Lymphknoten

Die Lymphknoten unseres Körpers

 

Lymphknoten sind im gesamten menschlichen Körper verteilt und leisten täglich Höchstarbeit, damit wir gesund bleiben. Es stellt sich jedoch die Frage was genau ein Lymphknoten ist bzw. welche Funktion er ausübt. Als Teil des lymphatischen Systems sind Lymphknoten ein kleiner Teil von einem großen Ganzen.

Da die Lymphknoten eine wichtige Rolle zur Erhaltung unserer Gesundheit spielen, gibt es natürlich auch einige Krankheiten, die in diesem Zusammenhang auftreten können. In dieser Zusammenfassung erfahren Sie das Wichtigste über die Funktion, den anatomischen Aufbau sowie die häufigsten Krankheiten, die Lymphknoten befallen können.

 

Was ist ein Lymphknoten?

 

Im lymphatischen System gibt es primär und sekundär lymphatische Organe. Die primären lymphatischen Organe sind das Knochenmark und der Thymus. Die Lymphknoten, sowie die Milz zählen zu den sekundär lymphatischen Organen. Das lymphatische System umfasst die Gesamtheit aller Lymphbahnen, sowie die bereits erwähnten lymphatischen Organe.

 

Ein Lymphknoten (Nodus lymphaticus) ist in der Regel nur wenige Millimeter bis maximal 3 cm groß und bohnenförmig. Sie kommen an sehr vielen unterschiedlichen Stellen der Körpers vor und erfüllen unterschiedlichste Funktionen. Das heißt, dass jede Körperregion eigene, zugeordnete Lymphknoten hat. Solche Gruppen findet man im Rachenring (hierzu zählen die Rachen-, Zungen- und Gaumenmandeln), im lymphatischen Gewebe des Darms (z.B. Peyer Plaques im Dünndarm) und im Fettgewebe des Abdomen.

 

Lymphknoten sind wichtige Filterstationen, die immer gruppenweise den zahlreichen Lymphbahnen im Körper zwischengeschaltet sind. Anatomisch gesehen, ist das lymphatische System mit den Organen des Immunsystems ident. Neben der Immunabwehr hat es zwei weitere wichtige Aufgaben. Einerseits transportiert es die Nahrungsfette aus dem Darm und andererseits ist es für die Drainage der interstitiellen Flüssigkeit in das venöse System verantwortlich. Diese Flüssigkeit wird auch Lymphe genannt.

Im menschlichen Körper werden täglich über 20 Liter Flüssigkeit gefiltert, wobei nur 2,1 Liter davon die Lymphe ist. Im Lymphknoten wird die Lymphe sorgfältig gefiltert und alle entarteten Zellen oder Fremdkörper werden entfernt.

 

Ein gesunder Lymphknoten ist in der Regel nur wenige Millimeter groß und schmerzunempfindlich. Wenn in unserem Blut Infektionserreger vorhanden sind, werden diese von phagozytierenden Zellen aufgenommen und in die Lymphknoten transportiert, damit die Immunantwort gestartet werden kann.

 

Da sich im Lymphknoten die wichtigen Lymphozyten, welche zur Immunabwehr benötigt werden, vorhanden sind werden die „Eindringlinge“ dorthin gebracht. Die phagozytierenden Zellen präsentieren die Antigene an der Oberfläche und reaktivieren dadurch die entsprechenden Lymphozyten.

 

Kurz gesagt, Lymphknoten sind unverzichtbare Filterstationen und und der Ort, an dem die Immunantwort unseres Körpers gestartet wird.

 

Welche Funktion hat ein Lymphknoten?

 

Die wichtigsten Aufgaben eines Lymphknotens sind die Filterung der Lymphe und die Immunantwort. Wie die Immunantwort funktioniert, wurde bereits erklärt. Nun stellt sich die Frage wie die Filterfunktion tatsächlich von Statten geht. Durch unseren Körper erstrecken sich unzählige Lymphbahnen, welche sich entlang des Venensystems verteilen. Im arteriellen Schenkel der Kapillaren werden täglich 20 Liter Flüssigkeit in das Interstitium filtriert, aber nur 18 Liter werden vom venösen Schenkel resorbiert. Der Rest, die 2,1 Liter, ist die sogenannte Lymphe.

