Hepatitis

Steckbrief: Hepatitis

  • Name(n): Hepatitis; Leberentzündung
  • Art der Krankheit: Entzündliche Erkrankung
  • Verbreitung: Weltweit
  • Erste Erwähnung der Krankheit: 3000 vor Christus
  • Behandelbar: Bedingt
  • Art des Auslösers: Diverse
  • Wieviele Erkrankte: Nicht feststellbar
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Hausarzt; Internist
  • ICD-10 Code(s): ICD-10-GM-2017 – A00-B99 – B15-B19 – B15 ff.

Hepatitis – Das nächste Fremde
Hepatitis
Bei der Erkrankung Hepatitis handelt es sich um eine Entzündung der Leber, dem größten inneren Organ des menschlichen Körpers.
Die Leber befindet sich auf der rechten Körperseite in Höhe der unteren Rippen. Sagiert hier wie ein Zentrallabor und ist hauptsächlich dafür zuständig, Schadstoffe und Abfallprodukte zu entgiften. Wird die Hepatitis nicht sachgerecht behandelt, kann sie zu einer Schädigung der Leber führen, wodurch der gesamte Stoffwechsel in Ungleichgewicht geraten kann. Unterschieden werden die akute und die chronische Hepatitis. Ausschlaggebend hierfür sind vor allem die spezifische Auslöser einer Hepatitis, zu denen Viren, Verletzungen, Körpergifte sowie ein ungesunder Lebensstil gehören.

Definition Hepatitis?

Hepatitis ist in erster Linie ein Sammelbegriff für Krankheiten unterschiedlichster Ätiologie, die eine Entzündung der Leber bewirken. Ausschlaggebend für eine Leberentzündung ist eine vorherige Schädigung der Hepatozyten genannten Leberzellen. Dies ist rein mechanisch durch Quetschungen oder Prellungen möglich. Ursächlich kann jedoch auch eine Vergiftung oder dauerhafte Belastung des Gewebes sein. Darüber hinaus bilden Bakterien und Viren einen der Hauptverursacher von Leberschäden. Letztlich unterschieden sich die primären Auslöser aber hinsichtlich der Auswirkungen kaum voneinander. Unabhängig davon, was das Gewebe angegriffen hat, verläuft eine Hepatitis stets nach dem gleichen Muster. Zunächst werden diverse körpereigene Stoffe wie Histamin oder Leukotrine freigesetzt, die eine Entzündung einleiten. Hierdurch zeigen sich schließlich erste Anzeichen der Erkrankung. Anschließend beginnt die Leber ihre Funktion einzuschränken und Gewebe kann gar absterben. Hieraus entwickelt sich eine Beeinträchtigung des gesamten Stoffwechsels, an welchem die Leber maßgeblich beteiligt ist. Nach einer Gesundung der Leber, werden die zerstörten Hepatozyten mit festem Narbengewebe ersetzt. Das wiederum kann zur Leberfibrose und Leberzirrhose führen.

Die Hepatitis durchläuft in der Regel den beschriebenen Prozess einmalig und heilt hernach ab. Neben dieser akuten Verlaufsform, tritt nicht selten auch eine chronische Variante auf. Hierbei kommt es entweder zu keiner Abheilung des Gewebes über einen Zeitraum von circa einem halben Jahr oder die Leber entzündet sich erneut innerhalb weniger Wochen. Beide Arten können abhängig von der Stärke der Erkrankung diverse Spätfolgen und dauerhafte Schäden der Leber nach sich ziehen. In den meisten Fällen ist eine Hepatitis jedoch heilbar oder zumindest gut zu behandeln.


Was ist Hepatitis?

Unter einer Hepatitis versteht man einen entzündlichen Prozess im Gewebe der Leber. Nicht jeder von diesem Leiden Betroffene entwickelt im Verlauf der vorliegenden Erkrankung jedoch Symptome. Somit ist es durchaus möglich, dass viele Patienten lange Zeit nicht merken, dass sie an einer Hepatitis leiden. Sollte es jedoch zu einer Herausbildung von Symptomen kommen, so zeigen sich diese zumeist durch eine Gelbfärbung der Augen, eine starke Reduktion des Appetits, spontanes und scheinbar unbegründetes Erbrechen, Schläfrigkeit, Schmerzen im Bereich des Abdomen und starke Durchfälle.

Darüber hinaus kann eine Hepatitis auf zwei Arten auftreten – in einer akuten oder einer chronischen Form. Chronisch ist die vorliegenden Erkrankung dann, wenn sie länger als 6 Monate andauert. Akute Ausprägungen der Hepatitis können bisweilen sehr kurzlebig sein und kurieren sich bisweilen sogar von alleine. In sehr seltenen Fällen kann es auch zu akutem Leberversagen kommen, das ggf. tödlich enden kann. Allerdings sollte man sich der Tatsache bewusst werden, dass es sich hierbei wirklich um sehr seltenen Phänomene handelt. Der chronische Verlauf dieses Leidens ist hierbei wesentlich schädlicher, da selbiger nicht selten Leberkrebs nach sich zieht.

Die weltweit am häufigsten für eine Hepatitis verantwortlich zu machende Ursache sind Viren. Aber auch andere Faktoren, wie beispielsweise der übermäßige Konsum von Alkohol, Bakterien, Drogensucht oder Medikamentenabhängigkeit können eine solche Krankheit auslösen. Darüber hinaus können auch diverse Autoimmunerkrankungen für eine Hepatitis verantwortlich sein.

Des Weiteren muss man sich der Tatsache bewusst sein, dass es sich bei dem Begriff „Hepatitis“ nicht um eine reelle Krankheit, sondern bloß um einen allgemeinen Überbegriff handelt. Die spezifischen Ausprägungen des vorliegenden Leidens werden wie folgt unterteilt: Hepatitis A, B, C, D und E. Alle Erscheinungsformen zeichnen sich durch gewisse Unterschiede der Ansteckung aus. Hinsichtlich des Verlaufs variieren sie jedoch lediglich hinsichtlich der Dauer und Intensität der Erkrankung.
Zudem gibt es glücklicherweise einige Möglichkeiten, präventiv gegen eine Hepatitis einzuwirken. Sei es durch Impfungen, gesunde Lebensführung oder generelle Vorsichtsmaßnahmen.

Welche Ursachen gibt es?

Die Ursachen für diese Erkrankung sind recht vielfältig. Meist wird diese durch Bakterien oder Viren ausgelöst und auch übermäßiger Alkoholkonsum kann zu einer Entzündung der Leber führen.
Darüber hinaus können ebenso bestimmte Medikamente zu einer Hepatitis führen. Die häufigste Art der Übertragung ist jedoch die der Viren – hierbei werden die fünf Virenarten Hepatitis-A-Virus bis Hepatitis-E-Virus unterschieden. Hepatitis A, Hepatitis B und Hepatitis C sind die am häufigsten vorkommenden Arten dieser Erkrankung in Deutschland.
Die Übertragung geht dabei auf ganz unterschiedliche Weise vonstatten: Bei den Typen Hepatitis A und E beispielsweise erfolgt diese über eine Schmierinfektion, während die Hepatitis B sowohl sexuell als auch auf dem Blutweg übertragen wird.

Hierzu eine beispielhafte Übersicht:

Virale Ursachen
Bei der viralen Hepatitis handelt es sich um die weltweit am häufigsten auftretende Form dieser Krankheit. Es gibt fünf verschiedene Virustypen, die eine Hepatitis auslösen können. Diese Viren sind nach den korrespondierenden Ausprägungen der Krankheit benannt. Also Hepatitis A, B, C, D und E. Hepatitis A und E verhalten sich relativ ähnlich. Beide verbreiten sich durch Kontaminationen mit Fäkalien. Darum sind sie besonders in Entwicklungsländern weit verbreitet, in denen schlechtere allgemeine hygienische Bedingungen herrschen, als in unseren Breitengraden. Darüber hinaus handelt es sich bei den letztgenannten Ausprägungen um lediglich akut auftretende Formen der Hepatitis. Sie führen in aller Regel nicht zu einer chronischen Ausprägung.

