Typhus

Steckbrief: Typhus

  • Name(n): Typhus; typhoides Fieber
  • Art der Krankheit: Bakterielle Infektion
  • Verbreitung: Weltweit (hauptsächlich Entwicklungsländer und Indien)
  • Erste Erwähnung der Krankheit: Antike
  • Behandelbar: In den meisten Fällen
  • Art des Auslösers: Bakterium (Salmonella Typhi)
  • Wieviele Erkrankte: Zwischen 20 und 50 Millionen weltweit
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Hausarzt; Notarzt
  • ICD-10 Code(s): a01.0

Typhus – Fern und doch nah
Typhus
Typhus ist eine hierzulande beinahe ausgestorbene Krankheit. Dennoch grassiert sie nach wie vor in anderen Teilen der Welt und sorgt dort auch immer wieder für Todesfälle. Man sollte sich darum nicht allzu sicher wähnen, nur weil man sich nicht in einer Gefahrenzone aufhält.

Diese durch Bakterien übertragene Erkrankung führt zu hohem Fieber, starkem Gewichtsverlust und anderen sehr unangenehmen Erscheinungen. Eine Therapie ist in aller Regel mit einem positiven Ausgang verknüpft. Jedoch kann es auch trotz einer Behandlung zu Konsequenzen oder gar zum Todesfall kommen.

Besonders Reisende sind dazu aufgerufen, sich vor Antritt der Reise einer Impfung gegen Typhus zu unterziehen. Diese bietet zwar keinen 100%igen Schutz, kann das Risiko einer Ansteckung aber dennoch massiv senken. Alles in allem handelt es sich also um eine sehr schwere, aber durchaus beherrschbare Krankheit, vor der man hierzulande kaum Angst haben muss.

Definition Typhus

Typhus, das auch unter den Namen typhoides Fieber, Bauchtyphus und enterisches Fieber bekannt ist, ist eine Erkrankung, die Menschen auf dem dem ganzen Globus über Jahrhunderte und Jahrtausende hinweg schwer belastet hat. Heutzutage jedoch sind die Infektion mit Typhus, dank der modernen Schulmedizin sehr selten geworden. Ausgelöst wird das vorliegende Leiden durch Bakterien, um genauer zu sein durch die Salmonella typhi. Beinahe jede Infektion wird von mehr oder weniger stark ausgeprägten Symptomen begleitet, es kommt nur sehr selten vor, dass eine Erkrankung so mild verläuft, dass Symptome komplett ausbleiben.

Die Schwere der Krankheit kann von Person zu Person sehr unterschiedlich sein. Es kommt mitunter zu sehr leichten Fällen, aber auch zu gravierenden Infektionen, die das Leben der betroffenen Person ernsthaft bedrohen können. Wie gravierend die Erkrankung verläuft, hängt stark davon ab, wie gut das Immunsystem des Erkrankten arbeitet. Verfügt eine Person über ein grundsätzlich eher schwaches Immunsystem, so ist davon auszugehen, dass die Infektion wesentlich schlimmer verläuft, als bei einem Menschen mit einer sehr starken Abwehr. Grundsätzlich immun ist allerdings niemand gegen Typhus. Lediglich Impfungen und Co. können einen effektiven Schutz gegen die Typhusbakterien bieten. Dazu aber später mehr.

Nach einer Ansteckung mit den Typhuserregern kommt es zunächst zu einer Inkubationszeit. Unter diesem begriff versteht man die Zeitspanne, die zwischen Ansteckung und Ausbruch der Krankheit vergeht. Bei Typhus kann dieses Intervall zwischen sechs und dreißig Tagen lang sein. Die Länge der Inkubationszeit lässt jedoch keine Rückschlüsse auf die Länge der Erkrankung oder deren Schwere zu. Darüber hinaus ist es ohnehin sehr schwer nachzuvollziehen, wann genau man sich angesteckt und hat und darum ebenso schwer zu estimieren, wie lang die Inkubationszeit beim betroffenen Individuum nun gedauert hat. Aber wie dem auch sei. Sollte ein Mediziner, dank einer glücklichen Fügung, eine Erkrankung mit Typhus bereits während der Inkubationszeit erkennen, kann es bisweilen möglich sein, den Ausbruch dieses Leidens quasi im Vorhinein zu verhindern. Allerdings stehen die Chancen hier sehr gering. Nicht nur ist eine exakte und sehr genau abgestimmte Behandlung notwendig, die darüber hinaus sehr zeitnahe erfolgen muss, sondern auch eine sehr frühe Erkennung. Es gibt jedoch kaum nachgewiesene Fälle, in denen dies einem Arzt gelang.

Nach dem Ende der Inkubationszeit kommt es nun also zum Ausbruch des eigentlichen Leidens, in diesem Falle dem Typhus. Je nach Schwere des Falles können die initialen Symptome sehr unterschiedlich sein und darüber hinaus noch unterschiedlich stark ausfallen. Aber auch hier lassen sich keine direkten Schlüsse auf die zu erwartende Dauer und Schwere der Erkrankung ziehen. Denn gerade zu Beginn des typhoiden Fiebers kann es zu sehr starken Symptomen kommen, die sich aber sehr schnell wieder abschwächen.

Zunächst stellt sich ein oftmals sehr hohes Fieber ein, das über mehrere Tage hinweg anhalten kann. Überhaupt begleitet einen Erkrankten oftmals über die Dauer der gesamten Krankheit hinweg ein mehr oder weniger starkes Fieber. Nur in den seltensten Fällen klingt dieses frühzeitig ab. Zusätzlich zu einem persistenten Fieber stellt sich noch eine allgemeine Schwäche und Abgeschlagenheit ein. Betroffene sind darum oftmals nicht mehr dazu in der Lage, der Erledigung ihrer alltäglichen Pflichten ausreichend nachzukommen und müssen sich bereits nach geringsten Anstrengungen ausruhen. Auch steigt das Bedürfnis nach Schlaf immens an. Dieses Schlaf sollte man dem Betroffenen auf gewähren, bzw. sollte er ihn sich selbst gönnen. Im Schlaf heilt der Körper oftmals schneller und besser. Anstrengungen während einer Krankheit dagegen verzögern den Heilungsprozess oftmals unnötig lange.

Nach und nach stellen sich immer mehr Symptome ein. Es kommt zu starken Schmerzen im Unterleib, besonders aber in der Region des Unterbauchs, die teilweise so stark sein können, dass der Erkrankte sie nur unter Schreien aushalten kann. Überhaupt ist der Verdauuungsstrakt zumeist besonders schwer betroffen. So können sowohl Verstopfungen als auch Durchfälle auftreten. Bisweilen sogar im fliegenden Wechsel. Auch diffuse Magenschmerzen und Krämpfe im Abdomen sind keine Seltenheit und zwingen den Patienten durch eine immense Schmerzentwicklung nicht selten buchstäblich in die Knie.

Aber nicht nur das Abdomen ist betroffen, auch Kopfschmerzen sind keine Seltenheit bei einer Infektion mit Typhus. Auch diese Kopfschmerzen können schnell ausarten und eine kaum auszuhaltende Intensität annehmen. Eine Intensität, die mit der einer starken Migräne vergleichbar wäre. Im Zuge dessen kann es darüber hinaus auch zu zwanghaftem Erbrechen kommen. Ansonsten ist Erbrechen bei Typhus eher selten, wenngleich nicht gänzlich auszuschließen. Des Weiteren leiden einige Erkrankte noch an Ausschlägen, die überall auf dem Körper auftreten können. Einige Patienten, die besonders schwer betroffen sind, durchlaufen sogar Phasen der geistigen Umnachtung und Verwirrung. Dies geschieht häufig in Verbindung mit hohem Fieber und Kopfschmerzen.

Bleibt eine schulmedizinische Behandlung aus welchen Gründen auch immer aus oder ist eine solche unzureichend, dann muss man damit rechnen, dass die Krankheit, je nach Schwere, zumindest einige Wochen, aber durchaus auch einige Monate bis zu einem halben Jahr anhalten kann. Bei einer korrekten Therapie jedoch, lässt sich das Leiden heutzutage, wenn es denn überhaupt ausbricht, sehr gut bändigen und im Zaum halten. Zwar gibt es kein Wundermittel, das den Typhus binnen eines Augenblicks aufhielte, aber die Dauer der Erkrankung lässt sich mit Hilfe von Medikamenten massiv verkürzen, darüber hinaus lässt sich auch die Intensität des Leidens merklich herunterfahren. Nicht zuletzt darum sollte jeder Betroffene oder potentiell Betroffene selbst schon beim kleinsten Verdacht auf eine Infektion mit Typhus bei einem Arzt vorstellig werden. Alles andere wäre sich selbst und seiner Umwelt gegenüber verantwortungslos.

In sehr seltenen Fällen kann es vorkommen, dass ein Individuum zwar das auslösende Bakterium in sich trägt, die Krankheit aber nicht entwickelt. Das mag für diese Person sicherlich ein glücklicher Umstand sein, für deren Mitmenschen jedoch nicht. Denn obgleich die Krankheit bei dieser Person ausbricht oder nicht, so kann sie den Erreger dennoch an andere Personen weitergeben, woraufhin die Krankheit sehr wahrscheinlich bei ihnen ausbricht. Oftmals allerdings wissen Betroffene ohne Symptome nichts von ihrer Infektion und können darum keine ausreichenden Vorsichtsmaßnahmen ergreifen, um die Verbreitung des Leidens einzuschränken. Darum sollte man sich hin und an, einfach um auf Nummer Sicher gehen zu können, auf Typhus testen lassen. Insbesondere dann, wenn man mit Personen in Kontakt war, die kürzlich mit dieser Krankheit zu kämpfen hatten.

Ausgelöst wird der Typhus, wie bereits erwähnt durch ein Bakterium, genauer gesagt durch das Bakterium Salmonella typhi. Dieses Bakterium siedelt sich in Darm und Blut des Wirts and und wächst und gedeiht dort, bis es schließlich stark genug ist und es zum Ausbruch der Krankheit selbst kommt. Es gibt viele verschiedene Wege, auf denen man sich mit diesem Erreger infizieren kann. Zumeist findet eine Übertragung auf den Menschen statt, wenn man mit Kot und / oder Urin von anderen Menschen verunreinigtes Wasser oder Nahrung zu sich nimmt. Eine allgemein mangelnde Hygiene, allzu enges Zusammenleben oder die Pflege einer Person mit Typhus können auch möglich Wege der Übertragung sein.

Früher war Typhus darum auch noch in unseren Breiten sehr häufig. Die Qualität des Wassers war oftmals minderwertig und viele Bauern düngten ihre Feldern nicht nur mit Tiermist, sondern auch mit menschlichen Fäkalien. Auf diese Art und Weise gelangten Typhuserrger auch in das Essen der Menschen. Diese Zeiten sind jedoch zumindest in Europa lange vorbei. Schärfere Richtlinien und Bestimmungen haben dafür gesorgt, dass nicht nur die Qualität des Trinkwassers signifikant angestiegen ist, sondern auch dafür, dass Bauern auf die Nutzung menschlicher Fäkalien zwecks Düngung verzichten. Da Tiere nicht Opfer von Typhus werden oder die Erreger in sich tragen können, besteht darum keine Gefahr.

