Schlaganfall (Apoplex)

Steckbrief: Schlaganfall

  • Name(n): Schlaganfall; zerebraler Insult; Hirnschlag
  • Art der Krankheit: Anfall
  • Verbreitung: Weltweit
  • Erste Erwähnung der Krankheit: Antike
  • Behandelbar: Partiell
  • Art des Auslösers: Diverse
  • Wieviele Erkrankte: Ca. 17 Millionen pro Jahr
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Neurologe; Internist; Notarzt
  • ICD-10 Code(s): ICD-10-GM-2017 – i00-i99 – i60-i69 – I61

Schlaganfall – Wenn das Blut nicht mehr mitspielt

SchlaganfallUnter einem Schlaganfall oder Apoplex versteht man eine plötzlich auftretende Gehirnerkrankung, die durch eine Störung der Blutversorgung des Gehirns entsteht.

Folgen sind meist anhaltende Funktionsausfälle des ZNS (Zentralen Nervensystems), deren Art und Umfang von der Lokalisation und Größe des geschädigten Bereichs im Gehirn abhängt. Ein Schlaganfall wird als medizinischer Notfall behandelt und stellt in Deutschland die dritthäufigste Todesursache dar.

Definition: Schlaganfall

Der Insult oder Schlaganfall tritt auf, wenn der Blutfluss in einem Teil des Gehirns plötzlich unterbrochen oder verringert wird, was die Körperfunktion des von diesem Gehirnteil kontrollierten Gebietes beeinträchtigt. Während grundsätzlich eine Unterbrechung der Blutzufuhr für jedes Organ schädigend ist, ist das Gehirn das empfindlichste Organ des Körpers, in dem die Zellen am schnellsten geschädigt werden und in Folge des Sauerstoffmangels absterben.. Obwohl gewisse Zellschäden reversibel sind, ist der Tod von Gehirnzellen endgültig und das hinterlässt im Normalfall bleibende Ausfälle.

Die drei Hauptarten des Insults sind:

  1. Thrombotischer Insult – die häufigste Form; die als Folge eines lokalen Blutgerinnsels auftritt, das eine Arterie verschließt. Dabei sind insbesondere solche Arterien gefährdet, die eventuell bereits vorher durch den Aufbau eines Fettplaques in der Wand eingeengt wurden, bei denen auch ein kleiner Thrombus bereits die Blutzufuhr komplett unterbrechen kann.
  2. Embolischer Insult – ein kleiner Teil eines Blutgerinnsels zirkuliert im Kreislauf bis er in einem Blutgefäß des Gehirns steckenbleibt. Das Gerinnsel bildet sich irgendwo im Körper, gewöhnlich im Herzen, und bewegt sich frei innerhalb des Gefäßsystems bis es ein kleines Gefäß im Gehirn erreicht und dieses verschließt.
  3. Hämorrhagischer Insult – kann durch die Ruptur (Riß) eines Blutgefäßes begründet sein, die zu einer Blutansammlung im Gehirn führt. Sie kann sich innerhalb des Körpers wie an einem Aneurysmas- einer Schwachstelle in der Arterienwand- oder durch Einwirkungen von außerhalb wie durch eine Kopfverletzung entwickeln. Aneurysmen sind häufig angeborene Defekte oder werden durch hohen Blutdruck verursacht. Hämorrhagische Schlaganfälle sind die schwerwiegendsten und haben häufig einen tödlichen Ausgang zur Folge. Die Chance auf eine vollständige Wiederherstellung des Patienten ist geringer als bei den anderen zwei Formen.

Was ist ein Schlaganfall?

Kurzum gesagt handelt es sich bei einem Schlaganfall um ein medizinischen Leiden, bei dem es aufgrund von vermindertem Blutfluss zu einem Absterben der Zellen kommt. Des Weiteren unterscheidet man grundsätzlich zwischen zwei verschiedenen Typen des Schlaganfalls – zum einen zwischen dem ischämischen Insult und dem hemorrhagischen. Erster wird durch einen zu geringen Blutfluss ausgelöst, während letzterer aufgrund von Blutungen zustande kommt. Beide Typen führen jedoch dazu, dass das Gehirn unterversorgt ist und somit vollständig oder partiell ausfällt. Hierbei kann zu es zu immensen Schäden kommen, die teilweise irreparabel sind und das Leben des Patienten von da an, sollte er den Insult überleben, bestimmen und seine Lebensqualität immens einschränken.

Häufig zu beobachtende Symptome sind unter anderem die Unfähigkeiten, seine Gliedmaßen zu fühlen oder zu bewegen, auch ein allgemeines Gefühl der Taubheit kann sich einstellen. Dies kann sowohl auf einer Seite des Körpers geschehen, als auch auf beiden. Oftmals jedoch ist nur eine Seite betroffen. Weswegen Patienten nicht selten mit halbseitigen Lähmungen zurückbleiben. Darüber hinaus kommt es während eines Schlaganfalles noch zu anderen recht distinktiven Symptomen, die in dieser Kombination auf jeden Fall als ein deutliches Warnsignal gelten sollten. Hierunter zählen unter anderem die Unfähigkeit zu sprechen, bzw. Sprache wahrzunehmen und zu verstehen, ein Gefühl von starkem Schwindel und einseitiger der beidseitiger Verlust der Sehkraft.

Sollte ein Mensch plötzlich anfangen zu stottern oder sich unverständlich ausdrücken, während er zusätzlich Hinweise darauf zeigt, nicht mehr auf Gesagtes eingehen zu können, so ist dies besonders häufig, wenn nicht beinahe immer ein starkes Indiz dafür, dass diese Person gerade einen Insult erleidet. Man sollte daher sofort tätig werden und den medizinischen Notdienst verständigen. Wer zu lange zögert, kann damit dazu beitragen, dass es beim Patienten zu bleibenden teils gravierenden Schäden kommt, die auch im Rahmen einer anschließenden Therapie nicht mehr geheilt werden können. Bei vielen Krankheiten kommt es zwar auch auf Tage an, bei Schlaganfällen aber auf Minuten, wenn nicht gar Sekunden.

Auch plötzlich einsetzende extreme Taubheit der Glieder sollte einem als Warnsignal dafür gelten, dass man selbst oder das Gegenüber gerade einen Schlaganfall erleidet. Sicherlich gibt es auch andere Leiden, die derlei Taubheitsgefühle auslösen können, aber bei plötzlichem Einsetzen derselben sollte man davon ausgehen, dass es sich alles in allem zumindest um einen Schlaganfall handeln könnten. Oftmals ist diese Taubheit besonders oder ausschließlich in einer Körperhälfte zu beobachten, vornehmlich links. Ein weiteres Indiz für einen etwaigen Insult. Aus dieser temporären Taubheit können mitunter dauerhafte Lähmungen werden.

Ebenso stellt der plötzliche Wegfall der Sehkraft ein klares Indiz dar, dass sich ein Schlaganfall anbahnen könnten. Hierbei berichten Patienten von sehr unterschiedlichen Wahrnehmungen. Manchen berichten, es komme zu einem Verschwimmen der Sicht, andere behaupten dagegen, sie erblindeten vollkommen. Auch dieses Phänomen kann entweder wieder beidseitig oder einseitig auftreten. Dabei ist jedoch ein schleichender Verlust der Sehstärke nicht als Zeichen eines Schlaganfalles zu interpretieren. Ein solcher hat zumeist andere Gründe. Ein rapide einsetzender Verlust derselben dagegen ist zumeist ein Indiz für einen Schlaganfall und sollte darum dazu führen, den medizinischen Notdienst zu verständigen.

Anzeichen und Symptome eines Schlaganfalls treten zumeist unmittelbar nach Einsetzen desselben auf und können verschieden lang bestehen bleiben. Sollten sie unter einer oder zwei Stunden andauern, so spricht man von einem sog. Mini-Schlaganfall.

Die oben beschriebenen Symptome, sowie weitere Symptome können jedoch auch wesentlich länger fortbestehen, teilweise werden sie sogar permanent. Dies hängt jedoch von der Stärke des zugrunde liegenden Schlaganfalles ab. Sollte dieser besonders gravierend gewesen sein, so ist davon auszugehen, dass der Patient nicht ohne Langzweitschäden davon kommen wird. Bei sehr leichten Insulten dagegen kann es sogar vorkommen, dass dem Patienten nichts weiter fehlt und der denselben nicht einmal bemerkt. Da man sie aber dennoch im Rahmen von Untersuchungen feststellen kann, sind viele Patienten oftmals darüber verwundert, wenn sie hören, dass sie bereits einen oder mehrere leichte Schlaganfälle überstanden haben.

Man sollte aber nicht nur davon ausgehen, dass sie oben genannten Symptome zu einem dauerhaften Begleiter bei Betroffenen werden können, es stellen sich oftmals eine große Anzahl weiterer Symptome ein. Darunter unter anderem Inkontinenz, Migräne, Pneumonie, Gehörverlust, Rheuma oder kognitive Defizite aller Arten.

Es liegen sehr viele etwaige Risikofaktoren vor, die ggf. zu einem Schlaganfall führen können. Allen voran ist stark erhöhter Blutdruck zu nennen. Darüber hinaus müssen einem natürlich auch alle Dinge als potentiell gefährdend vorkommen, die einen solchen befördern oder gar bedingen. Hierunter fallen beispielsweise der Konsum von Tabakwaren, allgemeines Übergewicht, Diabetes, eine ungesunde Ernährung und vieles mehr. Auch Personen, die generelle Probleme mit ihrem Blutkreislauf haben, sind besonders stark gefährdet und laufen erhöhte Gefahr, an einem Insult zu leiden. Nicht zuletzt deswegen sollte jeder Mensch darauf achten, die eben genannten Risikofaktoren nach Möglichkeit aus seinem Leben zu verbannen. Hierdurch reduziert sich nicht allein die Chance darauf, einen Schlaganfall zu erleiden, sondern auch auf viele andere Leiden und Erkrankungen.

Auch das Alter spielt hierbei eine nicht zu unterschätzende Rolle. Zwar ist nicht allgemein hin davon auszugehen, dass Personen, nur weil sie alt sind, eher an einem Schlaganfall leiden, aber das Risiko steigt statistisch gesehen doch an. Insbesondere dann ist es in einem kritischen Bereich, wenn der Betroffene auch noch in anderen Risikogruppen fällt – wie beispielsweise Raucher oder Zuckerkranke. Wer also über 60 Jahre alt ist, raucht, an Diabetes leidet und sich wenig bewegt, der sollte es nicht für Wunder nehmen, wenn er einen Schlaganfall erleidet. Auch Menschen, die dauerhaft unter Stress stehen, erwischt es wesentlich häufiger als solche, die eher ein ruhiges Naturell besitzen. Aufbrausende Personen und Choleriker erleiden wesentlich häufiger einen Insult als ausgeglichene und friedfertige Personen – gleichwohl auch diese auf keinen immun gegen das vorliegende Leiden sind.

