Natrium

Natrium na mineralstoffe

Natrium ist ein Mineralstoff, der viele Funktionen im menschlichen Körper maßgeblich beeinflusst.

In seiner elementaren Form tritt es in der Natur nicht auf. Ähnlich wie Magnesium beschränkt sich sein Vorkommen auf Verbindungen. So ist es dann beispielsweise im Meer zu finden.

Der Mensch nimmt Natrium in erster Linie über Kochsalz auf.

Was ist Natrium

Natrium ist ein Alkalimetall, welchem im Priodensystem die Ordnungszahl 11 zugeteilt ist. Es tritt ausschließlich in Verbindungen auf. Der größte Natriumhaushalt sind die Weltmeere. Natrium spielt im Körper eine wichtige Rolle bei einer Vielzahl von Funktionen. Der menschliche Körper enthält in etwa 70g Natrium. 35% davon sind in den Knochen gespeichert. Auf dieses Reservoir wird bei einer Mangelerscheinung zurückgegriffen. Salzige Lebensmittel sind eine besonders reiche Natriumquelle. Im Normalfall nimmt man mit einer gesunden und ausgewogenen Ernährung genug Natrium am Tag zu sich. Salzkonzentrate wie Brühe sollte man daher eher vermeiden, da es sonst zu einer Überdosierung kommen kann.

Wirkung und Funktion von Natrium im menschlichen Körper

Der Natriumhaushalt hat vielzählige Aufgaben im menschlichen Körper. Diese lassen sich als Druck- und Volumenausgleich aller Körperflüssigkeiten zusammenfassen.

Es regelt zum Beispiel den Flüssigkeitshaushalt sowie die Nerven– und Muskelfunktionen. Aber auch bei der Verdauung, der Weiterleitung von Erregungspotentialen spielt Natrium eine große Rolle. Außerdem ist es für den Ausgleich des Säure-Basen-Haushalts verantwortlich.

Bildung, Vorkommen, Eigenschaften von Natrium und die optimalen Werte

Natrium kommt in salzhaltigen Lebensmitteln vor, aber auch bestimmte Milchprodukte, Fisch und Fleisch sind sehr natriumreiche Nahrung. Der Mensch sollte in etwa 2g reines Natrium täglich zu sich nehmen. Das entspricht ungefähr 5g Kochsalz. Das ist eine Menge, die vom Menschen für gewöhnlich in einer mehr als doppelt so hohen Dosierung täglich aufgenommen wird. Fast Food, Tiefkühlkost, brühehaltige Speisen, Matjes, Fischstäbchen und Blauschimmelkäse beinhalten so viel Natrium, dass man am besten größtenteils darauf verzichten sollte.

Eigenschaften von Natrium

Im Periodensystem trägt Natrium die Ordnungzahl 11. In seiner puren elementaren Grundform kommt es nicht in der Natur vor. Es tritt ausschließlich in Verbindungen auf. Es ist ein Alkalimetall, welches silbrig weiss glänzt. Es steht in seiner Häufigkeit des natürliche Vorkommens an 14. Stelle im Universum, auf der Erde an der 6. Das liegt nicht zuletzt daran, dass ein Liter Meerwasser durchschnittlich 11g reines Natrium enthält.

Im Körper kommt es größtenteils als Natriumchlorid (NaCl) vor. Natriumchlorid ist die chemische Bezeichnung für Kochsalz. Dieses wird durch die Nahrung aufgenommen. Natriumchlorid ist druckausgleichend, sorgt so dafür, dass die Körperflüssigkeiten in ihren Zellen bleiben, und hält dadurch den Körper zusammen.

optimale Natriumwerte

Bei Männern und Frauen liegt der Normalwert bei 135-145mml/l. Wie bei allen Werten gibt ein isolierter Wert keinen Aufschluss über bestimmte Krankheiten oder Mangelerscheinungen. Dazu kommt, dass die Tageszeit der Entnahme der Probe Einfluss auf den Wert haben kann. Ein Arzt kann die Werte eines Blutbildes erklären, um eine Unsicherheit zu vermeiden.