In anderen Regionen der Welt sieht die Situation dagegen noch ganz anders aus und erinnert an die Zustände, die auch einst in Europa anzutreffen waren. Besonders in Entwicklungsländern und allgemein armen Regionen kommt es immer wieder zu beinahe epidemischen Ausbrüchen von Typhus. Nicht zuletzt deswegen sind Reisende in die Regionen dringend dazu aufgerufen, die notwendigen Vorsichtsmaßnahmen zu treffen und ihre Gesundheit nicht leichtfertig aufs Spiel zu setzen. Vorallem das Trinken von Leitungswasser oder der Verzehr ungekochten Gemüses sollte vermeiden werden, Auch bereits vorgeschältes Obst sollte man lieber auslassen und stattdessen sein Obst selbst schälen. Darüber hinaus ist es auch ratsam, keine Eiswürfel in seine Getränke zu tun. Diese werden oftmals aus dem lokalen Leitungswasser oder Brunnenwasser hergestellt und könnten darum kontaminiert sein.

Die Techniken, die zwecks einer Diagnose Anwendung finden können, sind alles in allem sehr präzise und helfen dem Arzt schnell dabei, den Typhus auch als solchen ansprechen zu können. Entweder entnimmt man eine Probe und legt Kulturen an, die man anschließend auf Typhuserreger hin prüft. Aber auch Blutproben können wichtige Aufschlüsse darüber geben, ob ein Individuum eventuell an Typhus erkrankt ist. Um wirklich auf Nummer sicher zu gehen, kann man darüber hinaus noch proben aus dem Knochenmark oder dem Stuhl des zu untersuchenden Individuums entnehmen. Alles in allem aber sollte man an dieser Stelle der Vollständigkeit halber erwähnen, dass das Züchten von Kulturen im Falle von Typhus recht schwierig sein kann und nicht immer zu einem verwertbaren Ergebnis führt. Proben aus dem Knochenmark des Patienten sind zumeist am exaktesten.

Alles in allem kann sich eine Diagnose darum mitunter recht kompliziert gestalten. Dies kann zudem auch daran liegen, dass die Symptome nicht besonders spezifisch sind und sich mit den Symptomen vieler anderer Erkrankungen überschneiden, Eine reine auf den Symptomen basierende Diagnose ist darum nicht oder nur in sehr seltenen Fällen möglich. Allerdings sind Ärzte heutzutage dank der modernen Schulmedizinisch auch nicht mehr wirklich auf reine Blickdiagnosen angewiesen, sondern können sich moderner diagnostischer Verfahren, wie beispielsweise der Analyse des Knochenmarks bedienen, um die vorliegende Krankheit korrekt identifizieren können. Hoierdurch ist nicht nur dem Patienten geholfen, sondern auch der zuständige Mediziner kann schneller reagieren und die notwendigen Schritte einleiten, um dem Opfer des Erregers so schnell als möglich zu helfen.

Zwecks einer effektiven Vorgebung ist es darüber hinaus möglich, sich gegen Typhus impfen zu lassen. Der hieraus entstehende Impfschutz ist sehr gut. Dennoch garantiert auch eine Impfung keine 100%ige Sicherheit. Man kann in etwa davon ausgehen, dass eine Impfung gegen Typhus eine Infektion mit Erreger in ca. 50 bis 80% der Fälle verhindert. Das alleine schon sollte es einem wert sein. Der volle Impfschutz besteht etwa für zwei Jahre, lässt sich aber oftmals noch bis zu 10 Jahre nachweisen, wenngleich auch merklich abgeschwächt. Darum ist es sehr empfehlenswert, die Impfung in regelmäßigen Abständen erneuern zu lassen, um immer und jederzeit den bestmöglichen Schutz zu haben.

Impfen lassen sollten sich vorallem jene Menschen, die zur Risikogruppe gehören. Hierunter fallen vorallem Bewohner von Entwicklungsländern oder Touristen und Reisende. Auch Pflegepersonal ist dazu aufgefordert, sich gegen Typhus impfen zu lassen.

Eine Impfung ist allerdings nicht alles, was man tun kann, um dem Typhus bereits im Vorfeld zu entgehen. Es gibt einige Maßregeln, die, so man sie denn beachtet, dabei helfen können, das Risiko einer Ansteckung massiv zu minimieren. Hierzu gehört, wie bereits schon erwähnt, der Verzicht auf auf den Konsum von Leitungswasser, Brunnenwasser oder Eiswürfeln aus Regionen mit vielen Fällen von Typhus, sowie eine ausreichende Hygiene und häufiges Waschen der Hände mit Seife und / oder Desinfektionsmittel, wobei man es mit letzterem nicht übertreiben sollte. Auch sollte man davon absehen, nachdem man bereits mit Typhus diagnostiziert wurde, Nahrung für andere Leute zuzubereiten. Selbst einige zeit nach Abklingen der Krankheit sollte man dies unterlassen, um auf diese Art und Weise einer Weitergabe des Leidens vorzubeugen.

Eine Behandlung erfolgt in aller Regel mittels Antibiotika. In letzter Zeit allerdings konnten Ärzte und Forscher immer mehr Typhuserreger beobachten, die eine Resistenz gegen die gängigen Medikamente ausgebildet haben. Das ist eine sehr bedrohliche Entwicklung, die viele Behandlungsmethoden obsolet und vorallem aber wirkungslos machen könnte. Sollte sich diese Entwicklung fortsetzen könnte es zukünftig unmöglich sein, etwas gegen dieses Leiden zu unternehmen, Betroffene Personen müssten dann, wie vor der Entwicklung jener Medikamente, die Krankheit schlicht überstehen und aushalten und hoffen, dass es nicht zu lebensbedrohlichen Konsequenzen kommt. Das wäre ein immenser Rückschritt in der Medizin. Um dieser drögen Zukunft entgegenzuwirken, kann jeder seinen Teil beitragen, indem man versucht, erst gar nicht an Typhus zu erkranken. Denn je weniger Menschen daran leiden, desto seltener kommen Antibiotika zum Einsatz und desto weniger Chancen haben die Erreger, dagegen Resistenzen auszubilden. Vorsicht ist im Falle von Typhus also sehr viel besser als Nachsicht und man hilft durch ein vorausschauendes Verhalten nicht nur sich selbst, sondern auch anderen Menschen und daran sollte jedem gelegen sein.

Pro Jahr kommt es etwa zu zwischen 10 und 15 Millionen Ansteckungen mit Typhus. Im Vergleich zu den nachgewiesenen Fällen von Typhus vor noch 100 Jahren sind diese Zahlen lächerlich gering. Auch ein Verdienst der modernen Schulmedizin. Heutzutage gibt es klare lokale Häufungen dieses Leidens. Früher war es noch auf der ganzen Welt anzutreffen. Heutzutage noch hauptsächlich in Entwicklungsländern und Indien. Überhaupt weist Indien die prozentual gesehen meisten Fälle von Typhus pro Jahr auf. Auch das Alter spielt bei Typhus eine Rolle. Meistens trifft es junge Kinder, da deren Immunabwehr nicht selten bedeutend schwächer ist, als die von Erwachsenen und sie der Krankheit darum schlicht nicht viel entgegenzusetzen haben, nachdem es zu einer Infektion gekommen ist. Interessanterweise lassen sich beispielsweise in Europa pro Jahr nur zwischen 300 und 500 Fälle von Typhus nachweisen, das ist in direktem Vergleich mit dem weltweiten Durchschnitt eine verschwindend geringe Zahl. Dies liegt primär an den hohen hiesigen Standard, was Hygiene und Lebesmittelsicherheit angeht.

Alles in allem also muss man sich über Typhus in unseren Breiten nicht allzu viele Sorgen machen. Die Wahrscheinlichkeit daran zu erkranken ist verschwindend gering. Die Zeiten, als Typhus in Europa noch zum alltäglichen Bild in den Städten und auf dem Land gehörte, sind seit beinahe einem Jahrhundert vorbei. So sollte es auch bleiben. Darum sind vorallem Reisende in ärmere Regionen dazu aufgerufen, nicht auf ihre Impfung zu verzichten, um ihre daheimgebliebenen Mitmenschen nach Rückkehr aus dem Urlaub nicht unnötigerweise zu gefährden. Wer sich ob der Notwendigkeit einer Impfung unsicher ist, sollte sich dahingehend durch seinen Hausarzt beraten lassen.


Was ist Typhus?

Typhus ist als eine sehr schwere Durchfallerkrankung zu bezeichnen, die auf Salmonellen beruht. Grundsätzlich lässt sich Bauchtyphus (Typhus abdominalis) und die typhusähnliche Krankheit (Paratyphus) unterscheiden.

Der Verlauf beider Krankheiten ist recht ähnlich. Die Bezeichnung Typhus entstammt dem Griechischen und lässt sich mit „Nebel“ oder „Schwindel“ übersetzen. Dies umschreibt die möglicherweise eintretenden Bewusstseinsstörungen. Die Krankheit Typhus ist hauptsächlich in Entwicklungsländern anzutreffen.

In Deutschland und in anderen Industrieländern kommen Typhus und Paratyphus extrem selten vor. Bei den auftretenden Einzelfällen handelt es sich üblicherweise um Personen, die sich während einer Reise in Risikogebiete angesteckt haben. Hierzulande zählt Typhus zu den meldepflichtigen Erkrankungen. Nach Auskunft des Robert Koch-Instituts (RKI) gab es im Jahr 2012 deutschlandweit 58 Fälle von Typhus und 43 Fälle von Paratyphus. Weltweit erkranken Jahr für Jahr schätzungsweise 22 Millionen Menschen an Bauchtyphus und etwa 5,5 Millionen an Paratyphus. Das den Paratyphus auslösende Bakterium Salmonella paratyphi ist in drei Serogruppen – A, B und C – einzuteilen.

Weltweit ist Salmonella paratyphi B vertreten, Salmonella paratyphi A kommt hauptsächlich in tropischen und subtropischen Gegenden und Salmonella paratyphi C vornehmlich in Afrika, Asien und Südamerika vor. Von beiden Formen sind vornehmlich Fünf- bis Zwölfjährige betroffen. Stark gefährdet, sich mit Typhus zu infizieren, sind Personen, deren Immunsystem nicht richtig funktioniert sowie Neugeborene und Menschen mit einer verringerten Magensäureproduktion. Jeder, der mit Typhus infiziert ist, scheidet die Krankheitserreger (Salmonella typhi oder Salmonella paratyphi) über seinen Stuhl aus. Es gibt Dauerausscheider des Erregers: Zwar werden dann die Salmonellen mehrere Jahre lang ausgeschieden, aber der/die Betroffene selbst ist nicht Krank. Eine Infektion mit den Bakterien setzt voraus, dass diese in den Verdauungstrakt gelangen können. Entsprechende Rahmenbedingungen sind gegeben, wenn die hygienischen Verhältnisse schlecht sind, da Wasser und Essen dann besonders häufig verunreinigt sind. Personen, die in Typhus-gefährdete Gebiete reisen möchten, sollten sich gegen Typhus impfen lassen und auf gute Hygiene achten.

Welche Ursachen gibt es?

Verursacht wird Typhus durch Salmonellen – entweder Salmonella typhi oder Salmonella paratyphi. Die Infektion erfolgt durch kontaminiertes Wasser oder durch verunreinigte Lebensmittel. Unzureichende Hygiene bedingt eine hohe Keimdichte und schafft somit die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Weitergabe der Erreger. Als besonders problematisch gelten Schalentiere, die in Gebieten vorkommen, in denen die Gewässer verunreinigt sind.

