Tetanus

Steckbrief: Tetanus

  • Name(n): Tetanus; Wundstarrkrampf; Starrkrampf; Lockjaw (engl.)
  • Art der Krankheit: Infektionskrankheit
  • Verbreitung: Weltweit
  • Erste Erwähnung der Krankheit: Antike
  • Behandelbar: Ja
  • Art des Auslösers: Infektion mit dem Bakterium Clostrisium tetani
  • Wieviele Erkrankte: unbekannt
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Hausarzt
  • ICD-10 Code(s): A33; A34; A35

Tetanus – Gefürchtete Infektionskrankheit
TetanusTetanus ist eine Krankheit, die durch eine bakterielle Infektion mit Clostrisium tetani verursacht wird. Die Bakterien bilden dabei ein Gift, das schwere Muskelkrämpfe verursacht. Von diesem Symptom abgeleitet, wird für Tetanus häufig auch der Begriff Wundstarrkrampf verwendet.

Die schmerzhaften Muskelkontraktionen, die durch Tetanus verursacht werden, beginnen häufig im Bereich des Kiefers und des Nackens, die schließlich sogar in schwere Atembeschwerden münden können und darüber hinaus zu Schluckbeschwerden führen.

Insgesamt handelt es sich um eine sehr gefährliche Krankheit, da sie nachhaltig die Nerven und Muskeln schwächt, wodurch unter anderem das Herz nachhaltig geschädigt werden kann.

Lange gehörte Tetanus auch in Deutschland zu den meldepflichtigen Erkrankungen. Ob der regulären Impfung gegen Tetanus, sind die Fallzahlen allerdings derart stark zurückgegangen, dass die Meldepflicht im Jahr 2001 für diese Erkrankung abgeschafft wurde. Es ist daher davon auszugehen, dass nur noch sehr selten Infektionen mit dem Clostrsium tetani Bakterium in Deutschland auftreten.

Definition Tetanus

Bei Tetanus handelt es sich um eine Infektionskrankheit, die durch die Kontamination von Wunden mit dem Bakterium Clostridium tetani verursacht wird. Diese Bakterien finden sich vor allen Dingen in verunreinigten Böden und den Ausscheidungsprodukten von Tieren. Das Besondere an diesem Erreger liegt darin, dass er ein Neurotoxin produziert, welches im menschlichen Körper die Nervenzellen angreift und diese nachhaltig beschädigen kann. Es handelt sich zudem um einen sehr widerstandsfähigen Organismus, der auch außerhalb eines Wirts und bei extremen Bedingungen lang überleben kann. Aus diesem Grund finden sich kleinste Bakterienmengen theoretisch überall in der Umwelt. Durch sogenannte Punktionswunden, die beispielsweise bei Verletzungen mit einem rostigen Nagel entstehen, Brandwunden oder Stich- und tiefe Schnittverletzungen gelangen die Erreger hernach in den Körper und entwickeln sich hier zu grampositiven Bakterien. Eine Übertragung durch Tröpfchen- oder Schmierinfektion von Mensch zu Mensch ist hingegen nicht möglich.

Tetanus führt dadurch, dass die Nervenzellen stark in Mitleidenschaft gezogen werden, zu schweren Muskelkrämpfen und Kieferstarre. Dies wiederum bewirkt, dass nach einer Infektion Schluckbeschwerden, Atemprobleme und Sauerstoffmangel eintreten. Diese Symptome können durchaus lebensbedrohlich werden, weshalb Tetanus als äußerst gefährliche Krankheit eingestuft wird.

Insgesamt handelt es sich bei Tetanus um eine sehr gut erforschte Krankheit. Erste Impfstoffe gegen das auslösende Bakterium wurden bereits Ende des 19. Jahrhunderts entwickelt. Hierdurch konnte bis heute eine recht flächendeckende Immunisierung gegen den Tetanuserreger erreicht werden. Aus diesem Grund gehört diese Erkrankung inzwischen nicht mehr zu den meldepflichtigen Infektionen. Dies birgt allerdings die Gefahr, dass die Aufklärung über Tetanus und seine Folgen weitestgehend ausbleibt. Im Zuge der generellen Impfkritik achten jedoch immer weniger Menschen auf die regelmäßige Auffrischung des Impfschutzes. Die Fallzahlen sind aller Wahrscheinlichkeit aktuell wieder steigend. Eine genaue Auskunft hierüber gibt es allerdings nicht.

Seit Jahrtausenden ist Tetanus, zu deutsch Wundstarrkrampf, gefürchtet. In der Antike beschrieb der Arzt Hippokrates von Kos die charakteristischen Merkmale des Wundstarrkrampfes als tödlichen Dreiklang von Wunde, Krampf und schließlich Tod.

Tetanus ist eine Infektionskrankheit, die durch das Bakterium Clostridium tetani ausgelöst wird. Dieses Bakterium ist unter anderem deshalb so gefährlich, weil es sehr widerstandsfähige Sporen produziert, die lange ohne Kontakt zu einem Wirt überleben und bei Kontakt eine Person infizieren können. Außerdem kommen die Bakterien sehr häufig und an so gut wie jedem Ort vor, z.B. in Staub, Erde, an Holz oder Metall etc. Findet das Bakterium eine Wunde zum Eindringen in den Wirt, kann es sich vermehren und bildet Toxine namens Tetanospasmin und Tetanolysin, die für die typischen Tetanus-Symptome verantwortlich sind. Durch Risswunden, Schnitte, Biss- oder Brandwunden mit offenen Stellen kann Tetanus entstehen.


Was ist Tetanus?

Bei Tetanus, auch Wundstarrkrampf genannt, handelt es sich um eine Infektion mit dem Bakterium Clostrisium tetani beziehungsweise den Sporen dieses Erregers. Die Kontaminierung erfolgt dabei allerdings nicht von Mensch zu Mensch über eine Tröpfchen- oder Schmierinfektion, sondern bei diversen Verletzungen. Ein erhöhtes Risiko besteht vor allem bei Bisswunden durch Tiere, da deren Kot besonders stark von den entsprechenden Bakterien durchsetzt ist. Theoretisch befinden sich Tetanuserreger aber in der gesamten Umwelt, weshalb auch bei anderen Verletzungen eine Infektion nicht ausgeschlossen werden kann. Begünstigt wird das Eintreten der Bakterien zum einen durch eine entsprechende Wundtiefe, zum anderen durch ein feuchtes und warmes Klima. Dies bedeutet allerdings nicht, dass Bagatellverletzungen sich nicht ebenfalls infizieren können.

Nach einer Inkubationszeit, die nur wenige Tage bis einige Wochen betragen kann, zeigen sich die typischen Symptome einer Tetanuserkrankung: Muskelkrämpfe, Atembeschwerden, Schwitzen, Kopfschmerz, Reizbarkeit und Fieber. Ausgelöst werden diese durch ein Neurotoxin namens Tetanospasmin, welches von den Clostrisium tetani Bakterien abgesondert wird. Es befällt vor allen Dingen die Nervenzellen im Hirn und hindert sie daran, normale Impulse an die Muskeln und Sehnen im Körper weiterzuleiten. Im Anfangsstadium der Erkrankung sind hiervon vor allem jene Muskelpartien betroffen, die sich in direkter Hirnnähe befinden, also Kiefer– und Nackenmuskeln. Später können Krampfanfälle und Störungen aber auch auf den gesamten Körper ausgedehnt werden.

