Selbsthypnose (Autohypnose)

Was genau versteht man unter Selbsthypnose?

Selbsthypnose – eine unschätzbare HilfeSelbsthypnose (Autohypnose)

Selbsthypnose gehört mit zu den Selbsthilfetechniken. Es ist eine Form der Hypnose, die ein Mensch an sich selbst und nicht an anderen anwenden kann.

Außerdem kann Selbsthypnose die Wirksamkeit anderer Hypnosetherapien/Therapien unterstützen.

Dadurch erlernte Dinge und Verhaltensweisen, können vertieft und somit gefestigt werden.
Es ist ein Zustand von extremer Fokussierung und Konzentration.

Diese Form der Hypnose soll keine Behandlung durch einen Hypnotiseur oder Therapeuten ersetzen, sondern soll dem Anwender die Kompetenzen geben, sich selbst zu helfen.

Vor allem neue Verhaltensmuster, ein positiveres Denken, bessere Glaubenssätze und gute Vorstellungen, nehmen mit der Zeit den Platz ein, den negative Gefühle, Gedanken und Verhaltensmuster vorher hatten. Negatives wird also durch Positives ersetzt.

Einige sehr beliebte Beispiele sind die Raucherentwöhnung und das Abnehmen mit Selbsthypnose. Doch das sind nur zwei von vielen möglichen Anwendungsgebieten.

Der Anwender kann mittels bestimmter Techniken eine Art hypnotischer Trance bei sich selbst hervorrufen, es ist ein extrem tiefen entspannter Wachzustand. Doch die Tiefe, in welche ein Hypnotiseur einen Menschen versetzen kann, ist nur für sehr geübte Selbsthypnotiseure möglich. Dennoch versetzen bestimmte Techniken einen in einen sehr entspannten Zustand. Die Selbsthypnose ist der Meditation recht ähnlich. Eine bekannte Art der Selbsthypnose ist beispielsweise das sogenannte autogene Training.

Das Erlernen solcher Techniken geht nicht von heute auf morgen, konstantes Üben und Trainieren sind notwendig um die gewünschten Erfolge zu erzielen.


Wie funktioniert die Selbsthypnose?

Hypnose Selbsthypnose uhr

Die Psychologie nimmt an, dass Hypnose generell immer eine Art der Selbsthypnose darstellt. Der Hypnotiseur gibt lediglich die Anleitung. Das Eintauchen in immer tiefere Formen der Entspannung und der Trance übernimmt der Hypnotisant selbst. Dies ist eine wissenschaftliche Tatsache.

Derjenige der nun die Selbsthypnose anwendet, fängt an sich zu entspannen. Dafür begibt er sich in eine entspannte Position, in einen ruhigen Raum und stellt zuvor sicher, dass er nicht durch das Telefon oder andere Personen gestört wird. Er führt die Entspannung durch das bewusste Lenken seiner Konzentration bei. Die Konzentration wird dabei oft auf den Atem gelenkt, welcher dann auch mit gesteuert wird. Es wird tief und langsam geatmet und der Atem beobachtet.

Vielleicht ist man auch schon so geübt, das allein mit einem selbst festgelegten Codewort, der erwünschte Trancezustand hervorgerufen werden kann.

Ist der Zustand erreicht, kann man anfangen mit der gewünschten Zielsuggestion zu arbeiten. Das kann das Ausmalen des erwünschten Zustands sein oder auch das ständige Wiederholen von positiven und zielführenden Aphorismen (Sinnsprüchen/Sätzen). Dies festigt die gewünschten Ergebnisse, Verhaltensweisen oder Gedanken tief im eigenen Unterbewusstsein. Sie werden so etwas wie Reflexe, also von alleine ablaufende, unterbewusste Verhaltensmuster.

Man verbringt einige Zeit mit der Zielführung seiner Vorstellungen und erinnert sich selbst immer wieder an die Atmung und die Entspannung. Im Anschluss begibt man sich langsam wieder in den Wachzustand und kommt wieder zurüCK in den Alltag.