Eine Infektion mit Typhus ist zudem möglich, wenn Gemüse oder rohe Früchte verzehrt werden, die zuvor mit Exkrementen gedüngt wurden. Sofern Milch oder Milchprodukte zu derartig verunreinigten Pflanzen Kontakt haben, kann dementsprechend auch der Verzehr von Milch/Milchprodukten eine Typhus-Erkrankung zur Folge haben. Durchaus sind Fliegen imstande, so viele Bakterien auf einzelne Lebensmittel zu übertragen, dass sich Menschen durch Essen oder Trinken dieser Lebensmittel infizieren können. Abgesehen vom Verzehr kontaminierter Nahrungsmittel kommt auch eine direkte Übertragung zwischen Menschen in Betracht.

Zwischen zwei und fünf Prozent aller Infizierten scheiden lebenslang die Erreger aus. Bei diesen Daueraussscheidern handelt es sich vornehmlich um Frauen, die älter als 50 Jahre sind. Jeder, der sich vor Typhus-Bakterien schützen möchte, sollte zuvorderst um weitreichende hygienische Maßnahmen bemüht sein. Auf jeden Fall sollte man es in Risikogebieten vermeiden, Wasser aus Leitungen oder aus Brunnen zu trinken. Vorsichtshalber sollte außerdem auf Eiswürfel verzichtet werden, die aus Leitungswasser zubereitet wurden. Auch derjenige, der in Deutschland gern Rohkost genießt, sollte unbedingt davon absehen, dies in Regionen zu tun, in denen Typhus auftritt. Deshalb ist tunlichst auf Blattsalate, rohes Gemüse und ungeschältes Obst sowie frisch gepresste Säfte zu verzichten. Grundsätzlich ist die unter Vielgereisten bestens bekannte Regel einzuhalten, die da lautet: „Boil it, cook it, peel it or forget it“. Entweder müssen die Lebensmittel ausreichend erhitzt oder aber sorgfältig geschält werden, um auf Nummer sicher zu Gehen. Für das Schälen gilt, dass der Betreffende es selbst übernehmen sollte. Lässt sich diese Regel nicht einhalten (beispielsweise, weil es sich um Straßenverkauf handelt) ist von einem Verzehr abzusehen.

Hierzu eine schnelle Übersicht:

  • Pflege erkrankter Personen: Menschen, die sehr engen Umgang mit einer an Typhus erkrankten Person pflegen laufen erhöhte Gefahr, sich ebenfalls mit diesem Leiden anzustecken. Zwar ist eine Ansteckung auf diesem Wege weitaus weniger wahrscheinlich als beispielsweise durch den Verzehr kontaminierter Lebensmittel oder Getränke, aber auszuschließen ist es nicht. Darum sollte man bei der Pflege eines erkrankten Individuums alle nötigen Vorsichtsmaßnahmen treffen, um sich so gut als irgend möglich zu schützen.
  • Verzehr kontaminierter Lebensmittel oder kontaminierten Wassers: Wie bereirts merhfach erwähnt, handelt es sich bei dieser Variante um die wohl am häufigsten auftretende Art der Ansteckung mit Typhus. Gerade deswegen ist es notwendig, sich ausreichend zu schützen und sich nicht leichtfertig in gefährliche Situationen zu begeben. Wer aber hier vorausschauend denkt und nicht fahrlässig handelt, dürfte kaum Probleme haben.
  • Verzicht auf Impfung: Sicherlich bietet eine Impfung keinen 100%igen Schutz, dennoch kann eine solche das Risiko auf eine Infektion immens stark reduzieren. Wer eine solche jedoch aus welchen Gründen auch immer nicht in durchführen lässt, muss sich nicht wundern, wenn er sich schließlich doch mit Typhus infiziert.
  • Mangelnde Hygiene: Man sollte sich vor jedem Essen die Hände waschen, sich so wenig mit den eignen Händen im Gesicht oder an etwaigen offenen Wunden berühren und auch nach dem Gang zur Toilette nicht auf eine Waschung der Hände verzichten. Dasselbe gilt auch für direkten zwischenmenschlichen Kontakt. Hierzu ist es notwendig Seife zu verwenden, Im Notfall tut es auch Desinfektionsmittel. Dieses sollte man jedoch nicht allzu häufig einsetzen, da es recht aggressiv ist und der Haut auf Dauer schaden kann.
  • Urlaub in gefährdete Regionen: Heutzutage ist Typhus ein lokal sehr beschränktes medizinisches Phänomen. Darum sind gerade Personen, die sich zwecks Urlaub in eine Gefahrenregion begeben dazu aufgerufen, die notwendigen Sicherheitsmaßnahmen zu treffen und sich nicht nur impfen zu lassen, sonder auch vor Ort darauf zu achten, sich keinen besonderen Risiken auszusetzen.

Alles in allem wurde viele der für den Ausbruch einer solchen Erkrankung auslösenden Ursachen in Europa und dem Rest der ersten Welt komplett ausgelöscht. Darum kommt es hierzulande und in vergleichbar entwickelten Landstrichen der Welt kaum mehr zu Ansteckungen mit Typhus. Dem sollte auch so bleiben. Und an diesem Ziel kann ein jeder Bürger mitarbeiten, indem er eine Ansteckung vermeidet und sich im Falle einer Ansteckung so schnell als irgend möglich in ärztliche Behandlung begibt, um seine Mitmenschen nicht zu gefährden und einer schnellen Ausbreitung dieses Leidens vorzubeugen.


Symptome & Anzeichen

Die Inkubationszeit beträgt im Fall von Typhus eine bis drei Wochen. Handelt es sich um den Erreger Salmonella typhi, ist der Verlauf der Krankheit durch vier Stadien gekennzeichnet, die ineinander übergehen und jeweils bis zu drei Wochen andauern können. Das erste Stadium, das Stadium prodromale, ist gekennzeichnet durch eher unspezifische Beschwerden wie leicht erhöhte Körpertemperatur und Kopf- sowie Gliederschmerzen. Das zweite Stadium, das Stadium incrementi, beginnt mit schnell ansteigendem Fieber (binnen 1-2 Tagen über 40 Grad Celsius). Die Kopf- und Gliederschmerzen verstärken sich.

Als weitere Beschwerden sind Bauchschmerzen und leichte Bewusstseinsstörungen festzustellen. Im dritten Stadium, dem Stadium acmes, bleibt das Fieber unveränderlich hoch auf etwa 40 Grad Celsius. Patienten, die das dritte Stadium durchleben, machen einen ausgetrockneten, heißen Eindruck und sind teilnahmslos. Die typische Typhuszunge zeigt sich: Die Zunge weist einen gräulichen Belag auf. Nicht selten kommt es überdies zu Verstopfung, zu einer Schwellung der Milz und zu einem fleckenförmigen, rötlichen Hautausschlag (Roseolen an Oberkörper und Bauch). Das letzte Stadium, das Stadium decrementi, ist gekennzeichnet durch anhaltende Durchfälle und zurückgehendes Fieber. Der Gewichts- und der Flüssigkeitsverlust haben nunmehr ihren Höhepunkt erreicht.

Die drückenden Schmerzen im Magen und im Darm nehmen nach wie vor zu. Es kann unter anderem zu Darmblutungen, zu Blutgerinnseln und zu Knochenmarks-Entzündungen kommen. Jeder an Typhus Erkrankte, der das vierte Stadium übersteht, genest allmählich wieder. Allerdings besteht noch etwa einen Monat lang das Risiko eines Rückfalls. Personen, die sich mit dem Erreger Salmonella paratyphi infizieren, haben einen ähnlichen Verlauf wie nach einer Infektion mit Salmonella typhi zu erwarten. Jedoch verläuft Paratyphus üblicherweise milder und die Dauer ist kürzer als bei Vorliegen eines Typhus abdominalis. Vor allem ist mit gastroenteritischen Verlaufsformen zu rechnen, die durch Erbrechen, Durchfall und Bauchschmerzen gekennzeichnet sind. Das gleichzeitig auftretende Fieber liegt bei bis zu 39 Grad Celsius. Zwar bringen überstandene Typhuserkrankungen eine etwa einjährige Immunität mit sich, aber eine sehr hohe Belastungsdosis kann diese Immunität durchbrechen.


Diagnose & Krankheitsverlauf

Eine Diagnose ist Falle vom Typhus nicht immer ganz einfach zu stellen. Dies liegt an mehreren Gründen. Vorallem europäische Ärzte kennen Typhus nur noch theoretisch und wurden niemals wirklich, außerhalb des Studiums, mit dieser Krankheit konfrontiert. Das kann eine Erkennung durchaus erschweren. Denn der Spruch „Übung macht den Meister“ gilt auch für Mediziner. Darum ist es sehr wichtig, dem Arzt alle Details mitzuteilen. Insbesondere aber ist es wichtig zu erwähnen, wenn man sich zuvor im Ausland aufgehalten hat, besonders aber, wenn einen die Reise in weniger gut entwickelte Regionen führte, in denen Typhus noch eine wesentliche höhere Prävalenz hat als hierzulande. Dieser Hinweis hilft dem behandelnden Arzt oftmals schon sehr viel weiter.

Früher, bevor der Schulmedizin weitreichende diagnostische Mittel zur Verfügung standen, fiel es vielen Medizinern sehr schwer, Typhus zu diagnostizieren, insbesondere dann, wenn sich die Krankheit noch in einem besonders frühen Stadium befand,. Dies liegt vornehmlich daran, dass die Symptome, die mit Typhus einhergehen, nicht allzu spezifisch sind und sich mit den Symptomen, die bei vielen anderen Krankheiten auftreten, überschneiden. Nicht selten mussten die Ärzte voriger Dekaden also oftmals raten, an welchem Leiden der Patient erkrankt war. Heutzutage sieht die Situation jedoch glücklicherweise schon sehr viel besser aus. Das ist nicht nur erfreulich für den Patienten, sondern erleichtert natürlich auch dem behandelnden Arzt das Leben und die Arbeit immens. Denn je früher die Diagnose steht, desto früher kann die Behandelung einsetzen. Und hier, wie bei jeder anderen Krankheit auch, gilt: Je früher, desto besser.

Heutzutage bedient man sich zwecks Stellung einer Diagnose verschiedenen Verfahren. Oftmals fertigt man einen Abstrich an und züchtet daraus Bakterienkulturen, die daraufhin auf das Vorhandensein von Salmonella typhi, den auslösenden Bakterium, untersucht werden. Allerdings gestaltet sich das nicht immer ganz so einfach. Typhusbakterien sind vergleichsweise schwer zu kultivieren. Die hieraus gewonnen Ergebnisse sind darum nicht immer verwertbar und können bisweilen auch irreführend sein. Nicht selten verwendet man diese Methodik darum hauptsächlich nur unterstützend in Verbindung mit anderen Methoden, nicht aber ausschließlich.

Auch ist es möglich, eine Blutprobe zu entnehmen und diese auf das Vorhandensein von Markern zu untersuchen, die eine Ansteckung mit Typhus indizieren. Diese Methode hat aber auch ihre Tücken. Nicht immer lassen sich die entsprechenden Erreger im Blut nachweisen und nicht immer liefert ein ein solches Verfahren Aufschluss darüber, was wirklich mit dem Patienten nicht stimmt. Darum findet auch diese Methode oftmals nur unterstützend Anwendung.

Am genausten ist die Untersuchung des Knochenmarks des potentiell Erkrankten. Die hieraus gewonnen Ergebnisse sind in aller Regel verwertbar und zeigen klar und ohne weitere Zweifel an, welche Krankheit vorliegt oder nicht. Dennoch ist eine Untersuchung des Knochenmarks nicht ganz ohne Risiken durchzuführen und darüber hinaus in noicht wenigen Fällen auch sehr unangenehm für den Patienten. Bieten die anderen Tests jedoch kein eindeutiges Ergebnis, so bleibt dem behandelnden Arzt oftmals nichts anderes übrig, als sich dieses Mittels zu bedienen. Darum nehmen viele Ärzte unterstützend auch noch Stuhlproben. Da die Typhuserreger primär den Verdauungstrakt befallen, bietet sich dieses Vorgehen an. Aber auch hier sind die Ergebnisse nicht immer zu 100% aussagekräftig und haben eher einen unterstützenden Charakter.