Die Mortalitätsrate ist bei Tetanus mit circa 25 % bis 50 % vergleichsweise hoch. Allerdings tritt die Erkrankung nur noch selten auf. Ausschlaggebend hierfür ist der flächendeckende Einsatz eines Impfstoffes, dessen Entwicklung bereits in den 1890er Jahren begann. Aktuell erfolgt die Immunisierung gegen Tetanus bereits im Säuglingsalter. Nach Vollendung des 18 Lebensjahres sollte jedoch etwa alle sieben bis zehn Jahre eine Auffrischung des Impfschutzes vorgenommen werden.

Ungeimpfte, die an Tetanus erkranken, haben trotz moderner Behandlungsmöglichkeiten ein 10-20%iges Risiko, an der Infektion zu sterben. Bevor Tetanus-Impfungen flächendeckend durchgeführt wurden, lag die Rate sehr viel höher. Gefährdet sind alle, die keinen ausreichenden Impfschutz haben, die also entweder gar nicht gegen Tetanus geimpft sind oder deren Impfung zu lange her ist und nicht aufgefrischt wurde. Eine Erkrankung an Tetanus ist sehr schmerzhaft, qualvoll und endet unbehandelt immer tödlich. Eine Übertragung von einem Erkrankten zu einem anderen Menschen ist nicht möglich, sie erfolgt immer durch Kontakt mit dem Bakterium und dessen Eintritt in eine offene Wunde. Diese muss übrigens nicht groß sein – es genügt schon ein kleiner Schnitt oder eine Wunde z.B. bei der Gartenarbeit, wenn man versehentlich in Dornen fasst und sich die Haut verletzt.

Man unterscheidet vier Typen Tetanus: den generalisierten, den Lokalen, den zephalen und den neonatalen. Beim generalisierten Tetanus treten die Symptome am ganzen Körper auf, beim lokalen sind sie auf die Körperteile beschränkt, bei denen der Erreger eingedrungen ist. Der zephale Tetanus tritt am Gehirn auf, wenn die Wunde am Kopf entstanden ist, und der neonatale trifft nur Säuglinge, wenn die Mutter nicht geimpft ist und mangelnde Hygiene es dem Bakterium ermöglicht, meist durch den Bauchnabel einzudringen.

Welche Ursachen gibt es?

Tetanus wird durch das Clostridium tetani Bakterium verursacht. Dieser Erreger ist in der Lage auch außerhalb des Körpers sehr lange zu überleben. Theoretisch kann er überall vorkommen, findet sich allerdings verstärkt in Exkrementen oder in verunreinigten Böden.

Dringt das Bakterium durch eine Wunde in den Körper ein, vermehrt er sich und setzt hernach ein Neurotoxin, das sogenannte Tetanospasmin, frei. Wenn dieses Gift sich im Blutkreislauf ausbreitet, verursacht es die typischen Symptome der Tetanuserkrankung, also beispielsweise Muskelkrämpfe und Atembeschwerden. Der Grund hierfür ist, dass Tetanospasmin die Nervenzellen in Hirn und Rückenmark angreift. Hierdurch werden jene Signale gestört, mit welchen die Muskeln des Körpers gesteuert werden.

Die Ursache einer Tetanuserkrankung liegt folglich in der Infektion mit dem Bakterium Clostridium tetani und einer anschließenden Vergiftung mit einem Neurotoxin. Um dies zu verhindern, sollte eine Wunde stets gereinigt oder desinfiziert werden. So ist es dem Bakterium nicht mehr möglich, tiefer in den Körper einzudringen.

Doch welche Verletzungen sind ausschlaggebend für Tetanus beziehungsweise begünstigen diese Krankheit? In erster Linie sind Wunden ursächlich, die mit Sekreten oder Exkrementen anderer Lebewesen kontaminiert wurden. Ebenso sind Brandwunden und nekrotisierendes Gewebe besonders anfällig für den Clostridium tetani Erreger. Tiefe Schnitt- und Stichwunden, vor allem wenn sie mit einem kontaminierten Messer ausgeführt wurden, sind ebenfalls bekannt dafür, dass sie leichter zu Tetanus führen. Oberflächliche Verletzungen oder Insektenstiche sind hingegen nur sehr selten ausschlaggebend für eine Tetanusinfektion. Dies gilt im Übrigen auch für Injektionsstellen in Venen oder Muskelgewebe. Auch Verletzungen am Zahlfleisch kommen gewöhnlich eher selten mit dem Tetanuserreger in Kontakt.

Ausgelöst wird Tetanus wie bereits erwähnt durch das Bakterium Clostridium tetani, das aufgrund seiner Omnipräsenz in Straßenstaub, Erde und Ähnlichem so gefährlich ist. Schon kleinste Wunden reichen, um dem Erreger eine Möglichkeit zu geben, in den Körper einzudringen.

Gefährdet sind alle, die keinen ausreichenden Impfschutz haben, die also entweder gar nicht gegen Tetanus geimpft sind oder deren Impfung zu lange her ist und nicht aufgefrischt wurde. Bei älteren Menschen bauen sich die durch eine Impfung aufgebauten Antikörper gegen die Toxine schneller ab als bei jüngeren Geimpften, es kann leichter zu einer Erkrankung kommen, wenn die Impfung nicht rechtzeitig aufgefrischt wird. Auch leiden ältere Menschen öfter unter Durchblutungsstörungen und Gefäßerkrankungen oder Krankheiten wie Diabetes, wodurch eine sauerstoffarme Umgebung entsteht, die das Bakterium begünstigt. Hauterkrankungen wie Neurodermitis, Ekzeme oder offene Wunden wie ein sogenanntes offenes Bein oder durch Brandverletzungen sind weitere Faktoren, die das Eindringen von Tetanusbakterien erleichtern.

Der neonatale Tetanus bei Neugeborenen kommt meist dann vor, wenn unzureichende hygienische Bedingungen bei der Geburt und während der ersten Lebenstage eines Säuglings herrschen. Weltweit tritt diese Form am häufigsten auf, vor allem in Ländern mit schlechten Hygienestandards und mangelhafter ärztlicher Versorgung.

In jedem Fall sorgen offene Wunden mit ausgefransten Wundrändern und Verletzungen, bei denen Wundflächen verschmutzt werden, für ein erhöhtes Risiko einer Tetanuserkrankung. Die Inkubationszeit beträgt drei Tage bis drei Wochen. Je kürzer die Inkubationszeit ist, also je schneller die ersten Symptome auftreten, desto ungünstiger ist die Prognose auf Heilung.


