Nitrofurantoin

Nitrofurantoin ist ein Antibiotikum und wird chemisch gesehen zur Klasse der Nitrofurane gezählt.

Es kommt in erster Linie zur medikamentösen Behandlung akuter Harnwegsinfekte zum Einsatz, wird aber auch in der Prophylaxe dieser Erkrankung genutzt.

Aufgrund der günstigen Resistenzlage gehört Nitrofurantoin zu den Antibiotika erster Wahl bei akuten Harnwegsinfekten.

NitrofurantoinWas ist Nitrofurantoin?

Nitrofurantoin gehört zur Gruppe der Nitrofurane und ist ein antibiotisch wirksamer Arzneistoff, welcher zur Behandlung und Prophylaxe von akuten und chronisch rezidivierenden Harnwegsinfekten (HWI) eingesetzt wird.

Der Wirkstoff wurde bereits 1953 erstmals breit eingesetzt, ist aber mit der Zeit durch andere Antibiotika verdrängt worden und hatte bis vor wenigen Jahren nur den Status eines Reserveantibiotikums.

Aufgrund der zunehmenden Resistenzlage von Bakterien, inklusive der Bakterien, welche für die Auslösung und den Erhalt von Harnwegsinfektionen verantwortlich sind, rückte Nitrofurantoin wieder in den Blickpunkt des Interesses.

Die neuste S3-Leitlinie zur Behandlung von akuten HWI empfiehlt Nitrofurantoin als Medikament der ersten Wahl aufgrund der kaum vorhandenen Resistenzen gegen diesen Arzneistoff. Es ist in der kurzzeitigen Anwendung von 5-7 Tagen in der Therapie von akuten HWI gut verträglich.

Seine unerwünschten und teilweise schweren Nebenwirkungen treten üblicherweise erst bei dauerhafter, mehrmonatiger Einnahme auf und haben in der Akuttherapie so gut wie keine Bedeutung.

Diese werden erst in der Langzeittherapie zur Prophylaxe von chronisch rezidivierenden HWI relevant und verlangen dann eine regelmäßige ärztliche Kontrolle.

Welchen Zwecken dient dieser Wirkstoff?

Nitrofurantoin wird zur medikamentösen Therapie von bakteriellen Infekten der ableitenden Harnwege eingesetzt. Zugelassene Anwendungsgebiete sind die Therapie von:

  • chronischen Harnwegsinfektionen bei angeborener oder erworbener Abflussbehinderung
  • akuten unkomplizierten Harnwegsinfektion
  • Therapie und Prophylaxe von chronisch rezidivierenden Harnwegsinfekten

Nitrofurantoin kommt in Form von Kapseln mit verzögerter Wirkstofffreisetzung in den Handel.


Allgemeines

Allgemeines
NameNitrofurantoin
Andere Namen
  • (E)-1-[(5-Nitrofurfuryliden)­amino]imidazolidin-2,4-dion
  • Furadoxyl
  • (E)-N-(5-Nitro-2-furfuryliden)-1-aminohydantoin
SummenformelC8H6N4O5
Kurzbeschreibunggelber Feststoff

Wirkungsweise

So wirkt Nitrofurantoin

Nitrofurantoin ist ein antibiotisch wirksamer Stoff, welcher das Wachstum von Bakterien hemmt (bakteriostatische Wirkung) oder Bakterien abtötet (bakterizide Wirkung).

Die Endgültige Wirkung ist von der Dosis des Wirkstoffes am Zielort abhängig.

Der antibakterielle Effekt von Nitrofurantoin umfasst ein breites Spektrum an Erregern, vor allem solche, welche als uropathogene Keime identifiziert worden sind.

Die fünf häufigsten Keime bei HWI sind E. coli, Proteus mirabilis, Staphylococcus saprophyticus, Klebsiella pneumoniae und Staphylococcus aureus.

Diese machen mehr als 99% der HWI-Erreger aus und Nitrofurantoin wirkt gegen alle von ihnen, indem er der dna schädigt. Der Wirkstoff hat im Gegensatz zu anderen Antibiotika in dieser Hinsicht zwei wesentliche Vorteile.

Erstens reichert es sich in einer vielfachen Konzentration im Harn an, weshalb es besonders gut in dieser Indikation wirkt.