Dennoch sollte man nicht glauben, dass eine Diagnose besonders kompliziert zu stellen sei. Sicherlich gibt es einfachere Diagnose, aber Typhus lässt die wenigsten Ärzte ratlos zurück. Vorallem dann nicht, wenn man preisgibt, dass man beispielsweise letztlich in einem Entwicklungsland zu Besuch war. Dieser Hinweis allein genügend vielen Medizinern schon aus, um anhand der aufgetretenen Symptome die Krankheit als das, was sie ist, einstufen zu können.

Alles in allem also ist eine Diagnose zwar zumeist mit mehreren Tests verbunden, die liefern aber in aller Regel ein sehr genaues Ergebnis, anhand dessen der behandelnde Arzt eine passende Therapie konzipieren kann.

Verlauf der Krankheit
Der Verlauf der vorliegendne Krankheit kann von person zu Person sehr unterschiedlich sein. Zwar treten zumeist ähnliche Symptome auf, die Dauer, die Stärke und die Intensität derselben ist aber sehr stark variabel. Einige Betroffene sind über Wochen, ja manchmal Monate hinweg ans Bett gebunden, während andere die Krankheit nach ein paar Wochen abschütteln wie eine leichte Grippe.

Der Verlauf der Krankheit ist kaum vorherzusagen, Jedes Individuum reagiert anders auf den auslösenden Erreger, Was man jedoch sagen kann ist, dass ein starkes Immunsystem oftmals seinen nötigen Teil dazu beiträgt, dass das Leiden erst gar nicht ausbricht oder nur sehr mild verläuft. Ist der Typhus besonders stark, kann man davon ausgehen, dass das Immunsystem der Krankheit nur wenig entgegenzusetzen hatte. Das sollte einem als klares Zeichen dafür dienen, dass man nach dem Ende der Krankheit seine Lebensführung ändern und anpassen sollte. Aber so viel dazu.

Zunächst kommt es nach einer Infektion mit den Erregern zu einer Inkubationszeit. Diese kann zwischen sieben und 20 Tagen dauern. Bisweilen auch mehr oder weniger. Hernach bricht die eigentliche Krankheit erst aus. Zunächst stellt sich in aller Regel ein sehr starkes Fieber ein. Dieses kann leicht die 40 Grad Marke erreichen und bleibt für einige Tage persistent. Auch sollte man davon ausgehen, dass während des gesamten Verlaufs der Erkrankung ein Fieber vorhanden ist oder zumindest immer wieder auftreten kann. Am stärksten ist es jedoch zumeist zu Beginn des Leidens. Im Anschluss hieran kommt es zu weiteren Symptomen. Diese Umfassen neben teils sehr gravierenden Schmerzen im Unterleib auch Kopfschmerzen, Übelkeit mit Erbrechen, Durchfälle, Schwindel, Verwirrtheit und Benommenheit. Appetitlosigkeit, Schüttelfrost und Ausschläge kommen darüber hinaus auch nicht selten vor.

Diese Symptome sind meist während der gesamten Dauer der Erkrankung in mehr oder minder starker Ausprägung zu beobachten und klingen erst ab, wenn die die Krankheit selbst abklingt. Dies geschieht oftmals deutlich früher, wenn eine adäquate schulmedizinische Betreuung derselben stattfindet. Bleibt diese jedoch aus, kann sich der Typhus sehr lange hinziehen, teilweise über Monate. Darum kommt es bei vielen Patienten im Laufe der Erkrankung zu einer extremen Abmagerung. Sie können nur sehr geringe Mengen an Nahrung und Flüssigkeiten aufnehmen und bei sich behalten. Das meiste brechen sie aus oder es kommt zu kräftezehrenden Durchfällen. Nicht selten kam es darum früher vor, dass Typhus Patienten nicht an der Krankheit direkt verstarben, sondern vielmehr darob verhungerten. Glücklicherweise kommt dies heutzutage nur noch´sehr selten vor. Selbst in Entwicklungsländern lässt sich dieser traurige Verlauf kaum mehr beobachten.

Wie dem auch sei. Nach einigen Wochen oder Monaten klingt die Krankheit wieder ab und man ist wieder mehr oder weniger gesund – insofern man die Erkrankung überlebt hat natürlich. Aber auch dann kann man für sein Umfeld weiterhin ansteckend sein und sollte darum Vorsicht walten lassen, wenn man Essen zubereitet oder dergleichen mehr.


Häufigkeit & Diagnosedaten

Glücklicherweise ist Typhus heutzutage in Europa und anderen gut entwickelten Ländern kein Problem mehr. Zwar ist dieses Leiden nicht vollkommen ausgerottet, aber dennoch ist es so gut wie nicht mehr existent. Dies liegt vorallem daran, dass die Richtlinien die Hygiene Lebensmittel und Landwirtschaft betreffend in unseren Breiten perfekt auf die Vermeidung solcher Erkrankungen abgestimmt sind. Darüber hinaus helfen auch einige Baurichtlinien dabei, eine flächendeckendere Ausbreitung von Typhus bereits im Vorfeld zu verhindern. Dies gilt insbesondere for Sanitäranlagen. Sind diese schlecht gewartet oder minderwertig konzipiert kann es dazu kommen, dass Fäkalien und Urin ins Grundwasser gelangen. Bei schlechter Filtrierung und Aufbereitung desselben kann es weiterdings dazu kommen, dass etwaige Erreger ins Trinkwasser gelangen. Vorallem in Entwicklungsländern ist das eine sehr häufige Art der Ansteckung und Infektion mit Typhuserregern.

Wie dem auch sei: Bei uns zuhause spielt Typhus schon lange keine Rolle mehr. Vor einiger Zeit sah die Situation allerdings noch komplett anders aus. Vorallem in den ländlichen Regionen konnte der Typhus sich noch sehr lange, weit bis ins 20. Jahrhundert hinein halten. Aus dieser Zeit stammen auch noch die obligatorischen Impfungen der Kinder. Die heute in großen Teilen eher überflüssig sind. Dies heißt aber dennoch nicht, dass man darum selektiv auf eine solche verzichten sollte. Aber auch auf dem Land sind die hygienischen Standards inzwischen dieselben wie in den Städten. Darum kommt es auch dort nicht mehr zu Fällen von Typhus.

Gerade aber um die Jahrhundertwende war Typhus eine regelrechte Seuche. Die Lebensbedingungen vieler Menschen waren sehr bescheiden, beengt und unhygienisch. Es kam darum immer wieder zu regelrechten Typhusepidemien. Ganze Straßenzüge oder Dörfer erkrankten beinahe zeitgleich an dieser Erkrankung. Vorallem dann, wenn das Brunnenwasser oder die Ernte kontaminiert war.

Am häufigsten von Typhus betroffen sind Kinder. Zwar kann es auch erwachsene Menschen erwischen, die jedoch nur vergleichsweise selten. Erwachsene verfügen oftmals über ein wesentlich besseres und stärkeres Immunsystem, das dazu in der Lage ist, die Erreger gut auf Distanz zu halten. Kinder dagegen sind generell Anfälliger für Infekte und dergleichen. Heutzutage allerdings hat sich dieses Bild, zumindest in der westlichen Welt, etwas gewandelt. Da in unseren Breiten hauptsächlich nur noch zurückkehrende Fernreisende betroffen sind und es sich dabei zumeist um erwachsene Personen handelt, ist es also nicht weiter verwunderlich, dass auch primär diese Altersklasse betroffen ist.

Zwischen den Geschlechtern unterscheidet die Krankheit nicht. So sind Männer und Frauen ungefähr gleich häufig betroffen. Lediglich das Alter spielt, wie gerade eben erwähnt, eine gewisse Rolle bei der Häufigkeit des vorliegenden Leidens.

In einigen Ländern allerdings sieht die Lage wesentlich kritischer aus als hier. Vorallem in den Staaten Afrikas und Indien. Zusammengenommen kommt es dort jährlich zu etwa zwischen 20 Millionen und 50 Millionen neuen Ansteckungen. In Europa liegen diese Zahlen weit unter tausend Neuansteckungen. Ein sehr großer Unterschied, den es nicht zu unterschätzen gilt.

Alles in allem aber lässt sich zur Häufigkeit von Typhus sagen, dass die Zahlen seit Jahren rückläufig sind und man sich hierzulande keine Gedanken darüber machen muss, sich mit dieser Krankheit anzustecken. Lediglich Fernreisende sind dazu aufgerufen, sich durch eine Impfung und andere Vorsichtsmaßnahmen gegen den Typhus zu schützen.

Diagnosedaten
Die Diagnose ist in den meisten Fällen sehr eindeutig. Ebenso sind die aus den Tests gewonnenen Daten ein kaum misszuinterpretierender Indikator für die vorliegende Krankheit. Fehlerhafte Diagnosen sind damit zwar nicht ausgeschlossen, kommen aber in aller Regel nur sehr selten vor. Das größere Problem ist tatsächlich eine rechtzeitige Erkennung. Wie bereits erwähnt, kennen viele der hiesigen Ärzte den Typhus nur noch aus Lehrbuch und wissen mit den Symptomen oftmals nichts anzufangen. Zumindest liegt die Vermutung auf Typhus aufgrund der geringen Prävalenz zunächst eher fern.

Alles in allem aber kann man ruhig davon ausgehen, dass eine Diagnose sehr sicher, schnell und effizient zu stellen ist und es unter Bezugnahme der korrespondierenden diagnostischen Daten kaum zu fehlerhaften Diagnosen kommt. Damit sind der Patient sowie auch der Arzt zumeist auf der sicheren Seite, wenn es darum geht, Typhus als die Krankheit zu erkennen, die sie ist. Zudem gilt zu erwähnen, dass die klinischen Tests kaum Raum für Spekulationen lassen und sehr eindeutig sind.

Dennoch sollte man sich nicht in allzu großer Sicherheit wiegen, denn auch Ärzte machen Fehler und schätzen Situationen falsch ein. Nicht zuletzt darum ist auch auch seitens des Patienten notwendig, dem Arzt alle vergangenen Reiseaktivitäten offenzulegen. Das kann im Zweifelsfalle eine Diagnose sehr erleichtern und beschleunigen. Lässt man derartige Details aus, forscht der zuständige Mediziner initial sehr oft zunächst in die falsche Richtung und es kommt infolgedessen zu Verzögerungen bei der korrekten Ansprache der Erkrankung und also auch zu Verzögerungen in der entsprechenden Therapie. Das kann durch die Mitwirkung des Patienten zumeist verhindert werden.

Gerade darum ist es sehr wichtig, dass man seinem Arzt gegenüber offen ist und ihm mitteilt, wo man im Urlaub war und was man dort gegessen oder getrunken hat. Darüber hinaus kann es auch sinnvoll sein, noch einmal in Gedanken zurückzugehen und darüber nachzusinnen, ob man eventuell direkten physischen Kontakt mit einem erkrankten Individuum hatte. Ist dies der Fall, könnte auch das der potentielle Infektionsherd sein. Vorsicht ist hier definitiv besser als Nachsicht und ein Test ist schnell gemacht und geht zumeist auch auf Kosten der Kasse.