Die Diagnose eines Schlaganfalles ist oftmals nicht allzu komplex. Ein erfahrener Notarzt kann einen solchen zumeist direkt und große Tests feststellen und das ist auch gut so. Denn wie bereits erwähnt, kommt es bei einem Schlaganfall auf die Sekunde an. Jedes Zögern, jedes Wanken führt letzten Endes nur dazu, dass sich die Wahrscheinlichkeit bleibender Schäden massiv erhöht. Es kann aber auch, wie gerade bereits erwähnt, bisweilen vorkommen, dass weder der Betroffene selbst noch ein etwaiges Gegenüber etwas von dem sich ereignenden Schlaganfall mitbekommen. Dies ist dann der Fall, wenn es sich um besonders leichte Ausprägungen handelt. Solche können im Rahmen anderer Untersuchungen jedoch im Nachhinein festgestellt werden, was nicht selten zur Verwunderung seitens des Patienten führt. Schließlich und endlich gehen die meisten Menschen davon aus, sie müssten es merken, wenn sie einen Schlaganfall erleiden, dass dem nicht immer so ist, scheint dabei für viele immer sehr verwunderlich zu sein.

Zwecks der Bestimmung eines Schlaganfalles stehen aber natürlich dennoch einige schulmedizinischen Verfahren zur Verfügung. Beispielsehweise ein sogenanntes MRT (Magnetresonanztomographie). Bei dieser Methode bedient man sich magnetischer Wellen, die in Paarung mit Radiowellen dazu in der Lage sind, sehr feine und detaillierte Bilder vom Inneren der Körpers zu erzeugen. Diese Bilder sind darüber hinaus sowohl in 2D als auch 3D herzustellen, was eine Diagnose im Zweifel sehr stark erleichtern kann. Aufgrund des gerade erwähnten Detailreichtums ist es möglich, etwaig geplatzte Arterien zu entdecken und somit für die auftretenden Symptome verantwortlich zu machen, also die Diagnose „Schlaganfall“ stellen zu können. Aber auch ein CT (Computertomographie) kann zu Rate gezogen werden. Unter einem CT versteht man eine Art spezialisiertes Röntgen. Zumeist ist dieser Test der als erstes durchgeführte, wenn ein Patient mit einem verdacht auf einen Schlaganfall ins Krankenhaus kommt. Das CT produziert sehr feine Schichtaufnahme des Gehirns, anhand derer man klar determinieren kann, ob eine Blutung vorliegt oder nicht. Bisweilen ist es darüber hinaus notwendig, dass man dem zu Behandelnden ein Kontrastmittel verabreicht, um den Fluss des Blutes besser zu verdeutlichen. Hierdurch entstehen dem Patienten jedoch in der Regel keinerlei zusätzliche Unannehmlichkeiten.

Bisweilen können jedoch auch andere medizinische Gründe vorliegen, die sehr ähnliche Symptom bedingen und schließlich dazu führen, dass der Patient und sogar der behandelnde Arzt fälschlicherweise von einem Insult ausgehen. Insbesondere ein allzu stark verminderter Blutzuckerwert ist an dieser Stelle anzuführen. Ein solcher kann beinahe alle Symptome auslösen, die auch während eines regulären Schlaganfalles zu erwarten werden, außer die einseitige oder beidseitige Taubheit der Glieder. Nicht selten kommt es hierbei also zu Verwechslungen. Das ist aber alles in allem nicht weiter tragisch. Lediglich das Reichen falscher Medikamente kann weitere Komplikationen hervorrufen und somit zu einer Verzögerung des Heilungsprozesses führen.

Sollte man einen Schlaganfall als Drittperson beobachten gibt es einige Mittel und Wege, auf denen man eine rudimentäre erste Hilfe leisten kann. Insbesondere die Gabe von Aspirin, die zur Verdünnung des Blutes beitragen, ist hierbei empfohlen. Jedoch sollte man es in der Dosierung nicht übertreiben und dem Notarzt unbedingt davon berichten, dass man dem Patienten Aspirin verabreicht hat. Überhaupt kann es nützlich sein, die Person am anderen Ende der Notrufleitung danach zu fragen, welche Schritte einzuleiten sind. Sehr oft sind jedoch Notoperationen erforderlich. Diese sollten nur von medizinischem geschultem personal vorgenommen werden. Auch ist es wichtig, ein offenes Auge zu haben und auf das Gegenüber zu achten. Dies gilt besonders dann, wenn dieses zu einer Risikogruppe gehört oder in der Vergangenheit bereits an einem Schlaganfall litt.

Pro Jahr haben zwischen 10 und 15 Millionen Menschen einen wie auch immer gearteten Schlaganfall. Die Überlebensrate ist sehr fluktuativ und kann nicht genau bestimmt werden. Allerdings steigen mit der stetigen Verbesserung der Notfallvorsorge auch die Chancen darauf, einen Schlaganfall halbwegs unbeschadet und allzu gravierende Langzeitschäden zu überstehen. Darüber hinaus lässt sich seit einigen Jahrzehnten beobachten, dass die jährliche Zahl von sich ereignenden Schlaganfällen in der sog. Ersten Welt drastisch zurückgeht. Teilweise bis um 10% pro Jahre. Unerfreulicherweise jedoch steigen die Fälle von Insulten um denselben Faktor in Entwicklungsländern an. Eine eher beunruhigende Entwicklung, Besonders wenn man bedenkt, dass es in diesen Ländern oftmals keine allzu gute medizinische Versorgung gibt und daher viele Menschen einem Schlaganfall unnötigerweise erliegen müssen.

Grob ästimiert kann man davon ausgehen, dass etwa pro Jahr zwischen 4 und 6 Millionen Menschen an einem Schlaganfall oder dessen direkten folgen sterben. Das mag sich zunächst viel anhören, ist jedoch, in direkter Relation zur Weltbevölkerung sehr wenig – nicht zuletzt darum handelt es sich bei Schlaganfällen tatsächlich um eher selten vorkommende medizinische Leiden. Insbesondere ältere Menschen sind öfter von Schlaganfällen betroffen, als jüngere.

Alles in allem lässt sich also abschließend bemerken, dass es sich bei einem Schlaganfall, auch Insult genannt, um ein sehr ernstzunehmendes Leiden handelt, das man nicht leichtfertig abtun sollte. Nichtsdestoweniger aber handelt es sich hierbei auch um ein Leiden, dass in sehr vielen Fällen durch eine bessere und gesündere Lebensführung zu vermeiden gewesen wäre. Dieses Umstands sollte man sich allezeit bewusst sein und ihn auf keinen Fall vernachlässigen. Denn schließlich sollte niemandem daran gelegen sein, einen Schlaganfall zu provozieren.

Auch sind alle Personen, die mit Menschen zusammenleben, die einer potentiellen Risikogruppe angehören, dazu aufgerufen, ein Auge auf diese zu haben und bereits bei den geringfügigsten Anzeichen tätig zu werden und beispielsehweise einen Mediziner zu verständigen – selbst dann, wenn auch nur der leiseste Verdacht darauf besteht, dass sich ein Schlaganfall anbahnen könnte oder ein solcher bereits im Gange ist. Denn wie nun bereits schon mehrfach erwähnt, kommt es hier auf jede Sekunde an und keine derselben sollte leichtfertig verschenkt werden.

Somit ist beim Thema Schlaganfall jeder Mensch mehr oder weniger seines eigenen Glückes Schmied. Sicherlich garantiert auch eine durchweg vorbildliche und gesunde Lebensführung keine vollkommene Immunität vor einem Schlaganfall, aber eine solche senkt die Chance in einem nicht beträchtlichen Maße ab und sorgt darüber hinaus auch noch dafür, dass es generell zu weniger Erkrankungen kommt. Auch dieser Umstand sollte einen Ansporn darstellen, sich möglichst gut zu führen und gesund zu leben. Alles andere wäre sich selbst und seiner eigenen Gesundheit gegenüber hochgradig unverantwortlich.

Personen, die bereits einen Schlaganfall erlitten haben und bleibende Schäden davontrugen, sollten sich darüber hinaus streng an die Vorschriften des behandelnden Arztes halten. Dies ist zum einen notwendig, um einen weiteren Insult zu verhindern und zum anderen, um eventuell einige der verlorenen Fähigkeiten wieder neu zu erlernen. So ist es manchen Patienten möglich, erneut sprechen oder laufen zu lernen, gleichwohl sie diese Fähigkeiten zunächst verloren haben. Physiotherapeuten und Logopäden können hierbei eine sehr große Hilfestellung sein und zumindest etwas der abhanden gekommenen Lebensqualität wieder rekonstruieren. Kurzum: Man sollte sich auch nach einem erlittenen Schlaganfall nicht aufgeben und weiterkämpfen. Sicherlich wird man nicht mehr das Level der Selbstständigkeit erreichen, wie man es einstmals besaß, aber man kann ihm mit Hilfe einer gut konzipierten Nachsorge wieder recht nahe kommen. Das sollte im Interesse einer jeden betroffenen Person liegen.

Welche Ursachen gibt es?

In 80% der Fälle ist ein Schlaganfall ischämisch bedingt, also durch eine arterielle Durchblutungsstörung. Diese kann durch eine Embolie oder eine Stenose einer Arterie verursacht worden sein, am häufigsten kommt ein Hirninfarkt im Versorgungsgebiet der A. cerebri media vor.

In 20% der Fälle ist eine Massenblutung im Gehirn die Ursache für den Schlaganfall, z.B. durch Ruptur eines Gefäßes oder durch ein Aneurysma.

Darüber hinaus gibt es einige allgemeine Risikofaktoren, die dafür sorgen, dass sich die Wahrscheinlichkeit eines Schlaganfalles merklich erhöht.

Durch die Lebensführung bedingte Risikofaktoren

  • Übergewicht oder Adipositas
  • Zu wenig Bewegung
  • Hoher Alkoholkonsum
  • Missbrauch von Rauschgiften
  • Rauchen

Medizinische Risikofaktoren

  • Hoher Blutdruck
  • Erhöhte Cholesterinwerte
  • Diabetes
  • Schlafapnoe
  • Herzerkrankungen

Andere Risikofaktoren

  • Familiäre Vorbelastung
  • Alter (ab 55 steigt das Risiko merklich an)
  • Ethnische Herkunft (besonders Personen afrikanischer Abstammung weisen ein erhöhtes Risiko auf)
  • Geschlecht (Männer sind weitaus häufiger Opfer eines Schlaganfalles als Frauen)

Symptome & Anzeichen

Die Symptome setzen akut ein und hängen vom betroffenen Gehirnbereich ab. Typisch sind Lähmungen, z.B. die Hemiplegie, eine vollständige Lähmung einer Körperhälfte. Auch sehr starke Kopfschmerzen sind ein Leitsymptom.

