CO2

Auch bekannt als: 

Total C02, TCO2, Bicarbonate 
Bezeichnung: Kohlendioxid-Konzentration
Ähnliche Tests: ElektrolyteNatriumChloridPotassium


Auf einen Blick

Gesamt-CO2 oder Bikarbonat ist nicht identisch mit dem pCO2  (CO2 -Partialdruck).

Warum wird CO2 untersucht?

  • Als Teil der Evaluierung des Elektrolytstatus bei der  Suche nach Störungen im Elektrolyt- oder Säure-Basen-Haushalt;
  • zur Verlaufskontrolle einer bekannten Störung des Elektrolyt- oder Säure-Basen-Haushalts.

Wann sollte man C

O2  untersuchen lassen?
Als Teil eines Routine-Untersuchungsprogramms oder wenn Symptome wie Schwäche, Verwirrtheit, länger anhaltendes Erbrechen oder Atemprobleme auf  Sörungen des Elektrolyt- oder Säure-Basen-Haushalts hindeuten.

Mit welchem Probenmaterial wird der  CO2 -Test durchgeführt?
Die Bestimmung erfolgt mit venösem Blut, das durch Punktion einer Armvene gewonnen wird.


Das Probenmaterial

Was wird untersucht?

Der CO2-Test bestimmt die im Blut vorhandene Menge an CO2 in der Regel in Form von Bikarbonat (HCO3). Bikarbonat ist ein negativ geladenes Elektrolyt, das von den Nieren filtriert und wieder zum großen Teil reabsorbiert wird. Es dient der Aufrechterhaltung des Säüre-Base-Gleichgewichts im Körper und interagiert mit Natrium, Kalium und Chlorid, um auf zellulärer Ebene die elektrische Neutralität zu gewährleisten. Da die CO2-Bestimmung nicht zwischen den drei Formen von  Kohlendioxid im Blut – nämlich Bikarbonat, H2CO3 (auch bekannt als Kohlensäure) und ungelöstes CO2 – unterscheiden kann, gibt sie nur einen orientierenden Überblick.

Wie wird das Probenmaterial gewonnen?
Der CO2-Test wird aus einer venösen Blutprobe durchgeführt, die in der Regel durch Punktion einer Armvene gewonnen wird.


Der Test

Wie wird der Test eingesetzt?

Eine Bestimmung von CO2 wird eigentlich nie einzeln angefordert, sondern in Kombination mit den Hauptelektrolyten Natrium, Kalium oder Chlorid. Die Untersuchung der Elektrolyt-Konzentrationen dient zur Diagnose, Evaluierung und Überwachung von Störungen im Elektrolyt-Gleichgewicht. Die Elektrolyte können als Teil einer Routine-Untersuchung oder bei akuten und chronischenKrankheitsprozessen gemessen werden. Sie können auch wiederholt im Intervall zur Therapie- und Verlaufskontrolle insbesondere bei Erkrankungen der Niere oder Bluthochdruck, angefordert werden.

Wird eine Störung des Säure-Base-Haushalts diagnostiziert, sollten sowohl das Gesamt-CO2 als auch die Blutgase bestimmt werden, um den Schweregrad der Störung abschätzen zu können. Außerdem kann dadurch näher eingegrenzt werden, ob es sich um eine primäre respiratorische (z. B. ein Ungleichgewicht zwischen CO2-Freisetzung und Abatmung) oder eine metabolische Störung handelt. Letztere beruht auf Verschiebungen der Bikarbonat-Konzentration im Plasma. In solchen Fälle müssen die Elektrolyte und CO2 regelmäßig im Sinne einer Therapie- und Verlaufskontrolle bestimmt werden, bis sich der Säure-Basen-Status normalisiert hat.

Wann wird der Test angefordert?
Eine CO2-Bestimmung erfolgt in der Regel

  • als Teil einer Routine-Blutkontrolle;
  • bei Störungen des Wasserhaushalts wie Symptome der Wasserretention (Ödeme)  oder Dehydratation, die den Elektrolytstatus stören;
  • zur Bestimmung des pH-Werts als Maß für den Säure-Basen-Status;
  • zur Überwachung einer Erkrankung oder Therapie, die den Elektrolythaushalt beeinflussen kann.

Was bedeutet das Testergebnis?

Verminderte oder erhöhte CO2-Werte deuten auf Störungen des Säure-Basen-, Elektrolyt- oder Wasser-Haushalts hin, die zum Beispiel Auf einen Verlust oder einer Retention von Flüssigkeit beruhen können. Sie können mit einer Reihe verschiedenster Krankheiten assoziiert sein.

Was sollte man außerdem wissen?

Viele Medikamente führen zu einem Anstieg der CO2-Konzentration im Blut. Dazu gehören Fludrokortison, Barbiturate, Hydrokortison, Bikarbonat-Verbindungen, Scleifendiuretika und andere Steroide.

Reduzierte CO2Spiegel können als Nebenwirkung von u. a. Methicillin, Nitrofurantoin, Thetrazykline, Thiazid-Diuretika und Triamteren auftreten.


Hinweise & Störungen

 


Häufige Fragen

Warum fordert manchmal der behandelnde Arzt neben der CO2-Bestimmung auch eine Bestimmung der Blutgase an?

Die Untersuchung der Blutgase aus arteriellem anstelle von venösem Blut gewährt einen spezifischeren Einblick in den Säure-Basen-Status. Sie kann zum Beispiel Aufschluß darüber geben, ob eine gestörte Atemfunktion mit einem konsekutiven Ungleichgewicht von pO2 und pCO2 die Ursache für die Entgleisung darstellt.

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