 

Die Zusammensetzung entspricht der des Blutplasmas, jedoch mit einem niedrigeren Eiweißgehalt (20g/l) als im Blutplasma (70-80g/l). Die Lymphe wird aus dem Interstitium wieder durch Lymphkapillaren aufgenommen. Diese Kapillaren beginnen blind im Gewebe und verlaufen parallel zu den venösen Gefäßen und schließen sich zu immer größer werdenden Gefäßen zusammen, die schlussendlich zu großen Lymphbahnen werden.

 

Neben dem venösen System stellen die Lymphbahnen das zweite Abflusssystem des Körpers dar. Zwischen den Lymphbahnen sind die Lymphknoten als Filterstationen zwischengeschaltet. Lymphknoten besitzen die Fähigkeit, Stoffwechselprodukte der Lymphe, Zelltrümmer, Lymphozyten und Fremdkörper zu filtrieren und zu entfernen.

 

Die Lymphe tritt durch die Vasa afferens in den Lymphknoten ein und sammelt sich im Cortex des Lymphknotens. Von dort aus fließt sie durch das komplexe Sinussystem. Nach der Passage durch den Lymphknoten, tritt die Lymphe an der Vasa efferens aus dem Lymphknoten aus und sammelt sich wieder in den Lymphbahnen um durch den Körper transportiert zu werden.

 

Die großen Lymphbahnen des unteren Körperabschnittes laufen zu einem großen Strang zusammen, der Ductus thoracicus (=Milchbrustgang) genannt wird. Er verläuft durch das Zwerfell in das hintere Mediastinum. Im Inneren des Lymphknotens werden die wichtigen Abwehrzellen unseres Körpers gebildet und im Bedarfsfall freigesetzt.

 

In der Lymphe sind Antigene löslich vorhanden oder an dendritische Zellen gebunden. Durch die Antigen-Präsentation im Mark werden die Lymphozyten im Lymphknoten aktiviert. Durch die Aktivierung startet die Immunreaktion des Körpers. Das ist auch die zentrale Lymphknoten-Funktion.

 

  • täglich werden 20 Liter Flüssigkeit gefiltert
  • 2,1 Liter Lymphe
  • Lymphe hat ähnliche Zusammensetzung wie Blutplasma, jedoch mit einem geringerem Eiweißgehalt
  • Lymphknoten sind Filterstationen
  • Eintritt der Lymphe in Lymphknoten an der Vasa afferens
  • Austritt der Lymphe aus Lymphknoten an der Vasa efferens
  • Ductus thoracicus – gesamte Lymphbahnen der unteren Extremität
  • Lymphozyten im Inneren des Lymphknoten gespeichert
  • nach Antigen-Präsentation werden Lymphozyten aktiviert und Immunreaktion des Körpers wird gestartet

Anatomie und Aufbau eines Lymphknoten

 

Wie bereits erwähnt, sind Lymphknoten kleine, bohnenförmige Knötchen, die in Gruppen vorkommen. Jeder Lymphknoten ist von einer dünnen Bindegewebskapsel umgeben, aus welcher mehrere kurze Bindegewebsbälkchen, die sogenannten Trabekel, ins Innere des Lymphknotens ziehen. Zwischen diesen Trabekeln spannt sich ein Netz aus phagozytierenden Retikulumszellen.

 

Diese speziellen Zellen findet man auch in anderen lymphatischen Organen wie der Milz und dem Rückenmark. In den Zwischenräumen dieses feinen Netzes befindet sich das eigentliche lymphatische Gewebe. In diesem Gewebe vermehren sich die Lymphozyten (Abwehrzellen des Körpers).

 

Die Lymphozyten sind die „Gesundheitspolizei“ unseres Immunsystems. Sie sind in der Lage fremde Partikel, die sogenannten Antigene, zu erkennen und zu eliminieren, damit wir gesund bleiben. In den meisten Fällen funktioniert die Abwehr, ohne dass wir überhaupt mitbekommen, dass es eine Immunantwort gibt.

