Homosexualität

Homosexualität bezeichnet das sexuelle und romantische Begehren dem eigenen Geschlecht gegenüber. Damit reiht sich die Homosexualität in die Reihe der geschlechtlichen Sexualitäten (Asexualität, Bisexualität, Heterosexualität, Homosexualität) und ihre Misch- und Übergangsformen ein.
Homosexualität ist dabei, wie jede Form von Sexualität, eine sexuelle und eine emotionale Komponente der Persönlichkeit.
als kleiner Teil der Gesellschaft ist sie Betrachtungsschwankungen durch die Mehrheitsgesellschaft unterworfen und hat im Verlauf der Geschichte einige Aufwertungen und Einschränkungen erfahren. Sie ist Teil der Persönlichkeit eines homosexuellen Menschen und daher eng mit seinem Wirken und Denken verbunden.

Was ist Homosexualität?

Homosexualität ist, wie jede Sexualität, ein Zusammenspiel aus emotionaler und sexuellen Präferenzen. Dabei meint Homosexualität explizit das Begehren des eigenen Geschlechts. Es handelt sich also um Kontakte zwischen Frau und Frau (auch „Lesben“ genannt) und Mann und Mann (auch „Schwule“ genannt).

Homosexualität ist dabei selten klar abgrenzbar. Sie scheint nach sexualwissenschaftlicher Forschung ein Bereich des Spektrums menschlicher Sexualität zu sein. Übergänge zur Bisexualität können fließend sein.

Auch kann Homosexualität auch auf einer lediglich sexuellen Ebene (seltener auf einer lediglich emotionalen Ebene) Teil der Persönlichkeit eines Menschen sein. Beispielsweise hat sich für Männer, die Sex mit Männern haben, aber sich nicht selbst homo- oder bisexuell definieren können oder wollen, die Bezeichnung „MSM“ durchgesetzt.

Homosexualität ist dabei nicht genau definiert, da sie im Allgemeinen das Ausleben von Sexualität und emotionalen Erfahrungen mit dem eigenen Geschlecht meint. Homosexuelle Erfahrungen haben also auch bisexuelle Menschen. Menschen, die sich allerdings ausschließlich dem eigenen Geschlecht gegenüber hingezogen fühlen, sind homosexuell. Je nach Schätzung und Umfrage sind zwischen vier und sieben Prozent der Bevölkerung homosexuell.

Das Problem der Einschätzung, wie häufig Homosexualität vorkommt, ist dieses, dass die Zahlen von Toleranz, Selbsteinschätzung, Ehrlichkeit der Befragten und Begriffsdefinition abhängen. Entsprechend schwanken Zahlen zwischen einem und zehn Prozent. Deutlich mehr Menschen dürften bisexuell sein. Einzelne homosexuelle Erfahrungen (meist sexueller Natur) haben noch einmal deutlich mehr Menschen gemacht.

Theorien zur Entstehung

Zur Entstehung der Homosexualität gibt es bis heute keine vollständige und verifizierte Theorie. Es scheint sich, wie bei allen Sexualitäten, um eine Mischung aus genetischer Veranlagung und sozialen Komponenten zu handeln.

Gegen eine rein genetische Erklärung spricht die Tatsache, dass tatsächlich „konsequent“ ausgelebte Homosexualität auch in Kinderlosigkeit resultiert und deshalb die entsprechenden Gene, so es sie geben sollte, nicht zur Vermehrung finden. Entsprechend müsste Homosexualität in großen Teilen der Bevölkerung regelrecht ausgestorben sein.

Dennoch kommt sie immer mal wieder – und nur sehr selten familiär gehäuft – vor.
Zumindest für männliche Homosexualität scheint es dabei genetische Komponenten zu geben. Hierfür sind Studien bei eineiigen Zwillingen ein Indiz (siehe u.a. Studien von Franz Josef Kallmann). Gleichzeitig wird noch untersucht, ob das X-Chromosom (von welchem der Mann in der Regel nur über eines verfügt, eine Frau aber zwei) an der Ausbildung von Sexualität eine Rolle spielt. Auch epigenetische Erklärungsmuster, bei denen angenommen wird, dass Sexualpräferenz und Ausbildung des biologischen Geschlechts getrennt vererbt werden können, werden diskutiert.