Hepatitis B, C und D werden übertragen, indem die Schleimhäute oder das Blut des Wirts in direkten Kontakt mit infizierten Körperflüssigkeiten einer anderen Person kommt. Insbesondere Ejakulat und Vaginalflüssigkeiten zählen hierbei zu sehr häufigen Trägersubstanzen. Zudem können Erreger bei Infizierten auch im Speichel und sogar in der Muttermilch nachgewiesen werden, insofern es sich bei der erkrankten Person um eine stillende Mutter handelt. Dennoch sollte man sich des Umstandes bewusst sein, dass sich durch den Prozess des Stillens selbst, die Hepatitis nicht übertragen kann. Dasselbe gilt für Küssen, das Teilen von Zahnbürsten und / oder Besteck. Dennoch sollte man darauf achten, dass man keine offenen Stellen im Mund hat. Ist dies der Fall, kann es nämlich auch beim Küssen zu einer Übertragung kommen. Darum ist hier äußerste Vorsicht geboten.

Hepatitis B und C können sowohl akut als auch chronisch auftreten. Hepatitis D bedarf einer vorhergehenden Infektion mit Hepatitis B, um ausbrechen zu können. Zumeist stellt sich eine Infektion mit Hepatitis B bei erkrankten Erwachsenen als eine akute Erkrankung dar. Lediglich etwa 5% der Betroffenen entwickeln eine chronische Verlaufsform der vorliegenden Krankheit. Von diesen chronischen Fällen entwickeln etwa 20 bis 30% eine Form von Leberkrebs.

Hepatitis C dagegen führt beinahe in allen Fällen zu einer chronischen Infektion. Tatsächlich stellt sich Hepatitis C als der zweithäufigste Grund, direkt nach Alkoholismus, für eine Leberzirrhose dar. Noch vor wenigen Jahrzehnten war die Chance, sich dieses Virus einzufangen wesentlich größer, als heutzutage. Aufgrund moderner hygienischer Maßnahmen und präventiver Eingriffe, sind die Zahlen von Betroffenen rückläufig.

Parasitäre Ursachen
Auch einige Parasiten, die die Leber befallen, können eine Reaktion des Immunsystems auslösen, die wiederum den Symptomen einer akuten Hepatitis gleicht. Hierbei sind besonders solche Parasiten zu nennen, die beispielsweise auch für eine Ansteckung mit Malaria oder ähnlichem verantwortlich zu machen sind.

Ebenso können diverse Arten von Bandwürmern dazu beitragen, dass es zu einer Entzündung in der Leber der befallenen Person kommt. Ist dies der Fall entwickeln sich zusätzlich zu besagter Entzündung oftmals auch noch recht schwerwiegende Abszesse, die zumeist hochgradig lebensgefährlich sind.

Bakterielle Ursachen
Einige bakterielle Infektionen der Leber führen neben anderen Krankheiten auch zu einer Hepatitis. Die hierfür verantwortlich zu machenden Bakterien, allen voran E Coli, sind häufig in verunreinigter Nahrung zu finden. Besonders häufig werden Touristen mit derartigen Bakterien konfrontiert. Denn Reisen in Länder mit weniger strengen Hygienevorschriften steigern das Risiko eines Befalls mit solcherlei Keimen immens. Darum sollte man auch im Urlaub seinen gesunden Menschenverstand benutzen und von allzu unhygienisch zubereiteter Nahrung absehen. Auch das Leitungswasser der meisten Länder ist nicht zu empfehlen. Dasselbe gilt für Eiswürfel. Beherzigt man jedoch diese Vorsichtsmaßnahmen, kann man die Chance auf eine Ansteckung immens stark reduzieren.

Alkoholsucht als Ursache
Das sich Alkohol besonders negativ auf die Leber niederschlägt, dürfte allgemein hin bekannt sein. Darum ist es nicht weiter verwunderlich, dass übermäßiger Alkoholkonsum mitunter einer der führenden Gründe für die Entwicklung einer Hepatitis, bzw. einer Leberzirrhose ist. Bisweilen spricht man in diesen Fällen auch von der sog. „Säuferleber“.

Man sollte sich hierbei stets vor Augen halten, dass die Krankheit, insofern sie durch den oben genannten übermäßigen Konsum von Alkohol ausgelöst wurde, gerade in den anfänglichen Stadien oftmals noch zu bezwingen ist. Sieht man jedoch, warum auch immer, von einer Behandlung ab, so sein die hieraus resultierenden Folgen nicht selten irreversibel und somit nicht mehr zu behandeln. Zirrhosen und Krebs sind nur einige der etwaig auftretenden Folgen. Nichtsdestoweniger sei es ebenso erwähnt, dass es einem sich über Jahre hinwegziehenden Alkoholmissbrauchs bedarf. Ein durchzechter Abend allein genügt in aller Regel nicht, um einen alkoholbedingte Hepatitis auszulösen. Dennoch sollte man auch von solchen Unternehmungen eher absehen.

Statistisch gesehen, erkranken etwa zwischen 20 und 30% aller Langzeitalkoholiker im laufe ihrer traurigen Trinkerkarriere an einer Form der Hepatitis. Aber auch gelegentliche Trinker sollten sich nicht allzu sicher fühlen. Sog. „Binge-Drinking“ (Rauschtrinken) kann ebenso die Chancen massiv erhöhen, früher oder später an einer Form der Hepatitis zu erkranken. Darum ist der komplette Verzicht auf Alkohol wohl die beste Methode, um dieser Form der vorliegenden Erkrankung zu entgehen.

Autoimmune Störungen
Bei der autoimmunen Hepatitis handelt es sich um eine Erkrankung, die aufgrund einer abnormalen Reaktion des Immunsystems gegenüber der eigenen Leberzellen hervorgerufen wird. Obwohl diese These noch nicht vollends gesichert ist, geht die Forschung doch allgemein hin davon aus, dass es sich bei dieser Ausprägung der vorliegenden Krankheit um ein genetisch vererbtes Leiden handelt. Darüber hinaus kann diese spezielle Form der Hepatitis sowohl für eine akute als auch für eine chronische Form der Infektion sorgen. Sogar der totale Ausfall der Leber ist nicht auszuschließen. Ergo besteht hierdurch eine imminente Gefahr für Leib und Leben des Betroffenen. Zusätzlich dazu verschlimmert sich die Lage noch, da die autoimmune Erkrankung nur selten alleine Auftritt. Personen, die hiervon betroffenen sind, leiden oftmals auch an weiteren Autoimmunkrankheiten. Somit stellt sich für nämliche eine besonders hohe Belastung ein.

Weitere Ursachen
Zusätzlich zu den oben angeführten Ursachen, gibt es auch noch eine ganze Reihe weiterer potentieller Auslöser, die zu einer Hepatitis führen können. Diese sind aber zumeist sehr selten und fallen daher weniger stark ins Gewicht. Man findet unter anderem den Missbrauch von Drogen und Medikamenten unter diesen Faktoren. Auch der konstante Kontakt mit gewissen Toxinen und Giften kann dafür Sorge tragen, dass sich eine Hepatitis entwickelt. Bisweilen können auch genetische Faktoren eine gewisse Rolle bei der Entstehung einer Leberentzündung spielen. Diese sind jedoch noch Gegenstand der Forschung und es konnte noch nicht restlos bewiesen werden, dass es tatsächlich eine direkte Korrelation zwischen dem Erbgut und dieser Krankheit gibt.

Alles in allem lässt sich also anmerken, dass die Ursachen, die einer Hepatitis, welcher Ausprägung auch immer sie sei, zugrunde liegen können, recht vielfältiger Natur sind. Dennoch finden die meisten Ansteckungen durch Viren statt. Die anderen Arten sich anzustecken kommen vergleichsweise selten vor. Dennoch sollte man sich nicht allzu sicher wähnen und stets versuchen, etwaigen Risiken aus dem Wege zu gehen. Eine Leberentzündung ist kein Pappenstiel und kann durchaus tödlich für den Erkrankten enden.


