar nicht konsumiert werden. Ob Öle individuell in Frage kommen, sollte aus diesem Grund mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden.

Folgende Öle können bei der Behandlung gegen Magenkrebs unterstützend eingesetzt werden:

  • Cirusöl
  • Thymian
  • Oregano
  • Rosmarin
  • Kamille
  • Lavendel
  • Weihrauch
  • Zimt
  • Zitronengras

Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.

Homöopathie & Globuli

In den vergangenen Jahren wurde in der medizinischen Fachwelt immer wieder kontrovers über den Einsatz von homöopathischen Mitteln in der Behandlung gegen Krebs diskutiert. Da vor allem Heilpraktiker solche Mittel empfehlen und im Internet ein großes Forum für solche Empfehlungen geboten wird, glauben viele Menschen an einen überwältigenden Heilungserfolg durch Homöopathie sowie eine vergleichsweise komplikationsfreie und schmerzlose Behandlung. Es soll an dieser Stelle allerdings darauf hingewiesen werden, dass es hierfür keinerlei Beweise gibt. Die meisten homöopathischen Mittel konnten noch nicht in umfassenden Studien untersucht werden. Darüber hinaus handelt es sich nicht bei allen Produkten um tatsächliche Medikamente, sondern lediglich um Placebos, also wirkungslose Zuckerpillen, die keinerlei Einfluss auf die Gesundheit eines Menschen haben. Nur wenige homöopathische Mittel haben eine tatsächliche Wirkung bei der Behandlung gegen verschiedene Krankheiten. Eine konventionelle Krebstherapie können sie jedoch in keinem Falle ersetzen. Hier gilt es immerhin, schädliche Zellen komplett zu vernichten. Sie können hingegen nicht repariert oder geheilt werden. Mittel die so etwas versprechen, sind aller Wahrscheinlichkeit nach komplett wirkungslos oder beeinträchtigen die Gesundheit eher negativ. Die Einnahme von Globuli sollte daher mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden und lediglich zur Unterstützung herangezogen werden. Hierfür eignen sich beispielsweise folgende Mittel:

Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.

Schüssler-Salze

Ebenso wie homöopathische Mittel können auch Schüssler Salze keine konventionelle Krebstherapie ersetzen. Ihre Wirksamkeit in Bezug auf Krebserkrankungen konnte bislang noch nicht valide nachgewiesen werden. In keinem Falle ersetzen sie eine Operation, Strahlenbehandlungen oder eine Chemotherapie. Aus diesem Grund kommt Schüssler Salzen höchstens eine unterstützende Funktion bei einer Krebstherapie zu. Ob Salze jedoch überhaupt zur Behandlung geeignet sind und die Therapie nicht negativ beeinträchtigen, sollte unbedingt mit dem behandelnden Arzt abgeklärt werden. Hier ist es im Regelfall nicht ausreichend sich allein auf die Aussagen von Heilpraktikern oder Packungsbeilagen zu verlassen. Ob die folgenden Mittel bei einer individuellen Magenkrebsbehandlung zulässig sind oder nicht, sollte folglich im Ermessen des Onkologen liegen.

Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.

Diät & Ernährung

Selbstverständlich spielt Ernährung bei Magenkrebs eine übergeordnete Rolle. Zum einen entscheidet die Aufnahme geeigneter Lebensmittel über das individuelle Wohlempfinden des Patienten. Da die Magenschleimhaut oftmals angegriffen und geschädigt ist, werden nicht alle Lebensmittel in gleichem Maße vertragen. Es ist folglich auf eine schonende Kost zu achten. Auf der anderen Seite kämpfen Magenkrebspatienten nicht selten gegen eine starke Gewichtsabnahme. Die Krankheit selbst führt dazu, dass Nahrungsmittel nicht mehr vom Körper verarbeitet werden können. Untergewicht und Mangelernährung sind die Folge. Auch die Krebstherapie führt dazu, dass starke Gewichtsschwankungen auftreten können. Dies gilt vor allem auch dann, wenn der Magen aufgrund einer bereits fortgeschrittenen Krebserkrankung entfernt werden musste. Bei der Ernährung ist aus diesem Grund darauf zu achten, dass der Patient bei Kräften bleibt und nach Möglichkeit sein Gewicht hält. Eine strenge Diät oder speziell einzuhaltende Kost gibt es eigentlich nicht. Jeder Patient benötigt eine individuell auf ihn abgestimmte Ernährung. Aus diesem Grund muss bei einer Behandlung stets ein Ernährungsberater herangezogen werden.