Für das Existieren genetischer Komponenten spricht, dass Homosexualität bei vielen Tierarten – auch in Form von dauerhaften Paarbeziehungen – beobachtet werden kann. Gerade bei Vögeln kommt sie relativ häufig vor. So sind Paare schwuler Pinguine und andere Arten bekannt. Aber auch höhere Säugetiere sind schon bei Ausübung von homosexuellen Aktivitäten beobachtet worden. Sexuelle Kontakte bei Menschenaffen zwischen gleichgeschlechtlichen Exemplare kommen häufig vor. Ebenso neigen Flussdelphine und viele andere Tiere sogar bevorzugt zu homosexuellen Kontakten.

Bei mehr als 1500 Tierarten (von Insekten bis hin zu Walen) wurde entsprechendes Sexualverhalten beobachtet und dokumentiert. Dies schließt bei rein männlichen Kontakten zum Teil auch Analverkehr mit ein. Die zum Teil lang bestehenden Paarbeziehungen (bei Flamingos und Pinguinen beispielsweise ein Leben lang) Sprechen für eine emotionale Komponente, die ebenfalls natürlich ist. Auch bei anderen Tieren kommt die Homosexualität wohl unabhängig von Vererbung immer wieder vor und scheint deshalb keine rein genetischen Ursachen zu haben.

Bei der Selbstbezeichnung hingegen spielen vor allem soziale Komponenten eine Rolle. So haben Homosexuelle in offenen und toleranten Gesellschaften weniger Probleme mit dem inneren Coming Out – der Akzeptanz der eigenen Homosexualität – sowie dem äußeren Coming Out. Auch dies hat einen maßgeblichen Einfluss auf die Forschung bezüglich Homosexualität.

Begriffsgeschichte

Der Begriff „Homosexualität“ ist ein recht junger Begriff in der Geschichte gleichgeschlechtlicher Liebe. 1869 durch den Literaten Karl Maria Kertbeny erstmal nachweislich verwendet, wurde er von kommenden Sexualforschern und Theoretikern über die menschliche Psyche (etwa Magnus Hirschfeld und Richard von Krafft-Ebbing) weiter verwendet und verbreitet.

Dabei haben verschiedene Sprachen unterschiedliche Begriffe für Formen sexuellen Verhaltens. Einige implizieren die sexuellen Komponenten der homosexuellen Identität eindeutig, während andere allgemeiner sind. Einige Begriffe sind aufgrund ihrer inneren Logik negativ konnotiert.

Die meisten gebräuchlichen Begriffe sind aber in sich neutral und können lediglich aufgrund von Rahmenbedingungen wie gesellschaftlicher Mehrheitsanschauung und Rechtssystem als vornehmend negativ empfunden werden.

Im Deutschen existieren dazu zahlreiche Synonyme. Darunter gibt für männliche Homosexuelle mehr Begriffe als für weibliche Homosexuelle. Dies liegt wohl auch darin begründet, dass männliche Homosexualität stärker wahrgenommen (und auch verachtet) wird, als weibliche Homosexualität.

Insgesamt ist Homosexualität beim Menschen seit Jahrtausenden bekannt und findet sich in zahlreichen Darstellungen. Im antiken Griechenland galt sie als höchste Form der Erotik. Ebenso finden sich in Darstellungen der Römerzeit homosexuelle Handlung – beinahe ausschließlich zwischen Männern.
Der sexuelle Verkehr zwischen erfahrenen Soldaten und jungen Männern, die eine Ausbildung im Heer absolvierten, war dabei zur Charakterstärkung und symbolischen Übertragung von Männlichkeit üblich.
Die breite Toleranz homosexuellen Handlungen gegenüber ist dabei weniger auf eine liberale Bevölkerung, als auf das damals andere Verständnis von Sexualität zurückzuführen. Liebe und Erotik waren nicht so starr definiert wie heute üblich. Eine Heteronormativität gab es mangels Begriff dabei genauso wenig wie Homosexuellenrechte oder das explizite Sprechen über diese Dinge. Sie waren standes- und kulturabhängig und damit gesellschaftlich impliziert.

Insgesamt haben sich diese Dinge stark gewandelt. Religiös fundierte Ethik steht dabei im Mittelpunkt, wenn es darum geht, Homosexualität und Homosexuelle zu verurteilen und aus einer Gesellschaft auszugrenzen. Aber auch Ideologien, die sich mit dem „gesunden“ Volks- bzw. Staatskörper befassen (vgl. Nationalsozialismus, Stalinismus, etc.), sind repressiv gegenüber Homosexualität.