Gemessene Plasmaspiegel von Nitrofurantoin erreichen normalerweise Werte von unter 1 Mikrogramm per Milliliter, wohingegen im Harn und der Blase Werte von mehr als 200 Mikrogramm per Milliliter erreicht werden.

Diese extrem hohe Konzentration im Harn macht Nitrofurantoin zu einem idealen HWI-Antibiotikum, vor allem auch deshalb, weil nur sehr wenige Resistenzen gegen den Wirkstoff vorliegen.

Zweiter Vorteil ist seine hohe Spezifität gegenüber Bakterien. Nitrofurantoin selbst es ein Prodrug, welches erst im Körper durch bakterielle Enzyme aktiviert wird.

Diese Enzyme werden Nitroreduktasen genannt und kommen fast ausschließlich in Bakterien vor. Dadurch wird der Wirkstoff in elektrophile Verbindungen umgebaut, welche die dna, wichtige Enzyme und lebensnotwendige Proteine der Bakterien schädigen und zerstören.

Die Halbwertszeit des Wirkstoffs ist mit knapp 1,5 Stunden sehr kurz, die Verweildauer im Urin hängt von der Häufigkeit der Toilettengänge ab.

Bei einer Therapie mit Nitrofurantoin wird deshalb oft empfohlen die tägliche Trinkmenge nicht zu erhöhen, um den Wirkstoff nicht zu schnell wieder auszuscheiden.

Nitrofurantoin Retardkapseln werden üblicherweise zwei bis dreimal täglich zu oder kurz nach einer Mahlzeit eingenommen, da es bei gleichzeitiger Aufnahme mit Nahrung deutlich besser vom Körper resorbiert wird.

Die Dosierung ist Abhängig von der Indikation und beträgt zwischen einer und vier Kapseln (entsprechend 100-400mg Nitrofurantoin, pro Tag.

Aufnahme, Abbau und Ausscheidung von Nitrofurantoin

Nitrofurantoin selbst besitzt eine sehr kurze Halbwertszeit, weshalb der Wirkstoff in Form von Retardkapseln, also den Wirkstoff verzögert freisetzenden Kapseln, verabreicht wird.

Das Ausmaß der Resorption von Nitrofurantoin im Körper hängt von gleichzeitig eingenommener Mahlzeiten ab. Aus diesem Grund werden die Kapseln zu oder kurz nach einer Mahlzeit eingenommen.

Der Wirkstoff erreicht im Blut nur geringe Konzentrationen und wird ziemlich rasch über die Nieren in den Harn ausgeschieden, wo sich der Großteil von Nitrofurantoin sammelt.

Im Harn werden daher deutlich höhere Konzentrationen erreicht als im Blut.

Die Verweildauer von Nitrofurantoin hängt von der Häufigkeit der Toilettengänge ab und je öfter ein Toilettenbesuch erfolgt, desto kürzer ist diese Verweildauer im Harn, wodurch eine schlechtere antibiotische Wirksamkeit resultiert.

Nitrofurantoin wird zur annähernd 100% mit dem Harn ausgeschieden.


Anwendungsgebiete

Wann wird Nitrofurantoin eingesetzt?

Den bakteriostatischen bis bakteriziden Effekt von Nitrofurantoin macht man sich in der Therapie von akuten und chronisch rezidivierenden Harnwegsinfektionen zunutze, als auch in der Prophylaxe von HWI und obstruktiven HWI.

Die Anwendungsdauer und Dosierung von Nitrofurantoin variiert demgemäß erheblich und hängt von der jeweiligen Indikation ab.

Für die Behandlung eines akuten HWI reicht eine Behandlungsdauer von 5-7 Tagen mit einer Dosierung von etwa 5mg/kg Körpergewicht, was einer Kapselmenge von drei bis vier Kapseln pro Tag entspricht.

Bei der Unterdrückung chronisch obstruktiver HWI ist die Dosis geringer und beträgt nur noch 2-3mg/kg Körpergewicht, was einer Kapselmenge von täglich ein bis zwei Kapseln entspricht.

Schlussendlich liegt die Dosierung noch einmal niedriger in der Rezidivprophylaxe von HWI mit nur noch 1,2mg/kg Körpergewicht, also einer Kapsel täglich.