Symptome & Anzeichen

Die Symptome sind meist davon abhängig, welcher Erreger die Krankheit auslöst. Im Anfangsstadium werden häufig allgemeine Schwäche und Abgeschlagenheit beschrieben, während später die typische Gelbfärbung der Haut und der Augen auftreten kann. Ganz typisch ist ebenso ein Druckgefühl im rechten Oberbauch.
Symptome einer akuten viralen Hepatitis
Eine akute virale Hepatitis folgt zumeist einem sehr stringenten Muster und äußert sich darüber hinaus in drei destinktiven Phasen:

  1. Prodromale Phase – Diese äußert sich durch eher unspezifische Symptome, die stark an eine Grippe erinnern. Hierzu zählen unter anderem Müdigkeit, Abgeschlagenheit, erbrechen, Verlust des Appetits, Gelenkschmerzen, Gliederschmerzen, Kopfweh. Zu einem Ausbruch von Fieber kommt es meist nur dann, wenn eine Infektion mit den Erregern Hepatitis A und / oder E vorliegt. Alle weiteren Erreger dagegen sorgen zumeist nicht für erhöhte Temperaturen. Gegen Ende dieser erste Phase hin, zeigen sich jedoch vermehrt spezifisch die Leber betreffende Symptome. Diese äußern sich zumeist in einer dunklen Verfärbung des Urin sowie einer tonartigen Färbung und Konsistenz des Stuhls.
  2. Gelbfärbung der Augen und der Haut – Etwa eine bis zwei Wochen nach der initialen Phase kommt es zu der berühmten gelben Einfärbung der Augen und der Haut. Dieser Zustand kann bis zu vier Wochen und länger andauern. Die unspezifischen Symptome aus der ersten Phase sind während dieser Phase meist schon komplett abgeklungen. Nichtsdestoweniger müssen Betroffene dafür mit anderen Symptomen rechnen. Diese bestehen zumeist aus einer krankhaft vergrößerten Leber oder Niere und Schmerzen im Bereich des Oberbauchs. Des Weiteren kann es während dieser Phase auch zu einem nicht gewollten Gewichtsverlust kommen, der sich wiederum negativ auf die Heilungschancen auswirkt.
  3. Rückbildung und Erholung – Während der letzten Phase der akuten Hepatitis klingen die vorhergehenden Symptome langsam aber sicher ab. Dennoch kann es der Fall sein, dass einige der Symptome dauerhafte Schäden nach sich ziehen. So ist es durchaus im Rahmen des Möglichen, dass die Leber oder die Niere dauerhaft vergrößert bleibt. Je nach Art der Infektion kann diese letzte Phase zu unterschiedlichen Zeiten auftreten. So ist davon auszugehen, dass Infektionen mit Hepatitis A oder E etwa nach ein bis zwei Monaten abklingen und Infektionen mit Hepatitis B nach etwa drei bis vier Monaten. Infektionen mit Hepatitis C klingen zumeist niemals komplett ab und bereiten dem Betroffenen Zeit seines Lebens Probleme.

Zudem ist es noch erwähnenswert, dass sich eine drogenbedingte sowie eine autoimmune Hepatitis auf sehr ähnliche Weise verhalten, wie andere akute Formen dieses Leidens. Allerdings treten hierbei häufig noch weitere und sehr spezifische Symptome auf – diese äußern sich zumeist durch Ausschläge und eine Reduktion des Knochenmarks. Ansonsten verhalten sie sich den viral ausgelösten Formen dieser Erkrankung sehr ähnlich.

Symptome einer chronischen Hepatitis
Eine akute Hepatitis klingt normalerweise binenn von sechs Monaten komplett oder nahezu komplett ab. Dauert die Erkrankung jedoch länger als sechs Monate an, so spricht man von einer sog. „chronischen“ Hepatitis. Gefährlicherweise ist eine chronische Hepatitis in der Frühphase zumeist eher asymptomal, das heißt, dass sich wenige bis gar keine Symptome einstellen. Das ist ein großes Problem, da die Krankheit darum zumeist erst sehr spät erkannt werden kann. Das sorgt im Umkehrschluss dafür, dass es gerade in der Anfangsphase zu keiner ausreichenden Behandlung kommt.

Festzustellen ist eine chronische Hepatitis zu Beginn meist nur mittels eines speziellen Lebertests. Dieser bleibt allerdings zumeist aus, da die Symptome nicht auf eine Hepatitis hindeuten. Darum breitet sich die Entzündung der Leber zunächst meist ungestört aus. Zwar können sich initial Symptome einstellen, die der einer akuten Hepatitis ähneln, aber dies ist nur sehr selten der Fall. In aller Regel merkt der Patient nichts von seinem Leiden, bis es nahezu schon zu spät ist.

Ist die Leber schließlich zu stark in Mitleidenschaft gezogen worden, so stellen sich erste Symptome ein. Diese sind oftmals Akne, Haarwuchs an sonst kahlen Stellen und das Ausbleiben der Periode bei Frauen. Darüber hinaus ist es durchaus keine Seltenheit, dass es zu einer Vernarbung der Leber, sprich zu einer Zirrhose kommt. Eine solche schränkt die Funktion dieses Organs dauerhaft stark ein. Hierdurch kommt zu unfreiwilligem Gewichtsverlust, Schwellungen der Extremitäten und diversen anderen negativen Begleiterscheinungen. Dabei muss es jedoch nicht bleiben. Im weiteren verlauf der Erkrankung können sich auch massiv lebensbedrohliche Symptome einstellen. Diese reichen von Leberkrebs bis hin zu spontanem Organversagen. Darum ist es absolut notwendig, sich möglichst zeitnahe in eine medizinische Behandlung zu begeben.


Diagnose & Krankheitsverlauf

Zunächst einmal ist für den behandelnden Arzt von größter Wichtigkeit, eine Anamnese durchzuführen. Hierbei handelt es sich um ein Gespräch mit dem Patienten, das Licht auf dessen medizinische Geschichte werfen soll. Darüber hinaus gilt sie dazu zu klären, ob die zu behandelnde Person eventuell drogenabhängig ist und / oder exzessive Mengen an Alkohol konsumiert. Darüber hinaus kann es auch wichtig sein zu determinieren, ob und in welcher Weise der Patient sexuell aktiv ist. Eine Ansteckung mit Hepatitis erfolgt nicht selten auf dem Wege des Geschlechtsverkehrs.

Ist diese Phase der Examination abgeschlossen, so bedient sich der behandelnde Arzt zumeist klinischer Tests. Diese beinhalten unter anderem Blutuntersuchungen, bildgebende Verfahren und Biopsien der Leber selbst. Hierbei gilt es aber ganz klar herauszustellen, dass nicht alle klinischen Tests immer die gewünschten Ergebnisse liefern. So sind Untersuchungen des Blutes im Falle einer chronischen Hepatitis zum Beispiel in aller Regel vollkommen nutzlos und gewähren dem zuständigen Mediziner keinerlei Einblick auf das etwaig vorliegende Ausmaß der Erkrankung. In diesen und ähnlichen Fällen kann lediglich eine Biopsie der Leber weiterhelfen. Eine solche ist allerdings nicht ganz risikofrei zu bewerkstelligen. Zwar kommt es dank der modernen Schulmedizin kaum noch zu tödlichen Zwischenfällen, dennoch sind diese nicht grundsätzlich auszuschließen. Zwecks der Biopsie muss der behandelnde Arzt eine Gewebeprobe direkt aus der Leber des Patienten entnehmen. In Folge dieses Eingriffes kann es durchaus zu schweren Schädigungen des korrespondierenden Organs sowie zu massiven inneren Blutungen kommen. Darum sollte man sich vor einem solchen Eingriff der Risiken bewusst werden.

Bildgebende Verfahren können auch eingesetzt werden, bieten jedoch auch nur einen beschränkten diagnostischen Nutzen. Sie gewähren ausschließlich dahingehende Einblicke, ob sich Leber und / oder Nieren des Patienten krankhaft vergrößert haben. Das kann zwar ein klarer Indikator für eine Hepatitis sein, muss es aber nicht. Darum finden diese Verfahren lediglich unterstützend Einsatz und reichen alleine nicht aus, um die Krankheit diagnostizieren zu können.