Selbsthypnose-Techniken

Obwohl gewisse Abläufe bei allen Selbsthypnosen gleich sind, etwa die Entspannung, die Trance, Affirmation und Rückkehr, gibt es doch unterschiedliche Techniken des Vorstellens und Verankern der Suggestionen.

Hier ein kleiner Überblick:

Best-Me-Methode

Jeder Buchstabe dieser Methode entspricht einem bestimmten Schritt während der Suggestion. Es ist dabei nicht so wichtig das die genaue Reihenfolge eingehalten wird, aber das alle Punkte bedacht und behandelt werden.

Best-Me steht für 

  • B – Belief system/Glaubenssystem
  • E – Emotions/Emotionen
  • S – Sensations and physical experiences/Eindrücke und körperliche Erfahrungen
  • T – Thoughts and images/Gedanken und Bilder
  • M – Motives/Motive
  • E – Expectations/Erwartungen

Hypnose Selbsthypnose

Das Glaubenssystem bezeichnet hierbei einen sicheren und schönen Ort an welchen man sich in Gedanken begibt. Dieser sollte so schön und friedlich wie möglich sein. Es sollte der perfekte Ort für einen sein, an welchem man sich sofort entspannen und wohlfühlen kann.

Desto intensiver und detailreicher man sich diesen Ort ausmalt, desto besser. Ist man ganz in diesem Ort versunken, gibt man diesem Ort einen Namen. Das sorgt dafür, das man sich auch im Wachzustand, allein beim Klang des Wortes entspannt.

Man versinkt während der Selbsthypnose immer tiefer in diesem Ort, so das dieser Frieden ein Teil des eigenen Unterbewusstseins wird. So können Ruhe, Frieden, Gelassenheit und Entspannung ihren Einzug in den Lebensalltag nehmen, von innen heraus.

Das Ausmalen eines erreichten Ziels

Auch hierbei begibt man sich in den fokussierten Zustand der Konzentration, die Trance. Dies kann man auch von dem Ort der Best-Me-Methode aus tun. Von dort aus malt man sich in allen Einzelheiten aus, wie es sich anfühlt wenn das erwünschte Ziel erst einmal erreicht ist.

Wie man sich fühlt wenn man schlank ist, wie man sich fit und gesund fühlt und wie die Luft ohne Probleme in die Lungen strömt, wenn man nicht mehr raucht. Oder wie man seine eigene Firma leitet, wie der Weg zur neuen Arbeit aussehen wird, wenn man erfolgreich ist.

Man sollte auch hier wieder extrem detailliert denken. Wie fühlt es sich an? Wie hört und schmeckt man? Was wird man mit seinem Geld machen oder wie werden sich andere einem gegenüber verhalten? Desto detailreicher, desto besser. Dabei sollten es ausschließlich positive Affirmationen sein. Man sollte genau auf seine Gefühle achten und immer tiefer in diese eintauchen.

Zurück zum Ursprung

Bei dieser Methode geht man in der Trance zu einem Zustand zurück, den man schon einmal hatte. Das kann das gesunde Selbstbewusstsein sein, die schlanke Linie oder das Nichtraucher-Dasein.

Da man diesen Zustand ja schon einmal erlebt hat, wirkt er besonders gut im Unterbewussten. Gedanken die man mit eigenen Erinnerungen verknüpft, sind besonders stark. So wird das eigene Selbstbewusstsein gestärkt und Ziele lassen sich im Leben leichter verwirklichen.


Das Erlernen von Selbsthypnose

Wer die Selbsthypnose erlernen möchte, der kann auf drei unterschiedlichen Wegen dieses Ziel erreichen.
ALS Erstes gibt es die Möglichkeit sich ein Buch über Selbsthypnose zu kaufen. Es gibt viele Hypnotiseure die ihr Wissen mit der Welt teilen und Bücher zu diesem Thema herausgegeben haben. In diesen sind genaue Anleitungen zu finden wie man sich einen ruhigen Ort schafft, wie man sich entspannt und wie man seine Ziele am besten formuliert.