Die Dauer der Therapie bei chronisch obstruktiven HWI und zur Rezidivprophylaxe von HWI beträgt zwischen drei und maximal sechs Monaten.


Richtige Anwendung

So wird Nitrofurantoin angewendet

Die Häufigkeit der Einnahme von Nitrofurantoin hängt von der jeweiligen Indikation ab und liegt zwischen ein und viermal pro Tag.

Die Kapseln werden immer zu oder kurz nach einer Mahlzeit eingenommen, alternativ mit einem Glas Milch, da hierdurch die Resorption und Wirkung verbessert wird.

Nitrofurantoin reichert sich ausschließlich im Urin in der Blase an und besitzt sein Wirkoptimum bei sauren pH-Werten.

Die gleichzeitige Einnahme von den Harn sauer machenden Substanzen (L-Methionin, Ascorbinsäure) ist zu empfehlen und verstärkt den Wirkeffekt von Nitrofurantoin.


Medikamente

Welche Medikamente beinhalten den Wirkstoff Nitrofurantoin?

  • Furadantin
  • Nifurantin
  • Nifuretten
  • Urodin
  • Uro-Tablinen
  • Uvamin
  • Nifurantin b6 (in Kombination mit Vitamin B6)

Handelsnamen

Monopräparate

Zu den Medikamenten, welche Nitrofurantoin als Wirkstoff enthalten gehören:

  • Furadantin
  • Nifurantin
  • Nifuretten
  • Urodin
  • Uro-Tablinen
  • Uvamin

Kombinationspräparate

Nicht alle der oben genannten Präparate sind in jedem Land der europäischen Union beziehungsweise international zu bekommen. Die genauen Handelsnamen können sich unterscheiden, ebenso die angebotenen Packungsgrößen.


Indikationen

Nitrofurantoin ist indiziert zur medikamentösen Therapie von akuten und chronisch rezidivierenden HWI mit und ohne Abflussbehinderung des Harntraktes.

Es kommt in diesem Zusammenhang auch in der Prophylaxe für einen Zeitraum von maximal sechs Monaten in einer geringeren Dosierung zum Einsatz, um das Wiederauftreten bei besonders hohem HWI-Risiko zu verhindern.


Gegenanzeigen

Wann darf Nitrofurantoin nicht verwendet werden?

Nitrofurantoin darf nicht bei bekannter Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der Hilfsstoffe eingenommen werden.

Die Anwendung von Nitrofurantoin sollte bei schwerer Nierenfunktionsstörung, bei welcher die Harnausscheidung reduziert ist, vermieden werden.

Da Nitrofurantoin, vor allem bei längerfristiger Einnahme, zur Nervenentzündungen und Schäden führen kann, sollte es bei bereits bekannten Nervenschäden (zum Beispiel Polyneuropathie) nicht zur Anwendung kommen.

Die Anwendung ist ebenfalls bei angeborenen Glukose-6-Phosphat-Dehydrogenase Mangel, sowie im letzten Drittel der Schwangerschaft zu unterlassen.

Was müssen Sie bei Schwangerschaft und Stillzeit beachten?

Nitrofurantoin gehört zu den wenigen Arzneimitteln, welche aufgrund ihrer langjährigen Erfahrung in der Schwangerschaft und Stillzeit eingesetzt werden dürfen.

In den ersten sechs Monaten einer Schwangerschaft entscheidet der behandelnde Arzt, ob eine Therapie mit Nitrofurantoin notwendig ist.

Im letzten Drittel der Schwangerschaft sollte Nitrofurantoin nicht eingesetzt werden, da es bei Neugeborenen zu Fällen hämolytischer Anämie gekommen ist.

Die Anwendung in der Stillzeit wiederum obliegt der Entscheidung des Arztes und kann bei Notwendigkeit durchgeführt werden.

Was ist bei Kindern zu berücksichtigen?

Nitrofurantoin ist zur Behandlung von HWI bei Kindern und Jugendlichen ab einem Alter von 12 Jahren zugelassen.


Risiken & Nebenwirkungen

Welche Nebenwirkungen hat Nitrofurantoin?

Wie bei jedem Arzneimittel, so kann es auch durch die Einnahme von Nitrofurantoin zu Nebenwirkungen kommen.