Verlauf der Krankheit
Es ist schwer, einen allgemeinen Verlauf des vorliegenden Leidens zu estimieren. Schließlich und endlich unterscheiden sich die einzelnen Unterformen der Hepatitis teilweise doch recht stark voneinander. Darüber hinaus sollte man sich stets des Umstandes bewusst sein, dass man klar zwischen der chronischen und der akuten Form unterscheiden muss.

Grob kann man jedoch davon ausgehen, dass die Krankheit zumeist eher harmlos beginnt. Die Symptome, insofern sie überhaupt auftreten, deuten nur sehr bedingt auf die tatsächliche Ursache hin. Das kann im Zweifel bedeuten, dass der Patient lange Zeit nichts von seiner Erkrankung bemerkt. Dies ist ein sehr bedenkenswerter und negativer Umstand. Denn hier gilt, wie bei allen anderen Krankheiten auch, dass eine möglichst früh beginnende Behandlung die größten Heilungschancen verspricht. Allein deswegen sollte man grippeartige Symptome nicht auf die leichte Schulter nehmen. Diese können ggf. ein Indikator dafür sein, dass sich eine Hepatitis anbahnt. Es ist darum sehr empfehlenswert, dass man sich auch dann zu einem Arzt begibt und sich speziell dahingehend testen lässt.

Ansonsten muss man damit rechnen, dass sich die Symptome etwa nach einer oder nach zwei Wochen merklich verschlimmern. Es kommt zu einer gelben Verfärbung der Augen und der Haut und darüber hinaus auch zu teils immens starken Schmerzen im Oberbauch oder im Bereich der Leber. Diese können mitunter so gravierend sein, dass der Betroffene während eines Schubs nicht mehr dazu in der Lage ist, sich zu bewegen. Darüber hinaus muss man auch mit einer Veränderung des Urins sowie des Stuhls rechnen. Ersterer verfärbt sich oftmals sehr dunkel und bekommt einen abstoßenden Geruch und letzterer nimmt eine tonartige Struktur an und verfärbt sich ebenfalls ins Dunkle.

Hiernach kommt es zumeist zu einem allmählichen Abklingen der Symptome. Man sollte sich je nach Ausprägung darauf einstellen, dass die akute Form der vorliegenden Erkrankung bis zu 5 Monaten anhalten kann. Liegt jedoch eine chronisch Ausprägung vor, kann es durchaus sein, dass man Zeit seines Lebens mit diesem Leiden zu kämpfen hat.


Häufigkeit & Diagnosedaten

Einst war Hepatitis ein Leiden, das auf dem gesamten Globus etwa gleich stark verbreitet war. Alle Menschen hatten ein etwa gleiches Risiko, daran zu erkranken. Dies ist heutzutage nicht mehr so. Durch die gestiegenen hygienischen Standards in der westlichen Welt sowie der stetigen Aufklärung über etwaige gesundheitliche Risiken kam es in den letzten Jahrzehnten zu einem stetigen Rückgang der Zahlen von infizierten. Nichts so aber in der sog. „Dritten Welt“.

In weniger gut entwickelten Gebieten kommt es weitaus häufiger zu Ansteckungen mit Hepatitis-Viren. Dies liegt nicht zuletzt an der mangelnden Hygiene. Insbesondere eine Kontamination der Nahrung oder des Wassers mit Kotpartikeln kann hierbei ein sehr großes Risiko einer Ansteckung darstellen. Personen, die in Gemeinschaften leben, die über keinen Anschluss an die Kanalisation verfügen und darum auf die Verwendung von Plumpsklos angewiesen sind, haben besonders häufig mit diesem Problem zu kämpfen. Es ist sehr schwierig für diese Personen, nicht mit dem Kot anderer Menschen in direkten Kontakt zu kommen. Tatsächlich war auch dies in Europa lange Zeit ein sehr großes Problem. Erst mit dem Aufkommen der Kanalisation zu Beginn des 20. Jahrhunderts besserte sich diese Situation.

Auch die Landwirtschaft dieser Regionen stellt oftmals ein sehr großes Ansteckungsrisiko dar. Insbesondere dann, wenn man die Felder mit Mist und menschlichem Kot düngt. Dies kann in Ermangelung künstlichen Düngemittels durchaus der Fall sein. Zwar düngen auch europäische Bauern ihre Felder mit Mist, nicht aber mit menschlichen Exkrementen. Diese sind oftmals zu stark belastet, um als Dünger in Frage zu kommen. Gemüse und andere Erzeugnisse dieser Felder sind nur mit größter Vorsicht zu genießen. Neben Hepatitis-Viren können sich auch Bandwurmeier und sonstiges darin befinden. Dies sollten sich vorallem Touristen vor Augen führen, die auf Urlaub in weniger gut entwickelte Regionen der Erde gehen. Dasselbe gilt auch für Trinkwasser. Darum nur Wasser aus Flaschen konsumieren oder aus Brunnen, von deren Sauberkeit man überzeugt ist.

Diagnosedaten
Wie bereits erwähnt, kann es mitunter relativ kompliziert sein, eine sichere Diagnose zu erstellen. Darum ist es von größter Wichtigkeit, dass der behandelnde Arzt bei der Auswertung der Daten größte Sorgfalt walten lässt. Aber auch der Patient sollte sich kooperativ zeigen und keinerlei Informationen verschweigen.

Darüber hinaus sind auch die klinischen Tests und die daraus gewonnen Daten nicht immer ganz eindeutig. Insbesondere im Falle einer chronischen Hepatitis kann es sehr kompliziert sein, eine korrekte Diagnose zu stellen, ohne dafür einen Eingriff vornehmen zu müssen. Diese beinhalten natürlich immer ein Risiko, dennoch sollte man sich davon nicht allzu sehr abschrecken lassen. Schließlich und endlich kann eine Therapie nur dann gut und gezielt vorbereitet werden, wenn der Arzt sich genau über das Ausmaß der vorliegenden Krankheit im Klaren ist. Rätselraten hilft hier niemandem weiter.

Bei einer akuten Ausprägung der Hepatitis sieht die Diagnose zumeist ungleich leichter aus. Die sich im Rahmen einer solchen zeigenden Symptome sind häufig sehr eindeutig. Die gilt vornehmlich für die Symptome, die nach der anfänglichen Phase auftreten – sprich die Gelbfärbung der Augen und der Haut sowie die Veränderungen in Urin und Stuhlgang. Liegen diese Symptome vor, ist die Diagnose zumeist schon klar und es bedarf keiner weiteren Tests mehr, die der Identifikation der Krankheit dienten. Es verbleibt lediglich die Feststellung des exakten Erregertyps.

Alles in allem lässt sich also bemerken, dass eine Diagnose zwar nicht immer ganz leicht ist, aber dennoch nicht im Rahmen des Unmöglichen liegt. Ein erfahrener Arzt sowie ein kooperativer Patient können zusammen durchaus eine schnelle und effektive Diagnose der Krankheit gewährleisten. Des Weiteren verbessert sich die Chance auf ein korrektes Ansprechen des vorliegenden Leidens aufgrund der modernen Schulmedizin immer mehr. Somit kommt es nur noch sehr selten zu allzu stark verzögerten oder gar fehlerhaften Diagnosen. Also muss man sich als Patient keine großen Sorgen dahingehend machen, dass man eventuell mit seiner Erkrankung im Dunklen bleiben muss.


Komplikationen bei der Krankheit

Die Rahmen einer Ansteckung mit Hepatitis auftretenden Komplikationen können teilweise sehr schwerwiegend sein. Tatsächlich ist nicht auszuschließen, dass der von dieser Krankheit betroffene Patient selbiger erliegt. Dennoch sind die Chancen hierauf vergleichsweise gering. Insbesondere wenn man sich während der Behandlung in unseren Breiten aufhält. Personen, die in Entwicklungsländern leben haben es da oftmals bedeutend schlechter.