Symptome & Anzeichen

Der typische Inkubationszeitraum bei einer Tetanusinfektion beträgt in der Regel zwischen fünf und zehn Tagen. Es ist aber durchaus möglich, dass sich bereits früher Symptome zeigen. Darüber hinaus sind auch Fälle bekannt, in denen sich die ersten Anzeichen dieser Erkrankung erst nach etwa sechs Wochen eingestellt haben. Ausschlaggebend hierfür ist zum einen, über welche Wunde die Erreger in den Körper eingedrungen sind. Zum anderen zeichnen sich auch die körperliche Verfassung eines Betroffenen sowie der generelle Zustand des Immunsystems dafür verantwortlich, dass sich die auslösenden Bakterien schneller oder langsamer vermehren. Ähnliches gilt selbstverständlich ebenso für die Ausprägung der einzelnen Symptome, die eher mild oder sehr gravierend sein können.

In der Regel beginnt eine Infektion mit Tetanus mit Schüttelfrost, Schluckbeschwerden und Kopfschmerzen. Darüber hinaus sind Betroffene besonders im Anfangsstadium der Erkrankung sehr gereizt. Dies ergibt sich aus der einsetzenden Schädigung der Nervenzellen, welche den Körper anfällig für Störungen bei der Weiterleitung von Signalen an die Muskelzellen macht. Im weiteren Verlauf treten Kiefer– und Nackenstarre auf. Leichtes Fieber und Steifigkeit der Extremitäten sind ebenso zu finden. Schließlich treten jene Muskelkrämpfe, besonders im Kieferbereich, ein, welche dieser Krankheit den ursprünglichen Namen Wundstarrkrampf beibrachten.

Im späteren Verlaufsstadium dieser Krankheit kann es zunehmend schwerer werden, den Mund zu öffnen, da der Kiefer zum Teil komplett blockiert erscheint. Betroffenen sieht man ihre Erkrankung zum Teil an einem typischen starren Gesichtsausdruck an, der durch eng aufeinander gepresste, langgezogene Lippen und nach oben gewölbte Augenbrauen geprägt ist. Darüber hinaus treten Muskelspasmen nun auch im Rücken oder im Abdomen auf. Teilweise sind Krämpfe am gesamten Körper möglich. Sind dabei auch die Muskeln der Eingeweide oder der Blase betroffen, kann es zu Verstopfungen und Urinstau kommen. Krämpfe in Rachen und Brust sorgen darüber hinaus nicht selten für diverse Atembeschwerden, die zum Teil so massiv werden können, dass sich die Lippen der Erkrankten blau verfärben. Erreicht die Einschränkung der Atmung einen sehr ausgeprägten Grad, sind darüber hinaus die Fingerspitzen und das Nagelbett bläulich verfärbt. Die zu geringe Aufnahme von Sauerstoff im Blut kann selbstredend zu verschiedenartigen Beeinträchtigungen der inneren Organe führen, was sich wiederum durch unterschiedliche Symptome äußern kann.

Sichtbarstes Zeichen einer Tetanus-Infektion sind Muskelkrämpfe, die äußerst heftig und schmerzhaft auftreten. Die Krankheit beginnt meist mit Symptomen, die an Grippe erinnern: Müdigkeit, Mattheit, Kopfschmerzen, Schwindel, Unruhe und Gliederschmerzen. Außerdem tritt eine Steifheit der Muskeln bis zur völligen Bewegungsunfähigkeit auf. Es kommt vor allem bei den Gesichts- und Nackenmuskeln zu Krämpfen und Steifheit, Patienten verkrampfen ihre Kaumuskeln und die Mundpartie und können ihre Muskeln nicht mehr lockern. Die sogenannte Teufelsmimik ist zu beobachten: Der Mund verzieht sich zu einer Art Grinsen, es gibt eine Mundsperre, die Augenbrauen sind konstant hochgezogen.

Schluckstörungen und eine Kiefersperre kommen ebenfalls oft vor. Auch die Muskulatur im Kehlkopf wird steif und starr, weshalb Patienten nicht mehr Sprechen oder schreien können. Sie sind bei vollem Bewusstsein, können sich aber nicht äußern. Halsschmerzen, Fieber und steife Arme und Beine können auftreten, auch Fieber. Ein Anstieg des Blutdrucks und Herzrasen kommen ebenfalls häufig vor. Die Muskelkrämpfe erfassen nach und nach den gesamten Körper, der sich vor Krämpfen der Bauchmuskeln und der Rückenmuskeln geradezu durchbiegt. Es können so starke Muskelkrämpfe auftreten, dass sogar Wirbel im Rücken brechen.

Diese Zuckungen und Krämpfe werden durch geringste Reize wie Musik oder laute Geräusche, Gerüche oder Bewegungen ausgelöst, da die Erreger Nervenimpulse stoppen, die normalerweise Muskelfunktionen kontrollieren. Auch Darm und Blase können verkrampfen, sodass der Patient keinen Stuhlgang mehr hat und unter Verstopfung leidet. Schließlich setzt die Atmung aus, und der Erkrankte stirbt an Ersticken.


Diagnose & Krankheitsverlauf

Für die Diagnose einer Tetanusinfektion ist zunächst eine eingehende körperliche Untersuchung notwendig. Hierfür wird der Körper zunächst auf offensichtliche ausschlaggebende Verletzungen hin abgesucht. Allerdings kann lediglich in etwa 75 % der Fälle eine eindeutige Verletzung, in welche die Bakterien eingedrungen sind, ausfindig gemacht werden. Liegt jedoch eine entsprechende Wunde vor, überprüft der Arzt zunächst die Tetanusimmunisierung. Diese lässt sich normalerweise im Impfpass nachvollziehen, da hier alle erhaltenen Impfungen sowie deren Auffrischungen dokumentiert sind. Für eine Untersuchung, besonders, wenn der Verdacht auf Tetanus nahe liegt, sollte der Impfpass folglich zur Hand sein.

Nun werden die einzelnen Körperteile in Bezug auf eventuelle Symptome hin untersucht. Dabei müssen unter anderem weitreichendere Gründe für Muskelspasmen, Blutdruckveränderungen oder Schwankungen im Herzrhythmus gefunden werden. Ist eine Eintrittsstelle identifiziert, zeigen sich hier beispielsweise oftmals Krämpfe und ungewöhnlich starke Schmerzen. Überprüft wird darüber hinaus das Allgemeinempfinden des Patienten. Liegen zum Beispiel Reizbarkeit und Atembeschwerden, anhaltende Kopfschmerzen und generelles Unwohlsein vor, ist dies ein weiteres Indiz für eine Infektion mit Tetanus.

In aller Regel ergibt sich aus den Symptomen sowie einer entdeckten Wunde bereits die eindeutige Diagnose Tetanus. Nur in wenigen Fällen ist darüber hinaus ein Bluttest notwendig, bei welchem in einem Labor die Bakterien direkt zur Identifizierung kultiviert werden.