Weitere Begrifflichkeiten

Da es sich bei Homosexualität lediglich um die Beschreibung der emotionalen oder sexuellen Begierde dem eigenen Geschlecht gegenüber handelt, deckt sie viele Aspekte der Sexual- und Identitätsforschung der heutigen Zeit nicht mehr genügend ab.
Während der Begriff des „MSM“ relativ eindeutig und wertungsfrei einfach Männer meint, die Sex mit Männern haben, fallen die Bezeichnungen bei anderen Formen nicht mehr ganz so einfach aus. Interpretiert werden kann anhand eines Beispiels einer Beziehung eines Frau-zu-Mann-Transsexuellen (FTM) mit einem Mann etwa Folgendes:

  • Bei Vorliegen einer männlichen Identität beim FTM ohne körperliche Anpassung handelt es sich rein körperlich um einen heterosexuellen Geschlechtsakt. Die Selbtidentifikation des FTM als Mann definiert die Beziehung zu einem anderen Mann aber als schwul
  • Die Beziehung eines FTM mit körperlicher Anpassung an die Geschlechtsidentität zu einem Mann ist eine schwule Beziehung zwischen zwei Menschen, die sich als Männer identifizieren und körperliche Merkmale eines Mannes aufweisen
  • Die Beziehung eines FTM ohne operative Angleichung mit einem anderen FTM ohne operative Angleichung ist eine schwule Beziehung zweier Menschen, die sich als Männer identifizieren. Sie kann aber auch über körperliche Merkmale einfach als gleichgeschlechtliche (weibliche) Beziehung gewertet sein

Es gibt dabei eine Reihe von weiteren Komplikationen. Als praktikabler in Gespräch und Wertschätzung des Einzelnen hat es sich erwiesen, die individuelle sexuelle Identität – die ein Zusammenspiel aus empfundenen Geschlecht und Art der Zuneigung zu einem Geschlecht darstellt – zu berücksichtigen.

Funktion & Aufgabe von Homosexualität

Entgegen der landläufigen Meinung, es handele sich bei Homosexualität um eine Evolutionäre Sackgasse, haben neuere Forschungen, die den Menschen und andere Tiere berücksichtigen, durchaus ein paar Erklärungen finden können, die die Existenz von Homosexualität in der Natur unter evolutionären Gesichtspunkten zumindest rechtfertigen können.

Evolution ist natürlich das Entwickeln der Arten durch Anpassung. Allerdings kann das Vererben und Durchsetzen von Anpassungen im Genpool einer Population einer Art nicht stattfinden, ohne dass sich entsprechende Individuen, die dieses Gen tragen, vermehren.
Gleichzeitig besteht zwischen allen Individuen einer Population eine Verwandtschaft.
Die Verwandtschaft ist dabei besonders groß zwischen Eltern und Nachkommen, sowie zwischen Geschwistern.

Vor dem Hintergrund, dass es für ein Individuum laut Evolutionslehre von Interesse ist, seine Gene zu vererben, ergibt es auch durchaus Sinn, seinen nahen Verwandten dabei zu helfen, den Nachwuchs großzuziehen. Schließlich trägt dieser ja auch einen Teil der eigenen Gene in sich.

Da das Gebären oder Ausbrüten von Nachwuchs mit erheblicher Ressourcennutzung verbunden ist – mindestens ein Elternteil muss entsprechende Reserven für die Produktion von Eiern oder auch das Versorgen eines Embryos und dann eines Kleintieres bereitstellen – bedeutet dies, dass die Chance, dass der Nachwuchs und seine Eltern dies erfolgreich überstehen, dadurch verbessert werden kann, dass weitere Individuen, die kinderlos bleiben, bei der Aufzucht der Jungen Mithelfen.

Dies wurde bei einigen Vögeln bereits beobachtet. Aber auch in Säugetierherden findet sich dieses Verhalten. Dabei ist es generell so, dass kinderlose Individuen häufig unterstützend für andere Individuen wirken. Die selben Effekte lassen sich dabei aber mit allen Formen der menschlichen Sexualpräferenz erzielen, die kinderlos bleiben. Hierunter würde zum Beispiel noch die Asexualität fallen.