 

Lymphozyten werden in den Lymphknoten gespeichert und zur Reifung gelagert. Wenn nun eine Antigen-präsentierende Zelle in einen Lymphknoten kommt, werden die Lymphozyten aktiviert und produzieren daraufhin Antikörper, die sich auf die Antigene setzen und das Antigen somit zerstören.

Betrachtet man einen Lymphknoten im Querschnitt ist er in drei Zonen zu unterteilen. Die äußere Rindenzone (lat. Cortex), die parakortikale Zone (lat. Parakortex) und die innersten Zone, die Markzone (lat. Medulla). Im Cortex findet man hauptäschlich Lymphozyten, die sich in kugelförmigen Verdichtungszentren darstellen, die Rindenfollikel genannt werden. In diesen Follikeln sind vor allem B-Lymphozyten, während sich in der parafollikulären Zone nur T-Lymphozyten befinden, wobei sich diese nicht in Follikeln befinden, sondern nur dicht aneinander gereiht sind.

 

In der Medulla gibt es verzweigte Stränge von lymphatischem Gewebe, die sogenannten Markstränge. Diese Stränge stehen untereinander sowie mit dem Paracortex und dem Cortex in Verbindung. Zwischen den Marksträngen liegen die Marksinus in welchen die B-Lymphozyten und Plasmazellen strangförmig gruppiert sind.

Die Milz – ebenso wie der Lymphknoten ein sekundäres lymphatisches Organ

 

Die Milz (lat. Spleen oder Lien) befindet sich im linken Oberbauch, direkt unter dem Zwerchfell und ist in der Regel 150 g schwer. Am Milzhilus befinden sich die zuführende Milzarterie (Arteria lienalis), sowie die wegführende Milzvene (Vena lienalis).

 

Ebenso wie ein Lymphknoten, ist die Milz von einer dünnen Bindegewebskapsel umgeben, welche eine Schutzfunktion ausübt. Ausgehend von dieser Bindegewebskapsel ziehen zahlreiche Gewebsbalken, die sogenannten Trabekel, ins Innere des Organs. Durch dieses Trabekel entsteht ein dreidimensionales Balkenwerk welches die Bereiche umschließt, die das eigentliche Milzgewebe enthalten, die sogenannte Pulpa.

 

Es gibt eine rote und eine weiße Pulpa. In der roten Pulpa befinden sich unzählige Bluträume (=Sinus) und feines Bindegewebs-Maschenwerk, in dem viele rote und weiße Blutkörperchen eingelagert sind. Die weiße Pulpa ist in der roten Pulpa als viele stecknadelkopfgroße weiße Stippchen ersichtlich.

 

Die Aufgaben der Milz sind in erster Linie die Identifizierung und Abbau von alten Blutzellen. Hier unterstützen sie noch andere Organe des Monozyten-Makrophagen-Systems wie die Leber und das Knochenmark.Sie fängt Gerinnungsprodukte (=kleine Thromben) auf und baut diese ab.

 

Vor der Geburt ist die Milz für die Blutbildung zuständig. Beim Erwachsenen ist sie jedoch nicht mehr lebensnotwendig. Muss sie entfernt werden, übernehmen andere lymphatische Organe ihre Aufgaben.

 

Wie aus dieser kurzen Zusammenfassung ersichtlich wird, ist der anatomische Aufbau der Milz, ähnlich dem eines Lymphknoten und auch die Milz filtert bestimmte Zellen aus dem Kreislauf, um den Körper dadurch zu schützen.

 

Krankheiten der Lymphknoten und des lymphatischen Systems

 

Das lymphatische System ist ein sehr großes und umfassendes System, bei dem es zu unterschiedlichen Krankheitsbildern kommen kann. Da Lymphknoten als Filter im Körper tätig sind, können hier auch Krankheiten entstehen, denn es ist nicht möglich alle Bedrohungen auszuschalten.

 

Lymphknoten können aufgrund verschiedenster Ursachen vergrößert oder verändert sein. In den meisten Fällen ist eine Entzündung oder Infektion der Auslöser und daher harmlos. Treten Schwellungen und Schmerzen der Lymphknoten oft auf oder heilen nicht richtig ab, sollte ein Arzt zu Rate gezogen werden.