Häufigkeit & Diagnosedaten

In Deutschland und anderen europäischen Ländern sowie in Nordamerika besteht keine krankheits- oder erregerspezifische Meldepflicht für Tetanus mehr. Dies resultiert aus dem beinahe flächendeckenden Impfschutz der Bevölkerung, welcher dafür gesorgt hat, dass nur sehr wenige Fälle von Tetanus auftreten. Darüber hinaus ist diese Erkrankung nicht von Mensch zu Mensch übertragbar, weshalb von Betroffenen keinerlei Gefahren für Mitmenschen bestehen. In sozial und wirtschaftlich schwachen Gefilden, in denen eine Infektion mit dem Bakterium Clostrisium tetani deutlich häufiger auftritt, werden nur selten statistische Daten bezüglich der Erkrankung erhoben. Aus diesem Grund basieren alle statistischen Angaben zu Tetanus lediglich auf Schätzungen.

Insgesamt gesehen liegt die Mortalitätsrate bei dieser Krankheit zwischen 25 und 50 %. Personen, die älter als 65 Jahre sind beziehungsweise Neugeborene und Säuglinge sind hierbei besonders stark betroffen. Es sei allerdings gesagt, dass die Erkrankung insgesamt aktuell eher seltener anzutreffen ist. So werden weltweit lediglich circa 10 000 Neuerkrankungen erfasst. Hier sind allerdings keine Fälle von Tetanus neonatorum (Infektion von Neugeborenen) eingerechnet. Wissenschaftler gehen hier noch einmal gesondert von etwa 10 000 bis 200 000 Neuinfektionen jährlich aus. Wie bereits angedeutet, besteht hier wohl eine große Dunkelziffer. Zudem liegen keinerlei eindeutige Daten vor, auf welche sich die Medizin stützen kann.

Die meisten Fälle zeigen sich jedoch nachweislich in Gebieten, die über ein feuchtes Klima verfügen und daher einen besonders günstigen Nährboden für die Tetanuserreger bieten. Darüber hinaus sind die Fallzahlen dort höher, wo Menschen besonders eng mit Tieren zusammen leben, welche durch Bisse und Exkremente das Bakterium Clostrisium tetani direkt übertragen können.


Komplikationen bei der Krankheit

Risiken und Komplilkationen ergeben sich bei einer Tetanuserkrankung vor allen Dingen dann, wenn die sie unbehandelt bleibt. Hierdurch erhöht sich die Mortalitätsrate auf bis zu 80 %. Der Grund hierfür ist vor allem darin zu suchen, dass die Krampfanfälle zunehmend stärker werden. Hierdurch kann es zu schweren Frakturen kommen. Nicht selten brechen beispielsweise die Kieferknochen. Aber auch Schäden an den Nackenwirbeln sind möglich.

Ziehen sich Krämpfe vom Kiefer bis in den Kehlkopf hinunter, entstehen sogenannte Laryngospasmen. Dabei verkrampfen die oberen Atemwege derart stark, dass die Luftröhre vollständig geschlossen bleibt. Bei langandauernden Anfällen, droht folglich Erstickungsgefahr. Darüber hinaus ist es möglich, dass Magensaft oder andere Sekrete eingeatmet werden und in die Lunge gelangen. Dies begünstigt Infektionen, die beispielsweise eine Lungenentzündung hervorrufen. Auch Lungenembolien sind in Folge einer blockierten Atmung erwartbar.

Im Laufe der Erkrankung vermehren sich die Bakterien immer mehr und setzen hernach auch zunehmend Toxine frei. So werden die Nervenzellen stärker angegriffen und es können durchaus Krampfanfälle im Gehirn eintreten. Diese sind in etwa mit einem epileptischen Anfall vergleichbar und können schwere Hirnschäden verursachen.

Dadurch, dass bei Atembeschwerden nicht genügend Sauerstoff in den Blutkreislauf gelangt, sich jedoch Kohlendioxid darin staut, kommt es nicht selten zur Schädigung von inneren Organen. Typische Folgeerscheinungen einer unbehandelten Tetanus sind beispielsweise schwere Nierenleiden oder sogar Nierenversagen. Dies ergibt sich auch aus einem Urinstau bei Blasenkrämpfen. Betroffen kann jedoch auch das Herz oder die Leber sein. Nicht selten betreffen Krämpfe und Sauerstoffmangel jedoch ebenso das Verdauungssystem.


Wann sollte man zum Arzt gehen?

Generell sei gesagt, dass tiefere Verletzungen, seien es Schnittwunden, Stichverletzungen, schlecht abheilende Einstiche oder Brandwunden, stets von einem Arzt in Augenschein genommen werden sollten. Das gilt auch dann, wenn ein Impfschutz gegen Tetanus besteht. Denn Gefahren bildet nicht nur das Bakterium Clostrisium tetani, sondern auch andere Keime, die zur Entzündung des betroffenen Gewebes führen können. Eine verunreinigte Wunde ist folglich keine Lappalie.

Wer sich verletzt hat und über keine ausreichende Immunisierung gegen den Erreger verfügt, sollte schleunigst einen Arzt aufsuchen, um die Wunde entsprechend reinigen zu lassen und falls möglich, nachträglich für einen Impfschutz zu sorgen. Hier sei noch einmal darauf hingewiesen, dass eine vormalige Erkrankung mit Tetanus im Gegensatz zu einer Impfung nicht für eine Immunisierung des Organismus ausreicht, da dabei die Last mit grampositiven Erregern nicht ausreichend ist, um einen entsprechenden Marker im Immunsystem zurückzulassen.

Ein Arzt sollte darüber hinaus aufgesucht werden, wenn trotz bestehendem Impfschutz typische Symptome einer Tetanuserkrankung auftreten. Hierzu gehören vor allen Dingen die typischen Muskelkrämpfe im Nacken sowie im Kiefer. Denn im Gegensatz zur landläufigen Meinung bietet auch die regelmäßige und sachgemäß durchgeführte Impfung, wie auch bei den meisten anderen Krankheiten, keinen 100 %igen Schutz. Es bleibt also theoretisch bei jeder Verletzung, zumal wenn es sich um Bisswunden handelt, das Risiko einer Tetanusinfektion.

Behandlungsmethoden & Therapie

Eine Behandlung gegen Tetanus ist stets dreigliedrig. Es werden zum einen die Symptome bekämpft, zum anderen soll das durch die Bakterien freigesetzte Toxin neutralisiert werden und schließlich gilt es, das Bakterium selbst anzugreifen.

Die Behandlung von Tetanus erfolgt in der Regel stationär im Krankenhaus. Dies liegt vor allem daran, dass Betroffenen die Atmung schwer fällt und hier eine kontinuierliche Überwachung und eventuell Unterstützung der Atmung notwendig ist. Neben der Beatmung mit einer Atemmaske wird zum Teil sogar eine Tracheotomie notwendig, bei welcher ein Schnitt in die Luftröhre gesetzt werden muss, über welchen hernach ein Schlauch eingeführt und dergestalt Sauerstoff zugeführt wird. Sind die Muskelkrämpfe im Kiefer derart stark, dass der Mund nicht mehr geöffnet und keine Nahrung mehr aufgenommen werden kann, ist zudem eine Magensonde erforderlich. Letztlich können Krämpfe in anderen Organen auch weitere Katheder und Sonden erforderlich machen.