Das gleiche gibt es nun auch auf CDs. Der Vorteil hierbei ist, das ein gelernter Hypnotiseur einem mit seiner Stimme eine genaue Anleitung zur Selbsthypnose geben kann. Menschen reagieren stärker auf Dinge und Informationen die sie hören, als auf solche die sie lesen. Die vermittelten Informationen sind allerdings dieselben wie die, die in Büchern beschrieben werden.

Das Beste ist es allerdings, die Selbsthypnose direkt vom Fachmann oder der Fachfrau zu lernen. In so ziemlich jeder größeren Stadt gibt es geschulte Hypnotiseure, welche in Kursen das Wissen um die Selbsthypnose vermitteln.


Mit Selbsthypnose Abnehmen

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Das Unterbewusstsein steuert, wie so vieles im Leben, auch den Erfolg einer Diät. Wer also Probleme damit hat, die lästigen Pfunde zu verlieren, der glaubt evtl. unterbewusst gar nicht an den eigenen Erfolg.

Um genau dort mit der Diät zu beginnen, kann man auf Selbsthypnose zurückgreifen. Man kann sein eigenes Unterbewusstes vom Erfolg und von der neuen Art zu leben und zu essen überzeugen, bzw. es darauf programmieren.

Hierbei begibt man sich, ähnlich wie beim autogenen Training, in einen leichten tranceartigen Zustand. Dort angekommen, macht man sich seine eigenen negativen Verhaltens- und Gedankenmuster bewusst und ersetzt jedes durch ein entsprechend positives.

Doch hierbei kommt der Erfolg nicht über Nacht. Es sollte schon über einen Zeitraum von mindestens sechs Wochen trainiert werden und das mindestens dreimal in der Woche. Auch die schlechten oder ungesunden Angewohnheiten hat man sich nicht über Nacht antrainiert und deswegen dauert die neue Verknüpfung im Gehirn auch einige Wochen.


Risiken der Selbsthypnose

Da man sich während der Hypnose/Selbsthypnose in einem Zustand befindet, in welchem man extrem anfällig für Suggestionen ist, sollte man sich vorher ganz genau überlegen, was man sich vorstellen möchte.

Denn es gilt unbedingt zu vermeiden sich neue negative Gedanken oder Verhaltensmuster einzugeben, die dann aus dem Unterbewussten heraus, das Leben negativ beeinflussen.

Auch das richtige und korrekte Formulieren seiner Suggestionen will erlernt werden. Denn es kann schnell passieren, das durch eine unvorteilhafte Formulierung doch negative Gefühle Einzug ins Unterbewusste halten.

Schlechte Angewohnheiten, eine tiefe Überzeugung falscher/schlechter Tatsachen oder Ängste könnten das Ergebnis falscher Suggestionen sein. Deswegen sollte man sehr vorsichtig mit Selbsthypnose umgehen.


Unser Fazit zur Selbsthypnose

Selbsthypnose ist eine sehr gute Methode seine Wünsche und Ziele zu erreichen. Vorausgesetzt, man erwartet die Ergebnisse nicht über Nacht. Wer bereit ist sich sorgfältig über die Materie der Selbsthypnose zu informieren und diese Techniken gründlich zu erlernen, der kann damit fantastische Ergebnisse erzielen.

Es ist eine gute Methode zur Selbsthilfe und kann viele andere Arten der Therapie unterstützen. Die Kraft der Vorstellung sollte man wirklich nicht unterschätzen, denn ist wurde wissenschaftlich nachgewiesen, das das menschliche Gehirn keinen Unterschied macht zwischen Dingen die man real erlebt hat und Dingen die man sich vorgestellt hat.

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