Weitere Anzeichen für einen Schlaganfall sind Taubheitsgefühle, Schwäche, Schwindel, Gleichgewichtsstörungen, Sehstörungen, Sprachstörungen, Konzentrationsstörungen, Übelkeit und Bewusstlosigkeit.
Risikofaktoren und Befunde
Es gibt eine Vielzahl von Risikofaktoren für den Schlaganfall. Zu ihnen werden gerechnet:

Hauptrisikofaktoren:

  • Hypertension (Bluthochdruck)
  • Koronare Herzerkrankung (KHK) und andere Herzerkrankungen
  • Vorhofflimmern und andere Rhythmusstörungen
  • Gefäßerkrankungen
  • Diabetes mellitus

Andere Risikofaktoren:

  • Rauchen/ Nikotinkonsum
  • Übergewicht und mangelnde körperliche Aktivität
  • Sichelzellanämie
  • Migräne
  • Antiphospholipid-Antikörper-Syndrom
  • Kokainabusus
  • Hohes Cholesterin

Den meisten Schlaganfälle gehen ein oder mehrere sogenannte Mini-Schlaganfälle (die transienten ischämischen Attacken, kurz TIAs) voraus, die als Warnung, sich schnellstmöglich in ärztliche Behandlung zu begeben, gesehen werden sollten. Die häufigsten Symptome bei einem Schlaganfall sind:

  • Plötzlicher Gefühlsverlust (Kribbeln), Schwäche oder Paralyse (Lähmung) in Gesicht, Arm oder Bein- normalerweise auf einer Seite des Körpers
  • Verlust der Sprachfähigkeit oder Schwierigkeiten beim Sprechen oder Verstehen des Gesagten
  • Plötzlich auftretendes verschwommenes Sehen, Schwindel, Verlust des Gleichgewichts oder schwere ungeklärte Kopfschmerzen

Diagnose & Krankheitsverlauf

Je schneller ein Schlaganfall-Patient medizinisch versorgt werden kann, desto besser ist seine Prognose. Daher wurde in den USA ein Test entwickelt, mit dem auch Laien einen Schlaganfall erkennen können.

Die Formel lautet f-a-s-t und steht für face, arm, speech und time. Der Patient soll lächeln, beide Arme anheben und einen einfachen Satz aussprechen.

Lähmungszeichen (einseitiges Lächeln, verwaschene Aussprache) deuten auf einen Schlaganfall hin. Der Arzt kommt anhand der Anamnese und der körperlichen Untersuchung schnell auf die Verdachtsdiagnose Schlaganfall.

Bei der neurologischen Untersuchung zeigen sich Pyramidenbahnzeichen. Pyramidenbahnzeichen sind Reflexe, die beim gesunden Erwachsenen nicht ausgelöst werden können, jedoch bei einer Schädigung der Pyramidenbahn im ZNS auftreten.

Die kraniale Computertomografie (Schädel-CT) zeigt eine Massenblutung oder die Lokalisation eines Infarkts im Gehirn, und dient auch der Abgrenzung zu einem Hirntumor. Mittels Ultraschall-Diagnostik können die Blutgefäße des Gehirns beurteilt und eine eventuell vorliegende Stenose oder Embolie erkannt werden.
Labortests
Die Diagnose des Schlaganfalls basiert auf der typischen Klinik, bildgebenden Verfahren (z.B., CT, MRT) sowie speziellen Labortests und allgemeinen labordiagnostischen Risikoprofilmarkern.

Als Risikoprofil werden folgende Labortests eingesetzt:

  • Marker des Lipidstoffwechsels: LDL, HDL, Lp(a), Apo A-I, Apo B, Triglyceride
  • Gerinnungsmarker: Quick/ PT, INR, PTT
  • Differentialblutbild (Thrombozyten!)
  • Entzündungsmarker: CRP/ hsCRP, Serumelektrophorese
  • Ausschluß Herzinfarkt: Troponine
  • Diabetes: Glukose, HbA1c

Als neuer Marker für akute Schlaganfälle scheint das nervenspezifische Protein S-100, die NSE (neuronenspezifische Enolase) sowie die Carnosinase geeignet zu sein, die mit der Prognose (entsprechend Rankin Scale Score und Barthel Index) korrelieren. Daneben sind die S-100 Serumspiegel offenbar bei hämorrhagischen (mit Hirnblutungen verbundenen) Schlaganfällen höher zu sein, als bei nicht-hämorrhagischen Insulten.


Häufigkeit & Diagnosedaten

Im Jahre 2011 kam es zu rund 6.5 Millionen durch Schlaganfälle ausgelöste Todesfälle. Damit hält der Insult den zweiten Platz der häufigsten Todesursachen für dieses Jahr an. Insgesamt ließen sich global betrachtet ca. 11% aller Tode direkt einen Schlaganfall zurückführen. Darüber hinaus hatten im selben Jahr etwa drei mal so viele Menschen einen Schlaganfall, überlebten diesen aber.

Nichtsdestoweniger gehen die Zahlen von Betroffenen in der ersten Welt stets und stetig zurück. In den letzten 25 Jahren konnte man sogar einen Rückgang von über 10% verbuchen. Das ist enorm. Die immer geringer werdenden zahlen sind wohl auf den Umstand zurückzuführen, dass viele Menschen immer gesünder leben und darüber hinaus auch darauf, dass die moderne Schulmedizin bei der Behandlung der meisten Erkrankungen immer effektiver wird.

Schlaganfälle sind aber nicht nur eine häufig auftretende Todesursache, sondern auch mit die häufigste Ursache für eine nicht angeborene Behinderung. Oftmals bestehen Nebenerscheinungen eines Schlaganfalls darin, dass der Betroffene halbseitig gelähmt zurückbleibt. Diese Lähmung ist zumeist permanent und ist nicht zu revidieren.

Zudem ist ein weiterer wichtiger Faktor das Alter. Vor dem 30. Lebensjahr sind Schlaganfälle äußerst rar, ja sogar beinahe auszuschließen, insofern man keiner speziellen Risikogruppe angehört. Hat man jedoch den Übergang zur dritten Lebensdekade gemacht, erhöht sich das Risiko mit jedem Jahr weiter. Es hilt hierbei also als Faustregel: je älter man ist, desto höher die Chance auf einen Schlaganfall.

Ein weiterer ins Gewicht fallende Faktor ist das Geschlecht. Männer sind laut statistischen Erhebungen weitaus häufiger betroffen als Frauen. Hierfür nehmen Forscher eine genetische Prädisposition an. Diese These gilt es jedoch noch zu bestätigen. Auch der allgemein etwas schädlichere Lebenswandel der meisten Männer könnte dazu beitragen, ihr Risiko zu erhöhen.

Zuletzt sei noch erwähnt, dass auch die Herkunft eine große Rolle spielen kann. So erleiden Personen afrikanischer Abstammung weitaus häufiger einen Schlag, als die Abkömmlinge anderer ethnischer Gruppen.

Diagnosedaten
Die aus einer Diagnose gewonnenen Daten sind für den Arzt sehr wichtig, wenn es darum geht zu beurteilen, wieso es zu einem Schlaganfall kommen konnte oder wie hoch das allgemeine Risiko des Auftretens eines solchen anzusetzen ist. Tatsächlich ist das klinisch ermittelte Risiko sehr akkurat und kann dabei helfen, stark gefährdete Individuen a priori auf einen etwaigen Hirnschlag vorzubereiten.

Ansonsten sind die Daten zumeist relativ eindeutig und erfordern keiner allzu großen weiteren Maßnahmen, um korrekt und zielgerichtet anwendbar zu sein.


Komplikationen bei der Krankheit

Die Im Rahmen eines Schlaganfalles auftretenden Komplikationen können nicht nur sehr schwerwiegend, sondern darüber hinaus auch permanent sei. Dies hängt jedoch sehr stark davon ab, wie lange das Gehirn unterversorgt war. Bei milden Schlaganfällen entstehen bisweilen keine bleibenden Schäden, während bei starken Vertretern durchaus dauerhafte Behinderungen entstehen können.

Lähmung
Es ist möglich, dass Betroffene aufgrund des Schlaganfalles Opfer einer permanenten halbseitigen Lähmung werden. Bisweilen sind auch nur einzelne Körperteile oder Muskeln von dieser Lähmung betroffen. Zwar kann eine gezielte Physiotherapie dabei helfen, einen Teil seiner verlorenen Beweglichkeit wiederzuerlangen, dennoch sollte man sich auf eine dauerhafte Behinderung einstellen.

Schwierigkeiten beim Reden oder Schlucken
Hierbei handelt es sich ebenso um eine Art der Lähmung. Speziell eine Lähmung der Muskeln, die für die Erzeugung von Lauten und / oder das Schlucken zuständig sind. Werden diese im Zuge eines Schlaganfalles geschädigt, kann es sehr leicht vorkommen, dass sie nicht mehr in der Lage sind, korrekt zu arbeiten. Der Patient ist daraufhin außer Stande, deutlich zu sprechen oder Nahrung sowie Flüssigkeiten problemlos zu schlucken. Darüber hinaus fällt es betroffenen Personen ebenso schwer, Sprache zu verstehen oder zu schreiben. Diesen Problemen ist in der Regel mit einer logopädischen Therapie beizukommen.

Gedächtnisverlust und Konzentrationsstörungen
Manche Komplikationen, die aus einem Schlaganfall erwachsen erinnern sehr stark an eine Demenz. So auch die vorliegende. Tatsächlich handelt es sich aber nicht um eine solche. Nichtsdestoweniger teilt sie sich einige der typischen Symptome mit diesem Leiden. Insbesondere das Vergessen vieler Dinge und die Unfähigkeit sich zu konzentrieren, Urteile zu fällen oder Situationen korrekt einzuschätzen. Ist dieser Fall eingetreten, ist eine dauerhafte Pfelege des Erkrankten zumeist unablässig.

Emotionale Störungen
Schlaganfall-Opfern fällt es oftmals sehr schwer, ihre Gefühle im Zaum zu halten und zu kontrollieren. Sie neigen zur Impulsivität und zu Wutausbrüchen, unabhängig davon, ob das vor einem Schlaganfall bereits in ihrem Naturell lag oder nicht. Auch Depressionen lassen sich häufig bei diesen Personen feststellen.

Schmerzen
Eine auf keinen Fall zu unterschätzende Komplikationen, die auftreten kann, sind Schmerzen. Und zwar überall. Betroffene neigen dazu, an zufälligen Stellen in ihrem Körper Gefühle der Taubheit und damit einhergehendes Ungemach zu verspüren, das sich bisweilen auch als regelrechter Schmerz äußern kann. Für diese ungewollten Nebeneffekte gibt es jedoch, außer den gängigen Schmerzmittel, kaum eine probate Hilfe, sodass die Leidenden schlicht lernen müssen, damit umzugehen. Darüber hinaus stellt nicht nicht selten auch eine Überempfindlichkeit gegenüber Licht, Geräuschen, Schwankungen der Temperatur sowie schnellen Bewegungen ein.

Unfähigkeit sich um sich selbst zu kümmern
Nicht selten hinterlassen Schlaganfälle den Patienten in einem körperlichen und geistigen Zustand, der eine Rundum-Pflege erforderlich macht.


Wann sollte man zum Arzt gehen?