Die Pharmazie bietet einige Möglichkeiten zur Behandlung von Tetanus. So werden unter anderem verschiedene Mittel verschrieben, die vor allem die Krämpfe lösen sollen. Dazu gehören etwa Benzodiazepine. Das von den Bakterien ins Blut abgegebene Neurotoxin Tetanospasmin wird überwiegend mit einer Injektion von Antitoxin behandelt. Es handelt sich dabei um ein Antikörperpräparat, welches die Toxinmoleküle bindet und verhindern soll, dass sich jene an die Nervenzellen andocken. Zum Teil werden hierfür auch Tetanus-Immunpräparate angewendet. Das sind Blutprodukte, welche von einer Person stammen, die bereits immun gegen die Clostrisium tetani Bakterien ist.

Antibiotika (beispielsweise Penicillin) werden dafür verwendet, die Bakterien direkt zu bekämpfen. Üblicherweise kann ein Antibiotikum bei dieser Erkrankung jedoch nicht schnell genug wirken, da sich das Clostrisium tetani Bakterium unheimlich schnell vermehrt. Es ist daher unabdingbar, die Eintrittswunde chirurgisch zu reinigen und auszuschaben. Auf diesem Wege werden Bakterien ebenfalls aus dem Körper entfernt.

Im Anschluss an eine Behandlung erfolgt zumeist eine zusätzliche Impfung gegen Tetanus. Im Unterschied zu vielen anderen Infektionskrankheiten, besteht nach einem Kontakt zum Tetanuserreger nämlich keine Immunität, da die Bakterienmenge hierfür oftmals nicht ausreichend ist. Die verabreichte Impfung bietet hernach für ungefähr fünf Jahre einen ausreichenden Schutz bei größeren Wunden. Bei kleinen Wunden kann sogar von einer doppelt so lang anhaltenden Immunität ausgegangen werden. Es empfiehlt sich jedoch die Impfung etwa im Abstand von jeweils fünf bis sieben Jahren zu wiederholen und den Impfschutz dadurch zuverlässig aufzufrischen.

Der beste Schutz vor Tetanus ist eine vorbeugende Impfung, die regelmäßig aufgefrischt wird. Vor allem Menschen, die beruflich oder privat oft mit den Händen arbeiten und sich öfter Wunden zuziehen, z.B. durch das Arbeiten mit Werkzeugen, im Garten oder auch in der Küche, wo man sich schneiden kann, sollten sich unbedingt mit einer Impfung vor der gefährlichen Krankheit schützen.
Ein Gegenmittel gegen Tetanus gibt es nicht, wenn eine Erkrankung erfolgt ist und der Betroffene nicht geimpft ist. Man kann lediglich die Symptome lindern und versuchen, den Erreger an einer weiteren Ausbreitung zu hindern.

Eine gründliche Reinigung der Wunde durch einen Arzt ist der erste Schritt einer Behandlung. Er schneidet die Wunde großzügig aus und säubert sie, wodurch mehr Sauerstoff an die Eintrittsstelle gelangt und das Bakterium kein anaerobes Klima vorfindet. Außerdem verabreicht der Arzt dem Patienten ein Tetanus-Immunglobulin. Dieses enthält Antikörper, die das Bakterium neutralisieren und dafür sorgen, dass das Gift nicht in das Gehirn und das Rückenmark eindringt.

Hochdosierte Antibiotika und Muskelrelaxanzien lindern die schmerzhaften Muskelkrämpfe. Beruhigungsmittel helfen dem Patienten dabei, Unruhe und Angstzustände in den Griff zu kriegen. Eine intensive Überwachung im Krankenhaus, meist auf der Intensivstation, wird ebenfalls bei Tetanus durchgeführt. Außerdem werden Erkrankte in einem schallgeschützten, abgedunkelten Raum behandelt. So minimieren Ärzte die Reize von außen, die zu Muskelkrämpfen führen können.

Die beste Therapie gegen Tetanus ist nach wie vor eine vorbeugende Impfung, die regelmäßig aufgefrischt wird. Hygiene und Vorsicht bei Arbeiten mit Erde und Staub, bei denen man sich leicht verletzen kann, sind weitere Aspekte, die dabei helfen, das Risiko einer Tetanuserkrankung zu minimieren.


Vorbeugung – Impfung & Prävention

Tetanus tritt überwiegend bei jenen Menschen auf, die in ihrem Leben noch nie direkten Kontakt mit dem Bakterium Clostrisium tetani hatten, weder durch eine vormalige Erkrankung noch durch eine Impfung. Darüber hinaus sind Menschen betroffen, die den Impfschutz nicht im vorgesehenen Zeitraum erneuert haben.

Es gilt also, dass eine Impfung beziehungsweise eine Auffrischungsimpfung der wirksamste Schutz gegen die Infektion mit Tetanuserregern ist. Aus diesem Grund gilt Tetanus als Standartimpfung bei Kindern. Sie erfolgt hier vor allem in einem Kombinationspräparat (Impfung gegen Diphtherie, Tetanus und Keuchhusten). Vorgesehen sind dafür fünf Impfungen, die in einem Abstand von jeweils zwei Monaten verabreicht werden. Anschließend sollte der Impfschutz spätestens alle 10 Jahre aufgefrischt werden. Das gilt besonders dann, wenn ein Land bereist ist, welches bekannt dafür ist, dass viele Tetanuserkrankungen auftreten. Zwar besteht bei dieser Krankheit kein Anstreckungsrisiko, es ist allerdings davon auszugehen, dass die Umweltbedingungen eine Infektion entscheidend begünstigen. Unter anderem spielen hier hygienische Rahmenbedingungen eine entsprechende Rolle.

Wer auf einen Impfschutz verzichtet, sollte bedenken, dass prinzipiell jede größere Wunde eine Tetanusinfektion nach sich ziehen kann. Immerhin tritt das Clostrisium tetani Bakterium wahrscheinlich überall in unserer Umgebung auf. Wer sich verletzt, sollte aus diesem Grund die Wunde sogleich professionell reinigen, da hierdurch Bakterien auf manuellem Wege entfernt werden können. Einen tatsächlich wirksamen Schutz stellt dieses Vorgehen allerdings nicht da. Die häufig von Alternativmedizinern ins Feld geführte Behauptung allein das Ausbluten lassen einer Wunde könne die Clostrisium tetani beseitigen, trifft ebenfalls nur teilweise zu. Einerseits werden hierdurch tatsächlich Kleinstmengen des Bakteriums aus dem Körper geschwemmt. Genügend Erreger gelangen aber dennoch in den menschlichen Körper. Zudem ist selbstredend mit dem bloßen Auge keinesfalls sichtbar ob diese “Methode” erfolgreich war. Generell kann bei fehlendem Impfschutz und einer gleichzeitig vorliegenden nicht sterilen Wunde, der Besuch bei einem Arzt nur empfohlen werden.


