Erste Hilfe bei Alkoholvergiftung

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Alkoholvergiftungungen sind ein bekanntes Problem und kommen besonders unter Jugendlichen und Kindern immer häufiger vor.

Aber auch ältere oder gestandenere Trinker sind vor einer Alkoholvergiftung nicht sicher. Wenn man unbeherrscht Alkohol konsumiert, kann es jeden einmal treffen. Unabhängig von Alter oder „Trinkfestigkeit“. Keiner ist gegen eine Alkoholvergiftung immun, auch wenn viele das von sich glauben.

Kritisch wird es dann, wenn der Betroffene nicht mehr ansprechbar ist und / oder sich in einem komatösen Zustand befindet und keine Kontrolle über seine Bewegungen mehr hat, bzw. wie ohnmächtig wirkt oder es sogar ist.

Erste Hilfe bei einer Alkoholvergiftung leisten

Alkohol ist ein Nervengift. Das sollte man niemals Vergessen oder leichtfertig abtun. Zwar können gering Mengen wohltuend und berauschend auf den menschlichen Organismus wirken, aber bereits kleine Übertreibungen im Konsum können gravierende Folgen für den Trinker haben.

Wer wieviel Alkohol trinken kann, ist eine Frage der Gewöhnung. Wer oft und gerne Alkohol in großen Mengen zu sich nimmt entwickelt mit der Zeit eine gewisse Resistenz dagegen und bedarf größerer Mengen, um einen Rausch auslösen zu können. – Das kann fatal werden.

Wann aber weiß man, ob das Gegenüber tatsächlich an einer Alkoholvergiftung leidet oder ob es wirklich nur zu tief ins Glas geschaut hat?

Symptome einer Alkoholvergiftung können sein:

  • Zunächst redselig, dann plötzliches Verstummen
  • Verlangsamte Reaktionszeit
  • Schwankender Gang
  • Verengte Pupillen
  • Koordinationsstörungen
  • Schockzustand
  • Kreislaufversagen
  • Ohnmacht
  • Atemstillstand

Trifft eines oder treffen mehrere der o.g. Symptome auf das Gegenüber zu, kann es an der Zeit sein, sich auf das Leisten von erster Hilfe einzustellen. Vorallem die stärkeren Symptome wie Ohnmacht usw. dienen als Indikator für eine sich anbahnende Alkoholvergiftung.

Ist es soweit gekommen und man muss Erste Hilfe leisten, gilt es folgendes zu beachten:

  1. Ruhe bewahren!
    – Eine Alkoholvergiftung sieht nicht schön aus und kann sehr bedrohlich wirken. Darum gilt es Ruhe zu bewahren und nichts zu überstürzen. Das kann im Zweifel ebenso schädlich sein wie die Vergiftung selbst.
  2. Stabile Seitenlage
    – Ist der Betroffene bereits ohnmächtig, sollte man ihn in die stabile Seitenlage bringen, damit etwaiges Erbrechen nicht zum Tod durch Ersticken führt.
  3. Versuchen den Betroffenen aufzuwärmen
    – Während einer Schockstarre fällt es dem Körper schwer sich auf einer angemessenen Temperatur zu halten. Um eine Unterkühlung des Vergifteten zu vermeiden, empfiehlt es sich ihn mit einer Decke oder einer Jacke oder ähnlichem zuzudecken oder ihn in die Nähe einer Wärmequelle zu bringen, insofern dies ohne Gefahren möglich scheint.
  4. Keine Nahrung oder Flüssigkeit zuführen
    – Bei oralen Vergiftungen ist der Magen immer besonders belastet und es kommt oftmals direkt nach Einnahme von Nahrung oder Flüssigkeit zum Erbrechen derselben. Dies kann gefährlich werden, da die Chance besteht, dass der Vergiftete an seinem eigenen Erbrochenen erstickt. Daher ist von der Eingabe solcher Substanzen bis zu einer Beruhigung des Magens abzusehen.
  5. Versuchen den Betroffenen bei Bewusstsein zu halten
    – Dies kann insbesondere bei einer Alkoholvergiftung sehr schwer sein. Dennoch sollte man versuchen, den Betroffenen durch gutes Zureden und ggf. leichte Schläge wachzuhalten. Ein Einschlafen während einer Vergiftung kann zu unbemerktem Atemstillstand oder dergleichen führen.

Wann wird es doch zeit für den Krankenwagen?

Zeit für den Krankenwagen ist es imgrunde spätestens dann, wenn der Betroffene nicht mehr selbstständig Laufen oder stehen kann.

Selbst wenn er trotz des Verlustes seiner Mobilität noch imstande ist rege Sprechen zu können, bedeutet dies nicht, dass er nicht unter einen massiven Alkoholvergiftung leidet.

Oftmals werden Symptome auch falsch oder gar nicht durch Mittrinker oder Mitfeiernde gedeutet. Gerade das macht Alkoholvergiftungen sehr gefährlich.

Erbrechen sollte einem auch bereits früh als Symptom dafür gelten, dass man zu viel Alkohol konsumiert hat. Auch sollte dies die Alarmglocken läuten lassen.

Gerade Erbrechen während einer Alkoholvergiftung kann, wie oben erwähnt, sollte es zu einer Ohnmacht kommen, tödlich enden!
Wer also erbricht und zudem Zeichen einer schwindenden Mobilität oder Standfeste zeigt, für den sollte man einen Krankenwagen rufen, um zumindest das schlimmste zu verhindern.

Die Frage, ob der Krankenwagen die betroffene Person schließlich überhaupt mit ins Krankenhaus nimmt, stellt sich ohnehin erst vor Ort.

Bei leichteren Alkoholvergiftungen reicht es oft schon aus, wenn die Person zuhause versorgt wird. Darum kann es sein, dass man nach einer kurzen Erstbehandlung unter Begleitung nachhause geschickt wird.

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