Sehr häufige Nebenwirkungen:

Zu den sehr häufigen unerwünschten Nebenwirkungen bei einer Therapie mit Nitrofurantoin gehören Nebenwirkungen des Nervensystems.

Dazu gehören Schwindelgefühle, Augenzittern (sogenannter Nystagmus) und Ataxie (das sind Störungen, welche durch ein falsches Zusammenspiel von Bewegungen entstehen).

Daneben sind auch allergische Reaktionen möglich, wie verstärkter Juckreiz, Rötungen der Haut, Nesselsucht, Hautausschläge bis hin zu einer Schwellung der Schleimhäute im Nasen- und Rachenbereich und Angioödem.

Häufige Nebenwirkungen:

Häufige unerwünschte Nebenwirkungen bei Nitrofurantoineinnahme sind seltenere Symptome des Nervensystems, wie Kopfschmerzen. Diese treten vor allem zu Therapiebeginn auf und können im Verlauf der Einnahme spontan sistieren.

Nitrofurantoin kann Nebenwirkungen im Bereich der Atemweg und Lungen hervorrufen, welche mit Ödemen im Lungengewebe und allergischen Lungenreaktionen verbunden sind.

In schweren Verläufen kann dies bis zu einer interstitiellen Pneumonie führen. Es sind daher bei gefährdeten Personen im Vorfeld Abklärungen zu machen, um das Risiko für etwaige Nebenwirkungen dieser Art bestmöglich zu verhindern.

Weitere häufige unerwünschte Nebenwirkungen umfassen den Gastrointestinaltrakt. Diese können sich in Magenschmerzen, Durchfall, Verstopfung, Übelkeit und Erbrechen zeigen.

Gelegentliche Nebenwirkungen:

Gelegentlich können bei Einnahme von Nitrofurantoin Leber– und Gallenerkrankungen entstehen.

Diese präsentieren sich mit erhöhten Leberenzymwerten im Blutbild, gesteigerter Cholestaseaktivität (als Zeichen einer Gallestauung) bis hin zu einer chronisch aktiven Hepatitis.

Auch die Ausbildung einer granulomatösen Hepatitis ist möglich. Symptome dieser Erkrankungen können eine Gelbfärbung der Haut und Augen (Gelbsucht) sein, aber auch Juckreiz der Haut und dunkel gefärbter Urin.

Unabhängig von Leber– oder Galleerkrankungen kann Nitrofurantoin aufgrund seiner Struktur den Urin gelb oder braun färben. Patienten sollten auf diese Besonderheit aufmerksam gemacht werden, um unnötige Ängste zu vermeiden.

Seltene Nebenwirkungen:

In seltenen Fällen kann Nitrofurantoin psychische Nebenwirkungen, wie depressive Gedanken, aber auch Euphorie und psychotische Reaktionen auslösen.

Sehr seltene Nebenwirkungen:

Sehr selten wurden unter Behandlung mit Nitrofurantoin Blutbildveränderungen im Sinne einer Blutarmut, durch die Auflösung roter Blutkörperchen beobachtet.

Es kann zur veränderten Gefühlen der Haut und Extremitäten kommen. Diese Gefühle können sich als Taubheit, Brennen, Kribbeln bis hin zu schmerzhaften Empfindungen zeigen und sind Anzeichen einer Nervenschädigung.

Vor allem bei Langzeittherapie mit Nitrofurantoin steigt das Risiko für die Ausbildung einer Lungenfibrose mit/ohne damit einhergehenden Asthmaanfällen.

Sehr selten kann es des Weiteren zu Entzündungen der Bauchspeicheldrüse mit damit einhergehenden Verdauungsstörungen und Entzündungen der Ohrspeicheldrüse kommen.


Wechselwirkungen

Welche Wechselwirkungen zeigt Nitrofurantoin?

Nitrofurantoin wird im Körper selbst kaum verstoffwechselt und unverändert über die Niere ausgeschieden. Erst im Harn, bei gleichzeitigem Vorliegen von Bakterien, erfolgt die Umwandlung in antibakteriell hochaktive Verbindungen.

Dennoch kann die Nitrofurantoin selbst die Wirkung einiger Arzneimittel beeinflussen und deren Wirkung reduzieren. Dazu zählen Penicilline und halbsynthetische Penicilline.