Prognose zur Heilung

Durch die flächendeckende Immunisierung der Bevölkerung, vor allem mit der Einführung der Standardimpfung für Kinder, tritt Tetanus in den westlich geprägten Ländern nur noch sehr selten auf. Hierdurch hat diese Erkrankung an Schrecken beinahe gänzlich verloren. Dabei sollte nicht vergessen werden, dass es sich hierbei um eine sehr gefährliche Infektion handelt, die zudem relativ leicht zu bekommen ist. Der Biss eines Tieres oder der Tritt in einen alten Nagel reichen theoretisch aus, um bei fehlendem Impfschutz eine lebensbedrohliche Krankheit auszulösen. So versterben insgesamt etwa 25 bis 50 % derjenigen, die sich mit dem Bakterium Clostrisium tetani infiziert haben. Dabei sind vor allem ältere Menschen sowie kleine Kinder stark betroffen. Ihr Immunsystem erweist sich zumeist als nicht ausgeprägt genug, um gegen die sich schnell vermehrenden Bakterien anzukämpfen. Hierdurch bindet sich das Neurotoxin Tetanospasmin beschleunigt an die Nervenzellen des Hirns und ruft alsbald sehr gravierende Schäden an selbigen sowie weiteren inneren Organen und dem Rückenmark hervor,

Es wird prinzipiell davon ausgegangen, dass eine schnell verlaufende Tetanuserkrankung wahrscheinlicher zum Tode führt als eine sich langsam vollziehende Infektion. Eine intensivmedizinische Betreuung der Betroffenen kann jedoch die Überlebenschance auch in diesen Fällen enorm steigern.

Besonders prekär zeichnet sich die Lage allerdings im Bezug auf Neugeborene ab. Insbesondere in Ländern, in welchen keine hygienischen Standards vorliegen, erweist sich eine Infektion mit Tetanuserregern als äußerst ungünstig. Da Neugeborene über ein sehr schlecht entwickeltes Immunsystem verfügen, tritt hier der Tod in beinahe 80 % der Fälle ein. Diese Angaben beruhen allerdings auf Schätzungen, da es bislang noch keine genauen statistischen Erhebungen über die Mortalitätsrate von Säuglingen nach einer Tetanuserkrankung gibt. Etliche Wissenschaftler vermuten gar, dass die Dunkelziffer an Todesfällen hier besonders hoch ist.


Impfschäden nach Tetanusimpfung?

In den vergangenen Jahren wurden jene Stimmen zunehmend lauter, die sich gegen eine flächendeckende Tetanusimpfung ausgesprochen haben. In Deutschland wird die Immunisierung gegen diese Erkrankung standardmäßig ab dem zweiten Lebensmonat in Kombination mit den Impfstoffen gegen Diphtherie und Keuchhusten vorgenommen. Impfkritiker sehen hierin eine Gefährdung der Kinder und sprechen sich für eine generelle Ablehnung beziehungsweise eine Impfung aus, die lediglich im Bedarfsfall vorgenommen wird.

Zu den üblichen Kritikpunkten der Impfgegner gehören folgende:

  • Nebenwirkungen: Als stärkstes Argument führen Impfkritiker und Impfgegner die Nebenwirkungen nach einer Immunisierung ins Feld. Besonders wird dabei auf bleibende Schäden hingewiesen.
  • Hygiene und Wundreinigung genügen: Eine Impfung ist aus dem Grund unnötig, dass Hygienemaßnahmen eine Kontamination mit dem Bakterium Clostrisium tetani geradezu unmöglich machen.
  • Selbstheilungskräfte sorgen bereits für eine körpereigene Immunität: Oberflächliche Wunden seien dieser Ansicht nach generell nicht anfällig für das Eindringen von Bakterien. Bei tieferen Verletzungen hingegen sorgen Blutungen und Eiterbildung dafür, dass eingedrungene Bakterien aus dem Körper auf natürlichem Wege herausgeschwemmt werden.
  • Seltenheit der Tetanuserkrankung: Tetanus tritt nur noch sehr selten auf. Das gilt selbstredend für jene Länder, in denen umfassend geimpft wird, aber auch für alle anderen Regionen. Genaue statistische Angaben zu Fallzahlen existieren nicht. Wissenschaftler gehen allerdings davon aus, dass einschließlich den Neugeborenen insgesamt etwa 250 000 Menschen jährlich an Tetanus erkranken. Gemessen an der weltweiten Gesamtbevölkerung ist dies selbstverständlich keine besonders hohe Zahl.

Wie läuft eine Impfung ab?

Es stellt sich nun die Frage, inwiefern die genannten Punkte tatsächlich gerechtfertigt sind und ob eine Impfung tatsächlich notwendig ist.
Um dies zu erörtern, soll zunächst ein kurzer Überblick darüber gegeben werden, wie die Tetanusimpfung genau funktioniert:

Entgegen der landläufigen Meinung, werden bei der Tetanusimmunisierung keine lebenden Bakterien injiziert. Dies ist vor allem deswegen ausgeschlossen, da Impfungen vornehmlich ins Muskelfleisch gesetzt werden und dies im Falle der Tetanuserkrankung zu einer regulären Infektion führen würde. Immunisiert wird folglich mit Toterregern. Es handelt sich genauer um das Abbauprodukt der Clostrisia tetani, also dem einem Derivat des Neurotoxins. Es wird, wie bereits genannt, intramuskulär injiziert.

In der Regel erfolgt die Grundimmunisierung gegen Tetanus im zweiten Lebensmonat. Hernach wird eine erneute Impfung im vierten und im sechsten Monat vorgenommen. Im Anschluss hieran sollen etwa 90 % der Menschen einen wirksamen Schutz vor dem Tetanuserreger erhalten. Wie auch bei anderen Impfstoffen besteht jedoch eine geringe Möglichkeit, dass die Immunisierung erfolglos bleibt. Dies stellt allerdings nicht die Regel dar. Konnte die Impfung Erfolge erzielen, sollte anschließend etwa alle sieben bis zehn Jahre erneut geimpft werden, da der Antikörper-Titer (die Konzentration an verfügbaren Antikörpern) bei dieser Erkrankung mit der Zeit stetig abnimmt. Ohne Auffrischung verlischt der Impfschutz folglich nach einem bestimmten Zeitraum.

Welche Nebenwirkungen gibt es tatsächlich nach einer Tetanusimpfung
Wie bei den meisten pharmazeutischen Produkten üblich, ist auch der Impfstoff gegen Tetanus nicht frei von Nebenwirkungen. So können in einigen Fällen beispielsweise Rötungen und Schwellungen um die Injektionsstelle herum auftreten. Auch Hämatome sind zum Teil möglich. Seltener reagiert der Körper hingegen mit Durchfall, Fieber Erbrechen oder anderen Immunabwehrreaktionen. Diese sind allerdings nur von kurzer Dauer und zudem ungefährlich für die allgemeine Gesundheit. Nur in sehr seltenen Fällen führt eine Impfung zu allergischen Reaktionen. Statistischen Angaben zufolge betrifft dies weniger als einen von 1000 Geimpften. Von den Betroffenen treten schließlich wiederum nur bei sehr wenigen schwere allergische Reaktionen, wie Lähmungen oder starke Schmerzen auf. Todesfälle infolge einer Impfung sind die absolute Ausnahme. Im Vergleich dazu steht eine Chance von 25 bis 50 %, dass eine Infektion mit Tetanus tödlich verläuft. Bei Säuglingen erhöht sich die Mortalität sogar auf bis zu 80 %.