Ein Arzt ist sofort dann zu konsultieren, wenn sich auch nur der geringste Verdacht auf einen sich anbahnenden Schlaganfall einstellt. Amerikanische Ärzte haben ein System entwickelt, das medizinischen Laien dabei helfen soll, einen Schlaganfall als solchen zu erkennen und damit korrekte Angaben dem Notarzt gegenüber machen zu kommen. Bei diesem System handelt es sich um den sog. „Fast-Test“. Das Wort „Fast“ bedeutet zu Deutsch nicht nur „schnell“, sondern ist in diesem Speziellen Falle auch noch ein Akronym. Die einzelnen Bestandteile desselben sind:

  • F = Face (Gesicht) / Man weise die Person dazu an zu lächeln. Hägt eine Seite des Mundes herab, ist das ein Indikator für einen Schlaganfall
  • A = Arms (Arme) / Man weise die Person dazu an, die Arme zu heben. Sinkt ein Arm herab und ist es der Person noicht möglich, diesen zu heben, gilt auch das als Indikator für einen Schlaganfall
  • S = Speech (Sprache) / Man weise die Person an, etwas zu sagen. Ist sie nicht imstande dazu, liegt vermutlich ein Schlaganfall vor
  • T = Time (Zeit) / Sollte man eines oder mehrere dieser Symptome festellen, ist es höchste Zeit, einen Arzt zu verständigen

Halt man sich an diese Regeln, kann man dem Betroffenen oftmals viel Leid ersparen. Ist man selbst betroffen und es befindet sich niemand in der Nähe, ist es wichtig, selbst tätig zu werden, solange hierzu noch die Möglichkeit besteht.

Behandlungsmethoden & Therapie

Ein Patient mit Schlaganfall muss so schnell wie möglich intensivmedizinisch versorgt werden. Bis zum Eintreffen des Notarztes oder Rettungswagens sollte Erste Hilfe geleistet werden. Der Patient sollte mit leicht erhöhtem Oberkörper gelagert werden, die Atemwege sollten frei sein, bei Bewusstlosigkeit sollte der Kranke in die stabile Seitenlage gebracht werden.

Bei Herz-Kreislauf-Stillstand ist Beatmung und Herzdruckmassage durchzuführen. Die weitere Behandlung erfolgt m besten in einer Klinik mit „stroke unit“, einer speziellen Schlaganfall-Abteilung durch Intensivmediziner, Neurologen und Chirurgen. Atmung, Kreislauf und Bewusstsein müssen überwacht werden. Ein eventuell vorhandener Bluthochdruck wird auf optimale Werte eingestellt. Bei intrazerebraler Blutung erfolgt meist ein neurochirurgischer Eingriff. Bei Vorliegen einer Embolie wird der Thrombus aufgelöst.

Bei starker Schwellung des Gehirns muss ein Teil des Schädelknochens operativ entfernt werden. Mit einer krankengymnastischen Therapie sollte so früh wie möglich begonnen werden. In den meisten Fällen ist eine Nachbetreuung in Rehakliniken zur möglichst weitgehenden Wiederherstellung der Funktionen erforderlich.

Vorbeugung gegen Schlaganfall und Herzinfarkt erfolgt durch Abbau der Risikofaktoren Übergewicht, Bluthochdruck, Arteriosklerose und Stress.

Dazu gehört gesunde Ernährung , Ausdauersport und Verzicht auf Rauchen.

Die Behandlung des Insults (Schlaganfalls) hängt von der betroffenen Hirnregion und dem entstandenen Schaden ab. Bei Insulten die durch Blutgerinnsel verursacht werden, kann im Frühstadium des Schlaganfalls die Einnahme von gerinnungshemmenden Medikamenten sogenannten „Blutverdünnern“ (wie in der Therapie des Herzanfalls) hilfreich sein. Oft werden Antikonvulsiva (Medikamente gegen Krampfanfälle) im Wechsel mit anderen Behandlungsmaßnahmen eingesetzt. Es ist von großer Wichtigkeit, dass jeder, der über plötzlich einsetzende Symptomen klagt, die auf einen Schlaganfall hinweisen, sobald wie möglich medizinischen Beistand sucht.


Vorbeugung – Impfung & Prävention

Die beste Art der Vorbeugung in Bezug auf einen Schlaganfall ist die, die in diesem Text erwähnten Risikofaktoren auszuschließen. Das heißt, dass man auf Alkoholika, Tabak, fettreiche Ernährung und zu viel Salz verzichten sollte. Tauscht man diese mit regelmäßiger physischer Aktivität und gesunder Ernährung, so ist es durchaus möglich, dass allgemeine Risiko eines Schlaganfalles zu senken.

Insbesondere das Rauchen von Tabakwaren ist einer der Hauptauslöser für einen Schlaganfall. Personen, die nach Nikotin süchtig sind, weisen ein immens erhöhtes Schlaganfallrisiko auf. Ein Entzug ist darum immer anzuraten und sicherlich hilfreich. Raucher, die mit dem Rauchen Schluss machen wollen, können Nikotinersatzprodukte als Unterstützung verwenden, also Nikotinpflaster, Nikotinkaugummi und Nikotin-Nasenspray.

Die Nikotinersatzprodukte verhindern das Auftreten von Nikotin Entzugserscheinungen. Außerdem gibt es die Anti-Raucher-Pille, d.h. Medikamente, die entweder Bupropion oder Vareniclin enthalten. Die Anti-Raucher-Pille verringert das Verlangen zu Rauchen und verringert auch die Entzugserscheinungen. Allerdings kann die Anti-Raucher-Pille selbst Nebenwirkungen hervorrufen wie Schwindel, Kopfschmerzen, Übelkeit und Schlaflosigkeit. Bupropion wurde ursprünglich gegen Depressionen eingesetzt.

Weitere Therapiemethoden sind psychotherapeutische Methoden wie die Verhaltenstherapie, bei der die Motivation gesteigert wird, mit dem Rauchen aufzuhören und Situationen analysiert werden, in denen man zur Zigarette greift. Bei der Aversionstherapie soll man soviel rauchen, bis einem davon übel wird, damit das Rauchen mit negativen Gefühlen verknüpft wird.

Gegen Rauchen wird auch häufig Hypnose mit unterschiedlichem Erfolg eingesetzt; dabei soll Nichtrauchen mit positiven Gefühlen verknüpft werden. Viele Raucher versuchen auch mit Akupunktur zum Nichtraucher zu werden. Teilnahme an einer Selbsthilfegruppe kann ebenfalls sehr hilfreich sein.

Alle diese Methoden sind aber mehr oder weniger nutzlos. Tatsächlich ist nach wie vor der beste Weg mit dem Rauchen aufzuhören, ein kalter Entzug. Mit Sicherheit hört man diesen Ratschlag selten und viele raten gar davon ab und behaupten, dass dieses Vorhaben so gut wie nie gelingt. Das sind alles schreiende Lügen. Das einzige Problem, dass ein kalter Entzug mit sich bringt, ist die Tatsache, dass niemand daran etwas verdient. Also weder die Produzenten von Nikotinprodukten, noch die Ärzte oder Kurkliniken.

Wer wirklich mit dem Rauchen aufhören will, muss sich lediglich den Willen aneignen es auch wirklich durchziehen zu wollen. Verwaschene und halbseidene Versuche enden mit und ohne „Wundermittel“ in der Tonne und führen zu weiter keinem Erfolg. Ein eiserner Willen, Durchhaltevermögen und die Einsicht, wie schlecht Rauchen für den Organismus ist, reichen hierbei mehr als aus. Nicht von Werbung und Co. blenden lassen – einfach aufhören.


Prognose zur Heilung

Die Prognose ist eher düster. Zumeist endet ein Schlaganfall entweder tödlich oder manifestiert sich, insofern man ihn überlebt, in einer massiven Behinderung, die es notwendig macht, dass man für den Rest seines Daseins gepflegt wird. Darum ist es von besonderer Wichtigkeit, dass man sich medizinische beraten lässt und ggf. seine Lebensführung abändert, um die Prognose verbessern zu können.

Aber glücklicherweise sieht es nicht immer ganz so düster für die Patienten aus. Bisweilen kommt es auch „nur“ zu sehr leichten Insulten. Diese ziehen nicht immer merkliche Symptome nach sich. Bisweilen kommt es sogar vor, dass der Patient seinen Schlaganfall nicht einmal bemerkt und dessen Vorhandensein eher zufällig im Rahmen einer anderen Untersuchung zum Vorschein kommt. Zwar ist das natürlich erfreulicher, als ein starker Schlaganfall, gut ist es aber dennoch nicht und man sollte auch bei einem sehr leichten Insult seine Lebensführung sofort überdenken und sie ggf. umändern. Denn wie bereits schon erwähnt, handelt es sich bei Schlaganfällen um oftmals vermeidbare Übel. Zumindest lässt sich durch ein gesundes Leben die Chance stark sinken, Opfer eines solchen zu werden.

Alles in allem also ist die Prognose sehr ambivalent und stark von der vorliegenden Schwere des Schlaganfalles abhängig. Allgemeine Aussagen sind schwer oder gar nicht zu treffen und jeder Betroffene wird mit anderen Folgen zu kämpfen haben. Sicherlich gibt es einige Folgeerkrankungen, die häufiger vorkommen als andere, aber oftmals handelt es sich hierbei um eher geringfügige Unterschiede.

Man ist aber auch sicherlich nicht gut damit beraten, den Teufel gleich an die Wand zu malen. Selbst wenn es zu permanenten Schäden kommen sollte, so sind diese im Rahmen einer Physiotherapie oder eines logopädischen Trainings oftmals wieder in den Griff zu bekommen. Zwar lässt sich nur in den aller seltensten Fällen wieder eine 100%ige Funktionstüchtigkeit herstellen, aber selbst kleine Erfolge stellen für Betroffene oftmals große Erfolge dar und sorgen dafür, ihnen wieder ein Stück Lebensfreude und Selbstständigkeit wiederzugeben.


Risiken und Folgen

Manche Forscher gehen soweit zu behaupten, dass es sich bei Schlaganfällen um vermeidbare medizinischen Phänomene handelt, die bei einer gesünderen Lebensführung gänzlich auszuschließen seien. Ob dem tatsächlich so ist, mag zwar strittig sein, nichtsdestotrotz aber handelt es sich bei der Tatsache, dass viele an sich vermeidbare Risikofaktoren zur Entsthehung eines Insults beitragen tatsächlich vermeidbar sind. Somit ist es vielleicht übertrieben zu behaupten, dass es sich um ein gänzliches vermeidbares Übel handelt, aber alles in allem kann man mit einer guten und gesunden Lebensführung dazu beitragen, das eigene Risiko auf einen Schlaganfall massiv zu senken. Häufige Risikofaktoren sind unter anderem:
Risikofaktoren

  • : Unter Bluthochdruck versteht man eine dauerhafte Erhöhung der Blutdruckwerte auf systolisch mindestens 140mmHg und diastolisch mindestens 90mmHg.

    Nach dieser Definition leidet jeder vierte Deutsche unter Bluthochdruck. Da die Hochdruckkrankheit über längere Zeit hinweg symptomarm verlaufen kann, wird hoher Blutdruck oft erst dann erkannt, wenn Folgeschäden an anderen Organen, besonders an Herz, Gehirn und Nieren, auftreten.