Probenecid und Sulfinpyrazon unterdrücken die Ausscheidung von Nitrofurantoin aus dem Körper und können dadurch vermehrt Nebenwirkungen verursachen.

Die Wirkung von Nitrofurantoin kann durch magnesium- oder aluminiuimhaltige Mittel gegen Sodbrennen bzw. durch Metoclopramid beeinträchtigt werden.

Harnansäuernde Mittel verstärken die Wirkung von Nitrofurantoin, harnalkalisierende Mittel schwächen sie ab.

Nitrofurantoin zeigt Wechselwirkungen mit der Nahrung. Die Einnahme von Nitrofurantoin gemeinsam mit einer Mahlzeit oder kurze Zeit nach einer Mahlzeit erhöht die Resorption des Antibiotikums und vermindert das Auftreten von Nebenwirkungen.

Alternativ kann Nitrofurantoin auch mit einem Glas Milch eingenommen werden, um diesen Effekt auszunützen.


Wichtige Hinweise

Was ist bei der Einnahme von Nitrofurantoin zu beachten?

Die Einnahme von Nitrofurantoin sollte, wenn es öfter als einmal pro Tag eingenommen wird, in möglichst regelmäßigen Abständen erfolgen, um eine gleichbleibende antibakterielle Wirkung zu gewährleisten.

Wird Nitrofurantoin nur einmal pro Tag eingenommen sollte dieser Zeitpunkt ebenfalls festgelegt werden, beispielsweise jeden Tag in der Früh zum Frühstück.

Wie bereits weiter oben im Text erwähnt sollte Nitrofurantoin immer zu einer Mahlzeit oder kurze Zeit danach eingenommen werden. Als Alternative bietet sich die Einnahme mit einem Glas Milch an, wenn gerade keine Zeit zum Essen ist.

Wird das Arzneimittel über einen längeren Zeitraum hinweg eingenommen, sollten in regelmäßigen Abständen Kontrollen des Blutes, der Lunge, der Nierenfunktion und der Leber durchgeführt werden, um etwaige schwerwiegende unerwünschte Nebenwirkungen frühzeitig zu erkennen.

Die Schwere und Häufigkeit von derartigen Nebenwirkungen nimmt mit der Dauer der Einnahme zu und steigt insbesondere bei einer länger als sechs Monate dauernder Therapie stark an.


Abgabevorschriften

So erhalten Sie Medikamente mit Nitrofurantoin

Arzneimittel, welche den Wirkstoff Nitrofurantoin enthalten unterliegen der ärztlichen Verschreibungspflicht und damit der Rezeptpflicht. Die Präparate können durch Vorzeigen des Rezeptes in einer Apotheke bezogen werden.


Geschichte

Seit wann ist Nitrofurantoin bekannt?

Nitrofurantoin ist ein sehr alter Wirkstoff, welcher bereits im Jahr 1953 erstmals auf den Markt gebracht und verkauft wurde. Mittlerweile gibt es zahlreiche Generika, die das Antibiotikum enthalten.

Die WHO zählt Nitrofurantoin zu den essentiellen Arzneistoffen, welche in keinem Gesundheitssystem der Welt fehlen dürfen.


Warnhinweise

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Die folgenden Warn- und Vorsichtsmaßnahmen gelten für sämtliche Nitrofurantoin-haltigen Präparate:

  • Schwere plötzliche Überempfindlichkeitsreaktionen
  • Neuropathische Fehlempfindungen an den Extremitäten, wie Kribbeln, Brennen und Taubheitsgefühle, aber auch Schmerzen
  • Schwere Leberfunktionsstörung
  • Schwere Nierenfunktionsstörung
  • Bekannte Erkrankungen des Nervensystems
  • Bekannte Erkrankungen der Lunge
  • Schwangerschaft
  • Stillzeit
  • Kinder und Jugendlich unter 12 Jahren

Quellen

  • Aktories, K. et al.: Allgemeine und spezielle Pharmakologie und Toxikologie, 11. Auflage, Urban & Fischer Verlag/Elsevier GmbH, 2013
  • Europäisches Arzneibuch PhEur
  • Arzneimittel-Fachinformation (CH, D, USA, UK)
  • Amit G., Cohen P., Ackerman Z. Nitrofurantoin-induced chronic active hepatitis. Isr Med Assoc J, 2002, 4(3), 184-6

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