Zudem sollte man sich des Umstandes bewusst sein, dass manche Komplikationen dauerhaft verbleiben. Das heißt, dass sie andauern, obwohl die Krankheit per se schon längst abgeklungen ist. Hierbei ist die Rede von einer krankhaften Vergrößerung der Leber und / oder der Nieren. Diese kann auch über die Krankheit selbst hinaus andauern und somit für weiterführende und ggf. dauerhafte Probleme sorgen. Zwar lassen sich die hieraus entstehenden Schmerzen medikamentös behandeln, dies ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass die Ursache dieser Schmerzen kaum in Angriff zu nehmen ist. Man muss schlicht und einfach lernen, damit zu leben.

Eine weitere Komplikation ist der oftmals mit der vorliegenden Krankheit einhergehende unfreiwillige Gewichtsverlust. Viele Menschen mögen einen solchen zwar scherzhaft begrüßen, aber es handelt sich durchaus um eine ernste Nebenerscheinung. Es ist im Rahmen des Möglichen, dass betroffene Personen vollkommen abmagern. Das ist nicht nur ein kosmetisches Problem, sondern zieht auch horrende medizinische Folgen nach sich. Eine Unterernährung schwächt den Körper und somit das Immunsystem – ist dieses geschwächt, verzögert sich der Heilungsprozess und der Körper ist zudem anfälliger für weitere Infektionen. Somit kann es dazu kommen, dass man zusätzlich zu der Hepatitis auch noch an vielen weiteren Erkrankungen leidet, die auf Viren, Bakterien oder Parasiten zurückzuführen sind.

Darüber hinaus kommt es nicht selten zu einer permanenten Schädigung der Leber. Diese äußert sich primär in einer starken Einschränkung der Funktion derselben. Dies kann unter anderem ein Implantat notwendig werden lassen. Auch sollte man in diesem Falle damit rechnen, dass man Zeit seines Lebens auf die Einnahme von Medikamenten angewiesen ist. Das stellt nicht nur eine Einschränkung der persönlichen Freiheit, sondern auch eine starke körperliche Belastung dar.


Wann sollte man zum Arzt gehen?

Wie bereits erwähnt, kann es sehr förderlich sein, einen Arzt so früh als nur irgend möglich aufzusuchen. Alles andere wäre sich und seinem Umfeld gegenüber hochgradig verantwortungslos. Schließlich und endlich handelt es sich bei der Hepatitis meist um eine hochgradig ansteckende Krankheit und die Gefahr einer Infektion des nächsten Umfeldes ist bei einer ausbleibenden schulmedizinischen Behandlung ungleich höher und gravierender. Darum sollte man einen Besuch in der Praxis nicht auf die lange Bank schieben, sondern sich nach Möglichkeit zeitnahe einen Termin geben lassen oder gar die Akutsprechstunde in Anspruch nehmen, insofern der Arzt eine solche anbietet.

Auch sollte man die ersten Symptome, die sehr stark denen einer normalen Grippe ähneln, nicht auf die leichte Schulter nehmen und als nebensächlich abtun. Es könnte sich durchaus um eine Art der Hepatitis handeln. Insbesondere dann, wenn man selbst den verdacht hegt, dass man sich damit angesteckt haben könnten. Dies trifft besonders auf Personen zu, die letzthin ein exotisches Land bereist oder häufig wechselnde Geschlechtspartner haben. Somit sind gerade Prostituierte und Personen, die regelmäßig oder gelegentlich mit solchen verkehren stärker gefährdet als andere Menschen. Es kann daher für diese Personengruppen nützlich sein, sich unabhängig etwaig auftretender Symptome dahingehend untersuchen zu lassen. Denn hier gilt, wie bei jeder anderen Krankheit auch: Vorsicht ist besser als Nachsicht.

Alles in allem also sollte man von einem Arztbesuch nicht zurückschrecken. Hierdurch unterstützt man nicht nur die eigene Gesundheit, sondern sorgt auch dafür, das Risiko einer Ansteckung für andere Personen dauerhaft und effektiv zu minimieren. Darüber hinaus ist es hochgradig empfehlenswert, dass man sich regelmäßig gegen Hepatitis impfen lässt. Zwar liegt kein Impfschutz gegen alle Arten dieses Leidens vor, aber gegen einige schon. Diese sollte man in Anspruch nehmen – und dies unabhängig davon, ob man Teil einer Risikogruppe ist oder nicht. Diese Krankheit kann einen überall und jederzeit treffen, darum ist jeder potentiell gefährdet.

Behandlungsmethoden & Therapie

Auch die Therapie hängt von der jeweiligen Form der Erkrankung ab. Gegen Hepatitis A, D und E gibt es keine wirkungsvollen Medikamente – hier kann nur versucht werden, die Symptome abzuschwächen.
Alkoholverzicht, fettarmes Essen und Bettruhe stehen dabei an erster Stelle. Hepatitis B wiederum wird meist mit dem Medikament Interferon alfa behandelt. Dieses Medikament wird auch bei der Hepatitis C über einen Zeitraum von 24 Wochen gegeben, um zu verhindern, dass diese chronisch wird.
Ist die Erkrankung jedoch bereits chronisch, wird meist Interferon in Verbindung mit Ribavirin verabreicht.


Vorbeugung – Impfung & Prävention

Eine wirkungsvolle Impfung gibt es momentan nur gegen die Virustypen A und B – gegen Hepatitis C und D wiederum sind noch keine Impfstoffe bekannt. Dennoch sind Wissenschaft und Forschung bemüht, dieses Zustand zu ändern und forschen mit Nachdruck an entsprechenden Impfstoffen. Auch sollte man nicht verschweigen, dass es relativ einfach ist, einer Infektion mit Hepatitis-Viren aus dem Wege zu gehen, wenn man sich an einige einfache Verhaltensregeln hält. Diese bestehen vornehmlich darin, dass man sich nicht wider besseres Wissen ist Situationen bringt, in denen einen Ansteckung mit Hepatitis wahrscheinlich ist.

Hierzu gehören insbesondere ungeschützter Geschlechtsverkehr und Aufnahme von Nahrung aus unseriösen Quellen. Darum sollte man gerade dann, wenn man beispielsweise mit Prostituierten in Kontakt steht, niemals auf die Anwendung eines Präservativs verzichten. Alles andere wäre sich selbst und auch den anderen Freiern gegenüber verantwortungslos. Selbiges gilt auch für Personen mit häufig wechselnden Sexualpartnern. Hierbei ist es besonders wichtig, dass man niemals vergisst, ein Kondom zu benutzen. Hierdurch minimiert sich das Risiko zusehends und man kann ruhigen Gewissens zu Werke gehen. Sollte man sich in einer festen Beziehung befinden und ist der Gesundheit des Partners versichert, so erübrigt sich diese Maßregel natürlich.

Auch für Touristen in Entwicklungsländer oder in tropische Länder sollten einige Dinge gelten, die einer Ansteckung vorbeugen können. Man sollte niemals ungewaschenes Obst oder Gemüse zu sich nehmen. Darüber hinaus gilt es, dass man bereits geschältes Obst und Gemüse vermeidet. Auch sollte man sich regelmäßig gründliche die Hände waschen, bzw. desinfizieren. Zudem sollte man tunlichst darauf verzichten, seine Getränke mit Eis zu bestellen. Zwar mag es verlockend sein, bei tropischer Hitze etwas kaltes zu trinken, aber diese Eiswürfel sind zumeist aus dem lokalen Leitungswasser hergestellt und dieses gilt es in 99% der Fälle zu vermeiden. Nicht nur Durchfallerkrankungen, sondern auch Hepatitis-Infektionen sind auf diese Weise leicht zu vermeiden.

Wer sich also an diese Regeln hält und darüber hinaus seine Impfungen immer wieder auffrischen lässt, ist zwar nicht 100%ig sicher, aber er senkt die Chancen, sich mit einer Form der Hepatitis zu infizieren, immens ab.


