Nur 1 von 10 Patienten sind für kardiale Reha nach einer Behandlung aufgrund von Herzversagen

Eine von UCLA durchgeführte Studie findet eine „überraschende“ Rate zur Berücksichtigung erwiesener Vorteile dieser Übungsprogramme.

Nur 1 von 10 Patienten mit Herzinsuffizienz nimmt an einem Herz-Rehabilitations-Programm teil, nachdem er im Krankenhaus trotz starker Beweise dafür, dass ein solches Übungsprogramm helfen kann seine eigene Lebensqualität zu verbessern. Gleichzeitig wird dadurch auch die Wahrscheinlichkeit künftiger Krankenhausaufenthalte reduziert. Dennoch nehmen erschreckend wenige Patienten diese Programme wahr oder werden dazu angeleitet diese anschließend durchzuführen.

Die Forscher zogen die Daten aus einer nationalen Datenbank mit mehr als 100.000 Menschen mit Herzinsuffizienz, die aus Krankenhäusern zwischen 2005 und 2014 eingetragen wurden und die für Herzrehabilitationsprogramme in Frage gekommen sind.

„Obwohl wir einige Unterweisungen an kardiologischen Rehabilitationsprogramme erwarteten, waren die Ergebnisse dieser Studie alarmierend“, sagte Dr. Gregg Fonarow, Senior-Autor der Studie und der Eliot Corday mit Lehrstuhl für Kardiovaskuläre Medizin und Wissenschaft an der David Geffen School of Medicine an der UCLA.

„Angesichts der Vorteile für den Einzelnen und der öffentlichen Gesundheit, sind solcher Programme und die eskalierenden Gesundheitsausgaben zu stationären Behandlungen bei Herzversagen ist der Zusammenhang unsere Ergebnisse ein deutlicher Hinweis auf die Notwendigkeit einer besseren Strategie, um bei Ärzten und Patienten das Bewusstsein über die Bedeutung der kardialen Rehabilitation zu steigern“, sagte Fonarow, der auch Direktor des Ahmanson-UCLA Kardiomyopathie Center.

Jedes Jahr wird bei 870.000 Menschen in den USA Herzinsuffizienz diagnostiziert, ein Zustand, in dem das Herz nicht genügend Blut und Sauerstoff zu den Organen pumpt. Insgesamt wirkt sich der Zustand schätzungsweise auf 6 Millionen Menschen aus. Herzinsuffizienz sorgt für mehr als 1 Million Krankenhauseinweisungen pro Jahr und für mehr als 30 Milliarden Dollar an direkten Kosten.

Mehrere klinische Studien haben gezeigt, dass Patienten, die ein dediziertes 36-Wochen-Herz-Rehabilitations-Programm mit Aerobic Training durchführten, in der Lage sind, die Kontrolle der Symptome zu übernehmen und tägliche Aktivitäten wie Gehen und Treppensteigen deutlich besser verkraften. Nach ein alarmierenden Studie von 2007 wurde gezeigt, dass Menschen, die die Ausübung der Rehabilitation durchführten, später deutlich seltener mit Herzinsuffizienz ins Krankenhaus kamen. Auch hatten sich ihre Fähigkeiten für normale Alltagsaufgaben verbessert.

Obwohl sich in den letzten 10 Jahren die Empfehlungen zur Rehabilitation deutlich gesteigert haben, blieben die Zahlen der Personen, welche diese Maßnahmen wirklich wahrnahmen immer noch sehr gering. Patienten, die Überweisungen erhielten, waren auch eher geneigt, den empfohlenen Leitlinien bei Herzinsuffizienz sowie der Einnahme der Medikamente zu befolgen.

Fonarow sagt, dass diese Erkenntnis es nahe legt, dass die Förderung des Bewusstseins für die Bedeutung der Programme und die damit verbundenen Vorteile für die Patienten ein guter Ansatz ist, um Ärzte und Patienten dafür zu gewinnen, die Programm zu akzeptieren und ernst zu nehmen. Nun sollen Strategien entwickelt werden, welche die Überweisungen zu solchen Rehabilitationsprogrammen fördern sollen.

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