Wie bereits angedeutet, gilt ein vornehmliches Ziel bei der Behandlung von Magenkrebs der Stabilisierung des Gewichts. Gerade vor einer Operation oder dem Beginn einer Strahlentherapie ist es notwendig, dass der Patient zu Kräften kommt und der Körper mit genügend Nährstoffen versorgt wird. Hierfür empfiehlt sich beispielsweise der Einsatz von Trinknahrung. Es handelt sich dabei um einen leicht verdaulichen Brei, der mit speziellen Vitaminen und Mineralstoffen angereichert wird. Geeignet ist auch die Aufnahme von Babybrei. Dieser enthält besonders viele Kalorien und kann aus diesem Grund bei der Gewichtszunahme helfen. Es muss allerdings darauf geachtet werden, dass kein zusätzlicher Zucker im Brei enthalten ist, da dieser wiederum nur schwer aufgenommen und verarbeitet werden kann. Der eingesetzte Brei sollte aus diesem Grund von einem Fachmann überprüft werden.

Hat ein Patient vor der Behandlung bereits sehr stark Gewicht abgenommen, muss unter Umständen eine Magensonde eingesetzt und mit einer künstlichen Ernährung begonnen werden. Darüber hinaus können intravenös Nährstoffe verabreicht werden. Dieses Vorgehen wird parenterale Ernährung genannt. In einigen Fällen wird auch eine komplett künstliche Ernährung notwendig sein. Dies bedeutet, dass die Nahrung entweder parenteral oder enteral, daher in den Darm, verabreicht wird. Unabhängig davon, welche Form der Ernährung vom Arzt angesetzt wird, muss das Gewicht des Patienten stabil gehalten werden. Leider ist es nur in den seltensten Fällen möglich, dass ein Normalgewicht erreicht werden kann.

Neben der Gewichtshaltung steht im Fokus der Ernährung bei Magenkrebs, dass Patienten nach Möglichkeit die empfindliche Magenschleimhaut schonen. Hierfür gilt es eine Reihe einfacher Maßnahmen zu beachten. Beispielsweise sollten keine sehr großen Mahlzeiten eingenommen werden. Vielmehr sollten über den Tag verteilt kleine Portionen gegessen werden. Dies schont den Magen dahingehend, dass nur wenig Magensaft gebildet werden muss, um die Nahrung zu durchmischen. Die Schleimhaut wird dadurch nur in geringem Maße beansprucht. Es ist darüber hinaus sinnvoll, die aufgenommenen Speisen sehr gründlich zu kauen. Dies hilft der Vorverdauung. Zusätzlich sollte viel getrunken werden. Hierfür eignen sich vor allem ungesüßte Tees, Wasser oder verdünnte Frucht- und Gemüsesäfte. Auf zuckerhaltige Getränke sollte der Patient hingegen komplett verzichten.

Es gibt neben zuckerhaltigen Getränken und Speisen noch weitere Lebensmittel, auf die komplett verzichtet werden sollte. Kohlensäurehaltige Limos und Wasser müssen unbedingt vermieden werden. Sie reizen die Schleimhaut und können unter Umständen zu Sodbrennen führen, was die bereits angegriffene Schleimhaut noch weiter schädigen kann. Alkohol und Tabakwaren dürfen ebenfalls nicht konsumiert werden. Schwer verdauliche Substanzen, etwa Milch, allergene Stoffe wie Sellerie oder Senf und reizende Stoffe wie Chili gilt es zu meiden. Dies gilt gewiss auch für Lebensmittel mit starken Temperaturunterschieden. Am geeignetsten sind Speisen mit Raumtemperatur. Das Essen darf hingegen weder zu heiß noch zu kalt sein. Patienten müssen daher auf Eis verzichten. Warmes Essen muss vor dem Verzehr abgekühlt werden. Unbedingt zu achten ist weiterhin auf die Hygiene. Alle Lebensmittel müssen gründlich gereinigt werden und dürfen nur bei ausreichender Haltbarkeit verzehrt werden. Da die Schleimhaut des Magens bei einer Krebstherapie ohnehin und bei Magenkrebs im Besonderem angegriffen ist, gelingt es Keimen und Bakterien über das normale Maß hinaus leicht sich hier einzunisten. Dies sollte selbstverständlich vermieden werden. Nach dem Verzehr der Mahlzeiten empfiehlt es sich, einige Zeit zu ruhen und den Körper nicht zu beanspruchen. Dadurch kann verhindert werden, dass Übelkeit und Sodbrennen auftreten.