Folglich liegt es oftmals am Patienten selbst, ob der Arzt überhaupt Diagnosedaten ermitteln muss, um schließlich die Krankheit als solche ansprechen zu können oder eine solche auszuschließen. Hilft der potentiell Erkrankte oder Gefährdete aber nicht selbstständig mit und wird bei einem Arzt vorstellig, so muss er sich nicht wundern, wenn der Typhus eine negative Entwicklung einschlägt und lange Zeit nicht korrekt erkannt wird. Hier sollte also die Devise lauten: Selbst ist der Mann. Wer sich nicht helfen lässt, dem kann auch nicht geholfen werden.


Komplikationen bei der Krankheit

Die im Rahmen einer Ansteckung mit Typhus auftretenden Komplikationen können teilweise sehr schwerwiegend sein. Tatsächlich ist nicht auszuschließen, dass der von dieser Krankheit betroffene Patient selbiger erliegt. Dennoch sind die Chancen hierauf vergleichsweise gering. Insbesondere wenn man sich während der Behandlung in unseren Breiten aufhält. Personen, die in Entwicklungsländern leben haben es da oftmals bedeutend schlechter.

Zudem sollte man sich des Umstandes bewusst sein, dass manche Komplikationen dauerhaft verbleiben. Das heißt, dass sie andauern, obwohl die Krankheit per se schon längst abgeklungen ist. Hierbei geht es vorallem um chronische entzündliche Prozesse im Darm und im Magen, sowie um Erschöpfungen von Muskeln und Knochen durch chronische Unterernährung. Diese kann nämlich, wie bereits erwähnt, im Zuge von Typhus auftreten. Durch den dauerhaften Mangel von lebenswichtigen Nährstoffen leiden auch oftmals die Zähne, die Haut und die Haare des Patienten. Allerdings ist grundsätzlich davon auszugehen, dass diese Schäden sich nach einiger Zeit von alleine wieder regulieren. Sollte dies nicht der Fall sein, sind weitere Besuche beim Arzt erforderlich, um diesem Rätsel auf den Grund zu gehen.

Eine weitere Komplikation ist der oftmals mit der vorliegenden Krankheit einhergehende unfreiwillige Gewichtsverlust. Viele Menschen mögen einen solchen zwar scherzhaft begrüßen, aber es handelt sich durchaus um eine ernste Nebenerscheinung. Es ist im Rahmen des Möglichen, dass betroffene Personen vollkommen abmagern oder verhungern. Ersteres ist nicht nur ein kosmetisches Problem, sondern zieht auch horrende medizinische Folgen nach sich. Letzteres tritt besonders häufig bei Kindern ein, die schlicht nicht mehr in der Lage dazu sind, Nahrung und Nährstoffe aufzunehmen und in sich zu behalten – infizierte Erwachsene trifft dieses Schicksal kaum. Eine Unterernährung schwächt den Körper und somit das Immunsystem – ist dieses geschwächt, verzögert sich der Heilungsprozess und der Körper ist zudem anfälliger für weitere Infektionen. Somit kann es dazu kommen, dass man zusätzlich zum Typhus auch noch an vielen weiteren Erkrankungen leidet, die auf Viren, Bakterien oder Parasiten zurückzuführen sind.

Darüber hinaus kommt es nicht selten zu einer permanenten Schädigung der Organe, vornehmlich des Darms. Diese äußern sich primär in einer starken Einschränkung der Funktion derselben. Bisweilen ist eine solche chronische Unterfunktion operativ oder medikamentös zu behandeln. Auch sollte man in diesem Falle damit rechnen, dass man Zeit seines Lebens auf die Einnahme von Medikamenten angewiesen ist. Das stellt nicht nur eine Einschränkung der persönlichen Freiheit, sondern auch eine starke körperliche Belastung dar.

Lässt man sich jedoch rechtzeitig behandeln und steigt nicht zu früh wieder ins Leben ein und verhält sich auch sonst eher schonend sich selbst gegenüber, so ist damit zu rechnen, dass Langzeitfolgen ausbleiben und man nach einer erfolgreichen Therapie wieder ohne Einschränkungen am Leben teilhaben kann.


Wann sollte man zum Arzt gehen?

Wie bereits erwähnt, kann es sehr förderlich sein, einen Arzt so früh als nur irgend möglich aufzusuchen. Alles andere wäre sich und seinem Umfeld gegenüber hochgradig verantwortungslos. Schließlich und endlich handelt es sich bei Typhus meist um eine doch sehr stark ansteckende Krankheit und die Gefahr einer Infektion des nächsten Umfeldes ist bei einer ausbleibenden schulmedizinischen Behandlung ungleich höher und gravierender. Darum sollte man einen Besuch in der Praxis nicht auf die lange Bank schieben, sondern sich nach Möglichkeit zeitnahe einen Termin geben lassen oder gar die Akutsprechstunde in Anspruch nehmen, insofern der Arzt eine solche anbietet. Da man sich dieses Leiden jedoch häufig im Ausland zuzieht, ist dies bisweilen leichter gesagt als getan, vorallem dann, wenn man die Landessprache nur unzureichend beherrscht und es deswegen zu massiven Engpässen in der Kommunikation kommt. Aber auch in diesem Falle wäre es besser, zu einem Arzt zu gehen, den man nicht versteht, anstatt komplett auf eine medizinische Betreuung zu verzichten.

Die nach der Inkubationszeit auftretenden Symptome sind oftmals bereits sehr gravierend. Die Erkrankung beginnt nicht schleichend und langsam, sondern geht direkt in die Vollen. Es kommt zu sehr starkem Fieber und darüber hinaus zu alle den anderen Symptomen, die weiter oben im Text bereits beschrieben wurden. Darum sollte man auf keinen Fall zu lange abwarten und selbst beim kleinsten verdacht einen Arzt aufsuchen. Erkennt dieser das Leiden bereits vor dem Ausbruch desselben, so kann eine Therapie nicht nur besser greifen, sondern auch das Gröbste bereits im Vorfeld verhindern. Es kann daher für potentiell gefährdete Personengruppen nützlich sein, sich unabhängig etwaig auftretender Symptome dahingehend untersuchen zu lassen. Denn hier gilt, wie bei jeder anderen Krankheit auch: Vorsicht ist besser als Nachsicht.

Alles in allem also sollte man von einem Arztbesuch nicht zurückschrecken. Hierdurch unterstützt man nicht nur die eigene Gesundheit, sondern sorgt auch dafür, das Risiko einer Ansteckung für andere Personen dauerhaft und effektiv zu minimieren. Darüber hinaus ist es hochgradig empfehlenswert, dass man sich regelmäßig gegen Typhus impfen lässt. Zwar liegt damit kein 100%iger Impfschutz gegen dieses Leiden vor, aber das Risisko einer Infektion wird doch deutlich reduziert. Diese sollte man in Anspruch nehmen – und dies unabhängig davon, ob man Teil einer Risikogruppe ist oder nicht. Diese Krankheit kann einen überall und jederzeit treffen, darum ist jeder potentiell gefährdet.

Alles in allem also sollte man sich nach Ende jeder Fernreise grundsätzlich von seinem Hausarzt durchchecken lassen, um zu sehen, ob es nicht eventuell doch zu einer Infektion mit Typhus oder irgend einer anderen Krankheit kam. Wer sich hier vorausschauend verhält, kann sich und seinen Angehörigen viel Leid und Elend ersparen und fördert darüber hinaus auch noch seine eigene Gesundheit und daran sollte schließlich jeden gelegen sein.

Behandlungsmethoden & Therapie

Ebenso wie viele andere durch Bakterien hervorgerufene Krankheiten ist auch Typhus mit speziellen Antibiotika zu behandeln. Bei der Wahl der Präparate ist zu beachten, dass die Erreger mittlerweile gegen einige Antibiotika Resistenzen gebildet haben. Unter anderem hat sich gezeigt, dass die Wirkstoffe Ciprofloxacin, Ceftriaxon und Cotrimoxazol sich recht gut zur Behandlung von Typhus eignen. Das früher häufig eingesetzte Chloramphenicol ist zwar ebenfalls wirksam, aber die möglichen Nebenwirkungen sind nicht zu unterschätzen. Aus diesem Grund wird Chloramphenicol inzwischen nicht mehr verabreicht.

Die jeweils gewählten Medikamente nimmt der Patient üblicherweise als Tabletten ein. Lediglich in sehr schweren Fällen sind Infusionen angezeigt. Für eine Typhus-Therapie sind etwa zwei Wochen zu veranschlagen, wobei das Fieber nach 4-5 Tagen deutlich zurückgeht. Insbesondere dann, wenn frühzeitig mit der Behandlung begonnen wird, kommt es äußerst selten zu Komplikationen, und die Sterblichkeitsrate unterschreitet ein Prozent. Ciprofloxacin ist der Wirkstoff, der Dauerausscheidern des Typhus-Erregers verordnet wird. Üblicherweise müssen die Patienten Ciprofloxacin vier Wochen lang einnehmen. Teilweise ist auch eine zweiwöchige Behandlung mit Ceftriaxon sehr erfolgreich. Typhus-Patienten, die unter Gallensteinen leiden, muss gegebenenfalls die Gallenblase entfernt werden, um eine mögliche Ansiedlung der Bakterien zu verhindern.

Schwierig ist eine Therapie immer dann, wenn es sich um resistente Keime handelt. In solchen Fällen muss erst die Wirksamkeit anderer Wirkstoffe an isolierten Erregern geprüft werden. Sofern ein sehr schwerer Fall von Typhus vorliegt, wird der behandelnde Arzt ein hoch dosiertes Kortisonpräparat verabreichen. Unbedingt ist auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten – dies gilt erst recht bei Durchfällen. Allerdings Sprechen sich die meisten Mediziner dafür aus, keine Arzneimittel zu verordnen, die gegen Durchfall wirken. Schließlich würden die Erreger nur noch längere Zeit im Darm verbleiben. Abgesehen vom Ausgleich des Wasserverlustes ist es wichtig, den Elektrolythaushalt wiederherzustellen. Eventuell reicht eine ausgewogene Ernährung nicht aus, und es müssen bestimmte Mineralien zusätzlich zugeführt werden. Wer gar nicht erst eine Typhus-Erkrankung riskieren möchte, kann sich impfen lassen. Der Injektionsimpfstoff bietet einen Impfschutz von bis zu 75 Prozent. Außerdem muss auf bestmögliche Hygiene geachtet werden.


Vorbeugung – Impfung & Prävention

Eine Impfung gegen Typhus ist mitunter die wirksamste Behandlungsmethode! Zwar greift der Notwendigkeit einer Behandlung damit etwas vor, aber gerade darauf komm es ja auch an! Wer sich impfen lässt verfügt zwar über keinen 100%igen Schutz gegen dieses Leiden, kann seine Chancen aber sehr stark absenken und muss noch weniger Angst vor Typhus haben, als es ohnehin schon notwendig ist. Denn wie bereits schon mehrfach angeführt: In Europa ist Typhus so gut wie ausgestorben.

Manchmal werden Kinder im Rahmen der üblichen Impfungen auch gegen Typhus geimpft. Dies war vorallem früher der Fall, heutzutage bleibt eine solche Impfung aufgrund der verlorengegangenen Notwendigkeit manchmal aus. Wer sich aber damit sicherer fühlt, sollte seinen Kinderarzt gezielt darauf ansprechen. Vorallem wenn man bedenkt, dass Typhus sehr oft Kinder befällt, zumindest sind Kinder weitaus häufiger betroffen als erwachsene Menschen. Wie dem aber auch sei, die Fälle von Ansteckungen hierzulande sind so gering, dass beides kaum eine Rolle spielt.