    Arterielle Hypertonie kann zu einem lebensbedrohlichen hypertensiven Notfall führen und ist ein Risikofaktor für Herzinfarkt und Schlaganfall. Als normal bezeichnet man einen Blutdruck von 120/80mmHg. Niedriger Blutdruck ist medizinisch unbedenklich.

    Systolisch (mm Hg) Diastolisch (mm Hg)
    Niedrig
    Optimal
    Normal
    Hochnormal 130-139 85-89
    Hypertonie Grad 1 140-159 90-99
    Hypertonie Grad 2 160-179 100-109
    Hypertonie Grad 3 > 179 > 109

    Der Blutdruck ist dynamisch; das bedeutet, dass er abhängig vom Grad der Aktivität der jeweiligen Person, der Tageszeit und physischen sowie emotionalen Stressoren fällt bzw. sinkt. Bei gesunden Personen wird er überwiegend über das autonome Nervensystem kontrolliert, welches wiederum durch Hormone aus der Nebenniere reguliert wird; diese bestimmen die Menge an Natrium, Kalium und Flüssigkeit, die über die Nieren ausgeschieden wird (was wiederum Einfluss auf das Blutvolumen nimmt). Der Blutdruck wird auch durch Ansteigen oder Absinken der Herzfrequenz sowie Dilatation (Erweiterung) oder Konstriktion (Verengung) der Blutgefäße verändert. Sind einer oder mehrere dieser Regulationsmechanismen nicht in der Lage, angemessen auf die Bedürfnisse des Körpers zu reagieren, kann das zu einem permanenten Bluthochdruck führen.

    Zur Beurteilung des Blutdruckes werden zwei Werte bestimmt: der systolische Druck- oder Spitzendruck, der bei der Kontraktion des Herzens auf die Gefäßwände ausgeübt wird- und der diastolische Druck- der Druck, der zwischen den Schlägen in der Entspannungsphase des Herzens in den Arterien herrscht. Beide Werte werden in Millimeter Quecksilbersäule (mmHg) angegeben und werden in der Form systolischer/diastolischer Wert angegeben. Zum Beispiel entspricht ein Blutdruck von 120/80 mmHg einem systolischen Druck von 120 und einem diastolischen Druck von 80 und würde als „120 zu 80“ bezeichnet werden. Normalerweise finden sich bei Erwachsenen Blutdruckwerte von 110-130 systolisch zu 60-85 mmHg diastolisch. Bei jungen Frauen treten häufiger niedrige Blutdruckwerte auf. Die Grenzwerte des Blutdrucks sind fließend und werden entsprechend der Leitlinien der Weltgesundheitsorganisation (WHO) beim Erwachsenen wie folgt eingeteilt:
    – Optimaler Blutdruck – ein systolischer Wert unter 120 mmHg und ein diastolischer unter 80 mmHg.
    – Normaler Blutdruck – ein systolischer Wert unter 130 mmHg und ein diastolischer unter 85 mmHg.
    – Prähypertension – Hoch-Normaler Blutdruck; Bezeichnet einen Zustand, bei dem der Blutdruck über die Normwerte erhöht ist und der in einen Bluthochdruck übergehen kann)- ein systolischer Druck von 130 bis 139 mmHg und/oder von 85 bis 89 mmHg diastolisch

  • Bluthochdruckbereich
    -Hypertension, Grad 1 – systolische Werte von 140- 159 mmHg und/oder 90 bis 99 mmHg diastolisch
    -Hypertension, Grad 2 – systolische Werte von 160 bis 179 mmHg und/oder 100 bis 109 mmHg diastolisch
    -Schwere Hypertension, Grad 3 – einem systolischen Wert von 180 mmHg oder mehr und/oder einem diastolischen Wert von 110mmHg oder mehr.

    Aufgrund umfangreicher Studien kann je nach Vorhandensein von zusätzlichen Risikofaktoren das eines schweren Herzkreislaufereignisses (Herz-Kreislauf-Tod, nicht-tödlicher Schlaganfall, Herzinfarkt) in den nächsten 10 Jahren ermittelt werden.

  • Abhängigkeit von Nikotin oder Alkohol: Was ist Alkoholsucht? Unter Alkoholsucht oder Alkoholismus versteht man eine physische und psychische Abhängigkeit von der Substanz Ethanol (Alkohol). Es besteht ein konstantes starkes Verlangen danach, Alkohol zu konsumieren. Die Beschaffung und der Konsum des Alkohols sind für Alkoholiker lebensbestimmend.
    Bei verringertem Alkoholkonsum treten Entzugserscheinungen auf. Die Toleranz für Alkohol ist erhöht, d.h. um die beabsichtigte euphorisierende Wirkung zu erzielen, sind immer größere Mengen an Alkohol notwendig.
    Man schätzt, dass es in Deutschland ungefähr zwei Millionen Alkoholiker gibt; 70% davon sind männlich. Beim funktionierenden Alkoholiker bemerkt man die Alkoholsucht von außen häufig nicht. Alkoholsucht kann zu schweren Folgekrankheiten führen, z.B. Leberzirrhose, Pankreatitis, Kardiomyopathie, Gicht oder organischen Hirnschäden.

    Dabei ist seitens der Fachwelt bereits der Konsum des berühmten „Feierabendbieres“ auf täglicher Basis als bedenklich anzusehen und ein erster Schritt in Richtung Trunksucht. Darüber hinaus können auch Personen Alkoholiker sein, die nicht konstant Ethanol konsumieren. In diesen Fällen spricht man von der sog. „Binge Drinking Disorder“ – einer Art zwanghaften Rauschtrinkens in regelmäßigen oder unregelmäßigen Abständen. Wer sich also jedes zweite Wochenende in ein Delirium trinkt, aber sonst abstinent lebt, ist häufig trotzdem als alkoholkrank zu kategorisieren.

    Die Entstehung einer Alkoholsucht wird zudem durch den Faktor begünstigt, dass Schnaps, Bier, Wein und Co. in der westlichen Gesellschaft nicht als Drogen, sondern als Genussmittel angesehen werden. Das rückt den Konsum selbiger in ein grundsätzlich positives oder neutrales Licht. Manche Bräuche und Sitten bestärken das Individuum sogar in seinem Alkoholkonsum. Nichtsdestoweniger sind in den letzten Jahren immer mehr Anti-Alkohol-Kampagnen zu beobachten, die die Bevölkerung über die versteckten Gefahren dieses „Kulturgutes“ aufklären. Das ist eine grundsätzlich positive Entwicklung. Aufklärung gilt nicht zu Unrecht als die beste Prophylaxe.

    Rauchen ist nicht gleich Rauchen. Es gibt viele verschiedene Arten, auf die man Tabak konsumieren kann. Darüber hinaus muss es auch nicht immer Tabak sein, den man sich zu Gemüte führt. Zwar assoziiert man heutzutage hauptsächlich den Konsum von Tabak mit dem Wort „rauchen“, aber das war nicht immer der Fall. Die Tabakpflanze kommt ursprünglich aus Südamerika und war damit den Europäern und dem Rest der Welt vollkommen unbekannt, bis europäische Entdecker, Abenteuer und Seefahrer dieses neue Gewächs aus der alten in die neue Welt brachten.

    Der Methoden, die man sich in der Jetztzeit bedient, um dieses Gewächs zu konsumieren sind recht mannigfaltig. Man findet Pfeifen, Zigaretten, Zigarren, Zigarillos und Wasserpfeifen (Shishas). Des Weiteren konnte man in den letzten Jahren den Trend hin zur sog. „E-Zigarette“ beobachten, auch gemeinhin als „Vape“ bezeichnet. Hierbei handelt es sich jedoch nicht im klassischen Sinne um ein Tabakprodukt, da die für die mechanischen Rauchwaren benötigten Öle nicht zwingend Bestandteile der Tabakpflanze beinhalten müssen. Das ihnen zugesetzte Nikotin kann entweder aus künstlich erzeugt sein oder ganz und gar fehlen. Wobei letzteres eher selten bis gar nicht der Fall ist. Nichtsdestoweniger handelt es sich hierbei um eine Art des Rauchens.

    Überhaupt kann man sich merken, dass man immer dann vom „Rauchen“ spricht, wenn man ein pflanzliches Produkt in getrockneter oder verflüssigter Form mittels durch Brand oder Verdampfung erzeugten Rauch, bzw. Dampf inhaliert. Andere Formen der Nikotinaufnahme umfassen unter anderem auch Schnupftabak sowie Kautabak. Hierbei handelt es sich aber, trotz der Weitergabe von Nikotin an den Organismus mittels der Tabakpflanze, nicht um Rauchen. Ebenso wenig spricht man von Rauchen, wenn man sich ein Nikotin beispielsweise mittels eines Pflasters zuführt, wie es häufig im Rahmen eines Entzugs geschieht.

    Alles in allem also ist die Welt des Tabakrauchens sehr groß, bunt und darüber hinaus über Jahrhunderte hinweg kultiviert worden.

  • Diabetes: Bei Diabetes ist das Stoffwechselgleichgewicht von Insulin und Glukose gestört. Nach Aufnahme mit der Nahrung werden Kohlenhydrate zu Glukose und anderen niedermolekularen Zuckern verstoffwechselt. Infolgedessen steigt der Blutzucker-Spiegel und stimuliert die Insulinproduktion der Bauchspeicheldrüse (Pankreas).

    Insulin ist ein Hormon, das von Inselzellen des Pankreas (B-Zellen) gebildet wird. Es reguliert den Transport und die Aufnahme zu/in den/die Körperzellen. Sein natürlicher Gegenspieler bei der Aufrechterhaltung eines konstanten Blutzuckerspiegels ist ein weiteres Pankreas-Hormon, das Glukagon. Ist die pankreatische Insulin-Produktion insuffizient oder sind die peripheren Körperzellen resistent gegenüber seiner Wirkung (periphere Insulinresistenz), so resultieren daraus erhöhte Blutzucker-Werte und die Körperzellen, die eigentlich Glukose zur Energiebereitstellung benötigen, müssen „hungern“. Dies kann je nach Schweregrad der Blutzuckerentgleisung zu akuten oder chronischen Krankheitserscheinungen führen.

    Die meisten Gewebetypen des Körpers decken einen Großteil ihres Energiebedarfs durch Glukose. Das Gehirn und Nervensystem sind sogar allein auf die Glukose angewiesen.

    Eine akute Hyperglykäme (Erhöhung des Blutzucker-Spiegels) kann einen lebensbedrohlichen Notfall darstellen. Der Körper versucht dann durch eine gesteigerte Diurese (Urinausscheidung) die überschüssige Glukose aus dem Blut zu entfernen. Dieser Kompensationsmechanismus kann allerdings selbst entgleisen und zu einer Dehydrierung und Elektrolytstörungen führen. Da den Zellen die Glukose nicht mehr zur Energiebereitstellung zur Verfügung steht, müssen diese auf Reserve-Mechanismen zurückgreifen. Eine Möglichkeit besteht in der Metabolisierung von freien Fettsäuren. Dabei entstehen allerdings sogenannte „Ketonkörper“ als Nebenprodukte, die den Säure-Base-Status in Richtung Azidose verschieben. Man spricht dann von einer Ketoazidose. Die Ketonkörper können im Urin nachgewiesen werden. Unbehandelt kann eine Hyperglykämie zu Nierenversagen, Bewusstlosigkeit bis hin zum Koma führen.