Prognose zur Heilung

Die Prognose ist alles in allem eher gemischt. Zwar verlaufen die wenigstens Formen der Hepatitis heutzutage in unseren breiten noch tödlich, aber dennoch kann dies der Fall sein. Man sollte sich also, trotz der modernen Schulmedizin, nicht allzu sicher fühlen, insofern man an der vorliegenden Krankheit leidet. Dennoch sollte man ganz klar zwischen einer akuten und einer chronischen Hepatitis unterscheiden. Die akute Form endet in den wenigstens Fällen tödlich. Zwar ist sie beinahe für jeden Betroffenen sehr schmerzhaft und qualvoll, dennoch kommt man zumeist mit dem Leben davon. Anders sieht es bei chronischen Verlaufsformen aus. Diese enden wesentlich häufiger mit dem Tode des Patienten. Zwar tritt dieser nicht imminent auf, dennoch lässt sich früher oder später, selbst bei guter medikamentöser Einstellung, damit rechnen.

Insbesondere dann wenn die Leber oder die Nieren sich bereits krankhaft vergrößert haben, gibt es nicht mehr viel, was man dagegen tun kann. Sicherlich ist es möglich, die dadurch entstehenden Schmerzen mithilfe von Medikamenten in den Griff zu bekommen, aber das Problem selbst löst sich dadurch nicht auf und bleibt zeitlebens ein ständiger Begleiter des Betroffenen.

In besonders schweren Fällen kann es darüber hinaus dazu kommen, dass der Patient recht rasch an dem vorliegenden Leiden stirbt. Dies ist vornehmlich dann der Fall, wenn die Leber derart stark entzündet ist, dass es in folge dessen zu einem totalen Versagen des Organs kommt. Ist dies der Fall, kann die Leber ihren Aufgaben nicht mehr nachkommen. Das heißt im Umkehrschluss, dass der Körper keine Giftstoffe mehr abbauen kann. Somit stellt sich früher oder später, zumeist jedoch früher, eine Vergiftung ein, die schließlich und endliche zum Tode der betroffenen Person führt.

Dennoch sollte man sich von diesen extremen Verläufen nicht allzu sehr abschrecken lassen. Wie bereits erwähnt, handelt es sich bei dem vorliegenden Leiden durchaus nicht um eine immer tödlich endende Krankheit. Oftmals kann den Betroffenen gut und solide Abhilfe geleistet werden.


Hepatitisformen im Überblick

Wird von Hepatitis gesprochen, handelt es sich gemeinhin um die verbreitetste Form, die Hepatitis C. Neben ihr existieren jedoch noch vier weitere Arten von Viren, die in der Allgemeinheit weniger bekannt sind. Im Folgenden sollen daher alle Arten noch einmal im Überblick dargestellt werden.

Hepatitis A
Bei der Hepatitis A handelt es sich um eine virale Infektionskrankheit. Auslöser ist hierfür der sogenannte HA-Virus (Hepatitis-A-Virus; HAV). Dieser wird vor allem mittels Schmierinfektion und über verunreinigtes Trinkwasser, menschliche Ausscheidungsprodukte und kontaminierte Lebensmittel übertragen. Beispielsweise gilt der Verzehr von diversen Muschelarten als Risikofaktor für eine Infektion mit dem HAV. Ob eine Übertragung auch beim Geschlechtsverkehr oder anderen intimen Handlungen zwischen zwei oder mehreren Personen möglich sein kann, ist noch nicht abschließend geklärt. Hier gilt es die normalen Schutzvorkehrungen zu treffen.

Das besondere an der Hepatitis A ist, dass sie verhältnismäßig unauffällig verläuft. Zum einen tritt sie stets in akuter Form auf und wandelt sich nicht in eine chronische Entzündung. Zum anderen bleiben hier die Symptome eher schwach. Nur sehr selten zeigt sich beispielsweise die typische gelbe Verfärbung von Augen und Haut. Hingegen treten Unwohlsein, Bauchschmerzen, leichtes Fieber oder ein anhaltendes Völlegefühl auf. Darüber hinaus kann es zu Juckreiz und einem leichten Ausschlag kommen. Insgesamt gesehen, wiegen die Symptome jedoch nicht schwer und sind innerhalb eines Monats wieder verschwunden. Weniger als ein Viertel der Patienten leiden unter einer länger währenden Hepatitis A. Weit unter 0,1 % der Fälle verläuft bei dieser Variante der Hepatitis problematisch und kann hernach lebensbedrohlich werden.

Eine Therapie gegen die Hepatitis A gibt es noch nicht. Es können lediglich die Symptome dieser Erkrankung behandelt und dadurch gemildert werden. Allerdings besteht die Möglichkeit sich impfen zu lassen. Ärzte raten hierzu vor allen Dingen dann, wenn längere Reisen in Risikogebiete, also Osteuropa oder die Tropen, unternommen werden. Darüber hinaus sollten sich Menschen impfen lassen, die häufig mit Gefahrenquellen wie Kot oder infizierten Personen in Kontakt kommen. Der Impfschutz hält hernach jedoch nur einige Jahre und muss dann entsprechend aufgefrischt werden.

Hepatitis B
Hepatitis B, die durch den Hepatitis-B-Virus (HBV) ausgelöst wird, gehört neben Malaria oder Tuberkulose zu einer der häufigsten Infektionskrankheiten der Welt. Schätzungen zufolge sollen beinahe 2,5 Milliarden Menschen schon einmal eine Hepatitis B durchlaufen haben oder leiden immernoch an ihr. Da in Deutschland standardmäßig gegen Hepatitis B geimpft wird, gibt es hier nur recht wenige Erkrankte. So sollen laut diverser Studien nur etwa 5 % der Deutschen mit dem HBV in Kontakt gekommen sein.

Übertragen wird diese Erkrankung vor allem beim Geschlechtsverkehr, wobei sowohl Samen- als auch Vaginalflüssigkeit infiziert sein können. Aber auch andere Körpersekrete wie Speichel oder Menstruationsblut können durch den Virus kontaminiert sein. Nicht selten sind aber auch verunreinigte Nadeln, die beim Drogenkonsum, Piercen oder Tätowieren verwendet werden, ausschlaggebend für eine Hepatitis B. Da die Ursachen so vielfältig sein können, lässt sich hernach ähnlich wie bei der Hepatitis A kaum ermitteln, woher genau die Infektion stammt.

Als Risikogruppe gelten bei dieser Variante der Hepatitis überwiegend Menschen, die mit Drogen in Kontakt sind, welche injiziert werden. Aber auch jene, die in medizinischen Bereichen tätig sind und dadurch engen Kontakt zu Infizierten pflegen, gelten als gefährdet. Sie sollte auf jeden Fall geimpft sein. Inzwischen gehört die Immunisierung gegen HB-Viren jedoch zu den Standartimpfungen, weshalb die meisten Personen ohnehin vor der Hepatitis B geschützt sind. Allerdings ist auch hier die Impfung nicht bei allen Menschen dauerhaft wirksam. Ärzte empfehlen aus diesem Grund eine regelmäßige Auffrischung.

Ist eine Person mit dem Virus in Kontakt gekommen, ohne dass eine Immunisierung stattgefunden hat, werden sich nach einer Inkubationszeit von bis zu drei Monaten diverse Symptome einstellen. So entwickeln etwa ein Drittel der Betroffenen einen Ikterus (Gelbfärbung der Haut) beziehungsweise einen Sklerenikterus (Gelbfärbung der Augen). Ein weiteres Drittel ist nicht von dieser Hautverfärbung betroffen, leidet jedoch unter den anderen Symptomen. Die verbleibenden Personen, merken von ihrer Erkrankung hingegen nichts. Generell sind jedoch Schmerzen in den Gelenken, Magen-Darm-Beschwerden sowie Verfärbung der Ausscheidungsprodukte möglich.