 

Selten können aber auch gefährliche Erkrankungen, wie ein Tumor, Grund für die Lymphknotenaktivität sein. Tagtäglich werden zahlreiche Tumorzellen aus unserem Kreislauf gefiltert und unschädlich gemacht, es ist aber durchaus möglich, dass gehäuft Tumorzellen auftreten und sie nicht mehr alle eliminiert werden können. Daher sollte man bei Veränderungen, die nicht der Norm entsprechen, einen Arzt konsultieren.

 

Diagnostische Mittel sind meistens die Entfernung verdächtiger Lymphknoten. Diese werden in einem histologischen Labor untersucht und Veränderungen in Gewebe und Struktur dokumentiert. Falls es sich um entartete Zellen handelt, werden weitere therapeutische Schritte eingeleitet, je nachdem welche Diagnose festgestellt wurde.

 

Das Lymphödem

 

Das Lymphödem entsteht durch einen unterbrochenen Lymphabfluss, der zum Beispiel durch Vernarbung nach einer Operation oder aufgrund einer entzündlichen oder tumorösen Veränderung des Lymphknotens verursacht wird. Das führt in weiterer Folge zu einem Rückstau der Lymphe im Gewebe und daraus resultiert eine teigige Schwellung, die als Lymphödem bezeichnet wird.

Sehr häufig treten sie im SchulterArm-Bereich, nach der Entnahme der axillären oder zervikalen Lymphknoten bei der Entfernung eines Mamma-Karzinoms (Brustkrebs), auf. Eine Entstauung der Lymphe kann durch eine sogenannte Lymphdrainage erreicht werden. Hierbei handelt es sich um eine spezielle Massageform, bei der die Lymphe in Richtung des Lymphflusses ausgestrichen wird. Zur weiteren Linderung können Kompressionsstrümpfe an den betroffenen Körperregionen angewendet werden, aber auch ein häufiges Hochlagern verschafft Linderung. Bewegung kann auch hilfreich sein, um den Stau aufzulösen.

 

Das Lymphom

 

Ein Lymphom, was medizinisch eine Lymphknotenschwellung bedeutet, ist eine krankhafte Veränderung des Lymphknotens, die durch entzündliche Prozesse, wie aber auch tumoröse Veränderungen hervorgerufen werden kann. Die Lymphknoten reagieren regional mit Schwellung, Verhärtung und/oder Schmerzhaftigkeit.

 

Solch eine Schwellung kann z.B. bei einer eitrigen Mandelentzündung eine Begleiterscheinung sein. In diesem Fall schwellen die Halslymphknoten an und sind schmerzempfindlich, jedoch leicht zu verschieben.

 

Krebserkrankungen, wie bei einem Mamma-Karzinom, können sich ebenfalls durch eine Vergrößerung und Verhärtung der regionalen Lymphknoten bemerkbar machen. In diesem Fall infiltrieren Tumorzellen die Lymphknoten, diese sind dann aber nicht mehr verschieblich. Sie sind sozusagen mit dem umgebenen Gewebe verschmolzen.

 

Malignes Lymphom

 

Hierbei handelt es sich um bösartige Lymphknotentumore, welche weiter in Hodgkin– und Non-Hodgkin-Lymphome unterteilt werden. Die Entstehung, der Krankheitsverlauf, die histologische Darstellung des Tumors sowie die Prognose haben eine Sonderstellung bei den Lymphknotentumoren, da jede Erkrankung sehr individuell verläuft.

 

Maligne Lymphome werden äußerst selten diagnostiziert (nur 1% aller neu diagnostizierten Tumore pro Jahr). Sie können in jedem Alter auftreten, entstehen aber gehäuft im Alter von 20, 40 und 70 Jahren. Die genaue Entstehung ist trotz modernster Forschungen noch nicht zur Gänze geklärt.

 

Infektionen, wie aber auch genetische Faktoren der Patienten spielen bei der Entstehung von Morbus Hodgkin eine große Rolle. Bei einem genetischen Defekt kann es sein, dass der Körper abnormal auf harmlose Erreger reagiert und somit die Krankheit zum Ausbruch kommt.