    Chronische Blutzuckererhöhungen können lange unbemerkt bleiben. Der Körper versucht, diesen Zustand durch eine Steigerung der Insulin-Produktion und Glukose-Ausscheidung im Urin zu kompensieren. Symptome treten in der Regel dann auf, wenn die Kapazität dieser Kompensationsmechanismen überschritten ist. Im Langzeitverlauf kann die Hyperglykämie zu einer Schädigung der Blutgefäßsystems und einer Vielzahl weiterer Organe führen.

  • Aneurysmen: Aneurysmen gehören zu jenen Erkrankungen, die die Menschen seit Anbeginn der Zeit beschäftigen. Bereits im Papyrus Ebers (circa 1550 v. u. Z.) finden sich detallierte Schilderungen dieses Leidens. Es handelt sich dabei um eine Schädigung der Gefäßwand von Arterien, insbesondere den großen Schlagadern. Durch diese Beschädigung, sei sie nun mechanisch oder aufgrund einer Erkrankung beziehungsweise angeborenen Gewebsschwäche entstanden, bildet sich eine kleine Tasche. In dieser sammelt sich mehr und mehr Blut. Hernach schwillt nicht nur die Tasche oder Aussackung an, sondern das Gewebe wird zusätzlich immer mehr beschädigt. Hinzu kommt, dass die Wand der Arterie durch das zusätzlich einströmende Blut immer stärker gedehnt wird. Unter ungünstigen Umständen kann schließlich die Gefäßwand nachgeben und einreißen. Dies bezeichnen Mediziner als Gefäßruptur. Wenn sie eintritt, stellt das für den Menschen einen lebensbedrohlichen Zustand dar, da Blut nicht an die entsprechenden Organe weiter geliefert wird, sondern unkontrolliert in das umliegende Gewebe ausströmt. Es kommt so unter anderem zu Blutungen in den Subachachnoidalraum (Hirnblutung), Einblutungen in das Becken oder den Brustkorb.

    Die Krux dieser Erkrankung besteht vor allen Dingen darin, dass Betroffene nichts von der Existenz eines Aneurysmas spüren, unabhängig davon, ob es sich um ein Mikroaneurysma mit einer Größe von einem Millimeter oder eine riesige, zehn Zentimeter umfassende Aterienerweiterung handelt. Im schlimmsten Falle wird die Existenz dieses Gefäßwandschadens erst durch eine Ruptur deutlich, wobei dann unter Umständen jede Hilfe zu spät kommt.

    Die Medizin kennt drei verschiedene Arten von Aneurysmen: das echte (A. Verum) Aneurysma, das Pseudoaneurysma sowie die durch Wanddissektion hervorgerufene Erweiterung (Aneurysma dessecans). Der Unterschied dieser drei Typen liegt darin, welche Bereiche einer Arterie betroffen sind. Eine normale Schlagader ist ein Hohlorgan, dessen Wand aus drei Schichten besteht, nämlich der innen liegenden Tunica intima, der Tunica media sowie der Tunica externa, also der Außenhaut der Arterie. Beim echten Aneurysma sind alle drei Schichten gleichermaßen betroffen und ausgeweitet. Dadurch ist eine relativ gleichmäßige Aussackung zu erkennen. Beim Pseudoaneurysma hingegen wurden die beiden innen liegenden Hautschichten zerstört, dadurch sammelt sich Blut zwischen der Tunica media und der Tunica externa, welche wiederum ähnlich einem Ballon mit zunehmendem Bluteinfluss immer mehr aufgeblasen wird. Das Aneurysma dessecans hingegen stellt eine Schwäche des äußeren Gewebes dar. Hier ist also lediglich die Außenhaut des Gefäßes verdickt.

    Zu den besonders häufig auftretenden gehören das Aortenaneurysma (Aneurysma der Hauptschlagader) sowie das zerebrale Aneurysma. Letzteres ist stellt die Medizin vor eine besondere Herausforderung, da unter Umständen Bereiche des Hirns betroffen sind, die operativ nicht zugänglich sind. Darüber hinaus sind hier, abhängig von der Größe der Gefäßausdehnung, unterschiedlichste Symptome möglich, da auf die empfindlichen Hirnnerven leicht Druck ausgeübt werden kann. Kleinste Wölbungen können also bereits gravierende Folgen haben.

  • Stress und Burn Out: Jeder hat den Begriff „Burn Out“ schon einmal gehört und besitzt zudem eine grobe Vorstellung darüber, worum es sich dabei handelt. Nichtsdestotrotz entziehen sich die genauen Details und Mechanismen dieser Krankheit oftmals dem Verständnis des Laien.

    Es handelt sich bei der vorliegenden Erkrankung zudem um kein neues Phänomen, gleichwohl man es primär mit der modernen Leistungsgesellschaft in Verbindung bringt. Fälle von Burn Out sind bereits aus antiken Quellen bekannt. Allerdings schienen selbige vor der industriellen Revolution weitaus weniger häufiger als heutzutage. Diese Häufung geht unweigerlich auf die gestiegenen Level von Druck und Stress zurück, denen der normale Arbeitnehmer heutzutage ausgesetzt ist. Gerade der Umbau ehemaliger Industrienationen hin zu Dienstleistungsgesellschaften hat das Potential für einen Burn Out evident gesteigert. Dies liegt u.a. an der Unvorhersehbarkeit des individuellen beruflichen Werdeganges und die zu erwartenden Probleme während der Ausübung der Diensttätigkeit.

    Vor dem Jahre 1974, da der Psychologe Herbert Freudenberger, die vorliegende Krankheit „zum ersten Mal“ erfasste, bezeichnete man ein ähnliches Leiden als „Neurasthenie“. Die Unterschiede in den Ausprägungen von Neurasthenie und Burn Out sind im besten Falle minimal. Dr. Freudenberger leistete dennoch Pionierarbeit, indem er dieses antiquierte Krankheitsbild in die Gegenwart übertrug und dahingehend anpasste. Hierdurch vereinfachte er Erkennung und Diagnose immens. Besonders wenn man bedenkt, dass eine Neurasthenie zuvor lediglich mittels derselben Methoden festzustellen war, denen sich um die Jahrhundertwende bereits Sigmund Freud bediente.

    Wie bereits erwähnt, sind die potentiellen Auslöser dauerhafter Druck und Stress, die die Psyche des Individuums nach und nach zerfressen, bis es sich gänzlich außer Stande fühlt, den Erwartungen am Arbeitsplatz oder zuhause entsprechen zu können. Zudem spielt mangelnder Respekt für die arbeitende Person oftmals ebenso eine große Rolle, wie eine etwaige gesellschaftliche Ächtung des Berufs und damit verbundene Minderschätzung.

    Glücklicherweise ist dieses Leiden mithilfe moderner therapeutischer Maßnahmen meist gut in den Griff zu bekommen

Folgen

Nach einem Schlaganfall kommt es oftmals zu nicht zu unterschätzenden Folgen. Diese sind teilweise nicht mehr zu beheben und können bisweilen dazu führen, dass das betroffene Individuum zu einem permanenten Pflegefall wird. Hier einige der etwaigen Folgen eines Insults in der der Übersicht:

  • COPD: Der Name COPD leitet sich aus dem Englischen „Chronic obstructive pulmonary disease“ ab. Es handelt sich hierbei um eine chronische Entzündung der Lunge, die die Luftzufuhr hemmt, darüber hinaus kann sich aber auch das Ausatmen merklich erschweren. Alles in allem verschlechtert sich die Atmung oder die vielmehr die Fähigkeit korrekt zu Atmen. Des Weiteren kommen noch chronischer Husten, Auswurf von Sputum und ein sehr charakteristisches Keuchen oder Pfeifen dazu.

    Verursacht wird dieses Leiden, das im Volksmund auch häufig als „Raucherlunge“ bekannt ist, allerdings nicht nur durch das Rauchen von Tabak. Jedwede Art von langanhaltender Lungenbelastung kann ein Entstehen dieses Leidens stark befördern. Dazu gehören Umweltgifte, Gase aus Auspuffen und Fabriken und so weiter.

    Durch diese Krankheit steigt allerdings nicht nur die Belastung für die Lunge an, sondern auch das Risiko etwaiger Herzleiden erhöht sich teils drastisch. Lungenemphyseme und chronische Bronchitis sind hierbei die häufigsten Begleiter der COPD. Bei letzterer handelt es sich um eine ständige Entzündung der Bronchien, die die Alveolare mit Sauerstoff versorgen. Dieses ist nicht nur schmerzhaft, sondern schränkt auch die Mobilität und Lebensqualität von Betroffenen stark ein. Darüber hinaus ist die chronische Bronchitis auch der Hauptgrund für die besonders hohen Schleimabsonderungen, bzw. das hochfrequente aus Ausbringen des Auswurfs aus der Lunge.

    Emphyseme treten in aller Regel durch Zigarettenrauchen auf, dennoch zeigen sie sich bisweilen auch noch aus anderen Gründen, wenngleich eher selten der Fall. Sie äußern sich in einer irreparablen Zerstörung gewisser Regionen der Lunge. Das sorgt folglich für eine Einschränkung der Lungenfunktion, die nicht zurückzugewinnen ist.

    Nichtsdestotrotz ist eine COPD behandelbar. Zwar sind die Ursachen in aller Regel nicht auszumerzen, aber man kann mithilfe einer guten Behandlung die Symptome insoweit reduzieren, dass einem ein gewisses Maß an Lebensqualität erhalten bleibt. Darüber hinaus reduziert man dadurch gleichzeitig die Anfälligkeit für andere Krankheiten der Lunge oder des Atemapparates.

  • Depressionen: Depressionen sind keine Seltenheit. Beinahe jeder litt schon einmal an dieser psychologischen Störung oder kennt eine Person, die es tat. Die genauen auslösenden Prozesse, die hinter einer solchen seelischen Missstimmung stecken, sind allerdings sehr fallspezifisch und für Außenstehende nur schwer nachzuvollziehen. Dies ändert jedoch nicht an dem Umstand, dass man depressiven Personen gegenüber stets helfend auftreten und sie unterstützen sollte. Denn sie sind zumeist besonders schwach und können nicht mit allzu großen Belastungen umgehen, ohne in eine noch tiefere Depression zu verfallen.

    Darüber hinaus kann es jeden treffen. Niemand ist gegen dieses Leiden immun. Zwar sind Menschen mit einem starken Charakter in aller Regel seltener Opfer dieses Leiden, aber nichtsdestotrotz können auch sie dahingehend erkranken. Besonders dann, wenn sich ihre Lebensumstände spontan zum Schlechten hin ändern.