Besonders aber Menschen, die eine reise in Entwicklungsländer oder nach Indien planen sollten im Vorfeld bei einem Arzt vorstellig werden und sich eine Impfung geben lassen. Diese reduzieren das Risiko einer Ansteckung sehr und man kann seinen Aufenthalt wesentlich entspannter genießen als ohne besagte Impfung. Dennoch sollte man seinen Impfschutz nicht als Freifahrtschein dafür verstehen, alle anderen Maßregeln außer acht zu lassen! Trotz einer Impfung ist es absolut notwendig, sich vorausschauend zu verhalten und etwaige Risiken so gut es geht zu vermeiden. Besonders in Ländern, in denen Typhus noch recht häufig vorkommt.

Hierzu gehört unter anderem auch, dass man bei Speisen und Getränken die notwendige Vorsicht walten lässt. Manche Reisende empfinden es als beleidigend der indigenen Bevölkerung gegenüber Speisen und Getränke abzulehnen. Hier sollte man sich aber nicht von seinen Emotionen leiten lassen, sondern von seiner Ratio. Wenn man nicht sehen konnte, wie das Essen zubereitet wurde oder aus welcher Quelle das angebotene Wasser stammt, dann sollte man es nicht verzehren. Alles andere wäre im besten Falle grob fahrlässig und ein Glücksspiel mit der eignen Gesundheit.

Dasselbe gilt nicht für bereits fertig zubereitete Speisen, sondern auch für Rohwaren. Wer in diesen Ländern auf einem Markt einkaufen geht, der sollte dort erworbenes Gemüse oder Obst vor dem Verzehr gut reinigen, schälen, abermals reinigen und wenn möglich erhitzen, bevor er es verzehrt. Auf diese Art und Weise kann man das Risiko einer Ansteckung mit Typhus noch einmal deutlich senken. Darüber hinaus lassen sich durch diese Vorsichtsmaßnahmen auch noch andere Krankheiten sehr gut vermeiden. Darunter zählen unter anderem Hepatitis und diverse Durchfallleiden. Man kann durch diese Maßregeln also nur gewinnen.

Ganz besondere Vorsicht sollte man bei Wasser walten lassen. Als Reisender sollte man sich sein Wasser aus einer seriösen Quelle und in original versiegelten Flaschen besorgen. Das Trinken aus öffentlichen oder privaten Brunnen sowie aus der Leitung ist tunlichst zu vermeiden! Denn gerade hier ist die Gefahr einer Ansteckung besonders hoch. Wer keinen Zugang zu Wasser in Flaschen hat, sollte sein Trinkwasser vor dem Verzehr auf jeden Fall gut abkochen und wenn möglich auch noch weiter filtrieren. Hierdurch lässt sich zumindest ein gewisses Maß an Reinheit garantieren und der Schutzfaktor steigt erneut an. Ebenso sollte man keine offenen Getränke mit Eiswürfeln darin bestellen! Dem gereichten Eis diente oftmals das lokale Leitungswasser oder Brunnenwasser als Grundlage. Schmilzt es schließlich im Getränk, so kommt es zu einer Verunreinigung und also zu einer potentiellen Ansteckung.

Auch die Pflege einer Person mit Typhus kann zu einer großen Gefahrenquelle für den Pflegenden werden. Der enge Kontakt mit der infizierten Person führt dazu, dass ein Austausch von Körperflüssigkeiten stattfindet, auf diesem Wege übertragen sich auch die Keime sehr schnell und am Ende wird der Pflegende selbst pflegebedürftig. Gerade darum kann es sehr sinnvoll sein, sich vor einer Pflegetätigkeit impfen zu lassen, um das Risiko einer Ansteckung zu minimieren. Auch der Erkrankte steht hier in der Bringschuld, eine Ausbreitung des Leidens zu verhindern. So sollte man während der Krankheit und etwa einen Monat danach kein Essen für andere Leute zubereiten oder auch nur deren Essen berühren, ebenso sollte man sehr großen Wert auf Hygiene legen und sich nicht nur regelmäßig die Hände waschen, sondern auch so wenig wie möglich anfassen.

Wer all diese Regeln beachtet und sich darüber hinaus impfen lässt, dürfte allerdings kaum Gefahr laufen, sich mit Typhus zu infizieren. Zwar ist es nicht ausgeschlossen, aber die Chancen sind doch sehr gering. Sollte es dennoch zu einer Ansteckung kommen, so ist es notwendig, sich sofort einem Arzt zuzuwenden. Dies kann entweder direkt im Urlaubsland geschehen oder aber besser noch im Heimatland. Ein verfrühter Rückflug dürfte in diesem Falle die beste Lösung sein. Es ist schließlich angenehmer, eine solche Erkrankung in einer gewohnten Umgebung auszustehen, als in einem fremden Land, dessen Sprache man mitunter nicht versteht. Da eine Flugreise mit Typhus allerdings nicht nur bisweilen seitens der Airlines unterbunden wird, sondern auch sehr fordernd und strapaziös für den Betroffenen ist, sollte man hier so früh als nur irgend möglich tätig werden und keine Sekunde verstreichen lassen, um so schnell es geht zurückzukommen.


Prognose zur Heilung

Die Prognose zur Heilung ist grundsätzlich von dem Ort abhängig, an dem man sich befindet. In Europa, Nordamerika usw. ist die Prognose sehr gut. Im Grunde hat man dort von Infektionen mit Typhuserregern nicht allzu viel zu befürchten. Patienten in Entwicklungsländern jedoch haben hier in aller Regel weitaus größere Probleme. Eine Behandlung hier ist entweder nicht möglich, da es keine Ärzte gibt oder Betroffenen können die Medikamente nicht bezahlen. Einen Schnittpunkt stellt hier Indien dar. Trotz der großen Armut in diesem Land, können sich viele Menschen medizinischen helfen lassen, wenn sie an Typhus erkranken. Dennoch unternehmen öffentliche Stellen sehr wenig dagegen, das allgemeine Risiko auf Typhus einzuschränken. Diese Entwicklung ist auf lange Sicht eher unwirtschaftlich.

Man sollte also, wenn man sich im Urlaub in einem Entwicklungsland mit Typhus oder einer anderen schwerwiegenden Erkrankung infiziert, sofort selbigen abbrechen und zurück in sein Heimatland fliegen und sich dort behandeln lassen. Dann sieht die Prognose wieder sehr gut aus. Wer dies, aus welchen Gründen auch immer, unterlässt, verdüstert seine Prognose immens. Denn eine Infektion mit Typhus kann in besonders schweren Fällen durchaus tödlich für den Erkrankten verlaufen. Zwar können auch die im Land der Infektion ansässigen Ärzte einem weiterhelfen und einen behandeln, aber man sollte nicht denselben Standard wie in Europa erwarten. Nicht zuletzt darum ist es am besten, wenn man so früh wie möglich seine Rückreise organisiert. Denn bisweilen kann es vorkommen, dass Airlines Infizierten die Rückreise verweigern und man dann in seinem Urlaubsland festsitzt. In einem frühen Stadium der Krankheit kommt dies jedoch nur sehr selten vor.

Dennoch sollte man sich nicht bereits auf der sicheren Seite wägen, nur weil man sich zur Zeit in Europa oder in Nordamerika aufhält. Auch hier kann es vorkommen, dass die Schulmedizin nicht dazu imstande ist, einem weiterzuhelfen. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn das vorliegende Leiden lange Zeit nicht also solches zu erkennen war und sich darum mehr oder weniger ungestört ausbreiten konnte. Oder auch dann, wenn das individuelle Immunsystem sehr schwach ist. In diesen Fällen ist mit einem sehr schweren Verlauf der Erkrankung zu rechnen und man wird in aller Regel um eine stationäre Betreuung nicht herumkommen. Auch kann es darüber hinaus notwendig sein, den Erkrankten von anderen Menschen zu isolieren, um die Chancen einer Epidemie zu senken.

Sollte man also eine möglichst gute Prognose wünschen und wer sollte das nicht tun, so ist es notwendig, selbst auch etwas aktiv zu werden und nicht alles auf den letzten Moment hinauszuzögern. Man sollte sofort bei einem Mediziner vorstellig werden und sofort alle notwendigen Schritte, die dieser einem anrät, auch tatsächlich ausführen. Auch sollte man seinen Kontakt zu anderen Menschen so gut es geht minimieren, um eine Ausbreitung der vorliegenden Erkrankung zu verhindern.

Somit ist jedermann dazu aufgefordert sich, auch ohne entsprechende Verdachtsmomente, nach einer Reise in ein Entwicklungsland auf Typhus hin untersuchen zu lassen. Alles andere wäre sich selbst und seinem Umfeld gegenüber vollkommen verantwortungslos. Vorallem wenn man sich über einen Längere Zeitraum dort aufgehalten und nicht alle Sicherheitsregeln beachtet hat. Man sollte nämlich nie vergessen, dass man als Träger dieses Leidens maßgeblich an dessen Fortbestand und Verbreitung beteiligt ist.

Alles in allem lässt sich die Prognose also nur dann merklich verbessern, wenn man etwas Eigeninitiative zeigt und im Bedarfsfall einen Arzt aufsucht, um sich dort auf einen eventuellen Typhus oder eine andere hierzulande selten gewordene Krankheit hin untersuchen zu lassen. Denn gerade dann, wenn die Krankheit bereits sehr früh erkannt wurde, ist es möglich eine Behandlung ebenso sehr früh anzusetzen und halbwegs unbeschadet aus der Sache wieder rauszukommen. Des Weiteren schützt man auf diese Art und Weise auch sein Umfeld. Denn wer um seine Erkrankung weiß und ein halbwegs verantwortungsbewusstes Individuum ist, wird natürlich versuchen, die Krankheit nicht weiterzutragen und unbeteiligte Dritte auf diese Art und Weise sinnloserweise zu gefährden.

Dennoch ist die Prognose alles in allem nicht schlecht. Den meisten Betroffenen kann sehr gut medikamentös geholfen werden und die zu erwartenden Langzeitschäden sind doch eher gering, wenn sie denn überhaupt auftreten. Vorausgesetzt natürlich, dass man sich behandeln lässt. Wer auf eine schulmedizinische Behandlung verzichtet, wird mit wesentlich gravierenderen Konsequenzen zu kämpfen haben und seine Prognose darüber hinaus stark verdüstern, auch die Dauer des Leidens nimmt dann deutlich zu.


Wie bekommt man eigentlich Typhus?

Typhus ist eine dieser Krankheit, von denen jeder schon mal irgendwie irgendwo und irgendwann gehört hat. Die wenigsten können sich unter dem Namen allerdings noch irgendetwas spezifisches vorstellen. Dies unter andere daran, dass die Krankheit hierzulande so gut wie ausgestorben ist. Dieser glückliche Zustand ist allerdings noch vergleichsweise jung. Vor gar nicht allzu langer Zeit war Typhus ein sehr häufig auch hierzulande auftretendes Phänomen. Vorallem Kinder und Jugendliche erkrankten mit sehr hoher Frequenz immer wieder an diesem schweren Leiden und es kotete Jahr für Jahr zahllose Leben.