Reichen die körpereigenen Abwehrmechanismen zur Vermeidung einer Infektion?

Nicht jede Verletzung und jede Wunde führt automatisch zu einer Infektion mit Tetanuserregern. Im Gegenteil, werden wohl in den meisten Fällen tatsächlich körpereigene Mechanismen dazu beitragen, dass keine Bakterien tiefer ins Gewebe eindringen können und sogar in den Blutkreislauf geraten. Hierfür sorgt beispielsweise das Bluten einer Verletzung. Dadurch werden Keime und Bakterien aus dem Körper herausgeschwemmt und gleichzeitig sorgen Blutblättchen für einen dichten Verschluss der Wunde. Dieser Mechanismus ist einerseits recht zuverlässig, kann allerdings auch hin und wieder versagen. Dies gilt besonders dann, wenn eine starke Verunreinigung der Wunde vorliegt oder Bakterien sehr tief ins Fleisch hineingedrückt wurden. Einige Verletzungen, hierzu gehören unter anderem Bisswunden von beispielsweise Hunden, neigen zudem zur Taschenbildung. Hier entstehen kleine Einkerbungen im Gewebe, in welchen sich Bakterien und Keime sammeln, die nicht abtransportiert werden können.

Insgesamt gesehen ist das Risiko einer Infektion mit Tetanus also vergleichsweise niedrig. Das gilt insbesondere für jene Länder, in denen kein idealer Nährboden für die entsprechenden Bakterien besteht. Allerdings besteht theoretisch bei jeder Verletzung ein Risiko. Impfungen sollen dieses auf ein absolutes Minimum herabsetzen. Immerhin handelt es sich bei Tetanus um eine lebensbedrohliche Erkrankung, die unbedingt vermieden werden sollte. Ohne Impfschutz ist jedoch eine Infektion stets möglich, da die körpereigenen Mechanismen keinen zuverlässigen und vor allem keinen kalkulierbaren Schutz bieten. Es handelt sich bei der Immunisierung folglich um eine Maßnahme, die zusätzlich zur körpereigenen mechanischen Abwehr die Vermeidung der Tetanusinfektion gewährleisten soll. In den meisten Fällen ist dieses Vorgehen von Erfolg gekrönt.

Warum ist Tetanus so selten?
Wie bereits erwähnt, ist das vergleichsweise seltene Auftreten von Tetanus für Impfgegner ein erwähnenswerter Punkt zur Unterstützung ihrer Kritik. Nachvollziehbar ist dieses Argument kaum. Denn durch die Einführung routinemäßiger Impfungen im Kindesalter, besteht tatsächlich nach wie vor ein umfangreicher Impfschutz. Selbstredend hat dies dafür gesorgt, dass die Fallzahlen in den vergangenen Jahrzehnten kontinuierlich gesunken sind. Oftmals wird hierauf erwidert, dass immerhin etwa 30 % (einige Quellen sprechen sogar von etwa 50 % ) der erwachsenen Bevölkerung eine Auffrischung der Immunisierung vorgenommen hat und folglich keine absolute Mehrheit geimpft ist, ohne dass Fallzahlen steigen. Dieses Argument verkennt jedoch vollkommen, dass ein normaler Erwachsener generell eher selten von Tetanus betroffen ist. Zur Risikogruppe gehören vielmehr Neugeborene, Säuglinge sowie Menschen, die älter als 65 sind. Als Referenz gereicht hier beispielsweise ein Blick in jene Länder, in denen keine Impfungen vorgenommen werden. Hier stehen den circa 10 000 jährlichen Neuerkrankungen bei Erwachsenen ungefähr 200 000 Tetanusfälle pro Jahr bei Neugeborenen gegenüber. Tetanus trägt folglich erheblich zur Kindersterblichkeit bei. Dank Impfungen ist dies, unter anderem in Deutschland, nicht der Fall. Aus diesem Grund empfehlen die Ärzteverbände sowie das Robert-Koch-Institut zumindest die Impfung im Kindesalter.


Alternative Behandlungsmethoden

Tetanus gehört zu den äußerst gefährlichen Infektionskrankheiten, welche eine hohe Mortalitätsrate haben. Es wird davon ausgegangen, dass eine unbehandelte Erkrankung in bis zu 50 % der Fälle zum Tode führt. Aus diesem Grund gilt es bei dieser Krankheit unbedingt professionelle medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Die Behandlung sollte stets stationär erfolgen.

In diversen Ratgebern finden sich verschiedene alternativmedizinische Behandlungsmethoden, die vor allem zum Kösen von Krämpfen beitragen sollen. Es kann allerdings davon ausgegangen werden, dass diese Mittel kaum hierfür geeignet sind. Auslöser der Krämpfe ist nämlich keine Verspannung von Muskeln oder Sehnen. Vielmehr zeichnet sich ein Neurotoxin verantwortlich, dass direkt auf die Nervenzellen des Gehirns einwirkt. Dampfbäder, ätherische Öle oder Heilpflanzen können dem jedoch nichts entgegensetzen. Allerdings sind sie durchaus anwendbar, um Schmerzen des Betroffenen zu lindern. Welchen Mitteln dabei der Vorzug gegeben wird, bleibt dem Patienten selbst überlassen. Anwendungen sollten aber mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden, da etliche alternativen Medikamente zu Wechselwirkungen mit konventionellen Pharmazeutika führen können.

Des Weiteren finden sich etliche Hinweise auf Verhaltensmaßnahmen nach dem Entstehen einer Wunde. Häufig genannt werden beispielsweise die Reinigung mit Essig, das Ausdampfen von Wunden oder das Ausbluten lassen einer Verletzung. Hierbei soll sogar gedrückt werden, damit Bluttropfen tatsächlich aus der Haut austreten. Von jenen Praktiken kann allerdings nur abgeraten werden. Zum einen ersetzen sie keinesfalls eine professionelle chirurgische Wundreinigung, zum anderen kann ein ungeschickter Behandlungsversuch durchaus das Gegenteil von dem erreichen, was eigentlich gewünscht ist. Folglich ist es möglich, dass die unsachgemäße Wundversorgung dazu führt, dass Bakterien noch tiefer in die Verletzung hineingetrieben werden. Dies ist besonders der Fall, wenn Schnitt- oder Stichwunden gepresst werden, um Blut nach Außen zu quetschen. Es gilt daher, vor allem bei tieferen Verletzungen, einen Arzt aufzusuchen.

Insgesamt gesehen lässt sich Tetanus nicht mit alternativen Behandlungsmethoden kurieren. Sie können maximal zur Linderung von Symptomen angewendet werden, insofern dies mit der schulmedizinischen Behandlung vereinbar ist.

Welche Hausmittel können helfen?