Im Vergleich zur Hepatitis A stellt HBV eine weitaus größere Gefahr da. In etwa 10 % der Fälle tritt beispielsweise ein komplizierter Verlauf ein. Hier hat sich die Hepatitis B in eine chronische Krankheit umgewandelt, wodurch die Leber permanent geschädigt wird. Fibrosen, Zirrhosen und sogar Leberkrebs sind dadurch möglich. Aus diesem Grund kann diese Hepatitisform nunmehr nicht unbehandelt bleiben, wie dies bei der akuten Variante der Fall ist. Mit einer Interferontherapie beziehungsweise dem Einsatz antiviraler Mittel dürfte Hepatitis B jedoch erfolgsversprechend behandelbar sein.

Hepatitis C
Der Hepatitis-C-Virus (HCV) gehört zu den bekanntesten Virenarten in europäischen Breitengraden. Die Präsenz dieser Erkrankung lässt sich vor allen Dingen damit begründen, dass der HCV in einer Vielzahl Unterarten auftritt. Bekannt sind bisher weit über 80 Variationen dieser Viren.

Ähnlich der Hepatitis B sind Drogenabhängige und medizinischen Personal zu den Risikogruppen dieser Erkrankung zu zählen. Menschen mit wechselnden Sexualpartnern sind ebenfalls häufig von einer Infektion betroffen, da der Virus schlicht über alle Arten von Körperflüssigkeiten übertragen wird.

Nach einer Ansteckung mit Hepatitis B kommt es zumeist zu einem Ikterus sowie grippeähnlichen Symptomen. Patienten klagen darüber hinaus häufig über Juckreiz sowie starke Schmerzen im Bereich des Oberbauchs. Aber auch Gelenkbeschwerden sind im Rahmen des Möglichen. Im chronischen Verlauf treten hierzu anhaltende Müdigkeit und Abgeschlagenheit sowie eine Reihe von Begleiterkrankungen auf. Zu jenen gehört unter anderem Diabetes Mellitus oder Gefäßerkrankungen. Am häufigsten tritt als Spätfolge einer chronischen Hepatitis C jedoch die Leberzirrhose auf. Hierbei wurde das Gewebe so stark geschädigt, dass es nach und nach vernarbt. Das unbewegliche und funktionslose Narbengewebe durchsetzt schließlich das gesamte Organ soweit, dass dieses seinen Aufgaben nicht mehr nachkommen kann. Die Leber kann folglich nicht mehr am Stoffwechsel teilnehmen. Da sich dieser Prozess im fortgeschrittenen Stadium kaum mehr aufhalten lässt, ist hernach in den meisten Fällen eine Organtransplantation unumgänglich.

Damit sich eine Hepatitis C möglichst nicht verschlechtert, wird der Einsatz diverser antiviraler Mittel von Ärzten dringlichst empfohlen. Im Gegensatz zu Hepatitis A und B existiert allerdings keine Impfung, die einer Infektion vorbeugen würde. Aktuell werden jedoch einige Studien durchgeführt, die einen Impfstoff gegen diese Krankheit erarbeiten sollen.
Hepatitis D
Insgesamt wenig bekannt ist das sogenannte Hepatitis-D- oder Delta-Virus. Das liegt nicht zuletzt daran, dass es sich hier um einen unvollständigen Organismus handelt, der ohne entsprechenden Virenwirtszellen nicht überleben kann. In der Regel knüpft sich folglich Hepatitis D an das Hepatitis-B-Virus, wodurch letztere einen tendenziell ungünstigeren Verlauf nimmt. So wird derzeit davon ausgegangen, dass in etwa 90 % der Fälle, der Deltavirus in eine chronische Verlaufsform der Hepatitis B mündet und die Entstehung einer Zirrhose begünstigt.

Die Art dieses Virus verweist bereits auf die hier gegebene Risikogruppe. Betroffen sind ausschließlich Personen, die bereits am Hepatitis-B-Virus leiden, da selbiger den Wirt für den Deltavirus bildet. Die Übertragung erfolgt hierbei gleichwohl durch eine Schmierinfektion beim Geschlechtsverkehr sowie bei Direktkontakt mit kontaminierten Blut.

Insgesamt bewirkt die Hepatitis D kaum eigenständige Symptome. Vielmehr hat sie einen drastischen Einfluss auf ihren Wirt, wodurch eine Hepatitis B oftmals einen negativeren Weg einschlägt. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, diesen Virus mittels Interferon oder Nukleotidanaloga zu behandeln.

Hepatitis E

Hepatitis E gehört eigentlich nicht zu den Erkrankungen, welche in den Industrienationen zu Hause ist. Vielmehr ist sie in osteuropäischen Ländern sowie im Mittelmeerraum, Zentralasien und Afrika beheimatet. In den vergangenen Jahren konnten jedoch auch Fälle in den USA und Deutschland beobachtet werden. Da der Hepatitis-E-Virus ähnlich dem HAV durch verunreinigte Lebensmittel hervorgerufen wird, vermuten Experten, dass der globale Handel hierfür verantwortlich ist. Allerdings sind nicht nur Zuchttiere Träger des Virus. Eine seiner Varianten lässt sich ebenso in Wildfleisch finden. Dies bedeutet wiederum, dass eine ordnungsgemäße Fleischzubereitung das einzig wirksame Mittel gegen dieses Virus darstellt. Dazu gehört nicht zuletzt die komplette Erhitzung der Speisen. 70°C reichen in der Regel bereits aus, um den Keim unschädlich zu machen. Infiziertes Fleisch kann hernach bedenkenlos konsumiert werden. Ähnliches gilt selbstverständlich ebenso für Trinkwasser.

Da nicht genau abgeklärt ist, auf welchem Wege sich die Hepatitis E ihren Weg nach Europa und die USA gebahnt hat, kann nicht genau bestimmt werden, welche Personen zur Risikogruppe für diese Erkrankung gehören. Gefährdet sind allerdings jederzeit Menschen, die in Gebiete reisen, wo ein recht hohes Aufkommen dieser Krankheit vorliegt. Hier gilt es, besondere Vorsicht bei Speiseangeboten walten zu lassen. Obgleich es einige Impfstoffe gegen dies Virus gibt, ist noch keiner ausreichend getestet und aus diesem Grund zumindest in Deutschland nicht zugelassen. Das hängt aller Wahrscheinlichkeit nach auch damit zusammen, dass hier die Fallzahlen äußerst gering sind. Darüber hinaus handelt es sich um eine vergleichsweise milde Form der Hepatitis, die lediglich Fieber und Unwohlsein, manchmal auch einen Ikterus hervorruft. Eine Therapie mit Medikamenten ist aus diesem Grund ebenfalls nicht vorgesehen.

Es hat sich also gezeigt, dass die Hepatitis-Viren sich hinsichtlich des Verlaufs der Erkrankung sowie der Übertragung stark ähneln. Lediglich die Intensität sowie einige randständige Aspekte unterschieden die einzelnen Viren voneinander. Dies kann jedoch nur von einem Arzt mittels Bluttest abgeklärt werden.


Alternative Behandlungsmethoden

Vor allem die Präventivmaßnahmen können in Hinblick auf eine gesunde Lebensführung zur Prophylaxe von Hepatitis beitragen. Bei schweren Verlaufsformen mögen homöopathische Mittel und Heilkräuter zunächst Linderung verschaffen und sind zur akuten Schmerzbekämpfung angeraten. Ungeachtet möglicher kurzweiliger Besserung, sollte dennoch nicht darauf verzichtet werden, bei einem Arzt vorstellig zu werden.

Typische alternative Behandlungen können unter anderem sein:

  • Wärmflaschen
  • Schonkost
  • Bettruhe
  • Liegekur
  • Bauchmassagen
  • Fötenstellung
  • Klistiere
  • Reinigungen und Waschungen mit speziellen Lösungen
  • Stress abbauen
  • Spaziergänge

Welche Hausmittel können helfen?

Da es sich hierbei um ein sehr spezielles Problem handelt und Hausmittel meist nur allgemein Anwendung finden können, ist die Effektivität derselben in dem vorliegenden Fall stark limitiert und darüber hinaus auch aus medizinischer Sicht eher ineffektiv. Wenngleich viele Hausmittel bei anderen Krankheiten merkliche Abhilfe zu leisten imstande sind, so sollte man sich im Falle einer Hepatitis keine allzu große Hoffnung machen.