Vorbeugen einer Mangelerscheinung

Im Normalfall kommt es eher zu einer Überdosierung als zu einem Natriummangel. Anzeichen dafür sollten jedoch nicht unbeachtet bleiben. Eine Kontrolle beim Arzt kann Aufschluss darüber geben, ob ein unausgewogener Natriumhaushalt vorliegt.

Fast Food und andere Fertigprodukte weisen für gewöhnlich einen recht hohen Natriumgehalt auf. Sollte ein Natriummangel aufgrund einer bestimmten Diät vorliegen, kann eine ausgewogene Ernährung abhelfen. Aber auch der Verzehr besonders salzhaltiger Lebensmitteln kann im Maße unterstützend wirken. Sollte das nicht reichen oder aufgrund diverser Allergien und Unverträglichkeiten nicht möglich sein, dann kann man zu Nahrungsergänzungsmitteln greifen. Diese erhält man in der Apotheke und dem Drogeriemarkt. Im Normalfall kann man darauf aber verzichten.

Mangelerscheinungen, Krankheiten und Störungen

Droht ein Natriummangel nutzt der Körper das in den Knochen gespeicherte Natrium um den Mangel auszugleichen. Das gelingt allerdings nur übergangsweise. Daher sollte man die Symptome einer Mangelerscheinung nicht unterschätzen.

  • Krämpfe
  • Dehydration
  • Blutdruckabfall
  • Schwächezustände

Erkennt man eines dieser Symptome sollte man beim Arzt einen Bluttest durchführen lassen.

Ursachen einer Mangelerscheinung

  • Starkes Schwitzen beim Sport
  • krankhafte Durchfälle
  • salzfreie Diäten

Wie viel Natrium benötigt der menschliche Körper?

Der Mensch sollte jeden Tag etwa 2g pures Natrium zu sich nehmen. Das entspricht etwa 5g Kochsalz. Im Normalfall nimmt man folglich sogar eher zu viel als zu wenig Natrium zu sich. Salz kann durch frische Kräuter und verschiedene Gewürze ersetzt werden. Diese bringen einen raffinierteren Geschmack mit sich und sind gesünder als eine salzlastige Speise. Man sollte auf Geschmacksverstärker verzichten, wie zum Beispiel Natriumglutamat, welches besonders in der asiatischen Fast-Food-Küche genutzt wird. Ein Blick auf das Etikett vieler Lebensmittel lohnt sich ebenfalls, sogar beim Trinkwasser. Einige Wassersorten sind besonders natriumarm und sollten deshalb bevorzugt werden.

Nebenwirkungen einer Überdosierung

Erstes Anzeichen ist meistens ein starker Durst, der auch nicht schnell stillbar ist. Eine Überdosierung von Natrium führt aber auch zu Kopfschmerzen und Bluthochdruck. Desweiteren schrumpfen Körperzellen. Normalerweise spülen die Nieren einen Überschuss aus, dadurch wird jedoch auch wichtiges Kalzium ausgespült was zu der Bildung von Ödemen führen kann. Außerdem kommt es zu einer erhöhten Reizbarkeit und Unruhe. Aber auch Müdigkeit und Schwindel können ein erstes Anzeichen einer Überdosis sein.

Wer an einer Überdosis leidet kann im Normalfall durch eine Ernährungsumstellung schnell wieder zu Normalwerten kommen. Um diese aber festzustellen, ist ein Besuch beim Arzt notwendig. Dieser untersucht das Blutbild des Betroffenen. Anschließend wird nach der Ursache gesucht, sofern diese nicht durch die Ernährung bedingt ist. Wie bei vielen anderen Mineralstoffen wird ein Überschuss normalerweise über die Nieren ausgespült. eine Überdosis kann also immer auch ein Anzeichen für eine Störung der Nierenfunktionen sein.

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