Dieser Zustand hielt sich über mehrere Jahrtausende hinweg. Je schlechter die hygienischen Bedingungen waren, je mehr die Felder mit menschlichem Kot gedüngt wurden und je mehr Fäkalien ins Grundwasser sickern konnte, desto einfach war es für die Erreger, sich an einen menschlichen Wirt zu klammern und diesen krank zu machen. Darum ist es nicht weiter verwunderlich, dass es gerade in Zeiten sehr großer Not immer zu besonders großen Ausbrüchen und Wellen von Typhus kam. Neben der Pest wütete im Mittelalter beispielsweise auch Typhus. Und selbst lange nachdem die Pest keine Rolle mehr spielte, blieb der Typhus den Menschen traurigerweise erhalten. Während des dreißigjährigen Krieges kam es zudem auch immer wieder zu sehr starken Ausbrüchen der Krankheit. Ganze Dörfer wurden vom Typhus hinweggerafft. Ähnlich verhielt es sich auch mit gegen Ende des ersten Weltkrieges sowie während des zweiten Weltkrieges. Typhus war also über einen sehr langen Zeitraum hinweg eine wahre Geißel für viele Menschen, vorallem aber für Kinder.

Warum aber nun war dem so? Das ist relativ einfach zu beantworten. In den vergangenen Jahrhunderten waren den Menschen viele Dinge unbekannt, die für uns heute ganz selbstverständlich sind. Hierzu gehört auch das Prinzip der Hygiene. Es ist zwar ein altes Vorurteil, dass die Menschen sich früher nicht wuschen, was aber kein Vorteil ist, ist dass niemand die Korrelation von Fäkalien und Krankheiten wie Typhus und Hepatitis erkannte. So düngten die Menschen ihr Gemüsegärten sehr lange mit menschlichen Fäkalien und dachten sich nichts weiter dabei,. Tatsächlich galt vielen Bauern dieses Vorgehen als besonders fruchtvoll. In Ermangelung einer Kanalisation konnten zudem sehr viele Fäkalien ins Grundwasser gelangen. Da mittels des Grundwassers auch Felder, Äcker und Gärten bewässert wurden, kam es abermals zu sehr starken Verunreinigungen.

Da nun zusätzlich noch ein Verkauf der Feldfrüchte und des Gartengemüses stattfand, verbreiteten sich die Keime abermals. Es dauerte bis weit ins 19. Jahrhundert hinein, dass die Menschen erkannten, dass von Gemüse eine gewisse Gefahr auszugehen scheint. Darum galt es als äußerst ungesund rohes Gemüse zu verzehren oder Wasser zu trinken. Man zerkochte das Gemüse stattdessen und half sich mit leichten Alkoholika aus. Viele Menschen tranken überhaupt kein Wasser, sondern nur leichtes Bier und andere alkoholhaltige Getränke. Diese waren sicherer, da während des Brauprozesses das Wasser erhitzt werden muss. Die Menschen erkannten jedoch nicht, dass die Erhitzung die Erreger im Wasser unschädlich machte und wandten diese Technik darum auch nicht für normales Trinkwasser an, sondern weiterhin nur für Bier und dergleichen mehr.

Heutzutage weiß man natürlich darum, dass das Abkochen von Wasser die Gefahren einer Ansteckung massiv senken kann. Nicht zuletzt darum raten Mediziner dazu, wenn kein Flaschenwasser während des Urlaubs zur Verfügung steht, zumindest das Brunnenwasser abzukochen, um auf Nummer sicher zu gehen und sich keinen unnötigen gefahren auszusetzen. Viele Stämme Afrikas verfügen jedoch nicht über die Ressourcen, ihr Wasser vor dem Verzehr abzukochen. Darum leiden sehr viele vorallem abgeschieden lebende Stämme immer wieder in regelmäßigen Abständen unter Ausbrüchen von Typhus und anderen ähnlichen Erkrankungen. Dasselbe gilt auch für Indien. Dort kommt allerdings noch erschwerend hinzu, dass menschliche Fäkalien immer noch sehr häufig als Düngemittel eingesetzt werden. Wider besseres Wissen, bringen sich viele indische Kleinbauern damit in massive Gefahr.

Wer also in ein Land verreist, in dem Typhus immer noch grassiert, sollte einige Schutzmaßnahmen ergreifen, die dabei helfen können, sich nicht mit dem vorliegenden Leiden anzustecken. Hierzu gehört, dass man nur Obst und Gemüse verzehrt, nachdem man es mit sauberem Wasser gewaschen, selbst geschält und abermals gewaschen und danach am besten noch gekocht hat. Sollte dies, aus welchen gründen auch immer, nicht möglich sein, so sollte man nach Alternativen suchen und auf eine Aufnahme dieser Kost verzichten. Besonders zu vermeiden sind bereits geschältes Obst und Gemüse, wie man es auf manchen Märkten findet. Von diesen Lebensmitteln geht ein nicht zu kalkulierendes Risiko aus.

Zusätzlich noch sollte man auch vermeiden offene Getränke zu konsumieren. Diese könnten eventuell mit örtlichen Brunnenwasser gestreckt oder zubereitet und darum kontaminiert sein. Dasselbe gilt für Eiswürfel, die es auch tunlichst zu vermeiden gilt. Auch der direkte Umgang mit Betroffenen ist zu vermeiden. Die Erreger können auch direkt vom Menschen auf den Menschen übergehen. Allerdings ist hierzu zugegebenermaßen ein sehr enger physischer Kontakt notwendig. Gerade aber dadurch sind Pflegepersonal und Ärzte in Gefahrenzonen aufgerufen, sich gegen Typhus impfen zu lassen.

Die sind die Arten, auf denen man sich mit Typhuserregern anstecken kann. Geht man diesen gezielt aus dem Wege, so sollte man keine besondere Gefahr laufen, sich mit dieser bei uns glücklicherweise beinahe ausgerotteten Krankheit zu infizieren. Wer sich dagegen im Urlaub leichtfertig verhält, der wird damit rechnen müssen, sich mit Typhus oder einer anderen Erkrankung zu infizieren.


Alternative Behandlungsmethoden

Sicherlich ist es möglich mit alternativen Heilmitteln positiv auf Typhus einzuwirken, aber man sollte es nicht damit übertreiben und sich allein in die Hände der alternativen Medizin begeben. Typhus ist eine sehr ernsthafte und potentiell lebensbedrohliche Erkrankung, die einer Schulmedizinischen Betreuung bedarf. Wer auf eine solche willentlich und wissentlich verzichtet bringt sich selbst in sehr große Gefahr und gefährdet darüber hinaus auch die Menschen um sich herum. Das ist ist nicht nur äußerst verantwortungslos, sondern zeugt auch von einer unzureichenden Vernunftbegabung.

Hier eine Übersicht potentieller alternativer Heilverfahren, die begleitend zu einer schulmedizinisch Betreuung Anwendung finden können:

  • Reinigungstherapie: Hierfür bedient man sich spezieller Lotionen oder Absude, die zur Reinigung des Anus oder der eventuell durch Ausschläge belasteten Haut anzuwenden sind. Diese können in Form eines Sitzbades oder durch Einreiben aufgebracht werden. Man sollte aber keine allzu starken und aggressiven Präparate verwenden, da diese den Organismus zusätzlich zur Krankheit selbst noch belasten können. Überhaupt sollte man auf jeden Fall vor verwendung solcher Mittel Rücksprache mit einem Arzt halten.
  • Isolation: Früher pflegte man Personen, die an Typhus erkrankt waren, so gut es ging vom Rest der Familie oder Gemeinschaft zu isolieren, um eine Ansteckung anderer Personen zu vermeiden. Dies kann recht sinnig sein. Insbesondere aber dann, wenn man eine erkrankte Person zuhause pflegt und betreut. Der Kontakt zur Außenwelt sollte auf ein Minimum reduziert werden und auch der Kontakt mit anderen Menschen ist bis auf die Pflegerisch tätige Person zu unterbinden. Dies fällt zwar nicht immer leicht, dient aber dem Schutze des Erkrankten und der restlichen Gemeinschaft.
  • Spezielle Ernährung: Da Opfer von Typhus oftmals sehr rapide und substantiell an Gewicht verlieren, ist es in den meisten Fällen absolut notwendig, dasselbe wieder auf ein normales Maß zu bringen und dafür zu sorgen, dass sich kein allzu starkes Untergewicht etablieren kann. Die Reichung spezieller sehr kalorienhaltiger Lebensmittel, sowie ggf. von Sonnennahrung ist daher durchaus ein alternativer Ansatz, der zusätzlich zu einer schulmedizinischen Therapie Anwendung finden kann.

Welche Hausmittel können helfen?

Es gibt leider keine erprobten Hausmittel, die tatsächlich gegen Typhus helfen könnten. Dennoch gibt es viele Mittel, die die Linderung einiger der auftretenden Symptome versprechen. Diese kann man in aller Regel ohne große Bedenken anwenden. Allerdings sollte man zuvor Rücksprache mit seinem behandelnden Arzt halten, um ggf. Nebenwirkungen bereits im Vorfeld ausschließen zu können.

Hierzu eine Übersicht:

  • Sitzbäder – Kurze, häufige Sitzbäder konnten sich als sehr probate Mittel gegen Verunreinigungen durch Diarrhö und Erbrechen beweisen. Hierfür setze man sich drei bis vier Mal pro Tag in klares lauwarmes Wasser und lasse den Anus in selbigem einweichen. Hernach sollte man die betroffene Region gründlich, aber vorsichtig abtrocknen und die Anwendung später am Tage wiederholen.
  • Feuchtes Toilettenpapier – Feuchtes Toilettenpapier hilft bisweilen wahre Wunder. Bereits die alten Ägypter weichten feine Leinentücher über Nacht in eine Mischung aus Wasser und Kräutern ein, um damit ihren Anus pflegend und schonend reinigen zu können. Heutzutage hat man es mit vorverpacktem feuchten Toilettenpapier wesentlich einfacher. Man sollte lediglich darauf achten, dass weder Alkohol noch Parfüm im selbigen enthalten sind und man nach der Anwendung den Anus gut mit regulärem Papier abtrocknet.
  • Kühle oder Wärme – Es kann sich als sehr nützlich zeigen, das Abdomen äußerlichen zu kühlen oder zu erwärmen. Hierzu dienen Ice-Packs, Eiswürfel oder Wärmflaschen. Dies lindert nicht nur den Schmerz, sondern sorgt auch für einen nachweisbaren Rückgang der Erkrankung selbst. Allerdings sollte man diese Anwendung lediglich extern vornehmen und auf eine innerliche Kühlung oder Erwärmung verzichten.

Heilkräuter & Heilpflanzen

  • Spitzwegerich
  • Knoblauchrauke
  • Essigbaum
  • Rosenblüten
  • Radieschenblätter
  • Kümmel
  • Apfelblüten

Alle der gerade erwähnten Heilkräuter und Heilpflanzen sind entweder als Tee oder in Form eines Aufguss, getrocknet oder frisch oder zu Pulver zerrieben bzw. in Form einer Tablette darzureichen. Hierbei sind die Arten der Einnahme oftmals nur als geringfügig auf die Wirkung einzustufen. Auch eine Salbe ist aus den diesen Kräutern und Pflanzen zu erzeugen. Eine solche ist besonders im Falle von oberflächlichen Krankheiten zu empfehlen, da sie direkt auf die Haut aufzutragen ist. Zur Herstellung einer solchen gebe man die erwähnten Kräuter in zerlassenes Schmalz, wobei es egal ist, ob die Kräuter frisch oder getrocknet sind und lasse diese Mischung auskühlen und verfestigen. Insofern man eine stärkere oder feinere Salbe oder Creme haben will, ist dieser Prozess beliebig oft zu wiederholen. Darüber hinaus kann man oftmals bereits fertige Präparate bei dem Heilpraktiker der Wahl beziehen und spart sich damit die Arbeit. Auch das Internet bietet so einige gute Quellen für den Bezug von Heilprodukten aus der Natur.