Es ist also nicht abschließend erklärt, ob und welchen Nutzen Homosexualität hat. Da sie aber weit verbreitet unter den biologischen Arten ist, ist es naheliegend, anzunehmen, dass sie eine Funktion erfüllt.

Homosexualität als Ausdruck persönlicher Bedürfnisse

Die meisten Menschen haben sexuelle Bedürfnisse. Dabei stehen Zuneigung und sexuelle Befriedigung im Mittelpunkt. In den meisten Gesellschaften sind Paarbeziehung dabei ein wertvolles und unterstütztes Gut. Die meisten Menschen stecken deshalb sehr viele Ressourcen in diese Dinge.

Homosexualität stellt dabei keine Ausnahme dar. Auch homosexuelle Menschen leben ihre Sexualität als Teil ihrer Persönlichkeit aus. Dabei gibt es – schon rein körperlich bedingt – ein paar Dinge, die bei ihnen anders funktionieren, als bei Heterosexuellen. Die Prozesse des Verliebtseins, die Konflikte und die Ausgestaltung ihrer Beziehungen sind aber weitgehend exakt dieselben.

Eine als akzeptiert und positiv empfundene Homosexualität trägt dabei entscheidend zum Wohlgefühl des Homosexuellen bei. Scham und Ängste betreffen ihn dabei ebenso, wie es auch bei anderen Sexualitäten der Fall ist. Da aber Homosexualität weit weniger akzeptiert ist als die Heterosexualität, sind die inneren Konflikte größer. Dabei hat das Wahrnehmen der eigenen Sexualität erheblichen Einfluss darauf, wie der Mensch sich selbst empfinden und mitteilen kann.

Krankheiten & Probleme im Zusammenhang mit Homosexualität

Die Homosexualität als solche wurde lange weltweit als Krankheit definiert. Sie galt dabei lange als psychische Störung. Entsprechend gab es viele Behandlungsversuche, die allesamt überhaupt nichts bewirkten. Chemische Kastration, Psychotherapien und anderen Methoden wurden praktiziert.

Erst 1992 wurde die Homosexualität aus dem Krankheitenkatalog der WHO gestrichen. Bis dahin war sie hier als psychisches Leiden klassifiziert. Auch noch heute gibt es – staatlich angeordnet oder religiös motiviert – noch Versuche, Homosexuelle zu „heilen“. Dies führt in der Regel höchstens zur Verschärfung psychischer Probleme wie Depressionen o.ä. durch Selbstverleugnung und den Druck von außen.
Auch in einigen Staaten gilt Homosexualität noch als krankhaft und wird zum Teil schwer bestraft.

Erhöhtes Risiko psychischer und medizinischer Komplikationen bei Homosexuellen

Homosexuelle sind eine Risikogruppe für psychische Beschwerden. Ablehnung ihrer Sexualität in ihrer Umwelt führen zu Depressionen und Ängsten. Eine nicht vorhandene Selbstakzeptanz verstärkt dies noch.
Einige Ergebnisse von Statistiken und Umfragen ergeben beispielsweise:

  • Homosexuelle Jugendliche haben ein vier- bis siebenmal höheres Suizidrisiko
  • Der Missbrauch von schädlichen Substanzen ist weiter verbreitet
  • Die Suizidrate männlicher Homosexueller liegt viermal höher als jene heterosexueller Männer
  • Über die Hälfte aller homosexuellen Jugendlichen erlebt in Deutschland Mobbing aufgrund der Homosexualität
  • Lediglich ein Prozent aller homosexuellen Jugendlichen gab bei einer Befragung in Deutschland an, noch nie diskriminiert worden zu sein

Es gibt noch einige andere Vorkommnisse bei Homosexuellen. Insgesamt sind Männer meist stärker betroffen als Frauen, was mit dem öffentlichen Bild von Homosexualität und Selbstakzeptanz zusammenhängen ist. Auch steigt die Ernsthaftigkeit der Probleme in der Regel mit zunehmender Intoleranz der Umwelt. Dabei spielen Traditionen, Religion, das jeweilige Rechtssystem, die eigenen Vorurteile usw. eine Rolle.

