Magenkrebs

Inhaltsverzeichnis Magenkrebs

Magenkrebs

Ursachen

Symptome

Diagnose

Therapie

Prognose


MagenkrebsIm Magen vermischt sich die Nahrung mit verschiedenen Verdauungssekreten zu einem sauren Speisebrei.

Die Magenschleimhaut produziert einen neutralen Schleim, der sie vor dem aggressiven Magensaft und Reizungen durch zu heiße Speisen oder Alkohol schützt.

Bei der Bildung des häufigsten Typs von Magenkrebs vermehren sich Zellen der Magenschleimhaut unkontrolliert.

Es entwickelt sich ein Tumor, der das umliegende Gewebe zerstört. Außerdem können die veränderten Zellen über die Blutbahnen in andere Organe gelangen.

Ursachen

Von Magenkrebs betroffen sind vor allem ältere Menschen, Männer häufiger als Frauen. Ein möglicher Auslöser ist eine Infektion mit Helicobacter-Bakterien. Als Risikofaktoren gelten außerdem eine ungesunde Ernährung, übermäßiger Alkoholkonsum, Zigarettenrauch und Vorerkrankungen des Magens.

Insbesondere sollte eine Magenschleimhautentzündung konsequent behandelt werden, um die Entwicklung eines Tumors zu vermeiden.

Symptome

Die Anzeichen der Erkrankung erscheinen bei Magenkrebs im Frühstadium oft harmlos. Typische Symptome sind Appetitlosigkeit, ein Druckgefühl im Oberbauch und eine plötzliche Abneigung gegenüber manchen Speisen und Getränken.

Viele Betroffene nehmen diese ersten Warnsignale nicht ernst, da solche Symptome auch bei ungefährlichen Verdauungsbeschwerden auftreten. Ein Arzt wird oft erst aufgesucht, wenn weitere Krankheitszeichen hinzukommen wie starke Schmerzen, Erbrechen von Blut oder ein ungewollter Gewichtsverlust.

Diagnose

Das wichtigste Diagnoseverfahren bei Verdacht auf Magenkrebs ist die Magenspiegelung (Gastroskopie). Bei dieser nur wenige Minuten dauernden Untersuchung schiebt der Arzt einen dünnen Schlauch mit einer kleinen Lampe, einer Kamera und einem Greifinstrument durch die Speiseröhre in den Magen.

So kann bei Bedarf direkt eine Gewebeprobe entnommen werden (Biopsie). Da Karzinome im fortgeschrittenen Stadium in den Magen bluten können, wird eventuell auch eine Stuhlprobe auf Blutspuren hin untersucht.

Therapie

Die Therapie richtet sich nach dem Stadium der Erkrankung. Wird der Krebs früh erkannt, kann er bei einer Operation vollständig entfernt werden. Ist der Tumor bereits zu groß für eine Operation, wird er durch eine Chemo- oder Strahlentherapie zunächst verkleinert.

Seit einiger Zeit wird eine immunstärkende Misteltherapie als unterstützende Maßnahme diskutiert, die Wirksamkeit ist allerdings noch nicht wissenschaftlich nachgewiesen.

Prognose

Die Prognose hängt bei Magenkrebs sehr stark davon ab, in welchem Stadium die Erkrankung diagnostiziert und behandelt wird. Beim Frühkarzinom liegt die durchschnittliche 5-Jahres-Überlebensrate bei über 85 %. Sie sinkt aber bei einer Entdeckung im fortgeschrittenen Stadium auf unter 10 % ab.

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