Magengeschwür

Inhaltsverzeichnis Magengeschwür

Magengeschwür

Ursachen

Symptome

Diagnose

Therapie


Magengeschwuer

Ein Magengeschwür, in der medizinischen Fachsprache auch als Ulcus ventriculi bezeichnet, ist eine meist gutartige Veränderung beziehungsweise Entzündung der Magenschleimhaut.

Personen ab einem Alter von 50 Jahren sind besonders häufig von dieser Erkrankung betroffen.

Neben der Magenschleimhautentzündung und dem Reizmagen ist das Magengeschwür die am häufigsten auftretende Erkrankung des Magens.

Nicht verwechseln sollte man dieses mit dem Zwölffingerdarmgeschwür.

Ursachen

Ein Magengeschwür kann verschiedene Ursachen haben – unter anderem kann die erhöhte Produktion von Magensäure dieses auslösen. Doch auch der übermäßige Genuss von Alkohol und Nikotin kann in einzelnen Fällen zu einem Magengeschwür führen.

Stress und bestimmte Medikamente wie Kortison sind ebenfalls als Ursache für ein Magengeschwür bekannt. Selten stecken ernsthafte Erkrankungen wie Magenkrebs hinter einem Magengeschwür.

Personen mit Blutgruppe 0 haben übrigens ein um 50 Prozent höheres Risiko, an einem Magengeschwür zu erkranken – die Ursachen hierfür sind allerdings noch unklar.

Symptome

Die Symptome bei dieser Erkrankung sind sehr vielfältig. Die meisten Patienten klagen jedoch über Magenschmerzen, welche vor allem den Oberbauch betreffen. Erbrechen als Begleiterscheinung ist vor allem bei Magengeschwüren zu verzeichnen, die sich nahe dem Magenausgang befinden.

In Folge dieses Erbrechens kommt es bei vielen Patienten zu einem deutlichen Gewichtsverlust. Bei Begleiterscheinungen wie Magenblutungen kann es zudem zu einer Schwarzfärbung des Stuhl kommen.

Diagnose

Die Diagnose des Magengeschwüres wird zumeist mithilfe der sogenannten Magenspiegelung gestellt. Bei dieser Untersuchung führt der Arzt ein Endoskop in den Mund ein und kann so den Bauchraum genau untersuchen.

Bei Patienten, bei welchen eine Magenspiegelung nicht möglich ist, wird der Bauchraum mit Hilfe eines Kontrastmittels untersucht. Im Vorfeld wird der Bauch auf eventuelle Veränderungen hin abgetastet, was für Patienten mit einem Magengeschwür meist sehr schmerzhaft ist.

Blut- und Ultraschalluntersuchungen können neben der Magenspiegelung ebenso Aufschluss geben.

Therapie

Bei einem Magengeschwür wird der behandelnde Arzt in der Regel säurehemmende Medikamente verschreiben. Bei etwa 90 Prozent der betroffenen Patienten führen diese Medikamente auch recht schnell zur vollständigen Heilung.

Nur bei etwa zehn Prozent der Betroffenen treten Komplikationen wie Magenblutungen auf – in diesem Fall ist eine schnelle Operation nötig. In dieser wird eventuell ein Teil des Magens entfernt. Möglich ist aber auch die sogenannte Vagotomie, bei welcher ein bestimmter Nerv durchtrennt wird.

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