Es empfiehlt sich zudem, vor der Anwendung Rücksprache mit dem zuständigen Mediziner zu halten um etwaige allergische Reaktion schon im Vorfeld ausschließen zu können.

Ätherische Öle

  • Wacholder
  • Ylang Ylang
  • Eukalytpus
  • Lavendel
  • Tanne
  • Zimt
  • Sternanis

Ätherische Öle sind entweder im Rahmen einer Aromatherapie oder äußerlich sowie seltener auch innerlich anwendbar. Im Falle des Typhus sollte kann man ausschließlich von ersterer Form Gebrauch machen, also der Aromatherapie. Dieser Umstand ergibt sich daraus, dass diese Form der Anwendung am wenigsten belastend für die allgemeine Gesundheit anzusehen ist. Hierzu gebe man die Öle in eine Duftlampe, entzünde eine Wärmequelle, am besten ein Teelicht und lasse die Öle in die Raumluft verdampfen. Die ätherischen Öle setzen auf diese Weise ihre Wirkstoffe frei und dienen zur Beruhigung der Patienten und bauen somit Stress und folglich Schmerz ab. Aber auch hier gilt, wie bei den Heilkräutern, dass eine solche Behandlung ein schulmedizinisches Vorgehen nicht ersetzen kann. Darüber hinaus ist der Effekt lediglich beruhigend und stressabbauend, nicht aber heilend.

Eine gute Bezugsquelle für ätherische Öle ist das Internet oder der Heilpraktiker des Vertrauens. Letzterer gibt auch Auskünfte über Anwendung und Dosierung.

Homöopathie & Globuli

  • Gadolinit
  • Gallium carbonicum
  • Panthera tigris tigris
  • Naja siamensis
  • Haematopota pluvialis
  • Ranunculus flammula

Globuli und andere homöopathische Heilmittel sollten nicht als eigenständige therapeutische Maßnahme bei Erkrankungen angesehen werden, sondern dem Patienten lediglich als Unterstützung zusätzlich zu einer schulmedizinischen Therapie dienen. Darum ist es darüber hinaus notwendig, dass das zu behandelnde Individuum sich vor einer Anwendung homöopathischer Mittel mit seinem behandelnden Arzt abspricht, um etwaige negative Nebeneffekte mit etwaiger anderer gegebener Medikation zu vermeiden.

Darüber hinaus sollte man nicht vergessen, dass die Wirksamkeit von Globuli und Co. wissenschaftlich nur schwer oder gar nicht nachzuweisen ist. Das soll diese Produkte nicht schlechtreden, sondern einen lediglich dafür sensibilisieren, dass man auf eine begleitende schulmedizinische Behandlung nicht verzichtet.

Die genauen Dosierungen für die oben genannten Präparate sind stark vom vorliegenden Fall abhängig. Im Groben kann man aber von folgender Dosierung ausgehen:
Tropfen: Zw. 2 und 15
Tabletten: 1 Tablette
Globuli: 5 – 8 Globuli

Oder man entnehme die genauen Dosierungshinweise jedoch der Packungsbeilage oder halte Rücksprache mit dem zuständigen Heilpraktiker.

Schüssler-Salze

Schüssler-Salze werden zunehmend populärer in Bevölkerung und viele Menschen schwören auf deren Heilkräfte. Nichtsdestotrotz konnte eine tatsächlich Heilwirkung solcher Präparate wissenschaftlich nicht nachgewiesen werden. Das soll nicht heißen, dass die Schulmedizin grundsätzlich von einer Anwendung abrät, sondern lediglich, dass man diese Mittel nur unterstützend zu einer regulären schulmedizinischen Behandlung anwendet und sich nicht alleine auf deren Heilkraft verlässt, wenn es darum geht, eine Krankheit zu bekämpfen.

Auch ist es absolut notwendig, dass man vor und während der Anwendung der Schüssler-Salze darüber Rücksprache mit dem behandelnden Arzt hält, um etwaige negative Überschneidungen mit regulärer Medikation bereits im Vorfeld ausschließen zu können. Auch etwaige Unverträglichkeiten sollten zuvor aufgeklärt werden.

Bei weiteren Fragen empfiehlt es sich darüber hinaus, sich vertrauensvoll an seinen Heilpraktiker zu wenden. Dieser hilft einem sicherlich gut und mit fundierten Fachkenntnissen weiter.

Zwecks Dosierung der Schüssler-Salze bleibt zu erwähnen, dass man in der Regel von jedem Präparat eine Pille täglich einnimmt. Dabei sind im Grunde alle Kombinationen möglich. Es gibt keine Präparate, die sich gegenseitig abstoßen würden, dennoch ist es empfehlenswert, sich im Vorhinein fachmännisch beraten zu lassen, um auf Nummer sicher zu gehen. Von einer Selbstmedikation wird abgeraten.

Diät & Ernährung

Eine spezielle Diät oder Ernährungsweise in Bezug auf Typhus gibt es nicht wirklich. Wie bei den meisten Krankheiten kann jedoch eine gesunde und ausgewogene Ernährung zur generellen Gesunderhaltung des Körpers beitragen. Hierzu gehört, dass überwiegend Gemüse, nur fettarmes Fleisch und möglichst keine künstlichen Zuckerprodukte konsumiert werden. Außerdem sollte auf den übermäßigen Konsum von Alkohol verzichtet werden.

Probleme im Bezug auf Nahrung zeigen sich bei einem starken Befall des Organismus und damit einhergehenden Beschwerden vor allem darin, dass diese teilweise mit einer merklichen Gewichtsabnahme einhergehen. Dies schwächt den Körper insgesamt. So sollte bei der Nahrungsaufnahme darauf geachtet werden, dass dem Körper genügend Kalorien zugeführt werden. Dafür eignet sich der Konsum von Vollkornprodukten, Nüssen und fettreichem Seefisch. Abhängig ist dies aber selbstverständlich davon, was ein Betroffener verträgt. Abzuraten ist aber generell von einer veganen oder vegetarischen Ernährung, wenn eine starke Erkrankung vorliegt. Diese ermöglicht in der Regel nicht die Kalorienmenge, welche für den Patienten während der Therapie notwendig ist. Auch sollte die entsprechende Energie nicht aus ungesunden, also stark fettigen oder gezuckerten Lebensmitteln gewonnen werden, da hierdurch weitere Probleme bezüglich der Verdauung eintreten können.

Bei genereller Appetitlosigkeit sollten über den Tag verteilt viele kleine Mahlzeiten eingenommen werden. Dadurch erhält der Körper genug Energie, ohne dass der Patient mit einem Mal üppige Speisen verzehren muss.

Es gibt also keine Diäten oder Ernährungspläne, die speziell für Typhus-Patienten erstellt worden sind. Eine allgemeine gesunde Ernährung kann überdies sehr förderlich sein und darüber hinaus noch vorbeugend wirken.
Allgemeine Tipps sind daher:
Bedenkenlos konsumieren kann man:

  • Obst und Gemüse (insofern keine Allergien vorliegen)
  • Meeresfrüchte
  • Milchprodukte (jedoch auf den Fettgehalt achten)
  • Hülsenfrüchte
  • Klares Wasser und Kräutertee (Limonaden usw. sind zu vermeiden)
  • Vollkornprodukte

Bei folgenden Lebensmitteln, sollte man eher aufpassen:

  • Rotes Fleisch
  • Tabakwaren
  • Raffinierter Zucker
  • Stark fetthaltige Speisen
  • Fertiggerichte
  • Alkoholika
  • Weißes Mehl
  • Fast Food

Man sollte außerdem stets im Hinterkopfe behalten, dass Übergewicht eine immense Belastung für den Körper darstellt. Dabei spielt es keine Rolle, ob dieser durch eine Krankheit belastet ist oder nicht. Darum ist es wichtig darauf zu achten, stets ein angemessenes Gewicht zu halten, um seine Organismus keinen überflüssigen Strapazen auszusetzen. Wer sich zudem an eine solche Ernährung hält, kann nicht nur sein Immunsystem dadurch stärken, sondern wirkt auch noch prophylaktisch auf eine ganze Reihe potentieller Krankheiten ein, die aufgrund der gesunden Ernährung erst gar nicht ausbrechen.

Ein Diätologe oder ein Ernährungswissenschaftler können einem zusätzlich dabei helfen, einen perfekten und individuell maßgeschneiderten Ernährungsplan für einen zu erstellen. Es lohnt sich daher immer, einen solchen zu konsultieren, wenn man dauerhaft etwas an seiner Ernährung verändern will.


FAQ – Fragen & Antworten

Ich habe mich Urlaub mit Typhus infiziert – Was jetzt?

Es ist sicherlich ein unglücklicher Umstand, sich im Urlaub mit einer Krankheit, welcher Art diese auch immer sei, zu infizieren. Dennoch sollte man eine Ansteckung nicht auf die leichte Schulter nehmen! Je nachdem wo man sich gerade befindet, kann es empfehlenswert sein, bereits vor Ort einen Arzt zu konsultieren und sich bereits einige Medikamente verabreichen zu lassen. Nichtsdestoweniger ist man in 99% der Fälle am besten damit beraten, wenn man seinen Urlaub frühzeitig abbricht und sich zwecks einer Behandlung zurück in sein Heimatland begibt. Das ist sicherlich bedauerlich, aber man sollte seine Gesundheit nicht für eine paar Tage Strandurlaub dauerhaft aufs Spiel setzen.

Ist man sich jedoch nicht sicher, ob man wirklich an Typhus leidet oder ob man sich lediglich eine Grippe zugezogen hat, sollte auf Nummer sicher gehen und einen lokalen Arzt konsultieren, insofern dieser vertrauenswürdig scheint. Zumeist absolvieren alle Ärzte weltweit ein vergleichbares Studium und sind somit gleichermaßen befähigt, einem zu helfen.

Was kann ich tun, um mich vor einer Ansteckung zu schützen?
Es gibt viele Dinge, die man unternehmen kann, um einer Ansteckung aus dem Wege zu gehen. Dazu gehört unter anderem die bereits erwähnte regelmäßige Auffrischung der Impfung, sowie das einhalten bestimmter Vorsichtsmaßnahmen. Direkter physischer Kontakt kann dabei helfen, sich auf diese Weise anzustecken Des Weiteren sollte man auch beim Konsum von Obst und Gemüse Vorsicht walten lassen und alles vor dem Kochen gründlich abwaschen. Besonders in den 1920er und 1930er Jahren kam es auch hierzulande relativ häufig zu Infektionen mit Typhus, da Grundwasser und Gemüse häufig mit kontaminiertem Kot versetzt waren. Diese Praktik gilt zwar als ausgestorben, aber schwarze Schafe kann es immer geben. Darum sollte man sich nicht allzu sicher fühlen und auch hier die nötigen Sicherheitsmaßnahmen treffen, um sich keiner unnötigen Gefahr auszusetzen.

Wie effektiv ist die Therapie?
Moderne schulmedizinische Behandlungsmethoden sind sicherlich nicht schlecht. Dennoch sind sie noch nicht 100%ig sicher. Darum bemüht sich die Forschung stets und stetig, diesen Zustand zu verändern. Alles in allem sollte man also durchaus mit Vertrauen an die Behandlung herangehen. Den meisten Patienten kann geholfen werden und sollte dies nicht der Fall sein, so ist es zumindest möglich, die etwaig entstehenden Schmerzen zu lindern.

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