    Man sollte sich jedoch nicht entmutigen lassen. Depressionen sind heutzutage gut heilbar. Es stehen der modernen Schulmedizin nicht nur viele sehr probate Medikamente zur Verfügung, sondern auch Psychotherapie und Kliniken können den Betroffenen wieder auf die richtige bahn lenken. Die genaue Art der Behandlung ist jedoch von medizinischem Fachpersonal zu entscheiden und sollte nicht durch den Laien geschehen.

    Des Weiteren bleibt zu erwähnen, dass es sich bei Depressionen um ein weltweites Phänomen handelt. Der genaue evolutionäre Nutzen derselben ist dabei allerdings noch ungeklärt und verbleibt Gegenstand der Forschung. Es liegen aber bereits verschiedenste Theorien dazu vor, die von Forschern aus allen Ländern immer wieder diskutiert werden. Es bleibt also abzuwarten, welche Erkenntnisse die Zukunft über die Entstehung von Depressionen birgt.

  • Diverse rheumatische Leiden: Unter Rheuma oder einer rheumatischen Arthritis versteht man eine chronische entzündliche Erkrankung, die mehr als nur die Gelenke der Finger anzugreifen imstande ist. Es kann bisweilen vorkommen, dass diese Krankheit ein weites Areal befällt. Darunter unter anderem die Haut, die Augen, die Lunge, das Herz oder die Blutgefäße.

    Des Weiteren handelt es sich bei diesem Leiden um eine Autoimmunerkrankungung. Das heißt kurzum, dass das natürliche Abwehrsystem des Körpers nicht mehr recht dazu imstande ist, zwischen Freund und Feind zu unterscheiden und sich im Laufe dieser Verwirrung selbst verletzt. Das eigene Abwehrsystem greift also körpereigenes Gewebe an und beschädigt es zum Teil massiv.

    Darum sind Rheumatische Erkrankungen auf keinen Fall als Abnutzung fehlzuinterpretieren, wenngleich die Krankheit selbst auf den ersten Blick so wirken mag. Rheuma liegt kein Verschleiß zugrunde. Es handelt sich tatsächlich lediglich um eine autimmunitive Störung des Organismus. Diese kann im vorliegenden Falle so weit gehen, dass sich nicht nur sehr schmerzhafte Symptome, wie Schwellungen einstellen, sondern es sogar zum vollkommenen Abbau ganzer Gelenke oder Knochenpartien kommt. Aus diesem unglücklichen Umstand heraus ergibt sich auch die typische Form, mit der sich Rheumatismus zumeist präsentiert. Einer klar ersichtlichen Verkrümmung und Deformation einer Körperteile. Insbesondere Hände und Finger sind oftmals betroffen und geben ein Bild über das verheerende Ausmaß der Krankheit.

    Darüber hinaus wirken aber nicht nur die Deformation und die Erodierung negativ auf den Körper des Betroffenen ein, auch die begleitenden entzündlichen Prozesse schädigen das Gewebe nicht selten irreparabel stark.

    Dennoch gibt es für alle Betroffenen Grund zum Aufatmen. Gerade in den letzten Jahren und Jahrzehnten sind der Forschung große Durchbrüche gelungen, was die Heilung von Rheuma angeht. Mithilfe der daraus hervorgegangenen verbesserten Heilungsmethoden ist es inzwischen möglich, viele der Symptome drastisch zu lindern. Dennoch ist die Erkrankung immer noch nicht komplett zu heilen.

  • Migräne oder chronische Kopfschmerzen: Der Begriff “Migräne” leitet sich ursprünglich vom griechischen Wort für “halber Kopf” beziehungsweise “halber Schädel” ab. Denn es handelt sich hierbei um eine neurologische Erkrankung, die Kopfschmerzen vor allem in einer Schädelhälfte hervorruft, die in regelmäßigen Abständen anfallsartig auftreten können. Wesentlich ist dabei, dass kein primärer physische Auslöser, wie beispielsweise eine Kopfverletzung oder ein Hirntumor, für das Auftreten des Schmerzes verantwortlich sind. Zum einen ist diese Erkrankung recht bekannt und wird vor allem als Frauenleiden verstanden, obgleich selbstverständlich auch Männer unter Migräne leiden können. Zum anderen gehört der Migränekopfschmerz zu jenen Erkrankungen des Menschen, die noch nicht in Gänze erforscht sind und über die es noch eine Reihe von Unklarheiten gibt. So ist unter anderem die Ätiologie der Migräne noch nicht abschließend geklärt.

    Das Krankheitsbild der Migräne ist insgesamt gesehen uneinheitlich. So gibt es beispielsweise Migränetypen, die weitgehend ohne Schmerzen verlaufen. Andere wiederum breiten sich teilweise auf beide Schädelhälften aus. Grob unterteilen lässt sich diese Erkrankung jedoch in die gewöhnliche und die klassische Migräne sowie ihre Mischform. Zum wesentlichen Unterscheidungsmerkmal wird dabei die sogenannte Aura. Es handelt sich dabei um sensorische Wahrnehmungsstörungen, die von leichtem Flimmern, Verzerrungen und Lichtblitzen bis hin zur temporären Blindheit reichen können.

    Die gewöhnliche Migräne tritt ohne Aura auf. Hier sind typische Symptome der halbseitige Kopfschmerz sowie Übelkeit und Unwohlsein. Durch laute Geräusche und grelles Licht verstärken sich die Symptome, weshalb Patienten dies als besonders unangenehm empfinden. In der Medizin wird das als Photophobie beziehungsweise Phonophobie (Angst vor Licht und Ton) bezeichnet.

    Die klassische Migräne tritt hingegen stets gemeinsam mit einer Aura in Erscheinung. Darüber hinaus finden sich ähnliche Symptome wie bei der gewöhnlichen Migräne. Aber auch ein Taubheitsgefühl bis hin zu motorischen Ausfällen einer Gesichtshälfte sind möglich. Je nach Ausprägung der Aura kann die klassische Migräne noch weiter unterteilt werden. Dann sind noch zusätzliche Merkmale möglich.

    Die Mischform, die häufig als “vermutliche” Migräne bezeichnet wird, kann mit oder ohne Aura vollzogen werden. Bei dieser Form des Kopfschmerzes treffen alle Merkmale auf eine Migräne zu, es fehlt jedoch jeweils ein entscheidendes Element für eine absolut sichere Diagnose.

    Unabhängig davon, welche Art der Migräne vorliegt, wird die in der Regel gut hinsichtlich der Symptome therapierbar sein. Betroffene können also trotz Diagnose Migräne zumeist ein normales, beschwerdefreies Leben führen. Eine gezielte Heilung dieser Erkrankung ist jedoch noch nicht möglich.


Alternative Behandlungsmethoden

Die zur Verfügung stehenden alternativen Heilmethoden sind teilweise nicht oder nur sehr schwer von den Hausmitteln zu differenzieren. Des Weiteren gilt für diese, wie für die Hausmittel auch, dass sie eher prophylaktischer Natur sind und keinen vollwertigen Ersatz für eine schulmedizinische Behandlung darstellen können und sollten. Hierzu einige in der Übersicht:

Gezielter Abbau von Stress
Es ist kein Geheimnis, dass Stress und sonstige Belastungen des Alltags einen durchaus schwerwiegenden negativen Effekt auf die menschliche Gesundheit haben können. Darum sollte jedem daran gelegen sein, sein Stresslevel effektiv zu senken. Hierzu stehen sehr viele verschiedene Methoden zur Verfügung. Dies können Aromatherapie, Massagen, Ayurveda, Yoga, Mediation uvm. sein. Auch eine Psychotherapie kann einem bisweilen dabei weiterhelfen, gewisse Hindernisse zu überwinden und gezielter mit Stress umgehen zu lernen.

Verzicht üben
Die bereits erwähnten Zigaretten und anderen Tabakwaren sind nicht der einzige Suchtfaktor, der negative Auswirkungen auf die Gesundheit haben kann. Auch der Missbrauch oder der erhöhte Konsum von Alkohol nimmt den Körper oftmals sehr stark mit. Darum sollte man, von sämtlichen Genussgiften abstinent sein.
Physiotherapie
Eine solche kann Patienten dabei helfen, zu ihrer alten Stärke zurückzufinden und etwaig aufgetretene Lähmungserscheinungen wieder teilweise zu revidieren.

Eine Zusammenfassung der möglichen und probaten alternativen Behandlungen sieht wie folgt aus:

  • Meditation, Yoga, autogenes Training
  • Traditionelle Chinesische Medizin (tcm)
  • Ayurveda
  • Diverse Massagetechniken
  • Aromatherapie
  • Ergotherapie
  • Sportliche Betätigung
  • Diätieren, fasten
  • Entzüge
  • Kuraufenthalte
  • Selbsthilfegruppen

Besonders Chiropraktiker sind sehr hierbei sehr gefragt. Die Chiropraktik ist ein nicht allzu altes Feld der alternativen Medizin. Denn Chiropraktiker müssen keine studierten Mediziner sein, um praktizieren zu dürfen. Es genügt eine Ausbildung als Heilpraktiker und eine weitere zusätzliche Ausbildung zum Chiropraktiker. Zumindest in Deutschland wird dies so gehandhabt.

Ganz unumstritten ist die Chiropraktik nicht. Viele Studien, die über deren Nutzen angestellt wurden sprechen tendenziell eher gegen eine Wirksamkeit dieser Praktik. Darüber hinaus melden sich immer mehr Forscher zu Wort, die die Chiropraktik abtun und bisweilen sogar als „Hokuspokus“ bezeichnen. Auf der anderen Seite der Medaille aber, findet sich eine Vielzahl von großen Befürworten, die auf die Hilfe ihres Chiropraktikers nicht mehr verzichten wollen.

Es bleibt abzusehen, welches Urteil die Fachwelt am Ende über Chiropraktiker und ihre Ansätze zur Heilung verhängen wird. Chiropraktiker sind Menschen, die mittels ihrer Hände versuchen Patienten mit zumeist orthopädischen Leiden zu heilen. Die Hände stecken dabei schon in der Bezeichnung, so bedeutet das griechische Wort „cheir“ Hand und „praxis“ Tätigkeit, also eine Tätigkeit mit den Händen.

In den USA werden Chiropraktiker oftmals mit Physiotherapeuten gleichgesetzt. So bietet diese nach Operationen oder überstandenen Krankheiten eine Stärkung des Körpers durch gezielte Übungen an. In Europa kommt diese Interpretation von Chiropraktikern nicht vor. Hierzulande sieht man sie eher als spezialisierte Masseure an oder als medizinisches Fachpersonal speziell für Knochen und Gelenke.

Knochen und Gelenke nämlich bilden ihr hauptsächliches Wirkungsfeld. Insbesondere die Wirbelsäule ist wichtig für ihre Arbeit.

In Deutschland übernehmen die Krankenkassen eine Behandlung durch Chiropraktiker in der Regel nicht, es kann jedoch besondere Ausnahmen geben. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass die Chiropraktik in Deutschland noch keine lange Tradition hat. Erst Mitte der 1950er Jahre begannen sich einige Chiropraktiker hier niederzulassen und tätig zu werden und dies meist auch nur sehr zögerlich. Selbst heute ist die Chiropraktik in Deutschland und überhaupt in Europa eher fremd und wird vornehmlich in den USA praktiziert. Nichtsdestotrotz steigt auch hierzulande die Zahl der Chiropraktiker immer weiter an.

