Erste Hilfe bei Fieber

Erste Hilfe bei Fieber

Fieber ist eine normale Reaktion des Körpers.

Er bekämpft damit Infektionen und aktiviert das eigene Immunsystem. Insbesondere Kinder, deren Immunsystem noch nicht so ausgeprägt ist, neigen schnell zu Fieber. Prinzipiell ist diese Reaktion des Körpers gesund, doch bei hohem, plötzlichem oder langanhaltendem Fieber droht Gefahr. Es ist deshalb wichtig, dass Fiebernde genau beobachtet werden und bei zu hohen Temperaturen entsprechende Maßnahmen getroffen werden.
als Fieber betrachtet man jede Erhöhung der Körpertemperatur, die über 37,5°C liegt. Hohes Fieber beginnt ab einer Körpertemperatur von über 39°C.

Erste Hilfe bei Fieber

Zunächst ist es wichtig, die Körpertemperatur des Fiebernden zu senken. Dazu kann er sich unnötiger Kleidung entledigen und sich in einen kühlen Raum begeben.

Außerdem können kühle Wadenwickel oder ein feuchter, lauwarmer Waschlappen auf der Stirn die Temperatur senken. Für kühle Wadenwickel befeuchtet man ein Tuch zunächst mit kaltem Wasser und drückt es etwas aus. Anschließend wird das feuchte Tuch eng um die Waden gewickelt. Darüber kommt ein Wickel mit einem trockenen Tuch. Das Tuch bleibt so lange am Körper, bis es Körperwärme angenommen hat, dann muss es gewechselt werden.

Als Alternative zu einem feuchten Tuch können auch nasse Kniestrümpfe verwendet werden. Während der Wickel sollte der Rest des Körpers warmgehalten und Zugluft vermieden werden.

Ebenfalls möglich ist ein absteigendes Vollbad. Dazu füllt man die Badewanne mit Wasser, dass wenige Grad unter der eigenen Körpertemperatur liegt. Während man in der Badewanne liegt, wird nach und nach mehr kaltes Wasser eingelassen, bis das Wasser eine Temperatur von 25°C hat.

Um das Kälteempfinden zu vermindern und die Wärme besser abzugeben, kann man sich währenddessen mit einer Körperbürste oder einem Waschlappen abrubbeln. Das Bad sollte nach 10-15 Minuten beendet werden. Nach dem Bad sollte man sich im warmen Bett aufwärmen, damit es nicht zu einer Unterkühlung kommt.

Erwachsene können zudem fiebersenkende Mittel wie ASS, Ibuprofen oder Paracetamol nehmen. Kinder dürfen kein ASS nehmen und sollten nur die angepassten Dosen von Ibuprofen und Paracetamol erhalten. Fiebernde müssen außerdem viel Trinken, damit der Körper nicht dehydriert.

Wann ist professionelle Hilfe notwendig?

Während ein leichtes Fieber keine ungewöhnliche Reaktion des Körpers auf einen Infekt ist, kann schweres Fieber durchaus lebensgefährlich sein. In bestimmten Fällen ist es deshalb sinnvoll, professionelle Hilfe zu suchen.

Dazu gehören:

  • eine Körpertemperatur von 38°C oder höher bei Kindern unter drei Monaten
  • Fieber über 39°C bei älteren Kindern
  • Fieber, das länger als drei Tage anhält
  • eine zusätzliche starke Verschlechterung des allgemeinen Zustands
  • die Verweigerung oder zu schnelle Ausscheidung von Flüssigkeit und Nahrung
  • Fieberkrämpfe bei Kindern
  • Fieber, das sich nicht senken lässt

Vor allem ein Fieberkrampf kann gefährlich für Kinder werden. Es handelt sich dabei um einen Krampfanfall mit Bewusstseinsverlust und hohem Fieber. Im schlimmsten Fall drohen hier Atemstillstände. Um spätere Schädigungen zu verhindern, sollte auch nach Beendigung des Fieberkrampfes auf jeden Fall ein Arzt aufgesucht werden.

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