Symptome

 

  • schmerzlose Vergrößerung der Lymphknoten
  • Leistungsknick
  • Müdigkeit
  • Gewichtsverlust
  • Nachtschweiß
  • Fieber

In der Regel geht man bei vergrößerten, nicht schmerzhaften Lymphknoten von einem entzündlichen oder infektiösen Vorgang im Körper aus. Daher wird in erster Linie nach einem solchen gesucht. Besonders verdächtig sind jedoch Lymphknotenvergrößerungen, die gleichzeitig an unterschiedlichen Körperstellen auftreten. Eine exakte Diagnosestellung kann jedoch nur durch Entfernung und histologischer Unterstuchung der verdächtigen Lymphknoten erfolgen.

 

Je nach Ausbreitungsstadium der Erkrankung, wird die Therapie angepasst. Ist sie schon weit fortgeschritten, wird auch die Therapie demtentsprechend aggressiver ausfallen. In der Regel werden Strahlen- und Chemotherapien in Kombination eingesetzt, da hiermit die besten Erfolge erzielt werden können. In geringen Stadien (I und II) gibt es eine 90%ige-Heilungsrate, bei weiter fortgeschrittenen Stadien (III und IV) noch immer eine 70%ige-Heilungsrate.

 

Es wird versucht so wenig Belastung wie möglich für den Patienten, bei ausreichender Heilung für zu erreichen. Durch die Kombination beider Therapiemöglichkeiten können die Nebenwirkungen und Langzeitfolgen für den Patienten minimiert werden. Ein Hodgkin-Lymphom hat in der Regel eine bessere Prognose, als das Non-Hodgkin-Lymphom.

Non-Hodgkin-Lymphom

 

Zu den Non-Hodgkin-Lymphomen zählt das Plasmozytom. Hier entartet eine einzige Plasmazelle und produziert daraufhin Unmengen eines einzigen Antikörpers. Nach unspezifischen Symptomen, wie z.B. Abgeschlagenheit, entwickelt sich in den meisten Fällen eine Niereninsuffizienz und pathologische Frakturen.

Diese Frakturen entstehen dadurch, dass sich die tumorösen Plasmazellen in das Knochengewebe fressen und dieses dadurch zerstören. Die massenhaften Antikörper können im Urin, als sogenannte Bence-Jones-Proteine (=Paraproteine), nachgewiesen werden.

 

Häufige lymphatische Erkrankungen

 

  • Entzündungen
  • Infektionen der Lymphknoten
  • Krebserkrankungen
  • Leukämien
  • Hodgkin-Lymphome
  • Non-Hodgkin-Lymphome
  • Lymphangitis (Entzündung der Lymphgefäße)
  • Lymphödem

Wo findet man Lymphknoten?

 

Lymphknoten sind im gesamten Körper verteilt und üben dort ihre Filterfunktion aus. Viele Lymphknoten findet man zum Beispiel in der Axilla und im Bereich der Leisten. Bei tumorösen Befall befinden sich auch sehr viele Lymphknoten im Fettgewebe des Bauchraumes.

Was ist das lymphatische System?

 

Das lymphatische System besteht aus primären und sekundären lymphatischen Organen. Zu den primären zählen das blutbildende Knochenmark (bei Kindern umfasst dass beinahe das gesamte Knochenmark, beim Erwachsenen nur noch die flachen Knochen) und der Thymus (hierbei handelt es sich um eine Drüse im Bereich des Brustbeins, welche sich im Laufe der Jahre aber rückentwickelt und bei Erwachsenen nur in seltenen Fällen noch vorhanden ist). Zu den sekundären lymphatischen Organen zählen die Lymphknoten und die Milz.

Sind vergrößerte Lymphknoten immer ein Zeichen für eine ernsthafte Erkrankung?
Nein, denn Lymphknoten sind auch schon bei grippalen Infekten oder lokalen Entzündungen vergrößert und können schmerzempfindlich sein. In der Regel sind sie auch leicht mit dem darunterliegenden Gewebe verschieblich. Treten diese Vergrößerungen öfter auf und an mehreren Körperstellen zur selben Zeit auf, sollte man einen Arzt aufsuchen.

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