Die meisten Hausmittel richten sich vor allem an die direkte Wundbehandlung zur Prävention einer Tetanuserkrankung. Es wurde jedoch bereits darauf hingewiesen, dass diese Methoden kaum eine ordentliche Wundversorgung ersetzen können. Bei schweren Verletzungen gilt es daher einen Arzt aufzusuchen.

Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.

Heilkräuter & Heilpflanzen

Die genannten Heilpflanzen versprechen natürlich keine vollständige Heilung. Nichtsdestoweniger können sie im Rahmen einer über die Schulmedizin herausreichenden Behandlung Einsatz finden. Es bietet sich an, selbige als Aufguss oder Tee einzunehmen, hierdurch beruhigt man Geschädigte zusehends. Das kann insbesondere dann hilfreich sein, wenn der Betroffene vor Schmerz außer sich ist. Aber auch als fertige Präparate sind diese Pflanzen erhältlich. Hierzu wendet man sich am besten an den Heilpraktiker des Vertrauens.

Es gilt jedoch vor jeder Anwendung mit dem zuständigen Mediziner zu klären, ob es sinnvoll oder potentiell schädlich ist. Insbesondere in Hinsicht auf etwaige Allergien.

Ätherische Öle

Ätherische Öle sollen vor allem zur Unterstützung weiterer Therapien eingesetzt werden. An dieser Stelle sei jedoch noch einmal darauf hingewiesen, dass sie sich bei falscher Handhabung gravierend auf die Atmungsorgane auswirken können. Das gilt in besonderem Maße für die Behandlung von Kindern. Leicht kann es dabei zu Reizungen der Atemwege kommen. Da eine erschwerte Atmung zu den typischen Symptomen der Tetanuserkrankung gehört, sollte auf eine Aromatherapie nach Möglichkeit verzichtet werden. Betroffene, die sie dennoch anwenden möchten, sollten dies unbedingt mit dem behandelnden Arzt absprechen.

  • Eukalyptus
  • Pfefferminze
  • Ingwer
  • Muskatellersalbei
  • Rosmarin
  • Teebaum
  • Kampfer

Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.

Homöopathie & Globuli

Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.

Schüssler-Salze

Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.

Diät & Ernährung

Eine spezielle Ernährung zur Prävention oder Behandlung von Tetanus gibt es nicht. Allerdings kann die Aufnahme von Nahrung bei Bestehen dieser Erkrankung durchaus erschwert sein. Unter anderem können Kieferkrämpfe dazu führen, dass der Mund nicht genügend geöffnet werden kann, um größere Nahrungsstücke zu zerkauen oder überhaupt in die Mundhöhle einzuführen. Bei ausgeweiteten Krämpfen, die beispielsweise Laryngospasmen nach sich ziehen, können Betroffene kaum mehr Nahrung zu sich nehmen, da erhöhte Erstickungsgefahr droht. Lebensmittel könnten beispielsweise unabsichtlich in die Luftröhre gedrückt werden. In milden Fällen kann der Verzicht auf feste Speisen hilfreich sein. Dann können Suppen, Brühen oder Brei verabreicht werden. Günstig erweisen sich aber auch Smoothies und Püriertes. Bei schweren Fällen ist eine Nahrungsaufnahme schließlich nur noch durch eine Magensonde zu gewährleisten. Da eine Behandlung von Tetanus im Krankenhaus stattfindet, wird in aller Regel ein Arzt sowie das Pflegepersonal auf eine entsprechende Ernährung achten.

Es gibt keine Diäten oder Ernährungspläne, die speziell für Tetanus-Patienten erstellt worden wären. Nichtsdestotrotz kann eine allgemeine gesunde Ernährung diesbezüglich sehr förderlich sein und überdies noch vorbeugend wirken.

Allgemeine Tipps sind daher:

  1. Vermeidung von Lebensmitteln, gegen die man allergisch ist, da diese als Auslöser oder Trigger fungieren können.
  2. Keinen Konsum von Alkohol oder alkoholhaltigen Waren (wie Pralinen und Torten)
  3. Absolutes Rauchverbot

Das ist aber nicht alles. Weitere Tipps schließen ein, dass man folgende Lebensmittel meist bedenkenlos konsumieren kann:

  • Obst und Gemüse (insofern keine Allergien vorliegen)
  • Meeresfrüchte
  • Milchprodukte (jedoch auf den Fettgehalt achten)
  • Hülsenfrüchte
  • Klares Wasser und Kräutertee (Limonaden usw. sind zu vermeiden)
  • Vollkornprodukte

Bei folgenden Lebensmitteln, sollte man eher aufpassen:

  • Rotes Fleisch
  • Tabakwaren
  • Raffinierter Zucker
  • Stark fetthaltige Speisen
  • Fertiggerichte
  • Alkoholika
  • Weißes Mehl
  • Fast Food

FAQ – Fragen & Antworten

Reicht eine einmalige Impfung gegen Tetanus aus?

Die meisten Menschen werden aktuell bereits in den ersten Lebensmonaten gegen Tetanus geimpft. Hernach besteht in der Regel bis zum 18. Lebensjahr ein wirksamer Impfschutz gegen den verantwortlichen Erreger, das Bakterium Clostrisium tetani. Allerdings lässt die Wirksamkeit der Immunisierung mit den Jahren immer stärker nach. Ärzte gehen davon aus, dass nach etwa sieben bis zehn Jahren kaum noch Schutz gegen das Tetanusbakterium vorhanden ist. Aus diesem Grund reicht eine einmalige Impfung nicht aus, um lebenslang gesichert zu sein. Die Impfung sollte vielmehr regelmäßig aufgefrischt werden. Das gilt vor allem dann, wenn Gebiete mit feucht-warmen Klima bereist werden, da hier ein idealer Nährboden für Tetanuserreger besteht und somit eine Infektion begünstigt wird.

Es bietet sich an, Fragen zum Impfschutz direkt mit dem Hausarzt zu besprechen. Dieser kann beispielsweise anhand des Impfpasses genau nachvollziehen, wann welche Impfungen verabreicht wurden und hernach feststellen, ob erneut eine Immunisierung erfolgen sollte.

Ist ein Tetanuserkrankter ansteckend?
Theoretisch lautet die Antwort auf diese Frage “ja”. Im Blut sowie den Exkrementen eines Erkrankten befinden sich durchaus Sporen beziehungsweise grampositive Tetanusbakterien, die prinzipiell übertragen werden könnten. Für eine Ansteckung müssten jedoch Exkremente in die Blutbahn eines anderen Menschen gelangen. Dies geschieht in der Praxis selbstverständlich so gut wie nie. Nur unter sehr unhygienischen Bedingungen wäre folglich eine Übertragung von Mensch zu Mensch überhaupt denkbar. Denn eine Tröpfchen- oder Schmierinfektion, die bei den meisten Infektionskrankheiten zur Ansteckung führt, bleibt in Bezug auf Tetanus ausgeschlossen. Es besteht hernach keine Gefahr sich im selben Raum mit einem Erkrankten aufzuhalten oder diesen zu berühren.

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