Dennoch gibt es einige Mittel, die dabei helfen können das allgemeine Risiko zu senken. Hierzu gehören u.a.:

  • Trinken klarer Flüssigkeiten – Hierzu gehören Wasser, Aufgüsse und einige wenige Säfte. Koffein und Alkohol sind tunlichst zu vermeiden.
  • Weiche und ballaststoffarme Kost – Hierzu gehören unter anderem Brot, Eier, Reis und Hühnchen.
  • Bestimmte Lebensmittel vermeiden – Zu vermeidende Lebensmittel sind u.a. Süßigkeiten, Milchprodukte, Fertiggerichte sowie stark gewürzte oder stark fetthaltige Kost.
  • Kein Gemüse oder Obst, das mit Kot gedüngt wurde – Hierbei ist lediglich die Rede von menschlichen Fäkalien. Tierische Ausscheidungen sind nicht gefährlich. Sollte man also davon erfahren, dass ein Landwirt seine Felder mit menschlichem Kot düngt, sollte man davon absehen, seine Produkte zu kaufen. Dies gilt insbesondere für Touristen im Ausland, die solche Praktiken zu sehen bekommen. Zwar ist menschlicher Stuhl kein zu verachtender Dünger, dennoch ist er sehr gefährlich und enthält eine Unzahl von Keimen und Erregern, die zu zum Teil tödlichen Krankheiten führen können.

Heilkräuter & Heilpflanzen

  • Alant
  • Apfel
  • Blutwurz
  • Eibisch
  • Eiche
  • Heidelbeere
  • Nelkenwurz
  • Spitzwegerich

Die soeben angeführten Heilkräuter und Heilpflanzen sind entweder als Tee oder in Form eines Aufguss, getrocknet oder frisch oder zu Pulver zerstoßen bzw. in Form einer Tablette oder Pille einzunehmen. Darüber hinaus kann man oftmals bereits fertige Präparate bei dem Heilpraktiker der Wahl beziehen und spart sich damit die Arbeit. Auch das Internet bietet so einige gute Quellen für den Bezug von Heilprodukten aus der Natur.

Es empfiehlt sich zudem, vor der Anwendung Rücksprache mit dem zuständigen Mediziner zu halten um etwaige allergische Reaktion schon im Vorfeld ausschließen zu können.

Ätherische Öle

Folgende Ätherische Öle können angewendet werden:

  • Ingwer
  • Lavendel
  • Majoran
  • Melisse
  • Minze
  • Rose

Ätherische Öle sind entweder im Rahmen einer Aromatherapie oder äußerlich sowie seltener auch innerlich anwendbar. Im Falle der Hepatitis sollte man jedoch lediglich von ersterer Form Gebrauch machen, also der Aromatherapie. Dieser Umstand ergibt sich daraus, dass diese Form der Anwendung am wenigsten belastend für die Gesundheit anzusehen ist. Hierzu gebe man die Öle in eine Duftlampe, entzünde eine Wärmequelle, am besten ein Teelicht und lasse die Öle in die Raumluft verdampfen. Die ätherischen Öle setzen auf diese Weise ihre Wirkstoffe frei und dienen zur Beruhigung der Patienten und bauen somit Stress und folglich Schmerz ab. Aber auch hier gilt, wie bei den Heilkräutern, dass eine solche Behandlung ein schulmedizinisches Vorgehen nicht ersetzen kann. Darüber hinaus ist der Effekt lediglich beruhigend und stressabbauend, nicht aber heilend.

Eine gute Bezugsquelle für ätherische Öle ist das Internet oder der Heilpraktiker des Vertrauens. Letzterer gibt auch Auskünfte über Anwendung und Dosierung.

Homöopathie & Globuli

Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.

Schüssler-Salze

Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.

Diät & Ernährung

Es gibt keine Diäten oder Ernährungspläne, die speziell für Hepatitis-Patienten erstellt worden wären. Nichtsdestotrotz kann eine allgemeine gesunde Ernährung diesbezüglich sehr förderlich sein und überdies noch vorbeugend wirken. Auch sollte man darauf achten, dass man seine Leber möglichst schont. Das heißt, dass man auf Alkoholika aller Arten verzichtet, ebenso auf Drogen oder nur schwer zu verdauende Nahrungsmittel.
Allgemeine Tipps sind daher:
Bedenkenlos konsumieren kann man:

  • Obst und Gemüse (insofern keine Allergien vorliegen)
  • Meeresfrüchte
  • Milchprodukte (jedoch auf den Fettgehalt achten)
  • Hülsenfrüchte
  • Klares Wasser und Kräutertee (Limonaden usw. sind zu vermeiden)
  • Vollkornprodukte

Bei folgenden Lebensmitteln, sollte man eher aufpassen:

  • Rotes Fleisch
  • Tabakwaren
  • Raffinierter Zucker
  • Stark fetthaltige Speisen
  • Fertiggerichte
  • Alkoholika
  • Weißes Mehl
  • Fast Food

FAQ – Fragen & Antworten

Ich habe mich Urlaub mit Hepatitis infiziert – Was jetzt?
Es ist sicherlich ein unglücklicher Umstand, sich im Urlaub mit einer Krankheit, welcher Art diese auch immer sei, zu infizieren. Dennoch sollte man eine Ansteckung nicht auf die leichte Schulter nehmen! Je nachdem wo man sich gerade befindet, kann es empfehlenswert sein, bereits vor Ort einen Arzt zu konsultieren und sich bereits einige Medikamente verabreichen zu lassen. Nichtsdestoweniger ist man in 99% der Fälle am besten damit beraten, wenn man sein Urlaub frühzeitig abbricht und sich zwecks einer Behandlung zurück in sein Heimatland begibt. Das ist sicherlich bedauerlich, aber man sollte seine Gesundheit nicht für eine paar Tage Strandurlaub dauerhaft aufs Spiel setzen.

Ist man sich jedoch nicht sicher, ob man wirklich an einer Form der Hepatitis leidet oder ob man sich lediglich eine Grippe zugezogen hat, sollte auf Nummer sicher gehen und einen lokalen Arzt konsultieren, insofern dieser vertrauenswürdig scheint. Zumeist absolvieren alle Ärzte weltweit ein vergleichbares Studium und sind somit gleichermaßen befähigt, einem zu helfen.

Was kann ich tun, um mich vor einer Ansteckung zu schützen?
Es gibt viele Dinge, die man unternehmen kann, um einer Ansteckung aus dem Wege zu gehen. Dazu gehört unter anderem die bereits erwähnte regelmäßige Auffrischung der Impfung, sowie das einhalten bestimmter Vorsichtsmaßnahmen. Das Tragen eines Kondoms kann gegen eine sexuelle Übertragung dieses Leidens vorbeugen. Des Weiteren sollte man auch beim Konsum von Obst und Gemüse Vorsicht walten lassen und alles vor dem Kochen gründlich abwaschen. Besonders in den 1960er und 1970er Jahren kam es auch hierzulande relativ häufig zu Infektionen mit Hepatitis, da Spinatpflanzen häufig mit kontaminiertem Kot gedüngt wurden. Diese Praktik gilt zwar als ausgestorben, aber schwarze Schafe kann es immer geben. Darum sollte man sich nicht allzu sicher fühlen und auch hier die nötigen Sichheitsmaßnahmen treffen, um sich keiner unnötigen Gefahr auszusetzen.

Wie effektiv ist die Therapie?
Moderne schulmedizinische Behandlungsmethoden sind sicherlich nicht schlecht. Dennoch sind sie noch nicht 100%ig sicher. Darum bemüht sich die Forschung stets und stetig, diesen Zustand zu verändern. Alles in allem sollte man also durchaus mit Vertrauen an die Behandlung herangehen. Den meisten Patienten kann geholfen werden und sollte dies nicht der Fall sein, so ist es zumindest möglich, die etwaig entstehenden Schmerzen zu lindern.

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