Welche Hausmittel können helfen?

Gleich zu Beginn sei erwähnt, dass Hausmittel, gleichwohl wie gut sie bei anderen Krankheiten Abhilfe zu leisten imstande sein mögen, im Bezug auf einen Schlaganfall weniger nützlich sind. Ebenso im Bezug auf die aus selbigem resultierenden Schäden der Muskulatur und / oder der Gefäße. Das heißt allerdings nicht, dass man sich nicht dennoch einiger Mittel bedienen könnte, die zumindest die Symptome lindern oder dabei hilfreich sein können, prophylaktisch auf einen Schlaganfall einzuwirken. Für diese Aufgaben sind Hausmittel im vorliegenden Fall nämlich glänzend geeignet und halten darüber hinaus auch meistens das, was sie versprechen.

Beispiele hierfür sind unter anderem:
Verzicht auf Tabakwaren aller Arten
Wie bereits mehrfach erwähnt, so ist das Rauchen von Tabak einer Hauptgründe, die zu einem Schlaganfall führen können. Darum ist der absolute Verzicht auf alle Rauchwaren nicht nur empfohlen, sondern auch notwendig. Zudem verkleinern sich hierdurch auch die Chancen an vielen anderen Leiden zu erkranken. Dies gilt für sämtliche Rauchwaren, sprich Zigaretten, Zigarren, Zigarillos, Pfeifen, Vapes, Shishas usw. Wer darum nicht auf seine Sucht verzichten kann, gefährdet sich selbst und muss damit rechnen, früher oder später einen Schlaganfall zu erleiden.

Regelmäßige Kontrolle des Blutdrucks
Ist der Blutdruck zu hoch, kann das bedeuten, dass die Gefahr gegeben ist, einen Schlaganfall zu erleiden. Nicht zuletzt deswegen ist es von hoher Wichtigkeit, dass Risikopatienten sich regelmäßig und gründlich selbst auf diesen Wert testen. Hierfür kann man spezielle Gerätschaften in der Apotheke oder im medizinischen Fachhandel erstehen. Des Weiteren sollte man eventuell erhöhte Werte seinem Arzt sofort melden. Dieser ist daraufhin in der Lage, die Medikation oder die Ernährung des Patienten umzustellen oder anzupassen.

Heilkräuter & Heilpflanzen

  • Apfel
  • Arnika
  • Bärlauch
  • Knoblauch
  • Ginkgo
  • Mistel

Die gerade aufgezählten Heilpflanzen oder Heilkräuter sind besonders in Form eines Tees oder Aufgusses einzunehmen. Hierzu trockne man diese oder gebe diese gleich frisch in ein Glas oder eine Kanne und überbrühe sie mit heißem Wasser. Anschließend filtere man sie heraus und trinke den daraus entstandenen Tee oder Aufguss. Des Weiteren kann man sie aber auch in Form anderer Präparate anwenden. Es empfiehlt sich hierbei jedoch eine Rücksprache mit dem behandelnden Arzt, um etwaige Allergien bereits im Vorfeld ausschließen zu können. Des Weiteren sollte man sich des Umstands bewusst sein, dass diese Mittel die allgemeine Gesundheit lediglich unterstützen. Eine Heilung von etwaigen Lähmungen und dauernden Schäden können sie nicht garantieren. Deswegen sollte man sie in ihrer Wirkung jedoch nicht unterschätzen. Die hier genannten Kräuter sind durchaus für ihre positive Wirkung auf den menschlichen Organismus bekannt.

Bezugsquellen und Dosierung erfragt man bei seinem Heilpraktiker oder Händler.

Ätherische Öle

  • Rose
  • Orange
  • Rosmarin
  • Kümmel
  • Zitrone
  • Campher

Ätherische Öle sind entweder im Rahmen einer Aromatherapie oder äußerlich sowie seltener auch innerlich anwendbar. Im Falle des Schlaganfalles sollte man jedoch lediglich von ersterer Form Gebrauch machen, also der Aromatherapie. Dieser Umstand ergibt sich daraus, dass diese Form der Anwendung am wenigsten belastend für die Gesundheit anzusehen ist. Hierzu gebe man die Öle in eine Duftlampe, entzünde eine Wärmequelle, am besten ein Teelicht und lasse die Öle in die Raumluft verdampfen. Die ätherischen Öle setzen auf diese Weise ihre Wirkstoffe frei und dienen zur Beruhigung der Patienten und bauen somit Stress und folglich Schmerz ab. Aber auch hier gilt, wie bei den Heilkräutern, dass eine solche Behandlung ein schulmedizinisches Vorgehen nicht ersetzen kann. Darüber hinaus ist der Effekt lediglich beruhigend und stressabbauend, nicht aber heilend.

Eine gute Bezugsquelle für ätherische Öle ist das Internet oder der Heilpraktiker des Vertrauens. Letzterer gibt auch Auskünfte über Anwendung und Dosierung.

Homöopathie & Globuli

Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.

Schüssler-Salze

Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.

Diät & Ernährung

Da es sich bei einem Schlaganfall um ein Leiden handelt, das stark mit Mangelerscheinungen gegenüber speziellen Nährstoffen einhergeht, sollte man verstärkt auf seine Ernährung achten. Dabei gibt es jedoch keine vorgefertigten Ernährungspläne. Eine allgemein gute und gesunde Ernährung, die darüber hinaus die Vermeidung von allzu stark zuckerhaltigen Lebensmitteln miteinbezieht. Dies kann zusätzlich für eine erhebliche Verbesserung des allgemeinen Krankheitsbildes sorgen und dem Patienten somit viel Leid ersparen.

Eine Stärkung des Immunsystems und der allgemeinen Abwehrkräfte sind hierbei zu begrüßende Nebeneffekte. Dennoch ist jeder gut damit beraten, die Aufnahme von raffiniertem Zucker deutlich zurückzufahren. Hierdurch erhöht nicht nur die allgemeine Gesundheit, sondern auch die Ruhe und Ausgeglichenheit im Speziellen. Nichtsdestotrotz kann eine allgemeine gesunde Ernährung diesbezüglich sehr förderlich sein und überdies noch vorbeugend wirken.
Allgemeine Tipps sind daher:
Bedenkenlos konsumieren kann man:

  • Obst und Gemüse (insofern keine Allergien vorliegen)
  • Meeresfrüchte
  • Milchprodukte (jedoch auf den Fettgehalt achten)
  • Hülsenfrüchte
  • Klares Wasser und Kräutertee (Limonaden usw. sind zu vermeiden)
  • Vollkornprodukte

Bei folgenden Lebensmitteln, sollte man eher aufpassen:

  • Rotes Fleisch
  • Tabakwaren
  • Raffinierter Zucker
  • Stark fetthaltige Speisen
  • Fertiggerichte
  • Alkoholika
  • Weißes Mehl
  • Fast Food

Man sollte außerdem stets im Hinterkopfe behalten, dass Übergewicht eine immense Belastung für den Organismus darstellt. Dabei spielt es keine Rolle, ob dieser durch andere Faktoren vorbelastet ist oder nicht. Darum ist es wichtig darauf zu achten, stets ein angemessenes Gewicht zu halten, um seinen Körper keinen überflüssigen Strapazen auszusetzen. Wer sich zudem an eine solche Ernährung hält, kann nicht nur sein Immunsystem dadurch stärken, sondern wirkt auch noch prophylaktisch auf eine ganze Reihe potentieller Krankheiten ein, die aufgrund der gesunden Ernährung erst gar nicht ausbrechen.

Ein Diätologe oder ein Ernährungswissenschaftler können einem zusätzlich dabei helfen, einen perfekten und individuell maßgeschneiderten Ernährungsplan für einen zu erstellen. Es lohnt sich daher immer, einen solchen zu konsultieren, wenn man dauerhaft etwas an seiner Ernährung verändern will.


FAQ – Fragen & Antworten

Welche Arten der Behinderung können aus einem Schlaganfall resultieren?

Es ist möglich, dass jeder Teil des Körpers betroffen ist. Das schließt ebenso neurologische Behinderungen mit ein. Lähmungen, Wortfindungsstörungen, kognitive Minderleistungen usw. sind nur einige der zu erwartenden Behinderungen.

In besonders schweren Fällen ist darüber hinaus davon auszugehen, dass es es zu einer derart schwerwiegenden Kombination diverser Beeinträchtigungen kommt, dass der Patient in einen regelrecht vegetativen Zustand verfällt und nicht mehr alleine lebensfähig ist.

Kann man einen Schlaganfall im Vorhinein verhindern?
Teilweise schon. Hält man sich an die im vorangegangenen Text erwähnten Maßregeln und versucht man schädliche Faktoren aus seinem Leben auszuschneiden, ist es durchaus möglich, dass man das Risiko eines Schlaganfalles merklich absenkt. Vollkommen Sicherheit bringt aber auch dieses Verhalten nicht.

Sind alle Folgeerscheinungen eines Schlaganfalles permanent?
Nein, zum Glück nicht. Manche der durch einen Schlaganfall ausgelösten Symptome schwächen sich mit der Zeit merklich ab oder verschwinden komplett. Dennoch ist es ebenso so möglich, dass sie sich permanent einstellen. Dies ist im Einzelfall mit einem Arzt zu erörtern.

Oftmals ist es zudem eine sehr große Hilfe, wenn man sich als Geschädigter in Physiotherapie begibt oder sich anderweitig helfen lässt. Im rahmen einer solchen Therapie ist es nicht selten möglich, einige der verloren geglaubten Fähigkeiten wieder herzustellen und somit einiges an Lebensqualität zurückzugewinnen.

Wie sollte ich mich bei einem Schlaganfall verhalten?
Als Drittperson sollte man versuchen, die Warnsignale als solche zu erkennen und diese als Ansporn dazu zu nehmen, sofort einen Krankenwagen zu rufen. Denn bei einem Insult sind einem als medizinischen Laien oftmals die Hände gebunden. Das ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass man die Person am anderen Ende der Leitung nach Rat fragen kann, was zu unternehmen sei, bis der Notarzt eintritt. Diesen Anweisungen ist unbedingt Folge zu leisten. Ein zuwiderhandeln würde das Überleben des Patienten gefährden.

Ist man selbst betroffen und es ist niemand in der Nähe, der einen Notarzt verständigen könnte, so ist es unabdingbar, selbst tätig zu werden, solange dies noch möglich ist. Wer an dieser Stelle zögert, spielt mit seinem Leben. Ist der Anfall zu stark, ist es einem zumeist nicht mehr möglich, ein Telefon oder ein Handy zu bedienen und man ist seinem Schicksal somit ausgeliefert.

Bitte empfehlt diese Seite oder verlinkt uns:

Bitte bewerten Sie den Artikel

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (49 Stimmen, Durchschnitt: 4,70 von 5)
Loading...
Top