Auf der Ebene der reinen Krankheitsbetrachtung spielen sexuell übertragbare Krankheiten, allen voran hiv, eine übergeordnete Rolle. Da geschützter Geschlechtsverkehr unter homosexuellen Männern lange Zeit nicht üblich war – hiv verbreitete sich erst Anfang der 1980er Jahre und war davor nicht bekannt – hat sich unter Schwulen und sonstigen MSM eine Pandemie entwickeln können. Da das Virus und die Übertragung unbekannt waren, wurde das aus hiv resultierende aids anfangs fälschlich als sogenannte Schwulenseuche betrachtet.
Das Auftreten von Symptomen bei heterosexuellen Menschen redigierte diese Sichtweise dann schnell. Die Entwicklung der Medikamente zur Therapie von hiv-positiven Menschen dauert noch an. Eine Heilung ist vorerst nicht in Sicht.

Bis heute stellen MSM die Hauptrisikogruppe in westlichen Gesellschaften bezüglich einer Infektion mit hiv dar. Dabei hat sich das Bewusstsein um Safer Sex sehr gewandelt. Denn auch andere sexuell übertragbare Infektionen kommen häufiger vor. Promiskuitives Verhalten bei Homosexuellen verstärkt diesen Effekt. Dabei ist der unter MSM häufiger praktizierte Analverkehr der Hauptansteckungsweg für Krankheiten.

Hinrichtungen und Homosexualität

Homosexualität bedeutet in bestimmten Ländern ein akutes Gesundheitsrisiko, weil sie mit Körperstrafen und Exekution geahndet wird. Ein Bekanntwerden der eigenen (meist männlichen) Homosexualität kann dabei etwa in folgenden Ländern die Todesstrafe bedeuten:

  • Mauretanien (Todesstrafe als Mindeststrafe vorgesehen)
  • Nigeria (in Teilen, in denen die Sharia rechtsgeben ist)
  • Sudan
  • Brunei (Todesstrafe nur für Muslime)
  • Iran (Frauen erhalten „lediglich“ 100 Peitschenhiebe
  • Jemen
  • Saudi-Arabien

Dabei wird die Homosexualität vor allem nach Regelungen der Sharia (oder Ableitungen davon) bestraft.
Weiterhin ist Homosexualität in über siebzig Staaten ganz oder in Teilen illegal. In einigen Staaten werden die Gesetze allerdings nicht mehr angewandt und es wird zum Teil über eine Abschaffung oder Änderung diskutiert.

Fragen & Antworten zur Homosexualität

Bleibt ein einmal Homosexueller immer homosexuell?

Hier tritt wieder das Problem der Definition zutage. Sogenannte „schwule Phasen“ sind zum Beispiel häufig bei männlichen Jugendlichen. Sie machen homosexuelle Erfahrungen, leben aber den Rest ihres Lebens als sich selbst als heterosexuell definierende Menschen.
Auch gab es Fälle, in denen durch eine Schädigung des Gehirns (durch Schlaganfall o.ä.) eine Änderung der persönlichen Sexualpräferenz aufgetreten ist.

Auch kann es lange dauern, bis Menschen sich zu ihrer Homosexualität bekennen. Sehr selten, aber auch bekannt, sind umgekehrte Fälle, in denen Menschen, die lange homosexuelle Beziehungen pflegten, sich als heterosexuell outeten. Die Beweggründe für diese Prozesse sind individuell und nicht wirklich abschließend zu erklären.

Ist Homosexualität überhaupt nicht heilbar?
Sie stellt keine Krankheit dar und ist deshalb nicht behandlungsbedürftig. Und da der Mensch die Ursachen bisher nicht genau kennt, kann er auch nicht an diesen Ursachen ansetzen, um diesen Zustand zu ändern.

Was kann ich tun, wenn ich Probleme mit meiner Homosexualität habe oder mir unklar darüber bin, ob ich es überhaupt bin?
Gespräche helfen. Es gibt in jeder großen Stadt Beratungsangebote für Homosexuelle und entsprechende Möglichkeiten, Kontakte zu knüpfen. Ansonsten finden sich online auch entsprechende Telefonnummern.

Unser Fazit zur Homosexualität

Homosexualität ist eine Facette menschlicher Sexualität. Da sie im Tierreich ebenso vorkommt, ist anzunehmen, dass sie nicht unnatürlich ist. Sie hat dabei erheblichen Einfluss auf den Menschen, weil sie unterschiedlich gewertet und betrachtet wird. Eine vollständige Betrachtung eine Entwicklung, hin zu einer weltweiten Toleranz, ist bis dato nicht abgeschlossen. Auch sind die Homosexualität und ihre Entstehung noch nicht vollständig verstanden.

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