Insgesamt gesehen richtet sich eine spezifische Ernährung nach den individuellen Bedürfnissen des Patienten. Werden eine Gewichtsabnahme sowie eine Magenreizung erfolgreich verhindert, gelingt in der Regel die Krebstherapie besser und das Wohlbefinden des Patienten kann erheblich gesteigert werden. Auf die Hilfe eines Ernährungsberaters oder eines geschulten Diätologen sollte auf keinen Fall verzichtet werden. Diese Hilfe wird in den meisten Fällen von den Krankenkassen finanziell unterstützt oder sogar komplett getragen.


FAQ – Fragen & Antworten

Führt Stress zu Magenkrebs?

Die meisten Menschen empfinden in schwierigen Situationen, bei anhaltendem Stress oder in Drucksituationen Magenschmerzen. Dadurch, dass Stress das Hormon Cortisol freisetzt, werden im Körper verschiedene Prozesse freigesetzt, zu denen auch ein Anstieg an Magensäure gehört. Hierdurch kann unter Umständen die empfindliche Magenschleimhaut nach und nach geschädigt werden. In der Folge entstehen bei manchen Menschen sogenannte Stressgeschwüre im Magen. Diese sind in der Regel gutartig und lassen sich operativ entfernen. Es ist allerdings möglich, dass sich aus diesen Geschwüren bösartige Tumore bilden. Risikofaktoren wie Rauchen, Alkoholkonsum und eine schlechte Ernährung fördern diesen Prozess. Jedoch ist nicht jeder Magenkrebs auf ein Stressgeschwür zurückzuführen. Und nicht jedes Magengeschwür mündet automatisch in einen Magenkrebs. Tatsächlich gehen nur die wenigsten Krebstumore auf Stress als Ausgangsfaktor zurück.

Was ist eine Gastrektomie
Die Gastrektomie ist die vollständige Entfernung des Magens. Hierbei wird zumeist der Magen unterhalb der Speiseröhre und direkt oberhalb des Dünndarms abgetrennt. Hernach werden Speiseröhre und Dünndarm miteinander verbunden. Hingegen wird bei der sogenannten Magenresektion lediglich ein Teil des Magens entfernt.

Gibt es stets eine klare Ursache für Magenkrebs?
Es existieren verschiedene Theorien darüber, wo die Ursachen für eine Krebserkrankung des Magens liegen. Darüber hinaus gibt es eine Reihe von Risikofaktoren, welche die Entstehung eines Tumors entscheidend begünstigen. Bekannte Faktoren sind beispielsweise Rauchen, Alkoholkonsum sowie eine ungesunde Ernährung oder diverse Krankheiten. Auch Vergiftungen können ein Karzinom zur Folge haben. Es ist jedoch nicht immer möglich, die exakte Ursache für eine Krebserkrankung zu bestimmen. Oftmals tritt ein Magenkarzinom ohne Vorwarnung auf und es lässt sich nicht rekonstruieren, welchen Ursprung die Krankheit hat. Nur in den seltensten Fällen ist es jedoch notwendig zu wissen, was der spezifische Auslöser für ein Karzinom ist. Die Behandlung erfolgt unabhängig hiervon bei den meisten Krebserkrankungen des Magens gleich.

Ist Magenkrebs erblich bedingt?
Eine Reihe von Krebserkrankungen haben ihren Ursprung in der Vererbung. Ein Beispiel hierfür ist Brustkrebs. Vor einigen Jahren wurde ein spezifisches Gen entdeckt, dass das Auftreten von dieser Krebsart sehr wahrscheinlich macht. Allerdings ist auch hier keine absolute Sicherheit gegeben, dass ein Tumor entsteht. Lediglich die statistische Wahrscheinlichkeit steigt, dass sich ein Karzinom bildet. Ein spezifisches Magenkrebsgen wurde allerdings noch nicht ermittelt. Es ist jedoch bekannt, dass es aggressive Arten von Magenkrebs gibt, die auf einer genetischen Prädisposition beruhen. Diese sind jedoch nur sehr selten und bilden weniger als 1 % der Magenkarzinomfälle. Oftmals werden sie dadurch ermittelt, dass mehrere enge Verwandte eines Betroffenen bereits einen Magenkrebs hatten und sich dieser in jungem Alter gebildet hat. Theoretisch ist es in solchen Fällen möglich, vorbeugend eine Magenresektion beziehungsweise eine Gastektomie vornehmen zu lassen. In Deutschland liegt die Entscheidung hierfür jedoch auch vom Arzt ab. Er ist nicht verpflichtet einen solchen Eingriff vorzunehmen und kann ihn aus ethischen Gründen durchaus ablehnen. Dafür spricht, dass trotz genetischer Vorbelastung kein Krebs entstehen muss, eine Magenentfernung jedoch einen gravierenden Einschnitt in das Leben eines Menschen darstellt.

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