Impfungs-Zeitplan für Reiseimpfungen

 

Bei Reisen ins Ausland stellt sich nicht allein die Frage, welchen Impfschutz man für sich selbst als notwendig erachtet. In einigen Ländern ist eine Immunisierung gegen bestimmte Krankheiten Pflicht. Liegt diese nicht vor, wird die Einreise verweigert. Hinzu kommen teilweise Vorschriften, zu welchem Zeitpunkt die Reiseimpfungen zu erfolgen haben.

 

Aufgrund der Tatsache, dass sich die Bestimmungen häufig ändern, sollte man sich rechtzeitig vor einer geplanten Reise informieren und gegebenenfalls impfen lassen. In Deutschland steht dafür das Gesundheitsamt, Tropeninstitut oder auch Ärzte zur Verfügung, welche sich spezifisch mit diesem Thema auseinandersetzen. Nachstehend finden sich – je nach vorhandener Zeit vor einer Abreise – für einige wichtige Reiseimpfungen bestimmte Termine zur Immunisierung.

Eine Woche bis zur Abreise

 

 

Zwei Wochen vor Abreise

 

 

Drei Wochen vor Abreise

 

 

Vier Wochen vor Abreise

 

  • Tag 1 – Cholera, Gelbfieber, Hepatitis A, Hepatitis B
  • Tag 3 – fsme, Tollwut, Typhus
  • Tag 5 – Tetanus/Diphterie, Typhus
  • Tag 7 – Typhus
  • Woche 2 – fsme, Tollwut
  • Woche 3 – Polio
  • Woche 4 – Cholera, fsme, Hepatitis A, Hepatitis B.

 

Fünf Wochen vor Abreise

 

  • Tag 1 – Cholera, Gelbfieber, Hepatitis A, Hepatitis B
  • Tag 3 – fsme, Tollwut, Typhus
  • Tag 5 – Typhus
  • Tag 7 – Typhus
  • Woche 2 – fsme, Tollwut
  • Woche 3 – Polio
  • Woche 4 – Hepatitis A.

 

Malariaprophylaxe ist für einige Länder empfehlenswert

 

Zurzeit gibt es noch keine Schutzimpfung gegen Malaria. Es besteht jedoch die Hoffnung, dass sich dies in nächster Zukunft ändert. Von der Europäischen Arzneimittelagentur wurde ein Impfstoff empfohlen, welcher möglicherweise zugelassen wird.

 

Für eine Reise in verschiedene Malariagebiete stehen individuelle Arzneimittel als Prophylaxe zur Verfügung, da die Erkrankung von unterschiedlichen Erregern ausgelöst werden kann. Über die passenden verschreibungspflichtigen Medikamente sind Ärzte informiert. Die Malariaprophylaxe sollte man etwa eine Woche vor Reiseantritt beginnen. Zudem besteht auch die Möglichkeit einer sogenannten Standby-Therapie. Das heißt, Reisende führen für den Notfall Arzneimittel gegen Malaria mit sich, welche im Fall einer Erkrankung sofort eingenommen werden können. Dadurch erhöhen sich die Heilungschancen deutlich.

 

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